Die Lieblingstweets im Mai, Teil 1


Tochter (12) fordert mich auf, eine Spinne per Staubsauber zu entsorgen. Wir führen Grundsatzdiskussionen über Auftragsmord.
@Mama_arbeitet
Mama arbeitet


Protipp: Wenn man kleinen Kindern erzählt dass Toffifee aus karamellisierten Kuhaugen besteht muss man nicht teilen.
@__ole__
Ole Bix


So. Nun wollen wir der schwangeren Frau einen Sitz anbieten, liebe Mitreisende. Und nein, das bin nicht ich. Ich hatte nur Bratkartoffeln.
@alles_b
alles b.


Telefone muss man im Flugzeug auch nur ausschalten, damit jemand die Bordexemplare der Zeitungen liest.
@BendlerBlogger
Sascha Stoltenow


Am Dammtor Bahnhof wurde ich gerade von einem jungen Mann in Trainingsanzug angesprochen, der mit mir über Hip Hop reden wollte. Is klar.
@Nico
Nico Lumma


So. @ bringt mir Kartoffelsalat. Ich hab dieses Internet jetzt wohl durchgespielt.
@anneschuessler
anneschuessler


Ich werde sie hüten wie meinen Augapfel, der hier ja ir-gend-wo liegen müsste.
@Schisslaweng
Schisslaweng


“Ich kann nicht in die Küche kommen, Mama. Ich hab eine Plutose.” “Oh. Symptome?” “Nee, Plutose. Sumtome hatte ich gestern.” “Ou.”
@alles_b
alles b.


“Euer Nachbar kandiert ja dieses Jahr für die FDP.” – “Ja, dabei war der immer so nett und hat immer so freundlich gegrüßt.”
@HausOhneFenster
Haus Ohne Fenster


Ich war in so Fahrgeschäften und möchte nie wieder etwas essen.
@Buddenbohm
Max. Buddenbohm


“Woran bemerkt man, dass man eine Plutose hat?” “Man muss ganz doll und ist zu faul aufs Klo zu gehen.” “Ou.”
@alles_b
alles b.


Schaue eine halbe Stunde Piratenparteitags-Stream. Selten so viel Verständnis für die Wiedereinführung der absoluten Monarchie gehabt.
@wortfeld
Alexander Svensson


kann kolibris im flug die schnürsenkel zusammenbinden..
@remark
remark


Heute zur Abwechslung mal alle Mails mit”Das beschäftigt Sie jetzt aber schon sehr, oder?”beantworten.
@RinderKinder
Katja Kellenbruch


Pornofilme gucke ich am liebsten in der englischen Orgienalfassung.
@Nacktmagazin
Ray Moulade


Neue Gitarrengriffe gelernt. Fällt jetzt nicht mehr so oft runter.
@henningrucks
Henning Rucks


Verleser des Tages: Klagenfurz.
@ThomasMalkowski
Thomas Malkowski


Verleser des Tages: “The plan to kill orgasms.” Orangutans, Jamie, ORANGUTANS!
@littlejamie
Ina Marinescu


Ich hab auch eine Plutose.
@alles_b
alles b.


Gott, ist das ALLES AUFREGEND. und ich bin alleine. Ich brauch nen Schnaps.
@svensonsan
Sven Dietrich


Ah, cool, hab ein Bier in kollabieren gefunden, das nehm ich.
@Larenzow
Madame de Larenzow

Anne hat auch schon wieder welche.

Der AdBlocker Appell (ursprüngliche Fassung)

Ich habe soeben den ersten Entwurf des Bettelbriefs gefunden:

Schön, dass Sie DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE lesen! Wir bieten Ihnen tolle Eilmeldungen, wie z.B. daß sich eine berühmte Schauspielerin vorsorglich einer doppelseitigen Mastektomie unterzogen hat die wichtigsten Analysen, Interviews, Videos (Quelle: Internet) , 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, ob Sie wollen oder nicht, ob es etwas zu erzählen gibt oder nicht. 140 teils unter Tarif bezahlte, meist freiberufliche Redakteure und Prakikanten arbeiten daran, irgendwo Content zu finden der möglichst nichts kostet, damit dass Sie sich stets bestens unterhalten fühlen informiert sind. Das kostet Geld, das wir zwar haben aber nicht dafür ausgeben wollen. Unsere Redaktion kostet Geld, unsere Korrespondenten, Webentwickler, Techniker, die Datenleitungen, der Strom. Mimimi.

Für Sie ist DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE umsonst kostenlos. Wir finanzieren uns auch über Werbung. Viele Leser nutzen einen Adblocker, weil sie sich an aufpoppenden Fenstern stören und an Werbung, die plötzlich losdudelt und Rechenleistung und Ressourcen frisst oder Malware einschleppt oder ungefragt und trotz Do-Not-Track-Tools hinterherschnüffelt, auf welchen Webseiten wir uns herumdrücken und an 15-20 Drittfirmen, die übrigens oft in den USA sitzen, diese Daten übermittelt. Natürlich zahlen immer Sie als Nutzer diesen Traffic, das ist besonders ärgerlich, wenn Sie mobil unterwegs sind oder zuhause diesen neuen 75 GB/Monat Drosselkom-Tarif haben. Auch wir stören uns daran – deswegen verzichten wir bewusst auf aufdringliche Werbeformen. OK, was aufdringlich ist, bestimmen natürlich wir, bzw. unsere Kunden.

Adblocker bedeuten für uns, dass wir für unsere Arbeit kein Geld von der werbetreibenden Industrie bekommen. Wir bieten lieber keine einzelnen Artikel via Micropayments zum Kauf an, auch wenn einige Kunden das sicher gern nutzen würden. Wir ahnen, daß es zu wenige sein würden oder den Leuten auffiele, daß wir im Schnitt ziemlich wenige gut geschriebene Artikel pro Woche haben und der Rest halt automatisiert aus den Tickern der Nachrichtenagenturen in unser Content Management System einläuft und damit exakt derselbe Wortlaut ist wie bei den anderen Presseangeboten im Netz, für den niemand ernsthaft Geld ausgeben möchte. Wir bitten Sie deshalb, auf Adblocker zu verzichten oder für DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE eine Ausnahmeregel zuzulassen (Fragen kost’ ja nix, jeden Tag steht schliesslich ein Dummer auf). Weil wir keine Ahnung haben, wie wir ein alternatives Geschäftsmodell aufziehen sollen, schieben wir Ihnen jetzt den Schwarzen Peter zu  Ihnen auch in Zukunft DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE kostenlos anbieten wollen. Und was wir wollen ist entscheidend, nicht, was Sie als Kunde wollen. Sie sind ja nicht unser Kunde, Sie sind ja nur das Klickvieh. Der Kunde ist die werbetreibende Industrie. Sie sehen das Dilemma?

Richten Sie bei Ihrem Adblocker eine Ausnahme für DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE ein. Es ist ganz einfach. Bitte! Bitte! Mit Honig! Wir müssten uns sonst alle ehrliche Arbeit suchen!

 

Hochlandrindvieh

Wo der Herr Buddenbohm drüben beim Hamburg-Führer gerade so hingerissen von Hochlandrindern im Wildpark Schwarze Berge schwärmt (in die ich seit meinem ersten Schottlandaufenthalt auch total verknallt bin), da fällt mir ein, daß ich so was ja schon mal auf dem Stift hatte.

Hochlandrind

Gibt’s übrigens auch hier in den üblichen Variationen käuflich zu erwerben.

Superhelden rauchen nicht.

Rauchender Superheld

Superhelden rauchen nicht. Wenn man einen dabei erwischt, ist es keiner. ;-)

Diese und andere Zeichnung gibt’s übrigens auch hier im Shop, als Druck, T-Shirt, Notebook-Skin etc.. Schaut gerne mal rein – und über Feedback freue ich mich.

Bloggen – mein Setup

Wie wir so bloggen und arbeiten im Netz, das möchte @Patschbella gerne von uns wissen. Ich hatte zumindest den Arbeitsteil vor etwas über einem Jahr schon einmal hier verbloggt, aber auch da hat sich inzwischen einiges geändert und insofern nehme ich das Stöckchen gern auf.

Bloggerinnen-Typ: Auf e13 geht’s um Golf und die Welt und graduell immer mehr um mich und meine Arbeiten. Das Blog ist im stetigen Wandel.
Gerätschaften digital: Mac, Grafiktablett, Scanner, iPad, iPhone
Gerätschaften analog: Papier/Notizbücher, Farben und Stifte
Arbeitsweise: konzentriert bis heiter

Abwarten und Tee trinken

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Zum Bloggen nutze ich WordPress und ich schreibe kürzere Einträge auch direkt ins Admin-Backend, dafür reicht es allemal. Längere Einträge schreibe ich im iA Writer, einem reinen Textprogramm mittels dessen ich sehr fokussiert schreiben kann. Ich bin in erster Linie am Schreiben und dann am Bloggen interessiert, d.h. ich schreibe, schreibe, schreibe und editiere zum Schluss; neuerdings mache ich mir manchmal dann noch Gedanken zur Suchmaschinenoptimierung meiner Texte, aber ich gebe nicht all zu viel darauf. Ich finde, ein Text sollte für die Leser (hoffentlich) interessant sein, nicht für Maschinen. Die ganzen für Suchmaschinen optimierten Blogs erkenne ich zehn Meilen gegen den Wind und finde sie zu 99% uninteressant geschrieben.

Viele meiner neueren Zeichnungen entstehen auf dem iPad, z.B. die Superhelden oder auch der kleine grüne Trailer. Aber es geht nichts über Stift auf Papier, finde ich.

Zum Recherchieren nutze ich, je nach Thema, meist Google, Bookmarks und ggf. mein Gedächtnis. Bei (den selten gewordenen) Filmkritiken kommt die imdb dazu. Manchmal lasse ich mich auf Pinterest treiben und sammle visuelle Anregungen für meine Zeichnungen oder ein Websitedesign. Es kommt wirklich sehr aufs Thema an.

Bookmarks verwalte ich klassisch im Browser und teils (für die Linklisten) über pinboard.in.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Pläne schmieden

Teils im Notizbuch, teils direkt im Backend. Da liegen immer fünf bis zehn angefangene Blogeinträge mit Stichworten und Notizen. Viele landen nach einer Weile unangefasst im Papierkorb, andere schaffen es ins Blog, wie z.B. dieser hier, der sicher zwei Monate reifte und den ich eigentlich auch erst gar nicht veröffentlichen wollte, da er mir zu privat schien. Ich trenne zwischen persönlichen und privaten Einträgen.

Seit ein paar Monaten versuche ich mich mit Evernote anzufreunden, aber es funktioniert nicht so recht; das ist letztlich nichts weiter als eine bunt sortierte Müllkippe. Was ich nicht selbst händisch aufgezeichnet habe, ist nicht in meinem Kopf. Ich brauche die physische Erinnerung daran. Little Jamie hat das mal wunderbar auf den Punkt gebracht:


Hach, I <3 GetPocket! Erinnert mich an: Omas erste Kreuzfahrt. “Hach, was alles in den Schrank reinpasst!” sagt sie und zeigt aufs Bullauge.
@littlejamie
Ina Marinescu

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Für die Linksammlungen nutze ich pinboard.in und die werden dann über ein Plugin im WordPress aggregiert. Allerdings bin ich wieder etwas ab von den Linklisten, da ich oft das Gefühl habe „hat doch inzwischen echt jeder gesehen/gelesen“ da inzwischen ja auch sehr viele andere Blogger solche regelmäßige Linktipps veröffentlichen. Das ist natürlich super, aber es gibt so viele Überschneidungen, da komme ich mir etwas blöd vor, auch noch mal eine Linksammlung rauszublasen. Ich werde künftig stärker themenorientiert verlinken, z.B. zu Design- und Illustrationsthemen.

Von IFTT, Buffer und automatisiertem Twittern/facebooken etc. bin ich für die private Nutzung ab, da ich es lieblos und unhöflich gegenüber meinen Followern finde und es letztlich auch nicht so irre viel Zeit kostet zu twittern, daß es einen neuen Blogeintrag zum Thema X gibt. Es ist außerdem ähnlich wie bei Evernote und Bookmarkdiensten: Was ich nicht selbst geschrieben habe, habe ich nicht im Kopf.

Das einzige, was ich neben den Links automatisiert machen lasse, ist die Querveröffentlichung von meinen Instagrambildern zu Twitter und Facebook.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

Ich hab’ sie alle durch. Alle, denn ich bin ein Ordnungsfreak, oder, wie Herr Buddenbohm das wohl nennen würde: eine Jungfrau. Aber letztlich benutze ich in erster Linie Stift und Papier und mein Gedächtnis. Vielleicht, weil ich ein visuell orientierter Mensch bin, der auf Haptik großen Wert legt. Was ich von Hand notiert habe, landet auch in meinem Gedächtnis. Was in Think, Remember The Milk, Teudeux, Wunderlist etc. steht, ist für mich im Geiste in besagtem Schrank von Little Jamies Omi gelandet.

Analoge Verbundenheit

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

Du meinst technische Gadgets? Nein. Die interessieren mich zwar, aber mehr auch nicht. Ich gehe allerdings fast nirgends ohne Stift(e) und Papier bzw. Notizbuch hin und ein Leben ohne Gitarre oder Golfschläger wäre fad.

Ich könnte wunderbar ohne Telefon leben. Ich hasse es, zu telefonieren. An privat vertelefonierten Einheiten komme ich auf 8-15 Minuten im Monat, für Festnetz und Handy zusammen. Ich nutze mein iPhone fast nur zum fotografieren, twittern und unterwegs mal eben was googeln und Patensohn I (a.k.a. Captain Jack) spielt darauf Angry Birds.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Natürlich. Jeder Mensch kann irgend etwas besser als die anderen. Das ist ja das Schöne. Aber mal in Bezug aufs Bloggen:
Ich kann sehr schnell auch große Textmengen lesen und erfasse rasch die wesentlichen Punkte darin und ich lese, schreibe und spreche ebenso gut auf englisch wie auf deutsch. Ich denke, das ist sehr hilfreich in der Schlacht gegen den Informationsüberfluss.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Nichts. Ich bin in dieser Hinsicht leider nicht multitaskingfähig. Musik während der Arbeit zu hören ist eine Fähigkeit, die ich gerne hätte. Aber ich unterbreche gelegentlich meine Arbeit, um einen Song zu hören oder selbst etwas Musik zu machen.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Weder – noch, ich bin eine Lerche. ;-) Ich werde sehr früh von alleine wach (winters spätestens um halb sieben, im Sommer meist vor fünf Uhr) und meine beste und kreativste Arbeitsphase ist früh am Morgen. Spätestens um 21 Uhr, im Sommer gegen 22:00 laufe ich dafür geistig nur noch auf Schwachstrom und gehe daher meist früh zu Bett.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Ich bin ziemlich introvertiert; Gespräche mit extrovertierten Menschen oder entsprechende Events wie Parties etc. machen durchaus Spaß und ich kann da bei Bedarf auch gezielt aufdrehen, aber sie kosten mich ziemlich viel Kraft. Die tanke ich dann auf dem Golfplatz – eine Runde, idealerweise früh morgens und allein, ohne Handy, ohne Internet, das ist für mich das, was für andere eine Woche Strandurlaub ist: Urlaub und Erholung pur.

Privat

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

Wer mag. Gerne aber Blogger mit Kindern, z.B. @Larenzow, @svenonsan oder @Mama_arbeitet.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
Meine Omi sagt: ‚Auch Ratschläge sind Schläge’ und da hat sie Recht.

Noch irgendwas wichtiges?
Esst mehr Obst!

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