Zuletzt aufgelesen:
- Neujahrssortierung | Spreeblick
«Obskures gebe ich auch nicht weg. Billy Idols „Cyberpunk“ im Pappschuber mit Diskette für den Mac und von Idol selbst stümperhaft durch Photoshop-Preset-Filter gejagten Fotos. Ich plane eine groß angelegte Erpressungsaktion mit diesem Kleinod.»
Johnny Haeusler entrümpelt seine CD-Sammlung. Ein wenig. - Tschüss, Dicker | Lars Reineke
«Von seinem Hinken war jedoch schon bald kaum noch etwas zu sehen, stattdessen begrüßte er uns eines Tages aus 2 Meter Höhe vom Bücherschrank. Er war über den Fernseher dort hinaufgesprungen und traute sich zunächst nicht alleine herunter. »Captain Ahab« war zum Rufen ohnehin etwas sperrig, und wir nannten ihn bald immer nur »Dicker«.»
Social Media ist auch, wenn Du einen Kloß im Hals hast wegen dir unbekannten Katzen, die Leuten gehören, die du nicht persönlich kennst. Und dabei magst du außerdem keine Katzen. - Jens Scholz: Das Ende der Generation Karriereplan
«Vor 15 Jahren hätte das funktioniert. Heute nicht. Was hat sich also geändert? Das kann man an Guttenberg erklären, denn das interessante an diesem Fall ist ja, dass es nicht funktioniert hat – sogar im Gegenteil. Der erste Grund: Nicht eine andere Seilschaft hat ihn gefällt, sondern “wir” waren das. Er verstand zwar, was da passierte aber nicht durch wen und so verwechselte er uns – in seiner Welt existieren wir ja nicht, zumindest nicht als diejenigen, die Macht ausüben. In seiner Welt sind wir diejenigen, die gelenkt werden von denen wie ihm. Seine Verteidigungsmaschinerie bot also alles auf, was sich gegen politische Gegner in Stellung bringen lassen konnte und das waren Maßnahmen, die die öffentliche Meinung auf seine Seite bringen sollten: Die Bildzeitung schrieb wochenlang Jubelartikel über ihn, er inszenierte staatstragende Pressekonferenzen, er stellte sich als Verfolgter und als Opfer hin. Vor uns. Dummerweise waren wir aber diejenigen, die ihn angeklagt hatten, nicht irgendein anderes Karrierenetzwerk. Das führte natürlich dazu, dass jeder statt einem guten Politiker vorgeführt bekam, wie Korruption aussah und wie sie sich verhielt.»
Jens Scholz reißt dem Ellenbogentypen unserer Schulzeit die Maske vom Gesicht. Lesenswert – mir fallen auf Anhieb gleich drei solcher Typen aus meinem Abijahrgang ein.



















