„Wenn mich heute noch einer dieser Businesskasper fragt, ob die Woman’s Card den Eintritt zum Mile High Club beinhaltet, ziehe ich ihm eins mit der Septemberausgabe der VOGUE über.“
Wie ich auf so ein Thema komme? Die Lufthansa, ausgerechnet MEINE Lufthansa, hat eine satte Bruchlandung mit ihrer Werbekampagne für den Mile High Club die Women’s Card hingelegt. Genauer gesagt ihre Werbeagentur, deren Kreativabteilung Don Draper und sein Team geradezu wie eine Bastion des Feminismus aussehen lässt, wie ein Kommentator auf facebook ganz richtig schrieb.
Ob ein Kinoabend, ein Gutschein unserer Shoppingpartner oder Gewinnspiele mit faszinierenden Preisen, diese Überraschungen lassen jedes Frauenherz höherschlagen.
Aber lest selbst: Special Woman sucht vielfliegenden Kreditgeber. Oder: Wie die Lufthansa die Welt sieht.

Also die Werbung ist ja wirklich nur Panne, aber Stefanowitschs Holzhammeranalyse ja wohl auch, oder?
Gefällt mir Deine gestrenge Lufthansa-Admiralin schon viel besser.
Danke, aber sooo panne finde ich seine Analyse nicht. Was genau missfällt Dir denn daran?
Wenn ich auf der Miles-and-More Seite zur Woman’s Card lese: „Die Partnerkarte mit dem besonderes Extra für Frauen. Perfekte Budgetkontrolle, ein hohes Maß an Sicherheit, zwei Jahre Lesespaß nach Wahl und immer wieder kleine Überraschungen. Diese Leistungen lassen Frauenherzen höher schlagen.“ dann kommt mir der Kaffee hoch.
Nee, diese Kampagne ist sexistischer Kackscheiß, und ich rege mich im Allgemeinen nicht groß über Gendergedöns auf (leider, wie manche(r) meint).
Wie gesagt, das ist mir zu sehr mit dem Holzhammer. Was da an Scheiß in dieser “Werbung” steht, spricht irgendwie für sich selbst. Da muss ich nicht noch in epischer Breite mit der Nase drauf gestoßen werden, so quasi für die ganz Dummen. Außerdem hätte ich es nicht ganz so wissenschaftlich, analytisch aufgezogen, sondern mehr satirisch, überspitzt.
Aber gut, es ist ja auch das SciLog und nicht das SatLog.
Leider ist der Holzhammer häufig eben doch sehr nötig, denn viele sexistische Formulierungen fallen gar nicht mehr auf. Es ist ein wenig, als versuche man, sich einen einzelnen Wassertropfen aus dem Wasserfall zu greifen und unter die Lupe zu nehmen. Aber manchmal hat man einfach keinen Bock mehr, den ganzen Dreck willenlos über sich hinwegspülen zu lassen und widmet sich dann eben dem betreffenden Wassertropfen – je nach Gemütsvefassung mit Humor (das versuche ich zumindest) oder mit dem Flammenwerfer bzw. Holzhammer (so machen es eine Vielzahl von Blogs zum Thema Diskriminierung von Frauen).
Das Problem ist: der Holzhammer wirkt nachhaltiger („leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen die Denkfähigkeit“), mein eher humoristischer oder sarkastischer Ansatz wird nicht wirklich wahrgenommen. Trotzdem möchte ich nicht auf den Holzhammer umsteigen, da ich sonst sicherlich Magengeschwüre bekäme.
Trotzdem möchte ich nicht auf den Holzhammer umsteigen, da ich sonst sicherlich Magengeschwüre bekäme.
Recht so !!!