Zwischen dem 21. Juni 2012 und dem 25. Juni 2012 aufgelesen:
- Die Negerpuppe | Flitterwerk und grober Unflat.
„Ich habe kein Sachbuch geschrieben, mein Ding ist vielleicht die Groteske, aber keineswegs die Utopie. Alles was gesagt und gedacht wird, spiegelt damalige Realitäten wider. Dem Autor die Ideologie seiner Figuren zu unterstellen ist ähnlich absurd, wie einen Schauspieler für seine Fehltritte in einer Soap zu schelten. Mehr gibt es über meine Wortwahl nicht zu sagen.“
Silenttiffy äußert sich zur Kritik an der Verwendung des Begriffs ‚Negerpuppe‘ in ihrem Buch. Und natürlich dauert es nicht lange, bis der erste Kommentar auftaucht, dessen Autor_in mit virtuell fuchtelndem Zeigefinger und natürlich konsequenter Kleinschreibung über „kritische weißseinsforschung“ und „poc“ (die Abkürzung des offenbar aktuell politisch korrekten Begriffs ‚people of color‘, bei der ich immer an Pocken denken muss) doziert und sich von silenttiffy im Buch erläuternde Fußnoten oder Kommentare zum Thema gewünscht hätte.
- Laocoön | TechCrunch
„Etched permanently into the body of one of the most advanced computers ever made, then, is a symbol of experimentation, tradition, and potential — being killed.“
Eine Verschwöungstheorie? Ein Hardware-Easteregg? Spannend.
- AZlog – Die Obstkiste des Internets. » Ein Recht auf digitale Wände
„Mein Dropbox sind meine Wände. Mein Posteingangsfach ist an mein Haus geschraubt. Heutzutage nimmt man seine vier Wände halt ständig mit. Wir sind alle digitale Schildkröten.“
So ist es.
Unsere digitalen Wände sind durchsichtig. Wer Vorhänge oder Gardinen möchte, macht sich verdächtig. Ich wette, es dauert nicht mehr lange und man bekommt Festplatten, USB Sticks und andere physische Speichermedien nur noch gegen Vorzeigen des Ausweises, wenn es denn überhaupt noch Anschlüsse und Lesemöglichkeiten für diese Hardware geben wird. Es wird sich ALLES in der Cloud abspielen, unsere Regierung und befreundete Regierungen, Auskunfteien wie die Schufa, Creditreform und andere werden selbstverständlich „zu unserem eigenen Vorteil und/ oder Schutz“ Zugriff darauf haben und wer nichts in der Cloud gespeichert hat oder verschlüsselt kommuniziert, darf sich sicher sein: er wird überwacht. Bargeld wird nur noch in geringen Stückelungen erlaubt sein und schliesslich ganz wegfallen – wer bar zahlt, ist verdächtig, nicht kontrollierbar, nicht zuordnungsbar, nicht vertrauenswürdig. Wir werden es erleben.

Ad Dropbox: Aus ähnlichen Überlegungen heraus versuche ich, mich so wenig wie möglich von dubiosen Dienstleistern abhängig zu machen bzw. von allen Daten, die erhalten bleiben sollen, zumindest eine Kopie auf eigenen Servern zu haben. Meine Mails sind auch nicht bei Google oder United Internet.
Wahrscheinlich stehe ich irgendwo schon auf der Beobachtungsliste…
Meine auch nicht, bzw. nur Wegwerfaccounts. Wer sich auf die Cloud verlässt, ist verlassen. Aber man darf wirklich die Minuten zählen, bis VPN, TOR, Truecrypt, PGP & Co. illegal sein werden.