Zwischen dem 20. Juli 2012 und dem 24. Juli 2012 aufgelesen:
- WAZ Rechercheblog » Blog Archive » Das System Plansport: Millionen für Medaillen
„Der DOSB bestellte nach den andauernden Anfragen des WAZ-Rechercheteams mehrere betroffene Verbände ins Innenministerium und schwor diese darauf ein, nichts nach außen dringen zu lassen. Die Verbände dürften sich nicht auseinander dividieren lassen, sagte Generalsekretär Michael Vesper laut Teilnehmern der Runde, sie sollten bitte keine Infos an die Journalisten geben. Die Mauer des Schweigens sollte nicht anfangen zu bröckeln. Mehrere Verbände, darunter der DLV, wollten ihre Akten inklusive Zielvereinbarungen freigeben. Doch der DOSB legte sein Veto ein. “Hätte der DOSB klare, transparente und für alle Beteiligten nachvollziehbare Kriterien für die Zuweisung der Mittel an die Verbände, bräuchte er sich nicht vor einer Veröffentlichung zu fürchten”, sagt DLV-Generalsekretär Frank Hensel.“
Sehr ausführlicher Artikel über das zweifelhafte Gebaren der Sportverbände und der Förderungsmodalitäten „unserer“ Sportler. Offenbar herrschen da Verhältnisse, wie man sie in der DDR oder in China erwartet hätte. Nicht, daß mich das sonderlich überraschen würde, aber trotzdem schön, daß es mal jemand schreibt.
- Cor lummy, chum, sleepy St Annes has left Peter Alliss in wonderland | Guardian
„Despite having done the job for a hundred years, he constantly seems surprised by the appearance of a top golfer before him, “On the tee,” he will announce in silky Caledonian tones, before raising his pitch to a level only just audible to non-canines, in apparent shock and awe, “Rory McIlroy”. Who was he expecting? Kofi Annan? Tony Blackburn?“
Es gibt überhaupt nichts entspannenderes, als Sir Peter Alliss dabei zuzuhören, wie er für die BBC das älteste Golfturnier der Welt kommentiert.
- Matt Rhodes: I think the internet broke my brain.
„You see, when I try and fail to draw something, I don’t just freeze up. A voice inside me screams “It’s been done!”. Every time I try to sketch out an idea, I see the ghosts of a dozen other iterations of the same thing. Ten thousand dragons have fought ten thousand knights in front of ten thousand castles. Why add yet one more voice to the chittering cacophony?“
Matt Rhodes beschreibt, wie die Übersättigung durch die unendlichen visuellen Anreize im Netz ihn in seiner Kreativität hemmt und daran zweifeln lässt, ob sein Werk bzw. das, woran er gerade arbeitet, überhaupt noch eine Relevanz hat. Das kommt mir sehr bekannt vor … es ist eine Sache zu sagen „ach, es ist ja alles schon mal dagewesen“ aber eher theoretisch gesagt und nicht belegt. Und eine ganz andere, mit dem Googlen einiger Stichwörter Kaskaden von Beispielen zu finden, die ziemlich genau das Bild, das man im Kopf hatte und zu Papier bringen wollte, bereits perfekt abgebildet haben. Ich weiß nicht wie man sich davor schützen kann ohne völlig auf das Netz zu verzichten, zumindest zu Recherchezwecken.
Bitterböse und extrem unterhaltsame Vorstellung der infrage kommenden traurigen Gestalten, die mit Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zusammen ins Rennen gehen könnten.
