Zwischen dem 24. Juli 2012 und dem 28. Juli 2012 aufgelesen:
- Ghettonetto – und was danach passierte
„Der Rewe, den ich statt des Ghettonettos nun aufsuche, hat die Zeichen der Zeit ebenfalls erkannt und sich in den vergangenen Monaten kernsaniert: das Außen, das Innen, das Sortiment, die Scannerkassen und die Kittel der Angestellten. Nur die Kundschaft hat sich nicht renoviert, was den Gesamteindruck etwas trübt.“
Hihi!
- Brigid *Flying Kick-a-pow!* (Amherst, MA)’s review of Fifty Shades of Grey
“Grey smiles a dazzling, unguarded, natural, all-teeth-showing, glorious smile.” –> Would you like some sentence with those adjectives?
Hier nimmt jemand den Bestseller der Saison auseinander. Ich hab’ „50 Shades of Grey“ nicht gelesen, aber nach den zitierten Passagen bezweifle ich ohnehin, daß ich über die ersten drei Seiten hinausgekommen wäre. Die Autorin hat ganz offensichtlich nicht Stephen Kings „On Writing“ gelesen.
- 10 Things I Remember…About Tracing
„If I hear another artist talk about being a purist and only drawing from the model, I’m gonna burst. That’s just part of the training. Honestly, get over it. Now, today. If your grandma’s hurt because you trace photos, tell her to get over it, too. I do whatever it takes to get the idea to the canvas because it all changes from there. If Leonardo could’ve used today’s technology, you bet your sweet maxilla he would’ve. Sorry, but there’s no “cheating” in the art field.”
So ist es. Illustratoren sind keine Künstler per se, genauso wenig wie Designer – selbst wenn manche ihrer Werke später als Kunst geadelt werden und in Museen und Ausstellungen hängen. Es heißt ja nicht umsonst ‚Gebrauchskunst’, egal ob wir Logos für ein neues Shampoo oder Konzepte für ein Fantasy-Spiel anfertigen. Wir verkaufen unsere Zeit, und viele Arbeitsschritte lassen sich abkürzen mit den Tricks des Handwerks. Mein wertvollstes Buch in dieser Hinsicht ist übrigens die „Illustrator’s Bible“. Heute teils etwas antiquiert, da aus einer Prä-digitalen Ära, aber oftmals sehr hilfreich und vor allem ergebnisorientiert aufgebaut.
- Drawing challenges
„”Why bother and kill yourself by trying to make those difficult head tilts look good, when you can animate the scene in a much simpler way?” This was the attitude of some animators, who indeed got their acting across without dealing with drawing challenges. The thing is that you add such a great range by having the occasional 3/4 rear view or an extreme up or down shot on your character. It gives the animation rich texture.“
Einfach ist nicht immer gut. Aber gut sieht meist sehr einfach aus.
- Bruce Springsteen at Sixty-Two : The New Yorker
“Remember, we didn’t go into this life because we were courageous or brilliant,” Van Zandt said. “We were the last guys standing. Anyone with a choice to do something else—be a dentist, get a real job, whatever—took it!”
Für den hardcore Fan (ahem!) nicht wirklich viel Neues. Aber ein schöner Abriss der Karriere und Beweggründe von Bruce Springsteen.
- App Cubby Blog – The Sparrow Problem
„After 4 years in the racket, this is my best advice for making millions in the App Store: build a game, a gimmick, or an app that has some sort of revenue outside a one-time purchase. Oh, and if it’s a game, make it “free-to-play”. You might be able to build a sustainable business selling useful apps, and carve out a decent living for yourself, but it’s almost impossible to make millions.
Unless Google buys your company.“
Tja. Es gibt zu viele Leute da draußen, die locker-flockig 700 Euronen für den Luxus eines iPads ausgeben und denen 0.79c oder – gasp! – 4,99€ für sinnvolle, gut funktionierende und liebevoll gestaltete und programmierte Apps zuviel sind. Mögen ihnen Zwiebeln aus dem Arsch wachsen.

Falls Du Dich über irrational geizige Leute ärgern willst, dann mach das. Ich freue mich lieber darüber, dass die App-Stores auch dazu geführt haben, dass viele Leute mal eben ein paar Cents oder Euros für Software ausgeben.
Natürlich ist es schön, daß Leute gelegentlich ein paar Cents oder Euros für Software ausgeben. Aber wenn Leute eine fantastische App kaufen, die sie begeistert und mit Freude über einen längeren Zeitraum oder gar täglich nutzen und dann gleichzeitig über einen Preis im cent- oder einstelligen Euro-Bereich jammern und von „Abzocke“ reden, dann fehlen mir wirklich die Worte für solches Benehmen und solche Erwartungshaltungen.