Zulezt aufgelesen:

  • Ich habe nichts gegen Fremde, aber diese Fremden sind nicht von hier | Malte Welding
    „Uns ist eine Eigenschaft abhandengekommen, die man braucht, seitdem der Mensch nicht mehr mit seiner engsten Familie zusammen in einer Höhle hockt und erotische Geschichten mit Gnus in den Hauptrollen an die Wand malt. Wir wissen nicht mehr, wie man genervt ist und es dann gut sein lässt. Wir haben nicht mehr die leiseste Ahnung davon, wie man mit einem in sich aufsteigenden Gefühl von Unbehagen umgehen soll. Mit wem ich mich nicht identifizieren kann, der soll sein Leben ändern, seinen Kleidungsstil und aufhören zu rauchen.“

Malte Welding über die Sache mit dem Multi-Kulti.

  • Fakten, Fakten, Fakten … oder wie heißen diese Stimmen in meinem Kopf? « Michalis Pantelouris
    „Die Hetze des Uli Dönch ist eine rassistisch konnotierte. Das, was er schreibt, wertet ganze Völker ab, soll demütigen und verächtlich machen. Es ist auch nicht das erste Mal, er ist auf einer Art Kriegspfad, möchte den Griechen am liebsten die Souveränität entziehen, sie aus dem Euro werfen gemeinsam mit den anderen „Euro-Schwächlingen“, den “unreifen Südländern”, den „heißen Kandidaten des Griechenland-Ähnlichkeits-Wettbewerbs“. Die Menschenverachtung seiner Sprache gehört für mich zum Ekelhaftesten, das ein deutsches Mainstream-Medium zu bieten hat. Zum Glück steht es nur im Focus.“

Michalis Pantelouris seziert die Fakten, Fakten, Fakten Unterstellungen des Focus-Schreibers Uli Dönich.

  • IWDRM
    “At times like this, I wish I was but a simple peasant.”

Ein wunderbares Blog, das animierte GIFs zur Kunstform stilisiert.

Ich glaube, in Pretty Woman sah sie deutlich älter aus.

  • Wohnungssuche
    „Wenige Termine später stehen wir in einer recht hübschen, recht kleinen Wohnung. Irgendetwas fehlt. Mir ist es nicht gleich klar, ich frage meine Frau, ob sie auch so eine Verstimmung bemerke, aber meine Frau merkt seit vier Wohnungen nichts mehr. Sie ist für Krisensituationen nicht gemacht, denke ich.“

Es scheint, als sei auch der Berliner Wohnungsmarkt langsam auf Normalniveau angekommen.

  • Tony Scott’s own story was always a bit better than his movies | Tom Shone
    „The Delibes piece playing in background of Dennis Hopper’s death-by-Christopher-Walken scene in True Romance was also the music used to advertise British Airways. Scott never lost his advertising roots. He shot images designed to stoke the flame of our acquisitiveness and aspiration. He shot desire. The Hunger should have been the title of all his movies.“

Ich habe im Zuge der DVD-Katalogisierungsaktion meine Filme gezählt, bei denen die Scott Brüder jeweils Regie geführt haben. Es sind insgesamt 15 Stück, neun von Ridley und sechs von Tony. Von Tonys Filmen hat es kein einziger auf meine Liste der Filme für die Insel geschafft (soviel sei hier bereits verraten), von Ridley sind immerhin vier Stück dabei. Das sagt natürlich rein gar nichts über die Qualität von Tony Scotts Filmen aus, aber das letzte Bisschen je ne sais quois fehlt seinem Werk irgendwie.

Dieser Artikel hat 3 Kommentare

  1. Neenee, der Berliner Wohnungsmarkt wird nie auf Normalniveau ankommen. (Davon abgesehen, dass wir im Westteil der Stadt zumindest diese Zustände ja schon vor Mauerfall hatten). Was Berlin von allen anderen Städten unterscheidet: die Wohnung sind wirklich teilweise seit über sechzig Jahren nicht modernisiert worden, haben einfache alte Fenster und man möchte dafür Mietsätze haben, die fern jeder Beschreibung sind.

    Da hängen Boiler ungesichert über Badewannen, hängen Kabel wild an den Decken, Fliesen sind Fremdland, Wasser fließt gerne von überall, selten zielbestimmt aus dem Hahn. Dagegen ist das restliche Deutschland mit Mietwohnraum hoch zivilisiert und somit sind die Preise dort zumindest annähernd nachvollziehbar.

    • Hierzulande gibt es doch einen Mietenspiegel, oder? Wobei natürlich die Nachfrage so etwas gerne mal relativiert.
      Meine erste eigene Wohnung lag in einem Altbau über einer Toreinfahrt, durch die zweimal wöchentlich morgens früh die Mülltonnen rausgerollt wurden. Die Bude hatte knapp 30 qm, aufgeteilt auf 2 Zimmer und eine Nasszelle, wovon das hintere Zimmer eine Küchenzeile ohne jede Arbeitsfläche hatte und eine Balkontür in den Garten der Nachbarn. Aber dadurch, daß es so eine Art Hochparterre war, ging es rund 2.50m runter, ohne Treppe, ohne Geländer, ohne Sicherung. Man konnte die Tür aufmachen und sich prima das Genick brechen. Als das Haus einen Winter dank Dämmungsarbeiten eingerüstet war, hatte ich wenigstens einen „Balkon“. Die Deckenhöhe von Wohnzimmer und Esszimmer/Küche lag bei vorschriftswidrigen 2,30. Der Fußboden bestand aus ungedämmten Bohlen über besagter Toreinfahrt, mit anderen Worten: man ging im Winter besser nicht ohne Moon Boots durch die Zimmer. Die Wohnungstür war eine Zimmertür mit einem fingerbreiten Spalt ringsherum und ohne zusätzliches Schloss. Sehr praktisch, wenn man mal zum Müll ging und versehentlich vergessen hatte, den Schlüssel mitzunehmen. Der gute, alte Kreditkartentrick funktionierte 1a, um einen wieder hereinzulassen. Das Bad hatte die Größe „wenn der Schlüssel steckt, setzt die Luftzufuhr aus“ und unter der Duschwanne verendeten in schöner Regelmäßigkeit die Ratten, die der herbeigerufene Kammerjäger dann herauspopeln durfte. Zur Elbe war es nur ein Steinwurf, mit dem Rad war ich in 10 Minuten in der Innenstadt, einkaufen konnte man für einen Appel und ein Ei (das Mercado war in Planung aber noch nicht gebaut) und ich war im siebten Himmel.
      Die Miete für dieses Schloss im damals noch nicht wirklich trendigen und eher verpönten Arbeiterstadtteil Ottensen lag bei stolzen 500 DM kalt. Heute dürfte sie das Doppelte betragen, schätze ich.

  2. IWDRM habe ich auch schon lange auf dem Schirm. Fantastische Sache und mit dem Stilmittel Animiertes Gif auch so herrlich “nostalgisch”.