Zwischen dem 14. September 2012 und dem 15. September 2012 aufgelesen:

  • Die Insel der Verdammten
    „Ich verstehe eh nicht wieso die Leute klatschen, wenn der Pilot das Ding runtergebracht hat, das ist sein scheiss Job! Ich applaudiere nicht wenn der Bus hält oder das Taxi vor meiner Tür ankommt, nicht wenn der Müll abgeholt wird und erst recht nicht wenn das Flugzeug landet. Ein Applaus impliziert doch immer, dass es eine zweite Option gibt, nämlich, dass er es nicht schafft. Ich persönlich würde nur klatschen, wenn das Ding von einem der Fluggäste gelandet wird, weil der Pilot einen Schlaganfall hatte.“

Das ist ja genau die Sorte Tüp, auf die man im Urlaub treffen will. Nicht. Aber er schreibt so herrlich! Ach!

  • Mikkel Sommer
    „I always get nervous in front of a piece of good quality paper, I don’t what it is, some pressure I put on myself. I’ve never used a sketchbook either, I never know how to start them, and I’m such a perfectionist that I wanna rip out pages that doesn’t work with the rest, which is a silly thing to do with a book that’s supposed to be for experimentation and trial and error. I sketch on paper that I’ve used before, on the back, and I draw on cheap recycled 80g photocopy paper.“

So geht es mir auch oft. Ich arbeite daran, diese komplett hirnwichsige Marotte zu überwinden, zumal auch das billige 80g/qm Kopierpapier nicht gut mit meinem liebsten Zeichenstift zusammenarbeitet. Aber es ist harte Arbeit, soviel kann ich sagen.

  • Lass uns nicht über Facebook reden | Digitales Leben | DW.DE | 13.09.2012
    „Hier wurde ganz offensichtlich ein dadaistisches Theaterstück aufgeführt. Die Simulation eines digitalen Gesprächs im realen Raum. Ein Reenactment, eine Inszenierung mit Verfremdungseffekt. Auf der Bühne ist das große Kunst. Hier aber ist es die Bankrotterklärung einer Gesprächskultur, die Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende gebraucht hat, um sich zu entfalten. Zunichte gemacht in Minuten. Das Ende! Dank Apple, Facebook und Anna.“

Bashing, hübsch verpackt. Und natürlich wie immer mit einem Körnchen Wahrheit.

Dieser Artikel hat 2 Kommentare

  1. @deinen udn mikkels aussagen zum zeichnen:
    jawoll, es ist haret arbeit. aber auf 80 Gramm wird sie noch härter. nebenbei: meine skizzenbücher waren zu anfange (so um 1985 rum) allseitig und rücksichtslos vollgezeichnet, was mich spätestens um 1990 genervt hat, als die alten marker- und filzer-farben zu den gegenseiten durchschlugen. also hab ich irgendwann angefangen, nur die rechten seiten zu bemalen, wo für einen rechtshänder auch keine buchmitte stört. und ich habe begonnen, nur hochwertige materialien zu benutzen.
    im moment ( ich bin ca. bei band 25) fang ich endlich wieder an rumzuschmieren. und was kommt dabei heraus? kunst.

    • Ach ja, durchschlagende Stifte … das gibt es ja kaum mehr. Nur die rechten Seiten zu bemalen ist natürlich auch ein Statement. :D