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  • Doku über “Landshut”-Entführung: Der Tod fliegt mit
    „Sie haben noch in Erinnerung, wie der Kapitän erschossen wurde und eine Terroristin kurz danach Zigaretten verteilte. Den Passagieren war klar, dass Schumann als verantwortungsbewusster Pilot bis zu seiner Ermordung gehandelt hatte. Er hinterließ eine Lücke. Dennoch entstand nach der Entfernung des Toten ein unerklärbares und trügerisches Gefühl der Erleichterung, als sei mit ihm das Sterben von Bord gegangen.“

Es gibt ein paar wenige Bilder, die mir aus meiner Kindheit vin den Nachrichtensendungen der damaligen Zeit in Erinnerung geblieben sind. In meiner Familie sahen wir die 19 Uhr „heute“ Nachrichten im ZDF zum Abendbrot. Ich saß im Schlafanzug auf der Treppe, meine Beine baumelten zwischen zwei Stufen und meine Mutter hatte ein Tablett mit Schnittchen, Obst und einem Glas Milch vor mir auf die Stufe gestellt. Meine Eltern saßen unten im Wohnzimmer und gemeinsam sahen wir die Nachrichten. Als Kind einer Fliegerfamilie (Mutter, Tante, Onkel waren bei der Lufthansa) spielte ich gerne Kapitänin. Die Bilder Kapitän Schumanns in der Tür der Lufthansamaschine haben sich mir – neben denen des das Victory-Zeichen gebenden Richard Nixons, des zum Ende des Vietnamkriegs auf dem Dach der US Botschaft in Saigon abhebenden Helikopters und den ins Meer stürzenden Hueys vom Deck der USS Midway, des bewaffneten und maskierten Palästinensers auf dem Balkon einer Wohnung im Münchner Olympiazentrum und der RAF-Fahndungsplakate an Flughäfen und Bahnhöfen für immer ins Gedächtnis gebrannt. Der Vietnam Krieg, der „heisse Herbst“ und die RAF gehören zu meiner 70er Jahre Kindheit wie YPS- und ZACK!-Hefte, die autofreien Sonntage der Ölkrise, Sinalco-Limonad, Western von gestern und Bonanzafahrräder.

  • “Wir sind durch die Hölle gegangen” | slow media
    „Ich kenne keinen anderen Berufstand, der so schamlos parasitär von der intellektuellen Leistung anderer lebt, wie die Professoren, die völlig selbstverständlich jede Zeile ihrer Veröffentlichungen von ihren Studenten, Assistenten und Mitarbeitern schreiben lassen und – obwohl für ihre Arbeit bereits durch Steuergelder entlohnt – auch noch die Tantiemen erhalten.“

Akademiker, die Sahne auf dem Kuchen.

  • Mehr Entfremdung wagen!
    „Es klingt banal, aber die Verantwortung für unser Leben liegt zuerst bei uns. Das finden von Grenzen ist in einer digital entgrenzten Welt schwierig geworden und wir finden sie oft erst, wenn sie bereits überschritten sind. Aber von dieser Verantwortung erlöst uns niemand. Dazu gehört in erster Linie wieder mehr Entfremdung von Arbeit zu wagen. Die Dinge dahin zu sortieren, wo sie hingehören.“

Ich hatte Jobs mit offiziell 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche, bei denen ich meist eher 60 Std. pro Woche gearbeitet und jede Minute gehasst habe, aber mein Perfektionismus und mein Ehrgeiz liessen mich nicht den Bleistift fallenlassen, nur weil es 18 Uhr und damit offiziell Feierabend war. Ich hatte einen Job, bei dem ich eher 80 Std./Woche gearbeitet habe und der sich anfühlte wie ein Halbtagsjob, weil ich ihn so geliebt und so gerne gemacht habe. Ich habe als Freiberufler mal eine 10 Stunden-, mal eine 70 Stunden-Woche gehabt, wobei wir hier nur von bezahlten Stunden reden. Ich habe in meinem bisherigen Arbeitsleben noch nie einen 9-5 Job gehabt, bei dem eine Gewerkschaft oder ein Betriebsrat eine tragende Rolle gespielt hätten. Einerseits finde ich das unfassbar traurig, andererseits bin ich darüber unendlich glücklich.

  • Video: Ordos – Skaten in der Geisterstadt | i-ref.de
    „Die für 300 000 Menschen konzipierte Stadt wird gegenwärtig lediglich von knapp unter 5000 Menschen bewohnt. Für viele ein Grund, Kangbashi als moderne Geisterstadt zu bezeichnen. – Ein Team von 7 Skatern aus verschiedenen Teilen dieser Erde tat sich zusammen, um diese Großstadt auf dem Rollbrett zu erkunden und Ordos auf seine Fahrbarkeit zu testen.“

Ein faszinierendes Skatervideo über eine faszinierende Stadt.

Dieser Artikel hat 4 Kommentare

  1. Der Oktober 1977 war für mich – mit knapp 12 – mehrfach traumatisch. Da waren wir im Schullandheim (Landschulheim?). Ich hatte zwischen zwei Elternteilen mit der Zeitung das Lesen gelernt, von vorne nach hinten. Erstens war ich in diesem Schullanddings von den Nachrichten abgeschnitten und deshalb unglücklich. Zweitens sollten wir örtliche Bauern nach den Vorteilen der durch die Erdkundelehrerin Frau Wagner (was für eine schöne Frau) gepriesenen Flurbereinigung befragen, wurden aber von Hof gejagt und fast verhauen. Drittens und viertens lasse ich jetzt lieber weg.

    Meine erste Olympia-Erinnerung sind erstaunlicherweise die hockeyspielenden Inder mit den Schleifchen im Haar.

    • Ich möchte bitte ein Blog von Dir. Oder wenigstens ein Buch. :)

      • Ach… damit ich das hier nicht reintippe, oder was?

        Drittens wäre übrigens gewesen, dass wir ein englischsprachiges Theaterstück geprobt und dann auch aufgeführt haben, bei dem ich die Hauptrolle spielte. Und das nur, um an die Schönste der Parallelklasse heranzukommen. Im Gegensatz zum Theaterstück hat letzteres überhaupt nicht funktioniert.

  2. Um mehr von Dir zu lesen. Und ja, was so alles nicht wie geplant funktioniert und dann am Ende doch zu spannenden Erlebnissen führt …