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  • By the Bus Stop
    „The way people take ownership of the space, how they congregate, is often better than anything an art director or photographer could ever deliberately replicate. Each collection provides a little insight into London’s incredible diversity, how we relate to our surroundings, and each other.“

Wirklich schöne Fotos von Szenen an Londoner Bushaltestellen. Klingt öde, ist es aber gar nicht.

  • Scott Forstall fired: Skeumorphism, the design concept that’s tearing Apple and the tech world apart. – Slate Magazine
    „I asked Allen why his team had created the program this way. After all, they could have designed for function alone, placing a big Plus button on the home screen. Open the app, click the Plus button, and start drawing. “When people talk about skeuomorphism, they’re often talking about functionality—maintaining ornaments of the past even though they no longer have function,” he says. “But that’s taking a very narrow view of design. They’re forgetting about the emotional impact, the higher-level needs that we satisfy through design. So for us, the idea of showing a journal satisfies emotional aspects you couldn’t through a Plus button. We wanted to bring back a journal with sequential pages—bring the user back to a familiar place.”“

Längerer Artikel über Apples Skeumorphismus, dem hoffentlich langsam ein Ende bereitet wird, jetzt, da Jony Ives auch für das Erscheinungsbild der Software verantwortlich zeichnet. Der Autor ist hingegen ein Fan von „täuschend echt aussehenden“ Dingen und führt auch ein Interview mit den Machern einer meiner Lieblingsapps, Paper, an. All das, was mich an Paper so nervt, wird hier gepriesen. Diese optischen Spielereien sind ganz charmant am ersten Tag, aber irgendwann will man mit der Software einfach nur arbeiten und da zeigen sich schnell die Grenzen auf: Ich finde z.B. zwei Dinge bei Paper essentiell, die vermutlich nie kommen werden: zoom in, um Details zeichnen zu können, und einen weiteren Layer. Schwer umzusetzen in dem Design, an das sie sich gekettet haben.

Buddenbohm Junior im Papageienstadium. Wunderbar.

  • Offener Brief an die Social Media Economy Days
    „Zudem stelle ich fest, dass es sich bei den Rednern Ihrer diesjährigen Konferenz keinesfalls um Vorstandsvorsitzende größerer Konzerne oder Geschäftsführer großer Dienstleistungsagenturen handelt.
    Vielmehr finden wir auf Ihrer Referentenliste Geschäftsführer kleiner Beratungsunternehmen, Konzern-Mitarbeiter in mittleren Positionen sowie freie Berater.“

Keine einzige Frau ist unter den Vortragenden bei den diesjährigen Social Media Economy Days. OK, ich hätte auch keine Lust, mich dort zum Affen zu machen.

  • Sehr geehrter Herr Bundespräsident
    „Als meine Großeltern und ihre Kinder nach dem Krieg und der Flucht aus Ostpreußen schließlich in Bayern wieder vereint waren, hat der Vermieter des ihnen zugewiesenen Dachquartiers die dort vorhandene Toilettenschüssel abgeschraubt und einen Marmeladeneimer hingestellt, mit der Aussage, für Flüchtlinge müsse dies reichen.“

Noch jemand mit eigener Flüchtlingshistorie in der Familie, die es skandalös findet, wie menschenverachtend unsere Politik mit dem Flüchtlingsthema umgeht. Ob der Brief an den Bundespräsidenten etwas hilft? Vielleicht. Aber was soll der schon ausrichten? De facto kann der Mann nichts ausrichten, sein Amt hat Symbolcharakter und der Inhaber ist schon unter optimalen Bedingungen nur der Grüßaugust. Nach der Doppelnullbesetzung der unmittelbaren Vorgänger kann man ihn noch weniger Ernst nehmen. Aber Versuch macht kluch.

Dieser Artikel hat 3 Kommentare

  1. Die Frage, ob nun gerade mein Brief an den Bundespräsidenten etwas nützt, stelle ich mir überhaupt nicht, denn der Vorbehalt “das bringt ja eh nix“ hat noch nie etwas in der Welt verändert. ;-) Wobei ich schon glaube, dass es gut ist, wenn viele, viele Bürgerinnen und Bürger ihre Empörung zum Ausdruck bringen.