Zwischen dem 20. Januar 2013 und dem 21. Januar 2013 aufgelesen:

  • Akin’s Laws of Spacecraft Design
    „The schedule you develop will seem like a complete work of fiction up until the time your customer fires you for not meeting it.“

Hier schreibt jemand seine goldenen Regeln aus der Erfahrung als Raumschiffdesigner der NASA. Kaum verwunderlich, daß die meisten 1:1 übertragbar sind auf 08/15 Projekte wie einen Website-Launch.

  • „Ich mache hier die Online-Gemeindezeitung“
    „Das Abendblatt hatte ja mal die Stadtteil-Reporter. Als Blogs und im Blatt. Nur: das wird ja gar nicht mehr gepflegt. Das war zwar schon einmal ein richtiger Ansatz. Nur waren die postings soooo langweilig. Null sexy. Denen hat da komplett das Fingerspitzengefühl gefehlt, was im Stadtteil relevant ist und was nicht – was die Leute aus dem Viertel wirklich lesen wollen. Wie da die Stimmung ist und so. Es ist nun mal die persönliche Note, die einen Blog überleben lässt – oder eben nicht. Ich glaube den Menschen ist wichtig, dass so einen Plattform auch jemand aus dem Stadtteil betreibt. Wenn da ein großer Verlag dahinter stecken würde, dann wäre das für viele sofort unglaubwürdig.“

Hyperlokaler Journalismus ist also der nächste heisse Shyce? Ich bin nicht ganz sicher. Ja, natürlich haben Stadtteilbewohner die Nase näher dran als eine Regionalzeitung, selbst wenn diese besser wäre als das, was uns Hamburgern hier als Qualitätsournalismusprodukt verkauft wird (die Latte liegt nur marginal über der Bordsteinkantenhöhe). Aber das kann nur ein Liebesdienst sein, wenn die Qualität und Glaubwürdigkeit nicht leiden soll, und wer kann sich das schon leisten?

  • Der Südseekönig
    „Ist das so? Wir haben in der deutschen Historie einen Menschen, der diesen Titel „Südseekönig” trug, auch weil er sich als typischer Kolonialist gebärdete? Und jetzt wollen wir mit genau mit diesem Titel ein Kinderbuch in der deutschen Ausgabe von Diskriminierung und Rassismus rein waschen?“

Sieh mal einer kuck – Da lebt man Jahrzehnte im Hamburger Westen, radelt morgens durch die Godeffroystrasse zur Schule und hatte keine Ahnung, daß der Namensgeber auch noch Südseekönig war.

  • Schreibgold: Der Neger von damals.
    „All die Wörter zählen zum Bestand unserer Sprache und dennoch würden sie niemals Einzug in die aktuelle Literatur halten, eben weil sie so negativ behaftet sind. Kein Mensch würde heute mehr in aller Öffentlichkeit zu jemandem Fremden »Weib« sagen. »Fräulein« gibt es auch nicht mehr.“

Endlich.

  • Miesepeter
    „Wünscht dem unbeleuchteten Radfahrer doch einfach mal, dass er gut Zuhause ankommt, anstatt sich über ihn aufzuregen. Das tut gut. Vor allem euch.“

Hmja. Erwischt. Jedenfalls manchmal.

 

Das Video stammt von Scriptalicious-Bloggerin Ines Häufler und hat mich sehr entzückt.