<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>e13.de &#187; Privatsphäre</title>
	<atom:link href="http://e13.de/archives/category/privatsphare/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://e13.de</link>
	<description>Dasselbe, nur anders.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jul 2010 16:43:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
	<atom:link rel='hub' href='http://e13.de/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>re:publica, dritter Tag</title>
		<link>http://e13.de/archives/1214</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1214#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 09:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Momentaufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[im Netz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=1214</guid>
		<description><![CDATA[Ein guter Plan ist das halbe Leben.

Am Freitag fr&#252;h [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-1215" href="http://e13.de/archives/1214/img_1253"><img class="aligncenter size-full wp-image-1215" title="Planung" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/IMG_1253.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a><em>Ein guter Plan ist das halbe Leben.</em></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Am Freitag fr&#252;h um 10h ging es im kleinen Saal der Kalkscheune weiter mit einem sehr inspirerenden Vortrag &#252;ber Open Government, den der Neuseel&#228;nder (und bald naturalisierte Brite wie er gleich stolz erz&#228;hlte) <a href="http://re-publica.de/10/speaker-list/rob-mckinnon/">Rob McKinnon</a> hielt. Wer sich noch nicht n&#228;her mit dem Thema befasst hatte bekam einen sehr guten &#220;berblick &#252;ber die Aktivit&#228;ten und Erfolge von B&#252;rgern aller Herren L&#228;nder, die ihren Regierungen auf die eine oder andere Art mehr Offenheit abringen, aber auch willens und f&#228;hig sind, sich selbst und ihr K&#246;nnen anzubieten und einzubringen. Mehr Transparenz kann ganz sicher nicht schaden, ist jedoch den meisten Regierungen ein Dorn im Auge, wie wir noch aus dem Wikileaks-Vortrag des Vortages wissen. Immerhin, es tut sich etwas und ich &#252;berlege auch schon, was ich tun kann und wof&#252;r ich mich engagieren will. Denn eines ist klar: Nur meckern geht nicht. Mitmachen und besser machen!</p>
<p style="text-align: left;">***</p>
<p style="text-align: left;">Anschliessend begab ich mich r&#252;ber in den Friedrichstadtpalast, um den eigentlich f&#252;r 11 Uhr angek&#252;ndigten Themenblock “Netzneutralit&#228;t” anzuh&#246;ren. Statt dessen erz&#228;hlte G&#246;tz Werner etwas &#252;bers Grundeinkommen, auch gut.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner">G&#246;tz Werner </a>hat die Drogeriemarktkette dm gegr&#252;ndet und tritt f&#252;r ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Obwohl es schwer ist, sich einigen seiner Argumente zu verschliessen (nat&#252;rlich hat nicht nur diejenige Arbeit einen Wert, die bezahlt wird), sind mir da noch viel zu viele L&#246;cher in der Argumentationskette und nat&#252;rlich ist mit vollen Hosen gut stinken… seine Sicht auf die Dinge d&#252;rfte wohl nicht 1:1 der seiner Angestellten entsprechen. Abgesehen davon, da&#223; sein Vortragsstil ziemlich schnarchig und leicht von oben herab r&#252;berkam, hielt er aber doch einen interessanten Vortrag und war kein kompletter Fehlgriff in der Themenauswahl. Die anschliessende Diskussion habe ich nur &#252;ber Twitter verfolgt, da ich schon wieder zum n&#228;chsten Panel eilte.</p>
<p style="text-align: left;"><a rel="attachment wp-att-1216" href="http://e13.de/archives/1214/generationritalintweet"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1216" title="generationritalintweet" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/generationritalintweet-450x196.png" alt="" width="450" height="196" /></a></p>
<p style="text-align: left;">***</p>
<p style="text-align: left;">Das war nat&#252;rlich das von <a href="http://whudat.de/">MC Winkel</a>, dem ich seine freundliche <a href="http://e13.de/archives/1175/comment-page-1#comment-383">pers&#246;nliche Einladung</a> nat&#252;rlich nicht abschlagen konnte. <em>His Winkelness</em> ist sicherlich die gr&#246;&#223;te Rampensau der deutschen Bloggeria und blieb sich treu: Der winzige Blaue Salon war seit zehn Minuten gerammelt voll, ich &#252;berlegte kurz, à la Blues Brothers ein rhytmisches  “Wir-wollen-die-Show!” anzustimmen, und dann kam er auch schon: direkt aus Kiel, nat&#252;rlich standesgem&#228;&#223; im absoluten Halteverbot geparkt, hat erst einmal die Orga verwirrt, die seinen Auftritt nicht auf dem Zettel hatte und eiligst WLAN-Kabel etc. herbeischaffte und begr&#252;&#223;te seine Fans. Der Einblick in das Leben eines Faulancers war kurzweilig und unterhaltsam vorgetragen, was nat&#252;rlich auch niemand ernsthaft anders erwartet h&#228;tte. Wie man vom Bloggen leben kann, ohne sich ein Bein auszurei&#223;en? Das d&#252;rfte auch MC Winkel nicht wissen, denn er ist verdammt r&#252;hrig, auch wenn es nach Nichtstun aussehen soll. Aber das ist ja immer so bei gro&#223;en Sportlern: Die scheinbare Leichtigkeit ist nur durch hartes Training zu erreichen. „Spacken sind doch die interessanteren Menschen“ sagt er, und hat Recht damit. Reich wird man mit Bloggen nicht, aber MC Winkel hat seine Nische gefunden, tut das, was er liebt, hat offensichtlich ein Auskommen mit dem Einkommen – und wer unter uns (au&#223;er nat&#252;rlich <em>you-know-who</em>, aber wer kann den schon ernst nehmen?) wollte es ihm nicht g&#246;nnen?</p>
<p style="text-align: left;">***</p>
<p style="text-align: left;"><a rel="attachment wp-att-1270" href="http://e13.de/archives/1214/img_1245"><img class="aligncenter size-full wp-image-1270" title="IMG_1245" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/IMG_1245.jpg" alt="Kalkscheune, re:publica 2010" width="450" height="600" /></a></p>
<p style="text-align: left;">***</p>
<p style="text-align: left;">Der Vortrag von Simon Rogers &#252;ber „Datajournalism and Tthe Guardian“, den ich mir als n&#228;chstes vorgenommen hatte anzuschauen, fiel leider aus: aufgrund der wohl unwahrscheinlichsten Begr&#252;ndung seit “der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen”, n&#228;mlich ”da ist eine Vulkanaschewolke, die den Flugverkehr in halb Europa lahmlegt“, konnte der Redner leider nicht antreten. Die Leistungsschutzrechte-Diskussion konnte mich nicht locken und so quatschte ich ein wenig mit <a href="http://kixka.wordpress.com/2010/04/18/republica2010/">Kixka Nebraska</a> und ging mit ihr in den Quatsch Comedy Club, um das Panel „Vom Livestream zum Lifestream“ anzusehen. Dort wurde es mir allerdings schnell zuviel, denn einerseits bin ich Klaustrophobikerin und musste. da. raus. JETZT!, dann war die Luft war so dick, als h&#228;tte sich die Aschewolke noch mit in der proppenvollen Saal gequetscht und au&#223;erdem hielt ich&#8217;s auch sonst nicht mehr aus:</p>
<p style="text-align: left;"><a rel="attachment wp-att-1221" href="http://e13.de/archives/1214/ipadrepublicatweet"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1221" title="iPadrepublicatweet" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/iPadrepublicatweet-450x182.png" alt="" width="450" height="182" /></a>***</p>
<p style="text-align: left;">Der so fluchtartig verlassene Raum w&#252;rde sich wahrscheinlich in der n&#228;chsten Stunde noch mehr f&#252;llen, denn Felix Schwenzel (<a href="http://wirres.net/">wirres.net</a>) wollte uns erz&#228;hlen “Warum das Internet schei&#223;e ist”. Also begab ich mich lieber dahin “Wo wilde Trolle wohnen”, den Vortrag des Rechtsanwalts Joerg Heidrich, der aus dem Leben eines Forenmoderators erz&#228;hlte und ein paar Schwanks zum Thema “Umgang mit Abmahnungen” und “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtsstand">fliegender Gerichtsstand</a>” zum Besten gab. Da ich selbst schon Foren moderiert habe, war das alles nicht wirklich neu f&#252;r mich (im Internet gibt&#8217;s aufmerksamkeitss&#252;chtige Bekloppte? Echt? Und Wasser ist wirklich nass?), aber da&#223; es einen echten Klagetourismus gibt zu den Gerichten, bei denen man am ehesten mit einer f&#252;r die eigene Sache g&#252;nstige richterliche Entscheidung rechnen kann, weil man n&#228;mlich ohne R&#252;cksicht auf Sitz des Anbieters &#252;berall dort klagen kann, wo das Internet zu empfangen und damit die beklagte Seite zug&#228;nglich ist – das ist ein Tritt in die Magengrube f&#252;r jeden Menschen mit gesundem Rechtsempfinden.</p>
<p style="text-align: left;">***</p>
<p style="text-align: left;">Anschlie&#223;end gab&#8217;s noch einen netten Plausch mit <a href="http://twitter.com/littlejamie">@littlejamie</a> und eine wahrscheinlich &#246;kologisch-dynamisch-politisch-korrekte schwedische Limonade, die allerdings schmeckte als h&#228;tte jemand ein paar T&#252;tchen Ahoi-Brausepulver mit Himbeergeschmack aufgel&#246;st. Ich machte mich auf zur gro&#223;en Verabschiedung, bei der Johnny Haeusler eigentlich live auf der B&#252;hne mit Twitter-Gr&#252;nder Biz Stone skypen wollte. Der kam aber nicht, wir sollten doch bitte noch ein paar Minuten auf ihn warten wie seine Sekret&#228;rin ausrichten lie&#223;, und so kam es zur absolut bestm&#246;glichen Verabschiedung &#252;berhaupt: Der ganze Saal sang inbr&#252;nstig zu Queens <em>Bohemian Rhapsody</em> Karaoke und lie&#223; Biz Stone einfach mal Biz Stone sein:</p>
<p style="text-align: center;">[youtube IJMClDvWEfE]</p>
<p style="text-align: center;"><em>It really did send shivers down my spine!</em></p>
<p style="text-align: left;">Die Party danach war klasse, ich lernte u.a. endlich auch die offizielle Haus- und Hoffotografin der re:publica, <a href="http://holyfruitsalad.blogspot.com/">Mme Creezy </a>pers&#246;nlich kennen und outete mich als fangirl und wurde <a href="http://twitter.com/writingwoman">@writingwoman</a> vorgestellt, die kurz vorm Gefrierbrand stand (es <em>war</em> aber auch kalt in Berlin!). Ein mittern&#228;chtliches Abendessen mit <a href="http://twitter.com/rajue">@rajue</a> und <a href="http://twitter.com/frankkleinert">@frankkleinert</a> beim Thai beschlo&#223; den Abend eines sch&#246;nen, dritten re:publica-Tages f&#252;r mich.</p>
<p style="text-align: left;">
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1214/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>re:publica, zweiter Tag</title>
		<link>http://e13.de/archives/1191</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1191#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 17:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Momentaufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>
		<category><![CDATA[social gedöns]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=1191</guid>
		<description><![CDATA[Vorab: diesen Beitrag hatte ich urspr&#252;nglich schon ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vorab: diesen Beitrag hatte ich urspr&#252;nglich schon einmal getippt, n&#228;mlich gestern fr&#252;h m&#252;hsam ins iPhone, &#252;ber die WordPress-App (Ich hatte keinen Rechner mit in Berlin). Als ich auf &#8220;save&#8221; klickte, verschwand die Arbeit von knapp 2 Stunden im Datennirvana. Sonst w&#228;re der nat&#252;rlich schon gestern fr&#252;h hier erschienen, sorry.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a rel="attachment wp-att-1201" href="http://e13.de/archives/1191/img_1239"><img class="aligncenter size-full wp-image-1201" title="howlongisnow" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/IMG_1239.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a>Gute Frage.<br />
</em></p>
<p>Tag 2 beginnt mit einem Vortrag Matthias Kr&#246;ners, seines Zeichens Vorstand der <a href="https://www.fidor.de/">FIDOR AG</a>. Ein Banker, der &#252;ber „Banking mit Freunden“ spricht. Ich traue Bankern ja nicht ganz so weit &#252;ber den Weg, wie ich ein Klavier werfen kann, aber sein Vortrag ist kurz, knackig, mitreissend und regt zum Nachdenken an. Ich werde mich jedenfalls n&#228;her mit diesem Projekt besch&#228;ftigen, das steht mal fest. Eine Bank, die ihren Usern Geld f&#252;r ihre Mitarbeit gibt?</p>
<p>***</p>
<p>Unmittelbar im Anschlu&#223; sprach Alvar Freude, Netzaktivist, Mediendesigner und u.a. auch Mitbegr&#252;nder des AK Zensur &#252;ber die m&#246;glichen Auswirkungen der &#196;nderungen am Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auf das Web 2.0. Leider beschr&#228;nkte er sich darauf, bekannte Allgemeinpl&#228;tze polemisiert zu wiederholen. Jegliche Form von Zugangskontrolle f&#252;r Kinder und Jugendliche zu verteufeln, statt L&#246;sungswege aufzuzeigen oder konkrete Vorschl&#228;ge zu unterbreiten, wie man den Nachwuchs vor dem dunklen Teil des Netzes sch&#252;tzt, den es ja leider auch gibt – das kann es ja nun auch nicht sein. Nur weil das der Teil ist, auf den sich die Holzmedien st&#252;rzen und den sie wichtiger und gr&#246;&#223;er schreiben als er ist, hei&#223;t es ja nicht, da&#223; man ihm nicht wachsam und misstrauisch gegen&#252;berstehen sollte. Ziemlich genau das sagte ihm dann auch ein sichtlich genervter Zuh&#246;rer sehr deutlich in den Frage- und Antwort Minuten. Freudes einziger Vorschlag der dann kam, und f&#252;r den es auch verdienten Applaus gab, lautete: Medienkompetenz zu vermitteln, und zwar den Eltern (fast noch wichtiger) und den Kindern.</p>
<p>***</p>
<p>Sehr nettes und unterhaltsames Mittagessen mit <a href="http://twitter.com/rajue">@rajue</a>, dem Macher von (u.a.) photoappar.at (geniale URL, oder?), der <a href="http://photoappar.at/240/jeff-jarvis-auf-der-republica-2010/">den wohl sch&#246;nsten Schnappschuss von Jeff Jarvis</a> gemacht haben d&#252;rfte.</p>
<p>***</p>
<p>Weiter ging es mit dem Vortrag der Wikileaks Macher, bzw. Daniel Schmitt, einem der Mitgr&#252;nder – Julian Assange war (f&#252;r mich nicht wirklich &#252;berraschend) nicht am Start. Schmitt gab einen kurzen aber intensiven Abriss &#252;ber die Arbeit und die daraus resultierenden Skandale und Erfolge von Wikileaks. Frisch im Ged&#228;chtnis ist nat&#252;rlich das letzte Woche unter dem Schlagwort „<a href="http://collateralmurder.org/">Collateral Murder</a>“ bekannt gewordene Video der US Armee, aufgnommen mit einer Bordkamera eines Apache-Helikopters, auf dem zu sehen ist wie die Besatzung lachend und als ob es sich um ein Videospiel handelte, mittels ihrer Bordkanone auf unbewaffnete Journalisten schie&#223;t und anschlie&#223;end noch einen Kleintransporter voller Zivilisten und Kinder unter Beschuss nimmt, dessen Fahrer den sterbenden Journalisten zu Hilfe eilen wollte.<br />
Schmitt betonte, da&#223; Wikileaks sich nicht als Konkurrenz zu Journalisten und kommerziellen Medien verstehe sondern ihnen im Gegenteil als Partner helfen wolle, investigativen Journalismus zu betreiben. (Wie ich die Journallie so einsch&#228;tze, d&#252;rfte das allerdings wohl ein frommer Wunsch bleiben – denen geht es doch meist nur um Neid und Eifers&#252;chteleien und ums Pimmelfechten, wer den dicksten Scoop zuerst findet. Eine unabh&#228;ngige, spendenfinanzierte Seite da als Quelle zu nutzen, geht ihnen wohl gegen das, was sie f&#252;r ihre Berufsehre halten.)</p>
<p>***</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-1197" href="http://e13.de/archives/1191/jeremiezimmerman"><img class="aligncenter size-full wp-image-1197" title="jeremiezimmerman" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/jeremiezimmerman.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a><em>Jérémie Zimmermann</em></p>
<p>Anschliessend sah ich Monica Horten von der University of Westminster in London, die einen &#220;berblick &#252;ber die Planungen der EU zum Telekommunikationspaket und der sog. „Three Strikes-Regelung“ gab (wie sie das franz. Verfassungsgericht bereits abgeschmettert und das britische Parlament gerade durchgewunken hat). Ihr folgte auf dem Fu&#223;e <a href="http://www.laquadrature.net/">Jérémie Zimmermann</a>, ein kleiner, quirliger Franzose, der uns &#252;ber die Auswirkungen dieser Pl&#228;ne aufkl&#228;rte und uns alle beschwor, unsere Abgeordneten zu beleuchten und dazu zu bewegen, gegen die teilweise absurden Massnahmen zu stimmen, die unmittelbar aus dem Wunschkatalog der Lobbyisten der Unterhaltungsindustie stammen und das Ende der pers&#246;nlichen Informations- und Redefreiheit und damit schlussendlich das Ende der Demokratie bedeuten.</p>
<p>***</p>
<p>Weiter ging es mit einem Panel &#252;ber Sexismus im Netz, bei dem <span style="text-decoration: line-through;">Susanne Klingner</span> <a href="http://maedchenmannschaft.net/">Anna Berg</a>, <a href="http://annalist.noblogs.org/">Anne Roth</a> und <a href="http://www.zhdk.ch/">Klaus Sch&#246;neberger</a> auf dem Podium sa&#223;en und sehr akademisch, schnarchlangweilig und meiner Meinung nach teilweise wirklich &#228;rgerlichen Stuss &#252;ber die Diskriminierung der Frau im Netz sprachen. Ich h&#228;tte ja gern nach wenigen Minuten genauso fluchtartig den Saal verlassen wie <a href="http://twitter.com/DonDahlmann/status/12225467903">@DonDahlmann</a>, aber ich hatte endlich eine freie Steckdose f&#252;r mein durstiges iPhone gefunden und einen sch&#246;nen Platz auf einem gem&#252;tlichen Sofa, das nach zwei Tagen auf unbequemen Holzst&#252;hlen eine echte Wohltat f&#252;r meinen R&#252;cken war. Solchermassen quasi festgebunden erduldete ich  das Ges&#252;lze. Nicht, da&#223; es keinen Sexismus im Netz g&#228;be. Aber wenn es schon damit los geht, da&#223; es ein untr&#252;gliches Anzeichen f&#252;r die Diskriminierung weiblicher Blogger sein soll, da&#223; die erste Frau in den (komplett irrelevanten) <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">deutschen Blogcharts</a> auf Rang 35 erscheint, dann kann man sich vorstellen, wieviel beknackter die Diskussion noch wurde. Das iPhone mu&#223;te schlie&#223;lich mit 3/4 Ladekapazit&#228;t auskommen; ich hab&#8217;s dann doch nicht l&#228;nger als eine Viertelstunde durchgestanden und bin gegangen.</p>
<p>Allerdings habe ich erst sp&#228;ter am Abend davon geh&#246;rt, da&#223; offenbar ein paar Trolle den Livechat gekapert hatten und wirklich widerw&#228;rtige Kommentare abgelassen haben. Mehr dar&#252;ber gibt es bei <a href="http://antjeschrupp.com/2010/04/15/zwei-drei-gedanken-zum-panel-sexismus-im-netz/">Antje Schrupp</a> und beim <a href="http://www.piratenweib.de/?p=1341">Piratenweib</a> im Blog. Das ist eklig und ich kann die Wut und Emp&#246;rung der Betroffenen verstehen. Ich bin eine Frau und f&#252;hle mich nicht betroffen, weil ich solchen Dreck nach all den in diversen Foren und Communities verbrachten Jahren in- und auswendig kenne und inzwischen eigentlich „nedamol mehr ignorier“, wie der Bayer so sch&#246;n sagt. Aber ich kann auch verstehen, da&#223; nicht jede Frau so ein dickes Fell hat oder zulegen will. Ich w&#252;rde es lieber so machen wie es Sascha Lobo ja schon am Vorabend in seinem “How To Survive A Shitstorm”-Vortrag zeigte. But that&#8217;s just me – to each her own.</p>
<p>***</p>
<p>Die folgende Stunde verbrachte ich im angeregten Gespr&#228;ch mit Frau <a href="http://serotonic.de/">Serotonic</a>, die sich live und in Person als genauso super herausgestellt hat, wie ich mir das schon <a href="http://e13.de/archives/788">damals</a>™ dachte, als ich ihr Blog entdeckte. Zum Abschlu&#223; gingen wir zum Laberflashmob, einer spontanen Veranstaltung mit dadaistischen Z&#252;gen, die mich dann auch zum Aufbruch reizte (DaDa war noch nie meins). Alles in allem war es aber ein sch&#246;ner und streckenweise sehr lehrreicher und unterhaltsamer zweiter Tag.</p>
<p><em><strong>19.04.10 Update:</strong> Bei der Nennung der Namen der “Sexismus im Internet” Diskussionsteilnehmer ist mir bedauerlicherweise ein Fehler unterlaufen. Auf dem Podium sa&#223; nicht Susanne Klingner, wie im gedruckten Programm und auch noch auf der offiziellen re:publica-Seite zu lesen <a href="http://re-publica.de/10/event-list/das-andere-geschlecht/">steht</a>. Statt ihrer war Anna Berg von der <a href="http://maedchenmannschaft.net/">M&#228;dchenmannschaft</a> dabei.</em> <em>Ich bitte um Entschuldigung.</em></p>
<script type="text/javascript">
var flattr_wp_ver = '0.9.11';
var flattr_uid = '3856';
var flattr_url = 'http://e13.de';
var flattr_lng = 'de_DE';
var flattr_cat = 'text';
var flattr_tag = 'blog,wordpress,rss,feed';
var flattr_btn = 'large';
var flattr_tle = 'e13.de';
var flattr_dsc = 'Dasselbe, nur anders.';
</script>
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js?v=0.2" type="text/javascript"></script> <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1191/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sprung in der Sch&#252;ssel</title>
		<link>http://e13.de/archives/254</link>
		<comments>http://e13.de/archives/254#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 08:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[formspring]]></category>
		<category><![CDATA[social gedöns]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=254</guid>
		<description><![CDATA[Warum formspring.me meiner Ansicht nach mit Argwohn beo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. sechs bis acht Wochen machte ein neues Spielzeug die Runde auf Twitter: formspring.me. Auf der Seite kann man Fragen beantworten, die einem von anonymen oder registrierten Usern gestellt wurden, und man kann das Spielzeug auch als Widget im Blog, bei Facebook und noch ein paar anderen Social Web Seiten einbinden. Ich habe es zu Beginn haupts&#228;chlich aus beruflichen Gr&#252;nden gleich ausprobiert  (allerdings auch weil <em>&#8220;Ich gestehe, da&#223; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lord_Peter_Wimsey">mir</a> wie den meisten Menschen Neugier nicht fremd ist&#8221;</em>) und f&#252;r irgendwo zwischen &#252;berfl&#252;ssig und <em>fishy</em> befunden. Aus der Seitenleiste des Blogs habe ich das Teil ebenfalls schon nach wenigen Tagen wieder rausgeworfen. Mir war der Laden irgendwie extrem suspekt. Die Nutzungsbedingungen waren derselbe knebelnde &#8220;wir d&#252;rfen alles, Ihr d&#252;rft gar nix&#8221;-Dreck wie bei fast allen anderen Services des Social Web auch, und da&#223; man seinen Account nur stilllegen aber nicht l&#246;schen kann, fand und finde ich auch hochgradig widerw&#228;rtig. Google sagt, ihr Motto sei &#8220;don&#8217;t be evil&#8221; und ich glaube und vertraue Google nicht weiter als ich ein Klavier werfen kann. Twitter transportiert in Image, Aufbau und Funktionalit&#228;t &#8220;don&#8217;t be evil&#8221; und ich vertraue ihnen keinen Zentimeter weiter als Google (deshalb l&#246;sche ich auch t&#228;glich meine Tweets wieder). Aber formspring stinkt f&#252;r meine Nase zehn Meilen gegen den Wind nach &#8220;let&#8217;s be fucking evil!&#8221; (genau wie Facebook &#252;brigens) und deshalb war ich froh, da&#223; ich nur 24 Fragen zu l&#246;schen hatte, als ich meinen Account damals stilllegte.</p>
<p>Jetzt hat Kixka Nebraska bei ihren Recherchen noch ein schmutziges Detail <a href="http://kixka.wordpress.com/2010/01/22/formspring/">ausgebaggert</a>:</p>
<blockquote><p><em>Im Gegensatz zu der Behauptung von Formspring.me verschwinden die Antworten damit allerdings <a title="Damals bemerkt..." href="http://twitter.com/Kixka/status/7313088049" target="_blank">nicht</a> von der Bildfl&#228;che. Zumindest bei denjenigen, die den Account abonniert haben, erscheinen s&#228;mtliche Posts zur&#252;ckverfolgbar bis zur ersten Frage in der Timeline.</em></p></blockquote>
<p>Also, liebe Kinder: 1. Accountnamen &#228;ndern in irgend einen Bullshitnamen wie &#8220;qwertzui&#8221;, 2. alle Fragen und Antworten l&#246;schen, ggf. Hintergrund- und Profilbild entfernen, 3. Account stillegen (disable), 4. gehen und sich nicht mehr umschauen.</p>
<p>Und ab und zu mal wieder das M&#228;rchen vom Wolf und den sieben Gei&#223;lein lesen. Ihr wi&#223;t schon: Kreide, Stimme, Pfote. Happy End, immerhin.</p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/254/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Durch den Nacktscanner: Ein Bestellvorgang in einem deutschen Onlineshop</title>
		<link>http://e13.de/archives/82</link>
		<comments>http://e13.de/archives/82#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 18:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Onlineshopping]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=82</guid>
		<description><![CDATA[Wie man beim Onlineeinkauf gezwungen wird, sich virtuel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich suche schon l&#228;ngere Zeit einen Diascanner, um, quasi als Teil meiner pers&#246;nlichen Argenda 2010, dutzende Kartons im Schrank modernder Familiengeschichte nach und nach ins 21. Jahrhundert zu bef&#246;rdern und auf dem Mac zu bearbeiten. Ich stie&#223; bei meinen Recherchen auf die Seite eines bekannten Elektronikversands, der ein solches Ger&#228;t im Angebot hatte. Um es zu bestellen, sollte ich ein Kundenkonto anlegen. Es ist bei dem Laden nicht m&#246;glich etwas zu bestellen, ohne sich virtuell zu entbl&#228;ttern. Das h&#228;tte eigentlich normalerweise schon das Ende des Bestellvorgangs bedeutet, aber wahrscheinlich war ich noch nicht wieder ganz im Alltagsmodus und mein &#8220;smells like bullshit&#8221;-Detektor schlug nicht an.</p>
<p>Die Daten, die auf dieser Seite mit Sternchen als zwingend auszuf&#252;llen gekennzeichnet sind waren</p>
<ul>
<li>Vorname/Name</li>
<li>Geburtsdatum</li>
<li>Stra&#223;e, PLZ, Wohnort</li>
<li>eMail</li>
<li>eMail (wiederholen)</li>
<li>Passwort</li>
</ul>
<p>Au&#223;erdem mu&#223;te man ankreuzen, da&#223; man mit den AGB und den Datenschutzbestimmungen einverstanden sei. Optional war eigentlich nur das Feld f&#252;r die Newsletterbestellung, aber immerhin war es nicht vorangekreuzt (opt-in).</p>
<p>Okay, Name und Adresse und eMail – das brauchen sie wirklich zur Erf&#252;llung des Auftrags, das sehe ich ein. Aber warum kann ich nicht bestellen ohne ein Konto anzulegen? Und was um Himmels Willen wollen sie in diesem Stadium mit meinem Geburtsdatum?</p>
<p>Denn weiter ging es auf der n&#228;chsten Seite mit den Zahlungsm&#246;glichkeiten. Bankeinzug war m&#246;glich (und, da als erstes angegeben, wahrscheinlich pr&#228;feriert), und da stand dann auch explizit, da&#223; das Geburtsdatum daf&#252;r ben&#246;tig werde. OK, aber was, wenn ich nicht per Bankeinzug bezahlen will? Warum mu&#223;te ich dann doch schon eine Seite vorher mein Geburtsdatum angeben? Weitere angebotene Zahlungsm&#246;glichkeiten waren Vorkasse, Sofort&#252;berweisung, Nachname, Kreditkarte und Finanzierungsservice. Ich w&#228;hlte Kreditkarte, weil ich damit im Netz relativ sicher bezahle.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt erwartet man &#252;blicherweise den Eingang einer Best&#228;tigungsmail, da&#223; man sich auf ihrer Seite angemeldet hat und in der man gebeten wird, auf den Best&#228;tigungslink zu klicken oder aber Bescheid zu geben, da&#223; sich jemand einen Scherz erlaubt hat. Es kam zwar eine Mail (die in meinem Spamordner landete), aber dort wurden nur im Klartext meine pers&#246;nlichen Daten (immerhin ohne das Passwort) noch einmal aufgez&#228;hlt. Au&#223;er dem <a href="http://www.causse.de/recht/angstklauseln.html">Deppendisclaimer</a> am Ende (<em>&#8220;Der Inhalt dieser E-Mail ist vertraulich und oder rechtlich gesch&#252;tzt&#8221;</em> etc. blafasel auf deutsch und englisch) stand sonst nicht weiter darin.</p>
<p>Auf der n&#228;chsten Seite wurde ich belehrt, da&#223; ich aufgrund &#8220;hausinterner Anweisungen&#8221; nur per Vorkasse, Bankeinzug oder Nachname bezahlen k&#246;nne. Da mein Schufa-Eintrag wei&#223; wie frisch gefallener Schnee ist und ich nicht unbedingt im Ghetto wohne schlo&#223; ich die Antwort &#8220;Scoring-Opfer&#8221; f&#252;r mich aus. Ich vermute eher, da&#223; sie Erstbesteller nur gegen Vorkasse beliefern wollen oder Plastikgeld als Zahlungsmittel inzwischen abgeschafft, aber das noch nicht dem Webmaster erz&#228;hlt hatten, auf da&#223; er diese Zahlungsm&#246;glichkeit entferne. Eine kurze Recherche der FAQ-Seite best&#228;tigte das; dort war die Kreditkarte als Zahlungsmittel nicht aufgez&#228;hlt. Allerdings war mir der Laden inzwischen derma&#223;en unsympathisch und kam so unprofesionell r&#252;ber, da&#223; ich von einer Bestellung Abstand nahm. Ich wollte mein frisch angelegtes Konto l&#246;schen und stie&#223; auf die n&#228;chste H&#252;rde auf dem Weg zu einer gl&#252;cklichen Kunden-H&#228;ndlerbeziehung: Das ging nicht. Ich konnte wohl meine Adresse &#228;ndern, aber nicht das ganze Konto l&#246;schen. Also schrieb ich eine entsprechend Nachricht mit Bitte um L&#246;schung meiner Daten und Best&#228;tigung der L&#246;schung an eine (Wegwerf-)mailadresse. Und nat&#252;rlich konnte ich auch nicht einfach eine Mail schreiben, ich mu&#223;te ein Kontaktformular ausf&#252;llen. Die Pflichtfelder in diesem Formular waren</p>
<ul>
<li>Vorname/Name</li>
<li>Adresse, PLZ, Wohnort (alternativ Kundennummer)</li>
<li>eMail</li>
<li>Telefon</li>
</ul>
<p>Das Telefonfeld durfte tats&#228;chlich nicht leer bleiben, aber dank <a title="Frank geht ran" href="http://www.frank-geht-ran.de/">&#8220;Frank geht ran&#8221;</a> hatte ich eine passende Nummer zur Hand. Ich bekam auch unmittelbar eine Best&#228;tigungsmail mit Vorgangsnummer. Mal sehen, was noch so kommt bis sie mich endlich gehen lassen. Ach ja: Als ich bei dem Versuch mein Konto selbst zu l&#246;schen in die Einstellungen ging, war der Newsletterbezug (HTML) jetzt pl&#246;tzlich doch angekreuzt.</p>
<p>Der Shop hat vorne auf seiner Startseite eine Reihe bunter Logos und Medallien prangen, was f&#252;r ein super-duper-Onlineshop das doch ist, und ich habe &#252;ber Angebot und Service des Ladens bislang nichts schlechtes geh&#246;rt. Mir ist auch klar, da&#223; es Betr&#252;ger im Web gibt und man sich als Kaufmann hingehend absichern mu&#223;. Genauso, wie ich mich als Kunde ja auch absichere und auf Impressum, verschl&#252;sselte Daten&#252;bermittlung und eben Kreditkartenzahlung achte. Garantieen gibt&#8217;s nirgends und ein Restrisiko bleibt immer, auf beiden Seiten. Aber es gibt inzwischen so viele positive Beispiele f&#252;r den stre&#223;freien und vor allem kundenorientierten Onlineeinkauf, da&#223; ich ehrlich gesagt keine Lust habe, nach Entschuldigungen f&#252;r solch einen Laden zu suchen. Ich kaufe ja auch nicht in der Innenstadt in einem Gesch&#228;ft, wo ich noch vor der Anprobe eines Kleidungsst&#252;cks Name, Adresse, Geburtsdatum angeben soll und am besten noch mein Portemonnaie &#246;ffnen und zeigen, ob ich auch gen&#252;gend Geld dabei habe.</p>
<p>Meinen Diascanner kaufe ich jedenfalls woanders.</p>
<script type="text/javascript">
var flattr_wp_ver = '0.9.11';
var flattr_uid = '3856';
var flattr_url = 'http://e13.de';
var flattr_lng = 'de_DE';
var flattr_cat = 'text';
var flattr_tag = 'blog,wordpress,rss,feed';
var flattr_btn = 'large';
var flattr_tle = 'e13.de';
var flattr_dsc = 'Dasselbe, nur anders.';
</script>
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js?v=0.2" type="text/javascript"></script> <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/82/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;iPhone User leiden unter dem Stockholm-Syndrom&#8221;</title>
		<link>http://e13.de/archives/572</link>
		<comments>http://e13.de/archives/572#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 23:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bidde?]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=572</guid>
		<description><![CDATA[Zu diesem abenteuerlichen Schlu&#223; kommt eine Studie ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu diesem abenteuerlichen Schlu&#223; kommt eine <a href="http://www.strandreports.com/sw3896.asp">Studie</a> einer d&#228;nischen Consulting Firma, wie Heise berichtet. Vom Stockholm-Syndrom wird gesprochen, wenn sich Geiseln mit ihren Entf&#252;hrern solidarisieren und damit eine erstaunliche Wahrnehmungsverzerrung an den Tag legen. Also ein Verhalten, das man eher den Blackberrynutzern oder Google-Android-Benutzern zurechnen w&#252;rde &#8211; vor allem letztere begeben sich ja h&#246;chst freiwillig in die Arme des Kraken, der sie virtuell nackt auszieht und unters Mikroskop legt, um dann anschlie&#223;end die gefunden Daten wirtschaftlich zu verwerten.</p>
<p>Ich habe ein iPhone und seine M&#228;ngel sind mir wohl bekannt und hier im Blog auch schon &#246;fter deutlich angeprangert worden. Aber es ist wie bei allen Dingen eine Frage der Priorit&#228;ten und des Abw&#228;gens &#8211; womit kann ich leben, was bin ich gewillt zu tolerieren weil der Benefit schwerer wiegt als die Summe der Nachteile? Ich hatte beruflich einen Blackberry und habe ihn gehasst. OK, ich habe auch den damit verbundenen Job gehasst (&#8220;alle bekloppt hier&#8221;), aber das Ger&#228;t selbst war zu sehr das komplette Gegenteil von meinem privaten iPhone. Die Kn&#246;pfe waren zu winzig, die Funktionsbelegung zu undurchschaubar, die Men&#252;f&#252;hrung v&#246;llig abstrus und nat&#252;rlich der streichholzschachtelgro&#223;e Bildschirm viel zu sehr M&#228;usekino um ernst genommen zu werden. Gerade deshalb liebe ich Apple, weil mir deren Ger&#228;te erlauben produktiv zu sein, statt mich mit den Ger&#228;ten selbst auseinandersetzen zu m&#252;ssen. Ich habe keine Lust und auch nicht n&#246;tig, der Welt st&#228;ndig meine MacGyver-F&#228;higkeiten zu beweisen. Als digital native und seit den fr&#252;hen 80ern online (z.B. &#252;ber einen <a href="http://www.old-computers.com/museum/computer.asp?c=233">TRS-80 m100</a> mittels Akustikkoppler, als das Klickibunti-Web 0.9 noch &#252;ber ein Jahrzehnt entfernt lag), kann ich auch diesen ganzen Mist zusammenschrauben, konfigurieren und programmieren, selbst wenn ich inzwischen wahrscheinlich nicht zuletzt dank der Benutzerfreundlichkeit der Apple Produkte etwas aus der &#252;bung bin. Nur: ich <em>will</em> das nicht, daf&#252;r ist mir schlicht meine Zeit zu schade. Das iPhone tut was ich will, fertig. Au&#223;erdem gef&#228;llt mir das Design &#8211; genau wie allen anderen Smartphoneanbietern, die mehr oder weniger schamlos bei Apple abgekupfert haben, ohne dabei nennenswerte Verbesserungen mitgebracht zu haben. Nat&#252;rlich hat diese Form von Usability und Benutzerfreundlichkeit ihren Preis, und der hei&#223;t u.a. propriet&#228;re Software/Betreiber (Apple) oder Datenschutz adé (Android). Wer das nicht wahrhaben will, bel&#252;gt sich tats&#228;chlich selbst. Aber das Angebot an den von Apple abgesegneten Apps &#252;bersteigt schon jetzt bei weitem meine pers&#246;nliche Nachfrage. Und die Bewegungsprofile, die die Provider anlegen und <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/vorratsdatenspeicherung-anbietern-speichern-illegal-weit-mehr-als-erlaubt/">vermutlich widerrechtlich sammeln</a> machen mir da sehr viel mehr Sorgen. Und wer unbedingt will, kann sich das iPhone ja jailbreaken (aber dann anschlie&#223;end bitte nicht rumjammern, wenn er sich irgendwelche Trojaner oder Viren eingefangen hat).<br />
In Geiselhaft, als Apple-Nutzer? Nicht mehr oder weniger als jeder Autofahrer, der sich halt f&#252;r ein bestimmtes Modell entschieden hat und nun eben damit leider nicht die tollen Felgen des Konkurrenten nutzen kann. Oder ein Gamer, der bestimmte Spiele eben nur auf seiner Lieblingskonsole spielen kann.</p>
<p>Get a life, nerds.</p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/572/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
