Horrorfilm
Der nachfolgende Film ist nur etwas für Menschen mit starken Nerven. Oder Katzenliebhaber. (Das ist zwar dasselbe, aber ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber.)
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Dasselbe, nur anders.
Der nachfolgende Film ist nur etwas für Menschen mit starken Nerven. Oder Katzenliebhaber. (Das ist zwar dasselbe, aber ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber.)
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Mit folgenden Suchanfragen landeten ein paar meiner Besucher diese Woche auf meinem Blog:
“witz über garten”
Da fällt mir spontan auch keiner ein, sorry.
“obdachlosen rezepte”
Ich habe noch keinen Obdachlosen gekocht, gegrillt oder gebraten, aber ich bin ja immer offen für kulinarisches Neuland. Rezeptideen bitte in die Kommentare.
“v-moda reparieren”
Das ist ein Telefon, richtig? Sorry, ich weiß nur, wie man iPhones mehrfach auf Garantie tauscht.
“auto fahre lsd”
Davon kann ich nur abraten, falls es noch nicht zu spät ist.
“woher raumausstattung burger king”
Ja, das wegweisende Design der Inneneinrichtung dieser Bulettengriller ist mir auch schon aufgefallen. Ich liege nachts wach und frage mich, wo sie nur diese genialen Plastikbarhocker gefunden haben.
“piratenpartei kernargument”
Das habe ich auch noch nicht gefunden, tut mir leid.
“und meinen hof fegen und ich”
Und ich so: Hä?
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Bekäme ich ein Zeugnis für meine bisherige Golfsaison 2009, so läse sich das etwa so: “Sie war stets pünktlich und außerordentlich bemüht, den ihr gestellten Anforderungen gerecht zu werden.” Oder anders gesagt: von Tuten und Blasen keine Ahnung. Allerdings war dieser Sonntag die rühmliche Ausnahme, gespielt wurde ein Chapman-Vierer auf dem schönen Platz des Golfclubs Hamburg-Holm, der jüngst teilweise etwas umgebaut wurde und nun unmittelbar vor der Clubhausterasse ein paar schicke Teiche besitzt. Mein Viererpartner und ich murmelten bei allerschönstem Septemberwetter eine solide 40-Nettopunkte-Runde zusammen, die zwar nicht zum Sieg reichte, aber mit der wir wirklich sehr zufrieden waren. Das von der Jagdhornbläsergruppe Holm zur Siegerehrung vorgetragene Signal “Sau tot” spiegelte die Stimmung daher vortrefflich wider.
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Als ich Anfang/Mitte der 90er des letzten Jahrhunderts nach Hamburg Ottensen zog, fragten mich manche, was ich in so einem Arme-Leute-Viertel wolle, noch dazu mit dem Kiez/St. Pauli in so gefährlicher Nähe. “Mottenbewohner” waren Arbeiter, Punks und Alternative, ein paar Chaoten, gelegentlich Lehrer und andere Leute mit viel Freizeit und eher wenig Geld. Ich fand Ottensen einfach schön, war alles andere als ein Besserverdiener (oder ist das schon jeder oberhalb der hast-mal-ne-Mark-Grenze?) und genoß die Vielfalt des Viertels und daß die alte Heimat am anderen Ende der Elbchaussee nur 15 Minuten weit weg war – nur wenig weiter als mein neuer Job am Rödingsmarkt.
Altona und die verwahrloste Große Bergstraße lagen weit weg auf der anderen Seite der Max-Brauer-Allee; das Mercado war noch nicht gebaut aber es formierten sich bereits wütende Proteste ob der Pläne, den darunterliegenden jüdischen Friedhof umzubetten (etwas, das nach jüdischem Glauben ein absolutes no-go ist; dort heißt “letzte Ruhe” noch tatsächlich letzte Ruhe, und nicht “letzte Ruhe bevor der Ruheplatz hier heiß und sexy für Investoren wird”). Ich wohnte in einer schon damals überteuerten nicht-isolierten 1,5 Zimmer-Altbau-Hochparterre-Wohnung mit einer Deckenhöhe von 2,15 Meter, über einem zugigen Hofeingang und mit einer Wohhnungstür, die eigentlich eine Zimmertür war – was sich als sehr praktisch herausstellte, als ich mich einmal versehentlich ausgesperrt hatte und sie wie im Krimi binnen Sekunden mittels einer Kreditkarte öffnen konnte. Das Bad war von der Sorte “wenn der Schlüssel im Loch steckt setzt die Luftzufuhr aus” und hatte außer einem kaputten Boiler und dem Wasserdruck einer halbvollen Gießkanne nicht viel zu bieten.
Aber die Elbe war nur 3 Minuten Fußweg entfernt, Einkaufen war billig und vielfältig, die Leute freundlich und entspannt, Ladenketten gab’s kaum welche, hier war Einzelhandel noch Einzelhandel. OK, die Öko-Muttis nervten bisweilen mit ihren biologisch-abbaubaren Blagen in Schafsfellbuggies, die sie nebeneinander auf dem Bürgersteig parkten. Auch die BMW-3er-Fahrer mit Türkpop bis zum Anschlag und heruntergekurbelten Scheiben. Die Schmierereien an den Hauswänden waren von der Sorte, die selbst die hartgesottensten Sozialromantiker nicht mehr als Graffiti-Kunst bezeichnen würde.
Einige Jahre später zog ich um in eine schöne Maisonettewohnung eines Neubaus am Altonaer Balkon, blieb aber meinem Viertel und meiner Elbe treu. Allerdings hatten sich über die Jahre schleichend Änderungen eingestellt, die mir nicht behagten: das Mercado zog ein seltsames Publikum an, das es so vorher auf dieser Seite des Bahnhofs nicht gegeben hatte. Immer mehr kleine Läden mußten schließen, dafür gab’s immer mehr Cafes mit Latte Macchiato für 3-4 Euro den Becher. Immer mehr Ketten, mehr Billigheimer, Szeneklamottenläden. Es war noch schön, aber nicht mehr mein Ottensen. War es 10 Jahre zuvor noch ein angenehmes Mittel zwischen der (überwiegend) verwahrlosten Schanze und dem (ebenfalls zunehmend) Yuppisierten Eimsbush, erinnerte Ottensen nun schon mehr und mehr an Eppendorf. Das Mercado war gekommen und geblieben. In seinem Keller residierte die Elektrofachmarktkette Schaulandt (r.i.p.) und ein H&M, an einer Wand wurden dezente Plexiglastafeln mit den Namen der inzwischen trotz aller Proteste umgebetteten jüdischen Verstorbenen aufgehängt, die damit so unsichtbar wie möglich blieben um das Einkaufserlebnis nicht zu stören. Im Erdgeschoß wurde eine sündige Freßmeile aufgebaut, neben Filialen von seelenlosen Klamotten-, Parfum- und Buchhandelsketten. Im ersten Stock ging es weiter mit billigen Jeans und noch billigeren Schuhen und ganz oben gab’s dann immerhin noch die zuvor vom Ottenser Marktplatz rüde verscheuchte öffentliche Bücherhalle.
Und auf der anderen Seite des Bahnhofs? Dort wurde es fast stündlich düsterer. Die Große Bergstr. verfiel geradezu live beim Zusehen. Billigmärkte, Second Hand Kleidermärkte, Lebensmitteldiscounter, jahrelange Leerstände in ehemals klenen Boutiquen, auch das letzte “Einkaufshighlight” Karstadt resignierte Ende 2002 und schloß seine Türen. IKEA will nun in einen leerstehenden Bürokomplex einziehen, bzw. einen neuen, wahrscheinlich noch hässlicheren Klotz (falls das überhaupt möglich ist) auf dem Gelände errichten. Und schon geht das Geschrei los: “Kein IKEA in Altona!”
IKEA könnte eine echte letzte Chance für diese verwahrloste Straße sein, die man eigentlich komplett abreißen müßte. Und natürlich ist die Verkehrsanbindung problematisch, denn Altona ist nun einmal überwiegend Wohngebiet. Aber es werden keine akzeptablen Alternativen vorgeschlagen. Und offenbar sind die Verkehrsfragen nicht so schwerwiegend wie die Befürchtungen, daß im Zuge der IKEAisierung Altonas die Yuppies einfallen könnten. Nun ja. Was mir an Ottensen nicht behagt, steht für Altona nicht zu befürchten. IKEA ist ja nun nicht gerade ein High-End-Einrichtungshaus à la Bornhold oder Gärtner. IKEA wird in in der Großen Bergstraße nicht den Untergang des Abendlandes einläuten. Denn das ist dort schon lange, lange untergangen. Obdachlose, fliegende Händler, Bettler, Junkies haben die Straße übernommen. Den Kopf eingezogen, den Blick starr geradeaus und fest auf das rettende Ufer jenseits des Bahnhofs gerichtet – so marschiert man schnellen Schrittes durch die Fußgängerzone, die de facto eine einzige Müllkippe ist. Aber vielleicht möchte ja mal wieder jemand dort einkaufen wenn IKEA ein paar weitere attraktive Geschäfte anzieht. Was wäre so schlimm daran?
Manche Leute leben ganz offenbar gerne im Müll, bzw. lassen alles verwahrlosen und nennen es dann “alternatives Leben”. Und wenn nur der Hauch einer Chance besteht, daß “Besserverdiener” ein ehemals hübsches Viertel wieder saubermachen, renovieren und anschließend frisch gewaschen dort einziehen, dann heißt es gleich “Gentrifizierung! Aaaah! Wir werden alle sterben!” Ich polemisiere hier ein wenig, okay. Aber ich bin zu erwachsen für einen Protest nur um des Protests willen, sorry.
Manche Menschen kommen morgens schwer in die Gänge. Aufstehen, duschen, frühstücken, sich unterhalten und dann halbwegs wach in die Schule, zur Uni oder zur Arbeit gehen stellt sie vor kaum überwindbar scheinende Hindernisse. Ihre optimale Betriebstemperatur erreichen sie am frühen Abend und sie bleiben gern lange wach und haben keine Mühe damit, noch spät zu arbeiten oder zu Parties und in Clubs zu gehen, die erst gegen Mitternacht ihre Pforten öffnen. Ihr Motto lautet “der frühe Vogel kann mich mal”.
Andere springen beim ersten Sonnenstrahl aus den Federn, können problemlos etwas essen und mit anderen Lebewesen sprechen und scharren fast ungeduldig mit den Hufen, wann der Unterricht oder das erste Meeting endlich losgeht.
Ich bin eine Mischung aus diesen beiden Arten. Wenn die Sonne auf ist, bin ich wach. Ich kann nichts dafür, das war schon immer so. Im Sommer ist das gerne um halb fünf Uhr früh, im Winter naturgemäß etwas später, aber grundsätzlich komme ich morgens rasch und ohne viel Tamtam aus dem Quark und kann in zusammenhängenden Sätzen denken und Informationen aufnehmen und verarbeiten. Ich würde manchmal auch gern einmal länger schlafen, aber spätestens um neun kriege ich Hummeln im Hintern und habe das unbestimmte Gefühl, dann bereits den ganzen Tag verplempert zu haben. Mein Motto ist nicht unbedingt “rise and shine”, aber ich bin vormittags am kreativsten und lege mir – wenn ich kann – wichtige Termine, Meetings, zu beantwortende Mails gern so, daß sie vor dem frühen Nachmittag stattfinden. Dafür sollte man mich ab ca. 21 Uhr nicht mehr mit wichtigen Informationen belasten, und ab 22 Uhr denke ich sehnsüchtig an mein Bett – sofern ich nicht schon schlafe.
Das heißt aber nicht, daß ich morgens gerne viel rede oder gern laut Radio oder Musik höre. Leute, die einen morgens ohne Punkt und Komma volltexten kommen sicher in einen gesonderten Bereich der Hölle. Und vor allem kann ich nicht gut etwas essen, bevor die Uhr nicht im zweistelligen Bereich ist. Da ich, wie wohl die meisten unter meinen Lesern, eine umfassende Schulkarriere hinter mir habe und an den meisten mir bekannten Arbeitsplätzen das Frühstücken am Schreibtisch nicht so wirklich gern gesehen wird wenn es über eine Tasse Kaffee hinaus geht, habe ich zwangsweise gelernt morgens zu frühstücken. Geholfen haben mir dabei meine Eltern, die beide zur Frühaufsteherfraktion gehör(t)en und mir vor der Schule einen liebevoll gedeckten Frühstückstisch präsentierten – komplett mit Nutella oder Zuckerrübensirup, gesundem Brot, einem Stück Obst, einer Tasse Kakao oder Ovomaltine und natürlich dem in den 70er Jahren obligatorischen Löffel Sanostoooool. Und natürlich bekam ich für die Schule Pausenbrote geschmiert, die ich fast immer auch aufgegessen habe. (NB für die Spätgeborenen: Pausenbrote sind meist von Mama täglich individuell zusammengestellte kleine Köstlichkeiten, die man so nirgends im Kühlregal finden kann. Eine Milchschnitte, ein probiotischer, die Darmflora streichelnder Erdbeer-Trinkjoghurt oder eine Tüte Gummibärchen zählen nicht dazu.)
Warum langweile ich Euch mit diesen Banalitäten? Ich bin in diesen Tagen zu Gast im Hause Captain Jacks (9) und seines kleinen Bruders (5). Beide sind, genau wie ihre Eltern, eingetragene Mitglieder des Clubs der Nachtmenschen. Captain Jack muß natürlich um acht in der Schule sein und sein kleiner Bruder um neun im Kindergarten. Diese zwei morgens aus dem Bett zu werfen, anzuziehen und etwas essbares in sie hineinzustopfen ist wahrscheinlich nur unwesentlich leichter als einarmig und ohne Leiter sauber ein Altbauzimmer zu tapezieren während im Radio Lady Gaga plärrt und man im Kopf Integralrechnung übt. Der kleine Bruder ist dabei das kleinere Problem, denn er hat ja etwas länger Zeit zum essen bis er aus dem Haus muß, aber bei Captain Jack gehen mir langsam die Ideen aus.
Ich habe ihm Pancakes gemacht, mit Ahornsirup oder Nutella. Er hat Porridge bekommen. Toastbrot mit Honig. Banane. Spiegelei (“sunny side up”), Joghurt. Tee. Kakao. Ovomaltine. – you name it. Jeden Tag ein neuer Versuch. Jeden Tag ein neuer Kampf. Manchmal hat er mir zuliebe etwas gegessen, aber in homöopathischen Dosen. Heute früh nun bekam er gar nichts runter und ist ohne Frühstück in die Schule gegangen – nachdem er mit glasigem Blick am Radio saß und dem NDR Info Verkehrsfunk gelauscht hat (“Die A293 Westumgehung Oldenburg Richtung Oldenburg-West ist zwischen Kreuz Oldenburg-Nord und Etzhorn gesperrt. Bitte fahren Sie über die A29 Oldenburg-Ohmstede und Donnerschwee.”).
Mittags ißt er meist mit gesundem Appetit, aber natürlich mag er abends auch erst später etwas essen. Nur kann man ihn doch nicht eine halbe Stunde vorm Schlafengehen abfüttern! Und wenn es zu spät wird, kommt er am folgenden Morgen noch mühsamer aus dem Bett – es ist ein Teufelskreis.
Ich bin am verzweifeln – wie kriege ich ihn zum frühstücken? Wie macht Ihr das mit Euren Kindern, sofern Ihr welche habt? Oder wie lief das bei Euch ab früher? Was kann man tun?
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