Archive for November 2009


Wie viele Wikipedia-Autoren braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?

November 30th, 2009 — 12:00am

Zwei. Einen Freiwilligen, der sie auswechselt, und einen Admin, der die Änderung rückgängig macht, die Auswechslung als Geschwurbel beschimpft und die IP-Adresse des Auswechslers sperrt.

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Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

November 28th, 2009 — 12:00am

Schau an: In einer Zeit, wo jede Putzhilfe mindestens Abitur, erstklassige Referenzen sowie ein abgeschlossenes Chemiestudium und natürlich weiterführende Qualifikationsnachweise als Babysitterin erbringen muß, um eventuell mit Glück dann einen 1 Euro Job zu ergattern, reicht es also, wenn man für den Posten als Familienministerin jung, blond und kinderlos ist und Helmut Kohl liebt.
Aber unsere Kanzlerin hat ja auch volles Vertrauen in ihren Finanzminister, der sich an Parteispendengelder in sechsstelliger Höhe, überreicht im schwarzen Aktenköfferchen durch den Waffenschieber Ihres Vertrauens nicht mehr so recht erinnern kann. Das ist ja alles schon so lange her und 100.000 DM sind nicht mal 50.000 €, also nur Peanuts. Wegen solcher Peanuts entläßt man doch keinen Mitarbeiter, schon gar nicht nach so langer Betriebszugehörigkeit, da muß schon einer eine Bulette vom Chefbuffet klauen, bevor das Vertrauensverhältnis vollständig zerrüttet ist.

Blöd, daß der Köhler jetzt auch noch das so sorgsam durchgepeitsche Zugangsbeschränkungsgesetz nicht unterzeichnen will, mit dem man diesen widerlichen Kritikern und Kinderpornoraubkopierhackern das Wasser abgraben wollte. “Was erlaube Köhler?”, wie Trappatoni sagen würde. Weiß der Kerl denn nicht, daß er nur Zeremonienmeister ist? Naja, eh egal, die Wahl ist durch, ein bißchen Schwund ist immer. Aber wenigstens ist der Schwarze Kanal wieder fest in Parteihand. Da gibt’s dann vielleicht demnächst irgendwo zwischen zwei Kochsendungen und Rosamunde Pilcher eine fünfmintige beiläufige Erklärung dazu, wieso man den Amis jetzt den vollkommenenen Einblick in unsere Kontenbewegungen gibt. Aber wahrscheinlich braucht’s das gar nicht, wenn die Ministerin formerly known as Zensursula erst ihre Stoppschilder vor den Arbeitsagenturschlangen aufgestellt und damit die Arbeitslosenzahlen halbiert hat. Und sowieso: 2010 gibt’s Winterolympiade und Fußball-WM, der Rest interessiert doch keinen.

Läuft doch!

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Musik, zwo, drei, vier… Der Audiomagnet “Best Unsigned Band Contest”

November 25th, 2009 — 12:00am

Disclosure: Ich bin externe Beraterin von Audiomagnet zum Thema Online Marketing. Nichtsdestotrotz bin ich auch Hobbymusikerin und begeistert von der Idee dieses Start-Ups.

Auf audiomagnet.com läuft inzwischen in der vierten Woche ein ziemlich genialer Bandcontest. Gesucht wird die “Best Unsigned Band”, also per se erst mal nix wirklich Neues. Aber der Clou hier ist: gemessen wird die Band an ihren eigenen Vermarktungsmaßnahmen.Und zu gewinnen gibt es ein Promtionpaket im Wert von – festhalten! – 10.000 Euro. In Worten: zehn.tausend.Flocken.

Geil.

Was genau dafür erwartet wird, steht hier en détail. Haupsächlich sollte jeder Musiker auf der Plattform seine Fans mobilisieren und die vielen zur Verfügung stehenden Tools gewinnbringend einsetzen. Also anmelden und los – die erste Phase geht noch bis zum 13. Januar 2010. Der Einsatz beträgt Null Euro, aber jede Menge Einsatz. Hier der musikalische Zwischenstand nach vier Wochen:


Audiomagnet ist eine Plattform für Musiker, die noch keinen Plattenvertrag haben (oder grundsätzlich unabhängig in Eigenregie veröffentlichen wollen) und bietet ein rundum-sorglos-selfpromotion-Paket an, damit sich die Künstler verstärkt dem widmen können, was sie am besten und liebsten machen: Musik. Das Genre spielt keine Rolle. Wer dort seine Songs oder Alben bereitstellt entscheidet selbst über den Preis seiner Werke, und ob die Fans sie nur runterladen oder auch als CD-on-demand bestellen können. Wenn der Künstler es will, gibt’s sein Werk dann auch auf iTunes, bei Napster, Musicload oder Amazon sowie rund 300 weiteren “üblichen Verdächtigen” Plattformen. Der Künstler sagt an, ob es im Audiomagnet-Player nur snippets oder den ganzen Stream zu hören geben soll. Der Player ist übrigens widgetfähig und kann so direkt auf Fanseiten etc. eingebunden werden. Der Künstler kann auf der Plattform mit seinen Fans in direkten Kontakt treten wenn er will, seine Konzerttermine bekanntgeben oder seine Merchandise-Artikel vertreiben. Mit einem Wort: Der Künstler hat die volle Kontrolle über seine Rechte und sein Werk und Audiomagnet nimmt ihm für ziemlich kleines Geld (verschiedene Accountmodelle von 0-ca. 250 €/Jahr) eine Menge lästiger Arbeit ab – übrigens auch die GEMA-Abwicklung, die, nach allem was man so hört, ja auch ein Quell endloser Freude sein soll und fast so schön, wie sich ein Loch ins Knie zu bohren und Tabasco reinzuträufeln.

Wenn ich da an meine eigenen Bandzeiten in den guten, alten 80ern zurückdenke, wo man stolze 1.000 DM für einen Karton mit 500 Demo-Cassetten hinlegen durfte (die dann unterm Bett verstaubten und von denen garantiert noch mindestens drei irgendwo in meinem Keller herumliegen, also, Cassetten, nicht Kartons), so hätten wir uns damals sehr einen Service wie diesen gewünscht. Inzwischen überlege ich mir, ob unser größter Hit “8-8-0″, benannt nach den ersten Ziffern der Telefonnummer der – vergebens – Angebeteten unseres Sängers, nicht neu aufgenommen und genau dort an den Mann gebracht werden sollte…  frei nach dem Motto: “Wir bringen die Band wieder zusammen!” – “Die Band?” – “Die Band!”

Jungs, meldet Euch!

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Jetzt schon an Ostern denken!

November 24th, 2009 — 12:00am

Na gut, die re:publica 2010, eine Konferenz rund um Social Media und das Echtzeit-Web, findet sogar erst nach Ostern statt, nämlich vom 14.-16.4. in Berlin. Aber ich hab’ mir trotdem heute schon ein Early Bird Blogger-Ticket geleistet, denn die Veranstaltung dürfte ruckzuck ausverkauft sein, wenn die letzten Jahre da als Anhaltspunkt dienen.

Der erste Redner steht auch schon fest: Götz Werner spricht über seine Ideen zum bedingungslosen Grundeinkommen. Ich für meinen Teil halte die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens für ausgemachten Blödsinn, aber will mich ja nicht der Diskussion verschließen und bin immer gern bereit, etwas dazuzulernen.

Ich freue mich jedenfalls auf eine gute Gelegenheit, viele alte Bekannte wiederzusehen, neue Bekanntschaften zu schließen und ein paar Blogger- und Twitternasen, die man immer “nur” liest, endlich einmal persönlich kennenzulernen.

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The Muppets: Bohemian Rhapsody

November 24th, 2009 — 12:00am

Wie großartig ist das bitte? Freddie wäre begeistert, möchte ich wetten.

[youtube tgbNymZ7vqY]

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