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Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 24th Oktober 2014,
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http://youtu.be/QTHVDhJ6i74

Das Video der Woche ist über den politischen Cartoonisten der Times, Peter Brookes. Sehr sehenswert.

Das war übrigens diese Woche eine harte Entscheidung, denn es gibt zwei tolle Trailer zu einem französischen Animationsfilm von Burcu Sakur and Geoffrey Godet Tant de Forets, der sich um die Abholzung der Wälder dreht. Die solltet Ihr Euch unbedingt ansehen. Vielleicht kommt der dazugehörige Film ja auch einmal bei uns im TV.

Christian schreibt sehr anrührend über einen Sommerabend.

Über mein sportlerisches Vorbild Seve Ballesteros hatte ich anlässlich seines viel zu frühen Todes hier schon einmal etwas geschrieben. Der Guardian hat ein schönes Stück über den Rydercup-Helden, der beinahe keiner geworden wäre. Etwas für Golffans. ;)

Ruinenporn habe ich diese Woche keins, dafür aber tolle Bilder aus dem San Francisco der 1940er und 1950er.

Schönes Wochenende!

Wurzelgemüselasagne

  • Veröffentlicht am 17th Oktober 2014,
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Wurzelgemueselasagne
Ich wollte eine Gemüselasagne machen, die nicht nach Gemüselasagne schmeckt, bzw. eine, bei der einem erst nach dem zweiten Nachschlag („oh, schon alle?“) auffällt, daß da weder Fleisch noch Fisch drin war. Denn ich mag nicht gerne Hackfleisch essen und Fisch lieber pur gegrillt und ich hasse gekochten Spinat, der ja sonst eher die klassische Hauptzutat einer Gemüselasagne ist. Also habe ich mit Wurzelgemüse herumexperimentiert. Dieses hier ist saisonal auf dem Markt gerade zu sehr geldbeutelschonen Preisen erhältlich, man kann natürlich auch noch Kürbis oder Schwarzwurzeln etc. dazutun, aber in der Kombination Möhren – Pastinaken – Rote Bete – Sellerie fand ich’s super.

Ausserdem wollte ich mal komplett alkoholfrei auskommen, also nicht mal mit Wein oder Spirituosen ablöschen (wie ich das sonst gern mache). Das ist hier also ein vegetarisches, alkoholfreies Gericht, das sich z.B. hervorragend für Kindergeburtstage eignet. Wer mag, kann es sicherlich auch noch mühelos auf vegan trimmen, aber da ziehe ich die geschmackliche Grenze – Sojakäse etc. kommt mir nicht ins Haus. Lasagne lässt sich sehr gut vorbereiten und hält sich 1-2 Tage im Kühlschrank, bevor sie in den Ofen wandert. Eingefroren hält sie sich natürlich länger und wenn tatsächlich etwas übrig bleiben sollte, kann man das auch wieder einfrieren.

Für 4 sehr hungrige oder 6 gesittete Personen, die z.B. einen kleinen Salat vorweg hatten.

Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Garzeit: ca. 50-60 Minuten

  • ca. 500 g gemischtes Wurzelgemüse (Mohrrüben, Pastinaken, Rote Bete, Sellerie etc.)
  • 2 rote Zwiebeln
  • Knoblauchzehen nach Wunsch
  • 1 kl. Dose (400 g) San Marziano Eiertomaten, geschält
  • 1-2 Büffelmozzarella
  • Lasagneteigplatten
  • ca. 150g Parmesan oder Pecorino
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe
  • ca. 500 ml Kokosmilch
  • Currypuder (mild), Salz, Pfeffer, Olivenöl, Tomatenmark, Balsamicoessig (rot oder weiss)

Das Wurzelgemüse waschen, schälen und in gleichmässig kleine Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden, ggf. den Knoblauch auch. Alles zusammen mit zwei EL Tomatenmark und 1 EL Currypuder (je nach Schärfe/Intensität auch mehr) ca. 5-7 Minuten in einem guten Schuss Olivenöl weichdünsten und mit einem Schuss Balsamicoessig ablöschen. Die Dose Tomaten dazugeben – ich hatte noch eine schöne Dose geschmacksintensiver San Marzano Eiertomaten, aber natürlich tun es auch normale Tomaten aus der Dose (oder frische, wenn zu kriegen), sie sollten halt von sehr guter Qualität sein und nicht so’n wässriger Spanienmist. Die Gemüsebrühe und die Kokosmilch dazutun und alles auf kleiner Flamme etwa eine Dreiviertelstunde lang köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dann alles grob pürieren; es muss keine glatt passierte Suppe werden, aber sollte eine schöne Eintopfkonsitenz haben. Nun beginnt die Schichtarbeit: Eine Lage mit Sauce in eine Auflaufform füllen, darüber eine Lage der Lasagneblätter verteilen. Diese müssen nicht vorgekocht werden, die werden nämlich anschliessend in der Sauce al dente gekocht. Darauf kommt der Mozzarella – in Scheiben oder zerrupft auf die Lasagnebläter verteilen, das ist egal. Darüber kommt wieder eine Lage Sauce, darüber wieder Lasagneblätter, dann die letzte Lage Sauce und ganz zuoberst der Pecorino oder Parmesan, gerieben, für die leckere goldbraune Kruste. Falls noch Sauce übrigbleibt, kann man die übrigens hervorragend auch so als Suppeneintopf essen, mit einem Stückchen gerösteten Ciabattabrots dazu.

Damit die Kruste auch tatsächlich goldbraun und nicht schwarz wird, decken wir die Form mit Alufolie ab und stellen sie bei 180-200°C (Ober-und Unterhitze) in den vorgeheizten Backofen. Wer einen Umluftherd benutzt, dreht die Temperatur entsprechend auf ca. 150°C runter. Nach etwa 30 Minuten nehmen wir die Alufolie weg und lassen die heiss blubbernde Lasagne unter der prallen Sonne Ital… äh, unter den glühenden Heizstäben der Grillschlange nun weitere 20-30 Minuten bräunen.

Was ich mag: Obwohl sowohl Currypuder als auch Kokosmilch drin sind, schmeckt man am Ende beides kaum bis gar nicht, aber der Gesamteindruck ist irgendwie lecker würzig.

Servieren kann man das dann sehr gut mit einem schönen, italienischen Landwein, auch ein herbes (Bock)bier passt gut, oder man kann natürlich komplett alkoholfrei bleiben und naturtrüben Apfelsaft dazu trinken. Buon Appetito!

 

 

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 17th Oktober 2014,
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http://vimeo.com/96516643

Das Video der Woche ist am besten im Vollbildmodus zu geniessen, ist die Abschlussarbeit von Filippo Baraccani, einem Absolventen der Bremer Kunsthochschule, und ist übers Wetter. Ganz wunderbar, ich hab’s mir zweimal hintereinander angesehen.

Claudio beschreibt hier wunderschön, wie das Leben in Italien abends aussieht. Nachdem ich gerade zehn Tagen vor Ort war, kann ich das voll und ganz bestätigen. „Anonyme Köche“ war übrigens vor Jahren das erste Foodblog in meinem Feedreader und es ist nach wie vor mein liebstes. Der Autor hat gerade das Kochbuch „Italien vegetarisch“ veröffentlicht. Das lohnt sich bestimmt, denn aus der Serie sind schon „Österreich vegetarisch“ und Stevan Pauls „Deutschland vegetarisch“ ein echter Gewinn für die Kochbibliothek.

Brücken sind ja immer spannend, wir Hamburger haben sogar ein eigenes Blog dafür: Frau @kurzundknapps Hamburgs Brücken. Aber auch andernorts gibt es hübsche Brücken und tolle Geschichten dazu, z.B. in New York.

16 Cartoonisten, die die (U.S.) Welt verändert haben. Für meine Welt waren da noch andere dabei (E. O. Plauen, Chas Addams, Robert Weber, Haitzinger, Sergio Arragones, Franquin, Peter Bagge u.a.), aber das ist trotzdem eine schöne Sammlung, wenn auch natürlich unter einem sehr irreführenden Titel, denn die Welt umfasst ja doch mehr als nur die USA, auch wenn die es dort drüben niemals merken werden.

Mike Monteiro wird langsam zur ständigen Einrichtung hier; fast jede Woche verlinke ich auf etwas von ihm. Warum? der Mann ist super. Heute verlinke ich auf seinen Artikel über Mixtapes. *schnief*

Die eigene Stadt aus Sicht der Fremden, das ist ja immer spannend. Hier hat sich jemand St. Pauli vorgenommen.

Während meine #Kikimatic Aktion noch läuft, twittere ich übrigens täglich viele entsprechend ge-hashtaggte (verschlagwortete) Links. Wer mag, folge mir also gerne auf Twitter.

Schönes Wochenende!

 

Die Lieblingstweets im Oktober, Teil 1

  • Veröffentlicht am 13th Oktober 2014,
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(mehr …)

Die Lieblingstweets im September, Teil II

  • Veröffentlicht am 30th September 2014,
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16 1/2 : 11 1/2

  • Veröffentlicht am 28th September 2014,
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http://youtu.be/IS6x5L7TqOY

Es war ein fantastisches Wochenende! Herzlichen Glückwunsch an das Europäische Ryder Cup Team, das mal wieder spektakulär gespielt und in Gleneagles (Schottland) verdient gewonnen hat. Ich freue mich auf Hazeltine (USA) 2016.

#Kikimatic

  • Veröffentlicht am 28th September 2014,
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In der vergangenen Woche referierte ich im Rahmen eines mehrmonatigen Fortbildungskurses zum Online Marketing Manager erneut drei Tage lang über Guerilla Marketing und die dazugehörigen social media Massnahmen auf Facebook & Co.. Der Kurs war super motiviert bei der Sache, hatte viel Spaß und auch schon einige Vorkenntnisse, es waren sehr intensive und unterhaltsame drei Tage.

Ein Teilnehmer war besonders erfahren auf dem Gebiet des Affiliate Marketing und ein grosser Freund von automatisierten Mechanismen im Internet. Er berichtete über entsprechende Werkzeuge, mit denen man sich unnütze Arbeit ersparen kann, und wer wäre nicht daran interessiert, sich unnötige Arbeit zu ersparen? Eben.

Ich kenne natürlich die Tools von Hootsuite, Tweetdeck, Buffer, SEO- und NextGen-Facebook-Plugins für WordPress und IFTTT und habe sie bei Kundenprojekten auch schon erfolgreich eingesetzt. Ich habe auch meinen Tim Ferriss gelesen und bewundere seine Kreativität in der Selbstvermarktung und vor allem seiner Definition von Arbeit, auch wenn sie etwas sehr simpel ist … Trotzdem mag ich solche Werkzeuge grösstenteils nicht besonders, denn ich finde automatisierten Content meist relativ lieblos präsentiert.

Ich glaube, man merkt als NutzerIn oder LeserIn, ob ein Artikel ausschliesslich nach SEO-Gesichtspunkten geschrieben wurde, also wie es Buzzfeed, Heftig & Co. machen: „Kurze Sätze! 10-Punkte-Listen! Schlagzeilenüberschriften, in H1, die neugierig machen (auf Listenpunkt 7)! Hashtagging, auch bei Bildern! Zwischenüberschriften in H3! Am Ende nach der Lesermeinung fragen und zu Kommentaren auffordern!“. Man merkt als Follower, ob die Tweets schon vorgeschrieben und dann automatisiert abgeschossen wurden oder sich da jemand aktuell Gedanken gemacht hat, was und wie getwittert wird. (Zum Beispiel an den Null Kommentaren unter solchen Artikeln. Aber ich will nicht gehässig sein.)

Ich bin sehr davon überzeugt, daß es Firmen und Branchen gibt, für die das funktioniert, zumindest solche, denen es nicht schadet. Aber ich glaube auch, daß diese Firmen vom „Faktor Mensch“ deutlich profitieren würden. Soziale Netzwerke bestehen meinem Verständnis nach aus Menschen, die sich miteinander unterhalten. Nicht aus Maschinen, die mehr oder weniger gut programmiert miteinander kommunizieren um den Menschen Zeit zu sparen.

In den 80ern las ich in dem Buch „Das Blaue Wunder“ von Uli Becker den Spruch (aus der Erinnerung zitiert): „Mein automatischer Anrufer kann sich mit deinem automatischen Anrufbeantworter schon prima unterhalten. Bisschen schematisch vielleicht noch, aber das wird schon.“ Daran muss ich immer denken, wenn ich bei IFTTT die Rezepte für ein automatisiertes Leben durchforste. IFTTT steht für „If This Then That“ und ist ein Tool, um Makros zu erstellen, z.B.: „Wenn ich ein Bild auf Instagram veröffentliche – der If This Trigger, also Auslöser – dann poste das bei Twitter, Facebook und Google Plus und kopiere das Bild in meine Dropbox (die Then That Action, also Massnahme).“ Wenn jemand meinen Tweet faved, schicke mir eine Mail/sende einen Dankestweet etc. Ich finde das insgesamt mehr so anti-social.

Andererseits: Man kommt ja zu nix, ne. Also werde ich jetzt das grosse Antisocial-Experiment wagen und im Oktober einen Monat lang vollautomatisch meine Social Media Kanäle bedienen. Ich werde Blogeinträge vorproduzieren und planen und vollautomatisch auf den üblichen Kanälen anteasern und ausschliesslich Themen twittern, facebooken etc., die Buffer mir vollautomatisch rausgesucht hat, nachdem sie meine bisherigen Tweets analyisiert haben. Ich will wissen, wie die Reaktionen meiner Follower, Fans und Freunde sind, ob es welche gibt oder ob es tatsächlich kaum jemanden stört, ob ich mehr, weniger oder einfach andere Kommentare bekomme, ob ich Follower/Facebookfreunde/Feedabonnenten gewinne oder verliere, und letzten Endes, ob ich tatsächlich mehr Zeit gewinne. Und am Ende gibt es natürlich einen Abschlussbericht, ob’s gut ging oder schief, und natürlich auch darüber, was ich mit dieser gewonnenen Zeit angefangen habe.

Der Status Quo:

Twitter: 955 Follower
Facebookprofil: 226 Freunde, 46 AbonnentInnen
Facebookseite („Hamburg unter sich“): 1.315 Fans
Instagram: 211 Follower
Pinterest: 408 Follower
Google+: 2.327 Follower

Und der #Hashtag für dieses Experiment ist #Kikimatic. Alle automatischen Einträge werden damit verschlagwortet.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 26th September 2014,
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http://vimeo.com/channels/staffpicks/106733307

Das Video der Woche zeigt einen kleinen, stimmungsvollen Einblick in die Welt von Menschen, die am Schwarzen Meer leben.

Hier gibt es eine Auswahl ganz besonders gestalteter Eingänge zur New Yorker U-Bahn zu sehen. Wenn ich doch noch einmal hinfahren sollte, werde ich dort ganz sicher aussteigen und mir die wirklich tolle Architektur gerne näher anschauen.

Einen zweiten Blick wert sind auch diese gefälschten Gebäude, die nur dem Zweck dienen, hässliches Technikgedöns vor den Augen der Bewohner zu verstecken. Eine Kunst, die verlorengegangen zu sein scheint, wen man sich in unseren Städten so umschaut.

Edward Hoppers oft kopiertes und zitiertes Bild Nighthawks kennt wohl jede/r. Aber die Vorskizzen dazu bestimmt nicht. Ich finde Skizzen ja oft interessanter und aufschlussreicher als das fertige Werk, so auch hier, wo Hopper detailliert Komposition, Bildaufbau, Licht- und Schattenverteilung plant.

Tätowierungen sind natürlich Geschmackssache, aber diese hier sind wohl wirklich mal etwas abseits von Ankern, Drachen, keltischen Mustern oder Koi-Karpfen: Dan Rathigan, Typograf, hat sich mit Buchstaben seiner Lieblingsschriften bemalen lassen und das ist originell.

Wenn man eine Comicfigur jahre- oder gar jahrzehntelang täglich zeichnet, kann man das erfahrungsgemäss im Schlaf. Hier, in einem Artikel von 1947, haben zehn damals sehr populäre Zeichner ihre Helden mit verbundenen Augen gezeichnet. Die Ergebnisse sind verblüffend gut (naja, nicht wirklich verblüffend), aber sind alle etwas – ich weiss auch nicht, leicht surreal? Wie Morgan Freeman auf Helium.

Minna Sundbergs fantastischen Webcomic “Stand silent. Stand still.” hatte ich neulich schon kurz verlinkt. Nun sind die ersten 180 Seiten fertig und sie hat eine Crowdfundingampagne für die Produktion des ersten Bands als gedrucktes Werk gestartet. Die angepeilten 25.000$ waren nach drei Tagen locker erreicht und es würde mich nicht wundern, wenn auch diesmal wieder ein sechsstelliger Betrag am Ende zusammnkäme, wie schon bei ihrem letzten Buch.

Zum Schluss noch ein Häppchen Ruinenporn: Das Hotel del Salto an den Wasserfällen von Tequendama in Kolumbien. Wow.

Die Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 19th September 2014,
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http://youtu.be/lnhBgpd0y1Q

Das Video der Woche zeigt eine typografische Tour durch New York City.

Mike Monteiro (wer seine legendäre “Fuck You, Pay Me!”-Präsentation nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen) hat zusammengefasst, wie sich Designer um Kopf und Kragen präsentieren. Zitat des Tages: “If you did it right, it looks like it was effortless. It looks like it’s always existed. And the client will probably be irritated that they paid you for 30 hours of work to do something that looks like it took an hour. Which it did. They’re just not seeing the 29 hours of bad design that got you to that one hour of good design.” So ist es.

Meine beste Freundin ist eine Weltklassetypographin. Sie hat den absoluten Blick für die perfekte Schriftgestaltung. Leider ist sie eine der ganz wenigen GestalterInnen, von denen man das behaupten kann. Hier gibt es ein paar hilfreiche Tipps zum Thema Spationierung.

Hier ein paar Leckerli aus der Modeillustration: Drawing On Style. Die Ausstellung hätte ich gerne gesehen.

Für die LiebhaberInnen von Ruinenporn gibt es auch heute einen schönen Link: “What the Resort in Dirty Dancing might look like today”. Die jüdischen Ferienresorts in den Catskills, wie das fiktive Kellerman’s, in den 1920ern aus der Not heraus gegründet (weil die Juden auch in den USA in den damaligen Hotelanlagen nicht gerne gesehen waren) und seit den 80ern quasi aufgegeben, sind inziwschen weitestgehend verfallen. Eine Fotoausstellung im Yeshiva University Museum in NYC zeigt den Verfall.

Ein schönes Wochenende Euch allen!

Kiki hört das neue U2 Album “Songs Of Innocence”

  • Veröffentlicht am 16th September 2014,
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Ich war dabei in den 80ern, als U2 ihren Aufstieg begannen, ein Aufstieg, den sie sich mit tollen Alben, mitreissenden Hymnen und grossartigen Liveshows ernsthaft verdient haben, ganz zu schweigen vom faszinierenden Gitarrespiel von The Edge. Obwohl ich kein Fan war und bin, gibt es eine Menge U2 Lieder, die ich wirklich super fand und finde. Ihr bestes Album ist in meinen Ohren Achtung Baby und auch, wenn das inzwischen über 20 Jahre alt ist, hat es nichts an Dynamik, Spannung und Qualität verloren. Das kann man wirklich nicht von jedem Album aus den späten 80ern/frühen 90ern sagen. Die Alben der letzten Jahre habe ich nicht mehr so verfolgt bzw. nichts daraus im Plattenschrank, wie ich meine Audiothek störrisch auch weiterhin nenne. Sagen wir einfach, ich habe kein Problem mit U2.

Da ich den Apple Gottesdienst den Stream der Apple Keynote mit der Vorstellung der neuen iPhones und der Armbanduhr neulich nicht gesehen habe, bzw. nur ein Testbild, erfuhr ich erst später von dem Geschenk an die Nutzer, das viele als trojanisches Pferd ansehen. Ich kann die Aufregung über dieses Geschenk nicht so recht nachvollziehen, die Band hat einen guten deal mit Apple gemacht und eine alternative Vertriebsstrategie gefunden. Prince, Radiohead und andere haben es vorgemacht und die Musikbranche ist halt nicht mehr das, was sie mal war. Da U2s Tourneen weltweit meist binnen weniger Stunden ausverkauft sind, und das seit Jahrzehnten, war wohl auch für sie nicht abzusehen, was für ein Electrical Storm sich da über ihnen und Apple entladen würde.

Ich habe bei meinen Apple Geräten die Funktionen zum automatischen Download von iCloud Dateien und Updates deaktiviert, aber da zumindest in meiner Filterblase nur über die „Zwangsbeglückung“ gesprochen und geflucht wurde und nirgends über die Musik selbst, lud ich mir das Album kostenlos herunter und beschloss, es mir mal wertneutral anzuhören. Hier meine Kritik in Tweets, in chronologischer Reihenfolge:

Beim Download ist ein Booklet mit den Texten dabei, die ich mehrheitlich als recht flach und nichtssagend empfand, wobei sie sich da meiner Meinung nach aber treu geblieben sind: Textlich fand ich ihre Stücke noch nie überzeugend. Normalerweise höre ich ja gerade Alben gerne mehrfach, da mir beim ersten Hören selten jede Nuance auffällt, aber bei diesem hier fehlt mir echt die Motivation, die Band hat mich dieses Mal überhaupt nicht überzeugt. Falls es Euch anders geht oder ging und Ihr Tracks auf dem neuen Album gefunden habt, die unbedingt eine zweite Chance verdient haben, würde ich mich über entsprechende Kommentare freuen. An reinem Apple- oder U2-Bashing jedoch habe ich kein Interesse.

(Im Anschluss habe ich dann noch einmal Achtung Baby aufgelegt und The Fly mit voller Lautstärke abgespielt. Tolles Album, geiler Song.)

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 14th September 2014,
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OK, das Wochenende ist fast um, aber man kommt ja zu nix hier.

http://vimeo.com/104270416

Das Video der Woche ist ein non-linear erzähler Animationsfilm über eine Anwaltskanzlei. Klingt langweilig, ist es aber gar nicht. Oder doch, aber anders. Ach, seht doch selbst.
Einen aufschlussreichen Artikel über die Entstehungsgeschichte zum Film gibt es hier.

Das Rezept der Woche stammt aus der Reihe „Wir kochen mit Wodka“ und es gibt Tomatengelee mit Basilikum, etwas, auf dessen Herstellung man vermutlich auch erst nach der dritten Falsche Wodka kommt, aber es ist tatsächlich recht lecker. Hicks!

Hier kann jemand sich so gar nicht mit Cuxhaven (verständlich) oder der Nordsee (unverständlich) anfreunden: „Durchs Watt zu laufen, fühlt sich so an, wie aus Versehen aus einem Glas zu trinken, das als Insektenfalle dient und mit Essig und Spüli gefüllt ist: Knusprig und falsch zugleich, aber irgendwie auch interessant.“ Ja, dann.

Im Techniktagebuch erzählt jemand von seiner Zeit am Fliessband von VW: „In den Lackierkabinen herrscht eine Temperatur von 40 bis 50 Grad, die Kollegen dort sollten wegen der eingesetzten Lösungsmittel eigentlich schwere Atemmasken tragen, viele arbeiten aber ohne, weil es zu beschwerlich und viel zu warm ist. Lacke auf Wasserbasis führt VW erst Mitte/Ende der 90er Jahre ein. Es heißt, es arbeite niemand in den Lackierkabinen, der älter als 45 Jahre ist.“ Puh.

Für Fans von Ruinenporn und unheimlichen Orten: Es gibt einen Bunker aus Zeiten des Kalten Kriegs (oder sollte man sagen: des ersten Kalten Kriegs?) in einem Sockel der Brooklyn Bridge. Die spannende Geschichte darüber und tolle Bilder davon finden sich hier.

Lieblingstweets im September (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 14th September 2014,
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Die Lieblingstweets der anderen Lieblingsweeties gibt’s sicher bald wie immer bei Anne.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 5th September 2014,
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Das Video der Woche ist The Longest Road, ein wunderschöner Zeichentrickfilm über einen, der auszog, sich selbst zu finden. Vier Minuten, die sich lohnen.

Da sind wir gleich in Stimmung für den nächsten Link: Was passiert, wenn man sich neu erfindet? Was entsteht, wie verändert sich das, was man zurücklässt? Die Frage haben sich Quentin Newark und Kevin Denoual gestellt, und zwar im Zusammenhang mit der eventuellen Rückkehr Schottlands zur Unabhängigkeit. Wie könnte der Union Jack künftig aussehen, wenn die Union zerbricht?

In gänzlich anderem Zusammenhang beschäftigt sich hier ein Blog mit den Veränderungen, die die Zeit so mit sich bringt: Wo genau wurden berühmte Filme oder Plattencover gedreht bzw. geknipst und wie sieht es da heute aus? Einer meiner Lieblingsfilme – West Side Story – wird hier minutiös seziert, bzw. der berühmte Prolog, der wirklich sehr sehenswert ist, auch wenn man den Rest des Films uninteressant finden sollte. Ich wusste, dass viele Strassenzüge, die im Film zu sehen sind, noch während der Dreharbeiten abgerissen wurden um Platz für den Neubau des Lincoln Centers zu machen, aber das ist noch lange nicht alles. – Eine schöne Seite für fortgeschrittene Filmnerds und andere Prokrastinationsprofis.

Das iPad war ein Werkzeug des Wandels für viele Branchen. Eine meiner liebsten Apps war von Anfang an Paper, eine Mal- und Zeichenapp mit bestechend simpler Benutzerführung und erstaunlichen Möglichkeiten, aber auch Limitierungen. Hier hat jemand eine Reihe toller Tipps und Tricks für diese App zusammengetragen.

Weg vom Design, hin zur Musik: Als 1984 Frankie Goes To Hollywood in die Charts einschlugen, erschütterteten sie das Establishment mit skandalösen Videos, Auftritten, Texten. Der Guardian hat sich das one year wonder zum Jubiläum noch einmal zur Brust genommen. Lesenswert.

Nicht ganz so skandalös, aber mindestens ebenso selbstbewusst wie Frankie ist Chilly Gonzalez, selbsterklärtes musikalisches Genie. Auch wenn ich das für einen Hauch übertrieben halte, kann der Mann fabelhaft Klavier spielen und komponiert hübsche Lullabys wie das hier. Schlaft schön!

Warum dann doch keine Katze hier Einzug halten wird.

  • Veröffentlicht am 31st August 2014,
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Warum dann doch keine Katze hier Einzug halten wird.

In der vergangenen Woche unterhielt ich eine Weile den Gedanken, mir eine Katze zuzulegen. Wer mich kennt, hat sich darüber gewundert (ich habe null persönliche Erfahrung mit Katzen, bzw. nur schlechte), aber ich dachte mir so: du kannst dich nicht ewig an einem vierzig Jahre alten Trauma festhalten, du wirst vielleicht tatsächlich langsam ein wenig wunderlich so ganz allein am Zeichentisch den ganzen Tag, die Tiere sind ja ganz schnuffig und warum eigentlich nicht. Mangelnde Erfahrung, pffrth, die Hälfte der Bevölkerung hat eine Katze, wie kompliziert kann es sein, deine Twittertimeline ist ja süß und nett, aber das sind jetzt auch alles keine Raketenphysiker, was die können, das kriegste ja wohl auch hin. Eine Tierheimkatze würde es aber definitiv nicht werden, denn von null auf Katze fand ich schon ambitioniert genug als Projekt, von null auf Problemkatze hingegen, eine Gleichung mit vielen Unbekannten, war deutlich mehr, als ich mir zutraute. (mehr …)

Die Lieblingstweets im August, Teil 2

  • Veröffentlicht am 31st August 2014,
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Teil 1 findet sich hier und alle anderen Lieblingstweets der Lieblingstweeties wie immer bei Anne.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 28th August 2014,
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Das Video der Woche ist ein Kurzfilm mit Alan Rickman. Sehenswert, wie so ziemlich alles mit dem Mann.

Ich bin ja handwerklich eher unbegabt, aber wenn ich so sehe, was manche Leute mit ein paar kleinen Hilfsmitteln für tolle Sachen bauen, dann möchte ich das auch können. Zum Beispiel wäre das hier doch etwas für mein ewiges „die Gitarre soll schöner werden“-Projekt?

Das Blog „The Art of the Title“ hatte ich neulich schon einmal verlinkt; dieses Mal beschäftigen sie sich mit den opening credits für Fight Club.

Zwei Seiten mit Tipps und Tricks habe ich diesmal auch für Euch; einmal generelle Mac OS Tricks (da waren auch für mich noch neue bei) und einmal was für die WordPress-Nutzer hier. Ich hab’s mir mal gebookmarked. Man muss ja nicht immer für alles gleich ein Plugin bemühen.

Etwas Ruinenporn gibt’s auch noch: Der Fotograf Pierre Folk dokumentiert seit Jahren eine 160 Jahre alte, vergangene Pariser Eisenbahnstrecke. Faszinierend.

Ich muss gestehen, ich lese wirklich ungern Webcomics. Zum einen, weil ich sie meist abgrundtief schlecht gezeichnet finde, oder aber grottigst coloriert (Photoshopverläufe bis der Arzt kommt) oder aber toll gezeichnet und koloriert, aber leider komplett öde von der Geschichte her. Ausnahmen sind der Beetlebum, Hope Larsons Solo Comic und meine absolute Begeisterung gilt dem aktuellen Werk von Minna Sundberg, einer nur 24 Jahre alten Grafikdesignerin und Comicautorin aus Skandinavien. Hier stimmt wirklich alles: Die Zeichnungen und die Farbgebung sind auf einem Level, das mir zumindest so noch nirgends im Webcomic begegnet ist. Die Story hat Zeit zum Atmen, packt einen richtig und lässt einen der nächsten Folge entgegenfiebern. Die Website ist sehr schön gestaltet. Es gibt 5 (fünf!) neue Folgen pro Woche, sie arbeitet also Vollzeit daran. Das geht deshalb, weil sie mit ihrer letztjährigen Crowdfundingkampagne zum Buch des Erstlingswerks A Redtail’s Dream, das eine „Fingerübung“ für ihr aktuelles Werk und Herzensprojekt Stand Still. Stay Silent. war, die sie neben dem Studium veröffentlichte, mal eben über 150.000 $ eingespielt hat. Ganz, ganz grosses Kino, die Dame hat die Latte extrem hoch gelegt.

Trittbrettfahrer bei der #IceBucketChallenge

  • Veröffentlicht am 26th August 2014,
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Was mich schockiert: Die offen zur Schau gestellte blanke Missgunst, die viele Leute zum Ausdruck bringen, wenn es um die Ice Bucket Challenge geht. Da ist eine Krankheit ohne Lobby, die Pharmaindustrie sieht keinen Anlass zur hektischen Forschung, da kein nennenswerter Markt. Die meisten Leute kennen niemanden mit dieser Krankheit, ALS sagt erst mal fast niemandem etwas („Ist das nicht das mit den Zappelphilipps?“), Lou Gehrig’s Disease sagt hierzulande noch weniger Leuten etwas.

Nun kommt durch einen Betroffenen der Stein ins Rollen und das Ding mit dem Eiswassereimer wird viral, ganz ohne Werbegelder und PRoleten. Privatpersonen und Promis beteiligen sich, mal lustig, mal ernsthaft, mal weil sie Betroffene kennen, mal stilvoll, mal peinlich, mal unerwartet, mal rührend. (Meine persönlichen Favoriten unter den Teilnehmervideos sind John Mayer, Dame Judi Dench, Charlie Sheen und die Wahlberg Familie.)
Dann stellt sich heraus, die Stiftung nimmt erstmals nicht nur Beträge ein, mit denen man zur Abwechslung mal echte Arbeitsergebnisse erreichen kann, sondern die Leute da draussen verstehen endlich auch, worum es geht. Wer es nicht weiss, guck sich vielleicht das zunächst albern startende und dann hart zu Ende anzusehende Video dieses jungen Betroffenen an.

Wir first movers and shakers hier alle wissen: die 15 Minuten Ruhm im Social Web dauern mehr so 15 Sekunden. Und dennoch ist selbst das für einige unter uns zu lang: Kann man nicht mal was spenden, ohne groß die Klappe drüber aufzureissen oder sich lächerlich zu machen? Antwort: Nein. Das heisst: Ja, klar, aber bringt halt nix, wie man die letzten Jahrzehnte bei der ALS Stiftung gesehen hat. (Herm hat das übrigens schön beschrieben hier.) Kann man nicht lieber was für die Flüchtlinge/für Kinderhospize/für Depressionskranke, für [hier beliebige Charityinstitution einsetzen] spenden, die brauchen es doch genauso dringend oder viel dringender!!1

Klar könnt Ihr das. Aber ohne den #IceBucketChallenge Hashtag und ohne den Eimer Eiswasser überm Kopf bitte. Den haben sich die ALS-Betroffenen wohl redlich verdient und erarbeitet. Hört auf mit dem Trittbrettfahren. Denkt Euch bitte was neues aus, etwas eigenes. Was kreatives. Oder spendet im Stillen, ohne rumzuhupen, daß Ihr im Stillen gespendet habt, weil sonst isses nich still, merkter selbst, ne?

Nachtgedanken

  • Veröffentlicht am 18th August 2014,
  • veröffentlicht von

I’ve learned that people will forget what you said
People will forget what you did
But people will never forget how you made them feel.

Maya Angelou

Vielleicht habe ich mich deshalb noch immer nicht von dem Schock erholt, den mir die Nachricht von Robin Williams’ Tod versetzt hat. Ich kann mich an so viel Heiterkeit, Gelächter und tolle Momente erinnern, wenn ich an seine Standup-Auftritte, Synchronsprecherarbeiten oder Filme denke. Er hat mich zuverlässig zum Lachen gebracht, und manchmal auch zum Weinen, und wie es aussieht, ging das nicht nur mir so. Das ist eine neue Erfahrung für mich: Trauer um einen mir persönlich völlig unbekannten Menschen, Trauer um einen Prominenten. Das hatte ich weder bei John Lennon, noch bei Kurt Cobain, Heath Ledger oder Philip Seymour Hoffman und auch bei sonst keiner „Kultfigur“. Ich bin kein Fan, das Gen fehlt mir irgendwie. Aber als ich vom Tode Robin Williams’ hörte, traf es mich wie ein Linienbus.

In dieser vergangenen Woche hat es vier mehr oder weniger berühmte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dahingerafft: Robin Williams, Lauren Bacall, Jay Adams und Peter Scholl Latour. Lauren Bacall war ein Star mit Charisma, keine wirklich grosse Schauspielerin, wenn wir mal ehrlich sind, aber eine Frau mit Witz und Charme und Ausstrahlung, ein Star aus einer Zeit, als der Begriff noch nicht jedem Castingshowgewinner eines Privatfernsehsenders umgehängt wurde. Sie starb mit 89 Jahren, das kam jetzt also auch nicht so recht unerwartet, was es natürlich nicht weniger bedauerlich macht, aber, herrjeh, das ist ein gesegnetes Alter und sie hat es, soweit man weiß, voll ausgekostet. Peter Scholl Latour war sogar noch älter und schwer krank und sicherlich keine Persönlichkeit, die einen emotional berührte, jedenfalls mich nicht. Sein wacher Geist, seine scharfe Zunge und seine unbequemen, aber fundierten Positionen zum Weltgeschehen werden fehlen und der Journalismus ist definitv ärmer ohne ihn, aber ich kann jetzt nicht behaupten, daß mich sein Tod sonderlich berührt hätte. – Jay Adams, dieses begnadete Kind, der jüngste Lord of Dogtown, das Nesthäkchen des berüchtigten Zephyr-Teams, mit dem smoothesten Flow, den verrücktesten Moves, der Typ, für den die Erdanziehungskraft nicht galt – um ihn trauerte ich schon vor Jahren, als ich von seinem Abstieg in die Welt von Drogen und Knast hörte. Welche Verschwendung von Talent! Sein physischer Tod mit nur 53 Jahren kam überraschend, aber ebenfalls nicht völlig unerwartet.

Ja, es kommt sehr darauf an, was Menschen dich fühlen lassen. Williams berühmter Sketch über Golf liess und lässt mich Tränen lachen. Wenn man ihn auf YouTube anschaut, werden einem nach Ende des Videos ein paar ähnliche Videos vorgeschlagen, darunter der Golfsketch von George Carlin, einem anderen begnadeten Komiker, der vor einigen Jahren starb. Carlins Sketch ist gut, geht in eine ganz andere Richtung, ist sehr bitter, böse, hart und politisch. Das ist ok, das muss es geben, das kann ich goutieren, aber es bringt mich nicht zum lachen. Oder besser gesagt: Es lässt mich hässlich lachen, freudlos. „Das hohle Lachen der Verzweifelten“ ist etwas anderes als das hysterische Lachen, bei dem einem die Tränen über die Wangen kullern und man hofft, daß man’s noch rechtzeitig auf die Toilette schafft. Williams’ Humor war ganz und gar nicht harmlos, aber eben auch nicht bösartig, bei weitem nicht quietschsauber, aber eben auch nicht eine einzige Aneinanderreihung von F-Bombs, wie z.B. bei Louis C. K. Er zwinkerte dir zu und machte, daß du dich wunderbar leicht und erheitert fühltest. Er fehlt mir sehr.

Lieblingstweets im August, Teil 1

  • Veröffentlicht am 14th August 2014,
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Oh, der August ist schon wieder halb um und hier kommt mein Schwung frischer Lieblingstweets, von Euch für Euch:

Die Lieblinks der letzten Wochen (und ein paar Worte mehr)

  • Veröffentlicht am 3rd August 2014,
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Das erste Video der Woche dreht sich um zwanzig Jahre Adobe Illustrator, das Werkzeug, welches das Leben und die Arbeitsweise von Grafikdesignern komplett und für immer veränderte (und nicht immer zum positiven). Mein Jahrgang war der erste oder zweite, der 1992 seine Abschlussarbeiten digital erstellen durfte; unsere Kunsthochschule hatte kurz zuvor sieben Apple Macintosh Rechner angeschafft (sechs SE und einen FX), die mit Photoshop, Illustrator, FreeHand und PageMaker ausgestattet waren und den Studierenden zu Lernzwecken zur Verfügung standen, natürlich ohne Internetanschluss, denn das WWW gab es noch nicht. Ich glaube, in meinem Jahrgang hatten höchstens drei Leute einen eigenen Mac, ich war eine davon und den Illustrator fand ich damals schon doof – Team Freehand! *Powerfäustchen* Der Rest arbeitete auch an der Diplomarbeit so, wie wir es in den acht Semestern gelernt hatten und wie es in den ersten Minuten des Videos gezeigt wird: Mit Cutter und Schneidematte, Sprühkleber, Rubbelbuchstaben und Reinzeichenkarton.

Das zweite Video der Woche zeigt die Titelsequenz von Alan Pakulas All The President’s Men (1976), dem preisgekrönten Film über die Watergateaffäre und einer meiner Lieblingsfilme. Die Website The Art Of The Title beschäftigt sich mit Titelsequenzen von Filmen und ist daher für Designer und Filmfans immer einen Besuch wert.

Wer gerne draussen bzw. im öffentlichen Raum malt oder skizziert, wird unweigerlich mindestens eine dieser oft ziemlich dämlich anmutenden Fragen zu hören bekommen. Das ist schon recht nervig, besonders, wenn man mit Aquarellfarben arbeitet, wo man wirklich keine Zeit verschwenden darf um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Aber grundsätzlich stimme ich mit dem Kommentator überein, der meint: “Remember that it can be scary for people to approach and talk to complete strangers, so saying things such as ‘did you draw that?’ or ‘I couldn’t draw a straight line to save my life’ are just easy ways for them to attempt to break the ice. It’s the equivalent of starting a conversation with ‘how about that weather?’”.

Wer ein Skizzenbuch führt, wird sich vermutlich in dieser Schilderung wiederfinden. Ich erwischte mich jedenfalls dabei, beim Lesen heftig mit dem Kopf zu nicken. So ein neues, leeres Skizzenbuch hat etwas sehr Ehrfurcht gebietendes, ganz besonders ein in Leder gebundenes mit besonders schönem Papier, etwa eines, das dir ein lieber Mensch geschenkt hat, zu einem besonderen Anlass, das du aus einem tollen Urlaub mitgebracht hast oder das dich viel Geld gekostet hat. Du bist unter Druck, jeden Tag darin deine besten Leistungen zu bringen, dein A-Game, wie die US-Sportler sagen. Das ist nicht eben sinnvoll oder erwünscht, wenn du eigentlich nur etwas ausprobieren möchtest, skizzieren halt, den Stift wandern lassen und unsortiert denken. Es hat mich sehr viel Zeit gekostet darüber hinweg zu kommen und das Skizzenbuch relativ leidenschaftslos als das zu nehmen, was es ist: ein Werkzeug.

Disneys Frauenbild ist ja nach wie vor, sagen wir mal vorsichtig, konservativ. Das ist vielleicht auch kein Wunder, wenn man sich diesen Artikel hier so durchliest.

(…und ein paar Worte mehr)

Es gab in letzter Zeit hier ressourcenbedingt eine Lieblingslinksfreie Zeit. Ressourcenbedingt deshalb, weil ich selbst nicht die nötigen zeitlichen Ressourcen hatte um mich um sehr viel mehr als ein paar handgeschöpfte Urlaubstage, die Organisation einer Familiengeburtstagsfeier inkl. ein paar häuslichen Katastrophen, eine neue Folge meines „Hamburg unter Sich“-Comics  und nicht zuletzt einen neuen Kunden zu kümmern. Und auch deshalb, weil ich keine für die Linksammlung nötigen Ressourcen fand – mir ist einfach nichts über den Weg gelaufen, was ich für interessant genug befunden hätte, darüber zu bloggen oder es zu empfehlen; bzw. nicht in ausreichender Menge.

Grundsätzlich stört mich das sehr, denn ich finde Regelmässigkeit und Verlässlichkeit schön, nicht nur bei mir selbst, sondern auch bei anderen. Ich freue mich auf die Donnerstage, wenn Maximilian seinen Wirtschaftsteil bloggt (und er schafft das sogar aus dem Urlaub heraus, sogar, wenn er eigentlich gar kein Netz hat und Schwalben durch sein Oberstübchen fliegen). Seine Regelmässigkeit kriegt sicherlich auch dadurch einen Motivationsschub, daß er gesponsort wird, aber merkwürdigerweise fällt das gar nicht negativ auf, da schau an. Man kann also Werbeformen in Blogs basteln, die weder klebrig noch unseriös sind, den Inhalt nicht korrumpieren und die Leserschaft vielleicht sogar neugierig auf den Werbetreibenden machen. Das geht?

Ich bin auch immer sehr angetan von Christians Fundstücken, die er meist auch wöchentlich unter der Rubrik „Woanders“ verbloggt und als Aufhänger nimmt, seine Gedanken dazu aufzuschreiben. Die sind meistens sehr klug, nicht immer stimme ich mit seinen Schlussfolgerungen oder Prämissen überein, aber das macht nichts, sie bringen mich zum Nachdenken, sie bringen eine Diskussion in Gang  – und zwar eine echte, keine, die nur aus „I like“ oder „+1“ oder anderen Albernheiten besteht – und was soll und kann man sich als Blogger mehr wünschen? Hier ist sein jüngster Eintrag, sehr lesenswert, wie ich finde.

Und es gibt noch weitere nette Menschen, die mehr oder weniger regelmässig interessante Links zusammentragen und verbloggen, denn das ist ja auch eine Besonderheit an Bloggern: Wir haben in aller Regel – anders als die meisten Qualitätsjournalisten von Spiegel, FAZ, Sueddeutsche und Co. – kein Problem damit, auf anderer Leute Inhalte zu verlinken, sie zu empfehlen, unser eigenes Publikum zur Quelle zu führen. Nicht deshalb, weil wir uns im Abglanz des geborgten Wissens sonnen möchten, sondern weil Wissen zu den Dingen neben Liebe und Husten gehört, die sich vermehren wenn man sie teilt und vielleicht auch, weil wir auf eine gute Unterhaltung oder eine anregende Diskussion hoffen.

Dieser ursprüngliche Gedanke des Internets, sich zu unterhalten und Dinge, Informationen, Wissen zu teilen, verkümmert komplett, bzw. wird völlig korrumpiert durch Werbung und Werbeplattformen wie Facebook. Auch das ist keine neues Klagelied; das hat letztlich nur ein wenig etwas mit Selbstdisziplin zu tun, seine Links eben nicht bei Facebook unters Volk zu schleudern sondern im Blog zu sammeln und nur auf Facebook auf den Blogeintrag hinzuweisen. Daß Facebook da eine ganz andere Meinung zu hat ist auch klar, und sie haben ihren Algorithmus entsprechend angepasst, so daß man mit der Verlinkung seines Blogpostings nur noch 1-2 % seines Freundeskreises erreicht und den Rest nur durch Zuzahlung von Werbegeldern, aber hey – ein wenig gesunder Egoismus ist hier schon angebracht, finde ich.

Wer das übrigens schon seit Jahr und Tag so hält und Linkempfehlungen konsequent nur in sein eigenes Blog knallt und ansonsten diese Einträge in jedem sozialen Netzwerk anteasert ist der Mann, den die Blogosphäre entweder liebt oder hasst, dazwischen scheint es nicht viel zu geben: MC Winkel. Ich gehöre zur ersten Gruppe, denn erstens ist er sympathisch, auch wenn man ihm gegenübersteht, zweitens ist er erfinderisch, denkt um die Ecke und hat sich seine erfolgreiche Nische durch konsequent harte Arbeit selbst geschaffen und drittens lese ich sein Blog seit bestimmt schon zehn Jahren sehr gerne, ganz besonders die Einträge aus der Rubrik „Der junge MC“. (Musikalisch und in Klamottenfragen kommen wir hingegen wohl nicht mehr zusammen, aber das macht nichts). Nervt mich die viele Werbung auf seiner Seite? Unbedingt. Ich muss auch nicht jeden Vlogeintrag zu jeder neuen Automodellneuvorstellung sehen. Das ist alles nur in kleiner Dosis zu ertragen, aber die kommt verlässlich und regelmässig und ist bei Bedarf griffbereit. Ich mag das.

Ich habe zu Beginn des Jahres meine e13-Facebookseite stillgelegt, weil sie mir doppelte Arbeit machte und die Statistiken zeigten, daß die Inhalte fast niemandem mehr ausgespielt wurden. Facebook nötigte mich, Werbegelder in die Hand zu nehmen, wenn ich mehr Publikum erreichen wollte. Da ich eigentlich alles, was ich dort anteaserte, auch über mein privates Profil anteaserte und dieselben Leute erreichte (nur halt deutlich weniger unter ihnen), sah ich keinen Mehrwert mehr in einer Facebookseite zum Blog. Etwas anders ist das bei meinem Zweitblog, was ich weniger als Blog denn als Comic sehe (und wo man auch nicht kommentieren kann), bei Hamburguntersich.de. Dafür habe ich eine eigene Facebookseite angelegt, die auch ausschliesslich mit diesen Inhalten bespielt werden wird. Die Seite hat jetzt nach wenigen Wochen schon mehr Fans als meine e13 Facebookseite nach Jahren hatte, was wahrscheinlich am Inhalt und der Fokussierung auf ein Thema liegt. Ich habe nun einen Werbegutschein von Facebook eingesetzt und preise sie gerade einem breiteren Publikum an, mal sehen, was das noch zusätzlich bringt.

Grundsätzlich hätte ich sehr gerne einen Sponsoren für diesen Hamburg-Comic, wer Interesse hat, eine Kooperationsidee oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der sage gerne Bescheid. Ausserdem denke ich über eine Art fortlaufendes Crowdfunding für die Seite nach, und zwar über die noch recht neue Plattform Patreon. Das ist eine ziemlich coole Sache; da kann man sozusagen Comics oder Kunst im Abo unterstützen. Wenn sich genügend Unterstützer finden und Summe X im Monat zusammenkommt, dann schafft mir das etwas Luft, regelmässiger und mehr Folgen zu veröffentlichen, etwa zweimal pro Woche. Die Unterstützer bekämen nicht nur einen Tag Vorsprung und die neuen Folgen zuerst zu lesen, sondern auch zusätzlich exklusive Inhalte wie Skizzen, Making-Ofs etc. Ich selbst unterstütze z.B. Jake Parker und seinen Skullchaser Comic und Anne Szabla und ihren Birdboy Comic. Meinen Comic an sich gäbe es natürlich auch weiterhin kostenlos für alle auf hamburguntersich.de, ist klar. Was meint Ihr – wäre das für Euch interessant?

Die Lieblingstweets im Juli

  • Veröffentlicht am 31st Juli 2014,
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Der Juli ging wirklich ratzfatz um, oder? Hier meine (bzw. Eure) Highlights, vorab einen vom @svensonsan, der zwar mit Kondom protected twittert, aber freundlicherweise sein placet zu einem Screenshot gab:

Tweet von @svensonsan

Die anderen werden wie immer von Anne Schüssler korrel kuro zusammengetragen.

Carsharing in Hamburg: Car2Go vs. DriveNow

  • Veröffentlicht am 18th Juli 2014,
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Die treue Leserschaft weiss: ich habe seit rund zwei Jahren kein Auto mehr. Mein heiss geliebter Smart hätte nach elf Jahren den TüV nicht mehr geschafft und so habe ich mich mit heissen Tränen von ihm verabschieden müssen. Die Anschaffung eines Nachfolgers habe ich lange überlegt und dann erst einmal auf Eis gelegt. Ich wohne zentral in einer Großstadt, habe Bus und Bahn quasi vor der Haustür und komme überall sehr gut (bevorzugt) zu Fuß oder (meinetwegen) mit dem HVV oder (wenn’s wirklich gar nicht anders geht) auch mit dem Fahrrad hin. Da ich meinen Zeichentisch zuhause stehen habe, gibt es keinen täglichen Weg in ein Büro und zurück mehr für mich. Obwohl ich zwar noch ein Rad besitze, nutze ich das jedoch höchstens zweimal im Jahr und daher bräuchte eigentlich jedes Mal neue Reifen oder Schläuche oder was weiss ich … ich hasse es, mit dem Rad zu fahren. (mehr …)

Wir Weltmeister

  • Veröffentlicht am 18th Juli 2014,
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Nun haben wir’s also geschafft. Wir sind Weltmeister. Irgend jemand in meiner Twittertimeline sagte sinngemäss, er oder sie fühle sich nicht angesprochen, er oder sie sei auch schon nicht Papst gewesen. Nun, natürlich nicht. Ich auch nicht. Aber ich fühle mich beim weltmeisterlichen Wir zur Abwechslung tatsächlich mal mitgemeint, denn ich habe ordentlich mitgejubelt und -gelitten und Daumen gedrückt.

In den letzten vier Wochen habe ich viel Freude an der WM gehabt. Fast alle Spiele, die ich sah, waren spannend, überwiegend fair und sehr unterhaltsam, nicht zuletzt dank des second screens und meinen Tweeties. Aus arbeitstechnischen und logistischen Gründen war es mir dieses Mal nicht möglich, die WM mit meinen „real life“ Freunden live zusammen vor dem Fernseher bzw. beim Grillen zu schauen, und alleine hätte ich wohl nicht so viel Freude daran gehabt, bzw. wohl deutlich weniger Spiele gesehen. 
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Neue Folge von „Hamburg unter sich“

  • Veröffentlicht am 4th Juli 2014,
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Neue Folge von „Hamburg unter sich“

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, das auch hier anzuteasern: Es gibt eine neue Folge von Hamburg unter sich, dem Comic mit der schönsten Stadt der Welt: Harley Days.

Ausserdem hat die Seite jetzt auch ihre eigene Facebookseite (die Ihr liken dürft) und ist sogar mit einer Google Plus Seite (die Ihr einkreisen dürft) vertreten. Es gibt also – neben dem Blog hier und dem Newsletter, den Ihr abonnieren könnt, und meinem Twitter-Account jetzt weitere Kanäle, über die Ihr auf dem Laufenden bleiben könnt.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 4th Juli 2014,
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Das Video der Woche ist Dip’n Dance, ein preisgekrönter Film über Tyler Durdens lakonischen Spruch: “The things you own end up owning you.”

Fangen wir mit Web Design und SEO an (dann haben wir’s hinter uns): SEO ist ja immer so ein Begriff, nachdem man sich den Mund mit Seife auswaschen will und folgerichtig werden da auch gerne mal von Designerseite nötige Schritte ignoriert oder nach hinten geschoben. Damit das nicht passiert, hat Jaqueline Thomas die SEO-Best Practises für Web Designer hier zusammengestellt.

Wie man ein Hintergrundbild im Responsive Design einsetzt, steht hier. Das werde ich mir aus gegebenem Anlass dieser Tage mal sehr genau ansehen.

Vertragsverhandlungen sind ja immer so eine Sache. Wie man’s richtig macht erzählt Disneys ehemaliger Chefzeichner Andreas Déja (mit einem Augenzwinkern).

Robert Crumbs Klassiker “A Short History Of America” ist heute, zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, einen zweiten Blick wert. Oh, Amerika ist gar nicht so weit weg?

Fast jedes Kind hat wohl mal Bugs Bunny gezeichnet. Wie’s richtig geht demonstriert der Meister höchstselbst: Chuck Jones in Aktion.

Comics und Medizin? Das geht? Wie gehört das zusammen?

David Bonazzi hat ein älteres Paar gezeichnet, das in die Stadt fährt. Ich mag die Farben und sehr reduzierte Grafik, das ist äussert stimmungsvoll, finde ich.

Die Lieblingstweets im Juni (Teil 2)

  • Veröffentlicht am 29th Juni 2014,
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Demnächst dann die WM-Tweets Extraausgabe und die Lieblinge der anderen findet Ihr sicher wieder bei Anne.

Und einen noch als Nachtrag:

Svensonsan Tweet

Hundert Loch an einem Tag: Der HuLoPo im Film

  • Veröffentlicht am 23rd Juni 2014,
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Vor einigen Jahren hatte ich hier über den HuLoPo (= Hundert Loch Pokal) geschrieben; ein früherer, längerer Beitrag von 2006 ist leider einem Datenbankabsturz zum Opfer gefallen und nicht mehr aufzufinden. Nun geniesse ich den schönen Film von Sven Henig über das Event. Sven war selbst mehrfach Teilnehmer und hat im vergangenen Jahr diesen schönen und stimmungsvollen Bericht gedreht.

Die Teilnehmerzahlen waren natürlich immer sehr überschaubar bei diesem Turnier; nicht viele haben den Willen und die Kondition für einen konzentrierten Tagesmarsch über rund 40 km mit Gepäck, gerne auch mal bei stürmischem Regen oder irrwitzig hohen Temperaturen und nicht gerade rückenschonenden Bewegungen, bei dem es nicht nur ums Durchhalten und Ankommen, sondern auch und vor Allem ums Ergebnis geht. Ich war jedes Mal die einzige Frau und insgesamt traten selten mehr als ein Dutzend Verrückte an, den Wanderpokal, einen eher unscheinbaren Zinnteller, zu gewinnen. Es gibt Medallien für diejenigen, die fünfmal, zehnmal oder sogar fünfundzwanzig Mal mitgemacht haben. Ich selbst bin leider nur dreimal an einem Freitag um den Sonnwendtag herum morgens früh um halb vier bei diesem „Golfmarathon“ über 100 Loch an einem Tag angetreten; heute kann ich leider mit meinem kaputtem Rücken keine 9 Loch am Stück mehr schmerzfrei spielen, geschweige denn 100.

Interessant ist es natürlich auch für mich, einmal „meinen“ Platz von ungewohnten Perspektiven aus zu sehen. Vom Herrenabschlag spielt man als Frau ja eher selten und da lauern wirklich ganz andere Gefahren und Hindernisse. Umgekehrt natürlich ebenso … Da sind dann plötzlich Bäume, die für SpielerInnen des jeweils anderen Geschlechts überhaupt nicht ins Spiel kämen, unüberwindbare Hindernisse und Ecken, die man gar nicht wahrnehmen würde vom eigenen Abschlag, entpuppen sich für den Anderen bzw. die Andere als veritables Ballgrab.
Sven hat auch ein paar schöne Interviews mit eingebaut. Wer ein Viertelstündchen übrig hat für Golf, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Die Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 20th Juni 2014,
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Das Video der Woche ist … faszinierend? Eklig? Super? Und es gibt es auch in Stereo-3D. (Ich hab’ mich nicht getraut.)

Ein wunderbarer Cartoonist ist von uns gegangen: Charles Barsotti hat im New Yorker – und nicht nur dort – für viele Lacher gesorgt. Eine kleine Rückschau und einen schönen Nachruf gibt es hier.

Designer, wir müssen reden: Es gibt Regeln. Und zwar für jedes Medium andere. Product Designer Michal Acler hat das hier veröffentlicht: Hey, designers, there’s a thing called guidelines.

Sacha Greif hat sich mal angesehen, was genau man für ein Logo für 5$ kriegt. Und einige Überraschungen erlebt.

Ein wunderbares Typo-Projekt ist Homeless. “Homeless Fonts works with homeless people from the streets of Barcelona to translate the handwriting they use on their signs into typefaces. The hope is that advertising agencies and corporations will use license the resulting works, with the proceeds going back into programs to help the homeless. The results are often distinctive and quite elegant.”

Schönes Wochenende!

Lieblingstweets im Juni (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 16th Juni 2014,
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Neuer Comic auf e13: Hamburg unter sich

  • Veröffentlicht am 16th Juni 2014,
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Neuer Comic auf e13: Hamburg unter sich

Die Idee schwebte schon eine Weile durch den Kopf, einen ersten Testlauf – sozusagen die Nullnummer – gab es letzten Monat im Hamburg-Führer (gedruckt und online) und das Feedback war so positiv, daß es mich bestärkt hat, das mal weiterzuspinnen: Einen Hamburg-Comic der etwas anderen Art. Die – aus praktischen Gründen und mit künstlerischer Freiheit modifizierte – Silhouette meiner Stadt, in der sich tagein, tagaus die wichtigsten Protagonisten miteinander über dies und das unterhalten.

Ist das noch ein Comic? Immer dasselbe Bild, nur andere Dialoge? Das darf man sich durchaus fragen. Die dicken Deichtorhallen, das spitze Chilehaus, die hübsche St. Katharinen, die verwüstete St. Nikolai, das arrogante Rathaus, das ungerührte Bismarckdenkmal, der asbestverseuchte Fernsehturm, der gentrifizierte Schanzenturm, das unheimliche Planetarium, die schnodderigen Hafenkräne, die elegante Köhlbrandbrücke und natürlich mittendrin der geliebte Michel: Sie alle können sich naturgemäss nicht vom Fleck rühren. Die Elbe fliesst stetig und ruhig im Vordergrund, unberührt von den Geschehnissen und kleinen und grossen Geschichten. Erzähltechnisch und was den Lesefluss angeht, ist das durchaus eine Herausforderung, besonders bei Dialogen zweier Protagonisten, die nicht unmittelbar nebeneinander stehen. Aber das Medium Comic – und insbesondere die Untergattung Webcomic – lässt und bietet mir viele Freiheiten und kreative Lösungen werden hoffentlich belohnt.

In der ersten Folge dreht sich alles um die WM und natürlich hat auch in Hamburg jede/r seine bzw. ihre Favoriten – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Hier geht’s lang zum „WM-Fieber“. Ich freue mich über Euer Feedback!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 13th Juni 2014,
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Das Video der Woche ist ein Making of über eine Animationsfilm “Plugin”, den ich noch nicht kenne, aber der sehr sehenswert aussieht.

In der letzten Woche lag der Fokus eher auf Illustration, heute habe ich was für die Webdesigner unter Euch:
Wie man interaktive Prototypen mit Adobe Illustrator erstellen kann. Langjährige Leserinnen wissen: Der Illustrator ist meine Nemesis, wir hassen uns innigst. Insofern bin ich immer sehr interessiert und fasziniert, wenn jemand mit dem Programm tatsächlich wos gscheid’s gebacken kriegt.

Wie man einen sinnvollen Workflow mit SVGs erstellt, dazu erzählt Dan Mall hier etwas. Ich habe nicht so viele Webdesignprojekte, da finde ich solche Beispiele sehr praktisch und hilfreich.

Referenzmaterial für Bewegungen, sowas wird immer gern genommen hier.

Dan Dos Santos schreibt über ein paar Dinge, die er in seiner Karriere als Illustrator auf die harte Tour gelernt hat. Punkt 2 habe ich im Studium gelernt und finde es auch so naheliegend, daß ich mich frage, wie man das je anders machen kann. Punkt 3 kann ich gar nicht genug unterstreichen. Andere Punkte erscheinen heutzutage jedoch etwas obsolet, da in Produktion und Versand ja mehr und mehr digital abläuft.

Zum Schluss noch etwas ganz Anderes: Unter pack.resetthenet.org findet sich eine gute Sammlung an Tools, die man einsetzen sollte, wenn man noch ein Fitzelchen Privatsphäre im Netz behalten oder zurückerobern möchte.

Schönes Wochenende!

25 Crowdfundingkampagnen, bei denen man für 60€ oder weniger dabei sein kann

  • Veröffentlicht am 6th Juni 2014,
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Der eine oder die andere hier wird ja vielleicht schon etwas davon gehört haben: Crowdfunding ist gerade ein beliebtes Thema. Was ist Crowdfunding? Dabei bildet die Menge (engl. the crowd) das Investorenteam, um ein innovatives Produkt an den Produktionsstart zu bringen, also vorzufinanzieren (engl: to fund) und das in einem definierten Zeitrahmen, meist etwa 30 Tagen. Da es viele tolle Menschen auf diesem Planeten gibt, die auf vielen tollen Crowdfundingplattformen um die Finanzierung vieler toller Projektideen buhlen, die Summe pro Person aber überschaubar bleiben soll, gibt es häufig bei klugen Projektinitiatorinnen und -initiatoren gestaffelte Beteiligungsoptionen. Nicht selten ist man schon mit 1 $ oder € dabei. Die entsprechenden Belohnungen bzw. der entsprechende Gegenwert ist dann natürlich entsprechend ebenfalls gestaffelt. Wer nur 1 $ investiert, bekommt dann auch nur ein herzliches Dankeschön und eine namentliche Nennung auf der Projektwebsite, wohingegen diejenigen, die begsietert 1.000 $ in die Hand genommen haben, am Ende das Produkt mit persönlicher Widmung, ein Meet & Greet mit dem Team und andere Goodies bekommen – sozusagen die grosse Hafenrundfahrt.
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Lieblinks zum Pfingstwochenende

  • Veröffentlicht am 6th Juni 2014,
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Das Video der Woche ist so kurz wie niedlich und passt zum Wetter. Ein interessantes Making Of gibt es hier.

Saul Bass, einer der grössten Grafiker des vergangenen Jahrhunderts, hat viele tolle Filme visuell auf Spur gesetzt. Hier gibt es einen Zusammenschnitt seiner Title Cards

Wer Lichtjahre Zeit hat, hat vielleicht Lust, sich das mal zu visualisieren. A Light Year.

Bleiben wir beim Design und freuen uns über 40 E-Books For Designers. Da ist sicher für jede/n eins dabei, auch wenn die Auswahl sich sehr auf Web-, Mobile- und UX-Design fokussiert.

Dazu passt dieser Beitrag ganz gut: Warum Programmieren harte Arbeit ist, wird hier erzählt. „The only reason coders’ computers work better than non-coders’ computers is coders know computers are schizophrenic little children with auto-immune diseases and we don’t beat them when they’re bad.“

Wie andere Illustratoren arbeiten, das finde ich ja immer superspannend. Hier gibt es ein ausführliches Interview mit Mike Moran, einem US-amerikanischen Kinderbuchillustratoren, der als Lieblingstool, man höre und staune, die Adobe Illustrator Software anführt. Das ist ja nun wiederum mein persönliches Haßwerkzeug, insofern fand ich das schon sehr hilfreich und inspirierend.

In diesem Zusammenhang habe ich mich auch über die Erklärung dieses Urban Sketchers gefreut: How To Draw Trees.

Garantiert Adobe-frei arbeiten die Sign Painters, die ich im letzten Jahr schon einmal kurz vorgestellt hatte. Ihr Film ist nun auf DVD und im iTunes Store zu haben, und das kann ich jedem nur empfehlen, der sich für solides Handwerk, Typografie und skurrile Typen interessiert, und wer wäre das nicht?

And now for something completely different: Was essen eigentlich Köche? „Eating with the Chefs“ gewährt einen Einblick und bietet ein paar Rezepte. Yummie!

Zur Abwechslung etwas Lokalkolorit gefällig? Über eine Kindheit im Hamburger Schanzenviertel schreibt Professor Rainer Nicolaysen im Hamburger Abendblatt sehr anschaulich. Das Erschreckende daran ist, daß der Autor keine zehn Jahre älter ist als ich und sich sein Bericht streckenweise liest, als erzählte meine Mutter aus ihrer Kriegs- und Nachkriegskindheit 25 Jahre zuvor. Sehr schön auch die Erwähnung, daß das angrenzende Karolinenviertel als noch ärmlicher und schäbiger galt als die Schanze – das hat sich meinem Eindruck nach nicht sehr geändert.
Wer Asterix gelesen hat, kennt den Gag von den Römern, de in Lutetia neben einer Gerberei gewohnt haben. Als ich nach Hamburg kam, stank es oft noch im wahrsten Sinne des Wortes bestialisch im Schanzenviertel, das eben auch das Schlachterviertel war. Daß und wie man dort leben konnte, war mir unerklärlich.

Nun, die Zeiten haben sich ganz offensichtlich geändert, aber dann wiederum auch nicht besonders – dieser Artikel ist auch noch in anderer Hinsicht aufschlussreich:

„Nach der vierten Klasse Volksschule wechselten außer mir nur zwei Schülerinnen meiner Jahrgangsstufe auf das Gymnasium: Vom Schanzenviertel auf die höhere Schule – das war 1971 noch ein ungewöhnlicher Schritt, ein Wagnis, wenige Jahre zuvor wäre er wohl gar nicht in Betracht gekommen. Am “Kaifu”, dem Gymnasium am Kaiser-Friedrich-Ufer, waren wir gegenüber den Eimsbüttelern eine kleine Minderheit. Es dauerte, bis das Fremdheitsgefühl wich. Mein über einige Zeit bester Schulfreund auf dem Gymnasium wohnte mit seiner Familie in einer luxuriösen Altbauwohnung an der Osterstraße; das Schanzenviertel fand er exotisch: erstaunlich, dass man dort wohnen könne.“

In keinem anderen modernen Industrienation ist die Schulbildung so sehr mit der „Klassenzugehörigkeit“ verbunden wie bei uns. Ja, naürlich darf inzwischen jedes Kind aufs Gymnasium, ungeachtet seiner Familiengeschichte oder Herkunft. Aber obwohl die Gymnasien geradezu überlaufen und das Abitur qualitativ selbst in Bayern nur noch ein Schatten dessen ist, was es einmal war, finden sich kaum Arbeiterkinder dort. Das wäre erschreckend, wenn wir nach wie vor 1971 hätten. Anno 2014 ist das ein Skandal.

Digitaler Hausputz

  • Veröffentlicht am 2nd Juni 2014,
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Vorab: Dieser Beitrag steht zur Zeit auch noch an meiner Facebookwand. Da ich dort regelmässig alle paar Tage „die Tafel putze“, kopiere ich den Text hierher ins Blog um ggf. später noch einmal darauf verlinken zu können.

So, ich bin jetzt mal die Freundesliste durchgegangen und habe mich von ca. 50 Freunden hier getrennt. (mehr …)

Lieblingstweets im Mai (II)

  • Veröffentlicht am 30th Mai 2014,
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Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 30th Mai 2014,
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Die Woche ist schon wieder um, das geht ja alles so rasend schnell hier, da knn man schon mal die Zeit vergessen. Wie die zwei im Video der Woche hier. Oh, well.

Letzte Woche war es hier etwas filmlastig, und eigentlich will ich ja für Abwechslung sorgen, aber dieser Beitrag hier ist vielleict doch noch spannend für Freunde der gepflegten Animation: A story about the perception of vision, frame and refresh rate, motion blur, and TV displays.

Nun aber fix rüber zum Thema Webdesign: Da hat jemand optisch und inhaltlich ein kleines Kompendium zusammengetragen, das sich einen Platz in der Lesezeichenleiste meines Browser erobert hat: Das Web Design Field Manual. Was man hier nicht findet, braucht kein Mensch. Also, kein Web Designer. Glaube ich. Ach, ich weiss es doch auch nicht.

Ab und an braucht ja jeder Mensch etwas Motivation. Da hilft vielleicht ein Blick in die Datenbank der besten Commencement Speeches? Das sind die Ansprachen der prominenten, erfolgreichen Alumni vor ihren Universitäten und Schulen, die dem aktuellen Abschlussjahrgang ein paar gute Worte mit auf den Weg geben sollen. Viel Käse dabei, aber auch einige echte Perlen. Stöbern lohnt!

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 23rd Mai 2014,
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Das Video der Woche ist für mich der Trailer zum hoffentlich demnächst erscheinenden Film über den englischen Maler William Turner.
Turners Bilder sollte man live gesehen haben, die hauen einen einfach aus den Socken. Artverwandt sei hier übrigens der Hinweis gestattet, daß das Metropolitan Museum of Art in New York rund 400.000 hochaufgelöste Bilder von den Kunstwerken der Sammlung kostenfrei online zur Verfügung stellt. Sehr lobenswert. In Kulturfragen tut sich überhaupt einiges. Da wird z.B. laut über wirksames, nicht störendes, aber erfolgreiches Marketing nachgedacht.

Bleiben wir aber beim Film und da habe ich einmal mehr Thelma Schoonmaker im Angebot, die ich neulich schon in anderem Zusammenhang verlinkt hatte. Das ist Marty Scorseses langjährige Superschnitte (‘tschuldigung, ich weiß immer noch nicht, wie man Editor korrekt ins Deutsche übersetzt und da es beim Film, oh Wunder, wie auf jedem anderen Gebiet, zu wenig erfolgreiche, preisgekrönte und von ihren männlichen Kollegen anerkannte Frauen gibt, sei mir dieses Wortspiel erlaubt) und sie teilt uns mit, was sie in drei im Schneideraum verbrachten Jahrzehnten allso so gelernt hat.

Einer der ganz großen Kamerakünstler ist verstorben: Gordon Willis. Einen schönen Nachruf auf den Prince of Darkness (so genannt, weil er auf so überflüssigen Schnickschnack wie Licht weitestmöglich verzichtet hat) hat Justin Morrow hier geschrieben. Übrigens gibt es, soweit ich weiß, auch kein passendes deutsches Wort für den ‘Cinematographer’. ‚Kameramann‘ greift hier viel zu kurz, finde ich. Vorschläge?

Vom Kino zum Fernsehen: Ein sehr schönes, sehr langes und ungeheuer interessantes Interview mit Mad Men Autor Matthew Weiner über die Kunst des Drehbuchschreibens gibt es auf Paris Review zu lesen. (Hat Tip an Ines, über deren Facebookeintrag ich das fand.)

Zur Erzählstruktur in Heldenfragen gibt es einen schönen Film, den Matthew Winkler und Kerell Yeretsky für TED-Ed gestaltet haben: “What makes a Hero?”.

Kameraschwenk zum Thema Design und Typografie: Tolle Schriften zu finden ist ja nicht immer ganz einfach. Hier gibt es eine schöne Seite, die einen vielleicht für das nöchste Projekt inspiriert. Ebenfalls sehr hilfreich ist das Web Design Field Manual, eine toll gestaltete Seite mit einem ganzen Katalog an Hilfsmitteln und Werkzeugen.

Mehr theoretischer als praktischer Natur – obwohl mit sehr praktischen Auswirkungen – ist die Frage: Wie wollen wir für künftige Generationen erfolgreiche Warnschilder gestalten? Zum Beispiel solche vor vergrabenem Atommüll? Da Plutonium ja für ein paar Jährchen länger herumstrahlt als zwei, drei Generationen, sollten wir uns da etwas einfallen lassen. Spoiler: Die Lösung heisst Katzencontent.

Weniger als Warnung, denn als, äh, kreative Verschönerung ist hingegen dieser Umgang mit Steckdosen gedacht. Man ist schon aus ästhetischen Gründen versucht zu sagen “Don’t try this at home”, aber wie man sonst noch Spaß mit Steckdosen haben kann, erklärt uns hier Graf Typo.

Vielleicht lest Ihr diese Linkschau auf dem iPad, in der Badewanne? Dann findet Ihr sicher Silent Tiffys Artikel „Wonne in der Wanne“ ganz passend. (Ich selbst finde ja, eine Badewanne gehört in jeden gut sortierten Haushalt, genau wie mindestens ein Kamin und mindestens ein Balkon bzw. eine Terasse.)

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Lieblingstweets im Mai (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 16th Mai 2014,
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Neuer Comic im Hamburg-Führer

  • Veröffentlicht am 16th Mai 2014,
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Hamburg Führer Comic Juni 2014 © Kiki Thaerigen, e13.de

Ich habe auch diesen Monat wieder einen Comic für den Hamburg-Führer gezeichnet. Bitte hier entlang: Klick!
P.S.: Wer mehr über die Elbdampfer und Typschiffe der HADAG wissen will, insbesondere, wo sie abgeblieben sind, der kann sich hier informieren.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 16th Mai 2014,
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Das Video der Woche ist fraglos die Geschichte über diesen intergalaktischen Paketlieferservicemann. Dazu passt dann auch ganz hervorragend dieses Mini-Book of Major Events.

Andreas Déja hat mal wieder Leckerbissen von Milt Kahl aus seiner Schatztruhe geholt: Skizzen von Balou, wie er bewegt seinen Kampf mit den Affen schildert.

Der Beetlebum erinnert sich daran, warum so ein Duschvorhang doch nicht immer das Gelbe vom Ei ist, hihi. Wunderbar ja auch die Funktion, Anmerkungen direkt im Bild zu platzieren, ich muß mal schauen, wie er das macht …

Warum der Himmel blau ist, haben wir wohl alle schon gefragt oder erklärt, aber genau wie blau er ist, das sagt uns dieses 225 Jahre alte Cyanometer.

Das Recht auf Vergessen ging ja diese Woche dank der begrüssenswerten Entscheidung des EuGh durch die Presse, aber mal ganz abseits vom mal wieder laut beklagten Untergang des Abendlands, weil man jetzt nicht mehr jederzeit jedermann auf ewig und bis in die Steinzeit und zurück desavouieren können darf: Wir verlieren unsere Geschichte des Web Designs. Schlimm, das.

Schneller, höher, weiter ist ja das Mantra des Web Designs. Hier wird geschildert, wie der Guardian sich anschickt, die schnellste Website im Wilden Westen zu werden.

Noch einmal der Untergang des Abendlandes, oder zumindest der Verlagsindustrie: Bridging The Gap – Why Publishing’s Future is at Risk.

Vorsicht, Nerdcontent: Es muss ja alles seine Ordnung haben, nicht wahr? Darum wird hier den Designern erklärt, warum man Bezierkurven mit weniger Punkten und den Anfassern im 90°-Winkel abgeben sollte. – Wie bitte, was? Worum geht’s? Nochmal genauer.

Zum Abschluss noch ein Pro und Contra darüber, ob H.R. Gigers Kunst eigentlich Kunst ist oder nicht. Ich würde auch eher sagen, daß nicht – aber ich hätte auch nie gedacht, daß mich seine Schöpfungen mal wirklich sehr rühren könnten, statt mich komplett abzustossen. Das wiederum ist nicht – oder nur mittelbar – Giger zu verdanken, sondern Skizzenblogger Claus Ast, dessen Zeichnung zum Gedenken an den Vater des Aliens wohl zu den besten visuellen Nachrufen gehört.

Schönes Wochenende!

Real Life

  • Veröffentlicht am 14th Mai 2014,
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Gerade geht mir ein alter Song von den Simple Minds durch den Kopf, genauer gesagt: nur eine Textfragment davon; die erste Strophe:

Paula came from Washington with her long golden hair
Twentyeight dollars in a fake silk purse and a leather skirt to wear
Shane came from Dublintown from the old world so green
Counterfeit ticket into JFK in the land of his dreams
Street life’s the only life, they take a walk in the park
Even tough they only met that day they were lovers by dark
Laid out on the morning skies he puts a ring on her hand
He said listen babe, we gotta take what’s ours – do it or die”

(Simple Minds – “Real Life”)

BAM! Es folgt bombastischer 80’s Synthie-Pop-Rock und der Rest des Songs ist dann eher enttäuschend; obwohl es da irgend etwas gibt … ich weiß es nicht, aber das Lied hat seine Momente. Classic late 80’s, aber nicht ganz übel. – Ich mag ja Songs, die gute Geschichten erzählen (Brenda and Eddie, anyone?), weshalb ich z.B. sowohl mit Country als auch mit Rap relativ viel anfangen kann: Musikalisch meist natürlich indiskutabel, aber die Geschichten sind toll. Leider wird hier die Geschichte von Paula und Shane nicht in den folgenden Strophen fortgesetzt. Muss sie vermutlich auch nicht, es ist ja auch alles gesagt.

Wie komme ich darauf? ich sah gestern den Trailer zu einer Realverfilmung des Manga Comics Akira. Der Comic ist ziemlich legendär; Carlsen hatte den seinerzeit (Ende der 80er/Anfang der 90er) veröffentlicht, als westliche Augen zumeist noch keinen Manga gesehen hatten; die Geschichte war noch nicht einmal fertig erzählt bzw. gezeichnet, erst die ersten fünf oder sechs von insgesamt um die dreissig Bände des Tech-Noir-Scifi-Thrillers. Ich war mitten im Studium, als der Zeichentrickfilm bzw. Anime von Akira in die Kinos kam. Soll heissen: Er lief in einem Kino, wenn man Glück hatte. In Hamburg war er für eine Aufführung im Dock’s angekündigt. Das Dock’s war und ist kein klassisches Kino sondern ein – 1991 relativ neuer – grosser Musikclub mit grottiger Akustik, aber mitten auf der Reeperbahn gelegen. Gelegentlich gab es dort Kinovorführungen und Akira klang für mich nach einem echten Leckerbissen. (mehr …)

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 8th Mai 2014,
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Das Video der Woche handelt von den ersten Skateboardfahrern im Iran und das ist in vielerlei Hinsicht sehr bewegend.

Ich bin großer Fan der Serie Mad Men, die in den USA aktuell in der letzten Staffel läuft und den Zuschauern die 60er Jahre nähergebracht hat. Viele der Szenen, Dinge, Moden, Orte, Ereignisse kenne ich aus den Erzählungen meiner Eltern und Verwandten, für die diese Zeit gemeinhin gesagt das goldene Jahrzehnt war. Die frühen und mittleren 60er waren übrigens nicht weniger revolutionär als die ereignisreichen späten Jahre jener Dekade. Im New Yorker schreibt eine Frau über ihre Rolle auf der Weltausstellung 1964 – und warum sie die gar nicht mal so toll fand.

Drei Jahre später, im Sommer der Liebe, änderte sich in New York etwas, das bis heute Bestand hat, man glaubt es kaum: Die Beschriftung bzw. Beschilderung des U-Bahn Systems wurde von „irgendwas mit Buchstaben“, und mit an jeder Ecke anderen Schriften, zur bekannten Helvetica.

Verlassen wir die Neue Welt und gehen auch in der Zeit ein paar Jährchen weiter zurück, ins lauschige 1693. Da hat ein leider nur unter dem Namen „A. Boogert“ bekannter Maler das Farbsystem katalogisiert. Das ist schon ziemlich cool, finde ich, während ich meine Pantonefächer streichele.

Hier spricht jemand Designern etwas Mut zu. Ich bin nicht mit allem, was er schreibt, d’accord, aber insgesamt tröstet das ja doch sehr schön, wenn man gerade einen Kunden verloren hat oder der Stift nicht so recht will wie man selbst. „Lets face it. We aren’t doing brain surgery. As a designer/creative failure is not just an option but an essential part of the creative process. If I’m not failing I’m not really trying.“ Das stimmt natürlich, auch wenn ich meine Fehlversuche ungern auf Kundenprojekten mache.

Einer der ganz grossen Illustratoren des 20. Jahrhunderts war Edward Gorey. Hier gibt es eine Crowdfunding-Kampagne für einen Film zu seinen Ehren.

Phat Cat

  • Veröffentlicht am 8th Mai 2014,
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Phat Cat – © Kiki Thaerigen, e13.de

Vage inspiriert von Zoë Becks hinreissendem Britisch-Kurzhaar-Kater Oscar gibt es jetzt dieses Motiv neu in meinem T-Shirts & Gedöns Shop bei Spreadshirt. Und bis heute Abend gilt noch: wer für mindestens 30€ einkauft, spart 5€, wenn er beim Checkout den Gutscheincode MAITANZ angibt!

Diesmal habe ich eine Vektorgrafik benutzt, Ihr könnt also nicht nur die Farben des Shirts wählen, sondern auch die der Linien (hier im Bild schwarz) und der „Füllung“ (hier im Bild weiß). Habt Spaß!

Update: Im US Shop gibt es eine alternative Version, und nur über diesen Link noch bis Sonntag Abend (11.5.) mit kostenlosem Versand: klick!

So ist es.

  • Veröffentlicht am 8th Mai 2014,
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My advice has always been to draw cartoons for the love of it, and concentrate on the quality and be true to yourself. Also try to remember that people have better things to do than read your work. So for heaven’s sake, try to entice them with some beauty and fun.

– Bill Waterson, der Vater von Calvin & Hobbes.

Dinge beim Namen nennen

  • Veröffentlicht am 6th Mai 2014,
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Dinge beim Namen nennen

Ich bin auch dieses Jahr – arbeitsbedingt, nicht aus Prinzip – wieder nicht auf der re:publica und obwohl ich es einerseits bedaure und gerne viele Menschen meiner digitalen Sphäre (wieder)getroffen hätte, glaube ich, der Blick für das Event wird schärfer, je weiter man davon entfernt ist. Die Stunde zwischen halb sechs und halb sieben heute Abend hatte ich mir geblockt für den Livestream von Sascha Lobos jährlichem Starterrant und kurz vor Beginn twitterte ich:

Nun weiß ich natürlich nicht, ob Sascha tatsächlich filmreif einsam in der Herrentoilette vor dem Spiegel stand, das Gesicht mit Wasser benetzte und eine Handvoll Aspirin einwarf um den ungewaschenen Massen wie jedes Jahr (vergeblich) die Leviten zu lesen. Kann sein, er verträgt kein Aspirin und nimmt lieber Dextro-Energen. Oder einen Schluck Fanta-Korn, wer weiß. Aber er kam raus und trat uns in den Arsch, wie jedes Jahr. Unterhaltsam, wie jedes Jahr. Vergebens, wie …

Nun, das haben wir in der Hand. (mehr …)

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 2nd Mai 2014,
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Das Video der Woche ist der preisgekrönter Kurzfilm Left von Eamonn O’Neill übers Älterwerden.

Graf Typo hat einen herrlich altmodischen Bierdeckel mit Vexierbild gefunden.

Der Atlantic findet, Twitter ist durch, und so ganz von der Hand zu weisen ist das wohl auch nicht.

Passend zum Start der siebten und letzten Staffel einer der besten TV Serien der letzten Jahre, werden hier die 1969er Set Designs von Mad Men gezeigt.

Wie man mit Sketch und XCode eine iOS App programmiert. Wozu auch immer … ich finde Apps ja entsetzlich überbewertet; etwa 80% könnte man verlustfrei löschen und durch anständige Webauftritte bzw -applikationen ersetzen, oder?

Diese Visualisierung des Verkehrs via Isoscope hingegen finde ich unglaublich spannend. „The project, from the University of Applied Sciences Potsdam in Germany, visualizes how far a person can drive or walk from any specific destination in a maximum of 10 minutes, accounting for time of day and typical traffic conditions.“

Bei anmut und demut wird sehr schön über eine menschliche Schwäche geschrieben.

Der ehemalige Kellner, der seit zehn Jahren unter waiterrant bloggt und inzwischen diverse Bücher veröffentlich hat und bei Oprah auf dem Sofa saß, hat noch eine unnütze iPhone App gefunden. Allerdings ist er, wie viele US Amerikaner, inzwischen auf der pessimistisch Seite des Lebens angelangt. Irgendwie traurig, dieses Klima der Angst, des Misstrauens und der Paranoia, das er kolportiert.

Goran Peuc schreibt über das eigentliche Problem bei schlechtem Design: Designer werden zuletzt, so quasi als Nachgedanke, an den Tisch gebeten und dürfen dann noch hübsch machen, was bestenfalls kein Schwein braucht.

Barrierefreies Web heißt ja auch, sich Gedanken über Probleme zu machen, die man selbst nur schwer nachvollziehen kann; die Leute mit diesen Problemen nicht zu werten sondern halt die Probleme zu lösen. Es gibt einen Open Source Font, der Menschen mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche angeblich das Lesen erleichtern soll und den man sich hier ansehen und kostenlos herunterladen kann. Tolle Sache, das, auch wenn das Ding optisch bei mir knapp oberhalb von Comic Sans rangiert. Aber Design und Typografie sind ja kein Selbstzweck, nicht wahr?

Designer Frak Chimero bloggt über Werkzeuge, und daß wir bitte keine neuen brauchen sondern erst einmal mit denen umzugehen lernen und die gewinnbringend einzusetzen, die wir bereits haben. „Consider making a program for people, not a program for a computer. I don’t want a new app to help me do work; I want different ways to think about work so I can get more done. It’s a nuanced difference, but I think it is an important one.“. Jo.

Schönes Wochenende!

Best of Twitter im April

  • Veröffentlicht am 30th April 2014,
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Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 25th April 2014,
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Das Video der Woche erinnert uns, genauer hinzusehen. Oder überhaupt mal hinzusehen. Wer weiß, was man entdeckt?

Man kann es ja nicht oft genug sagen: Nichts geht über die eigenen vier Wände, besonders, was das Blog bzw. die eigene Webpräsenz angeht. Wer glaubt, die Kosten für eine eigene URL (ca. 1 €/Monat) und Hosting (ca. 7€/Monat) seien rausgeworfenes Geld und tumblr, facebook oder ein google blog reichten, der überlegt sich das doch zweimal, wenn ihm über Nacht das Dach überm Kopf weggenommen wird. Bei manche Diensten, wie Posterous z.B., wird der Tod noch angekündigt, andere ändern von jetzt auf gleich ihre Spielregeln oder werden vom Feind gekauft (flickr, Instagram etc.) – Bei CG Hub, dem größten, besten und beliebtesten und über Jahre gewachsenen Netzwerk von digital artists, kam das Aus letzte Woche völlig überraschend und aus dem Nichts. Vor dem nun einige Künstler stehen, die dort ihre Arbeiten präsentierten, voll auf die Cloud gesetzt haben und teilweise nicht einmal Kopien mehr besitzen … Das nennt man wohl „aus allen Wolken fallen“. Cartoon Brew hat einen spannenden Artikel zu diesem Fiasko und ctrl-paint Macher und digital concept artist Matt Kohr beschreibt das Drama aus seiner Sicht.

Dan Luvisi schreibt über die Ignoranz, die ihm und anderen digital artists allenthalben entgegengebracht wird. „Digital Art is not real art.“

Urbanscreen hat das Gasometer Oberhausen beleuchtet. Wenn man das so untertreiben darf.

Hier hat jemand eine unsichtbare Scheune gebaut. Aber seht selbst.

Im wunderbaren Techniktagebuch fragt sich Katharin Tai, wie sinnvoll es ist, im Fussballstadion das Spiel zusätzlich auf dem mitgebrachten Minifernseher im Handy zu verfolgen und ob man hierzulande dafür wohl ausgelacht würde. Das glaube ich nicht, denn wir finden ja auch seit Jahren nichts dabei, Rockkonzerte in Stadien zu besuchen, wo jedermann jenseits Reihe 11 die Band eigentlich nur noch via Videoleinwand sieht … mit ein Grund, warum ich mir bei Interesse direkt die DVD kaufe, da schüttet mir beim Ansehen wenigstens niemand Bier in den Nacken und ich habe am nächsten Tag auch keinen Tinnitus.

Martin Scorseses langjährige Schnittmeisterin Thelma Schoonmaker hat in einem Workshop ihr Meisterwerk Raging Bull auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt.

Chemie war ja nie so meins, und Breaking Bad habe ich mir auch geschenkt, aber dieses Periodensystem des Geschichtenerzählens schaue ich mir mal näher an.

Indiafant

  • Veröffentlicht am 24th April 2014,
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Neu im Shop: Der Indiafant, auf Shirts & Gedöns oder gedruckt. Noch bis Sonntag Abend gilt im Spreadshirtshop: 15% Rabatt auf alle Frauenklamotten (Gutscheincode: HERZDAME) und für Society6: Kostenloser Versand weltweit, außer bei gerahmten und Leinwanddrucken, gefüllten Kuschelkissen und Teppichen.

Indiafant – © Kiki Thaerigen, e13.de

Katzencontent

  • Veröffentlicht am 23rd April 2014,
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Kittycat
Auch die Fans von Katzencontent sollen nicht zu kurz kommen: Mein zweites Katzenmotiv gibt es jetzt auf Shirts & Gedöns im Shop und hier auch gedruckt zu erstehen, bittesehr!

In beiden Shops gibt es übrigens gerade Preisaktionen, natürlich für alle Motive: Spreadshirt beitet 15% Rabatt auf alle Frauenklamotten (Gutscheincode: HERZDAME) und Society6 offeriert noch bis einschliesslich Sonntagabend weltweit kostenlosen Versand (ausser auf gerahmte Drucke, gefüllte Kuschelkissen und Teppiche). Greift zu!

Kranker Hund ist krank

  • Veröffentlicht am 22nd April 2014,
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Kranker Hund

Und dann gibt’s halt einen Eimer um und mit Glück einen Keks.

Nur heute: Kostenloser Versand weltweit (ausser bei gerahmten Drucken/Leinwandgiclées, gefüllten Kuschelkissen und Teppichen) in meinem U.S. Shop hier oder aber 15% Rabatt auf alle Damenshirts im Spreadshirt-Shop hier (Gutscheincode: HERZDAME). Viel Spaß!

Lieblinks zum Osterwochenende

  • Veröffentlicht am 17th April 2014,
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Das Video der Woche ist diesmal nichts für zart Besaitete und Leute mit schwachen Nerven: Es geht um Monster im Schrank. Und zwar echte. Ich will nicht spoilern, aber daß es diese Monster nicht nur bei den Amis gibt, das wissen wir hierzulande eigentlich auch schon aus Erfahrung.

Deutlich heiterer geht es weiter mit harmlosen Briefmarken. Für die Generation Y (oder sind wir schon bei Z?) und digitalen Naiven unter meiner Leserschaft: Das sind diese lustigen, bunten kleinen Papierklebebildchen, die man früher auf Briefe und Postkarten geklebt hat, um den Transport zu bezahlen. Manche Leute haben die sogar gesammelt. Wenn man sich die aktuellen Motive der finnischen Post so anschaut, versteht man auch, warum.

Hier beschreibt Paolo Rivera ausführlich, wie er seine eingescannten Zeichnungen koloriert. Also ich fand’s interessant, ich mach’s nämlich anders, aber ich sehe ein, die Zielgruppe für solche Informationen ist vermutlich eher überschaubar.

Als gute Europäerin bin ich mit der francobelgischen Comicschule aufgewachsen und daher nicht sehr vertraut mit U.S. amerikanischen Superhelden aus den beiden grossen Verlagshäusern Marvel und DC Comics. Zum 75. Geburtstag von Marvel hat der französische Fan und Webdesignstudent Tristan Farneau ein grossartiges Projekt veröffentlicht, das mir und Euch (bei Bedarf) Gelegenheit gibt, die einzelnen Figuren des Marveluniversums etwas besser kennenzulernen.

Maximilian hatte das zwar schon verlinkt, aber doppelt genäht hält sicher besser: Isabel Bogdan hat Thomas Pletzinger im KiWi-Blog gefragt, wie man eigentlich Comics bzw. eine Graphic Novel übersetzt.

Und zum Schluss noch eine schöne Rezension des Bildbands über Ian Millers meist recht gruselige Kunst.

Frohe Ostertage!

Fischbrötchen und Sonnenfinsternis.

  • Veröffentlicht am 17th April 2014,
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Fischbrötchen und Sonnenfinsternis.

Seit Februar zeichne ich ja gelegentlich etwas für den Hamburg-Führer, die gedruckte Maiausgabe ist noch in Produktion, aber mein aktueller Comic ist schon auf der Website zu sehen. Es geht um den Hunger auf Fischbrötchen und um eine örtliche Sonnenfinsternis (huch?) und das alles findet sich hier und darf bei Gefallen auch gern über die üblichen Kanäle geteilt werden.

Völlig unabhängig davon gibt es für Hamburgfans und Geniesser dieser norddeutschen Spezialität nach wie vor mein beliebtes Fischbrötchenmotiv für Jungs und Deerns in meinem Spreadshirtshop oder als Postkarte bei mir zu bestellen. (Ende der schamlosen Eigenwerbung)

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 13th April 2014,
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Das Video der Woche ist ein wunderbarer kleiner Zeichentrickfilm über das Leben hart am Wind. Als Nordlicht kommt einem die eine oder andere Situation sicherlich arg bekannt vor.

„Verträge werden für regnerische Zeiten geschrieben“ heisst es. Idealerweise reicht zwischen Geschäftspartnern ja der gute, alte Handschlag des ehrbaren hanseatischen Kaufmanns. Ob es daran liegt, daß die beiden Protagonisten im aktuell heissesten Thema der Typografieszene keine Hanseaten sind, man weiß es nicht – es darf bezweifelt werden. Fakt ist: Tobias Frere-Jones verklagt seinen Partner Jonathan Hoefler nach fünfzehn Jahren ausserordentlich erfolgreicher und fruchtbarer Zusammenarbeit auf 20 Millionen Dollar, die ihm Hoefler vorenthalten haben soll. Wobei Hoefler allerdings eine tatsächliche Partnerschaft bestreitet und Frere-Jones als simplen Angestellten seiner Firma bezeichnet; eine Einstellung, die auf den ersten Blick lächerlich anmuten mag, wo doch der Firmenname „Hoefler & Frere-Jones“ lautete. Aber mehr als die besagte Vereinbarung per Handschlag gab es zwischen den beiden Stars, die John Brownlee als „die Beatles der Typografenwelt“ bezeichnet, wohl nie und so werden Anwälte und Gericht viel Spaß haben in den nächsten Wochen und Monaten. Eine gute Zusammenfassung der Geschichte gibt es hier.

Tobias Frere-Jones hat inzwischen sein eigenes Blog aufgemacht, wo er natürlich nicht über den Fall schreibt aber z.B. über das Typografieviertel in New York City, das es tatsächlich im 19. Jahrhundert dort gegeben hat. Das interessiert sicherlich nicht nur Typografen, sondern auch NYC-, Medien- und Geschichtsfans gleichermassen.

Kommen wir zu etwas ganz anderem: Können drei Künstler gleichzeitig an einem Werk arbeiten? Die drei Amigos Joseph Zbukvic, Alvaro Castagnet und Herman Pekel haben’s probiert und den Arbeitsprozeß in einem unterhaltsamen Videofilm festgehalten.

In der Welt der Comics gibt es Autoren, Zeichner und Inker. Die Autoren schreiben die Geschichte (meist) in der Art eines Drehbuchs nieder, die Zeichner zeichnen (mit Blei- oder non-copy-blue-Stift) und die Inker tuschen die Zeichnungen. Jedenfalls läuft das bei Marvel und DC so – den beiden grossen US-Verlagshäusern mit ihrem wöchentlichen Fliessbandoutput.
Ach ja, fast vergessen – da gibt es ja noch die Koloristen. Das sind diejenigen, die die Zeichnungen erst so richtig rund machen und ins Auge springen lassen. Was sie tun, ist – genau wie bei den Inkern – keineswegs „Malen nach Zahlen“, sondern eine eigenständige kreative Leistung. Trotzdem kennt sie niemand, was u.a. daran liegen könnte, daß sie weder auf dem Cover genannt noch zu Branchenevents eingeladen werden oder gar – anders als Zeichner und Inker – Tantiemen von den Umsätzen bekommen. The AV Club hat diesen Skandal hier sehr schön zusammengefasst, komplett mit sehr anschaulichen Arbeitsbeispielen.

“Gotham Mayor: Green Is Gay!”

  • Veröffentlicht am 6th April 2014,
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”Green Is Gay“ – ©2014 Kiki Thaerigen, e13.de

Beim Durchblättern alter Skizzenbücher stieß ich auf einen Scribble, den ich komplett vergessen hatte. Was kann man an einem verregneten Sonntag schöneres tun als ein bisschen herumexperimentieren? Ich schnappte mir meine digitalen Aquarellfarben und weil mein US Shop Society 6 gerade eine Artis Promotion hat (Free Shipping Worldwide UND 5 $ Ermässigung auf jedes Produkt, gültig bis 13.4., wie immer ausser für gerahmte Bilder und gefüllte Kuschelkissen), habe ich das Motiv (natürlich ohne Wasserzeichen) auch gleich im Shop bereitgestellt. Bitte über diesen Link hier entlang. :)

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 4th April 2014,
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Das Video der Woche ist für mich das Making Of des Artworks für das Kings of Leon Album ‘Beautiful War’ von David A. Smith. Vielleicht erinnern sich noch einige hier an ein ähnliches Making Of zu John Mayers ‘Born And Raised’, das war derselbe Künstler.

Teoh Yi Chie hat sich Julia Rothmans selbst geschriebenes und illustriertes Buch “Hello New York” näher angesehen. “Some of the more interesting stories I like are that of finding a hidden tennis court at Grand Central Station, interview with a NYC taxi driver, librarian, owner of a Tattoo museum.” Das Buch sieht wirklich sehr hübsch gemacht aus und klingt interessant, ich hab’s mal bestellt.

Comics werden ja aus Kostengründen eigentlich schon seit Jahrzehnten nur noch maschinengelettert, was eine echte Schande ist, wie ich finde. Erst die passende Handschrift rundet eine gezeichnete Geschichte so richtig ab und macht auch Lust, sich näher darauf einzulassen. Man vergleiche nur einmal eine Seite aus einem deutschen Asterixheft mit derselben Seite im französischen Original – da liegen Welten zwischen. (Ich erspare mir hier die garantierte Abmahnung und verzichte daher bedauernd auf den Fotovergleich, aber Ihr könnt es selbst im gut sortierten Comicladen Eurer Wahl überprüfen.) Der Beruf des Letterers ist, wie viele andere Berufe aus dem grafischen Milieu, ausgestorben. Immerhin gibt es heute Alternativen zur Helvetica und einer der Anbieter für professionelle Comicfonts, die die meisten Genres wohl abdecken dürften, ist Blambot. – Der Typograph und Blambot-Gründer Nate Piekos schildert hier, wie er eine spezielle Schrift für die Fortsetzung des in den 80ern erschienenen Comics Elfquest aus alten Ausgaben der Serie kreiert hat. Lesenswert.

Brad Frost schreibt über die Werte des Webs.

Zeichner Greg Ruth hat ein interessantes Projekt am Start: Schauspieler und Autor Ethan Hawke hat ihn angesprochen, ob er nicht gemeinsam mit Hawke eine Graphic Novel veröffentlichen möchte. Kernthema ist die Biografie des Indianerhäuptlings Geronimo und am Ende wird wohl ein Film stehen. Egal – der Entstehungsprozeß von Indeh ist wirklich spannend und ich bin gespannt auf weitere Einträge zum Thema.

Den katalanischen digital arts und animation Profi Dei G hatte ich schon einige Male hier verlinkt; sein Timelapse Video eines apokalyptischen Magazincovers ist eines meiner alltime favorites und ich schaue es mir immer wieder gern an. Seine Sujets sind nicht so ganz mein Fall, aber man kann wirklich eine Menge von ihm lernen. Bei Go Media gibt er ein paar gute Hinweise und Tipps für Comic Designer, die allerdings auch Gültigkeit in anderen Bereichen des Design haben.

Wie man seine Vorzeichnungen auf die Leinwand kriegt, wenn man mit Ölfarben malt, das wird hier anschaulich in diversen Videos erklärt. Für jemanden wie mich, die mit Skizzenheft und Scanner digital oder via Leuchttisch auf Bristolkarton arbeitet, ist das auch mal ganz spannend zu sehen.

Vanity Fair hat die berühmten Absolventen der ersten Jahrgänge des California Institute of the Arts (Cal Arts) zum Interview gebeten und Tim Burton, Brad Bird, John Lasseter und andere Animation Heroes plaudern ganz wortwörtlich aus der Schule. Disney hatte die Schule in den späten 60ern gegründet, als ihre Zeichentrickabteilung zusehends vergreiste und sie sich langsam fragten, wo denn der Nachwuchs herkommen sollte. Zeichentrickfilm war in jenen Tagen nicht gerade gefragt und dieser kleine Haufen Verrückter warf sich mit Feuereifer aufs Studium – nur um am Ende bei Disney auf komplettes Unverständnis der alten Garde zu stoßen. Einer der Kommentatoren bringt meine Gefühle beim Lesen dieses wirklich informativen und unterhaltsamen Artikels auf den Punkt, wenn er sagt: “Of course, all these guys are pretty old now. And to look what they have made in the last half dozen years, one has to wonder if the first CalArts generation is now as hidebound and resistant to change as those folks they encountered at Disney in the 1980s”. Pixar fällt ziemlich offensichtlich schon länger nichts Neues mehr ein; genaugenommen, seit sie zu Disney gehören. Es gibt nur noch Fortsetzungen der Hits (Cars 2, Cars 3, Monster’s University, Incredibles 2, Finding Dory etc.) und die neuen Produktionen (Merida) haben nicht mehr viel übrig vom Anarcho-Gen der frühen Pixarfilme. Neuerdings wirken sogar die Dreamworks-Filme frischer und mutiger, und das will was heissen. Bleibt zu hoffen, das CalArts auch weiterhin so gute Leute ausspuckt und ansonsten gibt es ja noch das Internet.

Digitale Wasserfarben

  • Veröffentlicht am 1st April 2014,
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Die Laienbahnfahrerin – © 2014 Kiki Thaerigen, e13.de

Heute habe ich mich ein Stündchen mit einem Satz virtueller Aquarellpinsel (das sind sozusagen digitale Wasserfarben) für Adobe Photoshop beschäftigt.
Ich male nicht ganz so oft mit Aquarellfarben, was hauptsächlich daran liegt, dass ich bei Auftragsarbeiten ungern meine Arbeitsergebnisse dem Zufall überlasse, und das bleibt bei dieser Technik nicht ganz aus, macht aber natürlich auch ihren Reiz aus. Experimente kosten Zeit und Zeit ist Geld. Ausserdem bevorzuge ich plakativere Kolorierung, die im Allgemeinen auch besser zu meinem Zeichenstil passt, wie ich finde. Aber natürlich werden gelegentlich entsprechende Arbeiten nachgefragt, das Werkzeug muss zum Motiv passen und natürlich muss ich es üben. „Use it or lose it“ – das gilt ganz besonders beim Zeichnen, finde ich.

Neulich stolperte ich über die Website von Kyle T. Webster, einem US-amerikanischem Illustrator. Kyle hat eine Vielzahl von digitalen Werkzeugen, Pinseln und Zeichenstiften für Photoshop entwickelt und sein Video zur Anwendung seiner digitalen Wasserfarben liess mich die virtuelle Brieftasche öffnen. (mehr …)

Review: The Wolf of Wall Street

  • Veröffentlicht am 30th März 2014,
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Ursprünglich wollte ich den ja im Kino sehen. Aber mein Gefühl sagte mir: ‚Lass’ man, der reicht auch geliehen‘. Und so wartete ich geduldig – und nicht gerade mit angehaltenem Atem – bis das neueste Ergebnis der Zusammenarbeit von Marty Scorsese und Leonardo Di Caprio im iTunes Store (US) auftauchte und gab $ 3.99 statt der rund 15€ aus, die mich ein Kinobesuch mit allem Drum und Dran gekostet hätte.
Wie sich schnell zeigte, war jedoch selbst das leider noch rausgeworfenes Geld.

Der Film zeigt Aufstieg und Fall des jungen Börsenmaklers Jordan Belfort, der den Schwarzen Montag 1987 als Startschuß für seine Karriere nutzt und mit einer Bande halbseidener Kumpels, die es maximal alle zusammen auf einen IQ knapp oberhalb der Raumtemperatur bringen, Witwen und Waisen Aktien von wertlosen Unternehmen andreht. Die ganze Bande mag nicht besonders intelligent sein, nicht mal sonderlich sympathisch, aber verkaufen können sie. Das reicht für sagenhafte Reichtümer und die üblichen Begleiterscheinungen: Drogen, Parties und Orgien, die mit dem Begriff „spätrömische Dekadenz“ nur unzureichend umschrieben sind.

(mehr …)

Hellboyday

  • Veröffentlicht am 23rd März 2014,
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Mike Mignolas roter Held der Finsternis ist gestern 20 Jahre alt geworden und rund um die Welt haben ihm Fans aus aller Welt unter dem Hashtag HellboyDay gratuliert. Hier mein Beitrag, direkt aus dem Skizzenbuch geschnappschusst. Und ja, das ist Käsekuchen.

Hellboy 20th Anniversary

”Hehe … Piece of cake!“

Happy Birthday, you handsome devil!

(Pentel Brush Pen mit Mitsubishi Vermillion Buntstift in Moleskine Sketchbook)

Prokrastinieren für Fortgeschrittene

  • Veröffentlicht am 21st März 2014,
  • veröffentlicht von

Frei nach dem Motto: „Was du heute kannst besorgen, das hat auch noch Zeit bis morgen“ drücke ich mich gerade erfolgreich um ein unangenehmes Projekt, um das ich mich nicht drücken kann. Obwohl ich weiss, das es eigentich ratzfatz erledigt sein könnte und ich normalerweise unangenehme Dinge auch gern sofort vom Tisch habe, fallen mir ein Dutzend Dinge ein, die plötzlich keinen Aufschub mehr dulden und noch dringender sind.
Dabei entstehen dann Kritzeleien im Skizzenbuch, an denen man natürlich auch gleich mal seine Marker testen kann (einige davon sind 25 Jahre alt und frisch wie am ersten Tg, erstaunlich!).

Smartphone

„Ein Smartphone, hm?“

Ausser den Anfägerübungen wie ‚Fenster putzen‘, ‚Wasserkocher entkalkenn‘, ‚Bleistifte spitzen‘, ‚Bettwäsche bügeln‘ oder ‚das Kupfergeschirr polieren‘ kann ich noch ‚die Garderobenhaken im Flur nach 7 Jahren doch endlich mal anbringen‘, ‚die Barbourjacke frisch wachsen‘, ‚die Steuererklärung machen‘ und ‚mal wieder was bloggen, selbst wenn der visual editor nicht funktioniert’ in den Ring werfen. Ich glaube, damit habe ich diese Prokrastination langsam durchgespielt.

An die Arbeit. (seufzend ab)

Einen neuen Comic von mir …

  • Veröffentlicht am 19th März 2014,
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Detailaufnahme

… hat der Hamburg-Führer veröffentlicht. Angeteasert wird die Geschichte um einen Skater, der bei einer nächtlichen Trickfahrt über den Alsteranleger eine Überraschung erfährt, in der gedruckten Aprilausgabe, in Gänze zu sehen ist sie nur im Netz. Bitte hier entlang.

Wer sich wundert, warum die Alsterfontäne nicht sprudelt: Die startet erst zum Frühlingsanfang (und ist nachts sowieso ausgestellt). ;-)

Das macht gerade grossen Spass hier.

Geheimes Hamburg 2

Momentaufnahme beim Tuschen

Nicht, daß Ihr denkt, ich tu’ nix.

  • Veröffentlicht am 17th März 2014,
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Still ruht der (Zuger) See

Anne hat das so schön gesagt neulich: „Vollkommend überraschend hat mich dieses Leben total im Griff.“.

Aber es ist komplizierter. Ich komme nicht zum Bloggen, weil … ach, dumme Ausreden.
Ich habe keine Lust aufs Bloggen, weil der visual editor im Backend seit Wochen kaputt ist. Irgendein Plugin hat gepupst, oder jawasweissdennich. Natürlich kann man auch mit dem HTML Editor arbeiten, das wäre vermutlich stylisher, mehr so old school und ich würde es realer keepen, aber das ist für mich unfassbar viel anstrengender und ich habe da einfach keine Lust zu. Ich schreibe ja auch nicht mehr mit Schreibmaschine und scanne dann den Text mit OCR-Erkennung ein. Ein über fast zehn Jahre klaglos funktionierender visueller Editor ist kein Luxus sondern das Minimum an Benutzerfreundlichkeit für mich.

Nachdem ich einmal alle gängigen Methoden zur Heilung durchprobiert habe und sich die Situation immer noch nicht geändert hat, bin ich schweren Herzens dabei, ein neues Theme anzupassen, die Beiträge und Bilder zu verschlagworten und zu kategorisieren, das Blog dabei gleich mal schneller zu machen und z.B. von fehlerhaften Links zu entrümpeln und durch einen kleinen Shop zu erweitern, den Portfolio zu verbessern bzw. aktualisieren, die Permalinks hübsch zu machen, die Tweetsammlungen technisch und optisch zu verbessern, mich langsam mal um Suchmaschinenoptimierung zu kümmern, ausserdem Links zu Seiten, die vom Leistungsschutzrecht profitieren möchten, rauszuwerfen und viele andere Dinge, mit denen ich Euch nicht langweilen will. Alles, damit am Ende die Seite in neuem Glanz erstrahlt, Euch und mir wieder mehr Spaß macht und fit für die nächsten Jahre ist.

Das dauert aber. Und das macht mir bei deutlich über 1000 Beiträgen und fast 700 Bildern täglich ein, zwei Stunden zusätzliche Arbeit zur Broterwerbsarbeit, die sich sehr nach „den Pazifik mit einem Teelöffel ausschöpfen“ anfühlt. Aber ich bleibe dran, klar. Nicht zuletzt auch deshalb, weil e13 ja auch meine digitale Heimat und Visitenkarte ist, wie Cem das bei sich im Blog unlängst auf den Punkt brachte. Das Bloggen fehlt mir. Und ich ärgere mich über jeden Link, den ich auf Facebook rausblase und bei dem ich denke: ‚Der hätte jetzt aber gut in eine Sammlung gepasst.’ Wobei: Die Linksammlungen wird es in der bisherigen Form nicht mehr geben, die werden dann künftig thematisch zusammengefasst.

Zwischendurch findet Ihr mich weiterhin auf Twitter (meiner Teeküche), Facebook (nur noch als Profil) und neue Skizzen und Schnappschüsse gibt’s auf Instagram. Ich freue mich über jeden Freund und Follower – bleibt mir gewogen!

Kurze Pause

  • Veröffentlicht am 8th Februar 2014,
  • veröffentlicht von

Hier ist die Auftragslage gerade etwas heftig und damit bleibt leider sehr wenig Zeit fürs Bloggen und andere Kapriolen. Aber einen kurzen, verspäteten Gruss aus der schönen Schweiz will ich Euch nicht vorenthalten:

Muh!

Inzwischen sitze ich aber wieder am Zeichentisch, habe nur letztes Wochenende noch rasch an der Elbe vorbeigeschaut:

Eiselbe

Selbst die Elbe ist inzwischen aber wieder eisfrei … man kommt zu nix hier. Zu nix kommt man!

Noch bis Sonntag: Free Shipping Worldwide!

  • Veröffentlicht am 24th Januar 2014,
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In meinem kleinen US Büdchen gibt es gerade noch bis Sonntag, 26. Januar Abends eine free worldwide shipping Aktion, wenn Sie mal schauen möchten:

Tote Bags by Kiki Thaerigen

Hier geht’s zum Shop: http://society6.com/KikiThaerigen.

Link(s) vom 9. Januar 2014

  • Veröffentlicht am 9th Januar 2014,
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Perspektive

  • Veröffentlicht am 2nd Januar 2014,
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I’m not going to go down in history as a designer. When I’m gone I’ll be forgotten by all but a few people. That’s why I don’t get bogged down with likes, follows, or retweets. Instead, I get my head down and try and be the best at what I do without worrying about what people think of me.

Lukas Jones über Ruhm.

Link(s) vom 23. Dezember 2013

  • Veröffentlicht am 23rd Dezember 2013,
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  • Das deutsche Kino ist in der Krise
    „Die Kinos sind nun alle technisch digitalisiert, aber von einer interessanteren, intelligenteren, vielfältigeren Programmierung, die jetzt möglich wäre, kann nicht die Rede sein. Internet-streaming und Video on Demand werden nicht genutzt. Lieber versuchen Kinobetreiber und Verwerter mit dem Förder-Business-Modell noch eine Weile risikolos gut zu verdienen.

    Dazu klammern sie sich so lange wie möglich an die alten Sperrfristen für die verschiedenen, langsam verschwindenden Auswertungsstufen. So werden sie wohl das jüngere Publikum an Internetportale wie netflix und Co. verlieren.“

  • Bookweeten Jan Hinnerk
    Das Buchweizenmehl steht im Bioladen, wo diese ungesund aussehenden Menschen mit dem fatalen Zeitlupensyndrom arbeiten, direkt neben dem Dinkelmehl, das schreckt natürlich ein wenig ab, aber da muss man durch.
  • We need to talk about TED
    „Communism in theory is an egalitarian utopia.

    Actually existing Communism meant ecological devastation, government spying, crappy cars and gulags.

    Capitalism in theory is rocket ships, nanomedicine, and Bono saving Africa.

    Actually existing Capitalism means Walmart jobs, McMansions, people living in the sewers under Las Vegas, Ryan Seacrest…plus —ecological devastation, government spying, crappy public transportation and for-profit prisons.“

  • The Homeless Coder

    Wow.

  • „Wir leben in einer Zeit, in der wir von Infrastruktur umgeben sind, die uns zu hintergehen versucht.“
  • when I check email one last time before leaving for the weekend
    Wunderbar!
  • Carsharing
    „Ich habe schon einmal überlegt, ob ich im Auto einfach mal Einladungen zum Kaffee hinterlegen soll, glaube aber, Person 1 und Person 2 würden sich nicht mögen.“
  • 10 Gründe, warum ich TopTen-Listen scheiße finde.
    „Was ich sagen will: Jemand lädt ein Bild in einem bestimmten Kontext hoch. Nehme ich dieses Bild aus dem Kontext, um darüber zu lachen (oder mich daran aufzugeilen, oder whatever), dann missbrauche ich das Bild. Und die Person.“
  • The ‘fake’ Mandela memorial interpreter said it all
    Das Merkwürdige ist: Ich habe kurz reingezappt in die Veranstaltung und erinnete mich daran, wie ich beim Anblick des Gebärdendolmetschers dachte: ,Komisch, das sieht nicht so aus wie sonst, mit dessen Herumgewedel stimmt was nicht‘. Es sah einfach unprofessionell aus, aber ich schob es auf wahrscheinlich existierende regionale bzw. sprachliche Unterschiede zu dem, was wir hier auf 3Sat oder Phoenix zu sehen bekommen. Und ich kann kein bisschen Gebärdensprache (was ich ja auch schade finde). — Sehr schräg, das.
  • Geena Davis’ Two Easy Steps to Make Hollywood Less Sexist
    „Go through the projects you're already working on and change a bunch of the characters' first names to women's names. With one stroke you've created some colorful unstereotypical female characters that might turn out to be even more interesting now that they've had a gender switch.“
  • Nicht mein Netz
    „Und dann ändert Facebook die Privacy-Einstellungen, Google sperrt wegen falscher Namen bei Google+ gleich mal ganze Nutzerkonten, LinkedIn verliert ein paar Millionen Passwörter, die NSA hackt halt ein paar RZs statt Hunderttausende Switche und Server anzugehen, und aus Protest ändern ein paar User dann mal für ein paar Tage ihre Profilbilder, denen haben wir’s aber so richtig gegeben.“

Link(s) vom 12. Dezember 2013

  • Veröffentlicht am 12th Dezember 2013,
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  • Kevin Systrom & Caroline Drucker | INTERVIEW MAGAZINE GERMANY
    „Neulich habe ich bemerkt, wie unterschiedlich die Farbpaletten in verschiedenen Teilen der Welt sind. Die russische Palette ist sehr klar, in der saudi-arabischen kommen eher Pastelltöne vor. Sehr faszinierend. Die Affinität zu bestimmten Farben und Farbpaletten geht tiefer, als irgendjemand erklären könnte.“

    via Cems FB

  • Ein semi-weihnachtliches Stöckchen mit familiärem Hintergrund | Das Nuf Advanced
    „Lediglich 2011 hatten wir das Glück, dass es am Geburtstag wirklich schneite. Das Kind wachte auf, lief zum Fenster, entdeckte den Schnee und trällerte voller Freude: “Isch hab Geburtstach! Her mit die Geschenke!”. Das war echt schön 2011.“

Neue Postkartenmotive!

  • Veröffentlicht am 10th Dezember 2013,
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Neue Postkartenmotive!

Nachdem die Grusskarten im Sommer so reissenden Absatz fanden, habe ich einen Schwung weiterer Motive als Postkarte auflegen lassen. Heute kamen sie an und ich bin sehr angetan: Diese Karten sind, anders als die Grusskarten, nur einfach, also klassische Postkarten (A6) und die Vorderseite ist hochglanz beschichtet. Auf der rein weissen, unbeschichteten Rückseite findet sich unten rechts in dezentem blassblau mein Logo. (mehr …)

Golf – Die schönsten Fairways der Welt

  • Veröffentlicht am 9th Dezember 2013,
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Golf – Die schönsten Fairways der Welt

Das Verlagshaus trat mit der Bitte um die Rezension des Bildbandes „Golf – Die schönsten Fairways der Welt“ an mich heran und dem komme ich sehr gerne nach, denn es ist Winter und wer würde da nicht lieber mit einem Tässchen Tee und Shortbread auf dem Sofa liegen und sich traumhaft schöne Golfplätze ansehen anstatt in der eisigen Hütte zu stehen und mit klammen Fingern harte Rangebälle von der gefrorenen Matte zu schlagen? Genau. Noch schöner wäre natürlich eine tatsächliche Reise zu den vorgestellten Plätzen, gerade zu denen in Gegenden, wo jetzt die Sonne scheint. Aber wer das gerade nicht im Budget hat, der kann mit diesem wunderbar fotografierten Bildband die Zeit bis zum Saisonbeginn überbrücken. (mehr …)

Link(s) vom 09. Dezember 2013

  • Veröffentlicht am 9th Dezember 2013,
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„Keine Ahnung, weswegen wir diese Kaserne besuchten, vielleicht war uns einfach langweilig. Vor der Kaserne: Pazifisten, die gegen diese Feier des Militarismus Flugblätter verteilen. In der Kaserne: Panzer, Sanitätsfahrzeuge, frisch geduschte Rekruten, die alles geduldig erklären. Und der kleine Falk, der auf einem Panzer rumklettert.“

“The unpunctuated, un-ended sentence is incredibly addicting,” said Choire Sicha, editor of the Awl. “I feel liberated to make statements without that emphasis, and like I’m continuing the conversation, even when I’m definitely not.”

„Keiner kennt die einschlägigen Sendungen, niemand weiß, wie Carmen Nebel aussieht, nur einer kann eine vage Beschreibung von Florian Silbereisen abgeben: freundliches Ohrfeigengesicht mit Föhnfrisur. Alter der Befragten: 25 bis 65.“

Claus Ast vom Skizzenblog hat einen tollen Adventskalender zum Download.

„Unser Renault 19 roch immer ein bisschen intensiver als andere Autos, das kenne man ja von den Franzosen, behauptete mein Großvater und wusch stur seinen Opel Kapitän und später den großen Mercedes.“

“Mein Kind hustet seit Weihnachten” ist Synonym für “Erdnuss-Aspiration”.

„For example, in the market system you have a choice: You can buy a Toyota or you can buy a Ford, but you can’t buy a subway because that’s not offered. Market systems don’t offer common goods; they offer private consumption. If you want a subway, you’re going to have to get together with other people and make a collective decision. Otherwise, it’s simply not an option within the market system, and as democracy is increasingly undermined, it’s less and less of an option within the public system. All of these things converge, and they’re all part of general class war.“

„Und ja, wir sollten darüber diskutieren, ob die Stellung der Parteien im politischen Gesamtgefüge nicht mittlerweile viel zu stark ist und ob nicht alle Formen von striktem Fraktions- oder Parteienzwang mit Art. 38 des Grundgesetzes kollidieren und Ausdruck einer verfassungfernen Grundhaltung der Parteien und ihrer Entscheidungsträger sind.“

„Man stelle sich folgende Situation vor: Beim Bäcker um die Ecke bestellt man einen Laib Vollkornbrot. Der Bäcker verlangt dafür stolze 20 EUR. Man bezahlt. Was will man auch sonst tun, man hat Hunger und ein anderer Anbieter ist weit und breit nicht vorhanden. DANN reicht der Bäcker einem zwei kleine vertrocknete Brötchen. Auf den fragenden Blick des Kunden antwortet der Bäcker dann, das Brot gibt es heute leider nicht, der Ofen sei leider kaputt, bitte um Verständnis, der Nächste bitte.“

„Was springt dabei für mich heraus – das ist für mich eine der schlimmsten Fragen der Welt, das ist eine Haltung, die ich hoffentlich nie verstehen werde. Wieso muss man für jedes Unternehmen eine Kosten- Nutzen-Rechnung aufstellen, wieso muss ich vorher immer schon wissen, was das Ergebnis ist? Wieso muss sich alles “lohnen” (noch so ein Wort!), wieso muss immer alles gelingen, wieso darf es keine Überraschungen mehr geben?“

Das ist mir neulich aufgefallen, als jemand kommentierte, der Link führe nicht auf die Zielseite und ich dachte, ich hätte irgend etwas falsch gemacht. Das geht natürlich gar nicht; feedly hat wohl schon wieder zurückgerudert, aber die Suche nach einer Alternative geht weiter, mein Vertrauen ist weg.

„Das heißt: keine nachträglichen Preisänderungen, keine Korrekturen, kein neues Cover. Oder anders: viele der Vorteile, die eben für ein Self-Publishing sprechen, rinnen einem hier mit nur einem Nebensatz durch die Finger.“

„Suchmaschinenanbieter sollen also nicht nur gezwungen werden, die nach dem Leistungsschutzrecht kostenpflichtigen Snippets aufführen zu müssen und für diese zu bezahlen, sondern sie sollen auch noch eine “herausgehobene Auffindbarkeit” erhalten.“

 

Der Winter ist da!

  • Veröffentlicht am 6th Dezember 2013,
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Hier ist es gerade etwas ruhig im Blog, aber ich war unterwegs und Weihnachten kommt mit Riesenschritten und so weiter und so uninteressant, jedenfalls:

Schweizer Schneelandschaft mit Baum und Jack Russell

Ich hatte mich auf den Baum konzentriert, ehrlich! Genaugenommen konnte ich gerade gar nicht viel sehen, weil es so hell war, und das Handydisplay ist jetzt auch nicht der Brüller. Und dann lief Biscuit einfach durchs Bild. Der Schlingel.

Jedenfalls: Einen schönen zweiten Advent wünsche ich Euch.

Link(s) vom 24. November 2013

  • Veröffentlicht am 24th November 2013,
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„Die Aufgabe moderner Politiker ist dabei, in größter Ruhe dem Wachstum der Kalamitäten zuzusehen, ohne sich zum Handeln verleiten zu lassen.“

Die Sache mit der Schwangerschaft.

„Behinderte zu zeigen wäre theoretisch möglich, scheitert aber am erhöhten Drehaufwand, das Gleiche gilt für Kinder. Alles, was mehr Drehzeit bedeutet, fliegt raus.Bei dieser Familie hat man gemerkt, dass sie das Produkt wirklich gut findet. Ich glaube, das merkt man den Bildern an. Aber natürlich wurde auch diese Familie ausgesucht. Was authentisch wirkt, ist inszeniert. Man hätte vermutlich kein Schwulenpaar genommen oder eine Familie, in der ein Kind behindert oder einer der Ehepartner Migrant ist. Man will Nebeninformationen vermeiden, die vom Produkt ablenken.“

Isabel ist immer noch in China und hat vielleicht keine Klamotten gefunden, aber – fast möchte man sagen „natürlich!“ – Bücher.

“Der wahre Sinn von Weihnachten ist, dass man sich was schenkt! Punkt! Jeder jedem, so dass man nach dem Auspacken der Geschenke nur noch durch das kniehoch im Zimmer liegende Geschenkpapier waten kann und das Baby der Familie kurzfristig vermisst wird! DAS ist Weihnachten.”

„Ein Rechtsstaat ist kein Haus, bei dem man immer wieder Löcher in die Wände fressen kann ohne dass es einstürzt. Ein Rechtsstaat ist ein Turm aus Bauklötzen, der zusammenfällt, sobald ich einen Stein aus der Mitte (oder von unten) entferne. Was hier getan wird, ist einfach schrittweise Steine von oben abzutragen, bis man den Sockel des Turmes erreicht hat. Und davon sind wir langsam nicht mehr weit entfernt. Wollen, oder besser gesagt: Können wir es uns also überhaupt noch leisten weitere Freiheiten, oder präziser formuliert rechtsstaatliche Grundsätze entfernen, ohne irgendwann den Turm zum Einsturz zu bringen, oder die Basis zum Vorschein zu bringen? Sollte “der Souverän” nicht langsam anfangen Gegenleistungen zu fordern? Wie stark hat sich denn die Aufklärungsrate von Verbrechen in den letzten fünfzig Jahren verändert, und falls sie es überhaupt nennenswert getan hat, warum?“

Link(s) vom 19. November 2013

  • Veröffentlicht am 20th November 2013,
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  • Kostproben aus dem Bundestag

    „Den Abgeordneten gelang anlässlich der nachträglichen Gratulation zum Geburtstag des Bundestagspräsidenten Lammert eine seltene Kundgebung der Einigkeit. Obwohl von Gregor Gysi angeregt, applaudierte das Haus geschlossen. Das sollte man sich auf Video nehmen, auch, weil ausnahmsweise statt der Sessel Menschen zu sehen waren. Falls man mal irgendwo ein Symbolbild für eine funktionierende Demokratie braucht.“

    Man könnte weinen, wenn es nicht so lustig wäre. Oder umgekehrt.

  • Der Macht Die Worte: Kostenlos: Der Feinschmecker-Kolumnen-Konfigurator

    „Es ist
    Mai/September/Herbst/neblig draußen/Altweibersommer/morgens früher hell,
    die Spargel-/Trüffel-/Hirsch-/Beaujolais-/Muschel-/Bärlauch-Saison
    rückt näher, und damit die Gelegenheit,
    Freunde/Familie/Geschäftspartner/die süße Nachbarin
    mit ganz besonderen Spezialitäten
    zu verwöhnen/erstaunen/überraschen/faszinieren,
    die eben nur zu dieser Zeit in solcher
    Frische/Delikatesse/Fülle/Auswahl/Reichhaltigkeit
    zu haben sind.“

    Thies hat sich nach den Krimi-Klappentextautoren die Feinschmecker-Kolumnenschreiber vorgenommen. Grosses Kino!

  • Blogging November – 747

„Frau N: 1 Hamburger und 1 Cheeseburger bitte.“

Wenn Ihr jemals einen Beleg dafür haben wollt, dass wirklich, aber auch wirklich ALLE bekloppt sind, dann lest diesen Bericht über Frau N. und den EInkauf an der Autobahnraststätte.

„Sie­mens, die AEG und Osram haben sich längst als füh­rende Mas­sen­ar­beit­geber eta­bliert und stehen tech­no­lo­gisch an der Welt­spitze. Sie­mens prägt einen neuen →Stadt­teil nicht nur mit seinem Namen. Die Ber­liner S-Bahn hat gerade die →große Elek­tri­sie­rung bekommen und man kann in den beige-roten Zügen stun­den­lang die Ringbahn-Strecke fahren, was ver­liebte Pär­chen oder Stu­denten im Winter immer wieder gern nutzen.“

Graf Typo lässt das Berlin der 20er vor unserem geistigen Auge erstehen. Ganz, ganz wunderbar.

 

Lieblingstweets Oktober/November

  • Veröffentlicht am 19th November 2013,
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Irgendwie ist mir im letzten Monat die zweite Hälfte der Lieblingstweets vom Schirm gerutscht und die erste Hälfte des Novembers auch. ts Also jetzt, komplett spontan und zwischendurch, nur für Euch von Euch:

 

 

(mehr …)

Wissenschaftlicher Taschenrechner zu verschenken!

  • Veröffentlicht am 19th November 2013,
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Update 2: Der Taschenrechner ist weg!

Aktuell kriege ich einige Tweets mit, in denen Eltern davon berichten, ihre Kinder sollten für die Oberstufe einen Taschenrechner anschaffen.

Die Schule der Motte möchte, dass die Schüler für die Oberstufe einen Taschenrechner anschaffen. Kostenpunkt 90 Euro Keine Pointe

— sundrenchedwindswept (@FrauRosenberg) November 19, 2013

 

Diese wissenschaftlichen Taschenrechner sind irre teuer und man braucht sie vermutlich im späteren Leben nie wieder, wenn man nicht gerade ein entsprechendes Fach studieren will. Ich habe meinen Sharp  EL-512 damals zum Geburtstag bekommen und er hat mich sicher durch die Matheprüfung im Abitur gebracht, kommt also sozusagen mit Garantie für wenigstens 10 Punkte. ;-) (mehr …)

Zeichenfedern richtig lagern und pflegen

  • Veröffentlicht am 18th November 2013,
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Dies ist sozusagen Teil 1 b in der Serie „Zeichnen – mein Setup“. Teil 1 findet sich hier, Teil 2 ist in Arbeit.

Zeichenfedern sind fragile Instrumente, die sehr leicht verbiegen und sich spreizen und dann nicht mehr zu gebrauchen sind. Wer eine Schachtel mit einem Dutzend darin kauft, hat üblicherweise bis zu 30% Ausschuss dabei, noch bevor der erste Strich gezogen wurde. Das liegt an der gedankenlosen, unsachgemässen Lagerung – ein Haufen fragiler Federn werden durcheinandergeworfen in einem kleinen Schächtelchen oder in einem Papiertütchen verkauft. Sie verhaken sich sehr leicht dabei. Da eine Feder aber zwischen 70 cent und 2 Euro kosten kann, ist das ein teures Ärgernis. Wie also die kleinen Schätzchen richtig lagern? Z.B. in Blumensteckschaum:

Zeichenfedern in Blumensteckschaum

Meine Zeichenfedern nach, bzw. bereit zum Einsatz. Die in der letzten Reihe hinten müssen noch gereinigt werden, wie man sieht.

Den gibt es in Blumenhandlungen und Gärtnereien und sicherlich auch in Bastelläden (neudeutsch: crafting shops). Er wird meist in ziegelgrossen Quadern verkauft und kostet um einen Euro – ein geringer Preis für diesen Einsatzzweck; zumal man ja nur ein kleines Stück davon braucht und es quasi ewig hält. Netter Nebeneffekt: Man sieht auf den ersten Blick wo die Lieblingsfeder steckt. – Für reisende Zeichnerinnen und Urban Sketchers empfiehlt es sich, ein ehemaliges Pfefferminzdöschen oder eine Streichholzschachtel mit Watte auszukleiden und die einzelnen Federn gut zu polstern, dann hat man länger etwas von ihnen. Allerdings ist die Feder im Outdooreinsatz etwas aus der Mode gekommen; Faserstifte oder Rapidographen haben sie aus Praktikabilitätsgründen abgelöst.

Die Lebensdauer einer Feder wird auch verlängert, wenn man auf glattem Papier zeichnet, damit sich keine Fasern in den Zwischenräumen festsetzen können, die den Tintenfluss stauen und im schlimmsten Fall die Feder spreizen und verbiegen.

Keine Zeichentusche in Füllfederhalter!

Zeichenfedern werden in der Regel zusammen mit Zeichentusche (sog. Chinatinte oder „India Ink“) gebraucht. Diese ist, im Gegensatz zu normaler Schreibtinte, wie sie in Füllfederhaltern zum Einsatz kommt, wasserfest und die Feder lässt sich nach Gebrauch daher nicht durch einfaches Abspülen mit klarem Wasser reinigen. Bitte niemals Zeichentusche in einem Füllfederhalter nutzen; die Tinte trocknet und verstopft, da wasserunlöslich, die Mechanik; man kommt dann nicht mehr zur Reinigung dran und kann den ggf. teuren Füller nur noch wegwerfen! Ich nutze zur Reinigung der Federn meist ordinäres Spüli und einen alten Borstenpinsel, mit dem ich die eingetrocknete Tinte entferne. Anschliessend noch mit einem fusselfreien Tuch (z.B. ein normales Mikrofasertuch aus dem Aldi Putzsortiment) trockenreiben, damit keine Fasern hängenbleiben können. Zeichenfedern neigen zum Rosten; sie nach der Reinigung gut abzutrocknen ist daher sehr wichtig. Wer seine Federn richtig pflegt, hat lange Freude daran.

 

Link(s) vom 14. November 2013

  • Veröffentlicht am 17th November 2013,
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Zwischen dem 30. Oktober 2013 und dem 14. November 2013 aufgelesen:

„Willkommen zu Hause! Was sollte das denn? Total bescheuert! Wenn ich mich zu Hause fühlen will, gehe ich doch nicht ins Hotel!“

Auch Frl. Krise hat etwas gegen die Duzerei. Ich weiss ja nicht, wann das eingerissen ist, aber ich finde es furchtbar unhöflich. Wer mich ungefragt duzt, ist in meiner Achtung unmittelbar eine Stufe gesunken. Ausnahmen sind natürlich Twitter & Co. oder auch mein Blog hier, wo halt ein familiärer Umgangston herrscht. Den muss ich aber nicht erwarten, wenn ich als zahlende Kundin in einer US-amerikanischen Katte 4€ für lauwarme Kaffeeplörre im Pappbecher berappen soll, oder? (Andererseits: wer so bescheuert ist das zu tun, hat’s dann auch nicht anders verdient, insofern ist es ein schlechtes Beispiel, ich seh’s ein.)

Es geschehen Zeichen und Wunder.

Gruselig.

So isses. (via Jörn)

„Das ist doch wahnsinnig entlarvend, oder? Da sieht man dann, dass diese Figuren immer beim Kämpfen Posen einnehmen, die man normalerweise beim Geschlechtsverkehr einnimmt. Da fragt man sich: Warum müssen Frauen immer mit gespreizten Beinen kämpfen? Und warum müssen sie immer ihren Hintern herausstrecken, wenn sie zum Angriff übergehen? Das sind Projektionen. Das sind keine richtigen Frauen. Das interessiert Mädchen nicht. Sowas wollen Männer sehen. Das bedeutet also: Comics für Frauen und Mädchen wären tatsächlich etwas anders gestrickt, wie du gerade eben sagtest.“

Schönes Interview.

Ich verstehe ja nicht, wie und warum man sich über die Zeitumstellung aufregen kann oder will; die folgt schlicht meinem Biorhythmus und kommt mir daher vor wie das Natürlichste der Welt. Aber das ist natürlich nur mein Biorhythmus.

„Wenn ich mich selbst nicht mehr ertrug, das Meer hielt mich aus.“

Schöner Text von Charming Liisa, die übrigens ganz wunderbar fotografiert.

Link(s) vom 30. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 30th Oktober 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Im Nachhinein stellte sich heraus, dass alle drei Richter ebenfalls alte Kameraden Hedlers und ehemalige Mitglieder der NSDAP waren. Es kam zu empörten Demonstrationen. Die Regierungskoalition hielt sich vornehm zurück, die rechten Parteien jubelten.“

Man möchte schreien, insbesondere im Hinblick auf die vielen aktuellen Ereignisse. Deutschlands Bundestag war und ist offensichtlich auf dem rechten Auge blind.

Die NZZ hat sich mal in Deutschlands Politikbetrieben umgesehen.

Super Tipps vom Stilpiraten; ich teste noch ein paar andere Anbieter und werde dann demnächst die Illustratorenseite beleuchten.

Link(s) vom 28. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 28th Oktober 2013,
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Why Do I Study Physics? (2013) from Xiangjun Shi on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„Wenn Dinge protokolliert werden, deren Interpretation letztlich demjenigen überlassen bleibt, der protokolliert, bedeutet das einen tiefgreifenden Kontrollverlust über das eigene Leben.“

„Welcher Musiker schafft das schon: Leute dazu bringen, anders zu gehen und das über Jahre. Manchmal wandere ich in die Stadt und die Bass-Akkorde kommen mir in den Sinn. Es war nicht nur dieser eine Song; es war Lou Reed.“

Ich durfte auch mal.

„People who would consider it a bizarre breach of conduct to expect anyone to give them a haircut or a can of soda at no cost will ask you, with a straight face and a clear conscience, whether you wouldn’t be willing to write an essay or draw an illustration for them for nothing. They often start by telling you how much they admire your work, although not enough, evidently, to pay one cent for it.“

Link(s) vom 27. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 27th Oktober 2013,
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El Cielo de La Palma from Daniel López on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„Wenn man alles kombiniert, was es hier zu kaufen gibt, dann kann man problemlos in einer Folge der Fernsehserie „Die Waltons“ mitspielen.“

„Some artists do this on every page they draw; some do it on covers and splashes; some on covers only. Some just discreetly write in all caps, some have positively baroque signatures with flourishes and frames.“

Ich finde es ja immer schön, wenn Schlipsträger drauf getreten werden.

Thies bringt es auf den Punkt, hihi.

10 Fragen – zehn Antworten

  • Veröffentlicht am 24th Oktober 2013,
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Es gibt Leute, die wollen Dinge von mir wissen … nunja.

1. Hast du dich irgendwann erwachsen gefühlt? Wann war das?
Nein. Ich bin gespannt, ob das noch kommt.

2. Wenn du dir ein Großbauprojekt aussuchen könntest, in dem du massig Geld verpulvern könntest, was würdest du bauen?
Nix. Ich habe keinen Bedarf an Großbauprojekten. Ich denke, davon haben wir genügend auf der Welt und die allerwenigsten warend das Geld, die Arbeit oder den Stress wert.

3. Würdest du lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen und warum?
Weder – noch. Ich stehe mit beiden Beinen fest in der Gegenwart. Ich habe das Glück, in einer Zeit geboren zu sein und zu leben, in der es in meinem Land keinen Krieg gibt oder man an der Pest und ähnlichem stirbt, oder Amputationen mit der rostigen Säge durchgeführt werden. Spontan fällt mir da keine vergangene Phase ein, in der das so war. Und ich hoffe, dass es auch in meiner restlichen Lebenszeit so bleibt, allerdings bin ich da eher pessimistisch. Vielleicht nicht im Hinblick auf die Säge, aber auf den Frieden. Als Kind des kalten Kriegs wurde ich regiert von Männern (und wenigen Frauen), die selbst noch den zweiten Weltkrieg aktiv erlebt haben und alles in ihren Händen liegende getan haben, dass sich das nicht noch einmal wiederholt. Jetzt sitzen, nicht nur bei uns sondern auch in den Machtstaaten des Auslands, machtgeile Schleimscheisser an den Schalthebeln, die ohne Not mit dem Feuer spielen und ohne einen Hauch der Weisheit und dem Mindestmass an Integrität, die bzw. das selbst Typen wie Franz-Josef Strauss oder Helmut Kohl, geschweige denn Schmidt, Giscard d’Estaing, Wehner, Brandt oder von Weizsäcker hatten.

4. Liest du eigentlich noch Tageszeitung?
Ich habe noch nie regelmässig eine Tageszeitung gelesen. Eine Weile habe ich jeden Tag eine andere gelesen, also montags Die Welt, dienstags die FAZ, mittwochs die Sueddeutsche, Donnerstags die Zeit, Freitags die NZZ, sonnabends das Abendblatt und Sonntags die FAS und die Welt am Sonntag im Wechsel. Aber letztlich steht überall dasselbe drin und meist nicht mal wirklich gut geschrieben oder gar ausgewogen. Heute lese ich nur noch im Flugzeug eine Tageszeitung, wenn der Flug kurz genug ist und dann versuche ich in der Regel, die NZZ oder den Guardian zu ergattern. Die wichtigen Artikel finde ich aber auch so täglich im Netz, obwohl ich grundsätzlich lieber Sachen gedruckt lese als am Bildschirm.

5. Abgesehen von Alltags- bzw. Gebrauchsgegenständen, gibt es etwas, das du immer Zuhause haben musst?
Wüsste jetzt spontan nichts, das nicht entweder unter Alltags- oder Gebrauchsgegenstand fiele.

6. Glaubst du, dass du zuverlässig bist?
Ich weiss es sogar.

7. Welchen Kurs würdest du im Altersheim belegen?
„Wie man Bierflaschen mit dem Feuerzeug aufmacht.“

8. Was muss man können?
Komplimente aushalten, Beleidigungen ignorieren, eigene Fehler zugeben, über die Fehler der Anderen nach Möglichkeit hinwegsehen. (Ich arbeite dran.)

9. Was hältst du von Reenactment?
Nix.

10. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten? (Bitte auch beantworten)
Bist du im echten Leben so fies grummelig, wie du auf deinem Twitteravatar immer guckst? (Nein.)

Ich müsste mir jetzt für das Spiel irgendwie zehn neue Fragen ausdenken und die an andere Leute werfen, aber mir fällt gerade nichts ein, was ich noch dringend von Euch wissen müsste und was Ihr nicht schon in Euren 20-Dinge-über-mich Einträgen erschöpfend behandelt hättet. ‘tschuldigung. Vielleicht mag ja jemand weitermachen und sich eigene Fragen ausdenken.

Link(s) vom 23. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 23rd Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Going West from Andersen M Studio.

Zuletzt aufgelesen:

Frau Novemberregen hat den ultimativen Geruchssinn und ein gutes Gehör.

Für solche Geschichten wurden ja Blogs erfunden, finde ich.

Hindsight is always 20-20 …

Link(s) vom 22. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 22nd Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

„Sie erschauere, wenn sie daran vorbeispaziere, sagt Isa Henselmann. Nach dem Krieg sei Stalin eine der großen Bezugspersonen gewesen. Heute sei es so, »als habe man ein Monster geliebt«.“

Schöner, langer Beitrag auf ZEIT ONLINE über das Leben an der Karl-Marx-Allee in Berlin. Als West End Girl war mir die ja bis vor kurzem kein Begriff; aber erst neulich sah ich den eigentlich ziemlich guten Film This ain’t California, über Skateboarding in Ostdeutschland (der allerdings für mich in der Sekunde total verloren hatte, als ich erfuhr, es war gar keine Dokumentation sondern ein schlichter Spielfilm mit ein paar Körnchen dokumentarischer Szenen darin; ein Fake). Darin wohnten die Protagonisten ebenfalls in dieser Strasse in einer WG. Ich dachte noch ‚cool, aber wie haben die das durchgezogen in einer Welt, die so blockwartmässig durchkontrolliert war? Ein Rudel Teenager in einer WG?‘. Nun, da ich weiss das der Film eine Fake-Doku war, verbuche ich das mal unter „künstlerische Freiheit“, aber die Strasse ist mir im Gedächtnis geblieben.

“I wanted a button on my personal website, on jackconte.com, that said please give me money whenever I make a video if you want to help me keep making videos,” Conte says. “Seconds after I thought of that, I thought: ‘Well, gee, that’s something a lot of my friends would like, too.’”

Das gucke ich mir wohl mal näher an.

„The T.S.A. also maintains a PreCheck disqualification list, tracking people accused of violating security regulations, including disputes with checkpoint or airline staff members.“

Ich bin echt froh, dass ich die USA gesehen habe, bevor die da drüben so durchgeknallt sind. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden wir ebenfalls diesem faschistischen Wahnsinn komplett verfallen und vermutlich schon von Drohnen gescannt, wenn wir nur den Müll runterbringen. Bis dahin reise ich dorthin, wo man mich freundlich empfängt und mit dem Transportmittel, das die Bezeichnung ‚komfortabel‘ verdient.

 

Schmalziger Hinweis

  • Veröffentlicht am 21st Oktober 2013,
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Schmalz

Am Sonnabend erschien das neue Heft des Heimatmagazins Stijlroyal, Nummer 17 schon. Im stylishen A3 Format. Und es hat als Thema „Schmalz und Comics“. Und die deutsche créme de la crème der neunten Kunst hat extra Comics gezeichnet dafür, z.B. Heiko Nerenz, Oliver Naatz, Christian Nauck der Nilzenburger und andere. Ich auch (hier bitte irres Kichern denken).

Sobald ich es in den Händen halte, gibt es eine Rezension, und wer mir zuvorkommen möchte oder sich selbst ein Bild oder noch ein Geschenk zur Gänseschmalzsaison braucht, der bestelle es bitte bei Huck unter www.stijlregal.de oder bei @quitzi in Berlin im „Grober Unfug“ Laden.

Link(s) vom 20. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 20th Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

„Die Kleine kann sich ja nicht wehren, aber Schuhe für Erwachsene habe ich mir dort nie angesehen, ich meine, Orthopädiefachhandel, allein das Wort schon, da kann man sich ja gleich samstagabends Florian Silbereisen anschauen.“

Eine schöne Begründung dafür, warum man Disney’s „Frozen“ links liegen lassen sollte. Ich bin ja mit Disneyfilmen aufgewachsen, Disney stand lange Zeit für tolle Geschichten und umwerfende Qualität in der Animation. Die klassischen Disneys wie Aristocats, Dschungelbuch, Robin Hood, Susi & Strolch, Bernard & Bianca etc. waren und sin dein Fest. Mit Die Schöne und das Biest spätestens wurde die Animation schluriger und liebloser und die Geschichten waren vorher schon in Karies induzierende Gefilde abgerutscht. Aber mit „Frozen“ scheint ein wirklich neuer Höhepunkt an Widerlichkeiten erreicht worden zu sein:

„So you can imagine that I was profoundly disappointed when I heard that Disney’s adaptation, now called Frozen (a Tangled-reminiscent decision that stinks of avoiding the need to market a film with a female centered title), had cut out every single one of these female characters save for Gerda, now called Anna, and the Snow Queen, who is now Anna’s sister. The women have been replaced with a cast of men, and Anna is now accompanied on her journey by a “Mountain Man” named Kristoff (edit: a helpful anon informed me that his name is not Hans, as I originally stated. Hans is in fact another male character and may be a factor in a possible love triangle for Anna). Kristoff is obviously intended to serve as romantic interest for the now aged up Anna, who as Gerda in the original, felt a love for her friend Kai that was strictly platonic. (Kai, by the way, has been dropped altogether.)“

Ich hab’s ja nicht so mit Rockwells Motiven, aber sein Illustrationsstil und die verwendeten Techniken sind definitiv fantastisch. Und ich habe ein neues Buch auf der Wunschliste.

Vielleicht nicht der gruseligste, denn wirklich gruselig und unheimlich  sind nur leergepumpte, verfallende Schwimmbäder, finde ich. Aber fraglos fies.

Noch ein spannendes Buch für meine Liste:

„Lavie Tidhar has a theory about superheroes. About what they are and what they represent; about where they come from and why we hardly ever see any British ones. These are questions the author asks and answers on various occasions over the course of his indescribably demanding if accordingly rewarding new novel, though Tidhar’s particular position is best encapsulated by the testimony given by a fictionalised version of Joseph Shuster—the co-creator of Superman alongside Jerry Siegel, who also appears—during the trial of Dr. Vomacht, the Nazi scientist whose cavalier prodding of probability resulted in The Violent Century’s so-called Übermenschen.“

Ein – schon etwas älterer – sehr langer und sehr guter Artikel über die deutsche Frage nach der Schuld und dem Umgang damit.

Ja, so ist das: als Designer, Zeichner. Autor, Musiker bist du immer der Depp .

Es wäre vielleicht nicht ganz meine WOrtwahl gewesen, aber grundsätzlich kann ich mich der Autorin hier doch anschliessen. Und es erinnert mich an die Zeit, als ich meine alten Bücher in die Stadtteilbibliothem brachte. Gut erhaltene, in tadellosem Zustand befindliche Bücher, kein- bis einmal gelesen. Mir wurde durch die Blume zu verstehen gegeben, dass ich die lieber auf dem Flohmarkt verscherbeln solle (eBay gab es damals noch nicht, Oma erzählt vom Krieg), da sonst bei der Inventur festgestellt würde, dass diese Bibliothek genügend Bücher habe und die Mittel für Neuanschaffungen dann im kommenden Jahr gekürzt oder gestrichen werden würden. File under #kannstedirnichtausdenkendas

Musiker waren damals irgendwie mehr Musiker und weniger attention whores, oder kommt mir das nur so vor? Und ausserdem: Hach, Neil Young.

„Wenn die deutsche HuffPo keine Agenda hat sondern nur ein Unternehmen ist, aber die meisten Autoren nicht in Geld bezahlt werden, sondern in Werbefläche für sich oder ihre Sache, dann besteht das Medium letztlich aus nichts als aneinandergeklatschten Anzeigen. Das ist nicht “Journalismus 3.0″, wie Lohmeyer es nennt, es ist haargenau das Gegenteil: Journalismus definiert sich ziemlich genau dadurch, dass er eben nicht den Inhalt des Berichts davon abhängig macht, was die Folge des Berichtes ist. Wenn ich einen Text schreibe, um damit eine bestimmte Handlung zu bewirken, ist es Werbung. Wenn ich einen Text schreibe, damit mich jemand anders bucht, für ihn einen Text zu schreiben oder einen Vortrag zu halten, dann ist es Werbung und nicht Journalismus, auch nicht Punkt null (ich möchte übrigens nie wieder hören, irgendwas wäre irgendeine Zahl Punkt null. Ich finde das affig).“

Link(s) vom 16. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 17th Oktober 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

“What kind of salad are you getting?” I asked Rand.

“I wasn’t planning on getting one,” he replied.

“You have no choice.”

„Mit Haifaa Al Mansour führte außerdem erstmals eine saudi-arabische Frau Regie. Und die macht dann mit ihrem Drehbuch auch noch das, was noch nicht mal an Orten wie Hollywood & Co. selbstverständlich ist, indem sie weibliche Figuren ganz in den Mittelpunkt ihrer Geschichte stellt. Jepp, eindeutig volle Punktzahl!“

„Bereits jetzt sind die Verlage auf Anraten des Börsenvereins panisch dabei, sämtliche deutschen Pressezitate von ihren Websites zu löschen. Die entsprechenden Daten im „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ (www.vlb.de) sind schon bereinigt. Die Marketingabteilungen stellen sich darauf ein, Anzeigen künftig ohne Kritikerzitate zu gestalten – Anzeigen, nach denen sich eben die Zeitungen sehnen, die den Verlagen zuvor keinen Millimeter entgegengekommen sind.“

Die NY Times hat nach ‚Snowfall‘ erneut ein Thema multimedial schön aufbereitet. Dieses Mal eine Reise von St. Petersburg nach Moskau, durch ein Russland, das teils recht archaisch anmutet.

Die Lieblingstweets im Oktober (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 16th Oktober 2013,
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Der Monat ist schon wieder halb rum um damit es nicht so voll wird wie Ende September, kommt hier der erste Schwung Lieblingstweets im Oktober. Quasi die erste Halbzeit.

 

 

Zwanzig Dinge über mich

  • Veröffentlicht am 14th Oktober 2013,
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Zwanzig Dinge über mich

Das geht gerade mal wieder durch die Timeline, z.B. bei Anne, Johannes, Meike oder Patschbella, und da mich natürlich wieder keiner gefragt hat*) und ich wissen aber will, ob mir tatsächlich zwanzig Dinge über mich einfallen, die ich a) überhaupt der Öffentlichkeit über mich mitteilen möchte und b) noch nicht ohnehin irgendwann hier im Blog erwähnt habe, fange ich mal an:

(mehr …)

Link(s) vom 12. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 12th Oktober 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„In Deutschland schauen wir auf den Gewinn. In Amerika auf die Gewinnchance.“

„Jemand, der gerne Gegnerlisten auf Twitter führt, hat mich gestern auf eine Liste “rechts” gesetzt. Als ich mich letzten Monat mit der NPD angelegt hatte, haben die mich zwar tagelang belästigt, aber soweit mir bekannt ist, hat mich von denen kein Blockwart auf eine öffentliche Liste gesetzt.“

„The major labels are happy, the consumer is happy and the CEOs of the web services are happy. All good, except no one is left to speak for those who actually make the stuff.“

“Sir, please turn off the camera.”

“Ma’am, it doesn’t turn off, and it doesn’t turn on.”

„Zum ersten Mal in meinem Leben muss ich gemeinsam mit einem Polizisten losprusten.“

*hachz*

Link(s) vom 8. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 9th Oktober 2013,
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Zeitraffer des Himmels über der Sternwarte von Mauna Kea (Hawaii). Das ist wunder-, wunderschön. Ich habe das mal auf der Nachbarinsel erleben dürfen; vom Haleakalā Krater aus. Nie zuvor oder danach kam ich mir so klein vor.

Zuletzt aufgelesen:

„So eine Unverschämtheit. Wenn hier jeder etwas rücksichtsvoller wäre…“

„The gadgets attached to Fry and Davies measured their heart rates, breathing, sweat, and “various other emotional responses.” What do we learn from the experiment? For one thing, as neurobiologist Michael Trimble informs us, “music is different from all the other arts.” For example, ninety percent of people surveyed admit to being moved to tears by a piece of music. Only five to ten percent say the same about painting or sculpture.“

„The Stolperstein is a much more effective tool for memory. Here, each person, whether Jew, gypsy, gay or simply resistant to the Nazi way of thinking, is commemorated outside the building where they lived or worked. And at the bottom of each one, it is spelt out in plain text the date on which they were ‘murdered’. That’s an important use of language. Not ‘gassed’, ‘eliminated’, ‘shot’, ‘racially cleansed’ or any other language that can make you momentarily associate the act with the rows upon rows of deaths committed in the fog of war, but instead, it is put as starkly as if you or I were fatally stabbed tomorrow.“

„Das Ganze ist eine elende Plackerei – nicht so sehr das Lackieren, sondern das Abnehmen. Deshalb haben das auch zwei kräftige Herren für mich getan, denen es nichts ausmacht, 40 Kilo Heizkörper mit 60 Liter Wasser drin zu heben.“

Pioneer Woman Ree Drummond hat ihre besten Suppenrezepte für den Herbst zusammengestellt. Mein Favorit darunter ist die Mais-Chili-Suppe („Corn Chowder with Chilis“), die heizt wirklich schön ein, aber auch die Blumenkohlsuppe sieht sehr vielversprechend aus. Ansonsten empfehle ich auch mal einen Ausflug zu Herrn Buddenbohm, der bei sich drüben Zwiebelsuppe à la Stevan Paul gemacht und verbloggt hat.

„It was a time when people were talking about “the imperial presidency.” I knew very well that the 900-pound gorilla in Washington is not the presidency. It’s Congress. If Congress can get its act together, it can roll over the president. That’s what the framers thought. They said you have to enlist your jealousy against the legislature in a ­democracy—that will be the source of tyranny.“

“All you have to do is read the records of the São Paulo Forum and observe the conduct of the Brazilian government,” he said. “The friends of Luis Inácio Lula da Silva, of Dilma Rousseff and the Workers Party are the enemies of the United States: Chavist Venezuela, first with (Hugo) Chávez and now with (Nicolás) Maduro; Raúl Castro’s Cuba; Iran; Evo Morales’ Bolivia; Libya at the time of Gadhafi; Bashar Assad’s Syria.

“In almost all conflicts, the Brazilian government agrees with the political lines of Russia and China, as opposed to the perspective of the U.S. State Department and the White House. Its more akin ideological family is that of the BRICS, with whom it tries to conciliate its foreign policy. [The BRICS are Brazil, Russia, India, China and South Africa.]

„Mächtige Frauen sind momentan wie einsame, bedrohte Eisberge und solche Kommentare, die allgemeine Stimmung gegenüber diesen Menschen ist der verfluchte Klimawandel. Diese Frauen wollen einfach nur ihren Job tun und sollen sich aber doch bitte auch um ihre Frisur kümmern, den richtigen Schmuck tragen und einerseits ansehnlich aber bitte auch nicht zu attraktiv sein. Klar, kein Problem.

Solange diese Art von Respekt gegenüber jemandem wie Angela Merkel hoffähig ist, was bedeutet das für andere Frauen in verantwortlichen Positionen? Wie sehr müssen Frauen sich winden und verformen lassen, um am Ende nicht als hysterische Zicke, inkompetente Furie oder eben die Mutti der Kompanie zu gelten?“

Link(s) vom 7. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 7th Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

„Wenn ich eine Kindledatei lese, dann zahle ich doppelt und dreifach: Mit Geld, Zeit und meinen Gewohnheiten. Natürlich stehen meine Nutzungsdaten auch jedem beliebigen Geheimdienst zur Verfügung. Diese Leute lesen ja noch, wie wir wissen. Oder sie lassen lesen, von Maschinen, Tage des Condors.“

„Ich bin betroffen, dass gerade einmal sechs Prozent befragter deutscher Personalchefs Vielfalt für ein Top-Thema ihrer Arbeit halten. Das deutsche Management ist viel zu homogen. In England steht Geisteswissenschaftlern eine Karriere als Banker oder Manager offen. Warum nicht auch in Deutschland? Stattdessen stellt Schmidt weiter Schmidtchen ein.“

Wunderschöne Bilder aus einem fernen, vergessenen Land vor unserer Zeit.

„When you’re a kid, intelligence can act as a sort of mild autism. Your brain leads you to different conclusions than everyone else, but you don’t have the experience yet to realize it. And so adults not in the know tend to think the smart kids are actually the slow ones.“

Die Lieblingstweets im September, Teil 2/2

  • Veröffentlicht am 3rd Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Teil 1 findet sich hier, die Greatest Hits der anderen wie immer bei der tapferen Anne.Und nein, ich habe keine Ahnung, warum die nicht mit dem nötigen Brimborium hübsch angezeigt werden. Ich kopiere den embedding Code und setze ihn hier ein und das kommt dabei raus. Fresst, oder Klappe.

 

 

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Link(s) vom 3. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 3rd Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

  • Doppelt so überflüssig wie die FDP
    „Derzeit glauben viele bei uns, sie könnten sie die Luftfahrt revolutionieren, weil sie schon mal jemanden vom Flughafen abgeholt haben.“

Realo Pavel Mayer seziert akribisch seinen Fundi-Chaotenhaufen namens Piratenpartei. In jeder Hinsicht lesenswert. Ich war „sweet sixteen“, als die Grünen erstmals in den Bundestag einzogen, also genau in dem Alter, in dem viele Piratensympathisanten heute sind (wählen dürfen sie ja noch nicht). Ich kenne das Prinzip Hoffnung und habe gesehen, was daraus werden kann und wurde. Ich erinnere mich gut an diese Chaotentruppe und an die Kräche zwischen Realos und Fundis, die den Realos, Fischer voran, schliesslich den Weg zur Macht ebneten. Politik für 80 Millionen zu machen, und für die dahinter liegenden restlichen Millionen von Europäern, die von bundesdeutschen Politikern mitregiert werden, ob sie das nun wollen oder nicht, das erfordert Macht. Die Piraten wollen als Ganzes offensichtlich keine Macht haben und die Wähler haben das klar erkannt und ihnen folgerichtig auch keine gegeben. Es war die Chronik eines angekündigten Todes. Mayer zeigt hier viele Lösungswege auf, für deren blosse Erwähnung er natürlich in den Kommentaren gleichsam gekreuzigt wird, aber jeder dieser bekloppten Kommentatoren nagelt den Sarg der Partei nur noch fester zu.

Ich muss die Piraten nicht in der Regierungsverantwortung sehen, aber es hätte mich gefreut, wenn wenigstens ein oder zwei Nasen dieser Truppe es in die Opposition geschafft hätten. Allein schon deshalb, weil sie dann offenen Zugang zu Akten, Vorgängen und Dokumenten gehabt hätten, die Nicht-Mandatsträgern und damit der Öffentlichkeit schlicht verwehrt bleiben. Die Chance, etwas mehr dringend benötigte Transparenz in den Laden zu bringen, laut unangenehme Fragen zu stellen, sie wurde vertan. Schade.

  • Willkommen in der Bastelmuttihölle
    „Aber jetzt fragt euch mal in welchen Berufsgruppen man normalerweise glitzert. Wenn man also golden glitzernd in einem wichtigen Business-Meeting sitzt, kann das durchaus unangenehm sein. Niemand denkt bei gülden glitzernder Haut an Laternenbasteln. Bestenfalls gerät der glitzernde Elternteil in den Verdacht nebenberuflich in der großen Gala-Show des Friedrichstadtpalasts mitzutanzen… (“Laternenbasteln, Frau Cammarata, ich verstehe. Knick knack.” Mein Gegenüber zwinkert mir verschwörerisch zu und nickt.)“

Das Nuf über Dinge, die sich kinderlose Menschen nicht vorstellen können. Oder wollen. Oder sollten.

Mir fällt dazu nur dieser legendäre Tweet ein:

Endlich ist es Monstober!

  • Veröffentlicht am 3rd Oktober 2013,
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Endlich ist es Monstober!

Für Monstober habe ich habe ein paar Monstershirts für das innere und äussere Kind in Euch entworfen, die es ab sofort im Shop gibt. Der Monstober ist ja der Monat, wo’s gruselig wird: Das Wetter lässt einen in aller Regel im Stich, die ersten Erkältungen schleichen sich an, morgens wird es später hell und dafür abends schon um sieben dunkel. Krönender Abschluss ist dann die Nacht vor Allerseelen, a.k.a. Halloween.

Motiv 1 ist ein Tintenfisch, bzw. Octopus. Nein, ein Roboter! Nein, ein Monster! Oder alles drei zusammen? Jedenfalls telefoniert es gerne und viel (es entstand, als ich telefonierte und dabei gleichzeitig online meine Handyrechnung überprüfte … Dr. Freud, übernehmen Sie!)

Monstobershirt 1: Das Oktopusrobotermonster (mehr …)

Link(s) vom 2. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 2nd Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

The Shining ist nicht Kings stärkster Roman, aber wahrscheinlich Kubricks bester Film. Ich mag weder Roman noch Film besonders und bin wahrscheinlich eher auf Seiten Kings zu finden, weil ich Kubrick für eine prätentiöse Luftpumpe halte bzw. hielt und King für einen der besten gegenwärtigen Schriftsteller, der nur leider im für mich falschen Genre schreibt. Ich nehme Kubrick übel, dass er Shelley Duvalls eigentlich recht starke Figur der Wendy zum dummen Frauchen gezeichnet hat, aber das passt wohl zu ihm – er war wohl dem Vernehmen nach ein ziemlicher Frauenverächter.

Schöne Sache, das. Ich hab’s ja nicht so mit SuperheldInnencomics und ignoriere Marvel und DC weitläufig, insofern kenne ich auch diese Figur der Jane Foster und Thor gar nicht. Aber wenn es hilft, technik- und wissenschaftsbegeisterte Mädchen zu fördern und zu unterstützen, dann soll es mir nur recht sein.

  • Gefunden
    „1—2—3—CDU-Wähler. Gut, so einfach ist die Suche nicht. Ich kann etwas weiterhelfen. Ich bin einer dieser CDU-Wähler, einen haben Sie also gefunden.“„Zudem hat die Partei mit Angela Merkel eine inte­gra­tive Poli­ti­kerin, der die SPD nie­mand Adäquates ent­ge­gen­setzen kann. Kanz­ler­kan­di­daten, die ver­lauten lassen, als Bun­des­kanzler wäre das Gehalt zu niedrig, wirken wenig ver­läss­lich – vor allem, wenn sie einer Partei ange­hören, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch die weniger gut Betuchten zu vertreten.“

Tja. Das lässt sich schlecht leugnen, so ist das leider. Vielleicht beeinflusst durch den Bohai, den die US-Amerikaner und die Franzosen um ihre Präsidentschaftswahlen und den damit verbundenen Personenkult treiben, wählen wir nun auch hierzulande (emotional betrachtet) weniger Parteien als Köpfe. Und der von Frau Merkel wirkt nun wirklich nicht blöder als der von Peer Steinbrück, ganz im Gegenteil. Ich kann diesen Gedankengang „so übel geht es uns im Vergleich zum Rest der Welt nicht, Angie ist vielleicht kein Gottesgeschenk aber definitiv nicht schlechter als dieser lustlose Raffke von der Partei, die uns Hartz IV gebracht hat“ gut nachvollziehen.

 

Link(s) vom 29. September 2013

  • Veröffentlicht am 30th September 2013,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 28. September 2013 und dem 29. September 2013 aufgelesen:

„Vor allem fließt die Genugtung wie Sodbrennen durch mich, weil Blackberry als erstes eine Konzerntechnologie ist, gemacht von Konzernen für Konzerne. Weil Konzernkasper auf diese Mist vertraut haben.“

 

„Du kennst ja sicher auch nicht alle Gesetze auswendig, oder? Trotzdem gelten sie.“

Link(s) vom 26. September 2013

  • Veröffentlicht am 27th September 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

„Remember the utter shock you felt when, as a kid, you ran into one of your teachers at the grocery store? It was such a strange idea that your teacher needed to eat food, and that she actually left the classroom. You knew, of course, that she did eat food because you had seen her eat cupcakes that the moms sent in for birthdays, but the concept that she would actually go grocery shopping was just mind-boggling.

In some way, employers act like the third graders they once were, and are shocked (shocked!) that their employees have lives outside work. And furthermore, they not only have lives, they have Twitter and Facebook and Vine and Instagram accounts and–here’s the really weird thing–sometimes they talk about work on these accounts.“

„Wir tranken einen Kaffee vor einer Bäckerei, gelangweilte Menschen in Kaschmirpullovern neben uns. Notare, Apotheker, Verleger, Therapeuten und Chefärzte, wenn man diese Rollen für einen Tatort besetzen müsste, man hätte hier jeden Gast nehmen können. Abgesehen von meinem Wanderfreund und mir natürlich, wir wären dann eher die Verdächtigen gewesen.“

„Ich fahre zusammen, als wäre mir der Leibhaftige erschienen, als aus dem Dunkel hinter mir eine Stimme sagt: “Krieg ich auch eine?”
Mit einer Gänsehaut am ganzen Körper, so habe ich mich erschreckt, drehe ich mich um und sehe am Straßenrand fast ganz im Dunkeln einen Mann auf einem Kilometerstein sitzen. “Kann ich auch eine Zigarette bekommen?” fragt er wieder und deutet mit dem Finger auf meine Kippe.“

Link(s) vom 26. September 2013

  • Veröffentlicht am 26th September 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

„For every great tweet, there could have been four insightful paragraphs, but there aren’t, and never will be, because Twitter removes my desire to write by killing my ideas.“

Ich finde a, es gibt wenig Unheimlicheres als ein leeres Schwimmbad.

„„Ich werde zu spät kommen und ALLES hat schon angefangen! Ich habe EXTRA nichts gegessen.“ „Das tut mir sehr leid. Ich entschuldige mich im Namen der SBB.“, der Kondukteur zeigt sich ruhig und routiniert. „Ausserdem habe ich ein Billett für die neue Strecke gekauft. EXTRA.“ er wedelt mit dem Billett so intensiv vor Kondukteurs Nase herum, dass ich glaube Nasenhaare flattern zu sehen.“

Link(s) vom 24. September 2013

  • Veröffentlicht am 24th September 2013,
  • veröffentlicht von

Portrait of a Metal Worker

Zuletzt aufgelesen:

Zum Mittag gibt es heute also einen Linseneintopf mit Würstchen, dazu ein leckeres Glas “Fantasie Getränkepulver Typ Orange” und anschließend etwas Schokolade. Alles Herstellungsdatum 1998.“

Ich kann mir nicht erlauben, erst mal einen Blick in meinen Pass zu werfen. Das hieße, ich kann das alles gar nicht mehr machen: Ich kann nicht auf den Laufsteg gehen, kein Rockstar werden oder Filme machen. Genau das habe ich aber noch alles vor.“

„Ich möchte mein Leben nicht von Angst leiten lassen.“

Link(s) vom 20. September 2013

  • Veröffentlicht am 20th September 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Babylon
    „Wir verstanden kein Wort. Aber ich habe meinen Vater selten so gesehen wie in dem Lokal seines Freundes. Gelöst, entspannt, fröhlich. Es war so als ob einen Teil, den man von ihm abgeschnitten hatte, plötzlich wieder da war.“
  • Ich geh Sonntag wählen
    „Ich find nicht alles uneingeschränkt super was die Piraten bis jetzt so ab- und von sich gegeben haben […] aber dieser Haufen der sich Regierung nennt braucht dringend ein paar Nerds.“
  • Fünf Tage vor der Wahl. Ein Statusbericht.
    „In den Kommentaren auf Spiegel-Online beschweren sich Menschen, dass der Berliner Tatort unrealistisch gewesen sei, weil der deutsche Jugendliche der Täter war. So was machten doch nur Ausländer.
    Und im Fernsehen erklärt eine Kanzlerin, dass sie sich persönlich schwer damit tue, Menschen gleichberechtigt zu behandeln.
    In Italien steht derweil ein Schiff wieder aufrecht. Die Reporter können jetzt zusammenpacken. Sie haben nun Ruhe bis zum Frühjahr. Dann wird das Schiff abtransportiert.“
  • Kein Fernsehen, kein Internet, kein Radio: Selbstversuch: Eine Woche Print – Medien
    „Texte, die meine Filter Bubble nicht kennt. Die mich bereicherten.“
  • Alternate Sweden
    Toll!

Neu: Mein Zweitblog auf svbtle.com

  • Veröffentlicht am 20th September 2013,
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Vor einiger Zeit flatterte mir eine Einladung zu svbtle.com in den Kasten, und nachdem ich mich schlau gemacht habe, was das sein soll (ein Blognetzwerk ähnlich Medium, angeblich ziemlich elitär und definitiv mit einem sehr guten Backend versehen) überlegte ich, was ich da als angemessenen Jungferneintrag schreiben sollte. Der Artikel ist jetzt lang und live zu sehen unter dem Titel On drawing first. Kommentieren kann man drüben nicht, nur gerne „Kudos“ verteilen, aber ich freue mich auf feedback über die üblichen Kanäle.

Die Lieblingstweets im September (Teil 1/2)

  • Veröffentlicht am 13th September 2013,
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(mehr …)

Link(s) vom 11. September 2013

  • Veröffentlicht am 11th September 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

Statt Schwedenmöbel. I like, besonders das Gästebett.

Jo, kann man so sehen. Stimmt auch oft. Aber man kann sich bereits vollumfänglich informiert haben und trotzdem Dinge nicht verstehen, bzw. eben nicht SO verstehen, wie sie der oder die Andere meinen. Und man darf Dinge dumm, idiotisch, lächerlich und unwichtig finden und nicht verstehen, warum sie anderen Menschen wichtig sind. Und was dann? – Würde mal sagen, hier hat jemand den Unterschied zwischen „nicht verstehen“ und „nicht akzeptieren“ nicht verstanden.

Guess what: Goodreads ain’t one of ’em.

„It’s only when the customer, after truly resonating with an artist, moves from an Active Fan to a Passionate Fan that the artist stands a chance of making money.“

Amen.

Wie Hund und Katze

  • Veröffentlicht am 9th September 2013,
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Der Rote

Vielleicht würde ich Katzen heute mögen, wenn ich als Kind eine gehabt hätte. Oder bei meinem Erstkontakt mit dieser Spezies nicht blutig zerkratzt worden wäre. Es war nicht meine Schuld, und genaugenommen auch nicht die Schuld der Katze. Meine Cousine und ich hatten das Tier auf dem Spielplatz gefunden, stundenlang gestreichelt und schliesslich nach Hause getragen. Meine Tante war jedoch strikt gegen Katzen und auch ansonsten eine recht autoritäre Frau, so daß mein Cousinchen, als sie ihre Mutter von ferne sah, das Tier ohne Vorwarnung auf meinen Arm warf und in den Garten rannte – damit ich zumindest den ersten Zorn der Götter Göttin abbekam. Die Katze und ich waren von dieser spontanen Aktion gleichermassen verblüfft und so stand ich am Ende zerkratzt, blutend und heulend vor meiner wütenden Tante, während sich Katze und Cousine schlauerweise aus dem Staub gemacht hatten. (Was aus der Katze wurde, weiss ich nicht. Meine Cousine und ich reden seit ein paar Jahren wieder miteinander.)

Oder vielleicht würde ich Katzen heute mögen, wenn mein erster Kinofilm nicht ‚Susi und Strolch‘ gewesen wäre, mit den beiden verschlagenen, intriganten, sehr unheimlichen und durch und durch bösen Siamkatzen Si und Am, die mir noch wochenlang nach dem Kinobesuch Albträume bescherten.

Vielleicht fände ich Katzen weniger schrecklich, wenn ich nicht so häufig von Freunden und Bekannten zu hören bekäme, daß ihnen Sheila oder Blackjack stolz einen selbst erlegten Vogel- oder Mäusekadaver aufs Kopfkissen gelegt hätten, als Zeichen ihrer Zuneigung, Anerkennung, Ehrerbietung oder wasweissich. Nennt mich altmodisch oder meinetwegen spiessig, aber ich finde nicht, daß ein Tier etwas im Bett zu suchen hat, ganz egal, wie viele Beine es hat … und ganz sicher nicht, wenn es keinen Kopf mehr hat oder nur noch einen Kopf und insgesamt betrachtet toter ist als Schrobenhausen bei Nacht.

Ja, vielleicht. Aber es ist nicht sehr wahrscheinlich. Ich glaube, die meisten Menschen fühlen sich von Natur aus entweder mehr zu Katzen oder mehr zu Hunden hingezogen und ich war vom ersten Tag an ein Hundemensch. Ich hatte keine Goldhamster, Meerschweinchen, Mäuse, Kaninchen, Fische oder anderes Getier zum Üben, ich hatte einen Hund. Und mein Hund hatte mich. (mehr …)

Link(s) vom 8. September 2013

  • Veröffentlicht am 8th September 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

Im Ernst? So scannen die bei Google Books die Bücher? Irre!

DC Comics ist ja berühmt berüchtig für die sexistische Darstellung von Frauen in ihren Geschichten und Bildern, aber das hier hat noch mal ganz neue Qualität: Nachwuchkünstler werden mit der Chance geködert, für das Label DC arbeiten zu dürfen („Break into comics with Harley Quinn!“), wenn sie (u.a.) Zeichnungen abliefern, auf denen die Figur der Harley Quinn nackt Selbstmord begeht. Das ist an Widerwärtigkeit in jeder Hinsicht wohl kaum zu übertreffen.
Drecksladen.

„So liest man sich durch die Leseproben und stößt auf einmal auf Texte, in denen kurz hintereinander das Wort “hienieden” auf das Wort “Lässlichkeit” folgt und wundert sich doch ein bisschen, wieso da keiner schon allein aus einem Verantwortungsgefühl dem Leser gegenüber eingegriffen hat.“

Wow.

Shirts & Gedöns nach Beliebtheit

  • Veröffentlicht am 2nd September 2013,
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Ende Juli habe ich meinen kleinen Shirts & Gedöns Shop eröffnet und mit ein paar Motiven gefüllt, die mir besonders gut gefallen. Heute habe ich mal nachgesehen, welches am beliebtesten ist:

Bestellungen_August

Klarer erster Sieger ist das Katzenmotiv:

Weltkatzentag

Es hätte mich eigentlich nicht wundern sollen, da meine halbe Timeline gefühlt über zwei Katzen pro Teilnehmer verfügt, und Hunde stark in der Unterzahl sind. Aber daß das Gefälle so stark ist, hätte ich nicht gedacht! Da werde ich wohl noch ein paar Katzen zeichnen müssen, ob sie wollen oder nicht (meist wollen sie sich nicht so gern von mir zeichnen lassen und drehen mir bestenfalls den Rücken zu).

Ich danke allen Kunden sehr herzlich für ihre Bestellungen und hoffe, sie haben so lange so viel Freude an den Sachen wie ich sie beim Zeichnen habe.

P.S.: Noch bis Mittwoch Abend (4.9.) gilt: 20% Rabatt auf alles – einfach beim Checkout den Gutscheincode “SPARSTAR20” eingeben und sparen!

 

Link(s) vom 2. September 2013

  • Veröffentlicht am 2nd September 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

Ich sitze gerade an einem Projekt, für das ich den Parallax Effekt einsetzen möchte. Diese Liste an Plugins sieht ganz hilfreich aus.

Ja, die Frage aller Fragen: Präsentiere ich dem Kunden einen oder mehrere Entwürfe? Okay, mehr als zwei sollten es so oder so niemals sein. Ich bin grundsätzlich sehr dafür, nur einen Entwurf zu präsentieren und ihn entsprechend zu verargumentieren, allerdings fühlen sich manche Kunden unter Druck gesetzt oder ihrer Optionen beraubt, sie möchten gern aus einer Schachtel Pralinen ihren Favoriten wählen, als nur zwischen „Praline, ja oder nein?“. Ich habe schon gelegentlich für Agenturen gearbeitet, die ihren Kunden gern eine Wegwerfoption präsentieren wollten, ich sollte also mit einer präferierten und der zweiten, „wegzuwerfenden“ Idee erscheinen, was mir grundsätzlich Bauchschmerzen bereitet: wer arbeitet schon gern vom Start weg für die Tonne? Ganz zu schweigen davon, dass der Kunde eben manchmal doch lieber die Wegwerfidee haben will, oder, noch schlimmer, ein Amalgam aus beiden, was in den allerseltensten Fällen gut funktioniert und zu Ergebnissen führt, mit denen am Ende niemand glücklich ist. Wie handhabt Ihr das bei Euren Kunden?

Das wusste ich auch noch nicht: der Song dreht sich eigentlich um den Klimawandel und die Sorge vorm Ertrinken.

Ken Levine über einen Improvisationsworkshop mit dem Gott der Standup Comedy.

Hier nimmt mal jemand so richtig schön die Hysterie im Netz unter die Lupe.

Rabattaktion im Shop

  • Veröffentlicht am 28th August 2013,
  • veröffentlicht von

20ProzentRabatt

Weltkatzentag

 

Wer noch kein Tiershirt hat, oder noch keine faule Katze auf der Kaffeetasse, der sollte jetzt zuschlagen: Bis zum Mittwoch, den 4. September 2013 gibt es 20% Rabatt auf alle Bestellungen im Shop! Und zwar ohne einen Mindestbestellwert. Einfach Shirts & Gedöns aussuchen und beim Checkout den Rabattcode SPARSTAR20 eingeben – schwupps! Gespart!

Und für alle, die noch nicht das richtige Motiv gefunden haben, hätte ich folgenden Vorschlag: Ihr kommentiert, mailt, twittert, facebooked mir Eure Motivwünsche und -vorschläge und ich suche mir einen davon aus und setze ihn zeitnah um. Zusätzlich würde ich mich über Feedback freuen, welche Shirts & Gedöns-Teile für Euch am wichtigsten wären, die ich aktuell nicht im Programm habe. Also z.B. „Was hier fehlt sind Katzen auf Lätzchen“ oder „Ich hätte gern den Helldog auf einer Sporttasche“ oder „Wieso gibt’s den Jackie eigentlich nicht auf Kapuzenpulli?“. Ich versuche zwar, eine gute Bandbreite der von Spreadshirt angebotenen Artikel abzudecken (besonders im Kindersegment), aber will natürlich auch keine Zeit damit verschwenden, Produkte anzulegen die niemand haben will und die letztlich nur den Shop verstopfen. Im Ernst, Ihr würdet mir (und Euch) damit einen grossen Gefallen tun.

Link(s) vom 28. August 2013

  • Veröffentlicht am 28th August 2013,
  • veröffentlicht von

Deathigner, from Deathigner.

Zuletzt aufgelesen:

„Dass jeder Text autobiografisch ist, liegt sowieso auf der Hand: Der Autor der Raupe Nimmersatt ist heute hauptberuflich Schmetterling, Kafka hatte während der Schulzeit einen Ferienjob als Insekt, und Enid Blyton verbrachte ihr gesamtes Leben in einem rauschhaften Exzess aus Internats-Intrigen und frappierend dramatischen Pferdeproblemen.“

Hier fällt doch tatsächlich mal jemandem auf, daß Sportlerinnen nur gut zu vermarkten sind, wenn sie gut und sexy aussehen. (Louis de Funès: „Nein!“ – „Doch!“ – „Ooh!“) Mir fällt das ja besonders beim Golf auf, klar, das ist mein Sport und es ist, das darf ich nach über dreissig Jahren sagen, einer, in dem Sexismus nicht nur vorkommt sondern als Fundament des Sports gefeiert wird, und nicht nur in Traditionsclubs wie meinem, sondern auch und besonders in jungen Clubs und bei clubfreien Spielern. Von der Presse mal ganz zu schweigen.

Ich bin gespannt auf den Film; der Trailer sah schon mal recht vielversprechend aus und auch, wenn ich mit DiCaprio nicht viel anfangen kann, so bin ich doch hoffnungsvoll, daß Marty ihn entsprechend gepushed hat.

Ein sehr nachdenklicher ehemaliger Oberkellner über seine Midlife Crisis im Angesichts des Vaterwerdens.

Herr Buddenbohm erzählte neulich so schön über seinen Lieblingsfilm als Kind und prompt fallen mir ein paar großartige Zeichnungen des Meisters dazu aus dem Feedreader.

Für mich ist King ja einer der ganz großen Schriftsteller unserer Tage; nicht nur sprachlich und stilistisch, sondern auch inhaltlich. Ich würde soweit gehen zu sagen, wer Amerikas Menschen  verstehen will (besonders die von der zerkratzten Seite des amerikanischen Traums), der sollte Kings Bücher gelesen haben. Kings Bücher sind für mich das literarische Äquivalent zu Bruce Springsteens Liedern: kraftvoll, direkt, mitreissend, die Texte lassen einen nie kalt und „we learned more from a three-minute-record, baby, than we ever learned in school“. Wie Springsteen hatte auch King seine schwächeren Phasen (besonders Mitte der 80er, während seiner Drogensucht), aber wenn er gut ist, ist er sensationell gut und wenn er nur so mittelmässig ist, ist er immer noch besser als die meisten anderen. Wer partout keine Horrorbücher lesen mag, sollte sein autobiographisches Buch („On Writing“) übers Schreiben lesen (Deutsch: „Das Leben und das Schreiben“). Er wird es nicht bereuen. – In der NY Times gibt es nun ein Portrait seiner Familie, wo wirklich jedes Mitglied schreibt, und zwar teils durchaus auch sehr erfolgreich. Das Portrait selbst ist auch in einem lesenswerten Format, mal ganz anders als andere Portraits.

Link(s) vom 27. August 2013

  • Veröffentlicht am 27th August 2013,
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paoloanimates.com | serialtaxi.com

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„The goal of this show—as with the group’s past shows—is to expand the collective sense of what a woman is and means in the realm of art. Each artist has been asked to invite one female artist to exhibit alongside them, thus multiplying the power and vision of the group twofold. Above all, though, the hope of the artists in this exhibit is to show variety, and to continue to build community and visibility for women artists.“

Einige gar nicht mal so unglaubliche Geschichten von der Welt hinter den Kulissen.

Berichte von traditionellen Handwerksbetrieben und Gewerken finde ich immer sehr interessant. Hier geht’s um Wolle, und es ist kein Mutti-strickt-Socken-und-bloggt-1000 Worte-darüber-Content, sehr angenehm.

Bücherstöckchen

  • Veröffentlicht am 26th August 2013,
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Oh, es gibt ein neues Bücherstöckchen, das ich gerade bei Isabel fand. Und es hat sogar ein paar Fragen darin, die beim letzten noch nicht gefragt wurden, hurra!

Welches Buch liest Du momentan?

Ich habe gerade meine „American Classics“ Phase und bin mitten in John Steinbecks Früchte des Zorns, das übrigens so aktuell ist wie eh und je. Und parallel lese ich ein wenig in Melvilles Moby Dick, weil mir da ein paar Illustrationen vor Auge schweben, die ich dazu demnächst anfertigen werde.

Wurde Dir als Kind vorgelesen? Kannst Du Dich an eine der Geschichten erinnern?

Mir wurde ganz sicher vorgelesen, aber ich kann mich konkret an kein Buch erinnern. Da ich recht früh selbst lesen konnte und das dann auch – wie vermutlich alle Kinder, die etwas selbst erlernt haben – fortan nur noch selbst erledigen wollte, kann ich hier leider kein bestimmtes Werk nennen.

Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den / die die Du mal regelrecht verliebt warst?

Verliebt wäre zuviel gesagt, aber ich wäre gern mit Lord Peter Wimsey und Harriet Vane befreundet. Die beiden (und die ganzen anderen Figuren aus dem Wimsey-Kanon) sind mir sehr ans Herz gewachsen über die Jahrzehnte. Auch Larry McMurtry hat einige starke Figuren geschrieben, mit denen ich mich sehr gerne einmal unterhalten würde. McMurtry habe ich übrigens meinen ersten und einzigen Fanbrief geschrieben, da war ich ca. 12 oder 13 Jahre alt. Er hat mir auch sehr nett höchstselbst und handschriftlich geantwortet; den Brief habe ich neulich erst wiedergefunden. Und natürlich bewundere ich nach wie vor Tom Ripley, auch wenn ich nicht verliebt in ihn war oder bin.

In welchem Buch würdest Du gern leben wollen?

Nicht unbedingt darin leben, aber gerne eine Zeit lang besuchen würde ich die Welt des Wimsey-Kanons von Dorothy L. Sayers. Habe ich ja auch teilweise schon einmal gemacht. Und in Ripleys (bzw. Patricia Highsmiths) Europa, besonders Venedig, hätte ich gern gelebt. Andererseits ist ja gerade das Tolle an Büchern, daß sie dich zumindest für eine Weile in ihre Welt mitnehmen, wenn sie gut geschrieben sind. Man lebt also zeitweise so oder so in ihnen.

Welche drei Bücher würdest Du nicht mehr hergeben wollen?

Ich hänge an vielen meiner Bücher, es wären jedenfalls deutlich mehr als drei. Und ich merke, daß ich wirklich die Bücher brauche, also das haptische Erlebnis. Ich habe nicht direkt etwas gegen eBooks, habe ja auch einige Dutzend davon, aber ich vermag keine echte emotionale Beziehung zu den „Elektro-Werken“ aufzubauen. Sie sprechen nicht zu mir, ich sehe sie nicht, wenn ich in meine Regale schaue und keines von ihnen blinzelt mir im Vorübergehen verschwörerisch zu und fordert mich auf, in das Kaninchenloch zu stürzen und ein paar Stunden oder Tage meines Lebens darin zu verbringen und der Geschichte und ihren Figuren zu folgen. Und nun, da ich auch kein iPad mehr habe, und meine Ü40-Augen zu schlecht fürs Lesen längerer Texte auf dem iPhone geworden sind, hat sich das Thema sowieso für mich erledigt.

Ein Lieblingssatz aus einem Buch?

„Das Leben ist kein Stützgerüst für die Kunst. Es ist andersherum.“

Link(s) vom 22. August 2013

  • Veröffentlicht am 26th August 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Angela Merkel domestiziert Kritik durch simulierte Freude an einem Diskurs, den sie nicht führt.“ – Carolin Emcke richtet die Taschenlampe auf Frau Merkels Blabla. Das wird davon zwar auch nicht heller, aber für den einen oder anderen vielleicht sichtbarer.

„Aber ich kann ja schlecht morgens mit dem Trinken anfangen, nur weil ich mittags ein Kürbiskernbrot kaufen will.“ – Ein Stotterer erzählt. Es liest sich lustiger, als es wohl ist.

Percanta hat eine neue Rubrik im Blog: Die täglichen morgendlichen Fragen ihres Sohnes.

#ichkaufdanicht, würde ich mal sagen.

FC Bayern-Fan Herm ist nun einer von der Mannschaft, wenn ich das so richtig gelesen habe.

Glumm erzählt recht heiter von einem ziemlich kriegsgestörten Lehrer. Solche hatte ich auch noch, obwohl ich ein paar Jahre jünger bin. (Der einäugige Mathelehrer aus Sachsen, mit dem steifen Arm. Der cholerische Musiklehrer kurz vor der Pensionierung, der schwere Schlüsselbunde quer durchs Klassenzimmer warf, wenn einer ungefragt redete. Die Lehrerin, deren Mutter in Theresienstadt umkam und die uns ausführlich erläuterte, was das für sie bedeutete. Der Biologielehrer mit dem Flachmann im Tweedsakko, bei dem schon vor der ersten Stunde die Lampen an waren und der dem Klassenclown „sowas wie dich hätte man früher vergast“ zuzischte.)

Geoff Dyers 10 rules for writing fiction.

Link(s) vom 14. August 2013

  • Veröffentlicht am 14th August 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Die Autorin Danielle Steel wird gelegentlich von (zumeist) Männern gefragt, ob sie noch schreibe. Sie findet das zurecht beleidigend und hat sich das hinter dieser Frage liegende Verhaltensmuster näher angesehen. – Ich muss gestehen, ich habe noch nie zuvor etwas von Danielle Steel gelesen; vor meinem inneren Auge tauchen bei der Nennung dieses Namens verschwommen rosafarbene Taschenbuchziegel mit einem verschlungenen Namen in Goldprägedruck  auf, die in Flughafenbuchhandlungen und vor Supermarktkassen in Drehregalen stehen und mich schlicht null ansprechen. Aber wenn ich nach diesem Blogeintrag gehen darf, dann schreibt sie nicht nur sehr erfolgreich sondern auch sehr gut.

“Wo kommen Sie denn her in Australien?” frage ich. “Aus Perth”, sagt er, und malt er mir Australien auf den Reiseplan. “Da ist Perth und da ist Adelaide und da ist Sydney und dann kann man da noch ganz oben nach Darwin. Von Perth nach Adelaide sind es 1500 Kilometer, kann man alles mit dem Zug fahren, bis oben hin nach Darwin, aber da ist Schluss.”

Anne ist Zug gefahren und hat jemanden getroffen.

Eine interessante Geschichte über Big Data auf dem Golfplatz.

„21:15: Mir fällt zum ersten Mal auf, wie ruhig die Bayern-Fans sind. Mit der Zeit schaue ich immer wieder um mich herum und denke, was ist hier los? Keiner singt, keiner klatscht, keiner bewegt sich. Ich weiß nicht, wer für diese Scheiß-Stimmung verantwortlich ist, kann es aber kaum glauben. Da spielt der Triple-Sieger vor uns im Eröffnungsspiel der Bundesliga und ich höre keinen einzigen Anfeuerungsruf des heimischen Publikums. Erst am nächsten Tag werde ich googeln und erfahren, dass es Unstimmigkeiten zwischen Fans und Vereinsführung gibt und deswegen eine Art Stimmungs-Boykott im Gange ist.“

Ich lese ja gerne Reiseberichte aus exotischen Gegenden und über wilde Völker. Der hier ist auch gut.

Schöne Schilder, gefunden von Anne.

Zeichnen – mein Setup. (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 12th August 2013,
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Zeichnen – mein Setup. (Teil 1)

In letzter Zeit wurde ich ein paar Male gefragt, wie und womit ich denn zeichne. Meinen generellen digitalen Setup und Workflow hatte ich ja schon vor längerer Zeit mal hier verbloggt (müsste ich auch mal aktualisieren, sehe ich gerade), aber meine Lieblingswerkzeuge in Sachen Handarbeit kamen bislang noch nicht zur Sprache. Ich bekomme das allerdings nicht alles in einem einzigen Blogeintrag untergebracht, das würde zu lang geraten, und wer – ausser uns paar Designerds und -nerdettes hier – interessiert sich schon gross für Zeichen- und Malutensilien? Genau. Also los geht’s heute mit Teil eins:

Die Skizze – Lieber mit Bleistift oder doch Non-Photo Blue?

Ob Logo oder Layout, App oder Website, Illustration oder Comic: Mein erster Griff geht fast immer zum Bleistift (bei Entwürfen und Scribbles zu Websites oder Apps), bzw. zum Blau- oder Rotstift (bei allen anderen). Warum dieser Unterschied? Für die Planung digitaler Produkte wie einer App oder einer Website, wo es ums UIX (User Experience) geht, wird zumeist später direkt in Photoshop oder anderen Programmen oder gleich mit einem Editor und CSS gearbeitet. Der Strich auf Papier dient nur der ersten Visualisierung des Gedanken im Meeting und ist qualititativ nicht relevant. Es gibt Leute, die sich mit einem Stift in der Hand komplett unsicher oder unwohl fühlen und statt dessen mit relativ limitierten Tools wie Balsamiq arbeiten, die einen zittrigen Bleistiftstrich simulieren und noch vor einiger Zeit der Quasi-Standard für Mockups waren (wie und warum solche Leute dann Designer geworden sind, werde ich mein Lebtag nicht verstehen). (mehr …)

Link(s) vom 11. August 2013

  • Veröffentlicht am 11th August 2013,
  • veröffentlicht von

Dia de los Muertos from Whoo Kazoo on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

Interessante Ansicht einer Karte, die wir alle kennen – oder auch nicht. :)

Das geht ja immer wieder mal herum, aber ich finde es auch immer wieder interessant zu vergleichen.

Hier kann man sein Logo als Stempel bestellen. Etwas retro, etwas beknackt, etwas sehr liebevoll und schön.

Nachdem der Sharknado über uns ist: Wie können wir Surfer uns nicht nur an Land sondern auch im Wasser vor den bösen Haien schützen? Hier zwei innovative Ansätze dazu.

Die Kunst des Kartenzeichnens … diese Variante ist auch nicht schlecht!

Der eine oder andere nützliche Hack ist sicher für Euch dabei.

Teil 2 – der Fokus liegt hier sehr auf der Agenturarbeit und den entsprechenden Ksten und wird den Kunden letztlich nicht interessieren. In Teil 1 wurde neulich eigentlich schon alles Nötige gesagt.

Sign Painters – Trailer

  • Veröffentlicht am 9th August 2013,
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Dies ist der Trailer für den Dokumentarfilm von Faythe Levine & Sam Macon über Schildermaler. Sieht wirklich sehenswert aus und wird natürlich hierzulande nirgends laufen, höchsten mal auf einem obskuren Festival oder halt via iTunes (US) oder per DVD anzuschauen sein. Schade, ich mag solche Filme und würde sie gerne mal wieder auf der grossen Leinwand sehen. Es gibt übrigens auch ein Buch zum Film. Gleich mal auf meine Wunschliste gepackt.

Spass mit Paketboten, heute: DHL-Man

  • Veröffentlicht am 8th August 2013,
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Türklingel: LINGELINGELING!

Ich: *zurTürsprint*

DHL-Man: Ich hab’ ein grosses Paket für Sie ist unten, helfen Sie mir mal?

Ich: „Ich erwarte eigentlich nichts …?“

Egal, die Neugierde siegt. Unten dann treffe ich auf eine Kiste, in der – der Größe, dem Gewicht und Geruch nach zu urteilen – vermutlich ein Elefantenpärchen geduldig auf seine Befreiung wartet.

DHL-Man (leicht schadenfroh): „Oh, ist gar nicht für Sie, sehe ich gerade. Na, egal, Sie helfen mir sicher trotzdem? Und nehmen das für Herrn Dingenskirchen an? Ich werf’ ihm ’ne Karte in den Kasten.“

Ich (leicht schadenfroh): „Der ist gerade ausgezogen, tut mir leid.“

DHL-Man: „Ja aber was mach’ ich denn jetzt damit?“

Ich: „Mit zurück nehmen, Nachsendeauftrag checken, ggf. zurück an Absender, was weiss ich?“

DHL-Man: „Haben Sie keine Nachsendeadresse für mich?“

Ich: „Ist das Ihr erster Tag im neuen Job?“ *Türklapp*

Echtjetztmal.

Link(s) vom 8. August 2013

  • Veröffentlicht am 8th August 2013,
  • veröffentlicht von

SpyFox from SpyFox Film on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

Ein typografisch wirklich tolles, responsives HTML5 Template von Jeremiah Shoaf mit über 500 Kombnationsmöglichkeiten.

Herr Wagner war im Museum.

Über Wilders Schreibtisch hing eine Plakett mit der Frage „What would Lubitsch do?“ – Ich erweitere um „What would Wilder do?“. Hier gibt er ein paar Tips.

Eine schöne Zusammenfassung, warum das selten aus der Hüfte beantwortet werden kann und sollte. Komplett mit Checkliste.

Ein tumblog mit schönen Dingen, denen gute Typographie angediehen wurde.

“Management perspective looks at reports as resources – like how can you get the maximum value out of this person,” Stirman says. “But when I think resources, I think like natural gas or coal mines. Thinking about a person’s life that way just seemed really dehumanizing.”

Exakt. Mich erinnert der Begriff „Human Resources“ (neudeutsch für ‚Personalabteilung’) ja immer an Soylent Green.

Link(s) vom 6. August 2013

  • Veröffentlicht am 6th August 2013,
  • veröffentlicht von

Contre temps from Contre temps Team on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„A scientific study* compared the average warm/cool pixel distribution of random photographic images to average distributions among many artists’ works, and the artists’ color averages were distinctly warmer—much more yellow, orange and red, and much less blue and green than we see in nature. “

„Maybe when a young man signs up for Selective Service, he’ll have to go to full mast for his country and stick his unit in the Federal Wangometer and register his johnson. “

Interessanter Vorschlag.

„Als dann die Mauer gefallen ist und der Alte Westen mit dem Osten unterging, konnte man in Berliner Kellern erfahren, wie repressiv und ausgrenzend dieses München damals unter der Ägide der Überwachungsfreunde wirklich war.“
Don Alphonso über die Klassengesellschaft. München ist Hamburg ist Düsseldorf ist London ist New York – natürlich nicht, natürlich doch.

“Ich brauche einen Nachweis, dass ich nicht bosnische Staatsbürgerin bin. “
– “Sind Sie bosnische Staatsbürgerin?”
“Nein.”
– “Dann kann ich nichts für Sie tun.”
“Aber warum nicht?”
– “Weil Sie keine bosnische Staatsbürgerin sind.”
“Und das kann ich nicht schriftlich haben?”
– “Nein.”
“Warum nicht?”
– “Sie sind keine bosnische Staatsbürgerin. Wir sind nicht für Sie zuständig.”

Un.Glaub.Lich.

Link(s) vom 1. August 2013

  • Veröffentlicht am 1st August 2013,
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Borrowed Light from Olivia Huynh on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„OK, so a cover illustration that features the worst human being in the history of the planet. I start by getting myself on a few NSA Hate-Group-Watch-Lists by Googling photos of Hitler and Nazi propaganda and begin working on sketches.“

Wie das Cover der aktuellen Ausgabe des Hollywood Reporter entstand.

„But typography is about more than just liking how letters look together. It is about understanding letterforms and how to merge them seamlessly.“

Carrie Cousins über type essentials.

Wir sollten alle mehr Glumm lesen.

Ich habe das Weidenmannbuch geliebt. Und Gepäckschein 666 auch. Das Hamburger Abendblatt hingegen ist, so lange ich zurückdenken kann (und ich habe es als Schülerin eine Weile mit dem Rad ausgetragen, damals, als das noch ein klassischer Schülerjob war und kein Job für Leute, die von Hartz IV leben müssen), ein jounalistisches Armutszeugnis für eine Tageszeitung in der selbsternannten Medienmetropole.

Die Twitterlieblinge im Juli (2/2)

  • Veröffentlicht am 31st Juli 2013,
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Teil 1 findet sich hier und der Rest sicher bald wieder wie immer vollumfänglich bei Anne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Joghurtbecherritual

  • Veröffentlicht am 30th Juli 2013,
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Joghurtbecher

Ich esse nicht mehr sehr häufig Joghurt. und ohnehin nur eine Sorte: den Lünebest Sahnejoghurt, mit properen 10% Fett. Alle anderen Sorten schmecken mir zu wässrig und es gibt sie meist auch nur im Eimer und nicht mehr im Becher. Ich überlege, wann das angefangen hat: Riesenportionen von Lebensmitteln, die früher als „Familienpackung“ bezeichnet worden wären. Wahrscheinlich um die gleiche Zeit, als Eis nicht mehr dreissig bis fünfzig Pfennige die Kugel kostete, sondern eine Mark und wenig später einen Euro die Kugel. Eine Familienpackung Vanilleeiscreme war nicht mehr – oder nur noch in wenigen Läden – in der „grossen 1-Liter-Packung“ zu haben, sondern in einem 400- oder 500 Milliliterbecher. Es war auch kein reines Vanilleeis mehr darin, sondern US-amerikanische Keksabfälle von der Sorte, die hierzulande vor dreissig Jahren kein Hund freiwillig gefressen hätte. Dafür kostete das Zeug doppelt so viel wie richtige Eiscreme.

Waschpulver wurde nicht mehr in grossen, 10 kg schweren Papptrommeln verkauft, die man als Kind anschliessend, wenn sie nach Monaten endlich leer waren, für einen halben Tag zum Schlagzeug umfunktionieren konnte (bevor die Mutter versehentlich reintrat), sondern als Konzentrat in kleine, handliche, 1-2 kg schwere und dafür doppelt so teure Päckchen. Milch hielt zwei, maximal drei Tage, bei Gewitter „kippte“ sie auch eher, aber frische Milch war eine Köstlichkeit, und die Plörre namens H-Milch wurde von uns nicht mal ignoriert. So ungefähr musste Soylent Green schmecken, dachten wir Kinder – und vermutlich war auch dasselbe drin.

Wo war ich? Ach ja, Joghurt im Becher. Wenn ich als Kind einen Becher Joghurt aß und der Löffel laut im Becher klapperte um anzuzeigen, daß es zu Ende ging, dann war das das Signal für unseren Hund, den Kopf um die Ecke zu stecken, dezent mit dem Schwanz zu wedeln und sich erwartungsvoll vor mich hin zu setzen. Ich streckte ihm den leeren Becher entgegen, den er hingebungsvoll mit einer unglaublich rosafarbenen Zunge formvollendet und hochkonzentriert ausleckte. Ich musste den Becher so halten und drehen, daß die Zunge in jeden Winkel kam, noch das letzte Fitzelchen der sahnigen Köstlichkeit einfing, bis der Becher so sauber aussah, als hätte ich ihn frisch aus der Spülmaschine genommen. Dann bekam ich einen freundschaftlichen Stups mit der feuchten Nase, und der beste Hund von allen drehte sich um und schlenderte zu seinem Lieblingsplatz und liess sich wie ein Sack Kartoffeln fallen, ein wohlverdientes Nickerchen zu halten.

Dieser Hund ist schon über ein Vierteljahrhundert im Hundehimmel, und seine vier Nachfolger – welche das Joghurtbecherritual übernommen hatten – ebenfalls. Seither esse ich, wie gesagt, nur noch selten Joghurt. Der Anblick des leeren Becher anschliessend, der noch lange nicht richtig leer ist, gibt mir immer einen kleinen Stich ins Herz. Vielleicht müsste ich nur auf eine andere Sorte umsteigen. Oder mir einen neuen Hund zulegen. Nur erwachsen werden – das kommt nicht in Frage.

Sommeraktion im Shop – 10 EUR Rabatt!

  • Veröffentlicht am 30th Juli 2013,
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10€ Rabatt im Shop!

Aktuell fährt mein Shirts&Gedöns-Partner Spreadshirt eine Sommeraktion, die ich natürlich gerne an Euch weitergebe: Wer für mindestens 50€ einkauft, spart satte 10€, wenn beim Checkout der Gutscheincode MINUSZEHN angegeben wird. Das Ganze läuft vom 30. Juli bis zum 06. August 2013.

Das ist doch die Gelegenheit, um sich mit frischen Shirts für die Schule, KiTa oder das Büro (a.k.a. „ErwachsenenKiTa“) einzudecken, oder? Und bei mir kommt ein bisschen was in die Kasse, um mich z.B. weiterhin zeichnerisch dem Thema Katzen anzunähern. Fair?

Hier geht’s zum Shop! 

Link(s) vom 29. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 29th Juli 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„What’s clear here is that David Cameron wants people to sleepwalk into censorship.“

Wer eine Alternative zu Photoshop Actions sucht, sollte sich mal mit dem Thema Scripting befassen.

Ich habe meine Bilder nicht mit einem Wasserzeichen versehen, da ich das für relativ sinnlos erachte. Aber ich habe totales Verständnis für Menschen, die das anders handhaben. Hier gibt es ein paar gute  Plugin-Vorschläge dafür.

Das richtige Bildformat eines Films scheint für viele Menschen nicht so wichtig zu sein. Der (in meinen Augen inhaltlich sehr schlecht gealterte) Klassiker „Zur Sache Schätzchen“ wurde Opfer der Restaurierung.

Ausführliche und gute Zusammenstellung an Alternativen zu proprietärer Software.

Sehr schön.

Link(s) vom 26. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 26th Juli 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Kinder sind entzückend, aber Arbeit auch. Gerade macht sie noch ihre Doktorarbeit, jetzt ist sie eine Art Laien-Tierpflegerin.“
Malte mal wieder. Kchkchkch.

Creezy sieht rosa.

Ken Levine regt sich nicht ganz zu Unrecht darüber auf, daß Multimillionär Spike Lee für sein nächstes Projekt eine Kickstarterkampagne fährt, um Geld einzusammeln. Zwar hat Lee offensichtlich gute Kontakte in Hollywood, aber er ist da halt aufgrund seiner letzten schlechten Entscheidungen gerade ein wenig auf der „nicht anfassen: kassengiftig!“-Liste und will wieder mitspielen. (Ich warte ja nur auf die Minute, in der Lee die Racism-Karte zieht … nein, Spike, es hat nichts mit Rassismus zu tun. Du hast einfach nur die letzten sieben Jahre totale Scheißfilme gedreht und verhältst Dich mit dieser Kickstarternummer wie ein Superarschloch, das ist alles.)

„Deutschland sicher im Netz. Das muss man einfach mal so lange laut lesen, bis alle Bedeutungen klar sind. Nie war Subtext deutlicher.“
This hat eine Art Antwort auf seine Frage an Frau Merkel bekommen.

Schöne Visualisierung der globalen Temperaturen über die letzten Jahrzehnte. Inwiefern das alles so korrekt ist und was das so aussagt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber hübsche Visualisierung, wirklich. (Ich bin manchmal so einfach zufriedenzustellen, ja.)

Der Adobe Illustrator ist der Todesplanet unte den Grafikprogrammen. Gigantisch, herzlos, eiskalt, effizient und schwer zu töten. Vielleicht finden sich ja die Blaupausen in diesen Tutorials, und wenn nicht, wird man zumindest zu einem besseren Stormtrooper.

David Finchers Fight Club ist wohl der letzte wirklich subversive Film, der aus Hollywood kam und auch, wenn er  (und die Vorlage von Chuck Palhniuk) in erster Linie junge Männer anspricht, die ca. 1975-1980 geboren sind, fühlte ich mich durchaus sehr angesprochen von einigen Aussagen darin. Was es für ein Wunder ist, dass dieser Film überhaupt gedreht wurde, wird hier angerissen. Ich empfehle die Special Edition DVD mit Regiekommentar und ausführlichen Making-Ofs für weitere Informationen.

Viele Grüsse!

  • Veröffentlicht am 18th Juli 2013,
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Viele Grüsse!

2. Update: Diese Serie ist komplett ausverkauft!

Update: Es sind nur noch wenige Exemplare erhältlich, das Motiv „Jackie Geschenk“ ist komplett ausverkauft!

Nachdem ich auf meiner Facebookseite ein Instagrambild der Grusskarten gepostet hatte, die hier diese Woche von moo.com (Affiliate Link) angekommen sind, wurde ich von einigen Fans meiner Zeichnungen gefragt, was die denn kosten würden und wo man die kaufen könne. Ich habe die Karten ja ursprünglich zum Zwecke der Eigenwerbung drucken lassen, aber natürlich verkaufe ich Euch auch welche, wenn das tatsächlich gefragt ist. Es gibt aktuell diese sechs Motive:

Felipe mit Umschlag

Felipe mit Umschlag

Flying Jackie mit Umschlag

Flying Jackie mit Umschlag

Jackie Geschenk mit Umschlag

Jackie Geschenk mit Umschlag

Jackie mit Umschlag

Jackie mit Umschlag

Scottie mit Umschlag

Scottie mit Umschlag

Titus mit Umschlag

Titus mit Umschlag

 

Ich habe das mal durchkalkuliert und kann Euch folgendes anbieten:

1 Karte
5.00 €
zzgl. €2.00 € Porto & Verpackung
  • Ein Motiv nach Wahl
  • inkl. weisser Umschlag, blickdicht und innen pinkfarben
  • Klappkarte im Format 10,5 x 14,8 cm (bzw. umgekehrt)
  • Auf Wunsch signiert
6 Karten
28.00 €
zzgl. €2.00 € Porto & Verpackung
  • Alles sechs Motive je einmal ODER sechs Karten gemischt nach Belieben
  • inkl. sechs weisser Umschläge, blickdicht und innen pinkfarben
  • Klappkarte im Format 10,5 x 14,8 cm (bzw. umgekehrt)
  • Auf Wunsch signiert
12 Karten
50.00 €
zzgl. €2.00 € Porto & Verpackung
  • Alles sechs Motive je zweimal ODER zwölf Karten gemischt nach Belieben
  • inkl. zwölf weisser Umschläge, blickdicht und innen pinkfarben
  • Klappkarte im Format 10,5 x 14,8 cm (bzw. umgekehrt)
  • Auf Wunsch signiert
Alle Preise sind Bruttopreise. Ich versende ganz normal per Post als Briefsendung und damit ausdrücklich nicht an Packstationen, es sei denn, Ihr besteht auf einen versicherten und trackbaren Versand via DHL für 5,00 €.

Wenn Ihr Karten bestellen möchtet, mailt mir bitte Anzahl, ggf. Motivwünsche, Rechnungs- und Lieferadresse an redaktion@e13.de. Falls Ihr signierte Karten wünscht, schreibt das bitte dazu. Ich maile Euch meine Bankverbindung und versende am nächsten Werktag nach Zahlungseingang.


Link(s) vom 17. Juli 2013 (Design Edition)

  • Veröffentlicht am 17th Juli 2013,
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Link(s) vom 17. Juli 2013 (Design Edition)

Zuletzt aufgelesen:

„The Public Domain Review is a not-for-profit project dedicated to showcasing the most interesting and unusual out-of-copyright works available online. “

Eine sehr gute Zusammenstellung und Anleitung, wie man auch mit schmalem Budget gute Ergebnisse erzielen kann. Da meine eigenen Arbeiten in aller Regel kleinformatiger sind (max. A3) und sich mühelos einscannen lassen, habe ich mich bislang noch nicht ausführlicher mit dem Thema beschäftigt.

Hilfestellung (nicht nur) für Comickünstler_innen, wie sie ihre Werke sauber und professionell scannen können.

Eine Zusammenstellung von Plugins/Tools für eine Nachrichtenleiste auf WordPress-Blogs.
Ich finde das im Backend ja ganz praktisch („Sie befinden sich noch im Wartungsmodus!“), in der Aussenansicht verzichte ich bislang darauf, aber werde wohl demnächst mal mit dem Einsatz experimentieren, z.B. bei Preis- oder Free Shipping-Aktionen im Shop.

Ein paar brauchbare Tips und Tools für Frontendcoder/Webdesigner im Anfängerstadium, schätze ich mal.

Chris Pearson mit einem kleinen Schmankerl: dem Rechner für lesbare Typo im Web. Man gibt die Breite der Seite und die gewünschte Schriftgröße in Pixel ein und erhält Vorschläge, welche Typo geeignet und lesefreundlich wäre. Mittels eines Dropdownmenüs kann man die Alternativvorschläge gleich live anschauen und sich das passende raussuchen. Nette Spielerei und vielleicht ganz hilfreich.

Siegerehrung Freitagstexter

  • Veröffentlicht am 17th Juli 2013,
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freitagstexterpokal

Es ist soweit, die Jury hat getagt ich hab’ gut geschlafen und sich mir, teils laut lachend, alle 33 Einreichungen durchgelesen und so schreiten wir nun zur feierlichen Siegerkür für den Freitagstexter.

Den Sonderpreis für hemmungslose Schleimerei („Papoy!“) bekommt – ausser Konkurrenz – Kommentator Steffen:

„Gru (hier noch mit Haupthaar und absonderlichem Bartwuchs) hoffte inständig, dass keines der verbauten Minions einen Lachanfall erleiden würde. Insgeheim plante er bereits einen Raketenantrieb.“

Auf Platz drei landet gleich der erste Kommentar von bewitchedmind:

„Tag 6. Alles läuft nach Plan. Die Bewohner des Planeten haben keinen Verdacht geschöpft.“

Platz zwei teilen sich Filmzirkus mit dem Kopfkino-Knaller

„Ein schlimmer Verdacht drängte sich auf als Udo Pöker jede einzelne Etappe gewann. Rätselhaft blieb, wie es ihm gelang, bei jeder Spontanuntersuchung eine cleane Urinprobe zu produzieren.“

und Liisa mit dem in die Hüften schiessenden

„Sie sehen den Recycle-Pionier Carl-Otto Rums und sein Recycling-Projekt für karibische Steel Drums. Leider war er seiner Zeit weit voraus und ging kurz darauf pleite.“.

Und damit kommen wir zur Pokalübergabe, und der geht diese Woche an den Kollegen vom Skizzenblog, für diese verblüffend wahre Feststellung:

„eins war klar: niemand würde merken, dass er die hecke nicht geschnitten hatte.“

Herzlichen Glückwunsch dem Sieger und vielen Dank für die zahlreichen Beiträge!

Die Lieblingstweets im Juli, Teil 1

  • Veröffentlicht am 15th Juli 2013,
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Link(s) vom 14. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 15th Juli 2013,
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Design gibt‘s demnächst wieder, heute gibt’s zweimal #prism, dreimal #Gendergedöns:

„Ausprobiert, lernt – ja, man kann auch lernen, Mails zu verschlüsseln. Nein, das ist keine Einschränkung – man lernt ja auch nicht, besser mit dem Auto umzugehen, indem man es in der Garage versteckt – , also sich informiert und so seine Kompetenz erweitert.“

Sehr schöne Analogie.

„And I’m not exactly a hundred percent sure why I didn’t call it a day at that point, but…..maybe I just love turning the screw to see what happens. I gave him the bedroomy-est eyes I could muster. “What’s your name?”

Mutig? Blöd? Jedenfalls spannend und richtig.

„Dennoch stehe ich zu meiner Entscheidung: Ich bin jetzt 42 Jahre alt, seit mehr als 20 Jahren Journalistin und Feministin – und ich habe es satt „mitgemeint“ zu sein.“

Genau. Ich benutze auch oft das generische Maskulinum, und oft ist es mir egal. Aber manchmal eben auch nicht und wenn ich dann „das ist doch Sprachpanscherei“ von denselben Leuten höre oder lese, die andererseits auf das feministische Argument contra generisches Maskulinum „Sprache schafft Fakten“ mit „ist doch nur Sprache, stellt Euch nicht so an Ihr Zicken“ reagieren, dann denke ich, das sollte ich viel häufiger tun. Weil’s geht. Weil’s dasselbe ist. Bzw. weil’s dasselbe sein sollte aber eben leider noch immer nicht ist.

„Somewhere after the four month mark my confidence was starting to take a hit. The people rejecting me were business people too, how could my reasoning that I was perfect for these jobs be so different to theirs? Putting on my most serious business head I went back and scoured my CV. It was the only contact any of my potential employers or their recruitment companies had had with me. My CV was THE common denominator and if something was wrong it MUST be there.“

Autsch.

„Und wer sagt, dass in den verfügbaren Programmen, VPNs usw. nicht doch eine Backdoor steckt? Wer sagt, das in jedem Betriebssytem schon eine Backdoor steckt? Oder im Intel/AMD/Qualcomm Prozessor (alles US-Firmen), den 99.999999 % aller Menschen nutzen?“

Link(s) vom 12. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 12th Juli 2013,
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Da hat jemand sehr viel Zeit gehabt und nix zu tun. Aber das Ergebnis liest sich ganz unterhaltsam.

Dahin gucken, wohin man will. Ist wie beim Autofahren.

“Wir wissen gar nicht was unsere Grundrechte sind. Wir wissen gar nicht mehr, was Demokratie wert ist, weil es uns viel zu gut geht”

Spoiler: No.

Der Freitagstexter

  • Veröffentlicht am 12th Juli 2013,
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freitagstexter

Nachdem mich Jörn netterweise darauf aufmerksam machte, daß ich den Pokal letzte Woche gewonnen hätte, bin ich nun einmal wieder mit der ruhmvollen Aufgabe betraut, die nächste Runde zu schmeissen bzw. den Wettbewerb für diese Woche auszurichten. Ich erwarte also in den nächsten Tagen Eure Vorschläge für eine passende Bildunterschrift zu diesem Werk hier unten, Ihr habt Zeit bis Dienstag, 23.59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird am Mittwoch durch eine fachkundige Jury mich gezogen und darf dann nächste Woche übernehmen. Also haut rein:

Amfibiefiets / Amphibious bicycle
(Quelle: flickr.com | The Commons | Keine Urheberrechtsbeschränkungen bekannt)

Reaktiviert: Meine e13 Facebookseite

  • Veröffentlicht am 11th Juli 2013,
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Juli 2013

Ich verlagere Inhalte, die ich auf meinem Facebookprofil öffentlich gepostet hätte, jetzt auf meine reaktivierte Seite https://www.facebook.com/e13.de, die Ihr gerne liken dürft.
Ein Grund für die Reaktivierung der Seite ist der Wegfall des Google Feedreaders. Viele Besucher werden auf feedly und andere Alternativen umgestellt haben, aber sehr viele halt auch nicht. Die kriegen dann nicht mehr unbedingt mit, was ich hier im Blog veranstalte, wenn sie nicht von selbst alle paar Wochen mal draufgucken. Für Interessenten habe ich ausserdem einen Newsletter für e13.de eingerichtet, der monatlich erscheint. Ganz leicht über das Feld in der Seitenleiste oben rechts zu abonnieren.

Ein weiterer Grund für die Reaktivierung der Seite ist, daß Facebook manche Tools und Möglichkeiten nur für die Seiten, nicht aber die persönlichen Profile anbietet. Zum Beispiel die Shop-Integration: Wie Ihr sicher (hoffentlich) mitbekommen habt, gibt es jetzt einige meiner Lieblingszeichnungen auf T-Shirts & Gedöns über Spreadshirt (und Society6 und Drucke etc. auf artflakes; mehr dazu im FAQ hier).
Den Shop kann ich nicht nur hier im Blog einbinden sondern auch auf meiner Facebookseite, nicht jedoch im persönlichen Facebook-Profil.

Und schliesslich habe ich in letzter Zeit zu viele Freundschaftsanfragen von Menschen bekommen, die ich nicht persönlich kenne, oder höchstens von einer gemeinsamen Runde Golf vor zehn Jahren und mit denen ich auch keine weiteren, oder nur eine/n gemeinsame/n Bekannte/n habe. Euch möchte ich einen weiteren Kanal anbieten, über den Ihr schnell und mühelos all die Dinge lesen und erfahren könnt, die ich öffentlich zu teilen gewillt bin.

Aber wichtig ist: Mein Blog ist und bleibt mein Zuhause im Netz, die Facebookseite hingegen ist ein Promotion- und Schnellinformations-Tool. Twitter ist die Teeküche. :)

Link(s) vom 11. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 11th Juli 2013,
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Tools für das Frontend-coding Tool Bootstrap.

Ich bin keine Frontend-Coderin, ich bin Designerin; historisch gesehen vom Print kommend, aber natürlich mit Aufkommen des WWW auch für Onlineprojekte tätig. Das heisst, ich muss mich zwangsläufig mit dem Thema Frontend-Coding befassen, schon allein deshalb, weil ich mich ja mit dem Menschen austauschen will und muss, der meine Designs dann umsetzt, aber ich kann nicht behaupten, daß mir dieser Teil der Arbeit sonderlich viel Spaß macht.

Design und Coding sind zwei komplett verschiedene Aufgabenbereiche, die zwar (im Web- und Mobile Devices Design) nicht ohne einander sein können, aber sich in Herangehensweise und Philosophie diametral gegenüberstehen. Ein begnadeter Frontent-Coder wird niemals ein mehr als okayer Designer sein und umgekehrt. Wenn aus Kostengründen oder auch nur Zeit- und Workflow-Gründen (also de facto immer aus Kostengründen) von beiden verlangt wird, die Arbeit des anderen mitzuerledigen (wobei in der Regel eher der Designer aufgefordert wird, sich das bisschen Coding anzueignen, ist ja kein richtiges Programmieren, haha), dann bringt uns das tonnenweise langweilige, in jeder Hinsicht des Wortes flache Seiten, austauschbar, auf Template-Basis, ohne Kick und Verve und Erinnerungswert, wie wir sie seit ein, zwei Jahren überall finden.

“The publication’s intention are twofold,” he says. “Firstly to be a tactile showcase for the brightest intern and unpaid talent entering the creative fields as professionals. And secondly to initiate an important debate about the current culture of internships and its potential implications for the creative industries.”

Das finde ich ja total spannend: „Blue utensils, especially, make food taste saltier“? Ich weiss, dass mir Joghurt und Ei nur vom Plastiklöffel schmecken und Milchkaffee erst nach dem Marmeladenbrot getrunken werden darf, wenn er nicht fies metallisch schmecken soll. Aber dass z.B. Essen süsser schmeckt, wenn das Esswerkzeug schwergewichtiger ist, das hätte ich nicht gedacht.

Anregungen für dichte Denker.

„Ich finde auch Stolpersteine gut, bei denen man sich runterbeugen muss, um sie zu lesen. Ich finde es gut, wenn die Gegend sich erklärt, ich finde es richtig, zu gedenken. Meine Großelterngeneration war an der Zeit, der hier gedacht wird, in der einen oder anderen Weise beteiligt. Das ist keine Geschichte des Mittelalters, das war gerade erst. Da kann man schon einmal absteigen.“

So ist es.

Link(s) vom 10. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 10th Juli 2013,
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Beatboxer gibt’s wie Sand am Meer. Dieser hier ist wirklich gut.

„My best MacGuffin, and by that I mean the emptiest, the most nonexistent, and the most absurd, is the one we used in North by Northwest.“

  • The Gray Report: Re: Wine tasting is bullshit
    „When people are uneasy, they seek validation: I’m doing the right thing. In the US, because we’re so competitive, we can’t be fully comfortable doing the right thing unless others are doing the wrong thing.“

Das hat jetzt nur bedingt etwas mit dem Artikel zu tun, aber ich finde, das ist eine schöne Erklärung dafür, warum mir extrem wettbewerbsorientierte Menschen ein Greuel sind, bzw. ich mit solchen Menschen nicht viel anfangen kann. Gewinnen wollen, okay. Aber das ist nicht dasselbe wie die anderen verlieren sehen zu wollen.

Link(s) vom 9. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 9th Juli 2013,
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This article leads you through the basics, and then arms you with the information you’ll need to pick the best responsive image solution for your situation.

„Quentin Tarantino hat zwei Filme gedreht, die ich mir wieder und wieder ansehen kann, zwei Heuler, zwei Kracher des Jahrzehnts, Pulp Fiction und Jackie Brown, der Rest ist Müll.“
Mein Reden. Wobei ich Pulp Fiction auch nicht viel abgewinnen kann. Jackie Brown ist Tarantinos bestes Werk, vermutlich, weil die Vorlage nicht von ihm ist sondern von Elmore Leonard. Go figure.
Aber Glumm schreibt auch verdammt gut.

„Es ist ein Vielfrag!“

Alexander über PGP etc. Vgl. dazu auch diesen Text hier. Ich finde ja, unsere Qualitätsjournallie demonstriert in weiten Teilen gerade ganz fabelhaft, warum wir sie nicht brauchen. Obwohl wir sie bräuchten. Also, prnzipiell. Nur haben wir keine. (Notiz an mich: demnächst mal meinen Schlüssel ins Impressum stellen.)

Link(s) vom 8. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 8th Juli 2013,
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Gelesen: Pia Ziefle, „Suna“

  • Veröffentlicht am 7th Juli 2013,
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Nun ist Pia Ziefles Romanerstling Suna also auch als Taschenbuch herausgekommen. Das Feuilleton – also Herr Buddenbohm, Frau Bogdan und die Textzicke zum Beispiel – überschlug sich ja im vergangenen Jahr vor Begeisterung, ich setzte das Buch im Geiste auf meine kilometerlange ‚müsste ich mal lesen wenn ich Zeit hätte‘-Liste, wo es immer weiter nach unten rutschte. Als ich also neulich auf Facebook las, dass die Taschenbuchausgabe herausgekommen sei, kommentierte ich daher leichthin etwas wie „dann muss ich es wohl doch auch langsam mal lesen“. Wo gibt es denn so etwas? Es kommen jeden Monat unglaubliche Mengen neuer Bücher auf den Markt, die alle eine Halbwertszeit eines nicht homogenisierten Joghurts haben. Vielleicht nicht unbedingt inhaltlich, aber doch aus marktwirtschaftlicher Sicht. Ein Romanerstling also, der einen zweiten Frühling als Taschenbuch sieht? Ungewöhnlich. Ich kommentierte also das „muss ich jetzt auch endlich mal lesen“ mehr so als Notiz an mich selbst, aber die Autorin sprang unmittelbar darauf an und übersandte mir spontan ein Exemplar, mit einer sehr schönen Widmung und einem kompliziert aussehenden Familienstammbaum dazu.

Der geplante Strandkorbaufenthalt rückte näher und ich hielt mich artig bis zur Abfahrt ans Meer damit zurück, das Buch schon einmal anzufangen, aber im Zug siegten Ungeduld und Neugierde und ich stieg ein in die verflochtene Familiengeschichte. Der beigelegte Zettel mit dem Stammbaum half deutlich, die Knoten zu entwirren. Manchmal musste ich kurz überlegen, wer nun von den vielen Namen nochmal wer gewesen war, aber irgendwo war es ein Stück weit auch egal. Denn alle Figuren sind mit einer solchen Liebe zum Detail skizziert (und das ist kein Widerspruch), dass ich sehr gerne auf einzelne Namen geklickt hätte, um noch mehr über sie zu erfahren, ihren eigenen Pfaden zu folgen, die Geschichten hinter der Geschichte zu finden wenn die Erzählerin schon längst wieder weiter gegangen war. Eigentlich müsste das ein interaktives Buch sein.

Ich erinnerte mich plötzlich an meinen ersten und einzigen Urlaub in Titos Jugoslawien, einem zweimonatigen Segeltörn mit meiner Cousine und ihren Eltern, über die Adria. Von Opatija durch die kroatische Inselwelt mit den lustigen Namen Krk, Prvic, Rab, in Richtung Zadar, Sibenik und Split und dann rüber nach Italien und rauf nach Venedig. Ich war nur ein Kind, aber die seltsamen Schwingungen, die Kontraste zwischen der immensen Herzlichkeit und Großzügigkeit der Menschen dort, und dem unsichtbaren Schleier der Schwermut, der über der sonnenverbrannten Gegend zu liegen schien, die haben sich mir sehr im Gedächtnis festgesetzt. Ich hatte zu jener Zeit das Buch „Die Rote Zora“ gelesen, das bald darauf  zu einer TV-Serie verfilmt wurde und war fassungslos über die unglaubliche Armut, die dort zum Ausdruck kam. Als Jahrzehnte später der Bosnienkrieg über das Fernsehen in unser Wohnzimmer kam, konnte ich die Bilder aus den Nachrichten nicht mit den Bildern in meinem Kopf und dem Familienalbum überein bringen.

Es gibt Momente im Buch, bei denen ich laut auflachen musste und solche, bei denen mir ein Kloß die Kehle zuschnürte, aber gut geschriebene Familiengeschichten sind nun einmal so, selbst wenn sie nicht so exotisch und verschlungen verlaufen wie diese hier. Suna hat auch gemacht, daß ich mich hinterfrage, hat meine Arroganz, meine Vorurteile, meine stumpfe Blödheit ins Sonnenlicht gezerrt, für niemanden so gut ersichtlich wie für mich.

Ein gutes Buch macht nicht nur, dass man sich selbst hinterfragt und mehr über die Figuren wissen will. Es macht, daß man es auf einen Haps verschlingt und erst im letzten Drittel plötzlich langsamer wird, weil man nicht möchte, dass es zu Ende ist. Wenn es dann doch zu Ende ist, möchte man es wieder von vorne lesen oder, noch besser, gleich selbst sein eigenes Buch schreiben. Pia Ziefles Suna ist so ein Buch. Lesen auf eigene Gefahr.

Leseprobe beim Verlag
Pia Ziefles Website
Das Buch bei Amazon (Affiliate Link)

 

Link(s) vom 4. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 4th Juli 2013,
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Happy Birthday, America.

Zuletzt aufgelesen:

„Das “sonst” habe ich dann nicht mehr erfahren, denn der Mann war reflexartig mit dem Kind zum Auto geflüchtet. Woraufhin die Frau seelenruhig ein ihr genehmes Glasmuster auswählte und sich mit einem „So klappt das immer“ verabschiedete.“

Gru.Se.Lig.

„Was passiert eigentlich, wenn wirklich mal was Ernstes passiert? Die Empörungsfähigkeit mancher Staaten (und ich meine damit nicht die USA alleine) scheint sich nur noch zwischen “Übermäßig durchdrehend” und “Komplett wahnsinnig” zu bewegen“.

Don Dahlmann schreibt ziemlich klug über die irre Tendenz zum Durchdrehen und Hyperventilieren. Und ich für meinen Teil empfinde das nicht nur bei unseren Politikern und Journalisten unangenehm sondern auch bei unserer selbst ernannten Netzelite. Unter #EPIC FAIL!!!1  tun wir’s ja selten, das sieht man auch sehr schön an dem aktuellen Alarm um Gaucks ZDF Statement, z.B. bei Netzpolitik. Da wird ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen und sich über Gauck lustig gemacht, ohne etwas Sinnvolles entgegenzusetzen. Seine Aussage ist in der Sache ja absolut richtig, oder? Und man darf vielleicht auch mal darüber nachdenken, daß er sich nicht an uns Nerdettes und Geeks wendet sondern an 80 Millionen Leute, deren Wissen und Erfahrung sich aufs E-Mails ausdrucken und bei Zalando shoppen beschränkt.

„Wir hatten an der Kasse des Outlets erst lange warten müssen, weil dort nur eine einzige Auszubildende einer großen Gruppe Kaufwilliger ausgeliefert war. Unmittelbar vor uns hatte eine Frau zwei Paar Schuhe ausgesucht, bei denen sich an der Kasse herausstellte, dass das eine wohl doch nicht herabgesetzt war. Oder vielleicht ja doch… oder nicht… ist denn keine Kollgein da, nein… ach, dann lass ich das Paar hier können Sie das bidde zurückbongen… ich weiß aber garnicht so genau, wie das…“

Thies war einkaufen.

„Another is former actress Hedy Lamarr. In addition to being a huge movie star in the ‘30s, ‘40s, and ‘50s she also invented some frequency hopping device that serves as the forerunner of Wifi and Bluetooth and prevented the enemy from detecting our torpedoes. Let’s see Kim Kardashian do that.“

Ken Levine darüber, daß man sich jederzeit komplett karrieretechnisch selbst neu erfinden kann und sollte. Mit prominenten Beispielen. :)

„No customer can be more important than a good product.“

Sehr guter Beitrag, warum es sich lohnt, Nein zu sagen. Gilt nicht nur für Produktdesign bzw. -entwicklung.

Neu im Shop: Der Ameisenigelschweinebärterrier

  • Veröffentlicht am 3rd Juli 2013,
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Ameisenigelschweinebaerterrier

Heute früh knipste ich die Zeichnung dieses, äh, Dingsbums und fragte in die Runde: Was ist das? Dies waren die Antworten:

Bildstoerung

Clara

Dentaku

Fragmente

Fragmente2 Percanta1

Percanta2

Percanta3

Plastikstuhl

URonnenberg

 

Mit anderen Worten: Nichts Genaues weiss man nicht. Wahrscheinlich ein Ameisenigelschweinebärterrier. Aber irgendwie ist es niedlich und passt wunderbar auf Shirts & Gedöns, wie z.B. Schlabberlätzchen, Babybody oder Kinder-T-Shirt. Auch für große Kinder. Oder?

Link(s) vom 3. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 3rd Juli 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Saffer’s current favorite microinteraction is in the Waze navigation app: “When I leave work, get into my car, and launch Waze, it asks me, ‘Are you going home?’ I never had to tell it that at a certain time, in a certain place, that’s where I usually go, but it observed my routine and makes a smart suggestion.” His least favorite is the smiley face that Gmail displays when you have no new mail in your inbox. “It’s a weird tone for an event that’s not necessarily positive. ‘No one likes you, you’ve got no mail…but have a great day!'”“

„Das Internet ist für die Politik – quer durch alle Kontinente und Länder und quer durch alle Systeme – ein willkommenes Kontroll-Tool, im übrigen aber ein Störfall. Das Internet macht Politik anstrengend.

„Design is problem solving, design is communication, and design is selling your work. When we, as designers, confuse the public by briefly saying design is simply window-dressing when we’re unsatisfied, we’re providing a disservice to ourselves.“

Sehr schöner Beitrag zum Thema unverlangte Redesigns – was bringt Leute dazu, Apples iOS Interface einfach mal so neu zu gestalten, ohne den Hauch einer Ahnung zu haben, wie Briefing, Produktfunktionalitäten etc. aussahen?

Matt Kohr erzählt in seiner fabelhaften Rob Lowe Stimme über die (Wieder)Entdeckung der Langsamkeit beim Malen.

„Ich habe noch einen richtigen Computer (also einen mit Laufwerk), weswegen “AutoRip” für mich eher einen theoretischen Nutzen hat. Mir greift das Konzept aber auch noch nicht weit genug — ich will das Gleiche für Bücher!“

Genau. Mir ist auch nicht so ganz klar, warum das bei Musik geht und bei Büchern nicht.

Schlecht gelaunter Paketbote ist schlecht gelaunt.

  • Veröffentlicht am 3rd Juli 2013,
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Schlecht gelaunter Paketbote ist schlecht gelaunt.

 

Der freundliche Paketbote klingelt.

„Nimmst du an für Nachbarn, ja?“

„Nein, heute nicht, ich verreise morgen.“

„Kannst du ihm doch geben wenn du kommst wieder!“

„NEI-HEN!“

*Beide seufzend ab*

Die Twitterlieblinge im Juni (Teil 2)

  • Veröffentlicht am 1st Juli 2013,
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Teil 1 ist hier und der Rest bestimmt bald wie immer bei Anne (nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub).

Nichts bringt mich so zuverlässig zum Niesen, wie frisch aufgetragene Wimperntusche. Was würde Chuck Norris tun?

— syndikatze (@syndikatze) June 18, 2013

 

Versehentlich der Nachbarin einen wunderschönen Morgen gewünscht. Entweder bin ich noch nicht ganz wach oder es geht zu Ende mit mir. — Monströös (@Wirreszeug) June 18, 2013

 

Ich google ja nur mit Altavista. — Tina Pickhardt (@PickiHH) June 18, 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine am meisten genutzten Apps (iPhone Edition)

  • Veröffentlicht am 27th Juni 2013,
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Mein letzter Bericht zum iPad Setup ist schon eine Weile her und was sich so auf meinem Smartphone tummelt, habe ich auch noch nie so richtig festgehalten. Zeit für ein Update, finde ich:

Das iPhone ist für mich in erster Linie ein schönes Spielzeug, das manchmal sogar zum Arbeitsgerät mutieren kann. Da ich eigentlich fast den ganzen Tag am Schreibtisch sitze (und ohnehin nicht gern telefoniere), brauche ich nicht wirklich ein Mobiltelefon. Was auch ganz gut ist, denn, bei aller Liebe zu Apple: die Sprachqualität von dem Ding ist ziemlich grottig. Andererseits telefoniere ich so ungern und darum so wenig, daß ich ohnehin nur mit Ach und Krach auf zehn oder fünfzehn Minuten Gesprächsminuten im Monat komme. Dafür würde auch ein olles dumb phone aus dem frühen Paläozoikum reichen, und ich erwäge seit Monaten ernsthaft, mir ein solches als nächstes Modell zuzulegen.

Meine integrierte Mail App beherbergt diverse accounts und tut das, was sie soll: mir Mails zustellen und versenden. Falls es eine App gibt, die das besser kann als die hauseigene, dann kenne ich sie nicht.

Ein weiterer Mailaccount hat seine eigene App: Google Mail wird bei mir über Mailbox abgerufen. Nicht, weil ich die App sonderlich toll finde, sondern weil sie – im Gegensatz zum Abruf via IMAP – die umgehende Verschiebung von Mails in den Papierkorb erlaubt. Andernfalls wird nämlich nur archiviert und man muss dann später noch mal en detail über jede Mail gehen und sie separat löschen, was nicht wirklich praktisch oder zeitersparend ist. Was an Google Mail so genial sein soll, verstehe ich ja bis heute nicht … es mag der beste Freemailer sein neben GMX, Web.de oder Yahoo!, aber das ist wie mit dem Einäugigen unter den Blinden … das kann nicht wirklich das Kriterium hinsichtlich professioneller Arbeit sein.

Bei den Karten setze ich sowohl auf die viel gehasste, integrierte Apple Maps App als auch Google Maps. Erstere hat mich jetzt noch nicht wirklich im Stich gelassen, aber ich habe sie auch noch nicht sehr viel benutzen müssen. Letztere finde ich nach dem Relaunch nicht mehr so nützlich wie vorher, da sie mir jetzt zu sehr Navigationsapp sein will. Beim Autofahren kommt manchmal noch die im Telekom-Vertrag enthaltene Navigon-App zum Einsatz, die jedoch von den Farben und vom Handling her im Vergleich zu meinem leider im letzten Jahr geklauten TomTom steil abfällt. Schon allein, weil ich nicht mehr John Cleeses Stimme im Ohr haben darf: „After 800 Meters – we have to say meters today, due to this blasted Napoleon – take the exit and keep left!“

Überhaupt – Mobilität: Für den öffentlichen Nahverkehr meiner Stadt nutze ich die – wie ich finde, recht gelungene – HVV App, die Stadtrad App und die Car2Go App.

Tweetbot ist mein Twitterclient of choice, schon wegen der genialen mute-Funktion, mit der man nervige Nutzer oder hashtags ausblenden kann. Aber das ganze interface ist eigentlich schwer zu schlagen.

Lesen auf dem iPhone ist eine Qual, das Display ist viel zu klein für meine Ü40-Augen. Ich nutze im Safari Browser bei nicht responsive gestalteten Seiten fast immer den ‚Reader‘-Button in der Menüleiste, der das Schriftbild vergrößert, die Werbung und unnötigen Grafiken ausblendet und das Lesen sehr erleichtert. Zwar habe ich auch die Amazon Kindle App und einige Texte darin auf dem iPhone, aber mehr so für die ganz dunklen Stunden, in denen ich offline bin und den RSS Feedreader schon leergelesen habe. Kommt ca. zweimal im Jahr vor. Mit den klassischen Read It Later-Apps wie Pocket oder Instapaper bin ich durch; was darin landet, ist im schwarzen Loch, genau wie bei Evernote … was ich nicht sofort lese, wird meist auch später nichts mehr; oder so spät, dass es inhaltlich schon wieder obsolet ist wenn ich endlich dazu komme.

Besagte RSS feeds verwalte ich mit Reeder, der neuerdings auch mit Feedly zusammenarbeitet, so daß ich eigentlich immer in der Bahn oder im Bus etwas zu lesen dabei habe. Die Feedly App wiederum finde ich ganz schrecklich, da viel zu klickibunti – just the pure text for me, please.

Da ich es nicht ausstehen kann, wenn ich nicht hören kann, was um mich herum vorgeht, daß jemand hinter mir geht oder ein Fahrrad oder Bus kommt habe ich auch sehr selten Kopfhörer auf; eigentlich nur bei längeren Bahnstrecken, etwa zwei- bis dreimal im Jahr. Insofern brauche ich auch kein Spotify etc. sondern mir reicht das integrierte iTunes und die Playlists erstelle ich mir vorab zuhause am Rechner.

Aber als vewegene Teilzeitrockerin nutze ich die Metronome App fürs Üben des Gitarrespiels. Tick-Tock!

Ach ja – Spiele: Ich selbst spiele nicht gern auf dem iPhone, aber habe für Captain Jack Infinity Blade und Angry Birds installiert. Da er inzwischen schon ein erfahrener Gamer ist und die Augen in Richtung Egoshooter wirft, nötigen ihm die zwei Spiele nur ein müdes Lächeln ab, aber er vergnügt sich dennoch gern ein paar Minuten damit, wenn wir uns sehen.

Also, was genau mache ich denn nun eigentlich mit dem iPhone am häufigsten? Genau: Fotografieren. Und da habe ich wirklich so ziemlich jede App probiert und bin bei einer Handvoll hängengeblieben:

Instagram ist einfach hinreissend unkompliziert bedienbar und dank nahtloser Integration in Facebook, Twitter und Blog (via Widget) meine „Veröffentlichungs-App“ der Wahl. Wobei ich auch sehr viele Bilder latergramme, also nicht unmittelbar veröffentliche und oft auch „nur“ aktuelle Scribbles und schnelle Zeichnungen statt Fotos.

Die deutsche, um nicht zu sagen: örtliche (weil aus Hamburg stammende) Konkurrenz zu Instagram ist Tadaa. Maximilian hat die App hier schon einmal vorgestellt, aber obwohl ich dort einen Account habe nutze ich die App nicht gern. Sie ist nicht intuitiv bedienbar, finde ich, zumindest meine Finger kommen immer irgendwo gegen und klappen irgend etwas auf, was ich nicht gebrauchen kann und am Ende sieht das auch selten so aus, wie ich es gerne hätte. Die Filter sind wirr und bunt, aber mir meist schon zuviel. Trotzdem gebe ich noch nicht auf, denn, wie gesagt: ,think local‘ prägt da schon etwas mein Denken und ich möchte die Macher gern unterstützen.

Hipstamatic kennt wohl auch jeder, das war sozusagen Instagram bevor es Instagram gab, nur daß es coolere Filter hat und dafür leider unberechenbarere Ergebnisse liefert. Zum Herumspielen immer noch die Fotoapp der Wahl für mich.

Streetmate ist die App für die anspruchsvolle Schwarz-Weiss-Fotografie auf dem iPhone, wenn man das denn so in einen Zusammenhang setzen darf. Etwas komplizierter zu bedienen als Instagram, aber durchaus lohnenswerte Ergebnisse. Für Straßenfotografen sicher eine gute Wahl.

Das waren meine iPhone Apps. Demnächst geht es weiter mit meinen iPad must-haves, bei denen – das ist wohl keine große Überraschung – der Fokus auf Zeichnen und Malen liegt.

 

Link(s) vom 27. Juni 2013

  • Veröffentlicht am 27th Juni 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Dass man das wirklich noch erwähnen muss, finde ich ja traurig. Bei Kunden könnte ich noch verstehen, wenn sie sagen „wir haben keine Zeit/Budget fürs Kritzeln“, die wissen es nicht besser und es liegt an uns, sie aufzuklären. Dass sich Entwickler vielleicht nicht trauen, etwas zu skizzieren, sondern lieber über grundsätzlich brauchbare, aber extrem limitierte Tools wie Balsamiq etc. benutzen: nachvollziehbar, wenn auch schade und am Ende meist erkennbar. Aber daß es Designer gibt, die – egal ob für Web, Print, Packaging – nicht zuallererst zum Stift greifen und skizzieren, wie das fertige Produkt aussehen soll? Das ist mir völlig unverständlich.

Eine Liste beliebter Projektmanagement Tools, gruppiert nach den relevanten Bereichen.

Es gibt mehr Schriften als Helvetica da draussen. Und nein, ich meine nicht Arial.

„Project ZXX is my humane contribution and homage to the activists, artists, and designers who have been actively fighting for our civil liberties.“

2 Kings of Leon Tickets (Berlin) zu verkaufen

  • Veröffentlicht am 23rd Juni 2013,
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2 Kings of Leon Tickets (Berlin) zu verkaufen

Kings of Leon Tickets zu verkaufen

 

Update: Die Karten sind weg. Euch allen vielen Dank fürs Retweeten, teilen, liken, weiterverbreiten!

Wie es denn immer so ist: Man hat vor einem halben Jahr die Karten gekauft und an den Kühlschrank gehängt und freut sich jedes Mal wie Bolle, wenn man daran vorbeigeht. Man hat Urlaubstage freigeschaufelt und Hoteltipps eingesammelt und Bahntickets verglichen und dann kommt der Anruf aus dem Krankenhaus und alle Pläne sind hinfällig.

Ich verkaufe umständehalber also zwei Tickets für das ausverkaufte Kings of Leon Konzert am Donnerstag (27.6.) in Berlin, Open Air, Waldbühne.

Jackie

  • Veröffentlicht am 20th Juni 2013,
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Jackie

Jackie

Jackie ist verspielt, verfressen, sehr neugierig und hat eine Nase für Drama. Wie es sich für einen Jack Russell gehört. Jackie heisst eigentlich Bisquit und ist der beste Kumpel von Hugo, der aus naheliegenden Gründen jetzt Scottie heisst. Es ist kompliziert.

Auf T-Shirts & Gedöns  Gedruckt etc. (Deutscher Shop)  Prints etc. (US-Shop)   

Link(s) vom 20. Juni 2013

  • Veröffentlicht am 20th Juni 2013,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 11. Juni 2013 und dem 20. Juni 2013 aufgelesen:

Sie schmeckt so fad zum Schokoflan
Sie schmeckt auch fad auf Eis
Doch ganz egal, die Sternfrucht ist

Ein geiler Dekoscheiß

“ (Giardino in den Kommentaren. *hachz*)

  • A day in the life of a… Games Designer
    „My advice hasn’t really changed in 17 years. If you are passionate about it then you will find a way that works best for you. There isn’t a sure fire way to break into the industry. You won’t if you don’t try.“
  • Die Kaninchenverschwörung von Köln
    „Die Kaninchen schienen zu wissen, was das Band zwischen mir und dem Tier bedeutete, saßen in größeren Gruppen wenige Meter vor uns auf der Wiese, zeigten uns die Nase und, ich schwöre, lachten uns aus. Der Hund konnte nicht glauben, dass er sich das ansehen musste.“
  • 11 Reasons Why Your Music Self-Promotion Isn’t Working
    „If your music submissions say anything along the lines of “powered by…”, you can expect little to no results. I’ve been added to lists by companies like these without so much of a “Hello” or “Would you like to be added to our recipient list?” You know what that’s called? Spam.“ (NB: Gilt auch für jedes andere Produkt in jeder anderen Branche.)
  • Documentary about Cartoonist Charles Addams
    Eine Videodoku über den schrägen Erfinder der noch schrägeren Addams Family.

Schamlose Eigenwerbung für Shirts & Gedöns

  • Veröffentlicht am 19th Juni 2013,
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Schamlose Eigenwerbung für Shirts & Gedöns

Superhelden trinken nicht alleine

Der eine hat es schon gesehen, die andere hat sogar schon etwas bestellt – ich biete jetzt einige, ausgewählte Motive auch auf Shirts & Gedöns via Spreadshirt an, das heisst: schneller Versand, sicherer Einkauf, bewährte Qualität. Der Shop ist hier auf e13 über ein Plugin eingebunden, aber Ihr könnt natürlich auch direkt die Spreadshirt-URL bookmarken: http://e13stuff.spreadshirt.de. Drucke, Poster, Grußkarten etc. gibt es nach wie vor via Society6 (USA) oder Artflakes (Deutschland).

Die ersten Motive entstammen der Superhelden Serie und es gibt diesen superschnuffigen Hund, über den ich ich hier mehr erzählt habe.

Und da am Freitag, den 21. Juni „Tag des T-Shirts“ ist, könnt Ihr dann alle versandkostenfrei dort bestellen. Ist das toll? Ich zähle auf Euch!

Die Lieblingstweets im Juni (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 17th Juni 2013,
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(Wenn ich nachts aufwache und twittere:)

 

 

 

Wieder online

  • Veröffentlicht am 17th Juni 2013,
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So, knapp eine Woche hat es gedauert, aber nun hab’ ich es geschafft und das Blog ist wieder repariert.

Was war passiert? Ich hatte „mal eben“ zwei Plugins aktualisiert (eines davon eine Betaversion), die sich offenbar nicht miteinander vertrugen und ich kam plötzlich auch nicht mehr in den Adminbereich. Also habe ich in der Datenbank gewühlt und etwas geschraubt und zuletzt das aktuellste Backup eingespielt, das aber leider eine Woche alt war. Somit sind die letzten vier oder fünf Einträge verloren gegangen; darunter der zu meinem Besuch bei der TED X Hamburg und der berüchtigte Arschloch-Rant. Ersteres ist sehr schade, denn da steckte sehr viel Zeit drin, letzteres absolut kein Verlust (wie ich finde; Thema durch).

Also geht es jetzt hier weiter im Text mit Golf, Gedöns und Design und natürlich dem ersten Teil der Twitterlieblinge im Juni, die sind schon in Arbeit. Und dann kümmere ich mich endlich um die vernünftige Shopanbindung.

 

Geschützt: Arschlöcher

  • Veröffentlicht am 7th Juni 2013,
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Mein Besuch auf der TED X Hamburg 2013

  • Veröffentlicht am 5th Juni 2013,
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Gestern fand die TED X Hamburg 2013 in der Laeiszhalle statt, das Thema war „City 2.0“ – wie wollen wir leben, wie sehen unsere Städte der Zukunft aus und was sollten wir tun bzw. was geschieht, damit wir dort ankommen?

TED steht für Technology – Entertainment – Design und diese Konferenz gibt es seit den 80ern in New York. Das X dahinter für die Open Source Variante und die local events weltweit („the x marks the spot“ wie das im Krimi heissen würde).

Ich hatte sehr spät erst von dem Event vor meiner Haustür erfahren; netterweise bekam ich über den akkreditierten Blogger Maximilian noch eine Karte. Angeblich gab es sogar Plakate in der Stadt; der Moderator sprach jedenfalls später davon, daß ein Museum bereits angefragt habe, ob es das Plakat in die Sammlung aufnehmen dürfe. Ich hatte kein Plakat gesehen und auch sonst scheint mir die Kommunikation dieser Konferenz sehr sparsam verlaufen zu sein. Das Feedback der Leute vor Ort bestätigte meinen Eindruck und ein befreundeter Blogger meinte, es sei schon seltsam – in anderen Städten käme man für Geld und gute Worte nicht auf TED Events und bei uns konnte man sogar Tickets kaufen. Diese wurde sicherlich nicht alle verkauft (obzwar der kleine Saal der Musikhalle gut gefüllt war), was bei 119€/Stück auch nicht verwunderlich ist. Doch dazu später mehr.
Maximilian stand schon vor der Tür, zusammen mit dem Eimerchen und bald stiess auch Isabel zu uns, die sich trotz der gemeinsamen Autorenlesung mit Maximilian am Vorabend zu nachtschlafender Stunde aus dem Bett gequält hatte und tapfer in die Hamburger SommerSonne blinzelte.

Robert Neuwirth: „D.I.Y. City“

Der erste Sprecher war der New Yorker Autor und Aktivist Robert Neuwirth, und sein Thema war „D.I.Y. City“, also die do-it-yourself Stadt. Da ging es weniger ums Bäume umstricken und Graffitos als um die weltweite (Zurück)Eroberung der Städte durch die Menschen, und zwar die Menschen ganz unten. Menschen, die sich selbst ihre Häuser und Städte bauen, z.B. in Afrika und Asien (aber nicht nur!) und ihre Märkte selbst finden und bedienen, z.B. mit piratierten Handys und Markenkleidung.
Piraten zapfen Stromleitungen an und versorgen so ihre Slums z.B. mit der Möglichkeit, Wasser zu pumpen – das bedeutet, weniger potentiell tödliche Epidemien und Krankheiten durch Keime und Fäkalien. „Wenn Sie einen Besitz in Form von Bargeld, Immobilie, Auto oder anderen Dingen in Höhe von 2.138 US $ bzw. 1.652 € oder mehr sind, herzlichen Glückwunsch: Sie gehören zu den reichsten 50% der Menschen auf diesem Planeten.“ Puh.

Neuwirth fuhr fort und plauderte aus dem Nähkästchen, warum (Marken)piraterie eine gute Sache sei, z.B. bei Handys – es werden mit gefälschten Nokia Handys Menschen miteinander verbunden, die sich andernfalls kein solches Kommunikationsmittel leisten könnten. Gleichzeitig verbessern die Piraten (aus China) die Originale, so wurden beispielsweise „Nokia“ Handys verkauft, die zwei oder drei SIM-Karten aufnehmen können, weil in Afrika alle paar Kilometer ein anderes Netz existiert und man so nicht länger drei Handys mit sich herumschleppen musste. Nokia sah dies und hat reagiert: inzwischen bieten sie selbst solche Handys and (und haben den Preis auf wettbewerbsfähige 19 Dollar pro Teil reduziert).

Er erzählte auch, daß beispielsweise ein Manager eines großen, internationalen Sportswearunternehmens sagte, die Piraten seien grundsätzlich sehr wichtig für die Branche, und zwar als Marktforscher – was nicht piratiert wird, kann schon als Flop angesehen werden. (Aus meinen Erfahrungen in Film- und Musikindustrie kann ich die ähnliche Denkweise bestätigen – ein Film, der nicht vor Start in einer Tauschbörse in großen Stückzahlen heruntergeladen wurde, wird vermutlich ein Flop. Studios setzen auf diese Art von MaFo inzwischen mehr als auf klassische Screenings.)

Mehr dazu in Neuwirths Blog Squattercity und seinen Büchern „Shadow Cities: A Billion Squatters, A New Urban World“ und „Stealth of Nations: The Global Rise of the Informal Economy“. Er twittert unter @RobertNeuwirth. Das Video seines Vortrags werde ich hier einbinden, sobald es verfügbar ist.

Ein Redner fiel krankheitsbedingt aus, dafür wurde nun ein Talk aus der Konserve gezeigt; Kent Larson sprach auf der TED X Boston 2012 über Responsive Cities und das war definitiv sehenswert. Das Video findet sich hier.

Raul Krauthausen: „The Accessible City – How to Increase the Usability of Our Cities for EVERYONE“

Der nächste Redner war Raul Krauthausen, den ich schon im letzten Jahr auf der re:publica kennenlernen durfte und der erst vor kurzer Zeit u.a. für sein Projekt Wheelmap.org mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde (Anm. d. Red.: endlich mal einer, der es auch verdient hat). Raul stellte nicht nur die „Bundesligatabelle der barrierefreien Städte“ sondern auch Projekte vor, bei denen u.a. Schüler sich in den Rollstuhl setzen um ihre Stadt aus einer anderen Perspektive im wahrsten Sinne zu erfahren und wies darauf hin, daß Architekten und Architekturstudenten von heute entsprechend in Sachen Barrierefreiheit geschult werden müssen, wenn ihre Werke nicht noch in Jahrhunderten so behindernd sein wollen wie die schöne Laeiszhalle, in der wir uns gerade befanden (von Haller/Meerwein zwischen 1904 und 1908 im neobarocken Stil erbaut).

Was mich jedoch am meisten erschütterte: Sein zu Wheelmap gehörendes Projekt Tausendundeine Rampe hat bislang zu nur 50 gespendeten Rampen geführt und das nächste bescheidene Ziel sind 1000 gespendete Rampen. Mit einer solchen Rampe kann ein ansonsten barrierfreies Restaurant oder Geschäft dann wirklich für alle betret- bzw. befahrbahr werden und eine solche Rampe kostet 100 €. Es ist mir völlig schleierhaft, warum sich für solch einen Portokassenbetrag noch kein Unternehmen gefunden hat, Deutschland mal eben flächendeckend mit diesen steuerlich absetzbaren Rampen auszustatten und dabei etwas fürs Unternehmenskarma zu tun. Die meisten Betriebsausflüge und Weihnachtsfeiern jeder Versicherung kosten doch schon mehr als dafür benötigt würde! Und mir kamen wieder die 119,- € in den Sinn, den diese Veranstaltung für Besucher regulär kosten sollte.

Raul bloggt unter raul.de, twittert als RAULde und wer eine Rampe spenden möchte, kann das hier tun: Tausendundeine Rampe (I’m looking at you, Daimler, Lufthansa, Audi, Deutsche Bahn, Vodafone, Telekom etc. – Konzerne, die sich das Thema Mobilität auf die eine oder andere Art auf die Fahnen geschrieben haben.)

Thomas Hohenacker: „Clevercityparking“

Thomas Hohenacker war der nächste Redner, und bei ihm ging es um cleveres Parken in den Städten. Er stellte einige Zahlen vor, nach denen ein Drittel des täglichen Stadtverkehr für die Suche nach einem Parkplatz draufgehen und zwanzig Minuten pro Suche veranschlagt werden dürfen – das ist eine Menge Lebenszeit, die so sinnlos verplempert wird, von Sprit mal ganz zu schweigen. Seine Firma will den Faktor Glück aus der Gleichung nehmen und mittels technischer Hilfsmittel wie Kameras und Big Data die verfügbaren Parkplätze jederzeit sichtbar machen. Eine App zeigt den Suchenden an, wo freie Parkplätze sind bzw. wo planmässig welche frei werden und das sogar massgeschneidert für die Autogröße – von Smarts bis SUV. Da allerdings die meisten Menschen (in Hamburg angeblich 50-80%) nicht ordentlich für ihre Parkplätze bezahlen, ist das mit der Planung so eine Sache. Mit ihrem Tool käme die Stadt den „Parkdieben“ auf die Schliche.

Ich bin nicht so ganz überzeugt von dem Konzept; zum einen auch deshalb, weil ich nicht finde, daß Parken doppelt bezahlt werden sollte. Als Autofahrer zahlt man ohnehin sehr viel mehr Steuern und die komplett überhöhten Parkgebühren sind legalisierter Straßenraub der Kommunen – umgekehrt wird jedoch so gut wie nichts mehr zum Erhalt oder zur Pflege der Strassen getan. Aber das ist natürlich eine Philosophie, mit der ich allein auf weiter Flur stehe, schon klar. (Nur als Randnotiz: ich habe kein eigenes Auto mehr, nutze Rad, ÖPNV und habe mich gestern am Sponsorenstand auf der TED X Hamburg für Car2Go angemeldet, danke. Kein Bashing erforderlich.)
Zum Anderen hasse ich diese Kameraüberwachung des öfentlichen Raums und es war mir schon bei den Fotos auf seinen Präsentationsfolien unbehaglich.

Hohenacker hat noch keine Website für das Projekt, er selbst ist über XING erreichbar.

Die musikalische Unterbrechung kam vom Improvisationskünstler Roland Satterwhite und hat mir gut gefallen. Bluesklänge auf einer Geige? Ungewohnt. Muss ich nicht dauernd haben, aber das war definitiv keine verschenkte Zeit.

Es folgte die erste Pause, und die war auch dringend nötig, denn der Sauerstoff im Saal war fast zur Neige gegangen. Wir sassen etwas weiter hinten, unter dem Balkon des ersten Rangs und dort war es extrem stickig. Leider wurde das im Laufe des Tages immer schlimmer; später nickte Markus neben mir mehrfach kurz weg und ich hatte erstmals das Gefühl, bald ohnmächtig zu werden. Als die Pause kam, rannten wir folgerichtig hinaus und stürzten an die offenen Fenster im Treppenhaus bzw. gingen hinaus vor die Tür. Dort traf ich – long time no see! – Benjamin, der fleissig fotografierte und dessen Team von viergleicheins.de für die fantastische Live Visualisierung der Veranstaltung per bis kurz vor Konferenzbeginn programmierten Tools flyp.tv verantwortlich zeichnete (wenn ich das richtig verstanden habe).

Nach den TED Richtlinien soll kein Vortrag länger als 18 Minuten dauern und wir hatten nun drei Live- und einen Konservenvortrag hinter uns. (Die Konservenvorträge sind Pflichtvorgabe von TED an die TED X Local Teams.) Alle Vorträge waren zwischen ganz interessant bis sehr inspirierend und verlangten einen hohen Konzentrationsgrad vom Publikum. Alle Vorträge bei TED sind in englischer Sprache und das war für einige sicherlich noch eine weitere Hürde (vor und auf der Bühne). Die Schlagzahl war sehr hoch, das war hier definitiv nicht die re:publica oder die NEXT (ohne diese beiden Konferenzen damit abwerten zu wollen).

Reinier de Graaf: „Foresight in Hindsight“

Nach der Pause ging es weiter mit Reinier de Graafs mir etwas zu hektischen Vortrag „Foresight in Hindsight“ über das Thema Zukunftsprognosen und es gab spannende Einblicke: Natürlich sind viele Prophezeiungen blanker Unfug und haben sich als haltlos herausgestellt; ich habe irgendwann nicht mehr mitbekommen, wie häufig die Welt untergehen oder Christus zurückkommen sollte. Die größte Treffsicherheit haben offenbar noch „(Science) Fiction“-Autoren – Politiker hingegen liegen fast immer daneben. Es mag daran liegen, daß Prophezeiungen ja letztlich auch etwas wie „Fiction“ sind. Auch aufschlussreich: das Verhältnis zwischen Utopien und Dystopien über die letzten Jahrzehnte und zwischen den USA und China.

De Graaf ist Architekt und Partner bei OMA. Ich werde seinen Vortrag inkl. sexistischer Sprüche hier einbinden (wie die anderen auch) wenn das Video verfügbar ist.

David Satterthwaite: „How to Ensure that Aid Really Does Empower Urban Poor Groups“

Es folgte Prof. David Satterthwaite, der sanft aber nachdrücklich und durchaus unterhaltsam davon erzählte, wie man sicherstellt, daß das gespendete Geld auch bei den Bedürftige ankommt und tatsächlich die Empfänger ermächtigt, damit das zu tun, was sie für erforderlich halten. Er erzählte von obdachlosen Frauen in Afrika, die schmale 18.000 US $ für eine Siedlung benötigten, die sie selbst zu bauen gedachten und daß es keine Organisation gab, die ihnen helfen konnte – weil die Organisationen in der Regel vor Ort mit den Regierungen sprechen und den Rest kann man sich denken. Diese Frauen hatte einfach niemand auf dem Schirm. Letztlich konnte das Problem auch aufgrund der Arbeit des IIED gelöst werden und Satterthwaite wurde entsprechend belohnt:

Picki brachte ansonsten auch mein Gefühl zu diesem Vortrag auf den Punkt:

Auftritt der ersten Frau auf der Bühne, die das E für Entertainment mit Leben füllte: Cäthe. Tolle Stimme, gute Performance, es ist halt mühsam so am Vormittag, zumal dank des Sauerstoffmangels alle halbkomatös auf ihren Sitzen hingen.

Genau.

Sam Hill: „Experiencing Cities“

Als nächstes sprach Sam Hill über „Experiencing Cities“ und das war nun der erste Vortrag, bei dem ich wirklich nur dachte ‚och, ja, next please.‘ Hill erzählte von Erfahrungen, die in den Städten für die Besucher der Nachwelt erhalten bleiben sollen, daß Städte große Tagebücher seien und das war vielleicht ganz interessant, aber nicht besonders kohäsiv vorgetragen. Oder aber ich litt schon zu sehr unter Sauerstoffmangel, das kann auch sein. Es endete mit einer gescheiterten Einkaufspassage in ReEading (UK), die sich die Anwohner als Zombiemassaker-Paintballspielplatz zurückerobert haben. Ja gut, äh. Wer’s braucht.

Tusch!

Fabienne Hoelzl: „Upgrade Your Slum“

Die Schweizer Architektin Fabienne Hoelzl erzählte über Slums und daß jeder vierte von uns in der Zukunft (so ab ca. 2030) in einer sog. „informellen Siedlung“ leben wird. Nunja, wie wir ja gerade gelernt hatten, sind Prognosen immer sehr unsicher, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Aber inhaltlich flanschte das natürlich prima an den ersten Vortrag vom Vormittag an und an den von David Satterthwaite. Auch wenn sie leider etwas aufgeregt, leise und schnell sprach, so lohnte es sich sehr, ihr zuzuhören. In „Upgrade your slum“ berichtete sie aus allen schmutzigen Ecken der Erde und besonders aus Afrika und leise aber nicht zu überhören rief sie dazu auf, den Frauen mehr (konkrete) Macht zur Selbsthilfe zu geben, denn: „The Women run Africa“.

Mehr über Fabienne Hoelzl gibt es hier.

Ja, diese Quote ist beschämend, ohne Frage.

Wer noch nicht in Ohnmacht gefallen war, ging nun raus, raus, raus! Und ab zum Lunch. Ich musste mich leider rausziehen, da die Arbeit rief, fuhr nach Hause, arbeitete fleissig und hatte im Hintergrund den Livestream laufen. Darüber bekam ich immerhin noch die letzten Vorträge mit, für deren Beschreibung ich jetzt und hier leider keine Zeit mehr habe, aber ich bin sicher, die Bloggerkolleginnen und -kollegen werden das auffangen.

Ein Fazit:

Mein Fazit: Weniger wäre mehr gewesen. Einige Vorträge hätten gerne länger dauern dürfen und wenn ich die vergleichsweise popelig geringen Beträge gehört habe, mit denen man Menschenleben retten, Lebensumstände verbessern kann und dann die unfassbare Liste von Sponsoren, die bitte beklatscht werden wollten in Zusammenhang mit dem Ticketpreis von 119,- € und besagten nötigen Geldern für die genannten Projekte bringe, wird mir schwindelig.

Wie kann es angehen, daß eine solche Veranstaltung ohne großen Bühnenaufwand in einem relativ kleinen Saal für ein paar hundert Leute ein solches Vermögen kostet, daß es dafür sechsundzwanzig (!) Partner bzw. Sponsoren braucht? Was ist denn daran bitte so teuer gewesen? Strom, Licht und Audiotechnik, Miete, Catering – das kann doch nicht angehen! Das WLAN hat auch nicht funktioniert (was ich nicht weiter schlimm fand), aber wofür ist bitte das ganze Geld bei der TED X Hamburg draufgegangen? Ein paar Dutzend Frauen bauen sich in Afrika eine Siedlung für 18.000 Dollar und … Irgendwie fehlt mir da ein Baustein im Gebäude.

Aha.


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Link(s) vom 3. Juni 2013

  • Veröffentlicht am 3rd Juni 2013,
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    „For Fawcett, the last year has essentially been the process of discovering all those little places where things can go wrong. It was a crash course in everything it takes to put a product in a customer’s hands–and an education in how that can end up being so expensive. “I finally understand why the retail cost of a product is so much more than what the manufacturing cost is,” he says.“

    Sehr schöner Artikel über eine erfolgreiche Crowdfundingkampagne auf kickstarter.com und mit welchen unerwarteten Tücken der Erfinder zu kämpfen hatte auf dem Weg zum fertigen Produkt und der Auslieferung an die Investoren.

Die Twitterlieblinge im Mai, Teil II

  • Veröffentlicht am 31st Mai 2013,
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Teil I ist hier und Anne hat auch schon wieder welche.

https://twitter.com/HuckHaas/status/337760620348837888

Tipps, wie sich Berater nicht zum Affen machen

  • Veröffentlicht am 28th Mai 2013,
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Ab und zu stolpere ich über Artikel im Netz, bei denen ich nicht so genau weiß ob ich lachen oder weinen soll. Einer davon ist dieser hier, bei dem ich, je häufiger ich ihn lese, aus dem Lachen nicht mehr herauskomme.

Das fängt schon an beim Artikelbild, wo auf einem Stock Photo eine moderne Karrierefrau, die vor der Weltkarte steht und Fenster putzt Vier Gewinnt spielt sinnlos auf Kreise tippt offenbar traurig ihrer Karriere nachwinkt. Woran  erkenne ich, daß es sich um eine moderne Karrierefrau handeln muss? Sie ist dunkelhaarig (Blondinen sind bekanntlich blöd oder wenigstens zickig, rothaarige Frauen sind sexbesessene Schlampen und nur Brünette wirken kompetent), trägt eine hellblaue Bluse (die einzige Farbe neben weiss, die die Karriere in Bank oder Büro nicht nachhaltig ruiniert) und daß sie modern ist, beweist ihr offenes Haar: noch in den 80ern hätte das natürlich zum züchtigen Knoten frisiert sein müssen, alles andere wäre schlampig gewesen. Aber moderne Frauen dürfen ihr Haar auch mal offen tragen, klar. Wo war ich?

Weiter geht’s mit der Einführung. Peer Bieber ist der Gastautor und Gründer einer Recruitingwebsite und legt gleich mal knackig los: „Frauen sind die besseren Netzwerker, bekommen aber trotzdem dreimal weniger Jobangebote als Männer über Online-Netzwerke.“ schreibt er, leider ohne das irgendwie näher mit Zahlen, Daten, Fakten zu belegen („eine Umfrage der Talentfrogs.de vom Dezember 2012“), aber ich glaub’s ihm gerne, zumindest den zweiten Teil. Denn wenn der erste Teil stimmen würde, bräuchte es meiner Meinung nach seinen Artikel nicht, aber das ist ein anderes Thema. Auch mit seiner nächsten Prämisse, daß die Eigenpräsentation in Businessnetzwerken wie Xing oder LinkedIn „ein absolutes Muss“ für Menschen sei, „die sich geschäftlich weiterentwickeln wollen“ habe ich so meine Probleme. Vorsichtig formuliert halte ich das für sehr branchenabhängig. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, daß ich in meiner Zeit bei Xing hauptsächlich von Vertrieblern, Selbstdarstellern und windigen Typen angesprochen wurde, die mir etwas verkaufen wollten oder in erster Linie ihre Kontaktsammlung aufblähen, weil viel offenbar viel hilft oder wenigstens dem flüchtigen Betrachter und Leuten wie Herrn Bieber imponiert. Ich bin daher schon lange nicht mehr bei Xing, allerdings bei LinkedIn, welches übrigens auch ein völlig anderes Publikum anspricht als Xing.

Im angelsächsischen und besonders angloamerikanischen Raum ist es übrigens verpönt, bei einer Bewerbung explizit sein Geburtsdatum, Geschlecht, oder Foto anzugeben bzw. zu zeigen. Personaler sollen ausschliesslich aufgrund der beruflich relevanten Fakten entscheiden und ihre Vorurteile gegenüber Menschen einer bestimmten Altersgruppe oder einer bestimmten Ethnie aussen vor lassen können. Mit dem Gedanken der Blindbwerbung wird inzwischen auch in Europa immer häufiger gespielt; wenngleich das natürlich im Zeitalter des Internets und der immer wichtiger werdenden Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken immer schwieriger wird.

Kommen wir zu Biebers erstem Kritikpunkt, dem nicht vorhandenen Foto. Es stimmt, daß ein Bild auf Xing (und in jeder Art von sozialem Netzwerk) die Chancen dramatisch erhöht, angesprochen zu werden. Wer sich entschlossen hat, auf Businessplattformen wie Xing oder LinkedIn aktiv zu sein, fährt besser mit einem Bild im Profil, jedenfalls wenn er oder sie aktiv netzwerken möchte und nicht nur Karteileiche spielen. Im dazugehörigen Tipp schreibt Bieber: „Nehmen Sie ein freundliches Bild für Ihr Business-Profil. Stellen Sie auf keinen Fall ein Urlaubsbild ein. Sie wollen sich an dieser Stelle professionell präsentieren.“ Auch hier gibt es keinen Widerspruch von mir, wenngleich ich nicht ganz so dogmatisch wäre in Sachen Urlaubsbilder; die meisten Menschen sind im Urlaub entspannter und wirken freundlicher, haben vielleicht sogar etwas Farbe im Gesicht und ein netteres Lächeln. OK, Skihelm, Sonnenbrille, Badeanzug sollten natürlich möglichst nicht mit drauf sein, es sei denn man ist Skilehrerin, Animateur im Club oder Rettungsschwimmer, aber das versteht sich ja von selbst. Aber warum gilt dieser Tipp angeblich nur für Frauen? Wenn ich so im Geiste meine Xing-Kontakte von früher durchgehe (oder meine aktuellen LinkedIn Kontakte), so gab und gibt es mindestens so viele Männer wie Frauen mit unprofessionellem Profilbild. Biebers eigenes Bild (unten im Artikel) wäre übrigens noch vor gar nicht all zu langer Zeit als völlig unprofessionell angesehen worden: Ein Mann ohne richtigen Haarschnitt, unrasiert, ohne Krawatte … nun, ich wäre vorsichtig mit Wertungen, die sind immer abhängig vom Zeitgeist und vom Auge der Betrachterin.

Als nächstes schreibt Bieber, „Frauen neigen dazu ihre sozialen Kompetenzen, wie Kommunikationsstärke, Organisationstalent, etc., aufzulisten, anstatt ihre Fähigkeiten in bestimmten Software-Programmen zu nennen. Bei der Suche nach einer neuen Mitarbeitern konzentrieren sich Personaler zuerst auf die harten Fakten und danach erst auf die sozialen Stärken.“
Mal abgesehen davon, daß es nicht bei jeder Position um Software-Programme geht, bzw. die Nennung von Kenntnissen in beispielsweise MS Office Programmen in den meisten Bürojobs ähnlich vorausgesetzt wird wie die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können und eine extra Betonung dieser Kenntnisse eher ein Stirnrunzeln hervorruft: Sehen Personaler wirklich zuerst auf die harten Fakten? Ich weiss es nicht. Einige ja, andere nicht, ich glaube inzwischen nach rund zwanzig Berufsjahren, daß das sehr individuell ist wie die Lebensläufe der meisten Personaler. Das sind übrigens gar nicht so selten auch klassische Quereinsteiger aus anderen Berufen. Ich bin keine Personalerin, habe allerdings in meinem Berufsleben auch schon Leute eingestellt und wäre sehr vorsichtig mit solchen Verallgemeinerungen. Das hängt von der jeweiligen Branche und Position ab und von der jeweiligen Personalerin, würde ich sagen. Und sog. weiche Faktoren wie kommunikative Stärken oder Organisationstalent sind durchaus harte Währung im Innendienst oder Vertrieb.

Bieber führt als nächstes an: „Die Darstellung der Interessen driftet meist in klischeehaft weibliche Freizeit-Interessen ab, wie Tanzen und Yoga. Damit zeichnen Frauen ein wenig professionelles Bild von sich selbst.“ und rät dazu: „An Rad fahren und Lesen ist nichts auszusetzen. Aber eine Kombination aus Yoga und Reiten wird schnell belächelt. Politik und Reisen machen an dieser Stelle einen seriöseren Eindruck.“ Das Klischee scheint hier eher von Bieber zu stammen; ich kenne kaum eine Frau, die in beruflichen Netzwerken ausführlich ihre Hobbies aufzählt. Aber selbst wenn – auch hier gilt wieder: auf den Einzelfall kommt es an. Wer sich für eine Position im mittleren Management bewirbt, wird sicherlich mehr oder weniger deutlich gefragt werden, wie denn der Freizeitausgleich aussieht und wie denn der viele Stress kompensiert wird. Yoga ist da nicht die schlechteste Antwort; jedenfalls wäre mir als Arbeitgeberin ein sich zum Yoga oder Golf bekennender Manager lieber als einer mit Hang zum Drachenfliegen oder Motocrossfahren – da rechne ich jedenfalls eher mit einem unfallbedingten Ausfall des Mitarbeiters. Wer reitet, gilt – ob zu Recht oder Unrecht – als dominant, und da sind wir dann wieder mitten in der schönsten Sexismus-Debatte: Der Mann muss dominant sein, eine echte Führungspersönlichkeit, die Zügel in der Hand halten, ein ganzer Kerl dank Chappi, klar. Die Frau hat dann gerne die Peitsche in der Hand und sitzt oben, haha, nicht wahr, das muss man mögen.

Daß Mann wie Frau bei allen Angaben in diesen Netzwerken ehrlich bleiben soll ist sein nächster Punkt und natürlich richtig. Wer jetzt also verwirrt sein Yoga weglässt und Politik und Reisen als Hobby angibt, sollte zu Politik und Reisen auch etwas sagen können oder besser gar keine privaten Angaben machen, klar.

„Wenige Kontakte erwecken bei einem Personaler den Eindruck, dass das Profil ungepflegt ist und sich eine Kontaktaufnahme nicht lohnt.“ ist ein weiterer Kritikpunkt Biebers. Nun, es kann auch bedeuten, daß hier jemand Qualität vor Quantität stellt, oder darum weiß, daß bei den allermeisten Menschen maximal 150-180 Kontakte dem Kreis entsprechen, der sinnvoll zu handhaben ist. Oder es ist schlicht jemand, der oder die gerade neu in dem Netzwerk ist oder aus einer Branche der Generation stammt, in der dieses Online-Netzwerk kaum eine Rolle spielt und es nur als ergänzende Massnahme, quasi als Visitenkarte nutzt. Auch das gibt es, und gar nicht mal so selten. Wer hauptberuflich DJ ist oder Parties organaisiert, wird mit einem Kontaktnetzwerk von unter hundert Personen zunächst einmal für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Wer Sachbearbeiter bei einer Versicherung ist, wird den Betrachter mit einer vierstelligen Kontaktanzahl verwundern. Und, ich sag’s mal so: Die meisten Männer – besonders auf Xing – sammeln meiner Erfahrung nach Kontakte um sie zu sammeln. Das sind schlicht „Jäger der fehlenden Kontaktzahl bis zur magischen Summe“. Ich habe da Anfragen bekommen von Typen, mit denen ich original noch nie ein Wort gewechselt habe, aber auf derselben Veranstaltung war. Wir hatten null berufliche Berührungspunkte und der Standardspruch war irgend ein Gefasel von „Synergien schaffen“. Äh, nein, so funktioniert MEIN Netzwerk nicht. Da habe ich lieber fünfzig echte Kontakte, die noch dazu echte Entscheider sind. Alt, aber wahr: es kommt nicht auf die Größe und Umfang an, sondern darauf, was man damit anstellt. Also, seinem Netzwerk, ist klar, nicht?

„Stellen Sie einen konsistenten Lebenslauf in Ihr Profil ein. Dazu zählt eine klare Nennung der Ausbildung mit entsprechenden Abschluss und gegebenenfalls Zusatzqualifikationen. Listen Sie Ihre Arbeitgeber und Schwerpunkte in Ihrem Tätigkeitsfeld auf. Damit geben Sie ein schlüssiges Bild von Ihrem Werdegang. Je nachdem wonach der jeweilige Personaler sucht, kann bereits ein einschlägiger Firmenname ausschlaggebend sein, ob Sie kontaktiert werden.“ So lautet sein letzter Punkt. Auch hier sage ich mal klar: Jein. Die Betonung meiner Fähigkeiten und das Setzen von Schwerpunkten richtet sich nach dem jeweiligen potentiellen Arbeitgeber. Ich schicke nicht an jede Firma dieselbe Standardbewerbung sondern personalisiere diese, nach vorangegangener Recherche. Und was Herr Bieber auch gern vergisst: ein soziales Businessnetzwerk wie Xing oder LinkedIn ist nicht gleichzusetzen mit einer Bewerbung. Ich möchte nicht unbedingt, daß jeder Hans und Franz meine persönlichen Daten einsehen kann und so dem möglichen Identitätsdiebstahl Tür und Tor geöffnet wird. Von wann bis wann genau ich bei welcher Firma war gehört in die konkrete persönliche Bewerbung, das geht schlicht keinen flüchtigen Betrachter etwas an. Das hat nichts mit einer Angst vor Lücken im Lebenslauf zu tun – die meiner Ansicht nach ohnehin meist völlig unnötig ist. Das ist schlicht eine Frage der Privatsphäre und Sicherheit im Internet.

Bislang ist mir also nicht so wirklich klar, warum sich der Gastbeitrag von Herrn Bieber explizit an Frauen richtet. Sein Fazit „Frauen verbündet Euch!“ zeugt von erfrischender Ahnungslosigkeit. Frauen sind meiner Erfahrung nach sehr gut miteinander in Netzwerken verbunden. Sie haben nur nicht immer das Bedürfnis, das für jedermann öffentlich und transparent zu machen. Und sie sind seltener mit Männernetzwerken verknüpft. Das hat jedoch eine Vielzahl anderer Ursachen. Eine davon könnte sein, daß sie keinen Bedarf an vermeintlich guten Ratschlägen von Männern haben, deren Nutzen mit ihrer eigenen Wirklichkeit nicht viel zu tun hat.

[social-bio]

 

 

 

Suchanfragen im Blog

  • Veröffentlicht am 27th Mai 2013,
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“film mit mutter und 2 kinder versteckspiel klatschende hände wahre begebenheit horror 2013″

Da kann ich leider so gar nicht weiterhelfen; Horrorfilme umfahre ich weiträumig. Vielleicht fällt ja einem meiner Leser oder einer meiner Leserinnen etwas dazu ein?

“frage we man frau orgasm kregen”

Tja, das ist so eine „kommt darauf an“-Frage, würde ich sagen. Ohne ultimative Antwort, sorry.

“junge findet bei seiner mutter und tante nur beachtung wann er damen korsett und kleid trägt”

Okeeeeh … ja, gut, äh. Whatever floats your boat, nicht wahr? Aber was genau erwartest Du nun, ausgerechnet bei mir im Blog dazu zu finden?

“liebesfilme auf inseln”

Hm. So spontan fallen mir da nur „Die Blaue Lagune“ und „Sechs Tage, Sieben Nächte“ ein. Kann man beide getrost knicken. Die restlichen mir bekannten Inselfilme sind mehr so aus der Ecke Drama, Horror, Thriller.

“radlergetränk am arbeitsplatz”

Das heisst hier oben im Norden Alsterwasser und nicht Radler. Ob man das generell oder an Deinem Arbeitsplatz trinken darf, weiß ich nicht. Schau in Deinen Vertrag oder lasse gesunden Menschenverstand walten. Es wird in vielen Branchen kaum ein Arbeitgeber etwas dagegen haben, wenn Du zum Mittagessen ein kleines Alsterwasser trinkst – vorausgesetzt, Du bist nicht Staplerfahrer Klaus oder in einem ähnlichen Job beschäftigt. Aber im Zweifel frage die Direktion oder verschiebe das auf den Feierabend.

“sind wassermänner narzissten”

Ja.

“taff daniel craig lebte auf der straße”

Davon war mir bislang nichts bekannt, aber falls es so gewesen sein sollte, hat der Gute es ja überstanden, nicht wahr?

“stiefmutter schaut schon früh morgens in der küche porno”

Das ist etwas mehr Information als ich brauche.

“www.geile möpse kaufen”

Nun, die Möpse in unserer Familie waren alle vier  mehr verschnarcht und verfressen als geil, einer war ausserdem sehr verspielt, ein richtiger Clown. Aber sie sind alle schon seit vielen Jahren im Mopshimmel.

“wikipedia geile nackte fotzen.de”

Ich bin natürlich nicht die Wikipedia, aber könnte mir vorstellen, daß man mit dieser Suchanfrage dort auch nicht wirklich weiter kommt. Vielleicht mal die Leerzeichen (und die Wikipedia) rauslassen und die Browserzeile statt des Suchfensters nutzen? Hier gibt es dazu leider nichts, sorry. Und nun geh und wasch Dir die Maus mit Seife aus.

Golf im Regen – eine Charakterfrage

  • Veröffentlicht am 24th Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Golf im Regen

Es regnet seit Tagen diesen unbarmherzigen Landregen, der die Natur und den Gärtner erfreut, den Normalbürger verdriesst und den Golfer richtig ärgert.

18 Loch Golf im Regen bedeutet, rund viereinhalb Stunden in sperrige, schwungbehindernde Regenklamotten gemummelt herumzulaufen während einem bei der Ballansprache die Tropfen vom Hutrand in den Nacken rinnen. Die Griffe flipschen in den Händen, mit Handschuh oder ohne, auch eigens entwickelte Regenhandschuhe sind reichlich sinnlos und in kürzester Zeit durchweicht, was zu eiskalten Fingern führt, mit denen man den Schläger nicht richtig festhalten kann und schon gar nicht so, daß der Ball gut getroffen wird. Den Handschuh auszuziehen um dann auf dem Grün in der Hosentasche nach dem Ballmarker, Pitchgabel oder am nächsten Abschlag den Score auf der durchweichten Pappkarte zu notieren ist auch ein mehrminütiger Akt, der einen irgendwann dazu bringt das Mistteil ganz wegzulassen und wütend ins Bag zu pfeffern, welches in der Zwischenzeit still vor sich hin suppt.

Ein alter Pro sagte mir mal, wer Golf im Regen spiele, müsse nicht besonders leidensfähig sein sondern nur das richtige Regenmanagement betreiben. Das Handtuch z.B., das normalerweise am Bag hängt, wird dann eben unter den Schirm gehängt bzw. oben in dessen Speichen verstaut um trocken zu bleiben. Man nimmt mindestens ein weiteres Handtuch und so viele Handschuhe mit wie man hat und zwei Plastiktüten: in der einen befinden sich die trockenen Exemplare, in der anderen landen die nassen. Das sei schon mal die halbe Miete. Recht hatte er – und das war lange vor den Zeiten von DryFit und GoreTex Wunderstoffen.

Golf im Regen heisst, der Ball fliegt nicht richtig, ist ja klar. Und wenn er aufkommt bleibt er wie ein Stein liegen, egal ob die 25-cent-Pille vom Discounter oder der sechs Euro teure Signature Ball eines Tourpros: keine Spur von sanftem Ausrollen. Golf im Regen heisst, sich mit seinen tatsächlichen Schlaglängen, den Carry-Längen vertraut zu machen. Da wird aus einem in trockenen Zeiten erzielten guten rund 220 Meter langen Abschlag sehr schnell ein mickriger 180 Meter Drive. Golf im Regen ist sehr ehrliches Golf.

Golf im Regen bedeutet Streit mit den Mitspielern darüber, ob die Pfütze auf dem Fairway jetzt als zeitweiliges Wasser anzusehen ist und Regel 25 zur Anwendung kommt oder ob es sich dabei um einen Teil des Wasserhindernisses handelt und nach Regel 26 zu verfahren ist. (Spoiler: es gibt – natürlich – eine Decision 25/2 aus St. Andrews dazu: „Any overflow of water from a water hazard which is outside the margin of the hazard is casual water.“).

Golf im Regen zeigt anschaulich, daß dieses Spiel nicht auf den 80 ha des Platzes sondern den zehn Zentimetern zwischen den Ohren gespielt wird. Wer sich von den erwähnten Kleinigkeiten aus dem Tritt bringen lässt und sich nicht vor Beginn der Runde eine zum Platz passende Spielstrategie zurechtgelegt hat an die er sich eisern hält, der wird wirklich nicht viel Freude da draussen haben – oder bereiten.

Golf im Regen ist nämlich auch eine Charakterfrage: Es gibt die Sorte Leute, die ihre Mitspieler zutexten, daß es letzte Woche so viel besser ging, stöhnen, daß sie trotz GoreTex-Socken nasse Füsse haben, fluchen, daß der Ball weg ist und „vergessen“, den einen oder anderen Schlag zu notieren.

Und es gibt Golfer.

Superheldenpflichten

  • Veröffentlicht am 23rd Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Superheldenpflichten

Das Wetter ist zwar gerade gnädig mit den Gartenbesitzern, aber so wirklich Freude macht das ja auch nicht. P.S.: Grasflecken kriegt man schlecht raus, im Zweifel also besser inkognito mähen!

Die Zeichnung gibt’s auch als Druck (versch. Größen), T-Shirt, Grußkarte etc. in meinem kleinen Shop und zwar bis einschliesslich Sonntag noch weltweit versandkostenfrei!

Kurze Durchsage

  • Veröffentlicht am 21st Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Da der Kommentarspam hier aktuell bedrohliche Ausmasse angenommen hat, werden Kommentare bis auf Weiteres moderiert. Wer schon einmal hier kommentiert hat, sollte problemlos durchkommen.

Die Norddeutsche Gartenschau im Arboretum Ellerhoop

  • Veröffentlicht am 20th Mai 2013,
  • veröffentlicht von
Hier geht es zur Norddeutschen Gartenschau im Arboretum Ellerhoop

Hier geht es zur Norddeutschen Gartenschau im Arboretum Ellerhoop

Die weltbeste Mutter wünschte sich einen Pfingstausflug in die Norddeutsche Gartenschau im Arboretum in Ellerhoop. Wie könnte ich da nein sagen?

Für die weltbeste aller Mütter sind Gärten und Parks, Blumenschauen oder allerwenigstens Pflanzencenter das, was für mich Ausflüge in Buch- oder Musikalienhandlungen oder Künstlerbedarfsläden sind: magische Reisen in den siebten Himmel, Balsam für die Seele, das pure Glück. Und obwohl ich bei diesen zum Pfingstfest doch recht unchristlich anmutenden Witterungsbedingungen nicht ganz so dringend Blumen gucken muss, so erfreue ich mich natürlich auch grundsätzlich an schönen Gärten. Also begaben wir uns auf die ziemlich leere A23 gen Norden, fuhren in Tornesch ab und parkten wenige Minuten später hinter dem schönen, großen Bauernhaus, in dem u.a. das zum Park gehörende Café beherbergt wird.

Der Eintritt von 7€ pro Nase darf, gemessen an den Kursen der aktuell im Süden stattfindenden Internationalen Gartenschau, nachgerade als Schnäppchen durchgehen. Schüler/Azubis/Studenten, Schwerbehinderte, ALG II-Empfänger etc. kommen für 6€ in den Genuss, Kinder bis 7 Jahre dürfen gratis hinein, Kinder zwischen 8 und 16 Jahren zahlen moderate 2€ und seinen Hund darf man auch (angeleint) mitbringen.
Der ca. 7,5 ha grosse Park ist barrierefrei für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator und beides kann man übrigens vor Ort auch bei Bedarf ausleihen.

Das Arboretum liegt im Baumschulland, wie ich die Gegend zwischen Pinneberg und Itzehoe im Geiste immer nenne. Es wurde aus einer Baumschule heraus gegründet und der Schwerpunkt der Arbeit des e.V. lag lange Jahre auf der überwiegenden Präsentation von Gehölzen und der Schulung und Bildung der Besucher. In den letzten dreissig Jahren hat sich das Angebot jedoch sehr ausgedehnt und es gibt z.B. farblich sortierte Minigärten, einen geologischen Erlebnispfad, dessen Höhepunkt für mich ein Sumpfzypressenwald aus dem Tertiär war, oder auch eine Nutzpflanzenschau. Es gibt unglaubliche Rosen- und Päonienbüsche, einen Bambuspfad, einen Bereich zum Thema Bernsteingewächse, fleischfressende Pflanzen, Lotos- und Seerosenpflanzen, Kräutergärten (sehr schön dort die in Braille beschrifteten Pflanzenschilder, wo Sehbehinderte ermutigt werden, die Pflanzen zu betasten) und vieles mehr.

Chilenischer Riesenrharbarber im Arboretum Ellerhoop

Chilenischer Riesenrharbarber im Arboretum Ellerhoop

Man kann überall stundenlang stehen und staunen, fühlen, riechen, lernen oder einfach nur hindurchschlendern und geniessen. Das Kamelienhaus ist ganz toll und übrigens gibt es immer wieder versteckte Nischen und Pfade, die besonders den Kindern gut gefallen, wie ich sah. A propos: einen Kinderspielplatz gibt es natürlich auch; er ist nicht sehr riesig, aber Kinder werden überall im Park extra angesprochen aktiv zu sein und z.B. nach Bernstein zu buddeln, durch in Kinderhöhe aufgestellte Guckis über den See zu schauen oder ein Insektenhotel zu bewundern.

Sumpfzypressenwald im Arboretum Ellerhoop

Sumpfzypressenwald im Arboretum Ellerhoop

Wenn man müde wird, kann man im ehrenamtlich betriebenen Café zu sehr moderaten Preisen den selbstgebackenen Kuchen essen. Auch Würstchen gibt’s, und natürlich die passenden Getränke. Neben dem Eingang gibt es noch einen Pflanzenverkauf einer Gärtnerei (vornehmlich Stauden), dort haben wir sicher noch einmal eine gute halbe Stunde verbracht, so toll war das.

Die IGS werden wir uns wohl aufgrund der saftigen Eintrittspreise dort schenken und lieber in den nächsten zwei oder drei Wochen noch einmal ins Arboretum Ellerhoop fahren, schon weil wir uns sehr auf die Päonienblüte freuen und das Wetter dann hoffentlich auch etwas freundlicher ist.

Förderkreis Arboretum
Baumpark Ellerhoop-Thiensen e.V.
25373 Ellerhoop, Thiensen 4

Homepage Norddeutsche Gartenschau
Homepage des Arboretums Ellerhoop
Wikipedia-Eintrag


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Die Lieblingstweets im Mai, Teil 1

  • Veröffentlicht am 15th Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Anne hat auch schon wieder welche.

Der AdBlocker Appell (ursprüngliche Fassung)

  • Veröffentlicht am 15th Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Ich habe soeben den ersten Entwurf des Bettelbriefs gefunden:

Schön, dass Sie DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE lesen! Wir bieten Ihnen tolle Eilmeldungen, wie z.B. daß sich eine berühmte Schauspielerin vorsorglich einer doppelseitigen Mastektomie unterzogen hat die wichtigsten Analysen, Interviews, Videos (Quelle: Internet) , 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, ob Sie wollen oder nicht, ob es etwas zu erzählen gibt oder nicht. 140 teils unter Tarif bezahlte, meist freiberufliche Redakteure und Prakikanten arbeiten daran, irgendwo Content zu finden der möglichst nichts kostet, damit dass Sie sich stets bestens unterhalten fühlen informiert sind. Das kostet Geld, das wir zwar haben aber nicht dafür ausgeben wollen. Unsere Redaktion kostet Geld, unsere Korrespondenten, Webentwickler, Techniker, die Datenleitungen, der Strom. Mimimi.

Für Sie ist DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE umsonst kostenlos. Wir finanzieren uns auch über Werbung. Viele Leser nutzen einen Adblocker, weil sie sich an aufpoppenden Fenstern stören und an Werbung, die plötzlich losdudelt und Rechenleistung und Ressourcen frisst oder Malware einschleppt oder ungefragt und trotz Do-Not-Track-Tools hinterherschnüffelt, auf welchen Webseiten wir uns herumdrücken und an 15-20 Drittfirmen, die übrigens oft in den USA sitzen, diese Daten übermittelt. Natürlich zahlen immer Sie als Nutzer diesen Traffic, das ist besonders ärgerlich, wenn Sie mobil unterwegs sind oder zuhause diesen neuen 75 GB/Monat Drosselkom-Tarif haben. Auch wir stören uns daran – deswegen verzichten wir bewusst auf aufdringliche Werbeformen. OK, was aufdringlich ist, bestimmen natürlich wir, bzw. unsere Kunden.

Adblocker bedeuten für uns, dass wir für unsere Arbeit kein Geld von der werbetreibenden Industrie bekommen. Wir bieten lieber keine einzelnen Artikel via Micropayments zum Kauf an, auch wenn einige Kunden das sicher gern nutzen würden. Wir ahnen, daß es zu wenige sein würden oder den Leuten auffiele, daß wir im Schnitt ziemlich wenige gut geschriebene Artikel pro Woche haben und der Rest halt automatisiert aus den Tickern der Nachrichtenagenturen in unser Content Management System einläuft und damit exakt derselbe Wortlaut ist wie bei den anderen Presseangeboten im Netz, für den niemand ernsthaft Geld ausgeben möchte. Wir bitten Sie deshalb, auf Adblocker zu verzichten oder für DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE eine Ausnahmeregel zuzulassen (Fragen kost’ ja nix, jeden Tag steht schliesslich ein Dummer auf). Weil wir keine Ahnung haben, wie wir ein alternatives Geschäftsmodell aufziehen sollen, schieben wir Ihnen jetzt den Schwarzen Peter zu  Ihnen auch in Zukunft DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE kostenlos anbieten wollen. Und was wir wollen ist entscheidend, nicht, was Sie als Kunde wollen. Sie sind ja nicht unser Kunde, Sie sind ja nur das Klickvieh. Der Kunde ist die werbetreibende Industrie. Sie sehen das Dilemma?

Richten Sie bei Ihrem Adblocker eine Ausnahme für DAS DEUTSCHE KÄSEBLATT ONLINE ein. Es ist ganz einfach. Bitte! Bitte! Mit Honig! Wir müssten uns sonst alle ehrliche Arbeit suchen!


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Hochlandrindvieh

  • Veröffentlicht am 14th Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Wo der Herr Buddenbohm drüben beim Hamburg-Führer gerade so hingerissen von Hochlandrindern im Wildpark Schwarze Berge schwärmt (in die ich seit meinem ersten Schottlandaufenthalt auch total verknallt bin), da fällt mir ein, daß ich so was ja schon mal auf dem Stift hatte.

Hochlandrind

Gibt’s übrigens auch hier in den üblichen Variationen käuflich zu erwerben.

Superhelden rauchen nicht.

  • Veröffentlicht am 13th Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Rauchender Superheld

Superhelden rauchen nicht. Wenn man einen dabei erwischt, ist es keiner. ;-)

Diese und andere Zeichnung gibt’s übrigens auch hier im Shop, als Druck, T-Shirt, Notebook-Skin etc.. Schaut gerne mal rein – und über Feedback freue ich mich.

Bloggen – mein Setup

  • Veröffentlicht am 10th Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Wie wir so bloggen und arbeiten im Netz, das möchte @Patschbella gerne von uns wissen. Ich hatte zumindest den Arbeitsteil vor etwas über einem Jahr schon einmal hier verbloggt, aber auch da hat sich inzwischen einiges geändert und insofern nehme ich das Stöckchen gern auf.

Bloggerinnen-Typ: Auf e13 geht’s um Golf und die Welt und graduell immer mehr um mich und meine Arbeiten. Das Blog ist im stetigen Wandel.
Gerätschaften digital: Mac, Grafiktablett, Scanner, iPad, iPhone
Gerätschaften analog: Papier/Notizbücher, Farben und Stifte
Arbeitsweise: konzentriert bis heiter

Abwarten und Tee trinken

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Zum Bloggen nutze ich WordPress und ich schreibe kürzere Einträge auch direkt ins Admin-Backend, dafür reicht es allemal. Längere Einträge schreibe ich im iA Writer, einem reinen Textprogramm mittels dessen ich sehr fokussiert schreiben kann. Ich bin in erster Linie am Schreiben und dann am Bloggen interessiert, d.h. ich schreibe, schreibe, schreibe und editiere zum Schluss; neuerdings mache ich mir manchmal dann noch Gedanken zur Suchmaschinenoptimierung meiner Texte, aber ich gebe nicht all zu viel darauf. Ich finde, ein Text sollte für die Leser (hoffentlich) interessant sein, nicht für Maschinen. Die ganzen für Suchmaschinen optimierten Blogs erkenne ich zehn Meilen gegen den Wind und finde sie zu 99% uninteressant geschrieben.

Viele meiner neueren Zeichnungen entstehen auf dem iPad, z.B. die Superhelden oder auch der kleine grüne Trailer. Aber es geht nichts über Stift auf Papier, finde ich.

Zum Recherchieren nutze ich, je nach Thema, meist Google, Bookmarks und ggf. mein Gedächtnis. Bei (den selten gewordenen) Filmkritiken kommt die imdb dazu. Manchmal lasse ich mich auf Pinterest treiben und sammle visuelle Anregungen für meine Zeichnungen oder ein Websitedesign. Es kommt wirklich sehr aufs Thema an.

Bookmarks verwalte ich klassisch im Browser und teils (für die Linklisten) über pinboard.in.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Pläne schmieden

Teils im Notizbuch, teils direkt im Backend. Da liegen immer fünf bis zehn angefangene Blogeinträge mit Stichworten und Notizen. Viele landen nach einer Weile unangefasst im Papierkorb, andere schaffen es ins Blog, wie z.B. dieser hier, der sicher zwei Monate reifte und den ich eigentlich auch erst gar nicht veröffentlichen wollte, da er mir zu privat schien. Ich trenne zwischen persönlichen und privaten Einträgen.

Seit ein paar Monaten versuche ich mich mit Evernote anzufreunden, aber es funktioniert nicht so recht; das ist letztlich nichts weiter als eine bunt sortierte Müllkippe. Was ich nicht selbst händisch aufgezeichnet habe, ist nicht in meinem Kopf. Ich brauche die physische Erinnerung daran. Little Jamie hat das mal wunderbar auf den Punkt gebracht:

https://twitter.com/littlejamie/status/291934556649574401

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Für die Linksammlungen nutze ich pinboard.in und die werden dann über ein Plugin im WordPress aggregiert. Allerdings bin ich wieder etwas ab von den Linklisten, da ich oft das Gefühl habe „hat doch inzwischen echt jeder gesehen/gelesen“ da inzwischen ja auch sehr viele andere Blogger solche regelmäßige Linktipps veröffentlichen. Das ist natürlich super, aber es gibt so viele Überschneidungen, da komme ich mir etwas blöd vor, auch noch mal eine Linksammlung rauszublasen. Ich werde künftig stärker themenorientiert verlinken, z.B. zu Design- und Illustrationsthemen.

Von IFTT, Buffer und automatisiertem Twittern/facebooken etc. bin ich für die private Nutzung ab, da ich es lieblos und unhöflich gegenüber meinen Followern finde und es letztlich auch nicht so irre viel Zeit kostet zu twittern, daß es einen neuen Blogeintrag zum Thema X gibt. Es ist außerdem ähnlich wie bei Evernote und Bookmarkdiensten: Was ich nicht selbst geschrieben habe, habe ich nicht im Kopf.

Das einzige, was ich neben den Links automatisiert machen lasse, ist die Querveröffentlichung von meinen Instagrambildern zu Twitter und Facebook.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

Ich hab’ sie alle durch. Alle, denn ich bin ein Ordnungsfreak, oder, wie Herr Buddenbohm das wohl nennen würde: eine Jungfrau. Aber letztlich benutze ich in erster Linie Stift und Papier und mein Gedächtnis. Vielleicht, weil ich ein visuell orientierter Mensch bin, der auf Haptik großen Wert legt. Was ich von Hand notiert habe, landet auch in meinem Gedächtnis. Was in Think, Remember The Milk, Teudeux, Wunderlist etc. steht, ist für mich im Geiste in besagtem Schrank von Little Jamies Omi gelandet.

Analoge Verbundenheit

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

Du meinst technische Gadgets? Nein. Die interessieren mich zwar, aber mehr auch nicht. Ich gehe allerdings fast nirgends ohne Stift(e) und Papier bzw. Notizbuch hin und ein Leben ohne Gitarre oder Golfschläger wäre fad.

Ich könnte wunderbar ohne Telefon leben. Ich hasse es, zu telefonieren. An privat vertelefonierten Einheiten komme ich auf 8-15 Minuten im Monat, für Festnetz und Handy zusammen. Ich nutze mein iPhone fast nur zum fotografieren, twittern und unterwegs mal eben was googeln und Patensohn I (a.k.a. Captain Jack) spielt darauf Angry Birds.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Natürlich. Jeder Mensch kann irgend etwas besser als die anderen. Das ist ja das Schöne. Aber mal in Bezug aufs Bloggen:
Ich kann sehr schnell auch große Textmengen lesen und erfasse rasch die wesentlichen Punkte darin und ich lese, schreibe und spreche ebenso gut auf englisch wie auf deutsch. Ich denke, das ist sehr hilfreich in der Schlacht gegen den Informationsüberfluss.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Nichts. Ich bin in dieser Hinsicht leider nicht multitaskingfähig. Musik während der Arbeit zu hören ist eine Fähigkeit, die ich gerne hätte. Aber ich unterbreche gelegentlich meine Arbeit, um einen Song zu hören oder selbst etwas Musik zu machen.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Weder – noch, ich bin eine Lerche. ;-) Ich werde sehr früh von alleine wach (winters spätestens um halb sieben, im Sommer meist vor fünf Uhr) und meine beste und kreativste Arbeitsphase ist früh am Morgen. Spätestens um 21 Uhr, im Sommer gegen 22:00 laufe ich dafür geistig nur noch auf Schwachstrom und gehe daher meist früh zu Bett.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Ich bin ziemlich introvertiert; Gespräche mit extrovertierten Menschen oder entsprechende Events wie Parties etc. machen durchaus Spaß und ich kann da bei Bedarf auch gezielt aufdrehen, aber sie kosten mich ziemlich viel Kraft. Die tanke ich dann auf dem Golfplatz – eine Runde, idealerweise früh morgens und allein, ohne Handy, ohne Internet, das ist für mich das, was für andere eine Woche Strandurlaub ist: Urlaub und Erholung pur.

Privat

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

Wer mag. Gerne aber Blogger mit Kindern, z.B. @Larenzow, @svenonsan oder @Mama_arbeitet.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
Meine Omi sagt: ‚Auch Ratschläge sind Schläge’ und da hat sie Recht.

Noch irgendwas wichtiges?
Esst mehr Obst!

Die Lieblingstweets im April, Teil II

  • Veröffentlicht am 2nd Mai 2013,
  • veröffentlicht von

Teil I findet sich hier, die Lieblinge der Lieblinge wie immer bei Liebling Anne.

Der Besucher

  • Veröffentlicht am 25th April 2013,
  • veröffentlicht von

Ich kannte die Kollegin nicht sehr gut. Sie schien sehr nett zu sein, allerdings auch immer sehr gestresst. Ich sah sie manchmal über den Flur hetzen, gelegentlich auch mal mittags im Casino auf Kampnagel, wo viele Kollegen die abwechslungsreichen und günstigen Speisenangebote zu schätzen wussten. Ich selbst hatte selten Gelegenheit dazu; meist holte ich mir nur eine Suppe oder ein Sandwich aus dem Café im Erdgeschoss und verzehrte den Imbiss hastig am Schreibtisch. Mittags stand meist eine Telefonkonferenz mit den Kolleginnen und Kollegen in England, Frankreich und Spanien an und so blieb es mir verwehrt, schnell und leicht engeren Kontakt mit den Leuten im eigenen Gebäude, aus den Nachbarbüros auf dem eigenen Flur aufzubauen.

Ich bin nicht sicher, ob sie sehr beliebt war bei den Leuten in ihrer Abteilung, in der sie eine leitende Position innehatte, wenn ich mich richtig erinnere. Ich hatte mit ihrer Abteilung nur sehr wenig zu tun; selten ging ich einmal hinüber um Termin- und Materialfragen zu klären. Ich meine mich zu erinnern, daß sie als anstrengend galt. Aber wer ist das nicht? Es kommt ja immer darauf an, wen man wann dazu befragt. Sie war auch deutlich älter als viele von uns, Mitte vierzig, wie ich später erfuhr.

Sie hatte einen kleinen Sohn, vielleicht acht oder neun Jahre alt, den sie allein erzog. Ein- oder zwei Male brachte sie ihn mit ins Büro, wahrscheinlich hatte er dann gerade Ferien oder es war vielleicht gerade Boys Day, wenn es das damals schon gab. Ich weiss es nicht mehr. Er war ein netter, höflicher Junge, recht still wie mir schien, aber das kann natürlich auch an mir gelegen haben. Ich hatte den Kopf dauernd so voll wie meinen Terminkalender, für Smalltalk mit Kindern hatte ich wahrlich keine Zeit, selbst wenn ich gut in Smalltalk gewesen wäre, was ich ohnehin nie war.

Ich weiss noch, wie wir gerade wieder einmal mit der Firma umgezogen waren, wir platzten aus allen Nähten. Sie ging mit ihrem Sohn durch die Flure und Abteilungen, hielt hier und dort ein Schwätzchen und der Junge fing offenbar an sich zu langweilen und ging auf Entdeckungstour. Plötzlich stand er bei mir im Büro, sah sich still aber aufmerksam um und nahm die vergleichsweise spärliche Dekoration in sich auf. Ich hatte nur zwei gerahmte Filmplakate an den Wänden hängen, sonst nichts. Andere Kolleginnen und Kollegen hatten ihre Büros mit coolem Merchandise und Promotionartikeln vergangener Filmprojekte ausstaffiert; da standen Tweetie und Sylvester aus Plüsch neben lebensgrossen Pappaufstellern von Filmstars, wie man sie in den Kinos sah. Bei meiner eigenen Arbeit fiel so etwas nicht ab. Ich war eine one woman show, meine eigene Abteilung, und die drehte sich ums Internet. Meine goodies waren Trailer, Filmclips, coole Websites. Goodies, die man sich nicht auf den Schreibtisch stellen konnte, selbst wenn ich das gewollt hätte, was ich nicht tat. Auf meinem Schreibtisch stand eine Schale mit Mandarinen und der Schokolade, die wir alle zum Nikolaustag von der Geschäftsführung bekommen hatten.

Der Junge lehnte sich gegen ein Sideboard, das zur Enrichtung gehörte und das auch nach über drei Jahren noch komplett leer war. Während die Produktmanager in Papierfluten ertranken und nicht wussten wohin mit ihren Ordnern, stand bei mir ein leeres, meterlanges Sideboard herum. Ich hatte keinerlei Verwendung dafür; bei meiner Arbeit fiel kaum einmal Papier an. Aber es gehörte nun einmal zu meiner Abteilung und die anderen hätten ohnehin keinen Platz dafür mehr in ihren kleinen, engen Büroschläuchen gehabt.

Er zog seine Jacke aus und legte sie auf das Sideboard, dann studierte er die Plakate.
„Möchtest Du Schokolade, oder eine Mandarine?“ fragte ich ihn. Er nickte.
Ich schob ihm die Schale hin. Er nahm eine Mandarine und wollte ihre Schale mit dem Fingernagel eindrücken, aber sie war zu fest. Er drückte eine Weile verbissen und verlegen daran herum und gab es schliesslich auf. Zu höflich, die Frucht wieder zurück zu den anderen in die Schale zu legen behielt er sie in der Hand, wo er sie verlegen hin- und herdrehte. Ich stand auf, ging zum Garderobenständer und suchte in meiner Manteltasche nach dem Schlüsselbund, an dem mein kleines Taschenmesser hing. Das hielt ich ihm hin, er klappte fasziniert die Schere aus und lachte.
„Das ist ja eine Schere!“
„Da ist auch ein Messerchen, damit dürfte es besser gehen.“ Ich erinnerte mich daran, wie ich in seinem Alter gewesen war und verkniff mir den Hinweis, daß er vorsichtig sein solle.

Er schälte behutsam die Mandarine, dann zog er ein Papiertaschentuch aus seiner Jeans und wischte die Klinge sorgfältig und sauber ab, bevor er sie wieder einklappte und mir das Messer reichte.
„Danke.“
Mit spitzen Fingern zupfte er die weissen Fädchen ab, legte sie in die Schalen in seiner Hand und sah sich suchend um. Ich schob ihm den Papierkorb rüber.
„Danke.“ Ein höfliches Kind.

Er zeigte auf das Plakat, das er zuvor studiert hatte.
„Ist das ein guter Film?“
Ich überlegte. „Ja, doch, der ist ganz okay.“
„Warum hast du …“ er wurde rot und verbesserte sich rasch „… haben Sie das Plakat ausgesucht, wenn das nicht ein toller Film ist? Oder sogar Ihr Lieblingsfilm?“
„Kannst ruhig ‚du‘ sagen. — Weil das Plakat toll ist.“
Er schwieg und aß einen weiteren Mandarinenspalt.
„Aber der ist schon alt, oder?“
Ich musste unwillkürlich lachen. Der Film war drei Jahre alt. Für mich gefühlt von letzter Woche, für ihn aus der Zeit, als er noch klein war.

„Welcher ist dein Lieblingsfilm, der da?“ Er zeigte auf das andere Plakat.
„Nein, der nicht. Obwohl er zu meinen liebsten Filmen gehört.“
„Der ist auch schon alt, oder? Aber welcher ist denn nun dein Lieblingsfilm?“
„Welcher ist denn deiner?“ fragte ich zurück.

Er wollte gerade antworten, als seine Mutter den Kopf durch die Tür steckte, ihren Sohn sah und hereinkam. Sie lächelte uns zu.
„Ah, hier steckst du also.“ Sie setzte sich neben ihn auf das Sideboard und legte ihren Arm um seine Schulter.
„Ich hoffe, er hat dich nicht zu sehr genervt?“ fragte sie mich, während sie ihm über den Kopf strich. Er zog eine Grimasse, es war ihm sichtlich peinlich.
„Ganz und gar nicht“ antwortete ich. „Wir waren gerade dabei, unsere Filmvorlieben auszutauschen.“
Ich bot ihr eine Mandarine an, die sie ablehnte.
„Danke, aber wir müssen los. Es ist noch so viel vorzubereiten, wir fliegen ja bald in den Urlaub.“
„Wo geht’s denn hin?“ fragte ich.
„Nach Khao Lac“ sagte sie, und als sie mein fragendes Gesicht sah fügte sie hilfreich „Thailand“ hinzu.
„Wow.“ Ich sah die beiden an. Er strahlte.
„Wir fliegen dahin!“
„Ja, über Weihnachten und Silvester“ sagte sie.
„Cool!“ sagte ich. „Weit ab von der Matsche, die uns hier garantiert wieder erwartet.“
Sie lachte und sah plötzlich zehn Jahre jünger aus und so fröhlich und locker, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte.
„Ja, ich kann es auch kaum erwarten. Weihnachten im Bikini!“
„Ich aber nur in der Badehose“ sagte er.
Ich lachte, gratulierte zu diesem tollen Reiseziel und wünschte ihnen eine gute Reise, bevor sie fröhlich hinausgingen und die Tür hinter sich schlossen.

Ich habe die beiden nie wieder gesehen.

In den Tagen und Wochen nach dem Tsunami habe ich mit den Kolleginnen und Kollegen wie betäubt die Webseiten mit den Horrorbildern aus Khao Lac, Banda Aceh und anderen Orten angesehen. Mutter und Sohn wurden vermisst und je mehr Tage ins Land gingen, desto klarer wurde: sie würden nicht wiederkommen.

Als ich vor ein paar Monaten den Trailer zu The Impossible sah, brach ich spontan in Tränen aus. Ich hatte mir die Inhaltsangabe nicht durchgelesen, sondern nur mit einem Auge das Stichwort ‚Ewan McGregor‘ gelesen und gleich auf «play» geklickt. Ich glaube nicht, daß ich mir den Film ansehen kann, obwohl er gut sein soll.

Der Junge, der in meinem Büro eine Mandarine gegessen hat wäre heute fast achtzehn Jahre alt. Wann immer ich mein kleines Taschenmesser benutze, denke ich an ihn und frage mich, welches wohl sein Lieblingsfilm war.

Langsam erdrosselt

  • Veröffentlicht am 24th April 2013,
  • veröffentlicht von

Anlässlich der Bekanntgabe der Telekom, daß sie künftig ihre DSL-Flatratetarife nach Verbrauch von 75 GB/Monat auf die Geschwindigkeit einer in Wut geratenen Weinbergschnecke drosseln werden, habe ich gerade mal nachgesehen: ich verbrauche im Schnitt monatlich ca. 100 GB.

Das ist ohne Gaming, denn es gibt keine Konsole im Haushalt und keine Spiele auf dem Rechner, ich habe einfach kein Interesse daran.

Ich habe auch kein Entertainmentabo von T-Mobile (welches allerdings von dem Volumentarif ohnehin ausgeschlossen wäre, da die Telekom die Netzneutralität abschafft und eigene bzw. Partnerangebote bevorzugt) oder von Sky etc. Ich habe keine Zeit, kein Interesse daran, bzw. es gibt kein für mich attraktives Angebot.

Drei oder vier Tage im Jahr gucke ich mehrstündige Videostreams, nämlich wenn die Golf-Majorturniere oder alle 2 Jahre der Ryder Cup anstehen. Ich würde das zugegebenermassen viel lieber im TV sehen, aber die ÖR-Programme übertragen das nicht, sondern nur Sky, die allerdings nur auf den HD-Kanälen und auch nicht vollständig oder gar mit englischem Kommentar. Ich habe jedoch keinen HD Fernseher und will mir nicht extra deswegen einen anschaffen. Ich habe auch neben der GEZ-Zwangsgebühr von über 200€/Jahr weitere etwa 300€/Jahr für ein zu 98% für mich uninteressantes Fernsehprogramm nicht im Budget.

Ich nutze keine datenintensiven Musikstreamingangebote wie Spotify oder Soundcloud oder Internetradio etc, da ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann wenn Musik läuft. Ich bin in dieser Hinsicht leider überhaupt nicht multitaskingfähig; Musik wird hier im Hause ganz bewusst phasenweise eingeschaltet und gehört. Dafür werfe ich z.B. etwa zweimal täglich YouTube an und suche nach einem Lied, was ich dann gerade hören möchte. In den meisten Fällen ist es aufgrund des Google/GEMA Streits für mein Land jedoch leider nicht verfügbar. Ob allein der versuchte Aufruf schon viel Traffic verursacht, weiss ich nicht. Ich kaufe oder leihe etwa einen oder zwei Filme im Monat via iTunes.

Ich lebe allein in diesem Haushalt, wie komme ich also auf sportliche 100 GB, also 30% mehr als das, was die Telekom ab 2016 (!) für ausreichend hält?

Ich arbeite freiberuflich von zuhause aus, was neudeutsch so schön „Home Office“ heisst. Mein Rechner läuft im Schnitt etwa zwölf bis vierzehn Stunden am Tag. Parallel dazu habe ich ein iPad und ein iPhone im Einsatz und die auch im WLAN. Meine Programme, allen voran die Apple-eigenen Programme wie Safari oder das Betriebssystem, aber auch z.B. die Adobe Creative Suite ziehen häufig dicke Updates. Ich schaufele z.B. auch oft mehrere hundert MB große Bild- bzw. Photoshop-Dateien (für Drucksachen) meiner Kunden in die Cloud und zurück. Ich weiß, daß viele Programme auf meinem Rechner im Hintergrund ständig Daten „nach Hause telefonieren“, z.B. die von Apple, Microsoft Office oder besagte Adobe Programme. Ich nutze teilweise die Cloud auch für Testzwecke und Kooperationen bei der Webseitenentwicklung. Ich telefoniere über das Internet (VOIP); allerdings verhältnismässig wenig bzw. selten; vielleicht zwei Anrufe pro Tag. Meist telefoniere ich über das Handy. Durchschnittlich zwei Videokonferenzen kommen noch dazu.

Das alles scheint für die Generierung von rund 100 GB Traffic im Monat auszureichen.

Ich bin bei einem anderen Provider als der Telekom und zahle für meine DSL Flatrate rund 27€/Monat. Aber machen wir uns nichts vor: die anderen werden nachziehen, es ist nur eine Frage der Zeit. Unsere Politiker haben erwiesenermassen weder Interesse an noch Ahnung vom Internet, von den neuen Arbeitswelten (die sie geschaffen haben), geschweige denn von den Interessen der Kinder und Jugendlichen oder Familien heute. Sven hat das hier und hier ausgezeichnet zusammengefasst. Johnny hat übrigens eine Idee dazu.

Unlängst las ich auf Pandodaily einen Artikel zu Googles neuem Dienst ‚Fiber‘. Ganz offensichtlich ist Google in den USA bereits ins Providergeschäft eingestiegen. Kostenlose 5 Megabit Downloadgeschwindigkeit, die Geschwindigkeit für den upload liegt bei 1 Megabit und soll 70 US $/Monat kosten. Wer teilnehmen möchte, muss der Öffentlichkeit einen WiFi-Router bereitstellen und seine Bandbreite teilen. Man wird über kurz oder lang in den USA zumindest in den Ballungsgebieten nirgends mehr ohne kostenlosen WLAN Zugang sein. Klar, Google wird mit Daten bezahlt, ‚kostenlos‘ ist also relativ. Aber wie fasst es der Autor so schön zusammen:

„Google is going to kill AT&T, Verizon, Sprint, T-Mobile and the cable companies. Kids don’t talk on the phone and they don’t have a ton of money. If they can be reasonably sure they’ll have a wifi network, then they are simply not going to sign up for AT&T or Verizon.

It’s game over… in five short years.“

Auch für unseren Global Player, die Telekom. Ich kann trotz all meiner Abneigung gegenüber Google nicht behaupten, daß ich darüber weinen werde.

Die Twitterlieblinge im April, Teil 1

  • Veröffentlicht am 17th April 2013,
  • veröffentlicht von

Damit das hier nicht wieder am Ende des Monats so in Hektik ausartet, kommt hier mal wieder die Halbzeitzusammenfassung:

Und Anne hat auch schon wieder welche.

Masters Action

  • Veröffentlicht am 13th April 2013,
  • veröffentlicht von
Masters Action

Tiger beim 2013 Masters

Das war ein spannender zweiter Tag beim Masters gestern. Dem 14jährigen chinesischen Amateur Tianlang Guan wird wegen zu langsamen Spiels ein Strafschlag aufgebrummt, der ihn um ein Haar den Cut gekostet hätte. Glücklicherweise hat der in Führung liegende Jason Day die beiden letzten Löcher Par gespielt, sonst hätte es «goin’, goin’, Guan» für Tianlang Guan gehiessen, der nunmehr genau zehn Schläge hinter dem Führenden liegt.

Die Pros sind über das harte Vorgehen gespalten: die einen bedauern die Entscheidung und weisen darauf hin, daß die Platzverhältnisse beim Masters gestern sehr widrig waren und jeder Spieler mehr Zeit benötigte für seine Schlägerwahl. Außerdem fehlt Guan die Erfahrung der alten Hasen, oder besser gesagt: der alten Schnecken — den berüchtigten Langsamspielern wie Langer, Crane oder Furyk, die wissen, daß sie in Sichtweite der Regeloffiziellen nur etwas Hektik simulieren müssen um einer Strafe zu entgehen.

Die Bemerkung von Tourspieler Bob Estes, daß Pros auch regelmässig Strafen aufgebrummt bekämen, ist zwar richtig, aber auch scheinheilig: Die verteilten Geldstrafen greifen ganz offensichtlich nicht, denn die werden von den Millionären aus der Portokasse gezahlt. Würden die Offiziellen öfters mal Strafschläge verteilen, gäbe es garantiert sehr bald keine Fünf-Stunden-Runden mehr. Der letzte Spieler auf der Tour, der wegen langsamen Spiels einen Strafschlag bekam, war übrigens Glen Day, 1995 — drei Jahre vor Guans Geburt.

Die anderen sehen die Aktion als okay an. Der Junge spielt das Masters mit, also hat er eine zumindest theoretische Chance auf den Sieg. Warum sollte er dann eine Extrawurst gebraten kriegen? Meint schulterzuckend zumindest der mehrfache Masters Champion Freddie Couples, der mit 53 Jahren am anderen Ende des Altersspektrums sitzt und aktuell nur einen Schlag hinter dem Führenden liegt.

Guan selbst hat sich übrigens nicht nur durch sein tolles Spiel als echter Golfer präsentiert, sondern auch durch seine ruhige Reaktion im Interview hinterher.

Von dem Jungen werden wir hoffentlich noch viel sehen.

Mindestens ebenso kontrovers diskutiert wird aktuell Tiger Woods, der einen ausgezeichneten Schlag machte, den Fahnenmast traf und dessen Ball in Folge seitwärts vom Grün ins Wasserhindernis schoss. Tiger musste also (mit Strafschlag) den Ball droppen, und tat dies vom falschen Ort, wie beobachtet wurde und er auch (unabsichtlich) im Interview zugab. Er hat sich so für den Wiederholungsschlag eine bessere Lage und Position verschafft und damit einen unfairen Vorteil gegenüber dem Feld. In Folge hat er seinen Score falsch notiert und unterschrieben und müsste logischerweise disqualifiziert werden.

Die Entscheidung ist aktuell noch nicht gefallen, aber dürfte so oder so noch heisser diskutiert werden als die um Guans Strafschlag. Tiger ist nicht irgendein Spieler, er liegt gut im Rennen, ist gerade wieder die Nummer eins der Welt und will seinen fünfzehnten Majorsieg holen. Die Einschaltquoten werden ins Bodenlose rauschen, wenn er disqualifiziert und nach Hause geschickt wird — für Missachtung einer Regel, die 90% der golfenden Amateure jedes Wochenende fröhlich missachten und die den zuschauenden Nichtgolfern komplett bekloppt vorkommen wird.

Die berühmten zweierlei Mass wären also noch fetter unterstrichen als sie es ohnehin schon sind und es bliebe ein sehr schlechter Geschmack im Mund zurück, daß die Regeln eben nur für einige gälten.

So oder so wünsche ich dem chinesischen Achtklässler ein fantastisches Wochenende und uns Golffans, daß der Spirit of the Game erhalten bleibt.

Update: Es bleibt bei einem frommen Wunsch. Nach Angaben dieses Blogs, das auch die fragliche Situation und Regel noch einmal sehr schön zusammenfasst, ist der Drops gelutscht. Das Kommitee hat keine Beanstandung festgestellt und daß Tiger sich selbst ehrenhaft disqualifiziert, darauf darf man bei dem Mann wohl kaum hoffen. (Hier das Interview, wo er den Regelverstoss offensichtlich unbewusst zugibt: „TIGER WOODS: Well, I went down to the drop area, that wasn’t going to be a good spot, because obviously it’s into the grain, it’s really grainy there. And it was a little bit wet. So it was muddy and not a good spot to drop.
So I went back to where I played it from, but I went two yards further back and I took, tried to take two yards off the shot of what I felt I hit.“)

Update 2: Tiger kriegt zwei Strafschläge. Die Option wurde wohl vor einiger Zeit anlässlich eines ähnlichen Falls mit Padraug Harrington eingeführt.

Link(s) vom 2. April 2013

  • Veröffentlicht am 3rd April 2013,
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Zwischen dem 27. März 2013 und dem 2. April 2013 aufgelesen:

  • SINNRAUM
    „Dann fragte ich die Gymnasiallehrer („einen mit IQ 110“), wie sie sich nun die Zusammenarbeit mit einem hochbegabten Schüler vorstellen, der zum Beispiel einen IQ von 140 hat. Ist es dann nicht so, dass jemand mit IQ 140 einen anderen mit IQ 110 für entsprechend „unterbelichtet“ hält?“

Herr Dueck stellt mal wieder kluge Fragen. Lesenswert.

Das ist eine sehr gute Idee, die sich wirklich mal rumsprechen sollte. Genau wie die aus meiner Lieblingstweets-März Liste nebenan – einfach mal dem Obdachlosen eine Tageskarte für den ÖPNV spendieren, wenn’s arschkalt ist und die Schergen mal wieder ihre Macht demonstrieren und einen Mitmenschen erfrieren lassen wollen.

  • The New York Times should be ashamed, but only for pandering to idiotic Twitter outrage
    „The New York Times was today pressured into changing the tone and content of an obituary, by a relatively small blip of Twitter outrage. There was no factual inaccuracy in the original piece, no libel, not even an offensive opinion. People on Twitter were just mad that the writer didn’t present a successful women’s achievement in the precise order the crowd felt was most respectful.“

Die Schwarmdummheit in voller Fahrt. Und dann fragen sich einige, warum „uns“ keiner ernst nimmt. #Seufz.

  • Wo der Helikopter noch landen kann, ist es für den Hubschrauber schon zu eng « ReLü
    „Ein Untertitel, der für eine Sekunde eingeblendet wird, soll nur zehn Zeichen lang sein. Und mit zehn Zeichen kommt man nicht weit. In zwei Sekunden dürfen es schon bis zu 30 Anschläge sein, in drei Sekunden 50. Erst wenn vier bis fünf Sekunden zur Verfügung stehen, soll die maximale Zeichenzahl eines Untertitels (zwei Zeilen à 40 Anschläge) ausgeschöpft werden, sonst kommt der Zuschauer im Kinosessel mit dem Lesen kaum hinterher.“

Als jemand, die jeden Film wenn irgend möglich im Originalton sieht, auch wenn sie keinen Schimmer von der Sprache hat, bin ich in exotischen Fällen wie z.B. koreanisch oder kantonesisch auf zumindest englisch- oder französischsprachige Untertitel angewiesen. Da ich andererseits schon häufig „auf Zeile“ texten musste ist mir aus eigener Erfahrung klar, daß man da gelegentlich kreativ werden muss, um den Sinn in eine passende Form zu giessen. (Da ist Twitter übrigens ein hervorragendes Lern- bzw. Lehrmedium. Was alles kreativ in 140 Zeichen passt, ist unglaublich, wenn man es nicht selbst versucht hat.)

Wie man das bei dialoglastigen Genrefilmen angeht (und wie kümmerlich das bezahlt wird), davon wird hier erzählt. Spannend.

Die Lieblingstweets im März

  • Veröffentlicht am 1st April 2013,
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Und die Lieblinge der Anderen gibt’s wie immer bei Anne.

Das e13.de redesign

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Das e13.de redesign
tl;dnr: Hier auf e13.de wird’s jetzt einen Hauch professioneller und auch kommerzieller.
Alles bleibt anders auf e13.de

Alles bleibt anders auf e13.de.

So, rund zwei Wochen war e13.de offline bzw, verhangen mit dem guten, alten Maintenance Mode Vorhang, ich habe geschraubt und gedrechselt und nun bin ich soweit, daß ich im grossen und ganzen mit dem neuen Erscheinungsbild zufrieden bin. Das e13.de Redesign ist vollzogen, hurra! Es gibt Reis, Baby!

Die Seite ist nun unter den beiden domains thaerigen.net und e13.de erreichbar. Die e13.de Fans müssen jetzt einmal mehr klicken um aufs Blog zu kommen, sofern sie nicht ohnehin direkt auf bestimmte Artikel kommen. Warum das Ganze? Nun, ich sehe nicht wirklich einen Bedarf für zwei getrennte Websites. Die allermeisten Menschen kennen mich im im Netz als @e13kiki bzw. die e13.de Bloggerin. Mit dieser Domain habe ich seit Anno 2000 eine kurze, knackige, eingängige Domain in Verwendung, die vielleicht sinnfrei erscheinen mag (wtf ist e13?), sich aber relativ leicht merken lässt. Es wäre ziemlich bescheuert, diesen Vorteil nicht zu nutzen. Die Seite ist nach all den Jahren auch bei Google recht beliebt, kurz: die Entscheidung war ein ziemlicher nobrainer.

Hatte ich zu Beginn dieses ganzen Social Web Gedöns noch gedacht oder gehofft, berufliches und privates Leben trennen zu können, so sind wir heute schlauer. (Fuhgeddaboudit!) Meinen Namen will und brauche ich nicht zu verstecken, ich lebe davon, auch wenn ihn sich kaum einer merken kann. (Hint: er hat nur ein ‚n‘ drin, und zwar am Ende und nicht in der Mitte!) Die meisten Leute im Netz wissen inzwischen, daß ich Designerin und Illustratorin bin, und als solche gehe ich ja auch raus. Nicht ganz so viele wissen von meiner dunklen Seite als Darth Vaderette Digital Marketeer. Yes, well, a girl wants to eat. (And to play golf.) Und ja, es macht auch Spaß auf der dunklen Seite und die haben Kekse dort, ich geb’s ja zu. Die Erfolge aus dieser Tätigkeit sind nicht so leicht sichtbar zu machen wie eine Zeichnung oder Konzeption und Design einer Website, aber nichtsdestotrotz vorhanden. Näheres dazu gerne auf Anfrage.

Warum soll ich nicht zur Abwechslung all meine Talente gewinnbringend für mich selbst einsetzen?

Im Jahre 2013 bin ich erstmals gewillt, meine angeborene Bescheuerteidenheit abzuwerfen und mich zur Abwechslung etwas mehr selbst zu vermarkten. Warum soll nicht auch ich zur Abwechslung all meine Talente gewinnbringend für mich selbst einsetzen? Oder wenigstens einige? Keine Angst, hier gibt es keine gesponsorten Beiträge und ich werde e13.de auch nicht zur Affiliatehalde verkommen lassen. Aber ich werde mehr oder weniger dezent meine beiden im Aufbau befindlichen Shops mit T-Shirts, Karten und Gedöns hier anpreisen. Da wird nichts drin sein, was ich nicht selbst gestaltet habe, von dem ich nicht selbst überzeugt bin bzw. was ich nicht selbst tragen oder benutzen würde. Zu Beginn startet das alles sehr zahm mit wenigen Motiven, die mir selbst am besten gefallen. Falls ich zwischendurch mal eine Zeichnung irgendwo veröffentliche, die Euch gut gefällt und die Ihr Euch als Motiv wünschen würdet, dann freue ich mich ganz ehrlich über Eure Vorschläge. Sozusagen „Mach doch mal was mit Tieren!“.

Das Leben ist kein Ponyschlecken

In diesem Zuge habe ich hier auch zwei Maßnahmen installiert, die ich bislang aus aktivem Desinteresse heraus komplett vernachlässigt habe: hier läuft jetzt Google Analytics im Hintergrund (will ja wissen, ob meine Bemühungen auf fruchtbaren Boden fallen) und ich habe ein SEO Plugin installiert. Das soll mir in erster Linie helfen, besser zu verstehen wie SEO überhaupt funktioniert. Denn diese dunkle Seite der Macht war selbst meinem Marketing-Ich zu düster. Ich glaube nicht wirklich an SEO; ich glaube an gute Inhalte und bin mit „if you build it they will come“ hier auf e13.de immer sehr gut gefahren. Ich habe nie für Suchmaschinen geschrieben und werde damit jetzt auch nicht anfangen; meine Texte mäandern meist so dahin, das verschlagworten ist mir meist auch viel zu mühsam. Ich mache in dieser Hinsicht eigentlich alles falsch, was man falsch machen kann und habe trotzdem verdammt viele Besucher hier jeden Tag. Aber ich werde alle neuen und die wichtigsten alten Artikel und Bilder jetzt nach und nach verschlagworten und optimieren und mal sehen, was es bringt (ausser etwas mehr dringend erforderliche Barrierefreiheit).

Neu in der Seitenleiste: ein externer RSS Feed mit täglich frischen Links zu interessanten Designthemen (allerdings englischsprachig). Diese Links werden kuratiert von Sacha Greif unter seiner Seite sidebar.io und sind fast immer alle sehr lesenswert. Ich habe nicht wenige davon in den letzten Wochen auch immer mal wieder in meine Linkschau aufgenommen und dachte mir: Warum nicht gleich den Feed in die Seitenleiste einspeisen? Ich fragte Sacha um sein Placet und er antwortete rasch und freundlich „sure, feel free :)“. (Eigentlich wäre das keiner Erwähnung wert, denn dafür wurde das Internet gemacht, aber in unserem Land zählt der Gedanke von „share the love“ ja nicht so viel, wenn man statt dessen abmahnen und Kasse machen kann oder sich lieber ein #LSR kauft.)

Ich bin Designerin und Illustratorin, das bedeutet ich zeichne für Geld. Aber natürlich nicht nur.

Ich zeichne, weil ich nicht anders kann. Fisch fliegt, Vogel schwimmt, Cem bloggt (oder so ähnlich). Kiki zeichnet. Ich bin Designerin und Illustratorin, das bedeutet ich zeichne für Geld. Aber natürlich nicht nur.
Vor einigen Wochen habe ich Telefonkritzeleien mit einem kleinen, grünen Anhänger („The Little Green Trailer“) auf die Welt losgelassen. Die Resonanz war erstaunlich, und nicht selten hörte oder las ich „ich will das als Buch haben!“. Ich könnte mir die Geschichte zwar als Buch auch gut vorstellen, aber wüsste keinen Verlag, der sich sowas ans Bein binden würde. Natürlich könnte ich das per Crowdfunding in Eigenregie durchziehen, aber dafür fehlt mir augenblicklich wirklich die Zeit. Und ein eBook fände ich wenig spannend, aber vielleicht bin ich dafür auch einfach nur zu old school. Hinzu kommt, daß das Gekritzel nicht so wirklich mein eigentlicher Zeichenstil ist und ich nicht ausgerechnet das als erstes Buch veröffentlichen will … aber der Mensch scheitert ja gerne mal an den eigenen Ansprüchen, darin bin ich ganz super. Über Euer konkretes Feedback würde ich mich also wirklich sehr freuen.

Was gibt’s noch zu erzählen? Ah ja, ich plane einen Newsletter. Nicht jeder möchte hier jeden Tag auflaufen, viele haben keine Lust auf RSS, also möchte ich die interessantesten Beiträge und noch so einige Goodies gern in einem zweiwöchentlichen Rhythmus per Newsletter unters Volk bringen. Das ist ein Testballon. Wenn das wirklich so gar nicht angenommen werden sollte, dann knicke ich es wieder. Aber ‚Versuch macht kluch‘, wie mein Lieblingsviererpartner im Golf zu sagen pflegt, bevor er den Ball im Teich versenkt.

Womit wir dann schon beim letzten Thema für heute wären: Dem Golfsport. Oder dem Golfspiel. Gibt ja so ’ne und solche. Ich gehöre zur ersten Gruppe, für mich ist Golf ein Sport und kein Spiel und der schönste dazu. In den letzten Jahren habe ich ihn aus diversen Gründen vernachlässigt bzw. vernachlässigen müssen, aber diese Saison wird wieder angegriffen und auf e13 — immerhin stolzes Mitglied der gerade frisch gehackten Leading Golf Blogs — wird es auch wieder mehr Golfcontent geben.

Okay, das war’s von mir für heute. Über Euer Feedback freue ich mich, egal ob hier oder andernorts.

Links vom 14. März – Designer Edition

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Ich will die Links zu Designthemen jetzt gerne thematisch extra zusammenfassen. Hier die Erstausgabe:

  • Rob Walker: Thanks to a rental car, I had a panic button in my pocket. It made me tense.
    „Instead of a comforting signal of safety, the panic button was a constant irritant, making me slightly tense.“
  • Field Study | Stop Stealing My Style, Bro.
    „Design is slowly developing a community of open source minded folks who freely share those useful but non distinct little bits. To be comfortable passing along your files, sharing your secret layer styles, and revealing how the sausage is made takes confidence that you add value at a higher level than the execution layer of a project. Execution is technical, it can be learned, shared, and repeated. The product level decision coming into that execution are where the real value lies.“
  • tinytype
    „A compatibility table showing the available default system fonts across different mobile platforms“
  • Everyone Knows Print Is Dead. Which Is Why NSFWCORP Is Launching A Print Edition
    „Not only does print provide a far better experience for reading long form but it also offers true platform agnosticism (available to anyone with v1 of “eyes”) and for a variety of complicated human reasons, it improves data retention and adds more credibility and heft to serious reporting. Oh, and back issues of print publications will still be here in 100 years when the digital archive of your favourite magazine has crumbled to dust (yes it will).“

Link(s) vom 14. März 2013

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Zwischen dem 9. März 2013 und dem 14. März 2013 aufgelesen:

  • Verweigerung der Keimzellenvereinnahmung
    „Als Bürgerin erwarte ich, dass der Lebensstil-Heterogenität meines Landes Rechnung getragen wird. Ich möchte nicht, dass Menschen, deren konservativ-christlicher Lebensentwurf mir fremd ist, bestimmen, was besonders förderungswert ist. Die Tatsache, dass mein Lebensstil gerade diese Leute vor Freude in ihre moralinen Hände klatschen lässt, ändert nichts daran.“

Journelle sieht sich nicht als Keimzelle der Republik.

  • Google Reader lived on borrowed time: creator Chris Wetherell reflects
    „If in the early 2000s, Web 2.0 companies were building platforms that wanted to work with each other, today, we have platforms that are closed.  We live in the world of silos now. Twitter and Instagram have broken up. Facebook is the Soviet Union of the modern web. The new systems don’t offer RSS or feeds.”There is no common language of sharing,” he bemoans. And rightfully so!  And unless we have web giants speaking the same language of sharing, there seems to be no future of aggregation.“

Google beweist eindrücklich, warum ihre scheinheilige „Rette dein Netz“-Kampagne so peinlich fehlbenannt war. Google ist nicht das Netz und hat null Interesse daran, daß Nutzer ins Netz gehen, bzw. nicht über Google ins Netz gehen. Oder Google nicht ins Netz gehen?

Gnihi!

Minimalismus wo man hinschaut. Der hier schreibt etwas sehr von oben herab, aber hat trotzdem die alte Fight Club Regel entdeckt: The Things you own, end up owning you.

Link(s) vom 4. März 2013

  • Veröffentlicht am 4th März 2013,
  • veröffentlicht von

 

Zuletzt aufgelesen:
  • Im publizistischen Würgegriff «
    „Dabei wird ein systemimmanentes Problem augenscheinlich. Was passiert eigentlich mit unserem politischen System, wenn es dort mal um die ureigensten Interessen der “unabhängigen” Presse geht? Wer kontrolliert eigentlich die vierte Macht im Staate? Die Antwort ist erschütternd.“

Ich stimme ja nicht oft mit MSpr0 überein, aber bei diesem Artikel wusste ich gar nicht, was ich zitieren sollte. Hätte ich alles 1:1 übernehmen können.

  • It’s Nice That : A thrilling peek into the sketchbooks of over 80 great cartoonists
    „The revelations in sketchbooks can make the creator vulnerable – stripped bare of glossy finish, we can all look a bit rough – and it’s interesting in a book like this which pages the artists chose to present. Some use their pages to practice, others to fantasise. Some show obsessive neatness, others get messy. The ones that show process are fascinating to follow, and their annotations are exciting to decipher. But the pleasure of this book mainly comes from the feeling that seeing cartoonists trawl faint blue pencil for the perfect line to ink is akin to being let in on a great secret.“

Ein schönes Buch, das ich mir gleich mal auf die Wunschliste gesetzt habe.

Wer hätte das gedacht?

Ein Blick hinter die Kulissen des Gestaltungsentwurfs für John Mayers letztes Albumcover.

  • Abigail
    „But as he was feeding with my younger daughter one morning, Marlboro Man found a calf lying on a solid sheet of ice. It had just been born, and though its mama was nearby, the calf just couldn’t get its footing and was flailing on the ice, getting colder and colder by the second.“

Pioneer Woman Ree Drummond mal ohne lecker Rezept, dafür mit Awwww-Flauschcontent. Das Leben auf einer Ranch ist wohl kein PonyZuckerschlecken.

Genau.

  • Die Polemiken des Wandels
    „Ich muss aufhören über Software und Hardware zu reden. Die Technologie-Diskurse führen uns nirgendwo hin. Wir müssen über die Werte reden, für die wir das Netz und seine Erweiterungen nutzen wollen. Alles andere ist irrelevant. Technik allein bewirkt rein gar nichts. Nichts im Guten und nichts im Schlechten. Und noch wichtiger ist die andere Seite der Medaille. Technik kann sich nicht auf eine “neutrale” Position zurückziehen.“

Lesenswertes über Technik und das Netz und warum das nicht unbedingt so wichtig ist.

  • Innereien, im Allgemeinen
    „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Wir essen gern, was wir nicht erkennen. Wir lassen uns auch falschen Fortschritt, falsches Fleisch und falsche Nähe verkaufen. Unser Leben wird zur wohlfeil inszenierten Doku-Soap in der ungelernte Laiendarsteller die Rolle unserer Nahrungsmittellieferanten übernehmen und wir unsere Partner casten.“

Ein guter Text zu den ganzen Lebensmittelskandalen.

  • Nacho – The blog
    „Futura, it’s a lovely font, designed by Paul Renner in 1927. Became to be one of the best geometric typefaces ever created. Today there are so many versions and it’s hard to decide which one to use.“

Na, auf welche Variante steht Ihr?

Der etwas andere Artikel über „wir müssen reden“.

Das Video heute ist Trixie Whitley mit „I need your love“ in der unplugged Version auf dem Dach des Studio Brussel. Die Dame war letzte Woche in Hamburgs Prinzenbar zum Konzert und das war großartig und es dürfte wohl das letzte Mal gewesen sein, daß sie in solchen Winz-Clubs aufgetreten ist, so wie ihr Debutalbum gerade durch die Decke geht.

Link(s) vom 24. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 24th Februar 2013,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 22. Februar 2013 und dem 24. Februar 2013 aufgelesen:

  • Fiery Joe
    „The flowers strewn on the floor of Whistler’s painting were seen as connoting “deflowering,” and the wolfskin rug, with its open-mouthed face looking directly at the viewer and with a woman standing dominant over it, seemed nothing less than carnal.“

Die spannende Geschichte der Muse und Geliebten von James Whistler, Joanna Hifferman.

  • Geheimdienst: In Heimlichheim
    „Der Dienst braucht die besten Experten zu sehr spezifischen Phänomenen wie türkischen Marxisten oder russischer Wirtschaftsspionage, aber er kann ihnen nur ein Umfeld bieten, das eher an das Großstadtrevier im Vorabendprogramm erinnert als an die spannungsgeladene amerikanische CIA-Serie Homeland. Eigentlich verlangt der Beruf des Verfassungsschützers geistige Beweglichkeit. Viele Mitarbeiter aber sind verbittert. Sie vermissen Feedback, Kreativität und Austausch. Einer formuliert es so: »Ich sehe viele blutleere Leute.«“

Ich sehe eine überflüssige Behörde.

  • Essen ist fertig!
    „Das populäre Argument „aber Wenigverdiener können sich doch nur Fertigfood leisten“ halte ich für Unsinn. Wer sich nur ein bisschen kundiger macht, die Packungstexte liest, sich mit den elementaren Zutaten und Inhaltsstoffen vertraut macht oder – wenn die Motivation da ist – auch mal selber was kocht oder zubereitet (oder auch nur Rezepte liest, um zu verstehen, was in bestimmten Rezepten eigentlich idealerweise drin sein sollte), kann der Foodmaskerade der Industrie schon sehr weiträumig (und preiswert) aus dem Weg gehen.“

So ist es.

  • Zoë Beck zur Amazon-Debatte
    „In der einen Buchhandlung in meinem Ortsteil verachtete man Krimis ganz allgemein, Taschenbücher jedoch im Besonderen, und als ich einmal nach einem Titel fragte, der ebenfalls aus meinem damaligen Verlag stammte, murmelte man etwas von qualitativ minderwertig. In der anderen Buchhandlung wurde ich fast bespuckt, als ich Margit Schreiners „Haus, Frauen, Sex“ bestellte. Zitat: „Ist das so ein dreckiges Buch? Na, mich geht’s ja nichts an.“ Genau! Es geht sie nichts an! Sie soll es mir bestellen, und nicht mich aus dem Laden vergraulen, oder sollte ich sagen: ins Internet schicken. Ich kaufe ein Buch, die Buchhändlerin nimmt es mit spitzen Fingern auf und sagt: „Sicher einpacken, das ist doch ein Geschenk oder?“ Wenn ich sage: „Nö, wollt ich selbst lesen“, lässt sie mich dann das nächste Mal noch in den Laden? Ja, aber sie bedient mich nicht, jedenfalls nicht aktiv.“

Das ist mir so noch nie passiert, das kenne ich nur aus Plattenläden. Aber ansonsten hat Frau Beck hier größtenteils Recht.

  • Dieseldunst – The wolf with the red roses.
    „Ich bezahle einen Preis für eine Ware. Und ich bezahle dazu neunzehn Prozent, unter vielen anderen Steuern, daß sich ein Haufen Leute darum kümmert, daß alles mit rechten Dingen zugeht. Und für mich zeigt sich hier vor allem eines: Ich bezahle für Aufgaben, die nicht erledigt werden. Ich bezahle dafür, daß sich die Leute eben nicht überlegen, wie man diese Wirtschaft in Bahnen lenken kann. Sagen Sie mir nicht, das sei nicht möglich: dann dürfen Sie mir auch nichts vorwerfen.“

Der Dieselwolf weist darauf hin, daß wir uns nur bedingt an die eigene Nase fassen müssen als Verbraucher_innen. Schliesslich haben wir gewählte Politiker, die sich verdammtnocheins darum kümmern sollten, daß wir keine medikamentös verseuchte Schlachtabfälle essen müssen.

  • Geheime Geschenke.
    „Mein Handy klingelt. Meine Schwiegermutter ruft an.
    Vor Schreck lasse ich das Handy fallen. Ich gehe bei uns zu Hause nie ans Telefon – es ist fast immer für meine Frau. Wenn man mich erreichen will, muss man das mobil tun. Sie will also explizit mich sprechen.“

Hihi!

 

Das Video heute ist eine liebevoll gestaltete Autojagd en miniature. Sehenswert!

Link(s) vom 20. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 20th Februar 2013,
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Zwischen dem 17. Februar 2013 und dem 20. Februar 2013 aufgelesen:

  • Anmerkungen zur Social Media Week Hamburg
    „Wie damals, als das Internet neu war und jeder einen vierwöchigen Webdesign-Kurs besuchte, damals war auch klar, dass ein solcher Kurs nur ein absolut rudimentären Wissen vermittelt.“

Ich erlaube mir da einen kleinen Einwand und einen Nebenpfad. Als das Internet neu war und jeder einen vierwöchigen Webdesignerkurs vom Arbeitsamt aufs Auge gedrückt bekam, der ein paar Jahre zuvor einen vierwöchigen DTP-Grafikerkurs vom Arbeitsamt aufs Auge gedrückt bekommen hatte, da gaben diese Webdesignkurse geschäftstüchtige Leute, die sich genau sechs Wochen länger mit Webdesign beschäftigt hatten. Es gab kein Webdesign (wir hatten ja nix), das WWW war frisch erfunden und entwickelte sich erst – genau wie dieser Social Media Kram, den gibt es auch erst seit 2005, aber der ändert sich fast noch rasanter jeden Tag. Webdesign auch, aber da ändern sich nur die Werkzeuge. Am Ende soll alles so schön aussehen wie im Print, also dem Zeug, das gerne mal als Totholz verunglimpft wird. Print ist das Vorbild, und jetzt, wo mit Web Fonts endlich das Korsett von Arial, Helvetica, Georgia, Monaco gesprengt wurde, kann sich Webdesign langsam zu etwas eigenem entwickeln.

Wer 1992 zum DTP-Grafiker umschulen musste weil es seinen ursprünglich erlernten Traditionsberuf des Setzers nicht mehr gab, nahm einen Fundus an überliefertem Wissen mit, das die Jungs von Quark, Aldus und Adobe händeringend in ihre tolle neue Software zu pressen versuchten (bis heute eher so mittelerfolgreich). Der Schüler hatte enormen Wissensvorsprung vor dem Lehrer bzw. dem neuen Handwerkszeug, das er zu Recht als völlig inadäquat ansah. „Ihr habt eine ganze Branche plattgemacht, und wofür, für das?“ DTP-gedruckten Broschüren, Plakate, Anzeigen etc. sah man an, daß hier wohl gewollt, aber nicht gekonnt wurde. Die Ergebnisse waren nicht Fisch, nicht Fleisch – besser als hektografierte oder fotokopierte Kollagen, aber qualitativ einfach nicht zu vergleichen mit herkömmlichen Druckverfahren.

Social Gedöns aber hat keine Vorbilder. Die wahlweise synchrone oder asynchrone weltweite Kommunikation auf vielen Kanälen gleichzeitig, mit tausenden von verschiedenen Regeln, Stilmitteln, Möglichkeiten und ohne jede Garantie, daß die Plattform der Wahl morgen noch existiert ist mit nichts in der Geschichte der Menschheit zu vergleichen. Wer heute also einen Webdesigner oder Social Media Kurs besucht, ist zu blöd zum googeln und zu unwillig, selbst nachzudenken und aus seinen eigenen Kommunikationserfahrungen – online wie offline – die nötigen Schlüsse zu ziehen.

  • Tumblr Is Not What You Think | TechCrunch
    „Tumblr proves that the issue is less about public vs. private and more about whether you are findable and identifiable by people who actually know you in real life.“

Ich bin mit Tumblr aufgrund ihrer mangelhaften Suchfunktion und dem nonexistenten Kommentarsystem nie so recht warm geworden, und nun weiß ich auch, wieso nicht: Da will gar keiner gefunden werden! Der Wahnsinn hat Methode!

Nützlich. Auch für Nicht-Autoren.

  • Want Higher Productivity? Stop Treating Employees Like Children | TIME.com
    „The reality is, some people need absolute silence and can concentrate on a project for hours without taking a break. Other people work better with music and with frequent interruptions, be it with other humans or the Internet. Some work best in an office environment. Others work best at home. Some people do their best thinking in the morning. Others are brilliant only after 10 p.m.“

So ist es. Glücklich, wer seine Arbeitszeit nach seinem Rhythmus frei einteilen kann oder wenigstens eine verständige Geschäftsleitung hat, die einem die nötige Freiheit lässt, so produktiv zu arbeiten daß es für alle ein Gewinn ist.

Ich trauere dem Monopol hinterher. Post zweimal am Tag, Briefe für fünfzig Pfennige, Telefonzellen an jeder Ecke, man kannte seinen Paketboten und seinen Briefträger, die Post machte früh um 7:30 Uhr auf und um 18 Uhr zu und der Brief war am nächsten Tag beim Empfänger und wenn nicht, konnte man einen Nachforschungsantrag stellen und sicher sein, daß sich der Schlingel nur hinter einem Postsack verfangen hatte und gefunden werden würde. Telefonieren kostete im Ort fast nichts (in meiner Kindheit konnte man den ganzen Tag für 20 Pfennige ein Ortsgespräch führen, später gab’s nur noch 8 Minuten für 30 Pfennige, was zu einem Aufschrei der Empörung führte) und Ferngespräche verlagerte man auf Sonntags, da war es billiger. Internet gab es über die Ortstarifwahl zu einer Mailbox, später über Knotenpunkte von CompuServe oder GEnie, noch später über AOL, aber da war der gelbe Riese schon ins Wanken geraten.

Das alles wurde abgeschafft, zerschlagen und privatisiert, weil es den Steuerzahler zu viel Geld kostete und nicht länger finanzierbar war. Wo die eingenommenen Milliarden geblieben sind, will niemand so genau wissen, der Steuerzahler ist heute ärmer dran als je zuvor und der Service so schlecht wie nie, die Postbeamten sind tot oder fast ausgestorben, an ihre Stelle sind Leiharbeiter a.k.a. Mietsklaven und Subunternehmer getreten, die es für 1,50 €/Stunde naheliegenderweise einen Scheiss interessiert, wo dein Brief gerade ist und dein Paket gar nicht erst ausliefern, weil sie sonst ihre Zeitvorgaben nicht schaffen, die ihnen irgend ein pickeliger, sesselfurzender Unternehmensberater Anfang zwanzig vorgegeben hat („KPMG – Kinder Prüfen Meine Gesellschaft“). Zum Trost wurden Packstationen erfunden, in denen der Depp Kunde dann sein Paket selbst abholen darf, für dessen Zustellung er mindestens 4 Euro nochwas gezahlt hat. Die Packstation lässt sich nur mit Plastikkarte und Handy öffnen. In manchen Gegenden kann man auch den Rocker fragen, der gerade sein Bier gegen die unteren Fächer schifft, ob er einem mal kurz den Baseballschläger leiht während man seine Bierdose hält – nämlich wenn das verdammte Ding mal wieder kaputt ist und man nicht an den dringend benötigten Inhalt kommt.

Ich vermisse das Monopol, wirklich.

  • Mainz, den 18….
    „Eines aber muss ich Ihnen lassen: Ihr System funktioniert prima! Zwanglos herumstöbern, ein Buch aussuchen, bestellen, es in einem oder zwei Tagen portofrei in Händen halten – großartig!Leider sind Sie damit nicht allein auf weiter Flur. Wir haben dieses System in Deutschland schon seit langem, bis hinein ins kleinste Dorf. Es nennt sich: der Buchhandel.“

Der zweite Verleger kündigt Amazon. Mich freut das, auch wenn die Zyniker lästern es brächte nichts. Es bringt dem Verleger sicher etwas, und anderen macht es Hoffnung und vielleicht Mut. Amazon ist nicht vom Himmel gefallen, es ist kein gottgegebenes Schicksal, man kann, darf und sollte auch woanders kaufen und bestellen. Es dauert nirgends signifikant länger als bei Amazon, geht oft genauso schnell oder schneller. Und wer eh zur Packstation rennen muss (s.o.) kann auch die drei Meter weiter zu seiner Buchhandlung gehen und sein Buch dort abholen.

Der Beetlebum fährt auf die San Diego Comic Con weil seine Freundin gerne Streifenhörnchen sehen will. #kannstedirnichtausdenken

  • Das Muttertier
    „Man sagt ‘Guten Tag’, man sagt ‘Danke’ und ‘Bitte’, man hält der Person hinter einem die Tür des Ladens auf, man gibt der alten, gebrechlichen Omi im Bus seinen Platz, man sagt “Mmmhnomnom, lecker!”, wenn Mutter Blutwurst gemacht hat, sagt “Oh, das ist mit Abstand das schönste Geschenk, das ich je bekommen habe!”, wenn das Kind einem ein abgrundtief hässliches Bild aus getrockneten Nudeln gebastelt hat und sagt “Oh, oh, ja, oh mein Gott, oh ja, du bist so gut!”, wenn man mit seinem Liebsten schläft oder demjenigen, der halt sonst gerade da ist.“

Hihi!

Das Video „Nico and the sword of light“ ist heute ein Teaser für eine fantastische Kickstarterkampagne zu einem animierten Comicbuch. Absolut sehens- und unterstützenswert! (Kann es sein, daß ich in letzter Zeit so ziemlich alles, was im Netz und  abseits der großen Studios in Hollyweird produziert wird, spannender finde?)

Link(s) vom 16. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 18th Februar 2013,
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Zwischen dem 15. Februar 2013 und dem 16. Februar 2013 aufgelesen:

  • Hungry Dogs
    „Visibility is the key.Amazon is very good at making ebooks visible. The bestseller lists, direct emails, Customers Also Bought, Hot New Releases, Movers and Shakers, Kindle Daily Deal, various ads and click-throughs–there may be no company in the history of the world that makes finding products easier than Amazon makes it.“

Und auch wenn das hier in diesem Zusammenhang weit weg ist von unserem Amazon Skandal letzter Woche — genau das ist das Problem. Als Autor_in nicht bei Amazon gelistet zu sein heisst, nonexistent zu sein. Und das gilt doppelt und dreifach für junge, neue Autor_innen, die ihr erstes eBook veröffentlichen wollen. Hier aus moralischen Gründen auf den Vertrieb via Amazon zu verzichten ist gleichbedeutend mit einer Veröffentlichung auf einer DIN A 4 Seite in 5pt Schriftgröße bedruckt, die im Keller des Rathauses neben dem Herrenklo am Schwarzen Brett hängt, unter einer kaputten Glühlampe. Oder um es mit Tarantino zu sagen: «Basically, you’re fucked.»

  • What Does an Indie Get Paid? #1: iTunes
    „Think about that for a sec. When you buy music on iTunes, even for indies that own their own music, iTunes gets more than half as much as the artist.“

Ich beschäftige mich ja teils beruflich, teils privat mit dem Thema self-publishing. Die Mechansimen im Verlagswesen und der Musikindustrie scheinen sich da sehr zu ähneln. Kein Wunder, sind ja auch meist dieselben Player.

  • Fahr zur Hölle, Berliner Schule – Dietrich Brüggemann
    „Als ich also gestern Thomas Arslans „Gold“ absaß und mein Geist so unterbeschäftigt war, daß ich permanent gegen den Drang ankämpfen mußte, niveaulose Zwischenrufe zu machen, hatte ich auf einmal einfach keine Lust mehr.“

Ja. Ja. Ja.

  • Enid Blyton « Glumm
    „Im Winter rückte ein Kamerateam an. Auf der Schillerstrasse sollte ein Spielfilm gedreht werden. Dafür stellten wir sogar das Kicken ein. Das mussten wir sehen. Vielleicht liess sich ja noch was lernen, für mein Buch. So ganz hatte ich die Idee noch nicht fallen gelassen, und ein Spielfilm und ein Roman, das schien nicht so weit auseinander.“

Ich möchte bitte einen Film von Glumms Werken. <3

Stattdessen gibt’s heute ein Video von Blur Studios über ein Gentleman’s Duel. Sehr schön, har, har, har.

Link(s) vom 15. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 15th Februar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Yippee-Ki-Yay: The Diary of a Die Hard Marathoner | TIME.com
    „2:09: The day is saved and McClane finally makes it outside to see his partner/compadre, Sgt. Winslow. They stare at each other for nearly 27 seconds, which isn’t bad considering one of them is totally not cool with being kissed on the cheek by another man.“

Time Magazine war beim Die Hard Marathon und hat mitstenografiert. Als jemand, die tatsächlich Anno Tobak noch den ersten Film der Reihe im Kino gesehen hat (mit meinem damaligen Herzbuben in der Schuhschachtel am Steintorwall gegenüber dem Hauptbahnhof, wo heute Nike oder Budni residiert) kann ich bestätigen: Das war revolutionäres, neues, intelligentes, humorvolles Actionkino. Ähnlich gut war nur noch der erste der Lethal Weapon Reihe. Teil 2 war unterirdisch schlecht, Teil 3 nicht der Rede wert, Teil 4 dann wider Erwarten recht unterhaltsam (obwohl ich den nie wieder gucken kann ohne an diese schwäbische Fassung dieser Szene zu denken). Den fünften Teil werde ich wohl maximal als Leihfilm sehen, wenn er auf iTunes in die 99c Abteilung gerutscht ist.

Und wie kann man sich alle fünf hintereinanderweg ansehen??? Un.Glaub.Lich.

Das ist das Ergebnis einer wunderbaren Kickstarter Kampagne, wo jemand für das Design eines Kartendecks drölf Dollar fuffzich sammeln wollte und plötzlich von den Fans mit über 140.000 $ beworfen wurde. Ich hab’ mir mal das rote bestellt, aber bei 15$/Deck können hardcore Pokerspieler auch gleich alle drei Versionen kaufen ohne arm zu werden. Die T-Shirts sind auch schön. Und ich kritzele eifrig Ideen für mein eigenes Kartenspiel in Skizzenbuch, sowas wollte ich ja auch schon immer mal entwerfen.

Das Video heute ist ein cleverer Werbespot der US Animation-Schmiede Powerhouse. „Organic Animation?“ – „Think of the children!!1“? Ich mag diesen tongue-in-cheek Humor.

Link(s) vom 14. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 14th Februar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • ralf hoppe ist irgendwas peinlich
    „ich würde mich mal über eine kolumne freuen in der beleuchtet wird, welche neigungen der niedergang einer einst irre reichweitenstarken, relevanten und beinahe allmächtigen redaktion, bei ihren selbstverliebten mitgliedern befördert. wie reagieren leute, deren exklusives privileg es einst war, leute hoch- oder niederzuschreiben, kampagnen zu fahren, skandale zu entfachen und andere menschen als lügner zu entlarven, wenn sie nicht mehr die einzigen sind die es können? wie modelliert ein solcher verlust ihre kommunikation, ihr denken, fühlen?“

Felix nimmt genüsslich das peinliche Herumlavieren von Spiegel-Autor Ralf Hoppe auseinander, der den Schuss nicht gehört hat nicht die Eier für eine Entschuldigung hat  im Spiegelblog aufklärt, wie es zu seiner Ente Geschichte über die in Island durch pöhse Blogger aufgestachelten Flughafenblockierer kam, die unlängst Alexander so schön unter die Lupe gelegt hat. Stellt sich raus, der Autor höchstselbst war dabei, der Tipp kam also vom Pferd persönlich, wie man so schön sagt. Wobei? Na, als eine halbe Hand voll Isländer vorm Flughafen stand und nix tat. Klassische Blockadeaktion, haltet die Titelseite frei! Wenn ich das nächste Mal durch Rauchschwaden frierender Süchtiger ein x-beliebiges Gebäude mit Publikumsverkehr betrete, werde ich gleich mal nachfragen, ob der Laden aus politischen Gründen blockiert wird. – Anspieltipp zum beliebten Thema „Qualitätsjournailsmus, my arse!“ ist auch dieser Kommentar unter Alexanders Artikel. #kichernd_ab

  • First Look at the New Harry Potter Cover Art
    „I tried to work on a single layer in Photoshop. I used very few effects. All of the illustrations for the most part I didn’t separate elements. I try to keep it pure as if I was working on a canvas. I forced myself into a limitation despite having all of these tools at my disposal.“

Die Neuauflagen der Harry Potter Bände bekommen (in den USA?) neue Titelbilder. Der Illustrator erzählt hier, wie aufgeregt er war ob J. K. Rowling ihr Placet geben würde (hat sie) und auch ein wenig darüber, wie er gearbeitet hat. Die Illus sind jetzt nicht so mein Ding (wie auch die Harry Potter Bücher mich nie so richtig fesseln konnten; ich werde in diesem Leben wohl kein Fantasy-Fan mehr), aber seinen Ansatz, digital so zu arbeiten wie analog, habe ich jetzt schon mehrfach von anderen Illustratoren gelesen. Ich find’s Quatsch, um es gleich zu sagen. Ein Illustrator ist jemand, der für Geld und in einem bestimmten Zeitrahmen eine Auftragsarbeit ausführt. Da geht es nicht um l’ art pour l’art sondern Zeit ist Geld. Wenn er dabei halbwegs ökonomisch arbeiten und auf einen grünen Zweig kommen will, so nimmt er alle Hilfsmittel und Abkürzungen, die er nehmen kann ohne das Endergebnis zu gefährden. Künstlerische Experimente sind da fehl am Platze, die macht man in seiner Freizeit. Das Endergebnis kann dann letztlich durchaus Kunst sein, das will ich gar nicht bestreiten, aber diese Haltung „Michelangelo hatte auch keine Ebenen oder undo-Taste zur Verfügung“, die finde ich doch reichlich romantisch-verklärt, um nicht zu sagen: amateurhaft.

Das Video heute ist Parallel Parking und, äh, aber seht selbst. :-)

Link(s) vom 13. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 13th Februar 2013,
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Zwischen dem 12. Februar 2013 und dem 13. Februar 2013 aufgelesen:

  • Die beissen nicht!
    „Aber warum sollte ich Leute die ich nicht in meine Wohnung lassen würde auf meiner Webseite kommentieren lassen?“

Gute Frage. Und die Antwort lautet für mich: Überhaupt nicht. Ich blocke Twitterer, die für mich komisch riechen und lösche Kommentare von Typen, die mir seltsam vorkommen und mir unangenehm sind.

  • Yours vs. Mine
    „The answer actually has a lot of implications, even if they’re subconscious. If you refer to a user’s profile as “your profile,” the implication is that the interface is communicating with you, whereas if you refer to it as “my profile,” you’re implying that the interface is an extension of the user, as though it is communicating for you.“

Noch eine gute Frage. Und ich bin geneigt, dem Autoren zuzustimmen.

  • A loose rant on maximization
    „I get how it works. I just don’t care. I’m not interested in squeezing something so tight that I get every last drop. I don’t want, need, or care about every last drop. Those last drops usually don’t taste as good anyway. My thirst is usually well quenched far before that final drop.“

Jason Fried macht sich nichts aus maximalem Profit. ich auch nicht. Mehr als genug hat keinen besonderen Mehrwert. Es führt fast immer zu Leid, Stress, Unglücklichsein.

  • Actual client comments turned into posters. Plus my worst-client story.
    „The client in question was one of those Sisyphus accounts I described earlier. A big Fortune 500 company. Huge. The kind that asks for tons of stuff that’s always due the next morning and you find out later it’s for a product they’re thinking about introducing 10 years from now.“

Die schönen Poster mit den wirklich unglaublichsten Kundensprüchen gehen schon eine Weile im Netz herum. Aber die (längere) Gsechichte hier ist wirklich super und ich habe das schon häufiger ähnlich erlebt … manchmal fragt man sich, ob man nicht masochistisch veranlagt sein muß um als Kreativarbeiter seine Brötchen zu verdienen.

  • Popeless Situation
    „Weeks turned into months, so to hasten the process, the cardinals were pushed to move into the Papal Palace and forced to work together behind locked doors (cum clave—”locked up”—where we get the term “conclave”). When that didn’t work, the Viterbese reduced the food and wine supplies to the palace, hoping to create a less hospitable environment.“

Das ist überhaupt die allertollste Geschichte. Das Blog habe ich aufgrund der häufig inspirierenden Skizzen abonniert. Und ich mag auch diese Skizze, aber die Geschichte darunter war mir neu und ist mit Abstand das Interessanteste, was ich zum Thema Papstwahl gelesen habe. Lohnt sich!

 

Das Video heute ist „When I grow up“ von The Academy und schubst Euch hoffentlich in den nötigen Abenteurermodus für den grauen Mittwoch. :)

Link(s) vom 11. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 11th Februar 2013,
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Zwischen dem 8. Februar 2013 und dem 11. Februar 2013 aufgelesen:

Wer gerne verlassene, verwunschene, unheimliche und trotzdem schöne oder wenigstens faszinierende Orte anschaut, der kriegt hier in einer tollen Bildergalerie wirklich etwas geboten.

  • Wortfeld » Kalte Füße | Der Blogger, das Gold und die Startbahn.
    „Aber was nützt schon das Dementi von 30 Isländern, wenn es mehr als 300.000 von ihnen gibt? Vielleicht war es ja ein besonders kleiner und abgelegener Flughafen, bei dem ein Dutzend willensstarke Leute genügen zum Blockieren; vielleicht hat die Presse nie davon Wind bekommen. Aber so klingt die oben zitiere Textpassage eigentlich nicht. (Ein Rätsel heißt übrigens ráðgáta auf Isländisch.)“

Alexander hat sich mal einen schönen Fall von Qualitätsjournalismus herausgepickt und unter die Lupe genommen.

  • Gesehen: Jurassic Shark
    „So hanebüchen wie die Story ist auch die Leistung der Schauspieler Laienspieltruppe, die im Leben noch nichts von Timing oder Ausdruck gehört zu haben scheint. Kameraführung, Beleuchtung und nicht zuletzt die Spezialeffekte schrecken den ernsthaften Cineasten ab.“

Jörn hat einen Film geguckt.

  • Warum deutsche Chefredaktoren in der Schweiz scheitern
    „Die Innovation der Schweizer Presse funktioniert nach dem Modell der Strip-Clubs in der Provinz. Dort steht im Aushang periodisch das Schild «Neue Tänzerinnen eingetroffen!», wenn diese aus dem Club des Nachbardorfes kommen. Mit derselbe Geste kündigen die Verleger jeweils an: «Neue Chefredaktoren eingetroffen!»“

Constantin Seibt hat untersucht, warum deutsche Chefredaktoren (ich liebe dieses Wort) in der Schweiz auf Dauer kein Bein auf die Erde kriegen.

  • Durst
    „Evian by Courreges für nicht einmal elf Euro pro Flasche gehört ebenfalls zu jenen vulgären Marken, für die meines Wissens sogar Fernsehwerbung gemacht wird. Dass das billig gestaltete Gefäß zum kleinbürgerlichen “Pfandsystem” zu rechnen ist – 25 Cent, mehr muss man nicht sagen -, entzieht es von selbst dem abwägenden Blickfeld des Kenners.“

Das kostbarste Nass der Welt. Natürlich.

Das Video heute ist ein herrlicher Ausblick auf die Fortsetzung bzw. das Prequel des Pixar-Klassikers Monster’s, Inc. und macht mir Appetit auf den Film. Für mich bilden ja Monster’s, Inc und Finding Nemo zusammen den absoluten Höhepunkt des kreativen Schaffens dieser Animationsfilmwerkstatt. Mit Toy Story bin ich nie so recht warm geworden, und die anderen sind sicherlich mehr als okay, aber wirklich großartig ohne jede Abstriche sind für mich nur diese zwei. (via AnimationFascination.wordpress.com)

Link(s) vom 6. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 6th Februar 2013,
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Link(s) vom 6. Februar 2013

Zwischen dem 30. Januar 2013 und dem 6. Februar 2013 aufgelesen:

  • Golf Should Get Moving On Slow Play
    „But what has really stuck with me all these years was this: Sorenstam and Hurst, playing for the national championship in women’s golf, covered 18 holes on an extremely difficult golf course in 3 hours and 20 minutes.“

Der Tod einer jeden Runde Golf ist eine Schneckenrunde. Inzwischen scheint sich das nach den jüngsten Auswüchsen auch langsam auf der PGA Tour herumzusprechen. Für mich gibt es nichts elendigeres in meinem liebsten Sport, als eine Runde Golf, die über vier Stunden dauert. Jeder halbwegs erfahrene Spieler kann auch auf schwierigen Plätzen in deutlich weniger Zeit die 18 Loch schaffen. Auf der Tour geht es, anders als auf unseren Privatrunden, um Millionen, okay. Aber über sechs Stunden für 18 Loch!? das ist völlig inakzeptabel. Und das Schlimme ist: die Leute gucken sich an wie der Pro ewig und drei Tage für einen simplen Putt braucht und denken, die Pros machen das so, also muss das so. NEIN! Und die Heulsusen, die jaulen sie seien schliesslich zum Spaß auf dem Golfplatz und nicht auf der Flucht, denen mögen Zwiebeln aus dem Arsch wachsen und sie sollen Minigolf oder Boule spielen gehen. Irgendwas, wo man dumm rumstehen kann und wo das auch akzeptiert ist und das Spiel der anderen nicht behindert.</rant>

  • Progressive Reduction
    „For most of our major features, we track your usage. As you use the feature more, we start to reduce the hand-holding. You’ve learned what the icon means and you know where the button is. In practice, this can manifest itself in a few ways.“

Ein sehr spannender Ansatz, wohin User Interface Design gehen kann, wenn man will. I like.

  • Michael Dell Goes To Hell
    „Dell hasn’t made an exciting product or even had an exciting idea in more than a decade. The only thing Dell ever did of note was that they found a way to make PCs a little bit cheaper than everyone else. That was it. Their innovation was about process, not about product. And that advantage got erased when everyone else started making stuff in China.“

Wie tief die Mächtigen doch fallen … und das dazugehörige Sonett von Shelley ziert daher heute den Header dieses Eintrags.

Die BBC hat einen Kreativwettbewerb zum Thema „What if?“ gestartet. Klingt nett, da kann man mal mitmachen (wenn man schon was Passendes in der Schublade hat oder zuviel Zeit).

Sie sagen.

  • Die mich einiges über mein Medium lehrende Geschichte eines einwöchigen Twitterentzugs.
    „Ich glaube ziemlich genau zu wissen, wer welche Witze darüber reißt, wer die Sache todernst nimmt, wer austickt, wer auf der Meta-Ebene darüber nachdenkt. Die Debatte ist in gewisser Weise vorhersehbar, obwohl ich keinen einzigen ihrer Tweets gelesen habe (und wie sich im Nachhinein herausstellte, liege ich auch gar nicht weit daneben mit meinen Vermutungen). Daran knüpft für mich die Frage an: Lese ich mir eigentlich jeden Tag seit zwei Jahren vorhersehbare Debatten durch? Und wenn ja: Warum?“

Ich habe ja gerade fünf Wochen ohne Facebook hinter mir und kann nur sagen: man vermisst und verpasst eigentlich gar nichts. Zugegeben: bei Twitter traue ich mich das noch nicht, aber gerade deshalb wäre eine zeitweilig Abstinenz wahrscheinlich wirklich sehr nützlich. #seufz

Die Lieblingstweets im Januar (Teil 2)

  • Veröffentlicht am 31st Januar 2013,
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Die Lieblingstweets im Januar (Teil 2)

Der Januar war sehr ergiebig; Teil 1 findet Ihr hier und die Lieblingtweets der anderen wie immer gesammelt bei Anne.

 

 

Und natürlich die Best Of der #aufschrei Debatte:

Link(s) vom 30. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 30th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Dekadentes Mädel trifft kleinen Stinkstiefel. Gnihi!

  • Der Taxifahrer
    ”‘Schab auch immer nachts Husten. Der hört gar nisch’ auf. Hab isch schon seit Wochen. Aber liegt vielleischt daran, dass isch immer bis sechs abends arbeite. Dann ess’ isch und gehe ins Bett, aber boah! Wenn isch huste, kommt das wieder hoch. Bis hier!”

Alles nicht so einfach mit der Emanzipation.

  • Critics Ruin Video Games… …Good!
    „Admitting that you enjoy sexist content from time to time, does not make you an asshole. But pretending that the sexist scenarios in your games are not sexist, pretending that they are in fact acceptable to everyone except to people who are inferior to you, DOES!“

Da nimmt mal jemand so richtig schön den Sexismus in der Gaming-Community aufs Korn. Richtig so! Was mich (von der fürs gaming benötigten Zeit mal abgesehen) so richtig abtörnt bei den allermeisten (Action/Fantasy/Adventure)-Games ist die Grafik. Warum? Darum. Halbnackte weibliche Wesen (teils vom anderen Stern) in aufreizenden Posen, die entweder gerettet werden müssen (von lendenbeschurzten Muskelmonstern mit Axt und Schwert) oder getötet. Es nervt. Aber wehe, man sagt das laut.

Das heutige Video heisst Brush With Death und ist ein Streetart-Knaller. Unbedingt gucken!

Link(s) vom 29. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 29th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Autochrome Farbfotos von Paris um die Zeit um 1914. Ein sehr merkwürdiges Gefühl, so zu sehen daß meine Großeltern und Urgroßeltern doch tatsächlich in Farbe und nicht in schwarz-weiss gelebt haben. (Ich nehme es jedenfalls an … meine Großeltern und Urgroßeltern lebten nicht in Paris, aber die Abstraktion gestatte ich mir.)

Die Stanford University hat einen neuen „Programmieren lernen“-Kurs am Start; dieses Mal geht es um iOS Apps. Die Unterrichtseinheiten sind kostenlos z.B. via iTunes als Podcast zu beziehen und setzen ein paar Grundkenntnisse voraus. Aber wer sich dafür interessiert, kriegt hier sicher etwas geboten.

  • We are at war
    „As I write this account — from the safety of my bedroom — I know not what the future holds for our human race. Just tonight, I took a picture of my friend Nate eating a gigantic bowl of nachos, and we still don’t know how I am going to share it with his four friends who give a shit. They may never see it.“

Ein wunderbarer Artikel über den großen Foto-/Videokrieg und der ultimative Kommentar zum neuesten heissen Shyce namens Vine, der App mittels derer man 6 Sek. lange Videos in Twitter einbinden kann, was in meiner Timeline schon – mit durchaus durchwachsenen Ergebnissen – eifrig praktiziert wird.

Das Video heute ist The Reward. Muddy Colors schreibt dazu: „What a cool film!!! It’s less than 10 minutes long, and definitely worth watching. (Not entirely appropriate for children, btw)“ und dem schliesse ich mich vollumfänglich an. Die Weiterreise auf die Seite der Filmemacher lohnt sich auch.

Link(s) vom 28. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 28th Januar 2013,
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Zwischen dem 25. Januar 2013 und dem 28. Januar 2013 aufgelesen:

  • Dieter Bohlen: «Eine absolute Sauerei!»
    „In der Musikindustrie kommt nach dem Schlager lange Zeit gar nichts. Andrea Berg und Helene Fischer sind die Künstler, die in Deutschland am meisten Umsatz generieren – mit Abstand. Die Pop- und Rocksänger haben Tränen in den Augen, wenn sie mal hunderttausend Stück verkaufen und dafür die Goldene Schallplatte kriegen. Da lachen sich Helene Fischer und Andrea Berg tot. Bei denen kommen 15 000 Leute ans Konzert. Da hat man an einem Abend mal so locker eine halbe Million Umsatz.“

Sehr interessantes Interview mit Dieter Bohlen, der hier gar nicht mal so doof und peinlich rüberkommt, vermutlich auch, weil das Interview mit einem Schweizer Wirtschaftsmagazin und keinem deutschen Boulevardblatt geführt wurde.

  • Ist Google internetfeindlich?
    „Der von Google im Hinblick auf das Leistungsschutzrecht laut und werbewirksam proklamierte Slogan „Verteidige DEIN NETZ!“ könnte ebenso pathetisch, aber deutlich ehrlicher von Google in „Verteidige unser Netz!“ umgemünzt werden. Denn Google bestimmt schon lange, welche Webseiten über Google (und damit fast die gesamte deutsche Suchlandschaft) Besucher erhalten.“

Google folgt jetzt Bing und betrügt die Webseitenbetreiber um die Besucher – die Bildersuche wird künftig die vollformatigen, hochauflösenden Vorschauen anzeigen, damit der arme Suchende sich nicht mehr durch das große, böse Netz klicken muss. Als jemand, die u.a. auch von ihren Bildern lebt, habe ich da natürlich was gegen und ich vermute fast, daß es jedem denkenden professionellem Fotografen oder Illustratoren genauso geht. Google wandelt sich (nicht nur damit) von der Suchmaschine zum Contentanbieter (der Artikel zeigt viele weitere Beispiele auf und hat auch einige sehr lesenswerte weiterführende Links zum Thema).

  • #Aufschrei: Wogegen ich mich wehre? „Wehrt Euch“
    „Männer sind nicht so blöd, dass sie Grenzen ungewollt überschreiten und sich dann nicht mal dafür entschuldigen. Die Grenzen der Übergriffigkeit müssen nicht ausgehandelt werden, den Tätern sind sie klar. Es geht bei all dieser sexistischen Scheiße um Machtausübung. Die funktioniert durch das gewollte Überschreiten der Grenzen anderer Menschen.“

Exakt. Soviel zu den ganzen Krokodilstränen und „Argumenten“ wie „wie sollen die armen Männer denn nur wissen, was einen Übergriff von einem harmlosen Flirt unterscheidet? Könnt Ihr uns nicht mal eine Gebrauchsanweisung mitgeben?“ Die Gebrauchsanweisung ist ganz einfach: Sagt zu keiner Frau etwas bzw. berührt keine Frau so, wie Ihr nicht wünscht, daß Eure Mütter, Schwestern oder Töchter von Männern angesprochen bzw. berührt werden sollen. (Nachtrag –  da mir gerade einigen Nachfragen dazu privat getwittert  wurden: Natürlich gilt das auch für Euch selbst, dachte mal, das sei klar.) Stellt Euch einfach vor, wie Ihr reagieren würdet, wenn jemand zu Euch oder zu Eurer Mutter, Schwester oder Tochter „geile Möpse, was willst du dafür haben?“ sagen würde, geschweige denn die Hand drauflegen. Ich vermute mal, 9 von 10 Männern bekämen bei dem Gedanken Schaum vor dem Mund und hätten Gewaltphantasien, in denen Äxte und Schwerter eine größere Rolle einnehmen würden. Und es würde auch nicht wirklich einen Unterschied machen, wenn der Typ betrunken wäre, oder? Nein, denn das hat er sich ja selbst ausgesucht, das ist keine Entschuldigung, im Gegenteil – jeder weiß, daß Alkohol enthemmt und da ist der Vorsatz auch schon klar. Also: Hört auf damit!

  • Schrödinger’s Rapist: or a guy’s guide to approaching strange women without being maced
    „For some women, particularly women who have been victims of violent assaults, any level of risk is unacceptable. Those women do not want to be approached, no matter how nice you are or how much you’d like to date them. Okay? That’s their right. Don’t get pissy about it. Women are under no obligation to hear the sales pitch before deciding they are not in the market to buy.“

Hier noch einmal auf Englisch eine wunderbare Zusammenfassung bzw. Gebrauchsanleitung an die Kerle, wie man sich einer Frau nähert, ohne Reizgas ins Gesicht kriegen zu müssen.

Das Video „Thought of you“ ist von Ryan Woodward und ganz romantisch. Seid gewarnt!

Hört auf damit!

  • Veröffentlicht am 25th Januar 2013,
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Update: Ich habe die Kommentare nach einigen widerlichen Beiträgen geschlossen. Und ein rundes Dutzend widerlicher anonymer bzw. fake-Absender emails gelöscht.

„You shoot off a guy’s head with his pants down, believe me, Texas ain’t the place you want to get caught.“ – Louise Sawyer

Aktuell geht ein Aufschrei durch Twitter und Blogs. Wir haben die Nase voll von Sexismus. Wer sich die Tweets mit dem Hashtag #Aufschrei durchliest, bekommt eine ungefähre Ahnung davon, wie es um unsere Gesellschaft hier und heute im 21. Jahrhundert bestellt ist. Little Jamie hat das hier mal sehr schön zusammengefasst. Frauen und Mädchen gelten nach wie vor nichts. Sie werden täglich angegriffen, wenn sie Glück haben nur verbal – von Kollegen, Vorgesetzten, Bekannten, Nachbarn, Familienangehörigen, Wildfremden. Auf der Straße, am Telefon, im Büro, zuhause, im Internet. Ich habe ein Forum, in dem ich jahrelang sehr gerne aktiv war, hauptsächlich deswegen verlassen weil die sexistischen Beiträge dort in der Frequenz drastisch zunahmen. Die Betreiber hielten sich wie immer desinteressiert raus und die Moderatoren hatten keine Machtbefugnisse bzw. kein Interesse. Schöne Grüße, einige meiner Leser wissen, welches Forum gemeint ist, und natürlich werden sie ungläubig lachend abwinken, meinen, daß ich mich anstelle, vermutlich meine Tage hätte, daß ja alles halb so wild sei, alles nur Spaß. Well, fuck you too.

Mädchen wird beigebracht, daß Jungs eben so sind und man besser den Kopf senkt, sich wegduckt, dem Stress aus dem Weg geht, drüber lacht, es abperlen lässt, sich keine aufreizenden Klamotten anzieht, keine kurzen Röcke, keine tiefen Ausschnitte, denn die suggerieren den Männern, dass Frauen es doch wollen, daß sie alle Schlampen sind, daß sie selber Schuld haben „wenn etwas passiert“. Dabei ist es da schon längst passiert: Frauen werden misstrauisch, manche ängstlich, manche machen sich unsichtbar. Manche tragen einen Ehering, obwohl sie gar nicht verheiratet sind, damit sie weniger belästigt werden. Wenn sie sich wehren, müssen sie sich mit Glück nur Beleidigungen anhören, mit etwas weniger Glück Drohungen und mit richtig Pech endet es tragisch, in einer Vergewaltigung oder gar tödlich. Frauen, die laut und deutlich „nein!“ sagen, müssen sich fragen lassen ob sie frigide sind, ob sie lesbisch sind, ob sie verheiratet sind oder gerade ihre Tage haben – das eigene Ego des Angreifers ist so riesig aufgeblasen, daß kein Platz ist für den Gedanken, er selbst sei vielleicht einfach nur ein jämmerliches Stück Scheiße und wenig attraktiv für 99,2% aller Frauen, die er auf diese Weise anmacht.

Vor Gericht landen die wenigsten Fälle, da Frau sich nicht traut, nichts beweisen kann, das Trauma nicht noch einmal durchleben will, das alles nur ganz schnell vergessen will, sie ja vielleicht doch ein zu aufreizendes Kleid, einen zu kecken Gang gehabt hat, zu spät abends im falschen Viertel unterwegs war, alleine U-Bahn gefahren ist. Was sollen die Nachbarn oder Familie sagen? Lieber schweigen. War es ein Täter mit Migrationshintergrund, gar ein Schwarzer oder Moslem, darf Frau sich schon gar nicht wundern, die sind ja alle so erzogen, wie die Tiere, die können gar nicht anders, das gehört zu deren Kultur, weissmanja.

„Ein Mann schaut auf den Busen einer Frau neben ihm. […] Dazu ist er da. Muss ich Frauen ihre Anatomie erklären?“ – Timo Rieg, Spiegelkritik.de

Wenn sie sich irgendwann psychisch so stark fühlen, oder nach der – in aller Regel geheim gehaltenen – Therapie soweit sind, daß sie sich zitternd trauen, Anzeige zu erstellen oder die Öffentlichkeit zu informieren, dann müssen sie sich fragen lassen, warum sie nicht eher etwas gesagt hätten. Kann ja dann wohl kaum so schlimm gewesen sein, oder?

Jungs lernen, daß sie mit so ziemlich jeder Verhaltensweise ungestraft davonkommen. Manchen ist es tatsächlich unangenehm, so unter Generalverdacht zu stehen. Andere sind froh, wenn es mal gerade nicht sie selbst trifft, z.B. weil sie schwul sind. Oder haben Angst, für schwul gehalten zu werden, wenn sie den Mund aufmachen und sich für die blöden Weiber einsetzen. Lieber drüber lustig machen, den Charme spielen lassen. Nicht wenige jammern beim Thema dann herum, Männer hätten’s auch nicht leicht und es gäbe genügend Frauen, die Männern auch nur auf den Hintern starren würden, das sei ja wohl dasselbe. Mir kommen die Tränen, Ihr Arschlöcher.

Huch, was ist denn mit mir los, ich rege mich doch sonst nicht so künstlich auf, bin doch sonst so ein vernünftiges Mädchen, mache doch sonst nicht so ein Theater? Warum stelle ich mich denn heute so an?
Nun, nennen wir es eine Neujahrsresolution. 2013 wird das Jahr, in dem ich keinen Bock mehr habe, die sexistische Verhaltensweise meiner Mitmenschen großzügig und um des lieben Friedens Willen zu ignorieren. 2013 ist das Jahr, in dem ich eskaliere.

Seid gewarnt: Hört auf damit!

Link(s) vom 24. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 24th Januar 2013,
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Zwischen dem 23. Januar 2013 und dem 24. Januar 2013 aufgelesen:

  • Vaticinium ex eventu
    „Schließlich gibt es auf dem Land für junge Leute nur 4 Vari­anten durch die Adoleszenz zu kom­men. Sport (Leich­tath­letik, Fußball), Tra­di­tion ( Tra­cht­en­verein, Schützen­verein, Feuer­wehr, Blas­musik), Rebel­lion (Schachclub, die Grü­nen, Kunst) und die Kirche (Min­is­tran­ten, Chor). Das ist aus Nerd-Perspektive natür­lich ein Alb­traum, keine Frage. Aber wir sind nicht die Mehrheit. Und wenn wir vertei­di­gen, dass unsere dig­i­talen Kon­takte echt sind, dann müssen wir anderen Teilen der Gesellschaft auch ihre Kontakt-Varianten zugeste­hen. (Außer­dem gehen ohne alle aufgezählen Insti­tu­tio­nen das bay­erische Brauerei­we­sen den Bach runter und das kann nie­mand wollen.)“

Patschbella schreibt schlüssig, warum man es sich mit Katholenbashing zu einfach macht. Gleichzeitig frage ich mich natürlich, wie es jemals besser werden kann, wenn wir sagen „ist ja nicht alles schlecht“ sondern die Handlungen dieser in meinen Augen kriminellen Institution tolerieren oder gar gutheissen, nur weil sonst ein paar alte Mütterchen auf dem Dorf kein Sozialleben mehr haben (was ich auch nicht glaube). (Nachtrag: Das Nuf denkt da ähnlich.)

  • Illustrierte Presse
    Illustrierte Magazine der Klassischen Moderne stellen eine gehaltvolle und ästhetisch erstrangige Quelle zur Alltags-, Kultur-, Kommunikations-, Design- und Fotografiegeschichte der Zwischenkriegszeit dar. Erstmals virtuell zusammengeführt und für die Forschung, aber auch für kulturhistorisch interessierte Leser aufbereitet, finden Sie hier mit den kompletten Beständen von “Querschnitt”, “UHU”, “Kriminal-Magazin”, dem “Jüdischen Magazin”, dem “Auto-Magazin” – und demnächst fünf weiteren Titeln – zunächst zehn der wichtigsten deutschsprachigen Magazine jener Ära mit rund 650 Ausgaben, 75.000 Druckseiten und über 50.000 Abbildungen vertreten.

Augenfutter.

  • How Twitter’s new embeds will make social media’s copyright issues even weirder
    „For example, say I link to a Flickr photo that is copyrighted “All Rights Reserved,” meaning I can’t reproduce it without permission. (How do I know it’s copyrighted? Because Flickr, unlike most social networks, actually makes this information clear whenever you view a photo). Remember, even though I’ve only linked to it, not uploaded it, Twitter automatically includes the full photo in the Twitter card. But now anyone can embed my Tweet, along with the copyrighted photo, anywhere they like. And according to the fuzzy precedent based on Twitter’s own TOS, it might just be legal.“

Twitter geht den gleichen Web wie Googles Bildersuche und Microsofts Suchmaschine Bing, die ungefragt und ohne Hinweis auf den Urheber Vorschauen von Bildern in Tweets einbaut (im Falle Google und Bing auch schon mal gerne in der hochauflösenden Version, auf daß niemand mehr lästigerweise die Originalseite des Urhebers besuchen muss). Das mag in den USA legal sein (unumstritten ist es dort auch nicht), aber hierzulande fängt man sich für sowas auch schon mal eine Abmahnung ein. Wir brauchen dringend ein modernisiertes, den Lebensgegebenheiten des 21. Jahrhunderts angepasstes Urheberrecht. (Und nein, Creative Commons ist keine Alternative – wer sagt mir denn, daß die CC Lizenz unterm Bild ihre Richtigkeit hat und nicht von einem Dritten einfach druntergeklatscht wurde, der gar kein Recht dazu hat? Diese Sicherheit gibt es nicht im Netz.

 

Das Video Hammer & Hand ist von The Academy.

Link(s) vom 21. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 22nd Januar 2013,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 20. Januar 2013 und dem 21. Januar 2013 aufgelesen:

  • Akin’s Laws of Spacecraft Design
    „The schedule you develop will seem like a complete work of fiction up until the time your customer fires you for not meeting it.“

Hier schreibt jemand seine goldenen Regeln aus der Erfahrung als Raumschiffdesigner der NASA. Kaum verwunderlich, daß die meisten 1:1 übertragbar sind auf 08/15 Projekte wie einen Website-Launch.

  • „Ich mache hier die Online-Gemeindezeitung“
    „Das Abendblatt hatte ja mal die Stadtteil-Reporter. Als Blogs und im Blatt. Nur: das wird ja gar nicht mehr gepflegt. Das war zwar schon einmal ein richtiger Ansatz. Nur waren die postings soooo langweilig. Null sexy. Denen hat da komplett das Fingerspitzengefühl gefehlt, was im Stadtteil relevant ist und was nicht – was die Leute aus dem Viertel wirklich lesen wollen. Wie da die Stimmung ist und so. Es ist nun mal die persönliche Note, die einen Blog überleben lässt – oder eben nicht. Ich glaube den Menschen ist wichtig, dass so einen Plattform auch jemand aus dem Stadtteil betreibt. Wenn da ein großer Verlag dahinter stecken würde, dann wäre das für viele sofort unglaubwürdig.“

Hyperlokaler Journalismus ist also der nächste heisse Shyce? Ich bin nicht ganz sicher. Ja, natürlich haben Stadtteilbewohner die Nase näher dran als eine Regionalzeitung, selbst wenn diese besser wäre als das, was uns Hamburgern hier als Qualitätsournalismusprodukt verkauft wird (die Latte liegt nur marginal über der Bordsteinkantenhöhe). Aber das kann nur ein Liebesdienst sein, wenn die Qualität und Glaubwürdigkeit nicht leiden soll, und wer kann sich das schon leisten?

  • Der Südseekönig
    „Ist das so? Wir haben in der deutschen Historie einen Menschen, der diesen Titel „Südseekönig” trug, auch weil er sich als typischer Kolonialist gebärdete? Und jetzt wollen wir mit genau mit diesem Titel ein Kinderbuch in der deutschen Ausgabe von Diskriminierung und Rassismus rein waschen?“

Sieh mal einer kuck – Da lebt man Jahrzehnte im Hamburger Westen, radelt morgens durch die Godeffroystrasse zur Schule und hatte keine Ahnung, daß der Namensgeber auch noch Südseekönig war.

  • Schreibgold: Der Neger von damals.
    „All die Wörter zählen zum Bestand unserer Sprache und dennoch würden sie niemals Einzug in die aktuelle Literatur halten, eben weil sie so negativ behaftet sind. Kein Mensch würde heute mehr in aller Öffentlichkeit zu jemandem Fremden »Weib« sagen. »Fräulein« gibt es auch nicht mehr.“

Endlich.

  • Miesepeter
    „Wünscht dem unbeleuchteten Radfahrer doch einfach mal, dass er gut Zuhause ankommt, anstatt sich über ihn aufzuregen. Das tut gut. Vor allem euch.“

Hmja. Erwischt. Jedenfalls manchmal.

 

Das Video stammt von Scriptalicious-Bloggerin Ines Häufler und hat mich sehr entzückt.

Link(s) vom 20. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 20th Januar 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

  • Sherlock – Oder: Wieso wir Twitter alles zu verdanken haben
    „Bei Sherlock bin ich – wie bei so vielem seit ich Vollzeit berufstätig bin – Late Adopter. Ich konnte die britische TV-Serie Sherlock und die amerikanischen Spielfilme Sherlock Holmes nicht auseinander halten, wusste nichts über das jeweilige Setup der beiden Produktionen.“

Das ging mir exakt genauso. Und so habe ich letztens im US iTunes Store für vergleichsweise kleines Geld (ca. 12 US $) die beiden ersten Staffeln des Hypes gekauft und gesehen. Und das war harte Arbeit, denn zum einen finde ich den Hauptdarsteller total abstoßend, den Nebendarsteller einschlaffördernder als die schönsten Bahnstrecken Europas und die Handlungsstränge so an den Haaren herbeigezogen wie die „die Mondlandung war ein fake!!1“-Theorie. Ich gestehe freimütig, zwischenzeitlich mehr als einmal vorgespult zu haben, um mich überhaupt noch motivieren zu können auch die nächste Folge zu sehen. Einzig der Darsteller des Moriarty war sein Geld mehr als wert, leider hatte er zu wenig screentime. Und Kamera und Schnitt waren wirklich durchgehend gut, besonders in der Folge „A Scandal in Belgravia“ hat mir der wiederholte Match Cut sehr gefallen.

  • Seven Impossible Things Before Breakfast
    „When you compare this sketch to the final art [both pictured below], it is evident that I create a basic composition for a scene, but when I get in there with all the color, characters, and details, I try to take a more improvisational approach. For example, I somehow decided that a large pink stegosaurus would work better as a visual anchor than a jolly green giant. The sketch and the final art evoke the same level of frenzy and excitement, but I leave plenty of room for me to derail and go off course. Working this way keeps me engaged — and surprised.“

Ich stehe ja auf Making-Ofs und Behind The Scenes und den Weg von der ersten Skizze zum fertigen Bild.

  • Frag immer den, der unten liegt.
    „Wenn Du auf zwei Leute triffst, die sich gerade raufen (ich benutze dieses Wort absichtlich, denn es gibt einen klaren Unterschied zwischen Raufen und Prügeln), dann frage den, der gerade unten ist.
    Bestätigt nämlich der untere Dir lachend, dass alles ok ist, dann ist es Raufen, Du kannst aufatmen und weiter gehen.“

Christian schreibt (imho ein wenig hintenrum durch die Brust ins Auge) zum Thema Schwächeren beispringen und somit auch zur aktuellen Diskussion, welche Wörter man noch benutzen darf.

  • Empfindlich uff die Wörter
    „In dem Land, in dem ich aufwuchs, war es üblich, Sprachregelungen zu treffen, um gewisse kulturelle oder politische Reibungsflächen zu verbergen.
    Es hieß nicht mehr “die Russen”, durfte es nicht heißen. Es hieß “Sowjetmenschen” oder – noch euphemistischer – “die Freunde”.
    Es hieß nicht “Heimat-Vertriebene”, nicht “Flüchtlinge”, sondern “Umsiedler” (die sind halt in einer ordentlichen, friedlichen Aktion umgezogen).“

Ein anderer Blick auf das Thema, den ich sehr gut verstehen kann.

  • Nesthäkchen und der Südseekönig
    „So wie mir klar war, dass man die Angehörigen unterschiedlicher Schulformen nicht mehr anhand ihrer Mützen erkennt oder dass wir am 1. Mai nicht mehr die sowjetische Fahne auspacken, war mir immer auch klar, dass bestimme Ausdrücke (und Ansichten) in der Gegenwart einfach keinen Platz mehr haben. Trotzdem hat es mir nicht geschadet, diese Ausdrücke zu kennen. Was meiner Meinung nach auch Vorraussetzung ist, um etwas bewusst nicht zu sagen. Unterm Strich lässt mich die Südseekönig-Diskussion weniger an der PCness heutiger Eltern, sondern an der Intelligenz heutiger Kinder zweifeln.“

Und noch ein anderer Blick auf die Kinderbuchschänderei. Ich zweifele allerdings nicht an der Intelligenz heutiger Kinder, sondern der mancher Eltern.

  • Ein Samstagabend
    „Bei McDonalds Chicken McNuggets mit Senf- und Barbecuesauce bestellt. Überlegt, das Essen rauszunehmen und vor dem Akkordeonspieler zu essen. An die Kälte gedacht und daran, dass ich nicht wüsste, wie ich die offenen Saucen balancieren soll. Gewundert, dass es mir nicht mehr schmeckt. Früher hab ich das doch immer gegessen. Früher war alles anders. Getwittert. Missverstanden worden. Darüber geärgert. Beeilt mit dem Essen. Wieder rausgegangen. Gefreut, dass er noch da ist. Zum Zuhören hingestellt.“

Hach, Little Jamie. <3

Das Video ist eine gut und sehr aufwendig gemachte Stop-Motion-Animation von und für Moleskine Bücher. I like.