aufgefischt

Die Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 10th Dezember 2014,
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http://vimeo.com/113868429

Das Video zum Wochenende zeigt ein Haus auf dem Weg in die Welt, bzw. durch die USA. Die Abschlussarbeit der Supinfocom Studenten Piere Clenet, Alejandro Diaz, Romain Mazevet und Stéphane Paccolat wurde durch die Hausbesitzerkrise in den USA inspiriert und hat alle Festivalpreise gewonnen, die man so gewinnen kann und ist wirklich schön geworden. Ein Interview mit den Künstlern findet sich hier.

Der Weg zu einem neuen Logo ist ein steiniger, meistens jedenfalls. Wie er im Einzelnen aussehen kann, zeigt der Designer Aaron Draplin hier sehr anschaulich.

Von DPI haben wohl schon die meisten schon einmal etwas gehört, spätestens dann, wenn sie etwas ausdrucken möchten. PPI hingegen sind noch nicht so recht geläufig. Den Unterschied erklärt ein Google Designer.

Und noch ein paar Grundlagen, simpel erklärt, hier sogar in einer schönen Infografik: JPG, GIF oder PNG? Wann und wozu man welches Dateiformat benutzen sollte, und wie man sie ausspricht, zumindest auf Englisch. („Dschiff” statt Gif? Es schüttelt mich.)

A propos GIF – das gute, alte CompuServe Bildformat kennen ja viele nur noch in animierter Form. Wie man so richtig schön flüssig animierte GIFs erstellt, das zeigt uns hier jemand.

Erinnert sich noch jemand an Boogie Nights? Den Film von Paul Thomas Anderson über Aufstieg und Fall des Pornostars Dirk Diggler, der aus Marky Mark den Filmstar Mark Wahlberg machte, Burt Reynolds Karriere noch einmal für ein par Minuten wiederbelebte (und von dem mir trotz des halben Meter langen (überflüssigen) Superdildos am Ende in erster Linie die einzelnen herzzerreissenden Szenen mit Philip Seymour Hoffman und Don Cheadle und William Macy und Julianne Moore im Gedächtnis geblieben sind)? Nun, hier gibt es eine sehr schöne Website mit einer sehr langen „oral history“ der Entstehungsgeschichte des Films. Lesenswert, wenn man den Film mag. Ich hab’ ihn gleich in den DVD-Player gelegt, ich hatte ganz vergessen, wie gut der ist. Im Kino damals war ich komplett umgepustet.

Was fehlt noch? Genau: Ruinenporn. Heute geht’s nach Philadelphia, in die Stadt der brüderlichen Liebe und zwar mit einer Drohne: Der Verfall von oben, unterlegt mit Endzeitmusik … wohliges Gruseln. Bzw. gar nicht mal so wohlig, denn das ist zwar in einem fernen Land, aber bei uns wird es sehr bald in vielen Städten wohl genauso aussehen.

Die Lieblinks zum Wochenstart

  • Veröffentlicht am 8th Dezember 2014,
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http://vimeo.com/68964348

Das Video der Woche zeigt Ottos anstrengende Begegnung mit einer Zitrone – vielen Dank für den hinreissenden Tipp von Liisa. :-)

Hier gibt es die Farbpaletten berühmter Gemälde. Ich finde es faszinierend zu sehen, wie selten die auf den ersten Blick dominant erscheinende Farbe in jedem Gemälde tatsächlich vorkommt.

Warum die meisten Produktdemos uninteressant sind? Weil sie sich ums Produkt drehen, und nicht um die Lösung des Problems.

Welche Kartenapp nutzt Ihr auf dem iPhone oder iPad, Googles oder die von Apple? Einen ausführlichen Vergleich gibt es hier. (Ich bin übrigens mit der Apple-Version äusserst zufrieden und habe die Google App gar nicht erst installiert.)

Ich lese den Playboy ja nur wegen der Interviews. Zum Beispiel dem mit Hellboy-Schöpfer Mike Mignola.

Nicht direkt Ruinenporn, aber 10 Geheimnisse der Brooklyn Bridge. Auch spannend.

Einen schönen Wochenstart für Euch!

Die Lieblinks zum Wochenbeginn

  • Veröffentlicht am 1st Dezember 2014,
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http://vimeo.com/111690998

Das Video der Woche ist The Art of Richard Thompson. Schauen Sie, lachen Sie, weinen Sie. Tun Sie das, was Sie lieben. Jetzt. Künftig. Das Leben ist zu kurz für anderen Mist. Und kaufen Sie das Buch und lachen noch ein bisschen mehr.

Jemand, der definitiv das tut, was er liebt, ist der Schriftgestalter Erik Spiekermann. Hier gibt es ein schönes Interview mit ihm.

Mit Videospielen konnte ich mich mehrheitlich nie so wirklich anfreunden, was in erster Linie an den gefühlt 99% sexistischen, gewalttätigen und stumpfsinnigen Spieleinhalten liegt. Egoshooter finde ich kranken Müll, Zombiemassaker, Moddermonster, Schlachtplatte, Aliens … alles nicht meins, genauso wenig wie Fantasykäse. Von Puzzlespielen schlafen mir die Füße ein und von Arcade- und Jump ‘n Runs kriege ich Kopfweh. Polemisiert? Mag sein, aber die Anzahl der Spiele, die mich inhaltlich und optisch begeistern, anmachen, zum Kauf drängen, sie ist an zwei Händen abzuzählen und ich brauche nicht mal alle Finger. (Dieses Spiel hier wäre z.B. eines, das mich interessiert, aber es ist nur über Steam zu haben, und wahrscheinlich auch dann gar nicht für den Mac). Dennoch finde ich das Konzept Gaming wunderbar und bin oft beeindruckt von dem Aufwand, der da in die Grafiken wandert. Jedenfalls, so lange, bis wieder Gehirne über den Bildschirm spritzen. Hier gibt es eine tolle Videoserie zur Geschichte von dreissig Jahren Games Design. sehr sehenswert. (Und die gezeigten Ausschnitte illustrieren auch ganz wunderbar, warum ich mit 99% der Games nichts anfangen kann.)

Dazu passt dann auch ganz hervorragend diese Leseprobe aus dem Buch The Art of Game Design, das gerade neu aufgelegt wurde. Sehr lesenswert, das war eins meiner ersten e-Books und ich werde es mir wohl noch mal gedruckt kaufen, denn das ist eine Schwarte, die ist am Bildschirm viel zu anstrengend und umständlich zu lesen.

Und ebenfalls passt hier hervorragend das sehr ausführliche Traktat von Anjin Anhut (von howtonotsuckatgamedesign.com) über Gender Design in Games: Press X to make sandwich. Keine Sorge, das liest sich nicht so dröge, wie es klingt. Ich hasse dieses ganze Gendergedöns, aber ich hasse noch mehr, dass Frauen rund 50% der Gamer stellen (wenn man Umfragen Glauben schenken darf), aber in neuneinhalb von zehn Games nur Sexobjekte sind oder schlicht gar nicht erst vorkommen. Von der ganzen #Gamergate Debatte mal ganz zu schweigen.

And now for something completely different: Wie kam New York City eigentlich zu seinem Spitznamen Gotham? Das wird hier erklärt. Spoiler: Nein, den Spitznamen gab’s schon über hundert Jahre vor Batman.

Und zum Schluss noch etwas Ruinenporn, und zwar auf der Metaebene: Wie wird man Ruinenpornfotograf?

Ich wünsche einen guten Start in die erste Dezemberwoche!

Links zum Wochenanfang

  • Veröffentlicht am 24th November 2014,
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http://vimeo.com/108679594

Das Video der Woche ist spekatulär: Skifahrer mit Lichtanzügen fahren durchs verschneite Gelände und malen mit Licht. Und ich bin zwiegespalten: Einerseits bin ich fasziniert und inspiriert von diesen Bildern, aber ein kleins Stimmchen irgendwo fragt, ob es wirklich notwendig ist, dass wir jetzt auch noch nachts die Bergwelt stören müssen, Tiere in Panik versetzen und schocken und vom Schlaf abhalten müssen? Wer mal beim Heissluftballonfahren oder beim Drachenfliegen (neudeutsch: kiten)  sah, in welcher Panik Wild und Vieh davonjagen, weil der Feind in der Luft so gross und unheimlich dicht über ihnen schwebt, der fragt sich das. Oder auch, ob die Lichtverschmutzung in den Städten nicht schon schlimm genug ist und wir den Sternenhimmel, den man ohnehin nur noch in den Bergen oder über der See bewundern kann, irgendwann nur noch aus Bilderbüchern kennen?

Passend zu dieser Frage gibt’s hier einen Link auf unsere Städte und den Himmel darüber – wie wir ihn nie sehen werden. Der Künstler Thierry Cohen hat das mal vorgestellt.

Aber wirklich super ist der neue Pass für die Norweger. Da hat sich mal jemand wirklich Gedanken drüber gemacht – und wenn man ihn unter Schwarzlicht hält … aber seht selbst.

Wie man mit schönen Illustrationen, passender Typografie und grosszügigem Layout eine packende Geschichte so veröffentlicht, dass sie noch interessanter wird, das kennen wir aus dem Print. Aber auch im Editorial Webdesign tut sich etwas. Die Geschichte von Pipino, dem Gentleman-Dieb liest sich toll und zwar in jeder Hinsicht.

Dazu passend stellt hier jemand die besten (englischsprachigen) Kinderbücher 2014 vor. Da möchte ich jedes einzelne von lesen.

Über die Kunst des Letterings im Comic hat Todd Klein eine ausführliche, siebenteilige Serie geschrieben. Todd Klein ist so etwas wie ein Buchstabengott in den USA.

Wie hat man eigentlich früher einen geraden Strich gezogen, so mit dem Pinsel oder der Feder? Also, B.C. (Before Computers)? Mit Ziehfedern. Ich hab’s im Studium auch noch so gelernt und meinen Kasten mit den Wunderwerkzeugen zwar nicht mehr im regelmässigen Gebrauch, aber in der Schreibtischschublade. (Man weiss ja nie.)

Ziehfedern und Zirkel wurden mit Aufkommen der digitalen Werkzeuge schnell obsolet, aber auch digitale Werkzeuge sind nicht für die Ewigkeit. Im Webdesign hat man sehr lange z.B. mit Photoshop gearbeitet. Langsam setzt sich stattdessen  jedoch z.B. das kleine, schnelle, preiswerte und für diesen Einsatzzweck programmierte Sketch durch, oder es kommen andere Werkzeuge zum Einsatz, die Webdesign schneller und sinnvoller angehen. Hier schreibt jemand, warum Photoshop auf diesem Feld zum Dinosaurier geworden ist.

Ich nutzer Photoshop täglich für tausend Dinge, besonders zu Illustrationszwecken, fürs Digital Painting, für den Hamburg unter sich-Comic (im Zusammenspiel mit Manga Studio EX) oder – seltener –für die Bildbearbeitung, für die es ja eigentlich gedacht war. Ich komme im Webdesign mit Sketch noch nicht sehr gut klar, es ist mir zu wenig intuitiv und es ist ja wie’s ist: Wenn man auf Zeit arbeitet, und Zeit Geld ist, dann fällt es schwer, sich von eingefahrenen Wegen auf neue Pfade zu begeben, wo man ggf. eine steile Lernkurve vor sich hat, die erst einmal Zeit kostet. Warum es sich dennoch lohnen könnte, schreibt hier Ashley Bennett in einer guten Gegenüberstellung. Wer sich intensiv mit Sketch befassen will, dem lege ich dann noch Meng To’s Design+Code ans Herz.

Sich von lieb gewordenen Gewohnheiten zu trennen um bessere Ergebnisse zu erzielen, das versucht auch eine Schweizer Schule: da hat die Lehrerschaft einen Dresscode erarbeitet. Keine schlechte Idee, finde ich. In meiner Schulzeit gab es vielleicht drei Lehrer, die nicht aussahen „wie aus dem Hals gezogen“ (Zitat meine Omi). Es war die Zeit von langen Haaren, freier Liebe, Antiatomkraftdemonstrationen. Das Pendel war weit in die Gegenrichtung geschwungen, wenn man von Lehrern aus der Vor- und unmittelbaren Nachkriegszeit liest. Furchterregende Gestalten, zugeknöpft im wahrsten Sinne des Wortes und den Rohrstock schnell bei der Hand. Dass unsere Birkenstockschuhträger mit zerzausten Vollbärten und Ohrringen auf andere Weise heimtückische, kriechende Kleingeister waren, bekamen wir erst später mit. – Ich bin aus diversen Gründen sehr für Dresscodes bei Lehrern und Schülern (Stichwort: Schuluniform). Idealerweise natürlich wie bei Prof. McGonagall oder Prof. Snape.

Und in der beliebten Rubrik „Ruinenporn“ habe ich heute Chinas Atlantis für Euch.

Schönen Montag!

 

 

 

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 7th November 2014,
  • veröffentlicht von

Das Video der Woche beschäftigt sich mit der Anatomie eines Gags – und welcher Filmheld wäre als Anschauungsobjekt besser geeignet, als Jaques Tatis Monsieur Hulot?

Es gibt sie noch, die Drucksachen, die mit Bleisatz von Hand hergestellt werden. Und, schräge Fussnote der Geschichte, den Setzern gehen die Klammeraffen und Hashtags aus.

Aber wer interessiert sich schon für so ‘nen altmodischen Kram? Wer braucht schon Informationen und Techniken von gestern, noch dazu im Medium von heute und übermorgen? Die Wikipedia Löschmannschaften finden jedenfalls, dass Pangramme überflüssiger Schnickschnack sind und darum hat hier jemand diese für einen kleinen, aber feinen Kreis von Nutzern – den der Typografen und Gestaltern – gerettet, was gerettet werden muss.

Dass Designer nicht gleich Designer ist, und zwar in vielerlei Hinsicht, das spricht sich langsam herum. Grafikdesign und Webdesign sind miteinander verwandt, aber nicht sonderlich eng. Und so wie ein guter Grafikdesigner etwas von der Druckvorstufe, von Satz und Druck verstehen muss um seine Arbeit gut zu machen (und umgekehrt), sollte ein guter Webdesigner sich mit dem sogenannten Frontendcoding auskennen – also wissen, wie aus seinen in Zeichen- und Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop, Illustrator oder Sketch erstellten Werken am Ende gute und funktionierende Webseiten und Apps gemacht werden. War das vor wenigen Jahren noch ein nice to have unter den gestalterischen Fähigkeiten, so darf sich jemand ohne HTML-, CSS- und JavaScript-Kenntnisse heute kaum noch ernsthaft Webdesigner nennen. Da dieser technische Teil der Arbeit von Designern jedoch in aller Regel so innig geliebt wird, wie, sagen wir mal, das Thema Buchhaltung und Steuererklärung (und in etwa ebenso intuitiv und mühelos erlernbar ist), programmieren Designer anders als eben Programierer. Gut so, meint hier ein Mann, der in beiden Welten zuhause ist und wirklich weiss, wovon er redet.

Natürlich gibt es aber auch noch die klassisch aufgeteilte Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen. Wie man seine Photoshopdateien so anlegt, daß die Kollegen entspannt und mühelos damit arbeiten können, wird hier unter Photoshop Etikette zusammengefasst. Sehr schön.

Google schenkt ja der Welt ständig etwas, und oft sogar richtig tolle und nützliche Dinge. Leider nehmen sie oft auch ohne grosse Vorankündigung die Dinge wieder an sich bzw. lassen sie sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden, wie z.B. den beliebten RSS-Feedreader. Ich nutze nur sehr wenige Google Angebote, aber eines davon sind ihre Webfonts. Mit diesen kostenlos zur Verfügung gestellten Schriften haben sie dazu beigetragen, dass das Web nicht mehr so eintönig aussieht wie 1995, aber warum tun sie das, was haben sie davon, und könnten sie die Webfonts einfach wieder einstampfen?

Kommen wir zu einem anderen Designgebiet: Städte- und Verkehrsarchitektur. Die Pariser Strassenbahnen sind wahrlich ein Augenschmaus und die Franzosen können in dieser Hinsicht sicher nicht nur den U.S.-Amerikanern eine Menge beibringen.

Ruinenporn habe ich diese Woche nicht, oder nur indirekt. Sozusagen als Nachtrag zu Halloween stellt jemand hier die Frage, warum Viktorianische Bauten so gruselig sind. Wer hätte es gedacht – mitschuldig war ein Cartoonist! Ich bin ja seit Kindertagen grosser Fan von Chas Addams’ Zeichnungen der gruseligen Familie, die später eine eigene TV-Serie und ein paar mediokre Filme bekam. Und Edward Gorey ist natürlich sowieso der Beste.

Auch gruselig: Eine der faszinierendsten menschlichen Siedlungen war wohl Kowloons “Walled City”. Bis zu ihrem Abriss 1993 war sie Zuhause für 33.000 Einwohner – nicht sehr viel, was Städte angeht, aber die Fläche, die sich diese 33.000 Menschen teilten, war 0,026 km² klein, was einer Bevölkerungsdichte von 1,3 Mio Einwohner je Quadratkilometer entsprach. Es war also recht eng, könnte man sagen, und die Siedlung war Vorbild für ich weiss nicht wie viele apokalyptische Kulissen in Videospielen, Filmen oder Comics. Ein Japaner hat die Stadt detailliert gezeichnet, bevor sie abgerissen wurde. Seine Zeichnungen wurden in einem leider vergriffenen Bildband veröffentlicht, aber diese Seite hier hat einige faszinierende Illustrationen gesammelt. Die Fotodokumentation der „Ummauerten Stadt“ hier gibt ebenfalls einen bedrückend ausführlichen Eindruck, wer’s noch nie gesehen hat.

 

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 24th Oktober 2014,
  • veröffentlicht von

http://youtu.be/QTHVDhJ6i74

Das Video der Woche ist über den politischen Cartoonisten der Times, Peter Brookes. Sehr sehenswert.

Das war übrigens diese Woche eine harte Entscheidung, denn es gibt zwei tolle Trailer zu einem französischen Animationsfilm von Burcu Sakur and Geoffrey Godet Tant de Forets, der sich um die Abholzung der Wälder dreht. Die solltet Ihr Euch unbedingt ansehen. Vielleicht kommt der dazugehörige Film ja auch einmal bei uns im TV.

Christian schreibt sehr anrührend über einen Sommerabend.

Über mein sportlerisches Vorbild Seve Ballesteros hatte ich anlässlich seines viel zu frühen Todes hier schon einmal etwas geschrieben. Der Guardian hat ein schönes Stück über den Rydercup-Helden, der beinahe keiner geworden wäre. Etwas für Golffans. ;)

Ruinenporn habe ich diese Woche keins, dafür aber tolle Bilder aus dem San Francisco der 1940er und 1950er.

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 17th Oktober 2014,
  • veröffentlicht von

http://vimeo.com/96516643

Das Video der Woche ist am besten im Vollbildmodus zu geniessen, ist die Abschlussarbeit von Filippo Baraccani, einem Absolventen der Bremer Kunsthochschule, und ist übers Wetter. Ganz wunderbar, ich hab’s mir zweimal hintereinander angesehen.

Claudio beschreibt hier wunderschön, wie das Leben in Italien abends aussieht. Nachdem ich gerade zehn Tagen vor Ort war, kann ich das voll und ganz bestätigen. „Anonyme Köche“ war übrigens vor Jahren das erste Foodblog in meinem Feedreader und es ist nach wie vor mein liebstes. Der Autor hat gerade das Kochbuch „Italien vegetarisch“ veröffentlicht. Das lohnt sich bestimmt, denn aus der Serie sind schon „Österreich vegetarisch“ und Stevan Pauls „Deutschland vegetarisch“ ein echter Gewinn für die Kochbibliothek.

Brücken sind ja immer spannend, wir Hamburger haben sogar ein eigenes Blog dafür: Frau @kurzundknapps Hamburgs Brücken. Aber auch andernorts gibt es hübsche Brücken und tolle Geschichten dazu, z.B. in New York.

16 Cartoonisten, die die (U.S.) Welt verändert haben. Für meine Welt waren da noch andere dabei (E. O. Plauen, Chas Addams, Robert Weber, Haitzinger, Sergio Arragones, Franquin, Peter Bagge u.a.), aber das ist trotzdem eine schöne Sammlung, wenn auch natürlich unter einem sehr irreführenden Titel, denn die Welt umfasst ja doch mehr als nur die USA, auch wenn die es dort drüben niemals merken werden.

Mike Monteiro wird langsam zur ständigen Einrichtung hier; fast jede Woche verlinke ich auf etwas von ihm. Warum? der Mann ist super. Heute verlinke ich auf seinen Artikel über Mixtapes. *schnief*

Die eigene Stadt aus Sicht der Fremden, das ist ja immer spannend. Hier hat sich jemand St. Pauli vorgenommen.

Während meine #Kikimatic Aktion noch läuft, twittere ich übrigens täglich viele entsprechend ge-hashtaggte (verschlagwortete) Links. Wer mag, folge mir also gerne auf Twitter.

Schönes Wochenende!

 

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 26th September 2014,
  • veröffentlicht von

http://vimeo.com/channels/staffpicks/106733307

Das Video der Woche zeigt einen kleinen, stimmungsvollen Einblick in die Welt von Menschen, die am Schwarzen Meer leben.

Hier gibt es eine Auswahl ganz besonders gestalteter Eingänge zur New Yorker U-Bahn zu sehen. Wenn ich doch noch einmal hinfahren sollte, werde ich dort ganz sicher aussteigen und mir die wirklich tolle Architektur gerne näher anschauen.

Einen zweiten Blick wert sind auch diese gefälschten Gebäude, die nur dem Zweck dienen, hässliches Technikgedöns vor den Augen der Bewohner zu verstecken. Eine Kunst, die verlorengegangen zu sein scheint, wen man sich in unseren Städten so umschaut.

Edward Hoppers oft kopiertes und zitiertes Bild Nighthawks kennt wohl jede/r. Aber die Vorskizzen dazu bestimmt nicht. Ich finde Skizzen ja oft interessanter und aufschlussreicher als das fertige Werk, so auch hier, wo Hopper detailliert Komposition, Bildaufbau, Licht- und Schattenverteilung plant.

Tätowierungen sind natürlich Geschmackssache, aber diese hier sind wohl wirklich mal etwas abseits von Ankern, Drachen, keltischen Mustern oder Koi-Karpfen: Dan Rathigan, Typograf, hat sich mit Buchstaben seiner Lieblingsschriften bemalen lassen und das ist originell.

Wenn man eine Comicfigur jahre- oder gar jahrzehntelang täglich zeichnet, kann man das erfahrungsgemäss im Schlaf. Hier, in einem Artikel von 1947, haben zehn damals sehr populäre Zeichner ihre Helden mit verbundenen Augen gezeichnet. Die Ergebnisse sind verblüffend gut (naja, nicht wirklich verblüffend), aber sind alle etwas – ich weiss auch nicht, leicht surreal? Wie Morgan Freeman auf Helium.

Minna Sundbergs fantastischen Webcomic “Stand silent. Stand still.” hatte ich neulich schon kurz verlinkt. Nun sind die ersten 180 Seiten fertig und sie hat eine Crowdfundingampagne für die Produktion des ersten Bands als gedrucktes Werk gestartet. Die angepeilten 25.000$ waren nach drei Tagen locker erreicht und es würde mich nicht wundern, wenn auch diesmal wieder ein sechsstelliger Betrag am Ende zusammnkäme, wie schon bei ihrem letzten Buch.

Zum Schluss noch ein Häppchen Ruinenporn: Das Hotel del Salto an den Wasserfällen von Tequendama in Kolumbien. Wow.

Die Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 19th September 2014,
  • veröffentlicht von

http://youtu.be/lnhBgpd0y1Q

Das Video der Woche zeigt eine typografische Tour durch New York City.

Mike Monteiro (wer seine legendäre “Fuck You, Pay Me!”-Präsentation nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen) hat zusammengefasst, wie sich Designer um Kopf und Kragen präsentieren. Zitat des Tages: “If you did it right, it looks like it was effortless. It looks like it’s always existed. And the client will probably be irritated that they paid you for 30 hours of work to do something that looks like it took an hour. Which it did. They’re just not seeing the 29 hours of bad design that got you to that one hour of good design.” So ist es.

Meine beste Freundin ist eine Weltklassetypographin. Sie hat den absoluten Blick für die perfekte Schriftgestaltung. Leider ist sie eine der ganz wenigen GestalterInnen, von denen man das behaupten kann. Hier gibt es ein paar hilfreiche Tipps zum Thema Spationierung.

Hier ein paar Leckerli aus der Modeillustration: Drawing On Style. Die Ausstellung hätte ich gerne gesehen.

Für die LiebhaberInnen von Ruinenporn gibt es auch heute einen schönen Link: “What the Resort in Dirty Dancing might look like today”. Die jüdischen Ferienresorts in den Catskills, wie das fiktive Kellerman’s, in den 1920ern aus der Not heraus gegründet (weil die Juden auch in den USA in den damaligen Hotelanlagen nicht gerne gesehen waren) und seit den 80ern quasi aufgegeben, sind inziwschen weitestgehend verfallen. Eine Fotoausstellung im Yeshiva University Museum in NYC zeigt den Verfall.

Ein schönes Wochenende Euch allen!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 14th September 2014,
  • veröffentlicht von

OK, das Wochenende ist fast um, aber man kommt ja zu nix hier.

http://vimeo.com/104270416

Das Video der Woche ist ein non-linear erzähler Animationsfilm über eine Anwaltskanzlei. Klingt langweilig, ist es aber gar nicht. Oder doch, aber anders. Ach, seht doch selbst.
Einen aufschlussreichen Artikel über die Entstehungsgeschichte zum Film gibt es hier.

Das Rezept der Woche stammt aus der Reihe „Wir kochen mit Wodka“ und es gibt Tomatengelee mit Basilikum, etwas, auf dessen Herstellung man vermutlich auch erst nach der dritten Falsche Wodka kommt, aber es ist tatsächlich recht lecker. Hicks!

Hier kann jemand sich so gar nicht mit Cuxhaven (verständlich) oder der Nordsee (unverständlich) anfreunden: „Durchs Watt zu laufen, fühlt sich so an, wie aus Versehen aus einem Glas zu trinken, das als Insektenfalle dient und mit Essig und Spüli gefüllt ist: Knusprig und falsch zugleich, aber irgendwie auch interessant.“ Ja, dann.

Im Techniktagebuch erzählt jemand von seiner Zeit am Fliessband von VW: „In den Lackierkabinen herrscht eine Temperatur von 40 bis 50 Grad, die Kollegen dort sollten wegen der eingesetzten Lösungsmittel eigentlich schwere Atemmasken tragen, viele arbeiten aber ohne, weil es zu beschwerlich und viel zu warm ist. Lacke auf Wasserbasis führt VW erst Mitte/Ende der 90er Jahre ein. Es heißt, es arbeite niemand in den Lackierkabinen, der älter als 45 Jahre ist.“ Puh.

Für Fans von Ruinenporn und unheimlichen Orten: Es gibt einen Bunker aus Zeiten des Kalten Kriegs (oder sollte man sagen: des ersten Kalten Kriegs?) in einem Sockel der Brooklyn Bridge. Die spannende Geschichte darüber und tolle Bilder davon finden sich hier.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 5th September 2014,
  • veröffentlicht von

Das Video der Woche ist The Longest Road, ein wunderschöner Zeichentrickfilm über einen, der auszog, sich selbst zu finden. Vier Minuten, die sich lohnen.

Da sind wir gleich in Stimmung für den nächsten Link: Was passiert, wenn man sich neu erfindet? Was entsteht, wie verändert sich das, was man zurücklässt? Die Frage haben sich Quentin Newark und Kevin Denoual gestellt, und zwar im Zusammenhang mit der eventuellen Rückkehr Schottlands zur Unabhängigkeit. Wie könnte der Union Jack künftig aussehen, wenn die Union zerbricht?

In gänzlich anderem Zusammenhang beschäftigt sich hier ein Blog mit den Veränderungen, die die Zeit so mit sich bringt: Wo genau wurden berühmte Filme oder Plattencover gedreht bzw. geknipst und wie sieht es da heute aus? Einer meiner Lieblingsfilme – West Side Story – wird hier minutiös seziert, bzw. der berühmte Prolog, der wirklich sehr sehenswert ist, auch wenn man den Rest des Films uninteressant finden sollte. Ich wusste, dass viele Strassenzüge, die im Film zu sehen sind, noch während der Dreharbeiten abgerissen wurden um Platz für den Neubau des Lincoln Centers zu machen, aber das ist noch lange nicht alles. – Eine schöne Seite für fortgeschrittene Filmnerds und andere Prokrastinationsprofis.

Das iPad war ein Werkzeug des Wandels für viele Branchen. Eine meiner liebsten Apps war von Anfang an Paper, eine Mal- und Zeichenapp mit bestechend simpler Benutzerführung und erstaunlichen Möglichkeiten, aber auch Limitierungen. Hier hat jemand eine Reihe toller Tipps und Tricks für diese App zusammengetragen.

Weg vom Design, hin zur Musik: Als 1984 Frankie Goes To Hollywood in die Charts einschlugen, erschütterteten sie das Establishment mit skandalösen Videos, Auftritten, Texten. Der Guardian hat sich das one year wonder zum Jubiläum noch einmal zur Brust genommen. Lesenswert.

Nicht ganz so skandalös, aber mindestens ebenso selbstbewusst wie Frankie ist Chilly Gonzalez, selbsterklärtes musikalisches Genie. Auch wenn ich das für einen Hauch übertrieben halte, kann der Mann fabelhaft Klavier spielen und komponiert hübsche Lullabys wie das hier. Schlaft schön!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 28th August 2014,
  • veröffentlicht von

Das Video der Woche ist ein Kurzfilm mit Alan Rickman. Sehenswert, wie so ziemlich alles mit dem Mann.

Ich bin ja handwerklich eher unbegabt, aber wenn ich so sehe, was manche Leute mit ein paar kleinen Hilfsmitteln für tolle Sachen bauen, dann möchte ich das auch können. Zum Beispiel wäre das hier doch etwas für mein ewiges „die Gitarre soll schöner werden“-Projekt?

Das Blog „The Art of the Title“ hatte ich neulich schon einmal verlinkt; dieses Mal beschäftigen sie sich mit den opening credits für Fight Club.

Zwei Seiten mit Tipps und Tricks habe ich diesmal auch für Euch; einmal generelle Mac OS Tricks (da waren auch für mich noch neue bei) und einmal was für die WordPress-Nutzer hier. Ich hab’s mir mal gebookmarked. Man muss ja nicht immer für alles gleich ein Plugin bemühen.

Etwas Ruinenporn gibt’s auch noch: Der Fotograf Pierre Folk dokumentiert seit Jahren eine 160 Jahre alte, vergangene Pariser Eisenbahnstrecke. Faszinierend.

Ich muss gestehen, ich lese wirklich ungern Webcomics. Zum einen, weil ich sie meist abgrundtief schlecht gezeichnet finde, oder aber grottigst coloriert (Photoshopverläufe bis der Arzt kommt) oder aber toll gezeichnet und koloriert, aber leider komplett öde von der Geschichte her. Ausnahmen sind der Beetlebum, Hope Larsons Solo Comic und meine absolute Begeisterung gilt dem aktuellen Werk von Minna Sundberg, einer nur 24 Jahre alten Grafikdesignerin und Comicautorin aus Skandinavien. Hier stimmt wirklich alles: Die Zeichnungen und die Farbgebung sind auf einem Level, das mir zumindest so noch nirgends im Webcomic begegnet ist. Die Story hat Zeit zum Atmen, packt einen richtig und lässt einen der nächsten Folge entgegenfiebern. Die Website ist sehr schön gestaltet. Es gibt 5 (fünf!) neue Folgen pro Woche, sie arbeitet also Vollzeit daran. Das geht deshalb, weil sie mit ihrer letztjährigen Crowdfundingkampagne zum Buch des Erstlingswerks A Redtail’s Dream, das eine „Fingerübung“ für ihr aktuelles Werk und Herzensprojekt Stand Still. Stay Silent. war, die sie neben dem Studium veröffentlichte, mal eben über 150.000 $ eingespielt hat. Ganz, ganz grosses Kino, die Dame hat die Latte extrem hoch gelegt.

Die Lieblinks der letzten Wochen (und ein paar Worte mehr)

  • Veröffentlicht am 3rd August 2014,
  • veröffentlicht von

Das erste Video der Woche dreht sich um zwanzig Jahre Adobe Illustrator, das Werkzeug, welches das Leben und die Arbeitsweise von Grafikdesignern komplett und für immer veränderte (und nicht immer zum positiven). Mein Jahrgang war der erste oder zweite, der 1992 seine Abschlussarbeiten digital erstellen durfte; unsere Kunsthochschule hatte kurz zuvor sieben Apple Macintosh Rechner angeschafft (sechs SE und einen FX), die mit Photoshop, Illustrator, FreeHand und PageMaker ausgestattet waren und den Studierenden zu Lernzwecken zur Verfügung standen, natürlich ohne Internetanschluss, denn das WWW gab es noch nicht. Ich glaube, in meinem Jahrgang hatten höchstens drei Leute einen eigenen Mac, ich war eine davon und den Illustrator fand ich damals schon doof – Team Freehand! *Powerfäustchen* Der Rest arbeitete auch an der Diplomarbeit so, wie wir es in den acht Semestern gelernt hatten und wie es in den ersten Minuten des Videos gezeigt wird: Mit Cutter und Schneidematte, Sprühkleber, Rubbelbuchstaben und Reinzeichenkarton.

Das zweite Video der Woche zeigt die Titelsequenz von Alan Pakulas All The President’s Men (1976), dem preisgekrönten Film über die Watergateaffäre und einer meiner Lieblingsfilme. Die Website The Art Of The Title beschäftigt sich mit Titelsequenzen von Filmen und ist daher für Designer und Filmfans immer einen Besuch wert.

Wer gerne draussen bzw. im öffentlichen Raum malt oder skizziert, wird unweigerlich mindestens eine dieser oft ziemlich dämlich anmutenden Fragen zu hören bekommen. Das ist schon recht nervig, besonders, wenn man mit Aquarellfarben arbeitet, wo man wirklich keine Zeit verschwenden darf um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Aber grundsätzlich stimme ich mit dem Kommentator überein, der meint: “Remember that it can be scary for people to approach and talk to complete strangers, so saying things such as ‘did you draw that?’ or ‘I couldn’t draw a straight line to save my life’ are just easy ways for them to attempt to break the ice. It’s the equivalent of starting a conversation with ‘how about that weather?’”.

Wer ein Skizzenbuch führt, wird sich vermutlich in dieser Schilderung wiederfinden. Ich erwischte mich jedenfalls dabei, beim Lesen heftig mit dem Kopf zu nicken. So ein neues, leeres Skizzenbuch hat etwas sehr Ehrfurcht gebietendes, ganz besonders ein in Leder gebundenes mit besonders schönem Papier, etwa eines, das dir ein lieber Mensch geschenkt hat, zu einem besonderen Anlass, das du aus einem tollen Urlaub mitgebracht hast oder das dich viel Geld gekostet hat. Du bist unter Druck, jeden Tag darin deine besten Leistungen zu bringen, dein A-Game, wie die US-Sportler sagen. Das ist nicht eben sinnvoll oder erwünscht, wenn du eigentlich nur etwas ausprobieren möchtest, skizzieren halt, den Stift wandern lassen und unsortiert denken. Es hat mich sehr viel Zeit gekostet darüber hinweg zu kommen und das Skizzenbuch relativ leidenschaftslos als das zu nehmen, was es ist: ein Werkzeug.

Disneys Frauenbild ist ja nach wie vor, sagen wir mal vorsichtig, konservativ. Das ist vielleicht auch kein Wunder, wenn man sich diesen Artikel hier so durchliest.

(…und ein paar Worte mehr)

Es gab in letzter Zeit hier ressourcenbedingt eine Lieblingslinksfreie Zeit. Ressourcenbedingt deshalb, weil ich selbst nicht die nötigen zeitlichen Ressourcen hatte um mich um sehr viel mehr als ein paar handgeschöpfte Urlaubstage, die Organisation einer Familiengeburtstagsfeier inkl. ein paar häuslichen Katastrophen, eine neue Folge meines „Hamburg unter Sich“-Comics  und nicht zuletzt einen neuen Kunden zu kümmern. Und auch deshalb, weil ich keine für die Linksammlung nötigen Ressourcen fand – mir ist einfach nichts über den Weg gelaufen, was ich für interessant genug befunden hätte, darüber zu bloggen oder es zu empfehlen; bzw. nicht in ausreichender Menge.

Grundsätzlich stört mich das sehr, denn ich finde Regelmässigkeit und Verlässlichkeit schön, nicht nur bei mir selbst, sondern auch bei anderen. Ich freue mich auf die Donnerstage, wenn Maximilian seinen Wirtschaftsteil bloggt (und er schafft das sogar aus dem Urlaub heraus, sogar, wenn er eigentlich gar kein Netz hat und Schwalben durch sein Oberstübchen fliegen). Seine Regelmässigkeit kriegt sicherlich auch dadurch einen Motivationsschub, daß er gesponsort wird, aber merkwürdigerweise fällt das gar nicht negativ auf, da schau an. Man kann also Werbeformen in Blogs basteln, die weder klebrig noch unseriös sind, den Inhalt nicht korrumpieren und die Leserschaft vielleicht sogar neugierig auf den Werbetreibenden machen. Das geht?

Ich bin auch immer sehr angetan von Christians Fundstücken, die er meist auch wöchentlich unter der Rubrik „Woanders“ verbloggt und als Aufhänger nimmt, seine Gedanken dazu aufzuschreiben. Die sind meistens sehr klug, nicht immer stimme ich mit seinen Schlussfolgerungen oder Prämissen überein, aber das macht nichts, sie bringen mich zum Nachdenken, sie bringen eine Diskussion in Gang  – und zwar eine echte, keine, die nur aus „I like“ oder „+1“ oder anderen Albernheiten besteht – und was soll und kann man sich als Blogger mehr wünschen? Hier ist sein jüngster Eintrag, sehr lesenswert, wie ich finde.

Und es gibt noch weitere nette Menschen, die mehr oder weniger regelmässig interessante Links zusammentragen und verbloggen, denn das ist ja auch eine Besonderheit an Bloggern: Wir haben in aller Regel – anders als die meisten Qualitätsjournalisten von Spiegel, FAZ, Sueddeutsche und Co. – kein Problem damit, auf anderer Leute Inhalte zu verlinken, sie zu empfehlen, unser eigenes Publikum zur Quelle zu führen. Nicht deshalb, weil wir uns im Abglanz des geborgten Wissens sonnen möchten, sondern weil Wissen zu den Dingen neben Liebe und Husten gehört, die sich vermehren wenn man sie teilt und vielleicht auch, weil wir auf eine gute Unterhaltung oder eine anregende Diskussion hoffen.

Dieser ursprüngliche Gedanke des Internets, sich zu unterhalten und Dinge, Informationen, Wissen zu teilen, verkümmert komplett, bzw. wird völlig korrumpiert durch Werbung und Werbeplattformen wie Facebook. Auch das ist keine neues Klagelied; das hat letztlich nur ein wenig etwas mit Selbstdisziplin zu tun, seine Links eben nicht bei Facebook unters Volk zu schleudern sondern im Blog zu sammeln und nur auf Facebook auf den Blogeintrag hinzuweisen. Daß Facebook da eine ganz andere Meinung zu hat ist auch klar, und sie haben ihren Algorithmus entsprechend angepasst, so daß man mit der Verlinkung seines Blogpostings nur noch 1-2 % seines Freundeskreises erreicht und den Rest nur durch Zuzahlung von Werbegeldern, aber hey – ein wenig gesunder Egoismus ist hier schon angebracht, finde ich.

Wer das übrigens schon seit Jahr und Tag so hält und Linkempfehlungen konsequent nur in sein eigenes Blog knallt und ansonsten diese Einträge in jedem sozialen Netzwerk anteasert ist der Mann, den die Blogosphäre entweder liebt oder hasst, dazwischen scheint es nicht viel zu geben: MC Winkel. Ich gehöre zur ersten Gruppe, denn erstens ist er sympathisch, auch wenn man ihm gegenübersteht, zweitens ist er erfinderisch, denkt um die Ecke und hat sich seine erfolgreiche Nische durch konsequent harte Arbeit selbst geschaffen und drittens lese ich sein Blog seit bestimmt schon zehn Jahren sehr gerne, ganz besonders die Einträge aus der Rubrik „Der junge MC“. (Musikalisch und in Klamottenfragen kommen wir hingegen wohl nicht mehr zusammen, aber das macht nichts). Nervt mich die viele Werbung auf seiner Seite? Unbedingt. Ich muss auch nicht jeden Vlogeintrag zu jeder neuen Automodellneuvorstellung sehen. Das ist alles nur in kleiner Dosis zu ertragen, aber die kommt verlässlich und regelmässig und ist bei Bedarf griffbereit. Ich mag das.

Ich habe zu Beginn des Jahres meine e13-Facebookseite stillgelegt, weil sie mir doppelte Arbeit machte und die Statistiken zeigten, daß die Inhalte fast niemandem mehr ausgespielt wurden. Facebook nötigte mich, Werbegelder in die Hand zu nehmen, wenn ich mehr Publikum erreichen wollte. Da ich eigentlich alles, was ich dort anteaserte, auch über mein privates Profil anteaserte und dieselben Leute erreichte (nur halt deutlich weniger unter ihnen), sah ich keinen Mehrwert mehr in einer Facebookseite zum Blog. Etwas anders ist das bei meinem Zweitblog, was ich weniger als Blog denn als Comic sehe (und wo man auch nicht kommentieren kann), bei Hamburguntersich.de. Dafür habe ich eine eigene Facebookseite angelegt, die auch ausschliesslich mit diesen Inhalten bespielt werden wird. Die Seite hat jetzt nach wenigen Wochen schon mehr Fans als meine e13 Facebookseite nach Jahren hatte, was wahrscheinlich am Inhalt und der Fokussierung auf ein Thema liegt. Ich habe nun einen Werbegutschein von Facebook eingesetzt und preise sie gerade einem breiteren Publikum an, mal sehen, was das noch zusätzlich bringt.

Grundsätzlich hätte ich sehr gerne einen Sponsoren für diesen Hamburg-Comic, wer Interesse hat, eine Kooperationsidee oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der sage gerne Bescheid. Ausserdem denke ich über eine Art fortlaufendes Crowdfunding für die Seite nach, und zwar über die noch recht neue Plattform Patreon. Das ist eine ziemlich coole Sache; da kann man sozusagen Comics oder Kunst im Abo unterstützen. Wenn sich genügend Unterstützer finden und Summe X im Monat zusammenkommt, dann schafft mir das etwas Luft, regelmässiger und mehr Folgen zu veröffentlichen, etwa zweimal pro Woche. Die Unterstützer bekämen nicht nur einen Tag Vorsprung und die neuen Folgen zuerst zu lesen, sondern auch zusätzlich exklusive Inhalte wie Skizzen, Making-Ofs etc. Ich selbst unterstütze z.B. Jake Parker und seinen Skullchaser Comic und Anne Szabla und ihren Birdboy Comic. Meinen Comic an sich gäbe es natürlich auch weiterhin kostenlos für alle auf hamburguntersich.de, ist klar. Was meint Ihr – wäre das für Euch interessant?

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 4th Juli 2014,
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Das Video der Woche ist Dip’n Dance, ein preisgekrönter Film über Tyler Durdens lakonischen Spruch: “The things you own end up owning you.”

Fangen wir mit Web Design und SEO an (dann haben wir’s hinter uns): SEO ist ja immer so ein Begriff, nachdem man sich den Mund mit Seife auswaschen will und folgerichtig werden da auch gerne mal von Designerseite nötige Schritte ignoriert oder nach hinten geschoben. Damit das nicht passiert, hat Jaqueline Thomas die SEO-Best Practises für Web Designer hier zusammengestellt.

Wie man ein Hintergrundbild im Responsive Design einsetzt, steht hier. Das werde ich mir aus gegebenem Anlass dieser Tage mal sehr genau ansehen.

Vertragsverhandlungen sind ja immer so eine Sache. Wie man’s richtig macht erzählt Disneys ehemaliger Chefzeichner Andreas Déja (mit einem Augenzwinkern).

Robert Crumbs Klassiker “A Short History Of America” ist heute, zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, einen zweiten Blick wert. Oh, Amerika ist gar nicht so weit weg?

Fast jedes Kind hat wohl mal Bugs Bunny gezeichnet. Wie’s richtig geht demonstriert der Meister höchstselbst: Chuck Jones in Aktion.

Comics und Medizin? Das geht? Wie gehört das zusammen?

David Bonazzi hat ein älteres Paar gezeichnet, das in die Stadt fährt. Ich mag die Farben und sehr reduzierte Grafik, das ist äussert stimmungsvoll, finde ich.

Die Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 20th Juni 2014,
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Das Video der Woche ist … faszinierend? Eklig? Super? Und es gibt es auch in Stereo-3D. (Ich hab’ mich nicht getraut.)

Ein wunderbarer Cartoonist ist von uns gegangen: Charles Barsotti hat im New Yorker – und nicht nur dort – für viele Lacher gesorgt. Eine kleine Rückschau und einen schönen Nachruf gibt es hier.

Designer, wir müssen reden: Es gibt Regeln. Und zwar für jedes Medium andere. Product Designer Michal Acler hat das hier veröffentlicht: Hey, designers, there’s a thing called guidelines.

Sacha Greif hat sich mal angesehen, was genau man für ein Logo für 5$ kriegt. Und einige Überraschungen erlebt.

Ein wunderbares Typo-Projekt ist Homeless. “Homeless Fonts works with homeless people from the streets of Barcelona to translate the handwriting they use on their signs into typefaces. The hope is that advertising agencies and corporations will use license the resulting works, with the proceeds going back into programs to help the homeless. The results are often distinctive and quite elegant.”

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 13th Juni 2014,
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Das Video der Woche ist ein Making of über eine Animationsfilm “Plugin”, den ich noch nicht kenne, aber der sehr sehenswert aussieht.

In der letzten Woche lag der Fokus eher auf Illustration, heute habe ich was für die Webdesigner unter Euch:
Wie man interaktive Prototypen mit Adobe Illustrator erstellen kann. Langjährige Leserinnen wissen: Der Illustrator ist meine Nemesis, wir hassen uns innigst. Insofern bin ich immer sehr interessiert und fasziniert, wenn jemand mit dem Programm tatsächlich wos gscheid’s gebacken kriegt.

Wie man einen sinnvollen Workflow mit SVGs erstellt, dazu erzählt Dan Mall hier etwas. Ich habe nicht so viele Webdesignprojekte, da finde ich solche Beispiele sehr praktisch und hilfreich.

Referenzmaterial für Bewegungen, sowas wird immer gern genommen hier.

Dan Dos Santos schreibt über ein paar Dinge, die er in seiner Karriere als Illustrator auf die harte Tour gelernt hat. Punkt 2 habe ich im Studium gelernt und finde es auch so naheliegend, daß ich mich frage, wie man das je anders machen kann. Punkt 3 kann ich gar nicht genug unterstreichen. Andere Punkte erscheinen heutzutage jedoch etwas obsolet, da in Produktion und Versand ja mehr und mehr digital abläuft.

Zum Schluss noch etwas ganz Anderes: Unter pack.resetthenet.org findet sich eine gute Sammlung an Tools, die man einsetzen sollte, wenn man noch ein Fitzelchen Privatsphäre im Netz behalten oder zurückerobern möchte.

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Pfingstwochenende

  • Veröffentlicht am 6th Juni 2014,
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Das Video der Woche ist so kurz wie niedlich und passt zum Wetter. Ein interessantes Making Of gibt es hier.

Saul Bass, einer der grössten Grafiker des vergangenen Jahrhunderts, hat viele tolle Filme visuell auf Spur gesetzt. Hier gibt es einen Zusammenschnitt seiner Title Cards

Wer Lichtjahre Zeit hat, hat vielleicht Lust, sich das mal zu visualisieren. A Light Year.

Bleiben wir beim Design und freuen uns über 40 E-Books For Designers. Da ist sicher für jede/n eins dabei, auch wenn die Auswahl sich sehr auf Web-, Mobile- und UX-Design fokussiert.

Dazu passt dieser Beitrag ganz gut: Warum Programmieren harte Arbeit ist, wird hier erzählt. „The only reason coders’ computers work better than non-coders’ computers is coders know computers are schizophrenic little children with auto-immune diseases and we don’t beat them when they’re bad.“

Wie andere Illustratoren arbeiten, das finde ich ja immer superspannend. Hier gibt es ein ausführliches Interview mit Mike Moran, einem US-amerikanischen Kinderbuchillustratoren, der als Lieblingstool, man höre und staune, die Adobe Illustrator Software anführt. Das ist ja nun wiederum mein persönliches Haßwerkzeug, insofern fand ich das schon sehr hilfreich und inspirierend.

In diesem Zusammenhang habe ich mich auch über die Erklärung dieses Urban Sketchers gefreut: How To Draw Trees.

Garantiert Adobe-frei arbeiten die Sign Painters, die ich im letzten Jahr schon einmal kurz vorgestellt hatte. Ihr Film ist nun auf DVD und im iTunes Store zu haben, und das kann ich jedem nur empfehlen, der sich für solides Handwerk, Typografie und skurrile Typen interessiert, und wer wäre das nicht?

And now for something completely different: Was essen eigentlich Köche? „Eating with the Chefs“ gewährt einen Einblick und bietet ein paar Rezepte. Yummie!

Zur Abwechslung etwas Lokalkolorit gefällig? Über eine Kindheit im Hamburger Schanzenviertel schreibt Professor Rainer Nicolaysen im Hamburger Abendblatt sehr anschaulich. Das Erschreckende daran ist, daß der Autor keine zehn Jahre älter ist als ich und sich sein Bericht streckenweise liest, als erzählte meine Mutter aus ihrer Kriegs- und Nachkriegskindheit 25 Jahre zuvor. Sehr schön auch die Erwähnung, daß das angrenzende Karolinenviertel als noch ärmlicher und schäbiger galt als die Schanze – das hat sich meinem Eindruck nach nicht sehr geändert.
Wer Asterix gelesen hat, kennt den Gag von den Römern, de in Lutetia neben einer Gerberei gewohnt haben. Als ich nach Hamburg kam, stank es oft noch im wahrsten Sinne des Wortes bestialisch im Schanzenviertel, das eben auch das Schlachterviertel war. Daß und wie man dort leben konnte, war mir unerklärlich.

Nun, die Zeiten haben sich ganz offensichtlich geändert, aber dann wiederum auch nicht besonders – dieser Artikel ist auch noch in anderer Hinsicht aufschlussreich:

„Nach der vierten Klasse Volksschule wechselten außer mir nur zwei Schülerinnen meiner Jahrgangsstufe auf das Gymnasium: Vom Schanzenviertel auf die höhere Schule – das war 1971 noch ein ungewöhnlicher Schritt, ein Wagnis, wenige Jahre zuvor wäre er wohl gar nicht in Betracht gekommen. Am “Kaifu”, dem Gymnasium am Kaiser-Friedrich-Ufer, waren wir gegenüber den Eimsbüttelern eine kleine Minderheit. Es dauerte, bis das Fremdheitsgefühl wich. Mein über einige Zeit bester Schulfreund auf dem Gymnasium wohnte mit seiner Familie in einer luxuriösen Altbauwohnung an der Osterstraße; das Schanzenviertel fand er exotisch: erstaunlich, dass man dort wohnen könne.“

In keinem anderen modernen Industrienation ist die Schulbildung so sehr mit der „Klassenzugehörigkeit“ verbunden wie bei uns. Ja, naürlich darf inzwischen jedes Kind aufs Gymnasium, ungeachtet seiner Familiengeschichte oder Herkunft. Aber obwohl die Gymnasien geradezu überlaufen und das Abitur qualitativ selbst in Bayern nur noch ein Schatten dessen ist, was es einmal war, finden sich kaum Arbeiterkinder dort. Das wäre erschreckend, wenn wir nach wie vor 1971 hätten. Anno 2014 ist das ein Skandal.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 30th Mai 2014,
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Die Woche ist schon wieder um, das geht ja alles so rasend schnell hier, da knn man schon mal die Zeit vergessen. Wie die zwei im Video der Woche hier. Oh, well.

Letzte Woche war es hier etwas filmlastig, und eigentlich will ich ja für Abwechslung sorgen, aber dieser Beitrag hier ist vielleict doch noch spannend für Freunde der gepflegten Animation: A story about the perception of vision, frame and refresh rate, motion blur, and TV displays.

Nun aber fix rüber zum Thema Webdesign: Da hat jemand optisch und inhaltlich ein kleines Kompendium zusammengetragen, das sich einen Platz in der Lesezeichenleiste meines Browser erobert hat: Das Web Design Field Manual. Was man hier nicht findet, braucht kein Mensch. Also, kein Web Designer. Glaube ich. Ach, ich weiss es doch auch nicht.

Ab und an braucht ja jeder Mensch etwas Motivation. Da hilft vielleicht ein Blick in die Datenbank der besten Commencement Speeches? Das sind die Ansprachen der prominenten, erfolgreichen Alumni vor ihren Universitäten und Schulen, die dem aktuellen Abschlussjahrgang ein paar gute Worte mit auf den Weg geben sollen. Viel Käse dabei, aber auch einige echte Perlen. Stöbern lohnt!

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 23rd Mai 2014,
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Das Video der Woche ist für mich der Trailer zum hoffentlich demnächst erscheinenden Film über den englischen Maler William Turner.
Turners Bilder sollte man live gesehen haben, die hauen einen einfach aus den Socken. Artverwandt sei hier übrigens der Hinweis gestattet, daß das Metropolitan Museum of Art in New York rund 400.000 hochaufgelöste Bilder von den Kunstwerken der Sammlung kostenfrei online zur Verfügung stellt. Sehr lobenswert. In Kulturfragen tut sich überhaupt einiges. Da wird z.B. laut über wirksames, nicht störendes, aber erfolgreiches Marketing nachgedacht.

Bleiben wir aber beim Film und da habe ich einmal mehr Thelma Schoonmaker im Angebot, die ich neulich schon in anderem Zusammenhang verlinkt hatte. Das ist Marty Scorseses langjährige Superschnitte (‘tschuldigung, ich weiß immer noch nicht, wie man Editor korrekt ins Deutsche übersetzt und da es beim Film, oh Wunder, wie auf jedem anderen Gebiet, zu wenig erfolgreiche, preisgekrönte und von ihren männlichen Kollegen anerkannte Frauen gibt, sei mir dieses Wortspiel erlaubt) und sie teilt uns mit, was sie in drei im Schneideraum verbrachten Jahrzehnten allso so gelernt hat.

Einer der ganz großen Kamerakünstler ist verstorben: Gordon Willis. Einen schönen Nachruf auf den Prince of Darkness (so genannt, weil er auf so überflüssigen Schnickschnack wie Licht weitestmöglich verzichtet hat) hat Justin Morrow hier geschrieben. Übrigens gibt es, soweit ich weiß, auch kein passendes deutsches Wort für den ‘Cinematographer’. ‚Kameramann‘ greift hier viel zu kurz, finde ich. Vorschläge?

Vom Kino zum Fernsehen: Ein sehr schönes, sehr langes und ungeheuer interessantes Interview mit Mad Men Autor Matthew Weiner über die Kunst des Drehbuchschreibens gibt es auf Paris Review zu lesen. (Hat Tip an Ines, über deren Facebookeintrag ich das fand.)

Zur Erzählstruktur in Heldenfragen gibt es einen schönen Film, den Matthew Winkler und Kerell Yeretsky für TED-Ed gestaltet haben: “What makes a Hero?”.

Kameraschwenk zum Thema Design und Typografie: Tolle Schriften zu finden ist ja nicht immer ganz einfach. Hier gibt es eine schöne Seite, die einen vielleicht für das nöchste Projekt inspiriert. Ebenfalls sehr hilfreich ist das Web Design Field Manual, eine toll gestaltete Seite mit einem ganzen Katalog an Hilfsmitteln und Werkzeugen.

Mehr theoretischer als praktischer Natur – obwohl mit sehr praktischen Auswirkungen – ist die Frage: Wie wollen wir für künftige Generationen erfolgreiche Warnschilder gestalten? Zum Beispiel solche vor vergrabenem Atommüll? Da Plutonium ja für ein paar Jährchen länger herumstrahlt als zwei, drei Generationen, sollten wir uns da etwas einfallen lassen. Spoiler: Die Lösung heisst Katzencontent.

Weniger als Warnung, denn als, äh, kreative Verschönerung ist hingegen dieser Umgang mit Steckdosen gedacht. Man ist schon aus ästhetischen Gründen versucht zu sagen “Don’t try this at home”, aber wie man sonst noch Spaß mit Steckdosen haben kann, erklärt uns hier Graf Typo.

Vielleicht lest Ihr diese Linkschau auf dem iPad, in der Badewanne? Dann findet Ihr sicher Silent Tiffys Artikel „Wonne in der Wanne“ ganz passend. (Ich selbst finde ja, eine Badewanne gehört in jeden gut sortierten Haushalt, genau wie mindestens ein Kamin und mindestens ein Balkon bzw. eine Terasse.)

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 16th Mai 2014,
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Das Video der Woche ist fraglos die Geschichte über diesen intergalaktischen Paketlieferservicemann. Dazu passt dann auch ganz hervorragend dieses Mini-Book of Major Events.

Andreas Déja hat mal wieder Leckerbissen von Milt Kahl aus seiner Schatztruhe geholt: Skizzen von Balou, wie er bewegt seinen Kampf mit den Affen schildert.

Der Beetlebum erinnert sich daran, warum so ein Duschvorhang doch nicht immer das Gelbe vom Ei ist, hihi. Wunderbar ja auch die Funktion, Anmerkungen direkt im Bild zu platzieren, ich muß mal schauen, wie er das macht …

Warum der Himmel blau ist, haben wir wohl alle schon gefragt oder erklärt, aber genau wie blau er ist, das sagt uns dieses 225 Jahre alte Cyanometer.

Das Recht auf Vergessen ging ja diese Woche dank der begrüssenswerten Entscheidung des EuGh durch die Presse, aber mal ganz abseits vom mal wieder laut beklagten Untergang des Abendlands, weil man jetzt nicht mehr jederzeit jedermann auf ewig und bis in die Steinzeit und zurück desavouieren können darf: Wir verlieren unsere Geschichte des Web Designs. Schlimm, das.

Schneller, höher, weiter ist ja das Mantra des Web Designs. Hier wird geschildert, wie der Guardian sich anschickt, die schnellste Website im Wilden Westen zu werden.

Noch einmal der Untergang des Abendlandes, oder zumindest der Verlagsindustrie: Bridging The Gap – Why Publishing’s Future is at Risk.

Vorsicht, Nerdcontent: Es muss ja alles seine Ordnung haben, nicht wahr? Darum wird hier den Designern erklärt, warum man Bezierkurven mit weniger Punkten und den Anfassern im 90°-Winkel abgeben sollte. – Wie bitte, was? Worum geht’s? Nochmal genauer.

Zum Abschluss noch ein Pro und Contra darüber, ob H.R. Gigers Kunst eigentlich Kunst ist oder nicht. Ich würde auch eher sagen, daß nicht – aber ich hätte auch nie gedacht, daß mich seine Schöpfungen mal wirklich sehr rühren könnten, statt mich komplett abzustossen. Das wiederum ist nicht – oder nur mittelbar – Giger zu verdanken, sondern Skizzenblogger Claus Ast, dessen Zeichnung zum Gedenken an den Vater des Aliens wohl zu den besten visuellen Nachrufen gehört.

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 8th Mai 2014,
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Das Video der Woche handelt von den ersten Skateboardfahrern im Iran und das ist in vielerlei Hinsicht sehr bewegend.

Ich bin großer Fan der Serie Mad Men, die in den USA aktuell in der letzten Staffel läuft und den Zuschauern die 60er Jahre nähergebracht hat. Viele der Szenen, Dinge, Moden, Orte, Ereignisse kenne ich aus den Erzählungen meiner Eltern und Verwandten, für die diese Zeit gemeinhin gesagt das goldene Jahrzehnt war. Die frühen und mittleren 60er waren übrigens nicht weniger revolutionär als die ereignisreichen späten Jahre jener Dekade. Im New Yorker schreibt eine Frau über ihre Rolle auf der Weltausstellung 1964 – und warum sie die gar nicht mal so toll fand.

Drei Jahre später, im Sommer der Liebe, änderte sich in New York etwas, das bis heute Bestand hat, man glaubt es kaum: Die Beschriftung bzw. Beschilderung des U-Bahn Systems wurde von „irgendwas mit Buchstaben“, und mit an jeder Ecke anderen Schriften, zur bekannten Helvetica.

Verlassen wir die Neue Welt und gehen auch in der Zeit ein paar Jährchen weiter zurück, ins lauschige 1693. Da hat ein leider nur unter dem Namen „A. Boogert“ bekannter Maler das Farbsystem katalogisiert. Das ist schon ziemlich cool, finde ich, während ich meine Pantonefächer streichele.

Hier spricht jemand Designern etwas Mut zu. Ich bin nicht mit allem, was er schreibt, d’accord, aber insgesamt tröstet das ja doch sehr schön, wenn man gerade einen Kunden verloren hat oder der Stift nicht so recht will wie man selbst. „Lets face it. We aren’t doing brain surgery. As a designer/creative failure is not just an option but an essential part of the creative process. If I’m not failing I’m not really trying.“ Das stimmt natürlich, auch wenn ich meine Fehlversuche ungern auf Kundenprojekten mache.

Einer der ganz grossen Illustratoren des 20. Jahrhunderts war Edward Gorey. Hier gibt es eine Crowdfunding-Kampagne für einen Film zu seinen Ehren.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 2nd Mai 2014,
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Das Video der Woche ist der preisgekrönter Kurzfilm Left von Eamonn O’Neill übers Älterwerden.

Graf Typo hat einen herrlich altmodischen Bierdeckel mit Vexierbild gefunden.

Der Atlantic findet, Twitter ist durch, und so ganz von der Hand zu weisen ist das wohl auch nicht.

Passend zum Start der siebten und letzten Staffel einer der besten TV Serien der letzten Jahre, werden hier die 1969er Set Designs von Mad Men gezeigt.

Wie man mit Sketch und XCode eine iOS App programmiert. Wozu auch immer … ich finde Apps ja entsetzlich überbewertet; etwa 80% könnte man verlustfrei löschen und durch anständige Webauftritte bzw -applikationen ersetzen, oder?

Diese Visualisierung des Verkehrs via Isoscope hingegen finde ich unglaublich spannend. „The project, from the University of Applied Sciences Potsdam in Germany, visualizes how far a person can drive or walk from any specific destination in a maximum of 10 minutes, accounting for time of day and typical traffic conditions.“

Bei anmut und demut wird sehr schön über eine menschliche Schwäche geschrieben.

Der ehemalige Kellner, der seit zehn Jahren unter waiterrant bloggt und inzwischen diverse Bücher veröffentlich hat und bei Oprah auf dem Sofa saß, hat noch eine unnütze iPhone App gefunden. Allerdings ist er, wie viele US Amerikaner, inzwischen auf der pessimistisch Seite des Lebens angelangt. Irgendwie traurig, dieses Klima der Angst, des Misstrauens und der Paranoia, das er kolportiert.

Goran Peuc schreibt über das eigentliche Problem bei schlechtem Design: Designer werden zuletzt, so quasi als Nachgedanke, an den Tisch gebeten und dürfen dann noch hübsch machen, was bestenfalls kein Schwein braucht.

Barrierefreies Web heißt ja auch, sich Gedanken über Probleme zu machen, die man selbst nur schwer nachvollziehen kann; die Leute mit diesen Problemen nicht zu werten sondern halt die Probleme zu lösen. Es gibt einen Open Source Font, der Menschen mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche angeblich das Lesen erleichtern soll und den man sich hier ansehen und kostenlos herunterladen kann. Tolle Sache, das, auch wenn das Ding optisch bei mir knapp oberhalb von Comic Sans rangiert. Aber Design und Typografie sind ja kein Selbstzweck, nicht wahr?

Designer Frak Chimero bloggt über Werkzeuge, und daß wir bitte keine neuen brauchen sondern erst einmal mit denen umzugehen lernen und die gewinnbringend einzusetzen, die wir bereits haben. „Consider making a program for people, not a program for a computer. I don’t want a new app to help me do work; I want different ways to think about work so I can get more done. It’s a nuanced difference, but I think it is an important one.“. Jo.

Schönes Wochenende!

Lieblinks zum Osterwochenende

  • Veröffentlicht am 17th April 2014,
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Das Video der Woche ist diesmal nichts für zart Besaitete und Leute mit schwachen Nerven: Es geht um Monster im Schrank. Und zwar echte. Ich will nicht spoilern, aber daß es diese Monster nicht nur bei den Amis gibt, das wissen wir hierzulande eigentlich auch schon aus Erfahrung.

Deutlich heiterer geht es weiter mit harmlosen Briefmarken. Für die Generation Y (oder sind wir schon bei Z?) und digitalen Naiven unter meiner Leserschaft: Das sind diese lustigen, bunten kleinen Papierklebebildchen, die man früher auf Briefe und Postkarten geklebt hat, um den Transport zu bezahlen. Manche Leute haben die sogar gesammelt. Wenn man sich die aktuellen Motive der finnischen Post so anschaut, versteht man auch, warum.

Hier beschreibt Paolo Rivera ausführlich, wie er seine eingescannten Zeichnungen koloriert. Also ich fand’s interessant, ich mach’s nämlich anders, aber ich sehe ein, die Zielgruppe für solche Informationen ist vermutlich eher überschaubar.

Als gute Europäerin bin ich mit der francobelgischen Comicschule aufgewachsen und daher nicht sehr vertraut mit U.S. amerikanischen Superhelden aus den beiden grossen Verlagshäusern Marvel und DC Comics. Zum 75. Geburtstag von Marvel hat der französische Fan und Webdesignstudent Tristan Farneau ein grossartiges Projekt veröffentlicht, das mir und Euch (bei Bedarf) Gelegenheit gibt, die einzelnen Figuren des Marveluniversums etwas besser kennenzulernen.

Maximilian hatte das zwar schon verlinkt, aber doppelt genäht hält sicher besser: Isabel Bogdan hat Thomas Pletzinger im KiWi-Blog gefragt, wie man eigentlich Comics bzw. eine Graphic Novel übersetzt.

Und zum Schluss noch eine schöne Rezension des Bildbands über Ian Millers meist recht gruselige Kunst.

Frohe Ostertage!

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 13th April 2014,
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Das Video der Woche ist ein wunderbarer kleiner Zeichentrickfilm über das Leben hart am Wind. Als Nordlicht kommt einem die eine oder andere Situation sicherlich arg bekannt vor.

„Verträge werden für regnerische Zeiten geschrieben“ heisst es. Idealerweise reicht zwischen Geschäftspartnern ja der gute, alte Handschlag des ehrbaren hanseatischen Kaufmanns. Ob es daran liegt, daß die beiden Protagonisten im aktuell heissesten Thema der Typografieszene keine Hanseaten sind, man weiß es nicht – es darf bezweifelt werden. Fakt ist: Tobias Frere-Jones verklagt seinen Partner Jonathan Hoefler nach fünfzehn Jahren ausserordentlich erfolgreicher und fruchtbarer Zusammenarbeit auf 20 Millionen Dollar, die ihm Hoefler vorenthalten haben soll. Wobei Hoefler allerdings eine tatsächliche Partnerschaft bestreitet und Frere-Jones als simplen Angestellten seiner Firma bezeichnet; eine Einstellung, die auf den ersten Blick lächerlich anmuten mag, wo doch der Firmenname „Hoefler & Frere-Jones“ lautete. Aber mehr als die besagte Vereinbarung per Handschlag gab es zwischen den beiden Stars, die John Brownlee als „die Beatles der Typografenwelt“ bezeichnet, wohl nie und so werden Anwälte und Gericht viel Spaß haben in den nächsten Wochen und Monaten. Eine gute Zusammenfassung der Geschichte gibt es hier.

Tobias Frere-Jones hat inzwischen sein eigenes Blog aufgemacht, wo er natürlich nicht über den Fall schreibt aber z.B. über das Typografieviertel in New York City, das es tatsächlich im 19. Jahrhundert dort gegeben hat. Das interessiert sicherlich nicht nur Typografen, sondern auch NYC-, Medien- und Geschichtsfans gleichermassen.

Kommen wir zu etwas ganz anderem: Können drei Künstler gleichzeitig an einem Werk arbeiten? Die drei Amigos Joseph Zbukvic, Alvaro Castagnet und Herman Pekel haben’s probiert und den Arbeitsprozeß in einem unterhaltsamen Videofilm festgehalten.

In der Welt der Comics gibt es Autoren, Zeichner und Inker. Die Autoren schreiben die Geschichte (meist) in der Art eines Drehbuchs nieder, die Zeichner zeichnen (mit Blei- oder non-copy-blue-Stift) und die Inker tuschen die Zeichnungen. Jedenfalls läuft das bei Marvel und DC so – den beiden grossen US-Verlagshäusern mit ihrem wöchentlichen Fliessbandoutput.
Ach ja, fast vergessen – da gibt es ja noch die Koloristen. Das sind diejenigen, die die Zeichnungen erst so richtig rund machen und ins Auge springen lassen. Was sie tun, ist – genau wie bei den Inkern – keineswegs „Malen nach Zahlen“, sondern eine eigenständige kreative Leistung. Trotzdem kennt sie niemand, was u.a. daran liegen könnte, daß sie weder auf dem Cover genannt noch zu Branchenevents eingeladen werden oder gar – anders als Zeichner und Inker – Tantiemen von den Umsätzen bekommen. The AV Club hat diesen Skandal hier sehr schön zusammengefasst, komplett mit sehr anschaulichen Arbeitsbeispielen.

Lieblinks zum Wochenende

  • Veröffentlicht am 4th April 2014,
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Das Video der Woche ist für mich das Making Of des Artworks für das Kings of Leon Album ‘Beautiful War’ von David A. Smith. Vielleicht erinnern sich noch einige hier an ein ähnliches Making Of zu John Mayers ‘Born And Raised’, das war derselbe Künstler.

Teoh Yi Chie hat sich Julia Rothmans selbst geschriebenes und illustriertes Buch “Hello New York” näher angesehen. “Some of the more interesting stories I like are that of finding a hidden tennis court at Grand Central Station, interview with a NYC taxi driver, librarian, owner of a Tattoo museum.” Das Buch sieht wirklich sehr hübsch gemacht aus und klingt interessant, ich hab’s mal bestellt.

Comics werden ja aus Kostengründen eigentlich schon seit Jahrzehnten nur noch maschinengelettert, was eine echte Schande ist, wie ich finde. Erst die passende Handschrift rundet eine gezeichnete Geschichte so richtig ab und macht auch Lust, sich näher darauf einzulassen. Man vergleiche nur einmal eine Seite aus einem deutschen Asterixheft mit derselben Seite im französischen Original – da liegen Welten zwischen. (Ich erspare mir hier die garantierte Abmahnung und verzichte daher bedauernd auf den Fotovergleich, aber Ihr könnt es selbst im gut sortierten Comicladen Eurer Wahl überprüfen.) Der Beruf des Letterers ist, wie viele andere Berufe aus dem grafischen Milieu, ausgestorben. Immerhin gibt es heute Alternativen zur Helvetica und einer der Anbieter für professionelle Comicfonts, die die meisten Genres wohl abdecken dürften, ist Blambot. – Der Typograph und Blambot-Gründer Nate Piekos schildert hier, wie er eine spezielle Schrift für die Fortsetzung des in den 80ern erschienenen Comics Elfquest aus alten Ausgaben der Serie kreiert hat. Lesenswert.

Brad Frost schreibt über die Werte des Webs.

Zeichner Greg Ruth hat ein interessantes Projekt am Start: Schauspieler und Autor Ethan Hawke hat ihn angesprochen, ob er nicht gemeinsam mit Hawke eine Graphic Novel veröffentlichen möchte. Kernthema ist die Biografie des Indianerhäuptlings Geronimo und am Ende wird wohl ein Film stehen. Egal – der Entstehungsprozeß von Indeh ist wirklich spannend und ich bin gespannt auf weitere Einträge zum Thema.

Den katalanischen digital arts und animation Profi Dei G hatte ich schon einige Male hier verlinkt; sein Timelapse Video eines apokalyptischen Magazincovers ist eines meiner alltime favorites und ich schaue es mir immer wieder gern an. Seine Sujets sind nicht so ganz mein Fall, aber man kann wirklich eine Menge von ihm lernen. Bei Go Media gibt er ein paar gute Hinweise und Tipps für Comic Designer, die allerdings auch Gültigkeit in anderen Bereichen des Design haben.

Wie man seine Vorzeichnungen auf die Leinwand kriegt, wenn man mit Ölfarben malt, das wird hier anschaulich in diversen Videos erklärt. Für jemanden wie mich, die mit Skizzenheft und Scanner digital oder via Leuchttisch auf Bristolkarton arbeitet, ist das auch mal ganz spannend zu sehen.

Vanity Fair hat die berühmten Absolventen der ersten Jahrgänge des California Institute of the Arts (Cal Arts) zum Interview gebeten und Tim Burton, Brad Bird, John Lasseter und andere Animation Heroes plaudern ganz wortwörtlich aus der Schule. Disney hatte die Schule in den späten 60ern gegründet, als ihre Zeichentrickabteilung zusehends vergreiste und sie sich langsam fragten, wo denn der Nachwuchs herkommen sollte. Zeichentrickfilm war in jenen Tagen nicht gerade gefragt und dieser kleine Haufen Verrückter warf sich mit Feuereifer aufs Studium – nur um am Ende bei Disney auf komplettes Unverständnis der alten Garde zu stoßen. Einer der Kommentatoren bringt meine Gefühle beim Lesen dieses wirklich informativen und unterhaltsamen Artikels auf den Punkt, wenn er sagt: “Of course, all these guys are pretty old now. And to look what they have made in the last half dozen years, one has to wonder if the first CalArts generation is now as hidebound and resistant to change as those folks they encountered at Disney in the 1980s”. Pixar fällt ziemlich offensichtlich schon länger nichts Neues mehr ein; genaugenommen, seit sie zu Disney gehören. Es gibt nur noch Fortsetzungen der Hits (Cars 2, Cars 3, Monster’s University, Incredibles 2, Finding Dory etc.) und die neuen Produktionen (Merida) haben nicht mehr viel übrig vom Anarcho-Gen der frühen Pixarfilme. Neuerdings wirken sogar die Dreamworks-Filme frischer und mutiger, und das will was heissen. Bleibt zu hoffen, das CalArts auch weiterhin so gute Leute ausspuckt und ansonsten gibt es ja noch das Internet.

Link(s) vom 9. Januar 2014

  • Veröffentlicht am 9th Januar 2014,
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Link(s) vom 23. Dezember 2013

  • Veröffentlicht am 23rd Dezember 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Das deutsche Kino ist in der Krise
    „Die Kinos sind nun alle technisch digitalisiert, aber von einer interessanteren, intelligenteren, vielfältigeren Programmierung, die jetzt möglich wäre, kann nicht die Rede sein. Internet-streaming und Video on Demand werden nicht genutzt. Lieber versuchen Kinobetreiber und Verwerter mit dem Förder-Business-Modell noch eine Weile risikolos gut zu verdienen.

    Dazu klammern sie sich so lange wie möglich an die alten Sperrfristen für die verschiedenen, langsam verschwindenden Auswertungsstufen. So werden sie wohl das jüngere Publikum an Internetportale wie netflix und Co. verlieren.“

  • Bookweeten Jan Hinnerk
    Das Buchweizenmehl steht im Bioladen, wo diese ungesund aussehenden Menschen mit dem fatalen Zeitlupensyndrom arbeiten, direkt neben dem Dinkelmehl, das schreckt natürlich ein wenig ab, aber da muss man durch.
  • We need to talk about TED
    „Communism in theory is an egalitarian utopia.

    Actually existing Communism meant ecological devastation, government spying, crappy cars and gulags.

    Capitalism in theory is rocket ships, nanomedicine, and Bono saving Africa.

    Actually existing Capitalism means Walmart jobs, McMansions, people living in the sewers under Las Vegas, Ryan Seacrest…plus —ecological devastation, government spying, crappy public transportation and for-profit prisons.“

  • The Homeless Coder

    Wow.

  • „Wir leben in einer Zeit, in der wir von Infrastruktur umgeben sind, die uns zu hintergehen versucht.“
  • when I check email one last time before leaving for the weekend
    Wunderbar!
  • Carsharing
    „Ich habe schon einmal überlegt, ob ich im Auto einfach mal Einladungen zum Kaffee hinterlegen soll, glaube aber, Person 1 und Person 2 würden sich nicht mögen.“
  • 10 Gründe, warum ich TopTen-Listen scheiße finde.
    „Was ich sagen will: Jemand lädt ein Bild in einem bestimmten Kontext hoch. Nehme ich dieses Bild aus dem Kontext, um darüber zu lachen (oder mich daran aufzugeilen, oder whatever), dann missbrauche ich das Bild. Und die Person.“
  • The ‘fake’ Mandela memorial interpreter said it all
    Das Merkwürdige ist: Ich habe kurz reingezappt in die Veranstaltung und erinnete mich daran, wie ich beim Anblick des Gebärdendolmetschers dachte: ,Komisch, das sieht nicht so aus wie sonst, mit dessen Herumgewedel stimmt was nicht‘. Es sah einfach unprofessionell aus, aber ich schob es auf wahrscheinlich existierende regionale bzw. sprachliche Unterschiede zu dem, was wir hier auf 3Sat oder Phoenix zu sehen bekommen. Und ich kann kein bisschen Gebärdensprache (was ich ja auch schade finde). — Sehr schräg, das.
  • Geena Davis’ Two Easy Steps to Make Hollywood Less Sexist
    „Go through the projects you're already working on and change a bunch of the characters' first names to women's names. With one stroke you've created some colorful unstereotypical female characters that might turn out to be even more interesting now that they've had a gender switch.“
  • Nicht mein Netz
    „Und dann ändert Facebook die Privacy-Einstellungen, Google sperrt wegen falscher Namen bei Google+ gleich mal ganze Nutzerkonten, LinkedIn verliert ein paar Millionen Passwörter, die NSA hackt halt ein paar RZs statt Hunderttausende Switche und Server anzugehen, und aus Protest ändern ein paar User dann mal für ein paar Tage ihre Profilbilder, denen haben wir’s aber so richtig gegeben.“

Link(s) vom 12. Dezember 2013

  • Veröffentlicht am 12th Dezember 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Kevin Systrom & Caroline Drucker | INTERVIEW MAGAZINE GERMANY
    „Neulich habe ich bemerkt, wie unterschiedlich die Farbpaletten in verschiedenen Teilen der Welt sind. Die russische Palette ist sehr klar, in der saudi-arabischen kommen eher Pastelltöne vor. Sehr faszinierend. Die Affinität zu bestimmten Farben und Farbpaletten geht tiefer, als irgendjemand erklären könnte.“

    via Cems FB

  • Ein semi-weihnachtliches Stöckchen mit familiärem Hintergrund | Das Nuf Advanced
    „Lediglich 2011 hatten wir das Glück, dass es am Geburtstag wirklich schneite. Das Kind wachte auf, lief zum Fenster, entdeckte den Schnee und trällerte voller Freude: “Isch hab Geburtstach! Her mit die Geschenke!”. Das war echt schön 2011.“

Link(s) vom 09. Dezember 2013

  • Veröffentlicht am 9th Dezember 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Keine Ahnung, weswegen wir diese Kaserne besuchten, vielleicht war uns einfach langweilig. Vor der Kaserne: Pazifisten, die gegen diese Feier des Militarismus Flugblätter verteilen. In der Kaserne: Panzer, Sanitätsfahrzeuge, frisch geduschte Rekruten, die alles geduldig erklären. Und der kleine Falk, der auf einem Panzer rumklettert.“

“The unpunctuated, un-ended sentence is incredibly addicting,” said Choire Sicha, editor of the Awl. “I feel liberated to make statements without that emphasis, and like I’m continuing the conversation, even when I’m definitely not.”

„Keiner kennt die einschlägigen Sendungen, niemand weiß, wie Carmen Nebel aussieht, nur einer kann eine vage Beschreibung von Florian Silbereisen abgeben: freundliches Ohrfeigengesicht mit Föhnfrisur. Alter der Befragten: 25 bis 65.“

Claus Ast vom Skizzenblog hat einen tollen Adventskalender zum Download.

„Unser Renault 19 roch immer ein bisschen intensiver als andere Autos, das kenne man ja von den Franzosen, behauptete mein Großvater und wusch stur seinen Opel Kapitän und später den großen Mercedes.“

“Mein Kind hustet seit Weihnachten” ist Synonym für “Erdnuss-Aspiration”.

„For example, in the market system you have a choice: You can buy a Toyota or you can buy a Ford, but you can’t buy a subway because that’s not offered. Market systems don’t offer common goods; they offer private consumption. If you want a subway, you’re going to have to get together with other people and make a collective decision. Otherwise, it’s simply not an option within the market system, and as democracy is increasingly undermined, it’s less and less of an option within the public system. All of these things converge, and they’re all part of general class war.“

„Und ja, wir sollten darüber diskutieren, ob die Stellung der Parteien im politischen Gesamtgefüge nicht mittlerweile viel zu stark ist und ob nicht alle Formen von striktem Fraktions- oder Parteienzwang mit Art. 38 des Grundgesetzes kollidieren und Ausdruck einer verfassungfernen Grundhaltung der Parteien und ihrer Entscheidungsträger sind.“

„Man stelle sich folgende Situation vor: Beim Bäcker um die Ecke bestellt man einen Laib Vollkornbrot. Der Bäcker verlangt dafür stolze 20 EUR. Man bezahlt. Was will man auch sonst tun, man hat Hunger und ein anderer Anbieter ist weit und breit nicht vorhanden. DANN reicht der Bäcker einem zwei kleine vertrocknete Brötchen. Auf den fragenden Blick des Kunden antwortet der Bäcker dann, das Brot gibt es heute leider nicht, der Ofen sei leider kaputt, bitte um Verständnis, der Nächste bitte.“

„Was springt dabei für mich heraus – das ist für mich eine der schlimmsten Fragen der Welt, das ist eine Haltung, die ich hoffentlich nie verstehen werde. Wieso muss man für jedes Unternehmen eine Kosten- Nutzen-Rechnung aufstellen, wieso muss ich vorher immer schon wissen, was das Ergebnis ist? Wieso muss sich alles “lohnen” (noch so ein Wort!), wieso muss immer alles gelingen, wieso darf es keine Überraschungen mehr geben?“

Das ist mir neulich aufgefallen, als jemand kommentierte, der Link führe nicht auf die Zielseite und ich dachte, ich hätte irgend etwas falsch gemacht. Das geht natürlich gar nicht; feedly hat wohl schon wieder zurückgerudert, aber die Suche nach einer Alternative geht weiter, mein Vertrauen ist weg.

„Das heißt: keine nachträglichen Preisänderungen, keine Korrekturen, kein neues Cover. Oder anders: viele der Vorteile, die eben für ein Self-Publishing sprechen, rinnen einem hier mit nur einem Nebensatz durch die Finger.“

„Suchmaschinenanbieter sollen also nicht nur gezwungen werden, die nach dem Leistungsschutzrecht kostenpflichtigen Snippets aufführen zu müssen und für diese zu bezahlen, sondern sie sollen auch noch eine “herausgehobene Auffindbarkeit” erhalten.“

 

Link(s) vom 24. November 2013

  • Veröffentlicht am 24th November 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Die Aufgabe moderner Politiker ist dabei, in größter Ruhe dem Wachstum der Kalamitäten zuzusehen, ohne sich zum Handeln verleiten zu lassen.“

Die Sache mit der Schwangerschaft.

„Behinderte zu zeigen wäre theoretisch möglich, scheitert aber am erhöhten Drehaufwand, das Gleiche gilt für Kinder. Alles, was mehr Drehzeit bedeutet, fliegt raus.Bei dieser Familie hat man gemerkt, dass sie das Produkt wirklich gut findet. Ich glaube, das merkt man den Bildern an. Aber natürlich wurde auch diese Familie ausgesucht. Was authentisch wirkt, ist inszeniert. Man hätte vermutlich kein Schwulenpaar genommen oder eine Familie, in der ein Kind behindert oder einer der Ehepartner Migrant ist. Man will Nebeninformationen vermeiden, die vom Produkt ablenken.“

Isabel ist immer noch in China und hat vielleicht keine Klamotten gefunden, aber – fast möchte man sagen „natürlich!“ – Bücher.

“Der wahre Sinn von Weihnachten ist, dass man sich was schenkt! Punkt! Jeder jedem, so dass man nach dem Auspacken der Geschenke nur noch durch das kniehoch im Zimmer liegende Geschenkpapier waten kann und das Baby der Familie kurzfristig vermisst wird! DAS ist Weihnachten.”

„Ein Rechtsstaat ist kein Haus, bei dem man immer wieder Löcher in die Wände fressen kann ohne dass es einstürzt. Ein Rechtsstaat ist ein Turm aus Bauklötzen, der zusammenfällt, sobald ich einen Stein aus der Mitte (oder von unten) entferne. Was hier getan wird, ist einfach schrittweise Steine von oben abzutragen, bis man den Sockel des Turmes erreicht hat. Und davon sind wir langsam nicht mehr weit entfernt. Wollen, oder besser gesagt: Können wir es uns also überhaupt noch leisten weitere Freiheiten, oder präziser formuliert rechtsstaatliche Grundsätze entfernen, ohne irgendwann den Turm zum Einsturz zu bringen, oder die Basis zum Vorschein zu bringen? Sollte “der Souverän” nicht langsam anfangen Gegenleistungen zu fordern? Wie stark hat sich denn die Aufklärungsrate von Verbrechen in den letzten fünfzig Jahren verändert, und falls sie es überhaupt nennenswert getan hat, warum?“

Link(s) vom 19. November 2013

  • Veröffentlicht am 20th November 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Kostproben aus dem Bundestag

    „Den Abgeordneten gelang anlässlich der nachträglichen Gratulation zum Geburtstag des Bundestagspräsidenten Lammert eine seltene Kundgebung der Einigkeit. Obwohl von Gregor Gysi angeregt, applaudierte das Haus geschlossen. Das sollte man sich auf Video nehmen, auch, weil ausnahmsweise statt der Sessel Menschen zu sehen waren. Falls man mal irgendwo ein Symbolbild für eine funktionierende Demokratie braucht.“

    Man könnte weinen, wenn es nicht so lustig wäre. Oder umgekehrt.

  • Der Macht Die Worte: Kostenlos: Der Feinschmecker-Kolumnen-Konfigurator

    „Es ist
    Mai/September/Herbst/neblig draußen/Altweibersommer/morgens früher hell,
    die Spargel-/Trüffel-/Hirsch-/Beaujolais-/Muschel-/Bärlauch-Saison
    rückt näher, und damit die Gelegenheit,
    Freunde/Familie/Geschäftspartner/die süße Nachbarin
    mit ganz besonderen Spezialitäten
    zu verwöhnen/erstaunen/überraschen/faszinieren,
    die eben nur zu dieser Zeit in solcher
    Frische/Delikatesse/Fülle/Auswahl/Reichhaltigkeit
    zu haben sind.“

    Thies hat sich nach den Krimi-Klappentextautoren die Feinschmecker-Kolumnenschreiber vorgenommen. Grosses Kino!

  • Blogging November – 747

„Frau N: 1 Hamburger und 1 Cheeseburger bitte.“

Wenn Ihr jemals einen Beleg dafür haben wollt, dass wirklich, aber auch wirklich ALLE bekloppt sind, dann lest diesen Bericht über Frau N. und den EInkauf an der Autobahnraststätte.

„Sie­mens, die AEG und Osram haben sich längst als füh­rende Mas­sen­ar­beit­geber eta­bliert und stehen tech­no­lo­gisch an der Welt­spitze. Sie­mens prägt einen neuen →Stadt­teil nicht nur mit seinem Namen. Die Ber­liner S-Bahn hat gerade die →große Elek­tri­sie­rung bekommen und man kann in den beige-roten Zügen stun­den­lang die Ringbahn-Strecke fahren, was ver­liebte Pär­chen oder Stu­denten im Winter immer wieder gern nutzen.“

Graf Typo lässt das Berlin der 20er vor unserem geistigen Auge erstehen. Ganz, ganz wunderbar.

 

Link(s) vom 14. November 2013

  • Veröffentlicht am 17th November 2013,
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Zwischen dem 30. Oktober 2013 und dem 14. November 2013 aufgelesen:

„Willkommen zu Hause! Was sollte das denn? Total bescheuert! Wenn ich mich zu Hause fühlen will, gehe ich doch nicht ins Hotel!“

Auch Frl. Krise hat etwas gegen die Duzerei. Ich weiss ja nicht, wann das eingerissen ist, aber ich finde es furchtbar unhöflich. Wer mich ungefragt duzt, ist in meiner Achtung unmittelbar eine Stufe gesunken. Ausnahmen sind natürlich Twitter & Co. oder auch mein Blog hier, wo halt ein familiärer Umgangston herrscht. Den muss ich aber nicht erwarten, wenn ich als zahlende Kundin in einer US-amerikanischen Katte 4€ für lauwarme Kaffeeplörre im Pappbecher berappen soll, oder? (Andererseits: wer so bescheuert ist das zu tun, hat’s dann auch nicht anders verdient, insofern ist es ein schlechtes Beispiel, ich seh’s ein.)

Es geschehen Zeichen und Wunder.

Gruselig.

So isses. (via Jörn)

„Das ist doch wahnsinnig entlarvend, oder? Da sieht man dann, dass diese Figuren immer beim Kämpfen Posen einnehmen, die man normalerweise beim Geschlechtsverkehr einnimmt. Da fragt man sich: Warum müssen Frauen immer mit gespreizten Beinen kämpfen? Und warum müssen sie immer ihren Hintern herausstrecken, wenn sie zum Angriff übergehen? Das sind Projektionen. Das sind keine richtigen Frauen. Das interessiert Mädchen nicht. Sowas wollen Männer sehen. Das bedeutet also: Comics für Frauen und Mädchen wären tatsächlich etwas anders gestrickt, wie du gerade eben sagtest.“

Schönes Interview.

Ich verstehe ja nicht, wie und warum man sich über die Zeitumstellung aufregen kann oder will; die folgt schlicht meinem Biorhythmus und kommt mir daher vor wie das Natürlichste der Welt. Aber das ist natürlich nur mein Biorhythmus.

„Wenn ich mich selbst nicht mehr ertrug, das Meer hielt mich aus.“

Schöner Text von Charming Liisa, die übrigens ganz wunderbar fotografiert.

Link(s) vom 30. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 30th Oktober 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Im Nachhinein stellte sich heraus, dass alle drei Richter ebenfalls alte Kameraden Hedlers und ehemalige Mitglieder der NSDAP waren. Es kam zu empörten Demonstrationen. Die Regierungskoalition hielt sich vornehm zurück, die rechten Parteien jubelten.“

Man möchte schreien, insbesondere im Hinblick auf die vielen aktuellen Ereignisse. Deutschlands Bundestag war und ist offensichtlich auf dem rechten Auge blind.

Die NZZ hat sich mal in Deutschlands Politikbetrieben umgesehen.

Super Tipps vom Stilpiraten; ich teste noch ein paar andere Anbieter und werde dann demnächst die Illustratorenseite beleuchten.

Link(s) vom 28. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 28th Oktober 2013,
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Why Do I Study Physics? (2013) from Xiangjun Shi on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„Wenn Dinge protokolliert werden, deren Interpretation letztlich demjenigen überlassen bleibt, der protokolliert, bedeutet das einen tiefgreifenden Kontrollverlust über das eigene Leben.“

„Welcher Musiker schafft das schon: Leute dazu bringen, anders zu gehen und das über Jahre. Manchmal wandere ich in die Stadt und die Bass-Akkorde kommen mir in den Sinn. Es war nicht nur dieser eine Song; es war Lou Reed.“

Ich durfte auch mal.

„People who would consider it a bizarre breach of conduct to expect anyone to give them a haircut or a can of soda at no cost will ask you, with a straight face and a clear conscience, whether you wouldn’t be willing to write an essay or draw an illustration for them for nothing. They often start by telling you how much they admire your work, although not enough, evidently, to pay one cent for it.“

Link(s) vom 27. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 27th Oktober 2013,
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El Cielo de La Palma from Daniel López on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„Wenn man alles kombiniert, was es hier zu kaufen gibt, dann kann man problemlos in einer Folge der Fernsehserie „Die Waltons“ mitspielen.“

„Some artists do this on every page they draw; some do it on covers and splashes; some on covers only. Some just discreetly write in all caps, some have positively baroque signatures with flourishes and frames.“

Ich finde es ja immer schön, wenn Schlipsträger drauf getreten werden.

Thies bringt es auf den Punkt, hihi.

Link(s) vom 23. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 23rd Oktober 2013,
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Going West from Andersen M Studio.

Zuletzt aufgelesen:

Frau Novemberregen hat den ultimativen Geruchssinn und ein gutes Gehör.

Für solche Geschichten wurden ja Blogs erfunden, finde ich.

Hindsight is always 20-20 …

Link(s) vom 22. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 22nd Oktober 2013,
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„Sie erschauere, wenn sie daran vorbeispaziere, sagt Isa Henselmann. Nach dem Krieg sei Stalin eine der großen Bezugspersonen gewesen. Heute sei es so, »als habe man ein Monster geliebt«.“

Schöner, langer Beitrag auf ZEIT ONLINE über das Leben an der Karl-Marx-Allee in Berlin. Als West End Girl war mir die ja bis vor kurzem kein Begriff; aber erst neulich sah ich den eigentlich ziemlich guten Film This ain’t California, über Skateboarding in Ostdeutschland (der allerdings für mich in der Sekunde total verloren hatte, als ich erfuhr, es war gar keine Dokumentation sondern ein schlichter Spielfilm mit ein paar Körnchen dokumentarischer Szenen darin; ein Fake). Darin wohnten die Protagonisten ebenfalls in dieser Strasse in einer WG. Ich dachte noch ‚cool, aber wie haben die das durchgezogen in einer Welt, die so blockwartmässig durchkontrolliert war? Ein Rudel Teenager in einer WG?‘. Nun, da ich weiss das der Film eine Fake-Doku war, verbuche ich das mal unter „künstlerische Freiheit“, aber die Strasse ist mir im Gedächtnis geblieben.

“I wanted a button on my personal website, on jackconte.com, that said please give me money whenever I make a video if you want to help me keep making videos,” Conte says. “Seconds after I thought of that, I thought: ‘Well, gee, that’s something a lot of my friends would like, too.’”

Das gucke ich mir wohl mal näher an.

„The T.S.A. also maintains a PreCheck disqualification list, tracking people accused of violating security regulations, including disputes with checkpoint or airline staff members.“

Ich bin echt froh, dass ich die USA gesehen habe, bevor die da drüben so durchgeknallt sind. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden wir ebenfalls diesem faschistischen Wahnsinn komplett verfallen und vermutlich schon von Drohnen gescannt, wenn wir nur den Müll runterbringen. Bis dahin reise ich dorthin, wo man mich freundlich empfängt und mit dem Transportmittel, das die Bezeichnung ‚komfortabel‘ verdient.

 

Link(s) vom 20. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 20th Oktober 2013,
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„Die Kleine kann sich ja nicht wehren, aber Schuhe für Erwachsene habe ich mir dort nie angesehen, ich meine, Orthopädiefachhandel, allein das Wort schon, da kann man sich ja gleich samstagabends Florian Silbereisen anschauen.“

Eine schöne Begründung dafür, warum man Disney’s „Frozen“ links liegen lassen sollte. Ich bin ja mit Disneyfilmen aufgewachsen, Disney stand lange Zeit für tolle Geschichten und umwerfende Qualität in der Animation. Die klassischen Disneys wie Aristocats, Dschungelbuch, Robin Hood, Susi & Strolch, Bernard & Bianca etc. waren und sin dein Fest. Mit Die Schöne und das Biest spätestens wurde die Animation schluriger und liebloser und die Geschichten waren vorher schon in Karies induzierende Gefilde abgerutscht. Aber mit „Frozen“ scheint ein wirklich neuer Höhepunkt an Widerlichkeiten erreicht worden zu sein:

„So you can imagine that I was profoundly disappointed when I heard that Disney’s adaptation, now called Frozen (a Tangled-reminiscent decision that stinks of avoiding the need to market a film with a female centered title), had cut out every single one of these female characters save for Gerda, now called Anna, and the Snow Queen, who is now Anna’s sister. The women have been replaced with a cast of men, and Anna is now accompanied on her journey by a “Mountain Man” named Kristoff (edit: a helpful anon informed me that his name is not Hans, as I originally stated. Hans is in fact another male character and may be a factor in a possible love triangle for Anna). Kristoff is obviously intended to serve as romantic interest for the now aged up Anna, who as Gerda in the original, felt a love for her friend Kai that was strictly platonic. (Kai, by the way, has been dropped altogether.)“

Ich hab’s ja nicht so mit Rockwells Motiven, aber sein Illustrationsstil und die verwendeten Techniken sind definitiv fantastisch. Und ich habe ein neues Buch auf der Wunschliste.

Vielleicht nicht der gruseligste, denn wirklich gruselig und unheimlich  sind nur leergepumpte, verfallende Schwimmbäder, finde ich. Aber fraglos fies.

Noch ein spannendes Buch für meine Liste:

„Lavie Tidhar has a theory about superheroes. About what they are and what they represent; about where they come from and why we hardly ever see any British ones. These are questions the author asks and answers on various occasions over the course of his indescribably demanding if accordingly rewarding new novel, though Tidhar’s particular position is best encapsulated by the testimony given by a fictionalised version of Joseph Shuster—the co-creator of Superman alongside Jerry Siegel, who also appears—during the trial of Dr. Vomacht, the Nazi scientist whose cavalier prodding of probability resulted in The Violent Century’s so-called Übermenschen.“

Ein – schon etwas älterer – sehr langer und sehr guter Artikel über die deutsche Frage nach der Schuld und dem Umgang damit.

Ja, so ist das: als Designer, Zeichner. Autor, Musiker bist du immer der Depp .

Es wäre vielleicht nicht ganz meine WOrtwahl gewesen, aber grundsätzlich kann ich mich der Autorin hier doch anschliessen. Und es erinnert mich an die Zeit, als ich meine alten Bücher in die Stadtteilbibliothem brachte. Gut erhaltene, in tadellosem Zustand befindliche Bücher, kein- bis einmal gelesen. Mir wurde durch die Blume zu verstehen gegeben, dass ich die lieber auf dem Flohmarkt verscherbeln solle (eBay gab es damals noch nicht, Oma erzählt vom Krieg), da sonst bei der Inventur festgestellt würde, dass diese Bibliothek genügend Bücher habe und die Mittel für Neuanschaffungen dann im kommenden Jahr gekürzt oder gestrichen werden würden. File under #kannstedirnichtausdenkendas

Musiker waren damals irgendwie mehr Musiker und weniger attention whores, oder kommt mir das nur so vor? Und ausserdem: Hach, Neil Young.

„Wenn die deutsche HuffPo keine Agenda hat sondern nur ein Unternehmen ist, aber die meisten Autoren nicht in Geld bezahlt werden, sondern in Werbefläche für sich oder ihre Sache, dann besteht das Medium letztlich aus nichts als aneinandergeklatschten Anzeigen. Das ist nicht “Journalismus 3.0″, wie Lohmeyer es nennt, es ist haargenau das Gegenteil: Journalismus definiert sich ziemlich genau dadurch, dass er eben nicht den Inhalt des Berichts davon abhängig macht, was die Folge des Berichtes ist. Wenn ich einen Text schreibe, um damit eine bestimmte Handlung zu bewirken, ist es Werbung. Wenn ich einen Text schreibe, damit mich jemand anders bucht, für ihn einen Text zu schreiben oder einen Vortrag zu halten, dann ist es Werbung und nicht Journalismus, auch nicht Punkt null (ich möchte übrigens nie wieder hören, irgendwas wäre irgendeine Zahl Punkt null. Ich finde das affig).“

Link(s) vom 16. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 17th Oktober 2013,
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“What kind of salad are you getting?” I asked Rand.

“I wasn’t planning on getting one,” he replied.

“You have no choice.”

„Mit Haifaa Al Mansour führte außerdem erstmals eine saudi-arabische Frau Regie. Und die macht dann mit ihrem Drehbuch auch noch das, was noch nicht mal an Orten wie Hollywood & Co. selbstverständlich ist, indem sie weibliche Figuren ganz in den Mittelpunkt ihrer Geschichte stellt. Jepp, eindeutig volle Punktzahl!“

„Bereits jetzt sind die Verlage auf Anraten des Börsenvereins panisch dabei, sämtliche deutschen Pressezitate von ihren Websites zu löschen. Die entsprechenden Daten im „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ (www.vlb.de) sind schon bereinigt. Die Marketingabteilungen stellen sich darauf ein, Anzeigen künftig ohne Kritikerzitate zu gestalten – Anzeigen, nach denen sich eben die Zeitungen sehnen, die den Verlagen zuvor keinen Millimeter entgegengekommen sind.“

Die NY Times hat nach ‚Snowfall‘ erneut ein Thema multimedial schön aufbereitet. Dieses Mal eine Reise von St. Petersburg nach Moskau, durch ein Russland, das teils recht archaisch anmutet.

Link(s) vom 12. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 12th Oktober 2013,
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„In Deutschland schauen wir auf den Gewinn. In Amerika auf die Gewinnchance.“

„Jemand, der gerne Gegnerlisten auf Twitter führt, hat mich gestern auf eine Liste “rechts” gesetzt. Als ich mich letzten Monat mit der NPD angelegt hatte, haben die mich zwar tagelang belästigt, aber soweit mir bekannt ist, hat mich von denen kein Blockwart auf eine öffentliche Liste gesetzt.“

„The major labels are happy, the consumer is happy and the CEOs of the web services are happy. All good, except no one is left to speak for those who actually make the stuff.“

“Sir, please turn off the camera.”

“Ma’am, it doesn’t turn off, and it doesn’t turn on.”

„Zum ersten Mal in meinem Leben muss ich gemeinsam mit einem Polizisten losprusten.“

*hachz*

Link(s) vom 8. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 9th Oktober 2013,
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Zeitraffer des Himmels über der Sternwarte von Mauna Kea (Hawaii). Das ist wunder-, wunderschön. Ich habe das mal auf der Nachbarinsel erleben dürfen; vom Haleakalā Krater aus. Nie zuvor oder danach kam ich mir so klein vor.

Zuletzt aufgelesen:

„So eine Unverschämtheit. Wenn hier jeder etwas rücksichtsvoller wäre…“

„The gadgets attached to Fry and Davies measured their heart rates, breathing, sweat, and “various other emotional responses.” What do we learn from the experiment? For one thing, as neurobiologist Michael Trimble informs us, “music is different from all the other arts.” For example, ninety percent of people surveyed admit to being moved to tears by a piece of music. Only five to ten percent say the same about painting or sculpture.“

„The Stolperstein is a much more effective tool for memory. Here, each person, whether Jew, gypsy, gay or simply resistant to the Nazi way of thinking, is commemorated outside the building where they lived or worked. And at the bottom of each one, it is spelt out in plain text the date on which they were ‘murdered’. That’s an important use of language. Not ‘gassed’, ‘eliminated’, ‘shot’, ‘racially cleansed’ or any other language that can make you momentarily associate the act with the rows upon rows of deaths committed in the fog of war, but instead, it is put as starkly as if you or I were fatally stabbed tomorrow.“

„Das Ganze ist eine elende Plackerei – nicht so sehr das Lackieren, sondern das Abnehmen. Deshalb haben das auch zwei kräftige Herren für mich getan, denen es nichts ausmacht, 40 Kilo Heizkörper mit 60 Liter Wasser drin zu heben.“

Pioneer Woman Ree Drummond hat ihre besten Suppenrezepte für den Herbst zusammengestellt. Mein Favorit darunter ist die Mais-Chili-Suppe („Corn Chowder with Chilis“), die heizt wirklich schön ein, aber auch die Blumenkohlsuppe sieht sehr vielversprechend aus. Ansonsten empfehle ich auch mal einen Ausflug zu Herrn Buddenbohm, der bei sich drüben Zwiebelsuppe à la Stevan Paul gemacht und verbloggt hat.

„It was a time when people were talking about “the imperial presidency.” I knew very well that the 900-pound gorilla in Washington is not the presidency. It’s Congress. If Congress can get its act together, it can roll over the president. That’s what the framers thought. They said you have to enlist your jealousy against the legislature in a ­democracy—that will be the source of tyranny.“

“All you have to do is read the records of the São Paulo Forum and observe the conduct of the Brazilian government,” he said. “The friends of Luis Inácio Lula da Silva, of Dilma Rousseff and the Workers Party are the enemies of the United States: Chavist Venezuela, first with (Hugo) Chávez and now with (Nicolás) Maduro; Raúl Castro’s Cuba; Iran; Evo Morales’ Bolivia; Libya at the time of Gadhafi; Bashar Assad’s Syria.

“In almost all conflicts, the Brazilian government agrees with the political lines of Russia and China, as opposed to the perspective of the U.S. State Department and the White House. Its more akin ideological family is that of the BRICS, with whom it tries to conciliate its foreign policy. [The BRICS are Brazil, Russia, India, China and South Africa.]

„Mächtige Frauen sind momentan wie einsame, bedrohte Eisberge und solche Kommentare, die allgemeine Stimmung gegenüber diesen Menschen ist der verfluchte Klimawandel. Diese Frauen wollen einfach nur ihren Job tun und sollen sich aber doch bitte auch um ihre Frisur kümmern, den richtigen Schmuck tragen und einerseits ansehnlich aber bitte auch nicht zu attraktiv sein. Klar, kein Problem.

Solange diese Art von Respekt gegenüber jemandem wie Angela Merkel hoffähig ist, was bedeutet das für andere Frauen in verantwortlichen Positionen? Wie sehr müssen Frauen sich winden und verformen lassen, um am Ende nicht als hysterische Zicke, inkompetente Furie oder eben die Mutti der Kompanie zu gelten?“

Link(s) vom 7. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 7th Oktober 2013,
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„Wenn ich eine Kindledatei lese, dann zahle ich doppelt und dreifach: Mit Geld, Zeit und meinen Gewohnheiten. Natürlich stehen meine Nutzungsdaten auch jedem beliebigen Geheimdienst zur Verfügung. Diese Leute lesen ja noch, wie wir wissen. Oder sie lassen lesen, von Maschinen, Tage des Condors.“

„Ich bin betroffen, dass gerade einmal sechs Prozent befragter deutscher Personalchefs Vielfalt für ein Top-Thema ihrer Arbeit halten. Das deutsche Management ist viel zu homogen. In England steht Geisteswissenschaftlern eine Karriere als Banker oder Manager offen. Warum nicht auch in Deutschland? Stattdessen stellt Schmidt weiter Schmidtchen ein.“

Wunderschöne Bilder aus einem fernen, vergessenen Land vor unserer Zeit.

„When you’re a kid, intelligence can act as a sort of mild autism. Your brain leads you to different conclusions than everyone else, but you don’t have the experience yet to realize it. And so adults not in the know tend to think the smart kids are actually the slow ones.“

Link(s) vom 3. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 3rd Oktober 2013,
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  • Doppelt so überflüssig wie die FDP
    „Derzeit glauben viele bei uns, sie könnten sie die Luftfahrt revolutionieren, weil sie schon mal jemanden vom Flughafen abgeholt haben.“

Realo Pavel Mayer seziert akribisch seinen Fundi-Chaotenhaufen namens Piratenpartei. In jeder Hinsicht lesenswert. Ich war „sweet sixteen“, als die Grünen erstmals in den Bundestag einzogen, also genau in dem Alter, in dem viele Piratensympathisanten heute sind (wählen dürfen sie ja noch nicht). Ich kenne das Prinzip Hoffnung und habe gesehen, was daraus werden kann und wurde. Ich erinnere mich gut an diese Chaotentruppe und an die Kräche zwischen Realos und Fundis, die den Realos, Fischer voran, schliesslich den Weg zur Macht ebneten. Politik für 80 Millionen zu machen, und für die dahinter liegenden restlichen Millionen von Europäern, die von bundesdeutschen Politikern mitregiert werden, ob sie das nun wollen oder nicht, das erfordert Macht. Die Piraten wollen als Ganzes offensichtlich keine Macht haben und die Wähler haben das klar erkannt und ihnen folgerichtig auch keine gegeben. Es war die Chronik eines angekündigten Todes. Mayer zeigt hier viele Lösungswege auf, für deren blosse Erwähnung er natürlich in den Kommentaren gleichsam gekreuzigt wird, aber jeder dieser bekloppten Kommentatoren nagelt den Sarg der Partei nur noch fester zu.

Ich muss die Piraten nicht in der Regierungsverantwortung sehen, aber es hätte mich gefreut, wenn wenigstens ein oder zwei Nasen dieser Truppe es in die Opposition geschafft hätten. Allein schon deshalb, weil sie dann offenen Zugang zu Akten, Vorgängen und Dokumenten gehabt hätten, die Nicht-Mandatsträgern und damit der Öffentlichkeit schlicht verwehrt bleiben. Die Chance, etwas mehr dringend benötigte Transparenz in den Laden zu bringen, laut unangenehme Fragen zu stellen, sie wurde vertan. Schade.

  • Willkommen in der Bastelmuttihölle
    „Aber jetzt fragt euch mal in welchen Berufsgruppen man normalerweise glitzert. Wenn man also golden glitzernd in einem wichtigen Business-Meeting sitzt, kann das durchaus unangenehm sein. Niemand denkt bei gülden glitzernder Haut an Laternenbasteln. Bestenfalls gerät der glitzernde Elternteil in den Verdacht nebenberuflich in der großen Gala-Show des Friedrichstadtpalasts mitzutanzen… (“Laternenbasteln, Frau Cammarata, ich verstehe. Knick knack.” Mein Gegenüber zwinkert mir verschwörerisch zu und nickt.)“

Das Nuf über Dinge, die sich kinderlose Menschen nicht vorstellen können. Oder wollen. Oder sollten.

Mir fällt dazu nur dieser legendäre Tweet ein:

Link(s) vom 2. Oktober 2013

  • Veröffentlicht am 2nd Oktober 2013,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

The Shining ist nicht Kings stärkster Roman, aber wahrscheinlich Kubricks bester Film. Ich mag weder Roman noch Film besonders und bin wahrscheinlich eher auf Seiten Kings zu finden, weil ich Kubrick für eine prätentiöse Luftpumpe halte bzw. hielt und King für einen der besten gegenwärtigen Schriftsteller, der nur leider im für mich falschen Genre schreibt. Ich nehme Kubrick übel, dass er Shelley Duvalls eigentlich recht starke Figur der Wendy zum dummen Frauchen gezeichnet hat, aber das passt wohl zu ihm – er war wohl dem Vernehmen nach ein ziemlicher Frauenverächter.

Schöne Sache, das. Ich hab’s ja nicht so mit SuperheldInnencomics und ignoriere Marvel und DC weitläufig, insofern kenne ich auch diese Figur der Jane Foster und Thor gar nicht. Aber wenn es hilft, technik- und wissenschaftsbegeisterte Mädchen zu fördern und zu unterstützen, dann soll es mir nur recht sein.

  • Gefunden
    „1—2—3—CDU-Wähler. Gut, so einfach ist die Suche nicht. Ich kann etwas weiterhelfen. Ich bin einer dieser CDU-Wähler, einen haben Sie also gefunden.“„Zudem hat die Partei mit Angela Merkel eine inte­gra­tive Poli­ti­kerin, der die SPD nie­mand Adäquates ent­ge­gen­setzen kann. Kanz­ler­kan­di­daten, die ver­lauten lassen, als Bun­des­kanzler wäre das Gehalt zu niedrig, wirken wenig ver­läss­lich – vor allem, wenn sie einer Partei ange­hören, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch die weniger gut Betuchten zu vertreten.“

Tja. Das lässt sich schlecht leugnen, so ist das leider. Vielleicht beeinflusst durch den Bohai, den die US-Amerikaner und die Franzosen um ihre Präsidentschaftswahlen und den damit verbundenen Personenkult treiben, wählen wir nun auch hierzulande (emotional betrachtet) weniger Parteien als Köpfe. Und der von Frau Merkel wirkt nun wirklich nicht blöder als der von Peer Steinbrück, ganz im Gegenteil. Ich kann diesen Gedankengang „so übel geht es uns im Vergleich zum Rest der Welt nicht, Angie ist vielleicht kein Gottesgeschenk aber definitiv nicht schlechter als dieser lustlose Raffke von der Partei, die uns Hartz IV gebracht hat“ gut nachvollziehen.

 

Link(s) vom 29. September 2013

  • Veröffentlicht am 30th September 2013,
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Zwischen dem 28. September 2013 und dem 29. September 2013 aufgelesen:

„Vor allem fließt die Genugtung wie Sodbrennen durch mich, weil Blackberry als erstes eine Konzerntechnologie ist, gemacht von Konzernen für Konzerne. Weil Konzernkasper auf diese Mist vertraut haben.“

 

„Du kennst ja sicher auch nicht alle Gesetze auswendig, oder? Trotzdem gelten sie.“

Link(s) vom 26. September 2013

  • Veröffentlicht am 27th September 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Remember the utter shock you felt when, as a kid, you ran into one of your teachers at the grocery store? It was such a strange idea that your teacher needed to eat food, and that she actually left the classroom. You knew, of course, that she did eat food because you had seen her eat cupcakes that the moms sent in for birthdays, but the concept that she would actually go grocery shopping was just mind-boggling.

In some way, employers act like the third graders they once were, and are shocked (shocked!) that their employees have lives outside work. And furthermore, they not only have lives, they have Twitter and Facebook and Vine and Instagram accounts and–here’s the really weird thing–sometimes they talk about work on these accounts.“

„Wir tranken einen Kaffee vor einer Bäckerei, gelangweilte Menschen in Kaschmirpullovern neben uns. Notare, Apotheker, Verleger, Therapeuten und Chefärzte, wenn man diese Rollen für einen Tatort besetzen müsste, man hätte hier jeden Gast nehmen können. Abgesehen von meinem Wanderfreund und mir natürlich, wir wären dann eher die Verdächtigen gewesen.“

„Ich fahre zusammen, als wäre mir der Leibhaftige erschienen, als aus dem Dunkel hinter mir eine Stimme sagt: “Krieg ich auch eine?”
Mit einer Gänsehaut am ganzen Körper, so habe ich mich erschreckt, drehe ich mich um und sehe am Straßenrand fast ganz im Dunkeln einen Mann auf einem Kilometerstein sitzen. “Kann ich auch eine Zigarette bekommen?” fragt er wieder und deutet mit dem Finger auf meine Kippe.“

Link(s) vom 26. September 2013

  • Veröffentlicht am 26th September 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„For every great tweet, there could have been four insightful paragraphs, but there aren’t, and never will be, because Twitter removes my desire to write by killing my ideas.“

Ich finde a, es gibt wenig Unheimlicheres als ein leeres Schwimmbad.

„„Ich werde zu spät kommen und ALLES hat schon angefangen! Ich habe EXTRA nichts gegessen.“ „Das tut mir sehr leid. Ich entschuldige mich im Namen der SBB.“, der Kondukteur zeigt sich ruhig und routiniert. „Ausserdem habe ich ein Billett für die neue Strecke gekauft. EXTRA.“ er wedelt mit dem Billett so intensiv vor Kondukteurs Nase herum, dass ich glaube Nasenhaare flattern zu sehen.“

Link(s) vom 24. September 2013

  • Veröffentlicht am 24th September 2013,
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Portrait of a Metal Worker

Zuletzt aufgelesen:

Zum Mittag gibt es heute also einen Linseneintopf mit Würstchen, dazu ein leckeres Glas “Fantasie Getränkepulver Typ Orange” und anschließend etwas Schokolade. Alles Herstellungsdatum 1998.“

Ich kann mir nicht erlauben, erst mal einen Blick in meinen Pass zu werfen. Das hieße, ich kann das alles gar nicht mehr machen: Ich kann nicht auf den Laufsteg gehen, kein Rockstar werden oder Filme machen. Genau das habe ich aber noch alles vor.“

„Ich möchte mein Leben nicht von Angst leiten lassen.“

Link(s) vom 20. September 2013

  • Veröffentlicht am 20th September 2013,
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  • Babylon
    „Wir verstanden kein Wort. Aber ich habe meinen Vater selten so gesehen wie in dem Lokal seines Freundes. Gelöst, entspannt, fröhlich. Es war so als ob einen Teil, den man von ihm abgeschnitten hatte, plötzlich wieder da war.“
  • Ich geh Sonntag wählen
    „Ich find nicht alles uneingeschränkt super was die Piraten bis jetzt so ab- und von sich gegeben haben […] aber dieser Haufen der sich Regierung nennt braucht dringend ein paar Nerds.“
  • Fünf Tage vor der Wahl. Ein Statusbericht.
    „In den Kommentaren auf Spiegel-Online beschweren sich Menschen, dass der Berliner Tatort unrealistisch gewesen sei, weil der deutsche Jugendliche der Täter war. So was machten doch nur Ausländer.
    Und im Fernsehen erklärt eine Kanzlerin, dass sie sich persönlich schwer damit tue, Menschen gleichberechtigt zu behandeln.
    In Italien steht derweil ein Schiff wieder aufrecht. Die Reporter können jetzt zusammenpacken. Sie haben nun Ruhe bis zum Frühjahr. Dann wird das Schiff abtransportiert.“
  • Kein Fernsehen, kein Internet, kein Radio: Selbstversuch: Eine Woche Print – Medien
    „Texte, die meine Filter Bubble nicht kennt. Die mich bereicherten.“
  • Alternate Sweden
    Toll!

Link(s) vom 11. September 2013

  • Veröffentlicht am 11th September 2013,
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Statt Schwedenmöbel. I like, besonders das Gästebett.

Jo, kann man so sehen. Stimmt auch oft. Aber man kann sich bereits vollumfänglich informiert haben und trotzdem Dinge nicht verstehen, bzw. eben nicht SO verstehen, wie sie der oder die Andere meinen. Und man darf Dinge dumm, idiotisch, lächerlich und unwichtig finden und nicht verstehen, warum sie anderen Menschen wichtig sind. Und was dann? – Würde mal sagen, hier hat jemand den Unterschied zwischen „nicht verstehen“ und „nicht akzeptieren“ nicht verstanden.

Guess what: Goodreads ain’t one of ’em.

„It’s only when the customer, after truly resonating with an artist, moves from an Active Fan to a Passionate Fan that the artist stands a chance of making money.“

Amen.

Link(s) vom 8. September 2013

  • Veröffentlicht am 8th September 2013,
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Im Ernst? So scannen die bei Google Books die Bücher? Irre!

DC Comics ist ja berühmt berüchtig für die sexistische Darstellung von Frauen in ihren Geschichten und Bildern, aber das hier hat noch mal ganz neue Qualität: Nachwuchkünstler werden mit der Chance geködert, für das Label DC arbeiten zu dürfen („Break into comics with Harley Quinn!“), wenn sie (u.a.) Zeichnungen abliefern, auf denen die Figur der Harley Quinn nackt Selbstmord begeht. Das ist an Widerwärtigkeit in jeder Hinsicht wohl kaum zu übertreffen.
Drecksladen.

„So liest man sich durch die Leseproben und stößt auf einmal auf Texte, in denen kurz hintereinander das Wort “hienieden” auf das Wort “Lässlichkeit” folgt und wundert sich doch ein bisschen, wieso da keiner schon allein aus einem Verantwortungsgefühl dem Leser gegenüber eingegriffen hat.“

Wow.

Link(s) vom 2. September 2013

  • Veröffentlicht am 2nd September 2013,
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Ich sitze gerade an einem Projekt, für das ich den Parallax Effekt einsetzen möchte. Diese Liste an Plugins sieht ganz hilfreich aus.

Ja, die Frage aller Fragen: Präsentiere ich dem Kunden einen oder mehrere Entwürfe? Okay, mehr als zwei sollten es so oder so niemals sein. Ich bin grundsätzlich sehr dafür, nur einen Entwurf zu präsentieren und ihn entsprechend zu verargumentieren, allerdings fühlen sich manche Kunden unter Druck gesetzt oder ihrer Optionen beraubt, sie möchten gern aus einer Schachtel Pralinen ihren Favoriten wählen, als nur zwischen „Praline, ja oder nein?“. Ich habe schon gelegentlich für Agenturen gearbeitet, die ihren Kunden gern eine Wegwerfoption präsentieren wollten, ich sollte also mit einer präferierten und der zweiten, „wegzuwerfenden“ Idee erscheinen, was mir grundsätzlich Bauchschmerzen bereitet: wer arbeitet schon gern vom Start weg für die Tonne? Ganz zu schweigen davon, dass der Kunde eben manchmal doch lieber die Wegwerfidee haben will, oder, noch schlimmer, ein Amalgam aus beiden, was in den allerseltensten Fällen gut funktioniert und zu Ergebnissen führt, mit denen am Ende niemand glücklich ist. Wie handhabt Ihr das bei Euren Kunden?

Das wusste ich auch noch nicht: der Song dreht sich eigentlich um den Klimawandel und die Sorge vorm Ertrinken.

Ken Levine über einen Improvisationsworkshop mit dem Gott der Standup Comedy.

Hier nimmt mal jemand so richtig schön die Hysterie im Netz unter die Lupe.

Link(s) vom 28. August 2013

  • Veröffentlicht am 28th August 2013,
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Deathigner, from Deathigner.

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„Dass jeder Text autobiografisch ist, liegt sowieso auf der Hand: Der Autor der Raupe Nimmersatt ist heute hauptberuflich Schmetterling, Kafka hatte während der Schulzeit einen Ferienjob als Insekt, und Enid Blyton verbrachte ihr gesamtes Leben in einem rauschhaften Exzess aus Internats-Intrigen und frappierend dramatischen Pferdeproblemen.“

Hier fällt doch tatsächlich mal jemandem auf, daß Sportlerinnen nur gut zu vermarkten sind, wenn sie gut und sexy aussehen. (Louis de Funès: „Nein!“ – „Doch!“ – „Ooh!“) Mir fällt das ja besonders beim Golf auf, klar, das ist mein Sport und es ist, das darf ich nach über dreissig Jahren sagen, einer, in dem Sexismus nicht nur vorkommt sondern als Fundament des Sports gefeiert wird, und nicht nur in Traditionsclubs wie meinem, sondern auch und besonders in jungen Clubs und bei clubfreien Spielern. Von der Presse mal ganz zu schweigen.

Ich bin gespannt auf den Film; der Trailer sah schon mal recht vielversprechend aus und auch, wenn ich mit DiCaprio nicht viel anfangen kann, so bin ich doch hoffnungsvoll, daß Marty ihn entsprechend gepushed hat.

Ein sehr nachdenklicher ehemaliger Oberkellner über seine Midlife Crisis im Angesichts des Vaterwerdens.

Herr Buddenbohm erzählte neulich so schön über seinen Lieblingsfilm als Kind und prompt fallen mir ein paar großartige Zeichnungen des Meisters dazu aus dem Feedreader.

Für mich ist King ja einer der ganz großen Schriftsteller unserer Tage; nicht nur sprachlich und stilistisch, sondern auch inhaltlich. Ich würde soweit gehen zu sagen, wer Amerikas Menschen  verstehen will (besonders die von der zerkratzten Seite des amerikanischen Traums), der sollte Kings Bücher gelesen haben. Kings Bücher sind für mich das literarische Äquivalent zu Bruce Springsteens Liedern: kraftvoll, direkt, mitreissend, die Texte lassen einen nie kalt und „we learned more from a three-minute-record, baby, than we ever learned in school“. Wie Springsteen hatte auch King seine schwächeren Phasen (besonders Mitte der 80er, während seiner Drogensucht), aber wenn er gut ist, ist er sensationell gut und wenn er nur so mittelmässig ist, ist er immer noch besser als die meisten anderen. Wer partout keine Horrorbücher lesen mag, sollte sein autobiographisches Buch („On Writing“) übers Schreiben lesen (Deutsch: „Das Leben und das Schreiben“). Er wird es nicht bereuen. – In der NY Times gibt es nun ein Portrait seiner Familie, wo wirklich jedes Mitglied schreibt, und zwar teils durchaus auch sehr erfolgreich. Das Portrait selbst ist auch in einem lesenswerten Format, mal ganz anders als andere Portraits.

Link(s) vom 27. August 2013

  • Veröffentlicht am 27th August 2013,
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paoloanimates.com | serialtaxi.com

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„The goal of this show—as with the group’s past shows—is to expand the collective sense of what a woman is and means in the realm of art. Each artist has been asked to invite one female artist to exhibit alongside them, thus multiplying the power and vision of the group twofold. Above all, though, the hope of the artists in this exhibit is to show variety, and to continue to build community and visibility for women artists.“

Einige gar nicht mal so unglaubliche Geschichten von der Welt hinter den Kulissen.

Berichte von traditionellen Handwerksbetrieben und Gewerken finde ich immer sehr interessant. Hier geht’s um Wolle, und es ist kein Mutti-strickt-Socken-und-bloggt-1000 Worte-darüber-Content, sehr angenehm.

Link(s) vom 22. August 2013

  • Veröffentlicht am 26th August 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

„Angela Merkel domestiziert Kritik durch simulierte Freude an einem Diskurs, den sie nicht führt.“ – Carolin Emcke richtet die Taschenlampe auf Frau Merkels Blabla. Das wird davon zwar auch nicht heller, aber für den einen oder anderen vielleicht sichtbarer.

„Aber ich kann ja schlecht morgens mit dem Trinken anfangen, nur weil ich mittags ein Kürbiskernbrot kaufen will.“ – Ein Stotterer erzählt. Es liest sich lustiger, als es wohl ist.

Percanta hat eine neue Rubrik im Blog: Die täglichen morgendlichen Fragen ihres Sohnes.

#ichkaufdanicht, würde ich mal sagen.

FC Bayern-Fan Herm ist nun einer von der Mannschaft, wenn ich das so richtig gelesen habe.

Glumm erzählt recht heiter von einem ziemlich kriegsgestörten Lehrer. Solche hatte ich auch noch, obwohl ich ein paar Jahre jünger bin. (Der einäugige Mathelehrer aus Sachsen, mit dem steifen Arm. Der cholerische Musiklehrer kurz vor der Pensionierung, der schwere Schlüsselbunde quer durchs Klassenzimmer warf, wenn einer ungefragt redete. Die Lehrerin, deren Mutter in Theresienstadt umkam und die uns ausführlich erläuterte, was das für sie bedeutete. Der Biologielehrer mit dem Flachmann im Tweedsakko, bei dem schon vor der ersten Stunde die Lampen an waren und der dem Klassenclown „sowas wie dich hätte man früher vergast“ zuzischte.)

Geoff Dyers 10 rules for writing fiction.

Link(s) vom 14. August 2013

  • Veröffentlicht am 14th August 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Die Autorin Danielle Steel wird gelegentlich von (zumeist) Männern gefragt, ob sie noch schreibe. Sie findet das zurecht beleidigend und hat sich das hinter dieser Frage liegende Verhaltensmuster näher angesehen. – Ich muss gestehen, ich habe noch nie zuvor etwas von Danielle Steel gelesen; vor meinem inneren Auge tauchen bei der Nennung dieses Namens verschwommen rosafarbene Taschenbuchziegel mit einem verschlungenen Namen in Goldprägedruck  auf, die in Flughafenbuchhandlungen und vor Supermarktkassen in Drehregalen stehen und mich schlicht null ansprechen. Aber wenn ich nach diesem Blogeintrag gehen darf, dann schreibt sie nicht nur sehr erfolgreich sondern auch sehr gut.

“Wo kommen Sie denn her in Australien?” frage ich. “Aus Perth”, sagt er, und malt er mir Australien auf den Reiseplan. “Da ist Perth und da ist Adelaide und da ist Sydney und dann kann man da noch ganz oben nach Darwin. Von Perth nach Adelaide sind es 1500 Kilometer, kann man alles mit dem Zug fahren, bis oben hin nach Darwin, aber da ist Schluss.”

Anne ist Zug gefahren und hat jemanden getroffen.

Eine interessante Geschichte über Big Data auf dem Golfplatz.

„21:15: Mir fällt zum ersten Mal auf, wie ruhig die Bayern-Fans sind. Mit der Zeit schaue ich immer wieder um mich herum und denke, was ist hier los? Keiner singt, keiner klatscht, keiner bewegt sich. Ich weiß nicht, wer für diese Scheiß-Stimmung verantwortlich ist, kann es aber kaum glauben. Da spielt der Triple-Sieger vor uns im Eröffnungsspiel der Bundesliga und ich höre keinen einzigen Anfeuerungsruf des heimischen Publikums. Erst am nächsten Tag werde ich googeln und erfahren, dass es Unstimmigkeiten zwischen Fans und Vereinsführung gibt und deswegen eine Art Stimmungs-Boykott im Gange ist.“

Ich lese ja gerne Reiseberichte aus exotischen Gegenden und über wilde Völker. Der hier ist auch gut.

Schöne Schilder, gefunden von Anne.

Zeichnen – mein Setup. (Teil 1)

  • Veröffentlicht am 12th August 2013,
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Zeichnen – mein Setup. (Teil 1)

In letzter Zeit wurde ich ein paar Male gefragt, wie und womit ich denn zeichne. Meinen generellen digitalen Setup und Workflow hatte ich ja schon vor längerer Zeit mal hier verbloggt (müsste ich auch mal aktualisieren, sehe ich gerade), aber meine Lieblingswerkzeuge in Sachen Handarbeit kamen bislang noch nicht zur Sprache. Ich bekomme das allerdings nicht alles in einem einzigen Blogeintrag untergebracht, das würde zu lang geraten, und wer – ausser uns paar Designerds und -nerdettes hier – interessiert sich schon gross für Zeichen- und Malutensilien? Genau. Also los geht’s heute mit Teil eins:

Die Skizze – Lieber mit Bleistift oder doch Non-Photo Blue?

Ob Logo oder Layout, App oder Website, Illustration oder Comic: Mein erster Griff geht fast immer zum Bleistift (bei Entwürfen und Scribbles zu Websites oder Apps), bzw. zum Blau- oder Rotstift (bei allen anderen). Warum dieser Unterschied? Für die Planung digitaler Produkte wie einer App oder einer Website, wo es ums UIX (User Experience) geht, wird zumeist später direkt in Photoshop oder anderen Programmen oder gleich mit einem Editor und CSS gearbeitet. Der Strich auf Papier dient nur der ersten Visualisierung des Gedanken im Meeting und ist qualititativ nicht relevant. Es gibt Leute, die sich mit einem Stift in der Hand komplett unsicher oder unwohl fühlen und statt dessen mit relativ limitierten Tools wie Balsamiq arbeiten, die einen zittrigen Bleistiftstrich simulieren und noch vor einiger Zeit der Quasi-Standard für Mockups waren (wie und warum solche Leute dann Designer geworden sind, werde ich mein Lebtag nicht verstehen). (mehr …)

Link(s) vom 11. August 2013

  • Veröffentlicht am 11th August 2013,
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Dia de los Muertos from Whoo Kazoo on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

Interessante Ansicht einer Karte, die wir alle kennen – oder auch nicht. :)

Das geht ja immer wieder mal herum, aber ich finde es auch immer wieder interessant zu vergleichen.

Hier kann man sein Logo als Stempel bestellen. Etwas retro, etwas beknackt, etwas sehr liebevoll und schön.

Nachdem der Sharknado über uns ist: Wie können wir Surfer uns nicht nur an Land sondern auch im Wasser vor den bösen Haien schützen? Hier zwei innovative Ansätze dazu.

Die Kunst des Kartenzeichnens … diese Variante ist auch nicht schlecht!

Der eine oder andere nützliche Hack ist sicher für Euch dabei.

Teil 2 – der Fokus liegt hier sehr auf der Agenturarbeit und den entsprechenden Ksten und wird den Kunden letztlich nicht interessieren. In Teil 1 wurde neulich eigentlich schon alles Nötige gesagt.

Link(s) vom 8. August 2013

  • Veröffentlicht am 8th August 2013,
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SpyFox from SpyFox Film on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

Ein typografisch wirklich tolles, responsives HTML5 Template von Jeremiah Shoaf mit über 500 Kombnationsmöglichkeiten.

Herr Wagner war im Museum.

Über Wilders Schreibtisch hing eine Plakett mit der Frage „What would Lubitsch do?“ – Ich erweitere um „What would Wilder do?“. Hier gibt er ein paar Tips.

Eine schöne Zusammenfassung, warum das selten aus der Hüfte beantwortet werden kann und sollte. Komplett mit Checkliste.

Ein tumblog mit schönen Dingen, denen gute Typographie angediehen wurde.

“Management perspective looks at reports as resources – like how can you get the maximum value out of this person,” Stirman says. “But when I think resources, I think like natural gas or coal mines. Thinking about a person’s life that way just seemed really dehumanizing.”

Exakt. Mich erinnert der Begriff „Human Resources“ (neudeutsch für ‚Personalabteilung’) ja immer an Soylent Green.

Link(s) vom 1. August 2013

  • Veröffentlicht am 1st August 2013,
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Borrowed Light from Olivia Huynh on Vimeo.

Zuletzt aufgelesen:

„OK, so a cover illustration that features the worst human being in the history of the planet. I start by getting myself on a few NSA Hate-Group-Watch-Lists by Googling photos of Hitler and Nazi propaganda and begin working on sketches.“

Wie das Cover der aktuellen Ausgabe des Hollywood Reporter entstand.

„But typography is about more than just liking how letters look together. It is about understanding letterforms and how to merge them seamlessly.“

Carrie Cousins über type essentials.

Wir sollten alle mehr Glumm lesen.

Ich habe das Weidenmannbuch geliebt. Und Gepäckschein 666 auch. Das Hamburger Abendblatt hingegen ist, so lange ich zurückdenken kann (und ich habe es als Schülerin eine Weile mit dem Rad ausgetragen, damals, als das noch ein klassischer Schülerjob war und kein Job für Leute, die von Hartz IV leben müssen), ein jounalistisches Armutszeugnis für eine Tageszeitung in der selbsternannten Medienmetropole.

Link(s) vom 29. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 29th Juli 2013,
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„What’s clear here is that David Cameron wants people to sleepwalk into censorship.“

Wer eine Alternative zu Photoshop Actions sucht, sollte sich mal mit dem Thema Scripting befassen.

Ich habe meine Bilder nicht mit einem Wasserzeichen versehen, da ich das für relativ sinnlos erachte. Aber ich habe totales Verständnis für Menschen, die das anders handhaben. Hier gibt es ein paar gute  Plugin-Vorschläge dafür.

Das richtige Bildformat eines Films scheint für viele Menschen nicht so wichtig zu sein. Der (in meinen Augen inhaltlich sehr schlecht gealterte) Klassiker „Zur Sache Schätzchen“ wurde Opfer der Restaurierung.

Ausführliche und gute Zusammenstellung an Alternativen zu proprietärer Software.

Sehr schön.

Link(s) vom 26. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 26th Juli 2013,
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„Kinder sind entzückend, aber Arbeit auch. Gerade macht sie noch ihre Doktorarbeit, jetzt ist sie eine Art Laien-Tierpflegerin.“
Malte mal wieder. Kchkchkch.

Creezy sieht rosa.

Ken Levine regt sich nicht ganz zu Unrecht darüber auf, daß Multimillionär Spike Lee für sein nächstes Projekt eine Kickstarterkampagne fährt, um Geld einzusammeln. Zwar hat Lee offensichtlich gute Kontakte in Hollywood, aber er ist da halt aufgrund seiner letzten schlechten Entscheidungen gerade ein wenig auf der „nicht anfassen: kassengiftig!“-Liste und will wieder mitspielen. (Ich warte ja nur auf die Minute, in der Lee die Racism-Karte zieht … nein, Spike, es hat nichts mit Rassismus zu tun. Du hast einfach nur die letzten sieben Jahre totale Scheißfilme gedreht und verhältst Dich mit dieser Kickstarternummer wie ein Superarschloch, das ist alles.)

„Deutschland sicher im Netz. Das muss man einfach mal so lange laut lesen, bis alle Bedeutungen klar sind. Nie war Subtext deutlicher.“
This hat eine Art Antwort auf seine Frage an Frau Merkel bekommen.

Schöne Visualisierung der globalen Temperaturen über die letzten Jahrzehnte. Inwiefern das alles so korrekt ist und was das so aussagt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber hübsche Visualisierung, wirklich. (Ich bin manchmal so einfach zufriedenzustellen, ja.)

Der Adobe Illustrator ist der Todesplanet unte den Grafikprogrammen. Gigantisch, herzlos, eiskalt, effizient und schwer zu töten. Vielleicht finden sich ja die Blaupausen in diesen Tutorials, und wenn nicht, wird man zumindest zu einem besseren Stormtrooper.

David Finchers Fight Club ist wohl der letzte wirklich subversive Film, der aus Hollywood kam und auch, wenn er  (und die Vorlage von Chuck Palhniuk) in erster Linie junge Männer anspricht, die ca. 1975-1980 geboren sind, fühlte ich mich durchaus sehr angesprochen von einigen Aussagen darin. Was es für ein Wunder ist, dass dieser Film überhaupt gedreht wurde, wird hier angerissen. Ich empfehle die Special Edition DVD mit Regiekommentar und ausführlichen Making-Ofs für weitere Informationen.

Link(s) vom 17. Juli 2013 (Design Edition)

  • Veröffentlicht am 17th Juli 2013,
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Link(s) vom 17. Juli 2013 (Design Edition)

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„The Public Domain Review is a not-for-profit project dedicated to showcasing the most interesting and unusual out-of-copyright works available online. “

Eine sehr gute Zusammenstellung und Anleitung, wie man auch mit schmalem Budget gute Ergebnisse erzielen kann. Da meine eigenen Arbeiten in aller Regel kleinformatiger sind (max. A3) und sich mühelos einscannen lassen, habe ich mich bislang noch nicht ausführlicher mit dem Thema beschäftigt.

Hilfestellung (nicht nur) für Comickünstler_innen, wie sie ihre Werke sauber und professionell scannen können.

Eine Zusammenstellung von Plugins/Tools für eine Nachrichtenleiste auf WordPress-Blogs.
Ich finde das im Backend ja ganz praktisch („Sie befinden sich noch im Wartungsmodus!“), in der Aussenansicht verzichte ich bislang darauf, aber werde wohl demnächst mal mit dem Einsatz experimentieren, z.B. bei Preis- oder Free Shipping-Aktionen im Shop.

Ein paar brauchbare Tips und Tools für Frontendcoder/Webdesigner im Anfängerstadium, schätze ich mal.

Chris Pearson mit einem kleinen Schmankerl: dem Rechner für lesbare Typo im Web. Man gibt die Breite der Seite und die gewünschte Schriftgröße in Pixel ein und erhält Vorschläge, welche Typo geeignet und lesefreundlich wäre. Mittels eines Dropdownmenüs kann man die Alternativvorschläge gleich live anschauen und sich das passende raussuchen. Nette Spielerei und vielleicht ganz hilfreich.

Link(s) vom 14. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 15th Juli 2013,
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Design gibt‘s demnächst wieder, heute gibt’s zweimal #prism, dreimal #Gendergedöns:

„Ausprobiert, lernt – ja, man kann auch lernen, Mails zu verschlüsseln. Nein, das ist keine Einschränkung – man lernt ja auch nicht, besser mit dem Auto umzugehen, indem man es in der Garage versteckt – , also sich informiert und so seine Kompetenz erweitert.“

Sehr schöne Analogie.

„And I’m not exactly a hundred percent sure why I didn’t call it a day at that point, but…..maybe I just love turning the screw to see what happens. I gave him the bedroomy-est eyes I could muster. “What’s your name?”

Mutig? Blöd? Jedenfalls spannend und richtig.

„Dennoch stehe ich zu meiner Entscheidung: Ich bin jetzt 42 Jahre alt, seit mehr als 20 Jahren Journalistin und Feministin – und ich habe es satt „mitgemeint“ zu sein.“

Genau. Ich benutze auch oft das generische Maskulinum, und oft ist es mir egal. Aber manchmal eben auch nicht und wenn ich dann „das ist doch Sprachpanscherei“ von denselben Leuten höre oder lese, die andererseits auf das feministische Argument contra generisches Maskulinum „Sprache schafft Fakten“ mit „ist doch nur Sprache, stellt Euch nicht so an Ihr Zicken“ reagieren, dann denke ich, das sollte ich viel häufiger tun. Weil’s geht. Weil’s dasselbe ist. Bzw. weil’s dasselbe sein sollte aber eben leider noch immer nicht ist.

„Somewhere after the four month mark my confidence was starting to take a hit. The people rejecting me were business people too, how could my reasoning that I was perfect for these jobs be so different to theirs? Putting on my most serious business head I went back and scoured my CV. It was the only contact any of my potential employers or their recruitment companies had had with me. My CV was THE common denominator and if something was wrong it MUST be there.“

Autsch.

„Und wer sagt, dass in den verfügbaren Programmen, VPNs usw. nicht doch eine Backdoor steckt? Wer sagt, das in jedem Betriebssytem schon eine Backdoor steckt? Oder im Intel/AMD/Qualcomm Prozessor (alles US-Firmen), den 99.999999 % aller Menschen nutzen?“

Link(s) vom 12. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 12th Juli 2013,
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Da hat jemand sehr viel Zeit gehabt und nix zu tun. Aber das Ergebnis liest sich ganz unterhaltsam.

Dahin gucken, wohin man will. Ist wie beim Autofahren.

“Wir wissen gar nicht was unsere Grundrechte sind. Wir wissen gar nicht mehr, was Demokratie wert ist, weil es uns viel zu gut geht”

Spoiler: No.

Link(s) vom 11. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 11th Juli 2013,
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Tools für das Frontend-coding Tool Bootstrap.

Ich bin keine Frontend-Coderin, ich bin Designerin; historisch gesehen vom Print kommend, aber natürlich mit Aufkommen des WWW auch für Onlineprojekte tätig. Das heisst, ich muss mich zwangsläufig mit dem Thema Frontend-Coding befassen, schon allein deshalb, weil ich mich ja mit dem Menschen austauschen will und muss, der meine Designs dann umsetzt, aber ich kann nicht behaupten, daß mir dieser Teil der Arbeit sonderlich viel Spaß macht.

Design und Coding sind zwei komplett verschiedene Aufgabenbereiche, die zwar (im Web- und Mobile Devices Design) nicht ohne einander sein können, aber sich in Herangehensweise und Philosophie diametral gegenüberstehen. Ein begnadeter Frontent-Coder wird niemals ein mehr als okayer Designer sein und umgekehrt. Wenn aus Kostengründen oder auch nur Zeit- und Workflow-Gründen (also de facto immer aus Kostengründen) von beiden verlangt wird, die Arbeit des anderen mitzuerledigen (wobei in der Regel eher der Designer aufgefordert wird, sich das bisschen Coding anzueignen, ist ja kein richtiges Programmieren, haha), dann bringt uns das tonnenweise langweilige, in jeder Hinsicht des Wortes flache Seiten, austauschbar, auf Template-Basis, ohne Kick und Verve und Erinnerungswert, wie wir sie seit ein, zwei Jahren überall finden.

“The publication’s intention are twofold,” he says. “Firstly to be a tactile showcase for the brightest intern and unpaid talent entering the creative fields as professionals. And secondly to initiate an important debate about the current culture of internships and its potential implications for the creative industries.”

Das finde ich ja total spannend: „Blue utensils, especially, make food taste saltier“? Ich weiss, dass mir Joghurt und Ei nur vom Plastiklöffel schmecken und Milchkaffee erst nach dem Marmeladenbrot getrunken werden darf, wenn er nicht fies metallisch schmecken soll. Aber dass z.B. Essen süsser schmeckt, wenn das Esswerkzeug schwergewichtiger ist, das hätte ich nicht gedacht.

Anregungen für dichte Denker.

„Ich finde auch Stolpersteine gut, bei denen man sich runterbeugen muss, um sie zu lesen. Ich finde es gut, wenn die Gegend sich erklärt, ich finde es richtig, zu gedenken. Meine Großelterngeneration war an der Zeit, der hier gedacht wird, in der einen oder anderen Weise beteiligt. Das ist keine Geschichte des Mittelalters, das war gerade erst. Da kann man schon einmal absteigen.“

So ist es.

Link(s) vom 10. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 10th Juli 2013,
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Beatboxer gibt’s wie Sand am Meer. Dieser hier ist wirklich gut.

„My best MacGuffin, and by that I mean the emptiest, the most nonexistent, and the most absurd, is the one we used in North by Northwest.“

  • The Gray Report: Re: Wine tasting is bullshit
    „When people are uneasy, they seek validation: I’m doing the right thing. In the US, because we’re so competitive, we can’t be fully comfortable doing the right thing unless others are doing the wrong thing.“

Das hat jetzt nur bedingt etwas mit dem Artikel zu tun, aber ich finde, das ist eine schöne Erklärung dafür, warum mir extrem wettbewerbsorientierte Menschen ein Greuel sind, bzw. ich mit solchen Menschen nicht viel anfangen kann. Gewinnen wollen, okay. Aber das ist nicht dasselbe wie die anderen verlieren sehen zu wollen.

Link(s) vom 9. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 9th Juli 2013,
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This article leads you through the basics, and then arms you with the information you’ll need to pick the best responsive image solution for your situation.

„Quentin Tarantino hat zwei Filme gedreht, die ich mir wieder und wieder ansehen kann, zwei Heuler, zwei Kracher des Jahrzehnts, Pulp Fiction und Jackie Brown, der Rest ist Müll.“
Mein Reden. Wobei ich Pulp Fiction auch nicht viel abgewinnen kann. Jackie Brown ist Tarantinos bestes Werk, vermutlich, weil die Vorlage nicht von ihm ist sondern von Elmore Leonard. Go figure.
Aber Glumm schreibt auch verdammt gut.

„Es ist ein Vielfrag!“

Alexander über PGP etc. Vgl. dazu auch diesen Text hier. Ich finde ja, unsere Qualitätsjournallie demonstriert in weiten Teilen gerade ganz fabelhaft, warum wir sie nicht brauchen. Obwohl wir sie bräuchten. Also, prnzipiell. Nur haben wir keine. (Notiz an mich: demnächst mal meinen Schlüssel ins Impressum stellen.)

Link(s) vom 8. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 8th Juli 2013,
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Link(s) vom 4. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 4th Juli 2013,
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Happy Birthday, America.

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„Das “sonst” habe ich dann nicht mehr erfahren, denn der Mann war reflexartig mit dem Kind zum Auto geflüchtet. Woraufhin die Frau seelenruhig ein ihr genehmes Glasmuster auswählte und sich mit einem „So klappt das immer“ verabschiedete.“

Gru.Se.Lig.

„Was passiert eigentlich, wenn wirklich mal was Ernstes passiert? Die Empörungsfähigkeit mancher Staaten (und ich meine damit nicht die USA alleine) scheint sich nur noch zwischen “Übermäßig durchdrehend” und “Komplett wahnsinnig” zu bewegen“.

Don Dahlmann schreibt ziemlich klug über die irre Tendenz zum Durchdrehen und Hyperventilieren. Und ich für meinen Teil empfinde das nicht nur bei unseren Politikern und Journalisten unangenehm sondern auch bei unserer selbst ernannten Netzelite. Unter #EPIC FAIL!!!1  tun wir’s ja selten, das sieht man auch sehr schön an dem aktuellen Alarm um Gaucks ZDF Statement, z.B. bei Netzpolitik. Da wird ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen und sich über Gauck lustig gemacht, ohne etwas Sinnvolles entgegenzusetzen. Seine Aussage ist in der Sache ja absolut richtig, oder? Und man darf vielleicht auch mal darüber nachdenken, daß er sich nicht an uns Nerdettes und Geeks wendet sondern an 80 Millionen Leute, deren Wissen und Erfahrung sich aufs E-Mails ausdrucken und bei Zalando shoppen beschränkt.

„Wir hatten an der Kasse des Outlets erst lange warten müssen, weil dort nur eine einzige Auszubildende einer großen Gruppe Kaufwilliger ausgeliefert war. Unmittelbar vor uns hatte eine Frau zwei Paar Schuhe ausgesucht, bei denen sich an der Kasse herausstellte, dass das eine wohl doch nicht herabgesetzt war. Oder vielleicht ja doch… oder nicht… ist denn keine Kollgein da, nein… ach, dann lass ich das Paar hier können Sie das bidde zurückbongen… ich weiß aber garnicht so genau, wie das…“

Thies war einkaufen.

„Another is former actress Hedy Lamarr. In addition to being a huge movie star in the ‘30s, ‘40s, and ‘50s she also invented some frequency hopping device that serves as the forerunner of Wifi and Bluetooth and prevented the enemy from detecting our torpedoes. Let’s see Kim Kardashian do that.“

Ken Levine darüber, daß man sich jederzeit komplett karrieretechnisch selbst neu erfinden kann und sollte. Mit prominenten Beispielen. :)

„No customer can be more important than a good product.“

Sehr guter Beitrag, warum es sich lohnt, Nein zu sagen. Gilt nicht nur für Produktdesign bzw. -entwicklung.

Link(s) vom 3. Juli 2013

  • Veröffentlicht am 3rd Juli 2013,
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„Saffer’s current favorite microinteraction is in the Waze navigation app: “When I leave work, get into my car, and launch Waze, it asks me, ‘Are you going home?’ I never had to tell it that at a certain time, in a certain place, that’s where I usually go, but it observed my routine and makes a smart suggestion.” His least favorite is the smiley face that Gmail displays when you have no new mail in your inbox. “It’s a weird tone for an event that’s not necessarily positive. ‘No one likes you, you’ve got no mail…but have a great day!'”“

„Das Internet ist für die Politik – quer durch alle Kontinente und Länder und quer durch alle Systeme – ein willkommenes Kontroll-Tool, im übrigen aber ein Störfall. Das Internet macht Politik anstrengend.

„Design is problem solving, design is communication, and design is selling your work. When we, as designers, confuse the public by briefly saying design is simply window-dressing when we’re unsatisfied, we’re providing a disservice to ourselves.“

Sehr schöner Beitrag zum Thema unverlangte Redesigns – was bringt Leute dazu, Apples iOS Interface einfach mal so neu zu gestalten, ohne den Hauch einer Ahnung zu haben, wie Briefing, Produktfunktionalitäten etc. aussahen?

Matt Kohr erzählt in seiner fabelhaften Rob Lowe Stimme über die (Wieder)Entdeckung der Langsamkeit beim Malen.

„Ich habe noch einen richtigen Computer (also einen mit Laufwerk), weswegen “AutoRip” für mich eher einen theoretischen Nutzen hat. Mir greift das Konzept aber auch noch nicht weit genug — ich will das Gleiche für Bücher!“

Genau. Mir ist auch nicht so ganz klar, warum das bei Musik geht und bei Büchern nicht.

Link(s) vom 27. Juni 2013

  • Veröffentlicht am 27th Juni 2013,
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Dass man das wirklich noch erwähnen muss, finde ich ja traurig. Bei Kunden könnte ich noch verstehen, wenn sie sagen „wir haben keine Zeit/Budget fürs Kritzeln“, die wissen es nicht besser und es liegt an uns, sie aufzuklären. Dass sich Entwickler vielleicht nicht trauen, etwas zu skizzieren, sondern lieber über grundsätzlich brauchbare, aber extrem limitierte Tools wie Balsamiq etc. benutzen: nachvollziehbar, wenn auch schade und am Ende meist erkennbar. Aber daß es Designer gibt, die – egal ob für Web, Print, Packaging – nicht zuallererst zum Stift greifen und skizzieren, wie das fertige Produkt aussehen soll? Das ist mir völlig unverständlich.

Eine Liste beliebter Projektmanagement Tools, gruppiert nach den relevanten Bereichen.

Es gibt mehr Schriften als Helvetica da draussen. Und nein, ich meine nicht Arial.

„Project ZXX is my humane contribution and homage to the activists, artists, and designers who have been actively fighting for our civil liberties.“

Link(s) vom 20. Juni 2013

  • Veröffentlicht am 20th Juni 2013,
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Zwischen dem 11. Juni 2013 und dem 20. Juni 2013 aufgelesen:

Sie schmeckt so fad zum Schokoflan
Sie schmeckt auch fad auf Eis
Doch ganz egal, die Sternfrucht ist

Ein geiler Dekoscheiß

“ (Giardino in den Kommentaren. *hachz*)

  • A day in the life of a… Games Designer
    „My advice hasn’t really changed in 17 years. If you are passionate about it then you will find a way that works best for you. There isn’t a sure fire way to break into the industry. You won’t if you don’t try.“
  • Die Kaninchenverschwörung von Köln
    „Die Kaninchen schienen zu wissen, was das Band zwischen mir und dem Tier bedeutete, saßen in größeren Gruppen wenige Meter vor uns auf der Wiese, zeigten uns die Nase und, ich schwöre, lachten uns aus. Der Hund konnte nicht glauben, dass er sich das ansehen musste.“
  • 11 Reasons Why Your Music Self-Promotion Isn’t Working
    „If your music submissions say anything along the lines of “powered by…”, you can expect little to no results. I’ve been added to lists by companies like these without so much of a “Hello” or “Would you like to be added to our recipient list?” You know what that’s called? Spam.“ (NB: Gilt auch für jedes andere Produkt in jeder anderen Branche.)
  • Documentary about Cartoonist Charles Addams
    Eine Videodoku über den schrägen Erfinder der noch schrägeren Addams Family.

Link(s) vom 3. Juni 2013

  • Veröffentlicht am 3rd Juni 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • 16 Most Amazing Parallax Websites
    Der Parallax Effekt im Webdesign beschreibt die Visualisierung eines Themas auf zwei Ebenen. Hier gibt es eine schöne Sammlung von Seiten, die diese Technik perfektioniert haben.
  • Retro Moderinist Artwork in Illustrator and Photoshop
    Ein Tutorial, das auch schön das Zusammenspiel von Illustrator und Photoshop zeigt. Wer diese Art von Illustration mag und sich fragt, wie sie heutzutage (also am Computer) entsteht, kommt hier auf seine Kosten.
  • The Website Redesign Conversation You Should Be Having With Your Clients
    D
    as typische Briefing der Kunden enthält mit Glück eine oder zwei Antworten auf die Fragen hier. Sie alle zu stellen und nachdrücklich auf aussagekräftige Antworten zu drängen ist natürlich die Aufgabe des Designers, will man sich nicht später auf clientsfromhell.net wiederfinden.
  • On the sale of tumblr | Dear Coquette

    „Tumblr has always been a sloppy mess. It’s a treehouse for the cool kids. It was slapped together in the backyard of the internet by amateurs who were just figuring out how to use a hammer and nails. There’s spray paint on the walls and a pile of porn in the corner next to a boom box and the stoner kid’s bong. We all come up here to escape our boring lives and our annoying parents and listen to music and make out with each other. We feel like it’s ours, even though it’s been in someone else’s yard the whole time.“

    Ich muss gestehen, ich habe tumblr nie verstanden. Eine Bloggingplattfrom wie tausend andere auch, nur daß man als Nichtmitglied nicht kommentieren kann?  Ich habe dort etwas herumgespielt und bin dann schnell wieder davon abgekommen.

  • Out now: Logbuch Vietnam
    Der Stilpirat war ja zu Beginn des Jahres in Vietnam und hat dort fotografiert. Nun ist sein Buch draussen und er macht ein Angebot, daß man nicht ablehnen kann: free shipping (für eine Weile).
  • TinyPNG – Compress PNG images while preserving transparency
    Ein gutes Tool um PNGs zu verkleinern und damit die Serverbelastung zu reduzieren.
  • Colors in Lord of the Rings
    Hier ist schön dargestellt, wie die einzelnen Szenen in der Herr Der Ringe Trilogie dem Farbspektrum folgen.
  • Designing a level
    Einblick in die Arbeitsweise eines Spieledesigners.
  • Ich will keinen Medientrailerpark, ich will ein mediales Schlaraffenland
    Journelle sagt was zum Thema Medien und das ist ganz und gar lesenswert.
  • Pausenhofscheisse
    Orbis Claudiae hat sich überwunden und schliesslich doch mal diese Klumsche Supermodelschau angesehen. Und ausgeschaltet.
  • Langeweile am Sonntag nachmittag? Nicht hier!
    Kitty Koma berichtet von vorderster Front.
  • Was eine Pension in Regensburg mit Informatikunterricht in Hamburg zu tun hat
    Christian erklärt uns mal anschaulich, warum das mit der Informatik doch in die Schule gehört.
  • Life After Kickstarter: 5 Costly Lessons From A Kickstarter-Backed Designer

    „For Fawcett, the last year has essentially been the process of discovering all those little places where things can go wrong. It was a crash course in everything it takes to put a product in a customer’s hands–and an education in how that can end up being so expensive. “I finally understand why the retail cost of a product is so much more than what the manufacturing cost is,” he says.“

    Sehr schöner Artikel über eine erfolgreiche Crowdfundingkampagne auf kickstarter.com und mit welchen unerwarteten Tücken der Erfinder zu kämpfen hatte auf dem Weg zum fertigen Produkt und der Auslieferung an die Investoren.

Link(s) vom 2. April 2013

  • Veröffentlicht am 3rd April 2013,
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Zwischen dem 27. März 2013 und dem 2. April 2013 aufgelesen:

  • SINNRAUM
    „Dann fragte ich die Gymnasiallehrer („einen mit IQ 110“), wie sie sich nun die Zusammenarbeit mit einem hochbegabten Schüler vorstellen, der zum Beispiel einen IQ von 140 hat. Ist es dann nicht so, dass jemand mit IQ 140 einen anderen mit IQ 110 für entsprechend „unterbelichtet“ hält?“

Herr Dueck stellt mal wieder kluge Fragen. Lesenswert.

Das ist eine sehr gute Idee, die sich wirklich mal rumsprechen sollte. Genau wie die aus meiner Lieblingstweets-März Liste nebenan – einfach mal dem Obdachlosen eine Tageskarte für den ÖPNV spendieren, wenn’s arschkalt ist und die Schergen mal wieder ihre Macht demonstrieren und einen Mitmenschen erfrieren lassen wollen.

  • The New York Times should be ashamed, but only for pandering to idiotic Twitter outrage
    „The New York Times was today pressured into changing the tone and content of an obituary, by a relatively small blip of Twitter outrage. There was no factual inaccuracy in the original piece, no libel, not even an offensive opinion. People on Twitter were just mad that the writer didn’t present a successful women’s achievement in the precise order the crowd felt was most respectful.“

Die Schwarmdummheit in voller Fahrt. Und dann fragen sich einige, warum „uns“ keiner ernst nimmt. #Seufz.

  • Wo der Helikopter noch landen kann, ist es für den Hubschrauber schon zu eng « ReLü
    „Ein Untertitel, der für eine Sekunde eingeblendet wird, soll nur zehn Zeichen lang sein. Und mit zehn Zeichen kommt man nicht weit. In zwei Sekunden dürfen es schon bis zu 30 Anschläge sein, in drei Sekunden 50. Erst wenn vier bis fünf Sekunden zur Verfügung stehen, soll die maximale Zeichenzahl eines Untertitels (zwei Zeilen à 40 Anschläge) ausgeschöpft werden, sonst kommt der Zuschauer im Kinosessel mit dem Lesen kaum hinterher.“

Als jemand, die jeden Film wenn irgend möglich im Originalton sieht, auch wenn sie keinen Schimmer von der Sprache hat, bin ich in exotischen Fällen wie z.B. koreanisch oder kantonesisch auf zumindest englisch- oder französischsprachige Untertitel angewiesen. Da ich andererseits schon häufig „auf Zeile“ texten musste ist mir aus eigener Erfahrung klar, daß man da gelegentlich kreativ werden muss, um den Sinn in eine passende Form zu giessen. (Da ist Twitter übrigens ein hervorragendes Lern- bzw. Lehrmedium. Was alles kreativ in 140 Zeichen passt, ist unglaublich, wenn man es nicht selbst versucht hat.)

Wie man das bei dialoglastigen Genrefilmen angeht (und wie kümmerlich das bezahlt wird), davon wird hier erzählt. Spannend.

Links vom 14. März – Designer Edition

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Ich will die Links zu Designthemen jetzt gerne thematisch extra zusammenfassen. Hier die Erstausgabe:

  • Rob Walker: Thanks to a rental car, I had a panic button in my pocket. It made me tense.
    „Instead of a comforting signal of safety, the panic button was a constant irritant, making me slightly tense.“
  • Field Study | Stop Stealing My Style, Bro.
    „Design is slowly developing a community of open source minded folks who freely share those useful but non distinct little bits. To be comfortable passing along your files, sharing your secret layer styles, and revealing how the sausage is made takes confidence that you add value at a higher level than the execution layer of a project. Execution is technical, it can be learned, shared, and repeated. The product level decision coming into that execution are where the real value lies.“
  • tinytype
    „A compatibility table showing the available default system fonts across different mobile platforms“
  • Everyone Knows Print Is Dead. Which Is Why NSFWCORP Is Launching A Print Edition
    „Not only does print provide a far better experience for reading long form but it also offers true platform agnosticism (available to anyone with v1 of “eyes”) and for a variety of complicated human reasons, it improves data retention and adds more credibility and heft to serious reporting. Oh, and back issues of print publications will still be here in 100 years when the digital archive of your favourite magazine has crumbled to dust (yes it will).“

Link(s) vom 14. März 2013

  • Veröffentlicht am 14th März 2013,
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Zwischen dem 9. März 2013 und dem 14. März 2013 aufgelesen:

  • Verweigerung der Keimzellenvereinnahmung
    „Als Bürgerin erwarte ich, dass der Lebensstil-Heterogenität meines Landes Rechnung getragen wird. Ich möchte nicht, dass Menschen, deren konservativ-christlicher Lebensentwurf mir fremd ist, bestimmen, was besonders förderungswert ist. Die Tatsache, dass mein Lebensstil gerade diese Leute vor Freude in ihre moralinen Hände klatschen lässt, ändert nichts daran.“

Journelle sieht sich nicht als Keimzelle der Republik.

  • Google Reader lived on borrowed time: creator Chris Wetherell reflects
    „If in the early 2000s, Web 2.0 companies were building platforms that wanted to work with each other, today, we have platforms that are closed.  We live in the world of silos now. Twitter and Instagram have broken up. Facebook is the Soviet Union of the modern web. The new systems don’t offer RSS or feeds.”There is no common language of sharing,” he bemoans. And rightfully so!  And unless we have web giants speaking the same language of sharing, there seems to be no future of aggregation.“

Google beweist eindrücklich, warum ihre scheinheilige „Rette dein Netz“-Kampagne so peinlich fehlbenannt war. Google ist nicht das Netz und hat null Interesse daran, daß Nutzer ins Netz gehen, bzw. nicht über Google ins Netz gehen. Oder Google nicht ins Netz gehen?

Gnihi!

Minimalismus wo man hinschaut. Der hier schreibt etwas sehr von oben herab, aber hat trotzdem die alte Fight Club Regel entdeckt: The Things you own, end up owning you.

Link(s) vom 4. März 2013

  • Veröffentlicht am 4th März 2013,
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Zuletzt aufgelesen:
  • Im publizistischen Würgegriff «
    „Dabei wird ein systemimmanentes Problem augenscheinlich. Was passiert eigentlich mit unserem politischen System, wenn es dort mal um die ureigensten Interessen der “unabhängigen” Presse geht? Wer kontrolliert eigentlich die vierte Macht im Staate? Die Antwort ist erschütternd.“

Ich stimme ja nicht oft mit MSpr0 überein, aber bei diesem Artikel wusste ich gar nicht, was ich zitieren sollte. Hätte ich alles 1:1 übernehmen können.

  • It’s Nice That : A thrilling peek into the sketchbooks of over 80 great cartoonists
    „The revelations in sketchbooks can make the creator vulnerable – stripped bare of glossy finish, we can all look a bit rough – and it’s interesting in a book like this which pages the artists chose to present. Some use their pages to practice, others to fantasise. Some show obsessive neatness, others get messy. The ones that show process are fascinating to follow, and their annotations are exciting to decipher. But the pleasure of this book mainly comes from the feeling that seeing cartoonists trawl faint blue pencil for the perfect line to ink is akin to being let in on a great secret.“

Ein schönes Buch, das ich mir gleich mal auf die Wunschliste gesetzt habe.

Wer hätte das gedacht?

Ein Blick hinter die Kulissen des Gestaltungsentwurfs für John Mayers letztes Albumcover.

  • Abigail
    „But as he was feeding with my younger daughter one morning, Marlboro Man found a calf lying on a solid sheet of ice. It had just been born, and though its mama was nearby, the calf just couldn’t get its footing and was flailing on the ice, getting colder and colder by the second.“

Pioneer Woman Ree Drummond mal ohne lecker Rezept, dafür mit Awwww-Flauschcontent. Das Leben auf einer Ranch ist wohl kein PonyZuckerschlecken.

Genau.

  • Die Polemiken des Wandels
    „Ich muss aufhören über Software und Hardware zu reden. Die Technologie-Diskurse führen uns nirgendwo hin. Wir müssen über die Werte reden, für die wir das Netz und seine Erweiterungen nutzen wollen. Alles andere ist irrelevant. Technik allein bewirkt rein gar nichts. Nichts im Guten und nichts im Schlechten. Und noch wichtiger ist die andere Seite der Medaille. Technik kann sich nicht auf eine “neutrale” Position zurückziehen.“

Lesenswertes über Technik und das Netz und warum das nicht unbedingt so wichtig ist.

  • Innereien, im Allgemeinen
    „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Wir essen gern, was wir nicht erkennen. Wir lassen uns auch falschen Fortschritt, falsches Fleisch und falsche Nähe verkaufen. Unser Leben wird zur wohlfeil inszenierten Doku-Soap in der ungelernte Laiendarsteller die Rolle unserer Nahrungsmittellieferanten übernehmen und wir unsere Partner casten.“

Ein guter Text zu den ganzen Lebensmittelskandalen.

  • Nacho – The blog
    „Futura, it’s a lovely font, designed by Paul Renner in 1927. Became to be one of the best geometric typefaces ever created. Today there are so many versions and it’s hard to decide which one to use.“

Na, auf welche Variante steht Ihr?

Der etwas andere Artikel über „wir müssen reden“.

Das Video heute ist Trixie Whitley mit „I need your love“ in der unplugged Version auf dem Dach des Studio Brussel. Die Dame war letzte Woche in Hamburgs Prinzenbar zum Konzert und das war großartig und es dürfte wohl das letzte Mal gewesen sein, daß sie in solchen Winz-Clubs aufgetreten ist, so wie ihr Debutalbum gerade durch die Decke geht.

Link(s) vom 24. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 24th Februar 2013,
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Zwischen dem 22. Februar 2013 und dem 24. Februar 2013 aufgelesen:

  • Fiery Joe
    „The flowers strewn on the floor of Whistler’s painting were seen as connoting “deflowering,” and the wolfskin rug, with its open-mouthed face looking directly at the viewer and with a woman standing dominant over it, seemed nothing less than carnal.“

Die spannende Geschichte der Muse und Geliebten von James Whistler, Joanna Hifferman.

  • Geheimdienst: In Heimlichheim
    „Der Dienst braucht die besten Experten zu sehr spezifischen Phänomenen wie türkischen Marxisten oder russischer Wirtschaftsspionage, aber er kann ihnen nur ein Umfeld bieten, das eher an das Großstadtrevier im Vorabendprogramm erinnert als an die spannungsgeladene amerikanische CIA-Serie Homeland. Eigentlich verlangt der Beruf des Verfassungsschützers geistige Beweglichkeit. Viele Mitarbeiter aber sind verbittert. Sie vermissen Feedback, Kreativität und Austausch. Einer formuliert es so: »Ich sehe viele blutleere Leute.«“

Ich sehe eine überflüssige Behörde.

  • Essen ist fertig!
    „Das populäre Argument „aber Wenigverdiener können sich doch nur Fertigfood leisten“ halte ich für Unsinn. Wer sich nur ein bisschen kundiger macht, die Packungstexte liest, sich mit den elementaren Zutaten und Inhaltsstoffen vertraut macht oder – wenn die Motivation da ist – auch mal selber was kocht oder zubereitet (oder auch nur Rezepte liest, um zu verstehen, was in bestimmten Rezepten eigentlich idealerweise drin sein sollte), kann der Foodmaskerade der Industrie schon sehr weiträumig (und preiswert) aus dem Weg gehen.“

So ist es.

  • Zoë Beck zur Amazon-Debatte
    „In der einen Buchhandlung in meinem Ortsteil verachtete man Krimis ganz allgemein, Taschenbücher jedoch im Besonderen, und als ich einmal nach einem Titel fragte, der ebenfalls aus meinem damaligen Verlag stammte, murmelte man etwas von qualitativ minderwertig. In der anderen Buchhandlung wurde ich fast bespuckt, als ich Margit Schreiners „Haus, Frauen, Sex“ bestellte. Zitat: „Ist das so ein dreckiges Buch? Na, mich geht’s ja nichts an.“ Genau! Es geht sie nichts an! Sie soll es mir bestellen, und nicht mich aus dem Laden vergraulen, oder sollte ich sagen: ins Internet schicken. Ich kaufe ein Buch, die Buchhändlerin nimmt es mit spitzen Fingern auf und sagt: „Sicher einpacken, das ist doch ein Geschenk oder?“ Wenn ich sage: „Nö, wollt ich selbst lesen“, lässt sie mich dann das nächste Mal noch in den Laden? Ja, aber sie bedient mich nicht, jedenfalls nicht aktiv.“

Das ist mir so noch nie passiert, das kenne ich nur aus Plattenläden. Aber ansonsten hat Frau Beck hier größtenteils Recht.

  • Dieseldunst – The wolf with the red roses.
    „Ich bezahle einen Preis für eine Ware. Und ich bezahle dazu neunzehn Prozent, unter vielen anderen Steuern, daß sich ein Haufen Leute darum kümmert, daß alles mit rechten Dingen zugeht. Und für mich zeigt sich hier vor allem eines: Ich bezahle für Aufgaben, die nicht erledigt werden. Ich bezahle dafür, daß sich die Leute eben nicht überlegen, wie man diese Wirtschaft in Bahnen lenken kann. Sagen Sie mir nicht, das sei nicht möglich: dann dürfen Sie mir auch nichts vorwerfen.“

Der Dieselwolf weist darauf hin, daß wir uns nur bedingt an die eigene Nase fassen müssen als Verbraucher_innen. Schliesslich haben wir gewählte Politiker, die sich verdammtnocheins darum kümmern sollten, daß wir keine medikamentös verseuchte Schlachtabfälle essen müssen.

  • Geheime Geschenke.
    „Mein Handy klingelt. Meine Schwiegermutter ruft an.
    Vor Schreck lasse ich das Handy fallen. Ich gehe bei uns zu Hause nie ans Telefon – es ist fast immer für meine Frau. Wenn man mich erreichen will, muss man das mobil tun. Sie will also explizit mich sprechen.“

Hihi!

 

Das Video heute ist eine liebevoll gestaltete Autojagd en miniature. Sehenswert!

Link(s) vom 20. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 20th Februar 2013,
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Zwischen dem 17. Februar 2013 und dem 20. Februar 2013 aufgelesen:

  • Anmerkungen zur Social Media Week Hamburg
    „Wie damals, als das Internet neu war und jeder einen vierwöchigen Webdesign-Kurs besuchte, damals war auch klar, dass ein solcher Kurs nur ein absolut rudimentären Wissen vermittelt.“

Ich erlaube mir da einen kleinen Einwand und einen Nebenpfad. Als das Internet neu war und jeder einen vierwöchigen Webdesignerkurs vom Arbeitsamt aufs Auge gedrückt bekam, der ein paar Jahre zuvor einen vierwöchigen DTP-Grafikerkurs vom Arbeitsamt aufs Auge gedrückt bekommen hatte, da gaben diese Webdesignkurse geschäftstüchtige Leute, die sich genau sechs Wochen länger mit Webdesign beschäftigt hatten. Es gab kein Webdesign (wir hatten ja nix), das WWW war frisch erfunden und entwickelte sich erst – genau wie dieser Social Media Kram, den gibt es auch erst seit 2005, aber der ändert sich fast noch rasanter jeden Tag. Webdesign auch, aber da ändern sich nur die Werkzeuge. Am Ende soll alles so schön aussehen wie im Print, also dem Zeug, das gerne mal als Totholz verunglimpft wird. Print ist das Vorbild, und jetzt, wo mit Web Fonts endlich das Korsett von Arial, Helvetica, Georgia, Monaco gesprengt wurde, kann sich Webdesign langsam zu etwas eigenem entwickeln.

Wer 1992 zum DTP-Grafiker umschulen musste weil es seinen ursprünglich erlernten Traditionsberuf des Setzers nicht mehr gab, nahm einen Fundus an überliefertem Wissen mit, das die Jungs von Quark, Aldus und Adobe händeringend in ihre tolle neue Software zu pressen versuchten (bis heute eher so mittelerfolgreich). Der Schüler hatte enormen Wissensvorsprung vor dem Lehrer bzw. dem neuen Handwerkszeug, das er zu Recht als völlig inadäquat ansah. „Ihr habt eine ganze Branche plattgemacht, und wofür, für das?“ DTP-gedruckten Broschüren, Plakate, Anzeigen etc. sah man an, daß hier wohl gewollt, aber nicht gekonnt wurde. Die Ergebnisse waren nicht Fisch, nicht Fleisch – besser als hektografierte oder fotokopierte Kollagen, aber qualitativ einfach nicht zu vergleichen mit herkömmlichen Druckverfahren.

Social Gedöns aber hat keine Vorbilder. Die wahlweise synchrone oder asynchrone weltweite Kommunikation auf vielen Kanälen gleichzeitig, mit tausenden von verschiedenen Regeln, Stilmitteln, Möglichkeiten und ohne jede Garantie, daß die Plattform der Wahl morgen noch existiert ist mit nichts in der Geschichte der Menschheit zu vergleichen. Wer heute also einen Webdesigner oder Social Media Kurs besucht, ist zu blöd zum googeln und zu unwillig, selbst nachzudenken und aus seinen eigenen Kommunikationserfahrungen – online wie offline – die nötigen Schlüsse zu ziehen.

  • Tumblr Is Not What You Think | TechCrunch
    „Tumblr proves that the issue is less about public vs. private and more about whether you are findable and identifiable by people who actually know you in real life.“

Ich bin mit Tumblr aufgrund ihrer mangelhaften Suchfunktion und dem nonexistenten Kommentarsystem nie so recht warm geworden, und nun weiß ich auch, wieso nicht: Da will gar keiner gefunden werden! Der Wahnsinn hat Methode!

Nützlich. Auch für Nicht-Autoren.

  • Want Higher Productivity? Stop Treating Employees Like Children | TIME.com
    „The reality is, some people need absolute silence and can concentrate on a project for hours without taking a break. Other people work better with music and with frequent interruptions, be it with other humans or the Internet. Some work best in an office environment. Others work best at home. Some people do their best thinking in the morning. Others are brilliant only after 10 p.m.“

So ist es. Glücklich, wer seine Arbeitszeit nach seinem Rhythmus frei einteilen kann oder wenigstens eine verständige Geschäftsleitung hat, die einem die nötige Freiheit lässt, so produktiv zu arbeiten daß es für alle ein Gewinn ist.

Ich trauere dem Monopol hinterher. Post zweimal am Tag, Briefe für fünfzig Pfennige, Telefonzellen an jeder Ecke, man kannte seinen Paketboten und seinen Briefträger, die Post machte früh um 7:30 Uhr auf und um 18 Uhr zu und der Brief war am nächsten Tag beim Empfänger und wenn nicht, konnte man einen Nachforschungsantrag stellen und sicher sein, daß sich der Schlingel nur hinter einem Postsack verfangen hatte und gefunden werden würde. Telefonieren kostete im Ort fast nichts (in meiner Kindheit konnte man den ganzen Tag für 20 Pfennige ein Ortsgespräch führen, später gab’s nur noch 8 Minuten für 30 Pfennige, was zu einem Aufschrei der Empörung führte) und Ferngespräche verlagerte man auf Sonntags, da war es billiger. Internet gab es über die Ortstarifwahl zu einer Mailbox, später über Knotenpunkte von CompuServe oder GEnie, noch später über AOL, aber da war der gelbe Riese schon ins Wanken geraten.

Das alles wurde abgeschafft, zerschlagen und privatisiert, weil es den Steuerzahler zu viel Geld kostete und nicht länger finanzierbar war. Wo die eingenommenen Milliarden geblieben sind, will niemand so genau wissen, der Steuerzahler ist heute ärmer dran als je zuvor und der Service so schlecht wie nie, die Postbeamten sind tot oder fast ausgestorben, an ihre Stelle sind Leiharbeiter a.k.a. Mietsklaven und Subunternehmer getreten, die es für 1,50 €/Stunde naheliegenderweise einen Scheiss interessiert, wo dein Brief gerade ist und dein Paket gar nicht erst ausliefern, weil sie sonst ihre Zeitvorgaben nicht schaffen, die ihnen irgend ein pickeliger, sesselfurzender Unternehmensberater Anfang zwanzig vorgegeben hat („KPMG – Kinder Prüfen Meine Gesellschaft“). Zum Trost wurden Packstationen erfunden, in denen der Depp Kunde dann sein Paket selbst abholen darf, für dessen Zustellung er mindestens 4 Euro nochwas gezahlt hat. Die Packstation lässt sich nur mit Plastikkarte und Handy öffnen. In manchen Gegenden kann man auch den Rocker fragen, der gerade sein Bier gegen die unteren Fächer schifft, ob er einem mal kurz den Baseballschläger leiht während man seine Bierdose hält – nämlich wenn das verdammte Ding mal wieder kaputt ist und man nicht an den dringend benötigten Inhalt kommt.

Ich vermisse das Monopol, wirklich.

  • Mainz, den 18….
    „Eines aber muss ich Ihnen lassen: Ihr System funktioniert prima! Zwanglos herumstöbern, ein Buch aussuchen, bestellen, es in einem oder zwei Tagen portofrei in Händen halten – großartig!Leider sind Sie damit nicht allein auf weiter Flur. Wir haben dieses System in Deutschland schon seit langem, bis hinein ins kleinste Dorf. Es nennt sich: der Buchhandel.“

Der zweite Verleger kündigt Amazon. Mich freut das, auch wenn die Zyniker lästern es brächte nichts. Es bringt dem Verleger sicher etwas, und anderen macht es Hoffnung und vielleicht Mut. Amazon ist nicht vom Himmel gefallen, es ist kein gottgegebenes Schicksal, man kann, darf und sollte auch woanders kaufen und bestellen. Es dauert nirgends signifikant länger als bei Amazon, geht oft genauso schnell oder schneller. Und wer eh zur Packstation rennen muss (s.o.) kann auch die drei Meter weiter zu seiner Buchhandlung gehen und sein Buch dort abholen.

Der Beetlebum fährt auf die San Diego Comic Con weil seine Freundin gerne Streifenhörnchen sehen will. #kannstedirnichtausdenken

  • Das Muttertier
    „Man sagt ‘Guten Tag’, man sagt ‘Danke’ und ‘Bitte’, man hält der Person hinter einem die Tür des Ladens auf, man gibt der alten, gebrechlichen Omi im Bus seinen Platz, man sagt “Mmmhnomnom, lecker!”, wenn Mutter Blutwurst gemacht hat, sagt “Oh, das ist mit Abstand das schönste Geschenk, das ich je bekommen habe!”, wenn das Kind einem ein abgrundtief hässliches Bild aus getrockneten Nudeln gebastelt hat und sagt “Oh, oh, ja, oh mein Gott, oh ja, du bist so gut!”, wenn man mit seinem Liebsten schläft oder demjenigen, der halt sonst gerade da ist.“

Hihi!

Das Video „Nico and the sword of light“ ist heute ein Teaser für eine fantastische Kickstarterkampagne zu einem animierten Comicbuch. Absolut sehens- und unterstützenswert! (Kann es sein, daß ich in letzter Zeit so ziemlich alles, was im Netz und  abseits der großen Studios in Hollyweird produziert wird, spannender finde?)

Link(s) vom 16. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 18th Februar 2013,
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Zwischen dem 15. Februar 2013 und dem 16. Februar 2013 aufgelesen:

  • Hungry Dogs
    „Visibility is the key.Amazon is very good at making ebooks visible. The bestseller lists, direct emails, Customers Also Bought, Hot New Releases, Movers and Shakers, Kindle Daily Deal, various ads and click-throughs–there may be no company in the history of the world that makes finding products easier than Amazon makes it.“

Und auch wenn das hier in diesem Zusammenhang weit weg ist von unserem Amazon Skandal letzter Woche — genau das ist das Problem. Als Autor_in nicht bei Amazon gelistet zu sein heisst, nonexistent zu sein. Und das gilt doppelt und dreifach für junge, neue Autor_innen, die ihr erstes eBook veröffentlichen wollen. Hier aus moralischen Gründen auf den Vertrieb via Amazon zu verzichten ist gleichbedeutend mit einer Veröffentlichung auf einer DIN A 4 Seite in 5pt Schriftgröße bedruckt, die im Keller des Rathauses neben dem Herrenklo am Schwarzen Brett hängt, unter einer kaputten Glühlampe. Oder um es mit Tarantino zu sagen: «Basically, you’re fucked.»

  • What Does an Indie Get Paid? #1: iTunes
    „Think about that for a sec. When you buy music on iTunes, even for indies that own their own music, iTunes gets more than half as much as the artist.“

Ich beschäftige mich ja teils beruflich, teils privat mit dem Thema self-publishing. Die Mechansimen im Verlagswesen und der Musikindustrie scheinen sich da sehr zu ähneln. Kein Wunder, sind ja auch meist dieselben Player.

  • Fahr zur Hölle, Berliner Schule – Dietrich Brüggemann
    „Als ich also gestern Thomas Arslans „Gold“ absaß und mein Geist so unterbeschäftigt war, daß ich permanent gegen den Drang ankämpfen mußte, niveaulose Zwischenrufe zu machen, hatte ich auf einmal einfach keine Lust mehr.“

Ja. Ja. Ja.

  • Enid Blyton « Glumm
    „Im Winter rückte ein Kamerateam an. Auf der Schillerstrasse sollte ein Spielfilm gedreht werden. Dafür stellten wir sogar das Kicken ein. Das mussten wir sehen. Vielleicht liess sich ja noch was lernen, für mein Buch. So ganz hatte ich die Idee noch nicht fallen gelassen, und ein Spielfilm und ein Roman, das schien nicht so weit auseinander.“

Ich möchte bitte einen Film von Glumms Werken. <3

Stattdessen gibt’s heute ein Video von Blur Studios über ein Gentleman’s Duel. Sehr schön, har, har, har.

Link(s) vom 15. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 15th Februar 2013,
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  • Yippee-Ki-Yay: The Diary of a Die Hard Marathoner | TIME.com
    „2:09: The day is saved and McClane finally makes it outside to see his partner/compadre, Sgt. Winslow. They stare at each other for nearly 27 seconds, which isn’t bad considering one of them is totally not cool with being kissed on the cheek by another man.“

Time Magazine war beim Die Hard Marathon und hat mitstenografiert. Als jemand, die tatsächlich Anno Tobak noch den ersten Film der Reihe im Kino gesehen hat (mit meinem damaligen Herzbuben in der Schuhschachtel am Steintorwall gegenüber dem Hauptbahnhof, wo heute Nike oder Budni residiert) kann ich bestätigen: Das war revolutionäres, neues, intelligentes, humorvolles Actionkino. Ähnlich gut war nur noch der erste der Lethal Weapon Reihe. Teil 2 war unterirdisch schlecht, Teil 3 nicht der Rede wert, Teil 4 dann wider Erwarten recht unterhaltsam (obwohl ich den nie wieder gucken kann ohne an diese schwäbische Fassung dieser Szene zu denken). Den fünften Teil werde ich wohl maximal als Leihfilm sehen, wenn er auf iTunes in die 99c Abteilung gerutscht ist.

Und wie kann man sich alle fünf hintereinanderweg ansehen??? Un.Glaub.Lich.

Das ist das Ergebnis einer wunderbaren Kickstarter Kampagne, wo jemand für das Design eines Kartendecks drölf Dollar fuffzich sammeln wollte und plötzlich von den Fans mit über 140.000 $ beworfen wurde. Ich hab’ mir mal das rote bestellt, aber bei 15$/Deck können hardcore Pokerspieler auch gleich alle drei Versionen kaufen ohne arm zu werden. Die T-Shirts sind auch schön. Und ich kritzele eifrig Ideen für mein eigenes Kartenspiel in Skizzenbuch, sowas wollte ich ja auch schon immer mal entwerfen.

Das Video heute ist ein cleverer Werbespot der US Animation-Schmiede Powerhouse. „Organic Animation?“ – „Think of the children!!1“? Ich mag diesen tongue-in-cheek Humor.

Link(s) vom 14. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 14th Februar 2013,
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  • ralf hoppe ist irgendwas peinlich
    „ich würde mich mal über eine kolumne freuen in der beleuchtet wird, welche neigungen der niedergang einer einst irre reichweitenstarken, relevanten und beinahe allmächtigen redaktion, bei ihren selbstverliebten mitgliedern befördert. wie reagieren leute, deren exklusives privileg es einst war, leute hoch- oder niederzuschreiben, kampagnen zu fahren, skandale zu entfachen und andere menschen als lügner zu entlarven, wenn sie nicht mehr die einzigen sind die es können? wie modelliert ein solcher verlust ihre kommunikation, ihr denken, fühlen?“

Felix nimmt genüsslich das peinliche Herumlavieren von Spiegel-Autor Ralf Hoppe auseinander, der den Schuss nicht gehört hat nicht die Eier für eine Entschuldigung hat  im Spiegelblog aufklärt, wie es zu seiner Ente Geschichte über die in Island durch pöhse Blogger aufgestachelten Flughafenblockierer kam, die unlängst Alexander so schön unter die Lupe gelegt hat. Stellt sich raus, der Autor höchstselbst war dabei, der Tipp kam also vom Pferd persönlich, wie man so schön sagt. Wobei? Na, als eine halbe Hand voll Isländer vorm Flughafen stand und nix tat. Klassische Blockadeaktion, haltet die Titelseite frei! Wenn ich das nächste Mal durch Rauchschwaden frierender Süchtiger ein x-beliebiges Gebäude mit Publikumsverkehr betrete, werde ich gleich mal nachfragen, ob der Laden aus politischen Gründen blockiert wird. – Anspieltipp zum beliebten Thema „Qualitätsjournailsmus, my arse!“ ist auch dieser Kommentar unter Alexanders Artikel. #kichernd_ab

  • First Look at the New Harry Potter Cover Art
    „I tried to work on a single layer in Photoshop. I used very few effects. All of the illustrations for the most part I didn’t separate elements. I try to keep it pure as if I was working on a canvas. I forced myself into a limitation despite having all of these tools at my disposal.“

Die Neuauflagen der Harry Potter Bände bekommen (in den USA?) neue Titelbilder. Der Illustrator erzählt hier, wie aufgeregt er war ob J. K. Rowling ihr Placet geben würde (hat sie) und auch ein wenig darüber, wie er gearbeitet hat. Die Illus sind jetzt nicht so mein Ding (wie auch die Harry Potter Bücher mich nie so richtig fesseln konnten; ich werde in diesem Leben wohl kein Fantasy-Fan mehr), aber seinen Ansatz, digital so zu arbeiten wie analog, habe ich jetzt schon mehrfach von anderen Illustratoren gelesen. Ich find’s Quatsch, um es gleich zu sagen. Ein Illustrator ist jemand, der für Geld und in einem bestimmten Zeitrahmen eine Auftragsarbeit ausführt. Da geht es nicht um l’ art pour l’art sondern Zeit ist Geld. Wenn er dabei halbwegs ökonomisch arbeiten und auf einen grünen Zweig kommen will, so nimmt er alle Hilfsmittel und Abkürzungen, die er nehmen kann ohne das Endergebnis zu gefährden. Künstlerische Experimente sind da fehl am Platze, die macht man in seiner Freizeit. Das Endergebnis kann dann letztlich durchaus Kunst sein, das will ich gar nicht bestreiten, aber diese Haltung „Michelangelo hatte auch keine Ebenen oder undo-Taste zur Verfügung“, die finde ich doch reichlich romantisch-verklärt, um nicht zu sagen: amateurhaft.

Das Video heute ist Parallel Parking und, äh, aber seht selbst. :-)

Link(s) vom 13. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 13th Februar 2013,
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Zwischen dem 12. Februar 2013 und dem 13. Februar 2013 aufgelesen:

  • Die beissen nicht!
    „Aber warum sollte ich Leute die ich nicht in meine Wohnung lassen würde auf meiner Webseite kommentieren lassen?“

Gute Frage. Und die Antwort lautet für mich: Überhaupt nicht. Ich blocke Twitterer, die für mich komisch riechen und lösche Kommentare von Typen, die mir seltsam vorkommen und mir unangenehm sind.

  • Yours vs. Mine
    „The answer actually has a lot of implications, even if they’re subconscious. If you refer to a user’s profile as “your profile,” the implication is that the interface is communicating with you, whereas if you refer to it as “my profile,” you’re implying that the interface is an extension of the user, as though it is communicating for you.“

Noch eine gute Frage. Und ich bin geneigt, dem Autoren zuzustimmen.

  • A loose rant on maximization
    „I get how it works. I just don’t care. I’m not interested in squeezing something so tight that I get every last drop. I don’t want, need, or care about every last drop. Those last drops usually don’t taste as good anyway. My thirst is usually well quenched far before that final drop.“

Jason Fried macht sich nichts aus maximalem Profit. ich auch nicht. Mehr als genug hat keinen besonderen Mehrwert. Es führt fast immer zu Leid, Stress, Unglücklichsein.

  • Actual client comments turned into posters. Plus my worst-client story.
    „The client in question was one of those Sisyphus accounts I described earlier. A big Fortune 500 company. Huge. The kind that asks for tons of stuff that’s always due the next morning and you find out later it’s for a product they’re thinking about introducing 10 years from now.“

Die schönen Poster mit den wirklich unglaublichsten Kundensprüchen gehen schon eine Weile im Netz herum. Aber die (längere) Gsechichte hier ist wirklich super und ich habe das schon häufiger ähnlich erlebt … manchmal fragt man sich, ob man nicht masochistisch veranlagt sein muß um als Kreativarbeiter seine Brötchen zu verdienen.

  • Popeless Situation
    „Weeks turned into months, so to hasten the process, the cardinals were pushed to move into the Papal Palace and forced to work together behind locked doors (cum clave—”locked up”—where we get the term “conclave”). When that didn’t work, the Viterbese reduced the food and wine supplies to the palace, hoping to create a less hospitable environment.“

Das ist überhaupt die allertollste Geschichte. Das Blog habe ich aufgrund der häufig inspirierenden Skizzen abonniert. Und ich mag auch diese Skizze, aber die Geschichte darunter war mir neu und ist mit Abstand das Interessanteste, was ich zum Thema Papstwahl gelesen habe. Lohnt sich!

 

Das Video heute ist „When I grow up“ von The Academy und schubst Euch hoffentlich in den nötigen Abenteurermodus für den grauen Mittwoch. :)

Link(s) vom 11. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 11th Februar 2013,
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Zwischen dem 8. Februar 2013 und dem 11. Februar 2013 aufgelesen:

Wer gerne verlassene, verwunschene, unheimliche und trotzdem schöne oder wenigstens faszinierende Orte anschaut, der kriegt hier in einer tollen Bildergalerie wirklich etwas geboten.

  • Wortfeld » Kalte Füße | Der Blogger, das Gold und die Startbahn.
    „Aber was nützt schon das Dementi von 30 Isländern, wenn es mehr als 300.000 von ihnen gibt? Vielleicht war es ja ein besonders kleiner und abgelegener Flughafen, bei dem ein Dutzend willensstarke Leute genügen zum Blockieren; vielleicht hat die Presse nie davon Wind bekommen. Aber so klingt die oben zitiere Textpassage eigentlich nicht. (Ein Rätsel heißt übrigens ráðgáta auf Isländisch.)“

Alexander hat sich mal einen schönen Fall von Qualitätsjournalismus herausgepickt und unter die Lupe genommen.

  • Gesehen: Jurassic Shark
    „So hanebüchen wie die Story ist auch die Leistung der Schauspieler Laienspieltruppe, die im Leben noch nichts von Timing oder Ausdruck gehört zu haben scheint. Kameraführung, Beleuchtung und nicht zuletzt die Spezialeffekte schrecken den ernsthaften Cineasten ab.“

Jörn hat einen Film geguckt.

  • Warum deutsche Chefredaktoren in der Schweiz scheitern
    „Die Innovation der Schweizer Presse funktioniert nach dem Modell der Strip-Clubs in der Provinz. Dort steht im Aushang periodisch das Schild «Neue Tänzerinnen eingetroffen!», wenn diese aus dem Club des Nachbardorfes kommen. Mit derselbe Geste kündigen die Verleger jeweils an: «Neue Chefredaktoren eingetroffen!»“

Constantin Seibt hat untersucht, warum deutsche Chefredaktoren (ich liebe dieses Wort) in der Schweiz auf Dauer kein Bein auf die Erde kriegen.

  • Durst
    „Evian by Courreges für nicht einmal elf Euro pro Flasche gehört ebenfalls zu jenen vulgären Marken, für die meines Wissens sogar Fernsehwerbung gemacht wird. Dass das billig gestaltete Gefäß zum kleinbürgerlichen “Pfandsystem” zu rechnen ist – 25 Cent, mehr muss man nicht sagen -, entzieht es von selbst dem abwägenden Blickfeld des Kenners.“

Das kostbarste Nass der Welt. Natürlich.

Das Video heute ist ein herrlicher Ausblick auf die Fortsetzung bzw. das Prequel des Pixar-Klassikers Monster’s, Inc. und macht mir Appetit auf den Film. Für mich bilden ja Monster’s, Inc und Finding Nemo zusammen den absoluten Höhepunkt des kreativen Schaffens dieser Animationsfilmwerkstatt. Mit Toy Story bin ich nie so recht warm geworden, und die anderen sind sicherlich mehr als okay, aber wirklich großartig ohne jede Abstriche sind für mich nur diese zwei. (via AnimationFascination.wordpress.com)

Link(s) vom 6. Februar 2013

  • Veröffentlicht am 6th Februar 2013,
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Link(s) vom 6. Februar 2013

Zwischen dem 30. Januar 2013 und dem 6. Februar 2013 aufgelesen:

  • Golf Should Get Moving On Slow Play
    „But what has really stuck with me all these years was this: Sorenstam and Hurst, playing for the national championship in women’s golf, covered 18 holes on an extremely difficult golf course in 3 hours and 20 minutes.“

Der Tod einer jeden Runde Golf ist eine Schneckenrunde. Inzwischen scheint sich das nach den jüngsten Auswüchsen auch langsam auf der PGA Tour herumzusprechen. Für mich gibt es nichts elendigeres in meinem liebsten Sport, als eine Runde Golf, die über vier Stunden dauert. Jeder halbwegs erfahrene Spieler kann auch auf schwierigen Plätzen in deutlich weniger Zeit die 18 Loch schaffen. Auf der Tour geht es, anders als auf unseren Privatrunden, um Millionen, okay. Aber über sechs Stunden für 18 Loch!? das ist völlig inakzeptabel. Und das Schlimme ist: die Leute gucken sich an wie der Pro ewig und drei Tage für einen simplen Putt braucht und denken, die Pros machen das so, also muss das so. NEIN! Und die Heulsusen, die jaulen sie seien schliesslich zum Spaß auf dem Golfplatz und nicht auf der Flucht, denen mögen Zwiebeln aus dem Arsch wachsen und sie sollen Minigolf oder Boule spielen gehen. Irgendwas, wo man dumm rumstehen kann und wo das auch akzeptiert ist und das Spiel der anderen nicht behindert.</rant>

  • Progressive Reduction
    „For most of our major features, we track your usage. As you use the feature more, we start to reduce the hand-holding. You’ve learned what the icon means and you know where the button is. In practice, this can manifest itself in a few ways.“

Ein sehr spannender Ansatz, wohin User Interface Design gehen kann, wenn man will. I like.

  • Michael Dell Goes To Hell
    „Dell hasn’t made an exciting product or even had an exciting idea in more than a decade. The only thing Dell ever did of note was that they found a way to make PCs a little bit cheaper than everyone else. That was it. Their innovation was about process, not about product. And that advantage got erased when everyone else started making stuff in China.“

Wie tief die Mächtigen doch fallen … und das dazugehörige Sonett von Shelley ziert daher heute den Header dieses Eintrags.

Die BBC hat einen Kreativwettbewerb zum Thema „What if?“ gestartet. Klingt nett, da kann man mal mitmachen (wenn man schon was Passendes in der Schublade hat oder zuviel Zeit).

Sie sagen.

  • Die mich einiges über mein Medium lehrende Geschichte eines einwöchigen Twitterentzugs.
    „Ich glaube ziemlich genau zu wissen, wer welche Witze darüber reißt, wer die Sache todernst nimmt, wer austickt, wer auf der Meta-Ebene darüber nachdenkt. Die Debatte ist in gewisser Weise vorhersehbar, obwohl ich keinen einzigen ihrer Tweets gelesen habe (und wie sich im Nachhinein herausstellte, liege ich auch gar nicht weit daneben mit meinen Vermutungen). Daran knüpft für mich die Frage an: Lese ich mir eigentlich jeden Tag seit zwei Jahren vorhersehbare Debatten durch? Und wenn ja: Warum?“

Ich habe ja gerade fünf Wochen ohne Facebook hinter mir und kann nur sagen: man vermisst und verpasst eigentlich gar nichts. Zugegeben: bei Twitter traue ich mich das noch nicht, aber gerade deshalb wäre eine zeitweilig Abstinenz wahrscheinlich wirklich sehr nützlich. #seufz

Link(s) vom 30. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 30th Januar 2013,
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Dekadentes Mädel trifft kleinen Stinkstiefel. Gnihi!

  • Der Taxifahrer
    ”‘Schab auch immer nachts Husten. Der hört gar nisch’ auf. Hab isch schon seit Wochen. Aber liegt vielleischt daran, dass isch immer bis sechs abends arbeite. Dann ess’ isch und gehe ins Bett, aber boah! Wenn isch huste, kommt das wieder hoch. Bis hier!”

Alles nicht so einfach mit der Emanzipation.

  • Critics Ruin Video Games… …Good!
    „Admitting that you enjoy sexist content from time to time, does not make you an asshole. But pretending that the sexist scenarios in your games are not sexist, pretending that they are in fact acceptable to everyone except to people who are inferior to you, DOES!“

Da nimmt mal jemand so richtig schön den Sexismus in der Gaming-Community aufs Korn. Richtig so! Was mich (von der fürs gaming benötigten Zeit mal abgesehen) so richtig abtörnt bei den allermeisten (Action/Fantasy/Adventure)-Games ist die Grafik. Warum? Darum. Halbnackte weibliche Wesen (teils vom anderen Stern) in aufreizenden Posen, die entweder gerettet werden müssen (von lendenbeschurzten Muskelmonstern mit Axt und Schwert) oder getötet. Es nervt. Aber wehe, man sagt das laut.

Das heutige Video heisst Brush With Death und ist ein Streetart-Knaller. Unbedingt gucken!

Link(s) vom 29. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 29th Januar 2013,
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Autochrome Farbfotos von Paris um die Zeit um 1914. Ein sehr merkwürdiges Gefühl, so zu sehen daß meine Großeltern und Urgroßeltern doch tatsächlich in Farbe und nicht in schwarz-weiss gelebt haben. (Ich nehme es jedenfalls an … meine Großeltern und Urgroßeltern lebten nicht in Paris, aber die Abstraktion gestatte ich mir.)

Die Stanford University hat einen neuen „Programmieren lernen“-Kurs am Start; dieses Mal geht es um iOS Apps. Die Unterrichtseinheiten sind kostenlos z.B. via iTunes als Podcast zu beziehen und setzen ein paar Grundkenntnisse voraus. Aber wer sich dafür interessiert, kriegt hier sicher etwas geboten.

  • We are at war
    „As I write this account — from the safety of my bedroom — I know not what the future holds for our human race. Just tonight, I took a picture of my friend Nate eating a gigantic bowl of nachos, and we still don’t know how I am going to share it with his four friends who give a shit. They may never see it.“

Ein wunderbarer Artikel über den großen Foto-/Videokrieg und der ultimative Kommentar zum neuesten heissen Shyce namens Vine, der App mittels derer man 6 Sek. lange Videos in Twitter einbinden kann, was in meiner Timeline schon – mit durchaus durchwachsenen Ergebnissen – eifrig praktiziert wird.

Das Video heute ist The Reward. Muddy Colors schreibt dazu: „What a cool film!!! It’s less than 10 minutes long, and definitely worth watching. (Not entirely appropriate for children, btw)“ und dem schliesse ich mich vollumfänglich an. Die Weiterreise auf die Seite der Filmemacher lohnt sich auch.

Link(s) vom 28. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 28th Januar 2013,
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Zwischen dem 25. Januar 2013 und dem 28. Januar 2013 aufgelesen:

  • Dieter Bohlen: «Eine absolute Sauerei!»
    „In der Musikindustrie kommt nach dem Schlager lange Zeit gar nichts. Andrea Berg und Helene Fischer sind die Künstler, die in Deutschland am meisten Umsatz generieren – mit Abstand. Die Pop- und Rocksänger haben Tränen in den Augen, wenn sie mal hunderttausend Stück verkaufen und dafür die Goldene Schallplatte kriegen. Da lachen sich Helene Fischer und Andrea Berg tot. Bei denen kommen 15 000 Leute ans Konzert. Da hat man an einem Abend mal so locker eine halbe Million Umsatz.“

Sehr interessantes Interview mit Dieter Bohlen, der hier gar nicht mal so doof und peinlich rüberkommt, vermutlich auch, weil das Interview mit einem Schweizer Wirtschaftsmagazin und keinem deutschen Boulevardblatt geführt wurde.

  • Ist Google internetfeindlich?
    „Der von Google im Hinblick auf das Leistungsschutzrecht laut und werbewirksam proklamierte Slogan „Verteidige DEIN NETZ!“ könnte ebenso pathetisch, aber deutlich ehrlicher von Google in „Verteidige unser Netz!“ umgemünzt werden. Denn Google bestimmt schon lange, welche Webseiten über Google (und damit fast die gesamte deutsche Suchlandschaft) Besucher erhalten.“

Google folgt jetzt Bing und betrügt die Webseitenbetreiber um die Besucher – die Bildersuche wird künftig die vollformatigen, hochauflösenden Vorschauen anzeigen, damit der arme Suchende sich nicht mehr durch das große, böse Netz klicken muss. Als jemand, die u.a. auch von ihren Bildern lebt, habe ich da natürlich was gegen und ich vermute fast, daß es jedem denkenden professionellem Fotografen oder Illustratoren genauso geht. Google wandelt sich (nicht nur damit) von der Suchmaschine zum Contentanbieter (der Artikel zeigt viele weitere Beispiele auf und hat auch einige sehr lesenswerte weiterführende Links zum Thema).

  • #Aufschrei: Wogegen ich mich wehre? „Wehrt Euch“
    „Männer sind nicht so blöd, dass sie Grenzen ungewollt überschreiten und sich dann nicht mal dafür entschuldigen. Die Grenzen der Übergriffigkeit müssen nicht ausgehandelt werden, den Tätern sind sie klar. Es geht bei all dieser sexistischen Scheiße um Machtausübung. Die funktioniert durch das gewollte Überschreiten der Grenzen anderer Menschen.“

Exakt. Soviel zu den ganzen Krokodilstränen und „Argumenten“ wie „wie sollen die armen Männer denn nur wissen, was einen Übergriff von einem harmlosen Flirt unterscheidet? Könnt Ihr uns nicht mal eine Gebrauchsanweisung mitgeben?“ Die Gebrauchsanweisung ist ganz einfach: Sagt zu keiner Frau etwas bzw. berührt keine Frau so, wie Ihr nicht wünscht, daß Eure Mütter, Schwestern oder Töchter von Männern angesprochen bzw. berührt werden sollen. (Nachtrag –  da mir gerade einigen Nachfragen dazu privat getwittert  wurden: Natürlich gilt das auch für Euch selbst, dachte mal, das sei klar.) Stellt Euch einfach vor, wie Ihr reagieren würdet, wenn jemand zu Euch oder zu Eurer Mutter, Schwester oder Tochter „geile Möpse, was willst du dafür haben?“ sagen würde, geschweige denn die Hand drauflegen. Ich vermute mal, 9 von 10 Männern bekämen bei dem Gedanken Schaum vor dem Mund und hätten Gewaltphantasien, in denen Äxte und Schwerter eine größere Rolle einnehmen würden. Und es würde auch nicht wirklich einen Unterschied machen, wenn der Typ betrunken wäre, oder? Nein, denn das hat er sich ja selbst ausgesucht, das ist keine Entschuldigung, im Gegenteil – jeder weiß, daß Alkohol enthemmt und da ist der Vorsatz auch schon klar. Also: Hört auf damit!

  • Schrödinger’s Rapist: or a guy’s guide to approaching strange women without being maced
    „For some women, particularly women who have been victims of violent assaults, any level of risk is unacceptable. Those women do not want to be approached, no matter how nice you are or how much you’d like to date them. Okay? That’s their right. Don’t get pissy about it. Women are under no obligation to hear the sales pitch before deciding they are not in the market to buy.“

Hier noch einmal auf Englisch eine wunderbare Zusammenfassung bzw. Gebrauchsanleitung an die Kerle, wie man sich einer Frau nähert, ohne Reizgas ins Gesicht kriegen zu müssen.

Das Video „Thought of you“ ist von Ryan Woodward und ganz romantisch. Seid gewarnt!

Link(s) vom 24. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 24th Januar 2013,
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Zwischen dem 23. Januar 2013 und dem 24. Januar 2013 aufgelesen:

  • Vaticinium ex eventu
    „Schließlich gibt es auf dem Land für junge Leute nur 4 Vari­anten durch die Adoleszenz zu kom­men. Sport (Leich­tath­letik, Fußball), Tra­di­tion ( Tra­cht­en­verein, Schützen­verein, Feuer­wehr, Blas­musik), Rebel­lion (Schachclub, die Grü­nen, Kunst) und die Kirche (Min­is­tran­ten, Chor). Das ist aus Nerd-Perspektive natür­lich ein Alb­traum, keine Frage. Aber wir sind nicht die Mehrheit. Und wenn wir vertei­di­gen, dass unsere dig­i­talen Kon­takte echt sind, dann müssen wir anderen Teilen der Gesellschaft auch ihre Kontakt-Varianten zugeste­hen. (Außer­dem gehen ohne alle aufgezählen Insti­tu­tio­nen das bay­erische Brauerei­we­sen den Bach runter und das kann nie­mand wollen.)“

Patschbella schreibt schlüssig, warum man es sich mit Katholenbashing zu einfach macht. Gleichzeitig frage ich mich natürlich, wie es jemals besser werden kann, wenn wir sagen „ist ja nicht alles schlecht“ sondern die Handlungen dieser in meinen Augen kriminellen Institution tolerieren oder gar gutheissen, nur weil sonst ein paar alte Mütterchen auf dem Dorf kein Sozialleben mehr haben (was ich auch nicht glaube). (Nachtrag: Das Nuf denkt da ähnlich.)

  • Illustrierte Presse
    Illustrierte Magazine der Klassischen Moderne stellen eine gehaltvolle und ästhetisch erstrangige Quelle zur Alltags-, Kultur-, Kommunikations-, Design- und Fotografiegeschichte der Zwischenkriegszeit dar. Erstmals virtuell zusammengeführt und für die Forschung, aber auch für kulturhistorisch interessierte Leser aufbereitet, finden Sie hier mit den kompletten Beständen von “Querschnitt”, “UHU”, “Kriminal-Magazin”, dem “Jüdischen Magazin”, dem “Auto-Magazin” – und demnächst fünf weiteren Titeln – zunächst zehn der wichtigsten deutschsprachigen Magazine jener Ära mit rund 650 Ausgaben, 75.000 Druckseiten und über 50.000 Abbildungen vertreten.

Augenfutter.

  • How Twitter’s new embeds will make social media’s copyright issues even weirder
    „For example, say I link to a Flickr photo that is copyrighted “All Rights Reserved,” meaning I can’t reproduce it without permission. (How do I know it’s copyrighted? Because Flickr, unlike most social networks, actually makes this information clear whenever you view a photo). Remember, even though I’ve only linked to it, not uploaded it, Twitter automatically includes the full photo in the Twitter card. But now anyone can embed my Tweet, along with the copyrighted photo, anywhere they like. And according to the fuzzy precedent based on Twitter’s own TOS, it might just be legal.“

Twitter geht den gleichen Web wie Googles Bildersuche und Microsofts Suchmaschine Bing, die ungefragt und ohne Hinweis auf den Urheber Vorschauen von Bildern in Tweets einbaut (im Falle Google und Bing auch schon mal gerne in der hochauflösenden Version, auf daß niemand mehr lästigerweise die Originalseite des Urhebers besuchen muss). Das mag in den USA legal sein (unumstritten ist es dort auch nicht), aber hierzulande fängt man sich für sowas auch schon mal eine Abmahnung ein. Wir brauchen dringend ein modernisiertes, den Lebensgegebenheiten des 21. Jahrhunderts angepasstes Urheberrecht. (Und nein, Creative Commons ist keine Alternative – wer sagt mir denn, daß die CC Lizenz unterm Bild ihre Richtigkeit hat und nicht von einem Dritten einfach druntergeklatscht wurde, der gar kein Recht dazu hat? Diese Sicherheit gibt es nicht im Netz.

 

Das Video Hammer & Hand ist von The Academy.

Link(s) vom 21. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 22nd Januar 2013,
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Zwischen dem 20. Januar 2013 und dem 21. Januar 2013 aufgelesen:

  • Akin’s Laws of Spacecraft Design
    „The schedule you develop will seem like a complete work of fiction up until the time your customer fires you for not meeting it.“

Hier schreibt jemand seine goldenen Regeln aus der Erfahrung als Raumschiffdesigner der NASA. Kaum verwunderlich, daß die meisten 1:1 übertragbar sind auf 08/15 Projekte wie einen Website-Launch.

  • „Ich mache hier die Online-Gemeindezeitung“
    „Das Abendblatt hatte ja mal die Stadtteil-Reporter. Als Blogs und im Blatt. Nur: das wird ja gar nicht mehr gepflegt. Das war zwar schon einmal ein richtiger Ansatz. Nur waren die postings soooo langweilig. Null sexy. Denen hat da komplett das Fingerspitzengefühl gefehlt, was im Stadtteil relevant ist und was nicht – was die Leute aus dem Viertel wirklich lesen wollen. Wie da die Stimmung ist und so. Es ist nun mal die persönliche Note, die einen Blog überleben lässt – oder eben nicht. Ich glaube den Menschen ist wichtig, dass so einen Plattform auch jemand aus dem Stadtteil betreibt. Wenn da ein großer Verlag dahinter stecken würde, dann wäre das für viele sofort unglaubwürdig.“

Hyperlokaler Journalismus ist also der nächste heisse Shyce? Ich bin nicht ganz sicher. Ja, natürlich haben Stadtteilbewohner die Nase näher dran als eine Regionalzeitung, selbst wenn diese besser wäre als das, was uns Hamburgern hier als Qualitätsournalismusprodukt verkauft wird (die Latte liegt nur marginal über der Bordsteinkantenhöhe). Aber das kann nur ein Liebesdienst sein, wenn die Qualität und Glaubwürdigkeit nicht leiden soll, und wer kann sich das schon leisten?

  • Der Südseekönig
    „Ist das so? Wir haben in der deutschen Historie einen Menschen, der diesen Titel „Südseekönig” trug, auch weil er sich als typischer Kolonialist gebärdete? Und jetzt wollen wir mit genau mit diesem Titel ein Kinderbuch in der deutschen Ausgabe von Diskriminierung und Rassismus rein waschen?“

Sieh mal einer kuck – Da lebt man Jahrzehnte im Hamburger Westen, radelt morgens durch die Godeffroystrasse zur Schule und hatte keine Ahnung, daß der Namensgeber auch noch Südseekönig war.

  • Schreibgold: Der Neger von damals.
    „All die Wörter zählen zum Bestand unserer Sprache und dennoch würden sie niemals Einzug in die aktuelle Literatur halten, eben weil sie so negativ behaftet sind. Kein Mensch würde heute mehr in aller Öffentlichkeit zu jemandem Fremden »Weib« sagen. »Fräulein« gibt es auch nicht mehr.“

Endlich.

  • Miesepeter
    „Wünscht dem unbeleuchteten Radfahrer doch einfach mal, dass er gut Zuhause ankommt, anstatt sich über ihn aufzuregen. Das tut gut. Vor allem euch.“

Hmja. Erwischt. Jedenfalls manchmal.

 

Das Video stammt von Scriptalicious-Bloggerin Ines Häufler und hat mich sehr entzückt.

Link(s) vom 20. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 20th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Sherlock – Oder: Wieso wir Twitter alles zu verdanken haben
    „Bei Sherlock bin ich – wie bei so vielem seit ich Vollzeit berufstätig bin – Late Adopter. Ich konnte die britische TV-Serie Sherlock und die amerikanischen Spielfilme Sherlock Holmes nicht auseinander halten, wusste nichts über das jeweilige Setup der beiden Produktionen.“

Das ging mir exakt genauso. Und so habe ich letztens im US iTunes Store für vergleichsweise kleines Geld (ca. 12 US $) die beiden ersten Staffeln des Hypes gekauft und gesehen. Und das war harte Arbeit, denn zum einen finde ich den Hauptdarsteller total abstoßend, den Nebendarsteller einschlaffördernder als die schönsten Bahnstrecken Europas und die Handlungsstränge so an den Haaren herbeigezogen wie die „die Mondlandung war ein fake!!1“-Theorie. Ich gestehe freimütig, zwischenzeitlich mehr als einmal vorgespult zu haben, um mich überhaupt noch motivieren zu können auch die nächste Folge zu sehen. Einzig der Darsteller des Moriarty war sein Geld mehr als wert, leider hatte er zu wenig screentime. Und Kamera und Schnitt waren wirklich durchgehend gut, besonders in der Folge „A Scandal in Belgravia“ hat mir der wiederholte Match Cut sehr gefallen.

  • Seven Impossible Things Before Breakfast
    „When you compare this sketch to the final art [both pictured below], it is evident that I create a basic composition for a scene, but when I get in there with all the color, characters, and details, I try to take a more improvisational approach. For example, I somehow decided that a large pink stegosaurus would work better as a visual anchor than a jolly green giant. The sketch and the final art evoke the same level of frenzy and excitement, but I leave plenty of room for me to derail and go off course. Working this way keeps me engaged — and surprised.“

Ich stehe ja auf Making-Ofs und Behind The Scenes und den Weg von der ersten Skizze zum fertigen Bild.

  • Frag immer den, der unten liegt.
    „Wenn Du auf zwei Leute triffst, die sich gerade raufen (ich benutze dieses Wort absichtlich, denn es gibt einen klaren Unterschied zwischen Raufen und Prügeln), dann frage den, der gerade unten ist.
    Bestätigt nämlich der untere Dir lachend, dass alles ok ist, dann ist es Raufen, Du kannst aufatmen und weiter gehen.“

Christian schreibt (imho ein wenig hintenrum durch die Brust ins Auge) zum Thema Schwächeren beispringen und somit auch zur aktuellen Diskussion, welche Wörter man noch benutzen darf.

  • Empfindlich uff die Wörter
    „In dem Land, in dem ich aufwuchs, war es üblich, Sprachregelungen zu treffen, um gewisse kulturelle oder politische Reibungsflächen zu verbergen.
    Es hieß nicht mehr “die Russen”, durfte es nicht heißen. Es hieß “Sowjetmenschen” oder – noch euphemistischer – “die Freunde”.
    Es hieß nicht “Heimat-Vertriebene”, nicht “Flüchtlinge”, sondern “Umsiedler” (die sind halt in einer ordentlichen, friedlichen Aktion umgezogen).“

Ein anderer Blick auf das Thema, den ich sehr gut verstehen kann.

  • Nesthäkchen und der Südseekönig
    „So wie mir klar war, dass man die Angehörigen unterschiedlicher Schulformen nicht mehr anhand ihrer Mützen erkennt oder dass wir am 1. Mai nicht mehr die sowjetische Fahne auspacken, war mir immer auch klar, dass bestimme Ausdrücke (und Ansichten) in der Gegenwart einfach keinen Platz mehr haben. Trotzdem hat es mir nicht geschadet, diese Ausdrücke zu kennen. Was meiner Meinung nach auch Vorraussetzung ist, um etwas bewusst nicht zu sagen. Unterm Strich lässt mich die Südseekönig-Diskussion weniger an der PCness heutiger Eltern, sondern an der Intelligenz heutiger Kinder zweifeln.“

Und noch ein anderer Blick auf die Kinderbuchschänderei. Ich zweifele allerdings nicht an der Intelligenz heutiger Kinder, sondern der mancher Eltern.

  • Ein Samstagabend
    „Bei McDonalds Chicken McNuggets mit Senf- und Barbecuesauce bestellt. Überlegt, das Essen rauszunehmen und vor dem Akkordeonspieler zu essen. An die Kälte gedacht und daran, dass ich nicht wüsste, wie ich die offenen Saucen balancieren soll. Gewundert, dass es mir nicht mehr schmeckt. Früher hab ich das doch immer gegessen. Früher war alles anders. Getwittert. Missverstanden worden. Darüber geärgert. Beeilt mit dem Essen. Wieder rausgegangen. Gefreut, dass er noch da ist. Zum Zuhören hingestellt.“

Hach, Little Jamie. <3

Das Video ist eine gut und sehr aufwendig gemachte Stop-Motion-Animation von und für Moleskine Bücher. I like.

Link(s) vom 17. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 18th Januar 2013,
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Zwischen dem 14. Januar 2013 und dem 17. Januar 2013 aufgelesen:

  • Tag 2 in Hanoi
    „Hach cool – die Taxifahrer Hanoi´s sind nämlich die schlimmsten Halunken unter der Sonne und europäische Fahrgäste allenfalls willkommene Melkkühe. Ich stelle mich also in den Regen und warte mit meinem nun vorhandenen Koffer (Hurra!) an der Strasse, als Thao mit einem kleinen Moped um die Ecke gedüst kommt. … ok!?  Moped!?“

Der Stilpirat ist in Vietnam und macht Fotos.

  • BER — STR
    „Vielleicht, wenn wir über Schrippen und Semmeln und Wecken reden, reden wir demnächst über Bäcker und uniforme Teiglinge, die aus Fabriken kommen und in der Bestellform des Großlieferanten Brötchen heißen. Parmaschinken heißt so, weil er aus Parma kommt. Die selbe Regel gilt für Champagner und die Nürnberger Bratwurst. Das werden regionale Eigenheiten, Bezeichnungen und Herstellungsarten zum Markenschutz. Zum Qualitätsmerkmal.“

Patschbella mit einem sehr schönen Artikel über Sprache, regionale Eigenheiten, Leben und Leben lassen.

  • Sekt
    „”Sei doch nicht so spießig.”, zische ich mir zu, aber das hilft gar nichts. “Man trinkt doch nicht einfach so Champagner!”, zischt es nämlich zurück, und dann sehe ich sie in meinen Augenwinkeln auf dem Sofa sitzen: Die weißen Haare akkurat frisiert und mit sehr viel Haarsprax fixiert. Ein hellblaues Twinset mit goldfarbenen, runden Knöpfchen daran. In den Händen Strickzeug oder einen Stickrahmen oder auch nur einfach die Zeitung, sitzt meine Großmutter auf dem rosengeblümten Sofa der M. und des M., und schaut mich stirnrunzelnd an. Man trinkt nämlich nicht einfach so Champagner.“

Madame Modeste über anlassloses Feiern des Lebens.

Andreas Deja hat ein Video ausgegraben. <3

  • Update aus meinem Leben – Schnee-Edition
    „Es sollte ein wenig Kultur geben, historische Trümmer, die man anstarren und “Na, das ist ja ein Ding, dass die so alt sind” sagen kann, vielleicht ein, zwei Museen, einen Strand, gute Bars und gutes Essen. Und Internet, damit man auf Instagram angeben kann. Marokko fiel mir ein, aber was soll ich da vier Wochen lang alleine?“

Don Dahlmann hat die Nase voll.

  • Das Montagsinterview: “Stolz bin ich auf die Bilder, die ich nicht gemacht habe” – taz.de
    „Ich war Professor an der Hochschule für Gestaltung. Und die Studenten haben mich immer gefragt, ob ich Nazi war. Ich habe dann immer geantwortet: Klar war ich Nazi. Und die konnten das nicht verstehen. Die fanden mich ja eigentlich ganz okay. Es ist unfassbar, was damals passiert ist. Das ist für die jüngeren Generationen weit, weit weg. Deswegen habe ich es dann aufgeschrieben.“

Sowas gibt’s auch.

  • Traffic Snack – Fonts In Use
    „For type designers and font engineers, it certainly is frustrating to see their cutting-edge work ignored. On the other hand — is it really the graphic designer who is to blame? Can foundries expect users to read through a manual first? Is there a demand for such smart fonts, or are they simply too intricate, and the added value not appreciated? I am eager to hear your opinions.“

Da hat sich ein Schriftgestalter viele Gedanken gemacht. Und der Designer (oder der Kunde), der diese Schrift nutzt, hat offensichtlich null davon mitgekriegt.

  • My review of the Golden Globes
    „Case in point: In Kevin Costner’s acceptance speech he wanted to say how this ceremony helped “illuminate” movies that the public hasn’t seen and instead he said “eliminate.”“

Kleiner, feiner, fieser Rückblick auf die Golden Globes. Gnihihi!

  • Nike makes it official, signs Rory McIlroy to head-to-toe deal
    „TaylorMade and Titleist have done remarkably well with their No. 1 driver and No. 1 ball in golf, respectively, campaigns. The latter, in fact, has thrived despite repeated defections by big-name players from its tour staff, including Woods, David Duval, Phil Mickelson and McIlroy, maintaining no player is bigger than the brand.“

Ich stehe da mehr so auf Seiten Titleists: Die Firma ist die Numer eins, weil ihre Produkte verdammt gut sind. Die Sportstars sind nur Werbeträger. Nike lebt hingegen ausschliesslich von seinen Stars; die Produkte sind okay aber nie herausragend (im Vergleich zum Wettbewerb). Bei Nike ist Image alles, und sie haben es sich teuer erkauft.

  • Minderheiten-Quartett | Das politisch semikorrekte Kartenspiel
    „Das Basis-Spiel umfasst 24 Minderheiten aus den Gruppen: Religionen, Ethnien, Sexualität, Radikale, Behinderte und Demographie. Sie können in 6 Kategorien gegeneinander ausgespielt werden: Bildungsniveau, Wohlstand, Bevölkerungsanteil, Homogenität, Gesellschaftliche Akzeptanz und Schamgefühl. Aktions-, Gesellschafts- und Booster-Karten bringen die Minderheiten dabei noch zusätzlich ins Schwitzen!“

Finde ich das jetzt gut? Eher nicht. Aber das Thema political correctness geht mir schwer auf die Nerven.

Das Video ist Tiny Robots; ein Timelapse-making-of einer Arbeit des spanischen Illustrators Dei G.

Link(s) vom 13. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 13th Januar 2013,
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Zuletzt aufgelesen:

Eine meiner liebsten Papeterien, Waltraud Bethge, deren Geschäftsräume am Hamburger Klosterstern (inzwischen ins Quartier Satin in die ABC-Strasse umgezogen) früher allein Grund genug waren sich auf den Weg nach Eppendorf zu machen, hatte damals kleine, nachtblaue oder roteledergebundene Adressbüchlein mit goldenem Anschnitt im Angebot, die sie aus England importiert hatte (woher auch sonst). Auf der Vorderseite prangte in goldenen Prägelettern „Blondes – Brunettes – Redheads“. Ich konnte immer so gerade noch widerstehen, was sicher auch am Preis lag, aber war entzückt.

Archie Grand hat das Thema jetzt neu aufgenommen und zu Ende dekliniert. So wirklich chic sind sie nicht im Vergleich, dafür größer, als blanko-Notizbücher allerdings vielseitiger verwendbar und deutlich preisgünstiger. Für den einen oder die andere ist das vielleicht eine willkommene Abwechslung zum Moleskin, dessen schwarz ja gelegentlich doch etwas eintönig wirken kann, besonders, wenn man mehrere Notiz-/Skizzenbücher parallel im Einsatz hat.

Schöner Eintrag über die Keynote, bei der Apples Browser damals der Welt vorgestellt wurde.

  • The Pastry Box Project | 7 January 2013, Baked by Andy Budd
    „Good design takes time—more time than most of us are allowed. In fact I’m often shocked in interviews by how little time people are given to do their work. Sometimes as little as 5 or 10% of what we’d allocate. This allows you to keep costs down and win the work, but at what price?“

Ja. Es ist ein Jammer, aber die allerwenigsten Unternehmen nehmen sich die nötige Zeit, die ein wirklich durchdachtes Design einfach braucht. Und dann geht man mit halbgaren Ansätzen raus, weil auf Teufel komm raus irgendwelche VÖ-Daten gehalten werden müssen, die eigentlich kein Schwein interessieren würden. Niemand, wirklich niemand außer dem Geschäftsführer und den Investoren wartet ungeduldig auf die Veröffentlichung eines Produkts einer Firma, die niemand kennt. Meistens warten die Leute nicht einmal auf Veröffentlichungen von Firmen, die jeder kennt, von Apples Produkten mal abgesehen. Aber Apple hat zumindest unter Steve Jobs bislang die Leute halt warten gelassen, wenn das Produkt noch nicht fertig war und das Design nicht stimmte. Jobs wäre eher gestorben als mit einem halbgaren Mist rauszugehen.
Design braucht Zeit. Und weil die niemand mehr hat, sind die meisten Dinge bestenfalls okay designed, aber selten atemberaubend gut.

  • New Years 2013 | Tuts+ Premium
    „To celebrate the new year, we’re offering a sale on our subscription for the very first time. Sign up before January 31st, and save 25% on a yearly membership! You can now enjoy an entire year of Tuts+ Premium content for only $135. That’s a cumulative savings of $93 off the monthly price.“

Tutsplus ist eine englischsprachige Seite aus dem Envato Kreis, die tutorials, Tipps, Tricks etc. für Designer, Entwickler, Audio- und Videoworker anbietet. Der Preis ist nicht ohne, aber wer etwas lernen will, investiert hier gut. Ich bin seit 2 Jahren dabei und finde immer etwas Neues und hilfreiches. Klare Empfehlung, und für die noch bis Ende Januar gültigen 135$ Jahresgebühr ein no-brainer.

  • Collector buys a camera at an antique shop — and it’s filled with undeveloped pics from World War I
    „I started to run out of things to clean on the outside of the camera, which naturally made me wonder what it looks like on the inside. After a good while of looking for the back release I realized that there is none present entire back can be slid to one side. The plate pressure springs jumped out at me like a couple of live and angry rabbits (the Monty Python And The Holy Grail kind). Naturally I thought something was awry as I am not yet used to camera parts charging in attack mode. Luckily I soon realized that I was out of the danger zone and that the two parts acted as they should have been expected to. Here is where things got incredibly interesting.“

Sehr schön.

Das Video ist The Funny Thing About Lois von Amelia Lorenz, einer Cal Arts Studentin im dritten Jahr.

Link(s) vom 10. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 10th Januar 2013,
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Zwischen dem 2. Januar 2013 und dem 10. Januar 2013 aufgelesen:

  • Pixarausstellung zieht von Bonn nach Hamburg
    „Ab dem 27. Januar 2013 wird die Pixarausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg nochmals in identischer Form zu sehen sein. Bis zum 12. Mai wird man anschließend die Chance haben, auf den Spuren der vergangenen 25 Pixar-Jahre zu wandeln.“

Sehr schön: mein liebstes Hamburger Museum zeigt eine Ausstellung meines zweitliebsten Filmstudios. Der Februar kann kommen!

  • Anke Gröner» Blog Archive » 2012 revisited
    „Absolut keine Spontankäufe mehr von irgendwas, an dem ich zufällig vorbeilaufe, sei es on- oder offline. Wenn ich bis vor drei Sekunden noch nicht wusste, dass ich’s brauche, dann brauche ich es wohl auch nicht.“

Anke bringt sehr schön auf den Punkt, wie man sein Leben sehr vereinfachen kann. Der gelegentliche Spontankauf ist etwas tolles. Problem ist nur: der gelegentliche Spontankauf ist in unserer Gesellschaft meist eher die Regel denn die Ausnahme. Und schwupps! Wieder ein Teil, mit dem man sich zugemüllt hat und dessen Preis in den allerseltensten Fällen seinen Wert widerspiegelt.

  • Der doppelte Wolf des Dezembers | Herzdamengeschichten
    „Wenn man aber Borchert parallel liest, nimmt man die Moll-Töne bei Schnurre plötzlich viel stärker war, wird das Bild der Stadt Berlin plötzlich nennenswert grauer, tiefer und schmerzhafter. Als würde man mit einer dieser Foto-Apps den letzten Rest Farbe aus dem Bild herausdrehen, die Körnung erhöhen, den Kontrast pushen und etwas Helligkeit nehmen.“

Maximilian schreibt wirklich verdammt gut. Jetzt will ich sogar Borchert lesen, den ich seit der Mittelstufe nicht mehr anfassen wollte.

Das Video ist von The ABC of Architects von fedelpeye auf Vimeo, dem interessanteren Videoangebot im Netz. (Vimeo verhält sich zu YouTube wie arte zu RTL II.)

Link(s) vom 1. Januar 2013

  • Veröffentlicht am 2nd Januar 2013,
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Link(s) vom 1. Januar 2013

Zwischen dem 31. Dezember 2013 und dem 1. Januar 2013 aufgelesen:

  • ‘The Hobbit’: Why Does Tolkien’s World Lack Women Characters? | TIME.com
    „They all set off into enemy territory, and about two-thirds in we finally meet someone without a Y chromosome, an elf princess played by Cate Blanchett who can read Gandalf’s mind. Although she’s on screen for only about five minutes, I was so grateful that it didn’t even bother me that her main character trait is that she’s intuitive. I have since found out that she doesn’t even appear in the book of The Hobbit but was added to the movie because, in the words of one screenwriter, “You start to feel the weight of 13 hairy dwarves.”“
  • Ja, im Tolkien-Universum kommen relativ wenige Frauen vor. Und es nützt auch nicht viel, die zwei, drei Alibifrauen aufzuzählen, die stärker und mächtiger sind als die männlichen Wesen um sie herum. Tolkien hatte mit Frauen ganz offensichtlich nicht viel am Hut und Peter Jackson wohl nicht viel mehr. Nun könnte man bei PJ sagen „naja, er hält sich halt eng an die literarische Vorlage“, aber das tut er auch diesmal nicht. Aus einem hundertzwanzig-Seiten-Kinderbuch drei abendfüllende Actionfilme von je zweieinhalb Stunden zu schnitzen klingt jedenfalls mehr danach, als halte er sich an das Flehen des Time/Warner Konzerns, ihnen ein neues multi-Milliarden-Dollar Franchise hinzustellen — das nach dem Ende der Potter-Saga wohl dringend benötigt wird.
    Ich habe allerdings in Tolkiens Œuvre die weibliche Note genauso wenig vermisst wie im Entenhausen Carl Barks’. Nur kann man die Tatsache ja grundsätzlich mal festhalten, und die Kommentare unter dem Artikel zeugen schon von einer gewissen Notwendigkeit dazu.

  • Dinner for one, zum ersten Mal
    Warum trinkt der alles?
    Was ist ein Diener?
    Ist der alle Besuchs?
    Stolpert der wieder!

Percantas Sohn ist drei Jahre alt und hat zum ersten Mal Dinner for One gesehen. So toll wie diesmal fand ich den Sketch bislang noch nie.

Link(s) vom 28. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 28th Dezember 2012,
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Link(s) vom 28. Dezember 2012

Zwischen dem 24. Dezember 2012 und dem 28. Dezember 2012 aufgelesen:

So ähnlich geht es mir auch langsam. Ich habe zwar nur das iPhone 4s, aber das neue Betriebssystem ist dasselbe und es fühlt sich einfach sehr unelegant und ineffektiv an. Ich hoffe, Jony Ives kriegt da noch die Kurve, ansonsten beginne ich tatsächlich ernsthaft an einen Wechsel zu Android zu denken oder aber, wahrscheinlicher, das Thema Smartphone komplett ad acta zu legen und nach Vertragsende ein „dumb phone“ in Kombination mit einem Tablet zu nutzen. Telefonieren tu’ ich eh nur seeehr selten mit dem Ding und fürs Zeichnen ist das Smartphone zu klein, ein iPad z.B. aber gerade richtig (mein Illustratorentraum ist ein A3 iPad, aber das wird es wohl nicht geben).

Kchrkchr … ich kann ja über die Homöopathenmuddis nur schmutzig lachen, aber Frau Modeste kann sie wunderbar aufspießen.

The day my inner anarchist lost out to the bourgeois me | George Monbiot
„I almost fell off my chair. I sat open-mouthed, scarcely able to breathe, trying to regain my composure. I looked at him. It had been – what, five years? – and he had thickened and reddened in that time, but I had no doubt that he was one of them. I looked harder. He was the older brother: the worst one.“

Ein Klassentreffen der etwas anderen Art.

  • Simple Sachen
    „Heute ist auch dem Ärmsten klar, welche Konsumchancen er verpasst. Das Fernsehen hämmert ihm unablässig ein, was er sich kaufen könnte, wenn er könnte.“

Ist es nicht pervers, daß ein Fernseher zu den unpfändbaren Gegenständen des täglichen Bedarfs gehört, das Internet aber nicht? Schön die ungewaschenen Massen passiv verblöden lassen, wehe, die informieren sich und wollen sich mit einbringen!

Das wären dann dieselben älteren Führungskräfte z.B. bei Goldman Sachs, KPMG, Deutsche Bank & Co. die uns in die Scheisse geritten haben und deren Verantwortungsbewusstsein sich darin erstreckte, laut nach Steuergeldern zu rufen um die eigenen Boni zu retten, richtig?

Wi.Der.Lich.

Link(s) vom 23. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 24th Dezember 2012,
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Link(s) vom 23. Dezember 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Konrath’s Resolutions For Writers
    „I’m not saying you should give up on traditional publishing. But I am saying that there is ZERO downside to self-pubbing. At worst, you’ll make a few bucks. At best, you’ll make a fortune, and have agents and editors fighting over you.“

Schau an, da ist das Jahr bald um und mir purzelt einer der inspirierendsten Texte aus dem Feedreader.

  • Der Autor und die Schräglage zur Welt
    „Ungeschriebene Bücher sind eine unbeglichene Rechnung mit der Welt. Solange wir die Sache nicht durch Niederschrift abbezahlt haben, leben wir als Schriftsteller nur auf Pump.“

Link(s) vom 22. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 22nd Dezember 2012,
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Link(s) vom 22. Dezember 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • The Basement
    „The roar of the presses that ruled these rooms has been replaced, just as we all suspected, with the calculated silence of the conduit that carries our data. This data, in fact. These very photos.100 years from now, when another one of you goes spelunking around this basement, that data, those bits, today’s moments, will likely be long, long gone.“
  • meine bastelarbeit für tines diy
    „Meine Wahl fiel auf eine ganz hübsche, aber ziemlich wertlose Buchclubausgabe der Wikingersaga “Röde Orm”, in dem das ganze Personal heißt, als könne man es bei Ikea bestellen. Aber das mag auch an mir liegen, ich ziehe nämlich gerade um. Röde Orm fristete bei mir ein paar traurige Jahre als Türstopper, nun wird er entkernt. Daß ich Gewaltphantasien gegen Bücher auslebe, mag natürlich auch damit zu tun haben, daß ich gerade umziehe.“

Link(s) vom 21. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 21st Dezember 2012,
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Link(s) vom 21. Dezember 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • „Den’ geht es dann hier besser wie uns“
    „Ein Moorfleeter wollte in aller Ruhe besprechen, wie man nun das Problem des Zauns lösen solle – welcher ohne Frage um die Unterbringung zu ziehen sei. Er könne sich ja nun wirklich nicht vorstellen, daß die Flüchtlinge frei im Dorf herumlaufen sollen. Außerdem solle das Gelände Tag und Nacht ausgeleuchtet werden, damit man deren Machenschaften auch 24 Stunden lang beobachten könne. Natürlich bräuchten die Flüchtlingskinder auch einen Spielplatz. Denn auf dem vorhandenen Spielplatz würden ja schon die Moorfleeter Kinder spielen. Applaus in der Halle.“

Link(s) vom 19. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 19th Dezember 2012,
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Link(s) vom 19. Dezember 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • TOXIC DATA SPILL – What to do with $175,000 in weed found in your back yard
    “Hi, I called earlier to report that I found a stash of drugs on my property, about 90 minutes ago? You were going to send someone to remove it?”“I”m sorry, sir, everyone in your district is out on an emergency. Could you drive it to the station yourself?”

    I manage to avoid blowing up at her.

    “Yeah, uhhh … I don’t think driving around with 20 pounds of drugs in my car is really a good idea.”

  • Kleine Männer mit behaarten Füßen
    „Klar ist Der kleine Hobbit ein Kinderbuch. Aber wenn die Verfilmung das wiedergeben soll, dann sollten vielleicht ein Paar weniger Orks enthauptet und aufgeschlitzt werden, dann könnten das zehnjährige Kinder sehen und sich daran erfreuen.“

Link(s) vom 18. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 19th Dezember 2012,
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Link(s) vom 18. Dezember 2012

Zwischen dem 17. Dezember 2012 und dem 18. Dezember 2012 aufgelesen:

  • How Bots Seized Control of My Pricing Strategy
    „So with “Tur­ing Test” we have a de­light­ful futuris­tic ab­surd­ity: a com­put­er pro­gram, pre­tend­ing to be human, hawk­ing a book about com­put­ers pre­tend­ing to be human, while other com­put­er pro­grams pre­tend to have used co­p­ies of it. A book that was never ac­tual­ly writt­en, much less prin­ted and read.“

Schöne neue Welt.

  • Liebes Familienministerium,
    „Arbeiten Frauen, sind sie Rabenmütter. Bleiben sie zu Hause, sind sie Glucken. Nehmen Männer Elternzeit, können sie ihre Karriere begraben. Nehmen sie sie nicht, sind sie egoistische Machos. Eine Mutter soll stillen, aber nicht länger als sechs Monate, sonst klammert sie. Stillt sie nicht, wird das Kind ein fettleibiger Allergiker mit Bindungsstörung. Spielen die Kinder im Hof zu laut, sind es schlecht erzogene Gören. Spielen sie drinnen, sind es computerabhängige Psychopathen. Man kann sich jetzt hinstellen, den Eltern ermunternd auf die Schulter klopfen und ihnen raten: Schert euch nicht darum, was andere sagen. Doch permanente Beurteilung, gerade wenn sie nicht wohlwollend ist, zermürbt – auch bei dickem Fell.“

Link(s) vom 17. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 17th Dezember 2012,
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Link(s) vom 17. Dezember 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • All I Want for Christmas Is…A Little Space
    „Extroverts love being around lots of people and lots of fuss. They need it for their well being. We introverts love being alone with our thoughts in a quiet room, and we need it for our well-being. It’s a matter of energy. Extroverts gain it around other people; introverts are drained of it. Needless to say, these can be conflicting needs.“

So ist es. Ein schöner Artikel über Leute wie mich, die manchmal „einfach nur hier sitzen“ wollen. Wir sind nicht krank, wir sind nicht schüchtern, wir sind nicht seltsam, wir sind nicht blöd oder zurückgeblieben. Wir beziehen unsere Energie aus uns selbst. Extrovertierte Menschen beziehen ihre Energien aus der Aufmerksamkeit, die sie anderen Menschen um sich herum abverlangen, z.B. auch Menschen wie mir. Und meine Energie reicht leider nicht konstant für mich und Euch, sorry. (mehr …)

Link(s) vom 12. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 15th Dezember 2012,
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Link(s) vom 12. Dezember 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Kleine Anmerkung zum Weihnachtsmann
    „Tatsächlich  denke ich, dass es da nichts gibt, worüber wir uns amüsieren sollten. Denn die Kinder sind kleine Denker, sie denken wie wir, mit den gleichen Mechanismen, ganz ähnlichen Schlussfolgerungen und verdammt ähnlichen Trugschlüssen. Sie sind keinesfalls dümmer als wir. Sie denken nur auf einer viel kleineren Informationsmenge herum.“

Herr Buddenbohm hat ein paar weise Worte zum Thema Glauben geschreiben.

Link(s) vom 11. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 11th Dezember 2012,
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Zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 11. Dezember 2012 aufgelesen:

  • This Is Not Your Average Skate Video
    I’ll say …
  • Little Big Books: What Makes Great Children’s Picture Book Illustration
    „One of the problems of trying to research young children’s responses to imagery is the fact that they don’t have the language to express what they are experiencing. And of course they are just like us, individuals — with equally individual tastes and responses. But it seems clear that they develop the ability to process pictorial sequences very early on. In fact, this seems to be an ability that we — quite often — have to relearn as adults! My guess is that, even if everything in the images is unfamiliar, children are making their own sense of things. on a basic but important level, a picture book will allow time for the eye to travel around the page and explore shape, color and form. The key thing is that the speed is not dictated externally, as with many screen-based media.“

Link(s) vom 8. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 8th Dezember 2012,
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Link(s) vom 8. Dezember 2012

Zwischen dem 6. Dezember 2012 und dem 8. Dezember 2012 aufgelesen:

Link(s) vom 6. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 6th Dezember 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Zwischenfazit.
    „… und plötzlich logge ich mich aus meinem fünften Twitteraccount aus und mir wird erst richtig bewusst, dass ein paar Jahre meines Lebens plötzlich verschwunden sind, ich dafür nur ein großes Nichts, ein paar dumme Sprüche und eine nicht wegzuleugnende Konzentrationsstörung bekommen habe und die Leute dort sich in der Zwischenzeit keinen Zentimeter weiterwentwickelt haben in ihren Schwarzweißphrasen über die angebliche Beschaffenheit der Welt.“
Ja.
  • Polariding
    „Da war es völlig egal, wie viel ein Bild kostet und ob es bequemere, digitale Möglichkeiten gibt: eine Polaroid ist eine Polaroid ist einfach der Michael Jackson unter den Kameras: ein Stück Nostalgie, ein bisschen verfärbt und ein ganz besonders großer Spaß für Kinder.“

*gnicker*

Link(s) vom 5. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 5th Dezember 2012,
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Link(s) vom 5. Dezember 2012

Zwischen dem 4. Dezember 2012 und dem 5. Dezember 2012 aufgelesen:

  • Besser: Kapitalismus? Klar, aber nicht bei uns
    „Die Financial Times Deutschland, die am Freitag zum letzten Mal erscheinen wird, hat in den zwölf Jahren ihres Bestehens keinen Cent verdient. Dass der Verlag nun bei diesem Produkt genau jene Kriterien von Rentabilität und Profit walten lässt, auf die Kommentatoren jener Zeitung stets so bescheidwisserisch wie kaltherzig verwiesen, wenn es, sagen wir, um das Schicksal von Nokia-Arbeitern oder Schlecker-Angestellten ging, ist für die Beteiligten vielleicht lehrreich und sicherlich unangenehm. Aber mehr auch nicht.“

Jo.

Link(s) vom 4. Dezember 2012

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Link(s) vom 4. Dezember 2012

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  • KANACKIS | dragstripgirl //
    „Und sie lacht, und sie lacht, bis mir die Tränen in die Augen steigen und ich es nicht mehr aushalte.Ich stehe auf und drehe mich zitternd um. Ich hole tief Luft und schreie, und schreie, und schreie so laut ich nur kann, und das Echo all dieser Worte nimmt mir die Angst vor den Schmerzen gemeiner Schläge.“HALT DEINE DUMME FRESSE, DU MIESES STÜCK NAZISCHEISSE, HALT EINFACH DEIN DUMMES MAUL, KEINER HIER WILL HÖREN, WAS DU ZU SAGEN HAST.”“

Link(s) vom 2. Dezember 2012

  • Veröffentlicht am 2nd Dezember 2012,
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Link(s) vom 2. Dezember 2012

Zwischen dem 30. November 2012 und dem 2. Dezember 2012 aufgelesen:

  • Der Link im Zeitalter des Leistungsschutzes
    „Die traditionellen Medien behaupten zwar ständig, es gebe keine relevanten deutschsprachigen Blogs, aber das ist nur solange wahr, wie wir es glauben: Es liegt an uns, Blogs relevant zu machen.“
  • Why I love Twitter and barely tolerate Facebook
    „Twitter is a steady stream of mostly joy and makes my life better. Facebook is filled with people I barely know, chain-emails and disaster news about the sky falling that reminds me of my own past as well as my “friends” at every turn.“

Link(s) vom 28. November 2012

  • Veröffentlicht am 28th November 2012,
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Link(s) vom 28. November 2012

Zwischen dem 27. November 2012 und dem 28. November 2012 aufgelesen:

  • Reco’nize: The Original Cynical Musician
    „If there’s anything that should now be abundantly clear, it’s that there is no “new business model” coming. There never was even a slight chance of it happening.“

Die Wahrheit tut weh. Aber es ist ja nur die halbe Wahrheit, die hier wiedergegeben wird. Ja, seit der Ära Napster es ist fast unmöglich geworden für Künstler, noch in den Rang von U2, Metallica, den Rolling Stones und anderen Dinosauriern der Branche zu klettern. Aber gleichzeitig ist es noch nie für den 08/15 Durchschnittsmusiker so bezahlbar und einfach machbar geworden, seine Musik inkl. Video zu produzieren und einem Weltpublikum vorzuführen. Es braucht nicht mehr zigtausende von Dollars, Pfund oder Euros, Connections in der Musikindustrie, einen Schwager, der einen kennt, dessen Cousin bei Decca die Mülleimer rausbringt oder  sowas, sondern nur eine Idee, einen normalen PC, eine HD-Handykamera wie z.B. im iPhone, die richtige Software (das meiste gibt’s auch als Freeware) und jede Menge harter Arbeit.

Und sagt mir ja nicht, das sei dann aber keine Studioqualität. Habt Ihr mal gehört, was die Stones oder Beatles rausgesbracht haben? Habt Ihr die LPs mit Liveaufnahmen aus der Zeit gehört? Das klingt, als ob einer ein Mikro am Seil vom Balkon über der Band baumeln liess. Und dann haben die Leute 30 DM für die LP gezahlt. Wir hatten ja nix, wir kannten ja nix anderes.

Das Problem ist natürlich, daß diese Voraussetzungen für jeden gelten. Man steht nicht in Konkurrenz mit den drei, vier Bands aus der eigenen Gegend sondern mit allen anderen Bands. Youtube hat Platz für alle. Also muss man sich was einfallen lassen, wie man sich bekannt macht. Auch hier stehen wieder jede Menge super Tools kostenlos oder für relativ kleines Geld zur Verfügung. Man muss nur den Arsch hochkriegen.

Es gibt Businessmodelle da draußen, aber man mus sie finden wollen. Aber die gute alte Zeit für Lars & Co. ist vorbei, in der Tat.

P.S.: Es hilft, wenn man seine Fans nicht verarscht, beleidigt und kriminalisiert.

  • you’ll be a woman, soon
    „Ich habe sie. Und noch eine zweite Scheibe Wurst in der Hand, denn ich kenne solche Frauen, die sich erst kokett zieren und auf ihre Linie achten wollen, beim richtigen Mann mit der richtigen Wurst aber alle Hemmungen fallen lassen und zubeißen.“

Haha, saw it coming.

Link(s) vom 25. November 2012

  • Veröffentlicht am 25th November 2012,
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Link(s) vom 25. November 2012

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  • Susannes Blog » Blog Archive » Zu Hause in O.
    „Unsere Wohnung ist aber nicht nur unten, sondern auch hinten. Ich kokettiere gern damit, dass wir im Hinterhaus wohnen, im Gesindetrakt. Um zu uns zu kommen, muss man einen versteckten Nebeneingang nehmen, er führt direkt zu den Mülltonnen. An denen geht man vorbei durch einen geschmacklosen, dreckigen Gang und dann gelangt man in einen kleinen, verwahrlosten Innenhof. Dort muss man sich trauen, hinten wieder ins Haus hinein zu gehen und wenn man sich endgütlig verloren glaubt, nimmt man die erstbeste Tür und geht einfach die kleine Treppe im Hinterhaus hinauf bis ins Hochparterre und schon darf man bei uns klingeln. Falls ich mal ein Notfall bin, richte ich mich darauf ein, langsam und allein zu verenden, bevor ich gefunden werde.“

Hachja, ich hab’ ja auch so gern in O. gewohnt; allerdings nicht an der Grenze zu O. sondern mehr an der Grenze zu St. P. Aber schön war’s da.

Da ich die Piraten einfach nicht mehr interessant genug finde und jegliche Hoffnung aufgegeben habe, das aus dem Chaoshaufen noch was g’scheids kommt, verfolge ich nur aus dem Augenwinkel, wie die Presse gerade über den Bundesparteitag berichtet. Der Artikel hier ist eher so mittelgut, aber das Zitat finde ich sehr passend. Mehr als Twitterlärm kommt einfach bei Otto Normalwähler nicht an, sofern der sich überhaupt auf Twitter befindet. Für Leute wie mich, die de facto 24/7 online sind, den Piraten ursprünglich (2009) mal recht wohlwollend gegenüberstanden aber nicht dazugehören und einige Dinge vielleicht etwas besser einordnen können, ist das jedoch immer noch erschreckend wenig. Wenn man immer nur das Gebrülle der Affenherde mitkriegt, „Inhalte statt Köpfe“ propagiert wird, aber die Köpfe mehr so als Schwachköpfe rüberkommen und wirklich keine Inhalte durchdringen, dann törnt das ab. Wobei man sich bei den Piraten ja bei den Inhalten offenbar auch auch intern nicht einig ist.

Link(s) vom 23. November 2012

  • Veröffentlicht am 23rd November 2012,
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Link(s) vom 23. November 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • What Facebook’s new terms of service really mean: Ads are coming to Instagram
    „So-called “geolocation” data is powerful stuff. Users who said “yes” just once to the question “Can Instagram use your location?” are putting a precise latitude and longitude stamp on every image they take. If you’ve turned off this feature in Facebook but you’re an Instagram user whose photos are geocoded, Facebook now has all the location data it needs to determine all kinds of ancillary facts about you.“

Ich mag Instagram, sogar sehr. Es ist wie Twitter, nur mit Fotos – schnell, spontan, mitunter sieht man kleine Kunstwerke, ich fotografiere gerne „aus der Hüfte“ und ausserdem bietet es mir eine Möglichkeit, meine Scribbles ratzfatz unters Volk zu bringen und Menschen damit für einen Moment zu erfreuen, so wie ich jeden Morgan einmal kurz lächeln muss beim#609060 #Krickelkrakel von @skizzenblog Zeichner Claus Ast. Einen Moment Sonne pro Tag ist auch im Hamburger November nicht zu verachten. Aber ich überlege langsam, ob mir das nicht insgesamt doch zu teuer wird.

  • Mike Kruzeniski – How Print Design is the Future of Interaction
    „We need the thinking, the aesthetic, and the quality of Print Design applied to the digital surface. And we need the designers that are skilled in Print to bring their sensibilities to User Interface design. The so-called undesigning of the web needs to be recognized as the best examples of design today, not a lack of.“

Ja.

  • Das seltsame Verhalten von Leuten zur Wahlkampfzeit
    „Lieber Herr Alt: Bei einer Erhöhung kommen also etwa eine Million Menschen mehr in den “Genuß” von HartzIV. Was bedeutet denn das? Das bedeutet, dass eine Million Menschen so wenig Geld verdient, dass schon eine Erhöhung um grade mal 50€ sie ins Netz des SGBII runterzieht. Könnte es sein, dass diese eine Million Menschen einfach viel zu wenig Geld verdienen für ihre Arbeit?“

Die Grünen sollten sich was schämen. Ach nee, dazu bräuchte es ja so etwas wie ein Gewissen.

Stefan Niggemeier  nimmt sich den Selbstbeweihräucherungskäse von Giovanni DiLorenzo vor.

Link(s) vom 22. November 2012

  • Veröffentlicht am 22nd November 2012,
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Zwischen dem 21. November 2012 und dem 22. November 2012 aufgelesen:

  • Ideas For Improving Thanksgiving
    „Remember before Google existed, when you could innocently wonder aloud something like “Is John Madden alive,” and not have someone be like, “Uh… Google?” in response. Those were better days.“

Der Rest dieses mehr oder weniger lustigen Anti-Thanksgiving-Dingsbums ist eher vernachlässigbar, aber der Satz stimmt. Ich weiss auch nie, was ich nerviger finde: Leute, die zu faul oder blöd zum googeln sind (da setze ich ja immer gern mal http://lmgtfy.com/ ein, so als Wink mit dem ganzen Zaun) oder Leute, die alles googeln müssen und nicht mal die Muße haben, über etwas nachzudenken oder sich daran zu erinnern was sie gelernt haben.

  • The Vandamm House In Hitchcock’s “North by Northwest”
    „I guess it’s only natural. Since I’m known as a modernism buff, Frank Lloyd Wright fan, movie freak, and Hitchcock addict, I hear the questions all the time: Where is the Frank Lloyd Wright house that was used in “North by Northwest”? Was it a real house? Was it based on a real FLLW design? Is it still on top of Mount Rushmore? Can I visit it?
    The Vandamm House looks like a Frank Lloyd Wright design to most people; it isn’t. The simple answers are no place, no, no, no, and no, but there’s much more to it than that. The house in “North by Northwest” has a history just as fascinating as any “real” dwelling ever built, as you’re about to find out.“

Das ist ja einer meiner Lieblingshitchcocks, und nicht zuletzt aufgrund der Ausstattung. Das Haus am Mt. Rushmore fand ich immer wahnsinnig toll, obwohl mir schon klar war, daß das im Leben nicht echt sein konnte. Egal. Heute Abend liegt North By Northwest („Der Unsichtbare Dritte“) im Player.

Nein, Schätzchen. Hast du dir in letzter Zeit mal die Preise für Übergepäck angesehen? (Wäre meine Antwort gewesen. Ist wohl ganz gut, daß ich keine Kinder habe.)

Link(s) vom 20. November 2012

  • Veröffentlicht am 20th November 2012,
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Percanta mal wieder. Hihi

  • ReiterHosen.
    „Der nette mexikanische Guide versicherte mir, dass “Principe” genau das richtige Temperament für mich hätte, also ungefähr das einer Mettwurst. Sollte mir auch recht sein, obwohl sein Zosse ein wenig mehr Feuer in den Augen blitzen hatte. Ich schmeichelte mich bei Principe mit einem halben Apfel ein und bestieg ihn. Ein Westernsattel, soso. Ein Riesenknüppel vor mir für das Lasso, ich hängte da mal lieber meine Tasche an, in der ich noch weitere Äpfel bereit hielt für den Fall, dass Principe mir ein treues Tragtier sein würde.“

Auf Principes Schwester bin ich mal an einem spanischen Strand geritten, das kann ich alles genau so unterschreiben.

Link(s) vom 15. November 2012

  • Veröffentlicht am 15th November 2012,
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  • Nur östlich der Alster
    „Als Hamburgerin ziehst du nicht über die Elbe (logo, du willst ja nicht weg aus Hamburg) und nicht über die Alster (auch logo, denn der Westen ist irgendwie komisch). Und als Walddörferin gehst du da schon gar nicht weg. Nur einmal haben wir formal westlich der Alster gewohnt, aber das zählte nicht, denn Duvenstedt, das Dorf mit dem Brook, siehe oben, liegt zwar westlich der Alster, aber das stimmt nicht, denn gefühlt liegt es östlich. Und kulturell sowieso.“

Der Haltungsturner hat auch was zu Herrn Buddenbohms Stadtteile-vorstellen Aufgabe geschrieben. Als Hamburger West End Girl sehe ich es natürlich genau umgekehrt: Nur westlich der Alster kann man wohnen; alles andere ist schon en wenig suspekt.

  • Jenseits der Biographie
    „Wir haben jetzt eine Katze. Seit vier Tagen schon. Und ich habe sie noch kein Mal getreten.“

Reife Leistung, aber darum geht’s gar nicht.

  • Papier ist geduldig
    „Schadet es also dem Produkt, wenn das Medium als weniger wertig empfunden wird? Ich finde ja. Ich habe im Internet grandiose Texte gelesen, die ich glaub ich noch besser gefunden hätte, wenn ich sie auf Papier gelesen hätte. Nur, dass ich sie auf Papier nie gelesen hätte, weil ich sie dort nie gesucht und gefunden hätte. Und weil ich zu wenig Zeit habe, noch bedrucktes Papier zu lesen, weil ich fast den ganzen Tag vor dem Internet sitze. Es ist bekloppt!“

Ja. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

  • Dings-Outing I (Bücher)
    „Als ich auf das Dorf zog, da fand ich es total normal, dass ich lesen konnte (ich hatte es mir mit Scrabble-Spielen schließlich selber beigebracht) und auch, dass ich viele Bücher hatte. Die Dorfjugend hätte vermutlich deutlich normaler gefunden, wenn ich blinkende Antennen auf dem Kopf getragen hätte, denn von ihnen konnte keiner lesen. Warum sollte man auch lesen, bevor man in die Schule kommt?“

Christian über seinen Medienkonsum. (Ich wollte doch noch … ich müßte ja …)

München sei ja nur bei Stromausfall erträglich, hörte ich heute. Aber diese Fotos von U-Bahnhöfen sind schon ziemlich klasse.

Link(s) vom 14. November 2012

  • Veröffentlicht am 14th November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Presse, Demokratie und Meinung. Eine Rede vor den Aktionären und Freunden der «Basler Zeitung» | Deadline
    „Ich danke Ihnen für Ihre Einladung. Eine kritische Stimme einzuladen, beweist Toleranz, zumindest Neugier. Deshalb bedaure ich sehr, Ihnen sagen zu müssen, dass ich für Ihr Projekt, so wie es sich derzeit darstellt, keine Chance auf Erfolg sehe: nicht publizistisch, nicht finanziell, nicht politisch. Und dass ich auch zweifle, dass ein Erfolg Ihres Projekts – sowohl für die Presse wie für die Demokratie – überhaupt wünschbar wäre.“

Der wunderbare Constantin Seibt begibt sich in die Höhle der Löwen und haut ihnen mit lautem „Pfui!“ auf die Pfoten.

  • Lange Sätze in der Schule, und Satzzeichen zweiter Klasse
    „Auch mal, für ganz verwegene, einen Gedankenstrich – auch wenn Frau Rau und ich, die wir beide dieses Satzzeichen schätzen, unterschiedliche Ansichten dazu haben, wie angebracht es in welchen Textsorten ist. Gedankenstriche führen gerne mal zu Parenthesen – und wir wissen alle, wie schwer man die Finger davon lassen kann, wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist.“

Mea maxima culpa. :)

Link(s) vom 12. November 2012

  • Veröffentlicht am 12th November 2012,
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Zwischen dem 11. November 2012 und dem 12. November 2012 aufgelesen:

  • Piratenangriff auf Bonn: Unter dem Deckmantel eines Bürgerbegehrens betreibt die „Piratenpartei“ die Schließung der Oper | nmz – neue musikzeitung
    „Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Kaltschnäuzigkeit eine Partei, die in ihrem Parteiprogramm der Kultur gerade einmal zwei Zeilen widmet, zugunsten einer diffusen „Breitenkultur“ nicht nur generell professionellen Künstlern ihr Einkommen aus dem Urheberrecht, sondern nun auch mindestens 150 künstlerisch Beschäftigten der Oper Bonn die materielle Existenzgrundlage – quasi als „Kollateralschaden“ – entziehen will. Das nicht-künstlerische Personal wird hingegen als schutzwürdig anerkannt; es soll an anderer Stelle bei der Stadt weiterbeschäftigt werden.“
  • Nebenverdienst fürs Vaterland
    „So wurde ich von meinem ausbildenden Oberfeldwebel, einem Herrn Kähler, eines Tages auf seine Stube gebeten, also nicht ganz befohlen, aber eigentlich doch. Es ginge, so sagte er sinngemäß, um meine Zukunft.“
  • Small Talk & Saying No | A Big Life
    „A month or so later, half an hour into a great chat with a German perfume sales assistant who had lived in America and South Africa and was bemoaning the lack of meaningless chatter from Germans in social situations, I had one of my first (and most prevailing) revelations. English is based around small talk. And, as I have learnt, German isn’t. German, like the people who speak it and the culture it informs, is direct, honest and economical. They just don’t talk small.“
  • Hallamati 2012
    „Dafür, dass die katholische Kirche seit über 1.000 Jahren von bombastischen Inszenierungen lebt, hat sie von Akustik wirklich bemerkenswert wenig Ahnung. Das war, was die Show angeht, allerhöchstens Kreisliga, ganz erstaunlich.“

Link(s) vom 10. November 2012

  • Veröffentlicht am 11th November 2012,
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Zwischen dem 9. November 2012 und dem 10. November 2012 aufgelesen:

  • Freiertag.
    „Barack kommt! Und Vladimir!! Und der Chines’!!! Zusätzlich zu den eigentlichen ASEAN-Regierungschefs natürlich. Also werden Schulen entlang des “Boulevard de la Federation Russe” für ganze 6 Tage geschlossen, weil die urplötzlich auf die Straße ausbrechenden 1.500 Schüler auf Fahrrädern den “dignitaries” in die Quere kommen könnten. Kein Witz. Und was in München passieren würde, wenn man beide Ringe, die Autobahn zum Flughafen und 3 von 4 Ausfallstrassen sperren würde, könnt Ihr Euch ja vorstellen. Genau so wird es sein. Und die Bettler und die Kinder, die Bücher und Früchte verkaufen werden kurzerhand deportiert. Nach Prey Speu, vor die Tore der Stadt, wo es 3m-Mauern, verschlossene Tore und Stacheldraht gibt. Operation Cleansweep nennen sie das.“

Mein Freund Ralph ist gerade in Kambodscha und bloggt gelegentlich seine Beobachtungen.

  • Landei.
    „Auf dem Land in Takeo, da geht das so: Von 5:30 h bis ca. 8:00 h gibt es Reis mit Huhn oder Nudelsuppe mit was immer bei drei nicht auf den Bäumen war. Und auch das reicht meist nicht, um der unendlichen Fleischeslust des Khmer-Mannes zu entgehen. Reiher werden mit der Steinschleuder erlegt (schmeckt stark nach Wild, wie Fasan oder Hase), Reisfeldratten (Bisam?) schlicht erschlagen (wie leichteres Schwein, sehr gut, prima Frühstück), Lerchen beim singen genetzt (zur Nachtigallenzeit serviert, an Romeo&Julia gedacht, nicht gegessen), Fische am leben gelassen (zu 20st in einem 5-Liter-Waschzuber versteht sich) … und die Schnecken waren schlicht zu langsam (und zu süß).

Nochmal Ralph über seine kulinarischen Erlebnisse vor Ort.

  • Szenen aus Sankt Georg (1): Charles Aznavour kauft eine Aubergine
    „Fladenbrote in ungewohnten Formaten und Größen, die Frau vor mir kauft sechs meterlange Fladenbrote, hier ist wirklich alles für Großfamilien gemacht, mein Vierpersonenhaushalt ist gar nichts. Zwei Regale nur mit Oliven, zwei mit Bohnen und Kichererbsen in Dosen. Ganze Fische an der Frischetheke, ich könnte einen großen Lachs mitnehmen, wenn ich auch nur die leiseste Ahnung hätte, was ich mit einem ganzen Fisch soll, ich kann nur Filet. Eine bedauerliche Form von Lebensmittelblödigkeit, typisch für meine Generation.“

Maximilian Buddenbohm schreibt eine Appetit machende Liebeserklärung an sein Viertel St. Georg.

  • On Drawing and Illustration and the Difference Between the Two
    „I actually think that most people don’t realize or think about the difference between Drawing and Illustration. They think they’re the same. They’re not. Drawing is an act, whereas Illustration (as I define it) is a profession. Illustration *can* involve drawing (it can expand beyond drawing too, obviously), but it’s actually the act of thinking and problem solving.“

Schöne Erklärung des fundamentalen Unterschieds zwischen zeichnen und illustrieren.

Link(s) vom 9. November 2012

  • Veröffentlicht am 9th November 2012,
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Zwischen dem 6. November 2012 und dem 9. November 2012 aufgelesen:

  • Nullen und Einsen: Die Internetausdrucker – taz.de
    „Celle hat gleich drei Einträge, Indonesien keinen einzigen, und wenn es noch irgendeinen Zweifel daran gibt, dass die Macher keinen Bezug zum Internet haben: Zwölf Hundeseiten sind gelistet, aber nur drei Katzenseiten.“
  • Dyslexie, A Typeface Designed To Help Dyslexics Read
    „Reading printed text is so fluid and transparent for most people that it’s hard to imagine it feeling any other way. Maybe that’s why it took a dyslexic designer to create a typeface that optimizes the reading experience for people who suffer from that condition.“
  • Woman Arrested for Voting
    „Linder’s description of the sentencing hearing is great, and worth reading in full, but too long to set out here. One lesson that could be learned from it is not to start by saying, “Has the prisoner anything to say?” when the prisoner is Susan B. Anthony. Because she certainly did. When he was able to get a word in, the judge fined her $100, to which she responded, “I shall never pay a dollar of your unjust penalty.” And she never did.“

Link(s) vom 5. November 2012

  • Veröffentlicht am 6th November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Quoting Andrew Wyeth
    “I prefer winter and fall, when you feel the bone structure of the landscape. Something waits beneath it; the whole story doesn’t show.”
  • Arretiert!
    „Es war zehn nach Sieben. Genau zehn Minuten waren erst um. Noch dreiunddreißig Stunden und fünfzig Minuten. Ich nahm die schwarze Bibel in die Hand. Das ist doch mal eine Gelegenheit, dachte ich, die kommt hoffentlich nie wieder. Beim Konfirmandenunterricht Jahre zuvor hatte ich nur Augen für meinen Nachbar Sieberts gehabt, dem Unmengen Haare auf den Armen wuchsen, im Alter von zwölf. Wenn der da schon soviel Haare hat, dachte ich, wie sieht dann erst sein Sack aus. Noch während ich nun auf Seite 2 verfolgte, wer damals in Judäa wen geheiratet und wieviel Kinder gemacht hatte, verlor ich den Faden im Evangelium.“

Link(s) vom 5. November 2012

  • Veröffentlicht am 5th November 2012,
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Zwischen dem 4. November 2012 und dem 5. November 2012 aufgelesen:

  • AxeAgeRetro – die 90er Jahre
    „Als wir vor gut zehn Jahren das Erdgeschoss dazu gekauft haben, hat uns der Notar eröffnet, dass wir seit langer Zeit der einzige und somit letzte Fall von Stockwerkseigentum in seinem Notariatsgebiet waren. Im Grundbuch waren obskure Wohnrechte eingetragen von Leuten, die längst gestorben oder nach Amerika ausgewandert waren. Eine dieser Grundbucheintragungen bescheinigte dem Eingetragenen beispielsweise einen Schlafplatz neben dem Schlot.“
  • Internet Zombies – No One Talks To Each Other Anymore
    „Enjoying the beauty in a Museum…“

Link(s) vom 4. November 2012

  • Veröffentlicht am 4th November 2012,
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Zwischen dem 2. November 2012 und dem 4. November 2012 aufgelesen:

  • One Laptop per Child: Wenn äthiopische Kinder wie Äffchen dargestellt werden
    „Für uns ergibt sich folgendes Bild: Negroponte und das OLPC-Projekt haben hier mutwillig Fakten gefälscht und sich gar unterschwellig rassistischer Vorurteile bedient, um die ganze Geschichte reißerischer klingen zu lassen — und das auf dem Rücken der Kinder, um die man sich vorgeblich kümmern möchte. Man muss in dem Zusammenhang deutlich sehen, dass das OLPC-Projekt auf Öffentlichkeit in den Medien setzt, um Spenden zu sammeln. Da machen sich Geschichten von der segensbringenden Gadgetkultur als Beitrag zur Entwicklungshilfe natürlich gut.“

Ich hatte ziemlich die gleichen Gedanken, als ich den ursprünglichen Artikel neulich las: das stinkt nach Kolonialismus.

  • Die infantile Gesellschaft: Aus Leuten werden Kinder
    „So gibt es immer weniger Raum für Überraschungen, die ganz banal sein können. Früher fragten Kinder: „Wo fahren wir hin? Wie ist es da?“ Und bekamen vielleicht zur Antwort: „Das siehst du dann schon.“ Heute wird selbst in vertrauter Umgebung das Navigationssystem eingeschaltet und, sobald einem etwas nicht sofort einfällt, Google befragt und damit jedes unvorhergesehene Erfolgserlebnis, das Widerständen abgetrotzt ist, kassiert – eine merkwürdige Angewohnheit in einer Gesellschaft, die so viel Wert auf Gehirntraining legt.“

Ein Kommentar, bei dem ich fast nach jedem Satz laut „Ja! Ja! Ja!“ rufen möchte.

  • Frauenquote in der Wirtschaft – Nur unter Druck passiert etwas
    „Karrieren müssen sich außerdem nicht unbedingt durch fachliche Stringenz auszeichnen, das machen Männer uns Frauen schon lange vor. Thomas Ebeling, der Vorstandsvorsitzende des Medienunternehmens Pro Sieben Sat 1, hatte zuvor leitende Funktionen beim Getränkehersteller Pepsi und im Pharmakonzern Novartis. Studiert hat er Psychologie. Kaum eine Frau hätte die Chuzpe, sich eine solche Biografie für sich selbst auch nur vorzustellen.“

So ist es.  Und ähnlich ist es übrigens auch in der Politik: die Leute werden von links nach rechts auf Ministereposten hin- und hergeschoben, die grundsätzlich nach einer fundierteAusbildung in einem zumindest themenverwandten Bereich verlangen – sollte man jedenfalls meinen. Statt dessen geht es nur um politische Seilschaften und verquere „Traditionen“, z.B,. der, daß in einer Koalition grundsätzlich der Juniorpartner Ministerposten X einnimmt, oder halt Y Posten von der Partei besetzt werden müssen, obwohl es vielleicht in der anderen Partei jemand qualifiziertes geben könnte.

  • Die Sache in der dritten Etage
    „Er tippte in seinen Rechner.
    – Ich sehe gerade, dass bundesweit bei uns im System keine passenden Stellen für Sie ausgeschrieben sind. Was kann man denn da machen?
    – Ich kenne auch keine Produktionsfirma, die beim Arbeitsamt nach Leuten sucht. sagte ich. Die Leute, die sie brauchen, haben die nämlich im Handy gespeichert. Und in diese Listen muss man rein, nicht bei euch. So funktioniert das.“

Superschön, auf den Punkt und ungleich inspirierender als Ponaders selbstgefälliges Geschwafel zum ähnlichen Thema. Wonach werden eigentlich die Leute bei der ARGE ausgesucht? Wer beim Vorstellungsgespräch schon den besten Stinkstiefel gibt? Bewerber mit Ahnung von der Materie (geschweige denn der Welt da draussen) müssen leider draussen bleiben?

Link(s) vom 2. November 2012

  • Veröffentlicht am 2nd November 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • By the Bus Stop
    „The way people take ownership of the space, how they congregate, is often better than anything an art director or photographer could ever deliberately replicate. Each collection provides a little insight into London’s incredible diversity, how we relate to our surroundings, and each other.“

Wirklich schöne Fotos von Szenen an Londoner Bushaltestellen. Klingt öde, ist es aber gar nicht.

  • Scott Forstall fired: Skeumorphism, the design concept that’s tearing Apple and the tech world apart. – Slate Magazine
    „I asked Allen why his team had created the program this way. After all, they could have designed for function alone, placing a big Plus button on the home screen. Open the app, click the Plus button, and start drawing. “When people talk about skeuomorphism, they’re often talking about functionality—maintaining ornaments of the past even though they no longer have function,” he says. “But that’s taking a very narrow view of design. They’re forgetting about the emotional impact, the higher-level needs that we satisfy through design. So for us, the idea of showing a journal satisfies emotional aspects you couldn’t through a Plus button. We wanted to bring back a journal with sequential pages—bring the user back to a familiar place.”“

Längerer Artikel über Apples Skeumorphismus, dem hoffentlich langsam ein Ende bereitet wird, jetzt, da Jony Ives auch für das Erscheinungsbild der Software verantwortlich zeichnet. Der Autor ist hingegen ein Fan von „täuschend echt aussehenden“ Dingen und führt auch ein Interview mit den Machern einer meiner Lieblingsapps, Paper, an. All das, was mich an Paper so nervt, wird hier gepriesen. Diese optischen Spielereien sind ganz charmant am ersten Tag, aber irgendwann will man mit der Software einfach nur arbeiten und da zeigen sich schnell die Grenzen auf: Ich finde z.B. zwei Dinge bei Paper essentiell, die vermutlich nie kommen werden: zoom in, um Details zeichnen zu können, und einen weiteren Layer. Schwer umzusetzen in dem Design, an das sie sich gekettet haben.

Buddenbohm Junior im Papageienstadium. Wunderbar.

  • Offener Brief an die Social Media Economy Days
    „Zudem stelle ich fest, dass es sich bei den Rednern Ihrer diesjährigen Konferenz keinesfalls um Vorstandsvorsitzende größerer Konzerne oder Geschäftsführer großer Dienstleistungsagenturen handelt.
    Vielmehr finden wir auf Ihrer Referentenliste Geschäftsführer kleiner Beratungsunternehmen, Konzern-Mitarbeiter in mittleren Positionen sowie freie Berater.“

Keine einzige Frau ist unter den Vortragenden bei den diesjährigen Social Media Economy Days. OK, ich hätte auch keine Lust, mich dort zum Affen zu machen.

  • Sehr geehrter Herr Bundespräsident
    „Als meine Großeltern und ihre Kinder nach dem Krieg und der Flucht aus Ostpreußen schließlich in Bayern wieder vereint waren, hat der Vermieter des ihnen zugewiesenen Dachquartiers die dort vorhandene Toilettenschüssel abgeschraubt und einen Marmeladeneimer hingestellt, mit der Aussage, für Flüchtlinge müsse dies reichen.“

Noch jemand mit eigener Flüchtlingshistorie in der Familie, die es skandalös findet, wie menschenverachtend unsere Politik mit dem Flüchtlingsthema umgeht. Ob der Brief an den Bundespräsidenten etwas hilft? Vielleicht. Aber was soll der schon ausrichten? De facto kann der Mann nichts ausrichten, sein Amt hat Symbolcharakter und der Inhaber ist schon unter optimalen Bedingungen nur der Grüßaugust. Nach der Doppelnullbesetzung der unmittelbaren Vorgänger kann man ihn noch weniger Ernst nehmen. Aber Versuch macht kluch.

Link(s) vom 1. November 2012

  • Veröffentlicht am 1st November 2012,
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  • The night the Hell’s Angels went trick or treating
    „It was my second week. I was holding down the coveted Saturday 6-midnight shift. At about 10:00 the doorbell rang. Who would be coming to call at this hour? Maybe the Jehovah’s Witnesses work late in this town. I put a record on and like an idiot went to the front lobby and opened the door.“

Ken Levine erzählt eine Anekdote aus seiner DJ Zeit in den frühen 70ern und einen Halloween Abend in der Mitte von Nirgendwo.

  • Ponader
    „Ich verstehe den Zusammenhang zwischen seinem guten Abiturschnitt und seiner Arbeitslosigkeit nicht. Er ist intelligent und findet sich trotzdem nicht im Arbeitsleben zurecht. Wäre für viele Tätigkeiten nicht der Satz “Er ist intelligent und findet sich deshalb nicht im Arbeitsleben zurecht” genauso zutreffend?“

Malte Welding führt einige veritable Argumente an, warum man sich vielleicht nicht so an Ponader abarbeiten sollte; allerdings gibt es auch einige sehr kluge und nachvollziehbare Antworten in den Kommentaren dazu.

  • Die letzte Zeitung
    „Ich machte meiner Wut auf twitter Luft, sagte mir aber auch, das steht nur online, in die gedruckte Zeitung verirrt sich der Artikel nicht. Ich hatte mich getäuscht. Er erschien unverändert im Print. Wie meist, wenn ich wütend bin, wartete ich einige Zeit ab, ob die Wut verraucht. Tat sie nicht. Also setzte ich mich hin, schrieb meine Kündigung und begründete sie sogar kurz. Ich bat auch darum, mich nicht mit Angeboten zum Weiterbezug zu beglücken. Logisch, dass ich dennoch angerufen und angeschrieben wurde. Ich blieb standfest, anders als meine Zeitung, die in meinen Augen mit der Veröffentlichung des Artikels die Regeln anständigen Journalismus ignoriert hat.“

Frau Excellensa schreibt, warum sie sich vom Qualitätsjournalismusprodukt Süddeutsche Zeitung trennt.

  • Der Untergang des Abendbrotlandes
    „Unsere Städte sehen fast alle gleich trübe und grau aus, so wie Städte eben aussehen, wenn sie sehr schnell und billig wieder aufgebaut werden müssen, weil sie in Schutt und Asche lagen, nachdem es Deutschland mit der kulturellen Identität wirklich auf die Spitze getrieben hatte. Unsere Einkaufsstraßen sehen gleich aus, weil sie mit den immergleichen Filialen deutscher Großbäcker, Drogerie- und Supermarktketten, britischer Körperpflegemittelhersteller, amerikanischer Fastfoodverfütterer und schwedischer Bekleidungshändler vollgestopft sind.“

Tja. So ist es leider. Aber wir wollen’s ja nicht anders, oder?

Link(s) vom 31. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 31st Oktober 2012,
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Zwischen dem 30. Oktober 2012 und dem 31. Oktober 2012 aufgelesen:

  • Unsere Direktive – Kultur am Arbeitsplatz
    „Und ich dachte “Skandal” und klickte neugierig die nette Bäckerin an. Was ich sah, war eine Homepage mit Fotos, die ich eher in eine Modestrecke sortieren würde. Was ich noch sah war: Die Frau ist schön! Sie ist ein bißchen unnahbar. Sie zeigt einmal nackte Füße, mal Hände voll Mehl und einmal eine nackte Schulter. Sie suggeriert dem Betrachter keine erotische Situation und auch zeigt auch keine irgendwie erotisch konotierte Körpersprache. Die Erotik entsteht – wenn überhaupt – im Kopf des Betrachters.“
  • What’s in a Title?
    „I enjoyed the technical excellence of the painting, but it wasn’t until I read the name that I truly appreciated the painting’s narrative excellence as well. I look at the painting again, and now the dog’s face takes on a sense of loss that is heartbreaking. Layers and layers of story now begin to unfold around the image for me.“
  • Die besten James-Bond-Songs aller Zeiten
    „Los geht’s mit einem Song, der nicht “für einen James-Bond-Song schlecht”, sondern auch allgemeingültig schlecht ist. Ein Schmachtfetzen, der seinen natürlichen Lebensraum erst 1989 erreichte, als er auf “Kuschelrock 3″ verewigt wurde (als bisher einziger Bond-Song überhaupt), und der auch dann noch sterbenslangweilig gewesen wäre, wenn die Interpretin eine Stimme gehabt hätte. Schnell weiter!“
  • Noctiluca scintillans
    „Es ist Freitagabend, ungefähr um neun, mein Handy ist aus, ich trage meistens keine Armbanduhr, das wird sich jetzt vielleicht ändern, ich habe eine zum Geburtstag geschenkt bekommen, eine blaue, ich habe eine Bluse in genau diesem Blau, sonst nichts, aber das Blau ist das Blau, was kein Himmel je erreicht und kein Meer, das sieht man nur, wenn man einen Stein aus einem Felsen klopft, die haben bestimmt dieses Blau in sich, oder wenn man einen der Stifte erwischt hat, die auslaufen, dann sieht man das Blau, also überall, ungefähr um neun wird schon stimmen, wir sind irgendwo zwischen Frankfurt und Berlin in der Luft.“
  • an Größenwahn grenzende Arroganz
    „Ökonomische Unabhängigkeit ist natürlich wichtig, aber was kann schon schief gehen, wenn die gesamte Medienlandschaft sich vom Staat abhängig macht? Was sollte der schon tun, um diese Abhängigkeit zu missbrauchen? Eben.“

Link(s) vom 28. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 29th Oktober 2012,
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Zwischen dem 25. Oktober 2012 und dem 28. Oktober 2012 aufgelesen:

  • Prioritäten.
    „Aufkreischen der begüterten Kids im 13-Dollar-Bus. Zwinkern unter Eltern. Rückenlehnen werden grinsend in Liegeposition gebracht. Die Bälger zücken ihre Smartphones und sind beschäftigt. Tatsächlich. Wi-Fi im Bus. In Kambodscha. Und Avatar mit surround. Was die meisten Kids parallel nutzen.“
  • Stadt, Land und kein Fluss
    „Das war auch die Chance der pickligen Jungs, die zwar völlig indiskutabel als Freund waren aber ein Auto besaßen und sich damit abgefunden hatten, die Mädels zwar nicht anfassen zu können aber sie nachts, in ihren Kleinwagen mit 180 km/h über die Landstraße, nach Hause zu fahren.“
  • Was nicht gesagt werden muss
    „Natürlich habe ich auch nicht geschrieben über das Buch, das sich ums Verrecken nicht von mir schreiben lassen will. Hier, Schreibblockade vor dem ersten Satz, ein Riesenbrüller.“

Link(s) vom 24. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 24th Oktober 2012,
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Zwischen dem 23. Oktober 2012 und dem 24. Oktober 2012 aufgelesen:

  • 19 Things To Stop Doing In Your 20s | Thought Catalog
    4. Stop trying to get away with work that’s “good enough.” People notice when “good enough” is how you approach your job. Usually these people will be the same who have the power to promote you, offer you a health insurance plan, and give you more money. They will take your approach into consideration when thinking about you for a raise.
  • I’m tired of Ricky Gervais
    „At some point over the last few years I realized I wasn’t laughing anymore at Ricky Gervais. I was shouting “Fuck you” to the TV every time he opened his mouth. This is a sure sign of falling out of love. “

Link(s) vom 22. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 22nd Oktober 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Imperfect Writing
    „And then, in one store, a girl (who looked about four years old) asked her mom if my friend and I were terrorists.  She wasn’t trying to be mean or anything.  I don’t even think she could have grasped the idea of prejudice.  However, her mother’s response is one I can never forgive or forget.  The mother hushed her child, glared at me, and then took her daughter by the hand and led her out of the store.“

Link(s) vom 19. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 19th Oktober 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • ryan-a: Yakuza illustration | Drawn
    „Here’s a little making-of my Yakuza illustration for the exhibition, Battles without Honor and Humanity, at Floating World Comics in Portland Oregon on September 15.“

Ich finde es immer wieder spannend zu sehen und zu lernen, wie andere Illustratoren ans Werk gehen. Fast immer lerne ich etwas Neues. Dieses Internet ist schon klasse. Vielleicht sollte ich auch mal ein Making-Of schnitzen?

  • community strength: The Immersive Web And Design Writing
    „It does sound like a crazy idea, but it’s exactly what a small group of designers and writers have been doing for the past year or so. On a Web littered with SEO-ified headlines (“17 Jaw-Dropping Responsive Design Templates and Funny Cat Pictures”), easy-to-share design gallery slideshows and quick tutorials that help you recreate the latest texture fetish in Photoshop, these people are taking a step back from what we have now come to refer to as the “fast Web.”“

Nach slow food jetzt slow web, natürlich im positiven Sinne. Ja, dem kann ich mich anschliessen. Bin sowieso mal wieder kurz vorm Stecker ziehen.

  • Hobbies
    „Eintägiger Workshop mit Kollegen aus halb Europa. Zu Beginn stellt sich jeder kurz vor: Name, Aufgabe bzw. Verantwortungsbereich, 3 Hobbies. “

Sehr schön beobachtet von @giardino (der einen der schönsten Twitteravatare hat). Manchmal glaube ich, wir Deutschen haben einen Knall, was das Elterndasein angeht. Aber vielleicht ist es auch nur meine Generation, wahrscheinlich.

Link(s) vom 17. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 17th Oktober 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Doku über “Landshut”-Entführung: Der Tod fliegt mit
    „Sie haben noch in Erinnerung, wie der Kapitän erschossen wurde und eine Terroristin kurz danach Zigaretten verteilte. Den Passagieren war klar, dass Schumann als verantwortungsbewusster Pilot bis zu seiner Ermordung gehandelt hatte. Er hinterließ eine Lücke. Dennoch entstand nach der Entfernung des Toten ein unerklärbares und trügerisches Gefühl der Erleichterung, als sei mit ihm das Sterben von Bord gegangen.“

Es gibt ein paar wenige Bilder, die mir aus meiner Kindheit vin den Nachrichtensendungen der damaligen Zeit in Erinnerung geblieben sind. In meiner Familie sahen wir die 19 Uhr „heute“ Nachrichten im ZDF zum Abendbrot. Ich saß im Schlafanzug auf der Treppe, meine Beine baumelten zwischen zwei Stufen und meine Mutter hatte ein Tablett mit Schnittchen, Obst und einem Glas Milch vor mir auf die Stufe gestellt. Meine Eltern saßen unten im Wohnzimmer und gemeinsam sahen wir die Nachrichten. Als Kind einer Fliegerfamilie (Mutter, Tante, Onkel waren bei der Lufthansa) spielte ich gerne Kapitänin. Die Bilder Kapitän Schumanns in der Tür der Lufthansamaschine haben sich mir – neben denen des das Victory-Zeichen gebenden Richard Nixons, des zum Ende des Vietnamkriegs auf dem Dach der US Botschaft in Saigon abhebenden Helikopters und den ins Meer stürzenden Hueys vom Deck der USS Midway, des bewaffneten und maskierten Palästinensers auf dem Balkon einer Wohnung im Münchner Olympiazentrum und der RAF-Fahndungsplakate an Flughäfen und Bahnhöfen für immer ins Gedächtnis gebrannt. Der Vietnam Krieg, der „heisse Herbst“ und die RAF gehören zu meiner 70er Jahre Kindheit wie YPS- und ZACK!-Hefte, die autofreien Sonntage der Ölkrise, Sinalco-Limonad, Western von gestern und Bonanzafahrräder.

  • “Wir sind durch die Hölle gegangen” | slow media
    „Ich kenne keinen anderen Berufstand, der so schamlos parasitär von der intellektuellen Leistung anderer lebt, wie die Professoren, die völlig selbstverständlich jede Zeile ihrer Veröffentlichungen von ihren Studenten, Assistenten und Mitarbeitern schreiben lassen und – obwohl für ihre Arbeit bereits durch Steuergelder entlohnt – auch noch die Tantiemen erhalten.“

Akademiker, die Sahne auf dem Kuchen.

  • Mehr Entfremdung wagen!
    „Es klingt banal, aber die Verantwortung für unser Leben liegt zuerst bei uns. Das finden von Grenzen ist in einer digital entgrenzten Welt schwierig geworden und wir finden sie oft erst, wenn sie bereits überschritten sind. Aber von dieser Verantwortung erlöst uns niemand. Dazu gehört in erster Linie wieder mehr Entfremdung von Arbeit zu wagen. Die Dinge dahin zu sortieren, wo sie hingehören.“

Ich hatte Jobs mit offiziell 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche, bei denen ich meist eher 60 Std. pro Woche gearbeitet und jede Minute gehasst habe, aber mein Perfektionismus und mein Ehrgeiz liessen mich nicht den Bleistift fallenlassen, nur weil es 18 Uhr und damit offiziell Feierabend war. Ich hatte einen Job, bei dem ich eher 80 Std./Woche gearbeitet habe und der sich anfühlte wie ein Halbtagsjob, weil ich ihn so geliebt und so gerne gemacht habe. Ich habe als Freiberufler mal eine 10 Stunden-, mal eine 70 Stunden-Woche gehabt, wobei wir hier nur von bezahlten Stunden reden. Ich habe in meinem bisherigen Arbeitsleben noch nie einen 9-5 Job gehabt, bei dem eine Gewerkschaft oder ein Betriebsrat eine tragende Rolle gespielt hätten. Einerseits finde ich das unfassbar traurig, andererseits bin ich darüber unendlich glücklich.

  • Video: Ordos – Skaten in der Geisterstadt | i-ref.de
    „Die für 300 000 Menschen konzipierte Stadt wird gegenwärtig lediglich von knapp unter 5000 Menschen bewohnt. Für viele ein Grund, Kangbashi als moderne Geisterstadt zu bezeichnen. – Ein Team von 7 Skatern aus verschiedenen Teilen dieser Erde tat sich zusammen, um diese Großstadt auf dem Rollbrett zu erkunden und Ordos auf seine Fahrbarkeit zu testen.“

Ein faszinierendes Skatervideo über eine faszinierende Stadt.

Link(s) vom 15. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 16th Oktober 2012,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 14. Oktober 2012 und dem 15. Oktober 2012 aufgelesen:

Christian schreibt sehr schön über unsere kollektive Wahrnehmung, die keine ist.

  • Die Wanderhure | Leo/Gutsch
    „Interessant ist, dass im Ehebett die ein Mal getroffene Seitenwahl fast nie wieder aufgehoben wird. Es gibt nicht UNSER Bett. Es gibt nur DEINE Seite und MEINE Seite. Die Seiten bleiben selbst dann unveränderlich, wenn man das Bett wechselt, die Wohnung oder den Ehepartner.“

Ich hab’ sehr gelacht.

  • Von Kaffee, Bäumen und einem Laden in der Südstadt
    „Man läuft durch die kleinen Gassen und schaut in eines der erleuchteten Fenster und denkt, wow, was für ein abgefahrener Laden für Inneneinrichtung und irgendwann sieht man ganz hinten auf dem Sofa ein Paar vor dem Fernseher sitzen und es ist einfach nur eine ziemlich vollgestellte und bunt dekorierte Wohnung.“

Die Frau schreibt so gut, die sollte das beruflich machen. – Oh, wartet, ich sehe gerade, das tut sie schon!

Link(s) vom 13. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 13th Oktober 2012,
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Zwischen dem 12. Oktober 2012 und dem 13. Oktober 2012 aufgelesen:

  • While waiting for lunch…
    „I never tire of the classic diner still life. There's always about a 15-20 minute time limit from when the order goes in to when the food is on the table. After the food arrives I can't badger my table mate to keep her hands off the still life. The time limit focuses the brain better than coffee does.“
  • Banknote Engraver
    „Christopher Madden is one of the few people who creates the artwork that appears on U.S. paper money. He works at the Bureau of Printing and Engraving in Washington, DC, one of only three master artists and three apprentices. I visited him last month for a rare tour of his workshop. It took ten years of apprenticeship for Mr. Madden to get where he is now. One of the milestone projects was to do an engraved portrait of President Obama. “

Link(s) vom 12. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 12th Oktober 2012,
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Zwischen dem 10. Oktober 2012 und dem 12. Oktober 2012 aufgelesen:

  • Vom Wert eines Tweets
    „Das wäre alles nicht passiert. Aber es ist eben passiert und das alles nur wegen eines lächerlichen Tweets. Natürlich wüsste ich das alles nicht und würde es auch nicht vermissen, wenn es nicht passiert wäre, aber das ist ja eine dumme Denkweise. Wenn es die Muppets nicht geben würde, würden wir sie auch nicht vermissen, aber eine Welt mit Muppets ist ja trotzdem besser.“
  • Oktober, 8
    „Vielleicht kann man es ungefähr so ausdrücken: Noten sind mir schnurz. Bildung nicht, und ich fürchte, dass das Berliner Schulssystem dieser Bedarfslage weniger entspricht, als ich es möchte.“

Link(s) vom 9. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 9th Oktober 2012,
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Zwischen dem 8. Oktober 2012 und dem 9. Oktober 2012 aufgelesen:

  • Phil McAndrew: Draw like a six year old
    „I know most of you are not professional illustrators. Maybe you’re a graphic designer or maybe you’re a person who at the age of eight decided to forsake the act of drawing and become an accountant. It doesn’t matter who you are. It’s stupid to be afraid of drawing or to believe that you “can’t draw.” That’s ridiculous. You might not remember it, but when you were a kid you drew and you loved it. You didn’t care if the drawings were good. You drew without fear! You were fearless! Why are you afraid of it now?“
  • Anlässlich eines Anrufs
    „In meinem Jahrgang gibt es so inflationär viele Stefans, dass alle Frauen meines Alters schon mit Stefan im Bett waren, nur nicht unbedingt mit demselben. Aber einer war immer schon da.“
  • Free Wood Post
    „I depend on my husband to provide for me and my family, as should most women… and if a woman does work, she should be happy just to be out there in the working world and quit complaining that she’s not making as much as her male counterparts. I mean really, all this wanting to be equal nonsense is going to be detrimental to the future of women everywhere.“
  • Wie die Sesamstrasse die Präsidentschaftswahl in Amerika beeinflusst
    „Der heutige Blogbeitrag wurde präsentiert von den Buchstaben O, R und der Nummer 2.“
  • Urban Sketchers: Featuring: Bo Soremsky, Berlin Urban Sketcher
    Lately Bo Soremsky has been doing some simple animations of Berlin street scenes. He draw the image on site and later add some animation to the scene. Usually pedestrians, cars and bikes.

Link(s) vom 3. Oktober 2012

  • Veröffentlicht am 3rd Oktober 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • AxeAgeRetro – die 80er Jahre
    „Ich verließ das Sekretariat, verstaute den Studentenausweis in meinem Geldbeutel, kaufte mir in der Cafeteria einen Kaffee, steckte mir eine Zigarette an – ja das ging damals noch: in der Hochschule rauchen – und hatte plötzlich ein Freiheitsgefühl, wie ich es vorher nie und nachher kaum in meinem Leben hatte. Ich besaß ein eigenes Auto, ich hatte eine eigene Studentenbude, einen gültigen Studentenausweis und ich bekam ein paar Mark Bafög. Ich war jung, ich war frei und ich hatte Zigaretten. Ich war an diesem Tag der glücklichste Mensch der Welt.“
  • jelus welttraum » Kindermund
    „Kunst ist etwas das niemand nachmachen kann!“ (via Felix’ gefacebooke)
  • Eine besondere Hochzeit? Stefan Groenveld
    „Ist es immer noch etwas Besonderes, wenn eine Frau eine Frau oder ein Mann einen Mann heiratet? In Hamburg?“

Link(s) vom 30. September 2012

  • Veröffentlicht am 1st Oktober 2012,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

  • Mir fehlen die Worte
    „Als er den Mann mir gegenüber nach der Fahrkarte fragt, deutet dieser in Richtung des Wagens hinter sich und sagt in leicht gebrochenem Deutsch »Meine Frau hat die Karten«. Daraufhin der Kontrolleur: »Sieht die auch so aus wie Sie? Ich meine, ist die auch so verbrannt im Gesicht? ’Tschuldigung, ist nicht so gemeint …« und lacht jovial.“
  • Unterhaltungsprogramm der Berliner Sorte
    „Simone, Sabine, Susanne, Sandra oder Mandy, wie sie auch immer heißt, hat sich in schwarze enge Kluft mit einem roten Korsett darüber geschnürt geworfen und assistiert dem im Sessel sitzenden Denker mit ausgesuchter Lieblosigkeit, Abgestandenheit, wohltemperierter Arroganz, Pseudosexualtiät und wohltuender Befreitheit eines Lächelns gepaart mit affektierter Überheblichkeit. Sie bietet alles, was man von einer Assistentin nicht sehen möchte und schafft es tatsächlich damit sehr schnell, dass ich doch noch an diesem Abend pappsatt bin. Sie zeigt somit offensichtliche Pasta-Kompetenz.“
  • Alexander Basile über die urbanistischen Dimension von Skateboarding
    „Wie stark Skateboarding Einfluss nimmt auf Architektur, können sich viele gar nicht vorstellen. Viele Städte setzen auf eine repressive Architektur, da werden Plätze so konzipiert, dass man dort nicht skaten kann, es wird schon im Vorhinein verhindert, was eventuell stattfinden könnte.“
  • Anke Gröner» Blog Archive » Wie man sich mal eben in München immatrikuliert
    „Ein Brief von der Uni München, in dem steht, dass sie meine Immatrikulationsfrist bis zum 28. September verlängern. Ich beginne, viel zu trinken.“

Link(s) vom 15. September 2012

  • Veröffentlicht am 16th September 2012,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 14. September 2012 und dem 15. September 2012 aufgelesen:

  • Die Insel der Verdammten
    „Ich verstehe eh nicht wieso die Leute klatschen, wenn der Pilot das Ding runtergebracht hat, das ist sein scheiss Job! Ich applaudiere nicht wenn der Bus hält oder das Taxi vor meiner Tür ankommt, nicht wenn der Müll abgeholt wird und erst recht nicht wenn das Flugzeug landet. Ein Applaus impliziert doch immer, dass es eine zweite Option gibt, nämlich, dass er es nicht schafft. Ich persönlich würde nur klatschen, wenn das Ding von einem der Fluggäste gelandet wird, weil der Pilot einen Schlaganfall hatte.“

Das ist ja genau die Sorte Tüp, auf die man im Urlaub treffen will. Nicht. Aber er schreibt so herrlich! Ach!

  • Mikkel Sommer
    „I always get nervous in front of a piece of good quality paper, I don’t what it is, some pressure I put on myself. I’ve never used a sketchbook either, I never know how to start them, and I’m such a perfectionist that I wanna rip out pages that doesn’t work with the rest, which is a silly thing to do with a book that’s supposed to be for experimentation and trial and error. I sketch on paper that I’ve used before, on the back, and I draw on cheap recycled 80g photocopy paper.“

So geht es mir auch oft. Ich arbeite daran, diese komplett hirnwichsige Marotte zu überwinden, zumal auch das billige 80g/qm Kopierpapier nicht gut mit meinem liebsten Zeichenstift zusammenarbeitet. Aber es ist harte Arbeit, soviel kann ich sagen.

  • Lass uns nicht über Facebook reden | Digitales Leben | DW.DE | 13.09.2012
    „Hier wurde ganz offensichtlich ein dadaistisches Theaterstück aufgeführt. Die Simulation eines digitalen Gesprächs im realen Raum. Ein Reenactment, eine Inszenierung mit Verfremdungseffekt. Auf der Bühne ist das große Kunst. Hier aber ist es die Bankrotterklärung einer Gesprächskultur, die Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende gebraucht hat, um sich zu entfalten. Zunichte gemacht in Minuten. Das Ende! Dank Apple, Facebook und Anna.“

Bashing, hübsch verpackt. Und natürlich wie immer mit einem Körnchen Wahrheit.

Link(s) vom 14. September 2012

  • Veröffentlicht am 14th September 2012,
  • veröffentlicht von

Zuletzt aufgelesen:

  • Prometheus – der Spoilerartikel | Das Nuf Advanced
    „Alles anfassen, vor allem natürlich die schwarze todbringende Flüssigkeit und zwar zu jedem Anlass. Landen, eine Stunde rumgucken, niemanden sehen und sagen: “Oh Mann, jetzt muss ich mich aber betrinken, weil da hab ich mir echt mehr versprochen.”“

Das Nuf war im Kino und hat sich Prometheus angesehen. Also, ich würde den ja nicht unter Waffengewaltandrohung angucken, Ridleyfangirl hin oder her. Ich bin Sci-Fi -Hasserin und Schisshäschen in Sachen schleimige Moddermonster, Zombies & Co. Aber bei diesem tollen Verriss musste ich schon sehr lachen.

  • Ryder Cup 2012 — Hunter Mahan says he won’t watch on TV either – ESPN
    „McDowell best remembers the game not by how many birdies were made, but by a strange sensation the following day. “I remember waking up the next morning and my arm was sore,” he said. “I couldn’t work out why it was sore, and then I remembered. We were high-fiving each other so hard because it was so emotional. Great game.”“

Hunter Mahan hat im letzten Ryder Cup geschwächelt, in dem davor war er brillant. Aber er ist aktuell nicht gut in Form und hat nicht zuletzt auch deshalb keine Wildcard von Captain Love gekriegt, der mehr love für den ollen Jim Furyk übrig hatte. Furyks Ryder Cup Bilanz ist unterirdisch schlecht, aber er kann meist gut putten, insofern … na, wir werden sehen.

Wow.

  • Besitz.
    „Als meine Großmutter 1990 starb, hatte sie vier Kleider, einige Pullover, ein paar Röcke und Hosen sowie einen Winter- und einen Sommermantel. Sie war immer sehr schick angezogen, kombinierte leuchende Ketten und Tücher zu schlichten Pullovern und Sweatern. Ihr Schrank war genau einen Meter zwanzig breit und einen Meter fünfundsiebzig hoch. Er beinhaltet heute die Taschensammlung meiner Mutter.“

Ein sehr wichtiger Aspekt der #609060 Aktion. Wir haben alle die Schränke voll, aber nichts anzuziehen.

  • Watzefack?
    „Ich habe noch immer mit haarespalterischem, ideologischen Feminismus meine Probleme. Da denke ich gern an 1990 und die feministische Diskussion unter Theaterwissenschaftlern in Wien, in der es um deformierte Männerhirne ging, wegen der Männer immer so geil glotzen müssen (natürlich etwas akademischer ausgedrückt), bei der ein armes Würstchen ängstlich versicherte, aber ja, er sei Feminist, er hätte sich mit den Positionen der Frauen beschäftigt. – Und ich sah meinen Kommilitonen an und er mich und wir signalisierten uns entsetzt-amüsiert: “Ach du Scheiße! Die meinen das ernst!”“

Das bringt mein Problem mit diesem ganzen Gendergedöns wunderbar auf den Punkt. Ich finde Gleichberechtigung wichtig, auch den Feminismus. Aber ich hab’ was gegen diese selbstherrliche, überhebliche Art von Gören in ihren Zwanzigern, die irgend ein Orchideenfach studiert haben und sich nun bemühen, unfallfrei die ganzen gelernten Fremdwörter anzubringen, auf daß sich der Rest der Welt dabei bescheuert vorkommen mag. Eine Diskussion ist nicht möglich, Differenzieren ist für Weicheier und wer nicht ihren Standpunkt vertritt, ist ärger in Gefahr als ein Mohammedcartoonzeichner, der Urlaub in Mekka machen will. Ich nenne solche Kackbratzen in Mädchenmannschaften etc. gerne Gelehrtenbarbies.

  • Melancholie Modeste: Blaubart und Eisente
    „Irgendwann saß die L. also neben einer Frau, die ihr ganz auffällig ähnelte. Also sehr, sehr. Nun sehen diese Hamburgerinnen ja alle so ein bißchen ähnlich aus. Der Hamburger Genpool ist nämlich nicht so groß. Die Ähnlichkeit dieser Frau mit der L. ging über die normale Ähnlichkeit aller Hamburgerinnen untereinander aber deutlich hinaus. Sie hätten Schwestern sein können oder nicht so ganz perfekte Kopien.“

Äh. Nö. – Aber schöne Geschichte, kchkchkch.

  • Und es war Sommer « wunder / schön aber selten
    „Wir, das waren: Martin, der Physiker mit dem unkontrollierbaren Hang zur Zubereitung von Sprengstoff in der WG-Küche; Jochen, der es geschafft hatte, Taxifahrer zu werden, ohne vorher Musiker oder Geisteswissenschaftler gewesen zu sein; und ich, ich glaube, das war der Sommer, in dem ich mir die Haare mit einer Bastelschere abgeschnitten hatte und die meiste Zeit mit irgendwem knutschend an der Donau lag, wobei “Irgendwem” sich bald zum Problem auswuchs.“

Super.

Jörn hat CSI geguckt. Sort of.

Ach guggemol, in Kairo, das gefühlt jeden Abend in den Nachrichten ist, da geht das, weil die Leute nicht jeden Scheiß akzeptieren. Und hier in Hamburg ist die Straße Alsterufer rund um das US Generalkonsulat für den Durchgangsverkehr gesperrt. Seit elf Jahren. Aufschlussreich.

  • CCC | Staatstrojaner-Überprüfung durch Schaar abgeschlossen
    „Für den Bericht hätte Peter Schaar naturgemäß Einsicht in den Quellcode nehmen müssen. Die Trojaner-Herstellerfirma Digitask erdreistete sich jedoch, dem Bundesdatenschutzbeauftragten nur dann Einsicht zu gewähren, sofern er eine Vereinbarung zum Stillschweigen unterzeichnen sowie 1.200 Euro pro Prüfungstag als “Beratungsdienstleistung” bezahlen würde. Schaar lehnte mit Verweis auf seine Pflichten als staatlicher Kontrolleur selbstverständlich ab.Damit wurde eine unabhängige Beurteilung durch den Datenschutzbeauftragten faktisch verhindert. Hier zeigt sich das Erpressungspotential durch das Outsourcen von hoheitlichen Aufgaben an private, keiner effektiven Kontrolle unterliegenden Firmen.“

Link(s) vom 10. September 2012

  • Veröffentlicht am 10th September 2012,
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Zwischen dem 9. September 2012 und dem 10. September 2012 aufgelesen:

  • Goodbye to Britain’s Golden Summer
    „But if sport is often a blend of courage, skill and teamwork then the Paralympics are sport all right – only more so. The name Paralympics hardly does the event justice: they are not to the Olympics what a paralegal is to a lawyer. In some ways, they are a more extreme version: they are the ultra-Olympics.“

Ich hätte gern mehr von den Paralympics gesehen, leider habe ich nur Häppchen mitgekriegt. Aber die hatten es in sich. Der Rückblick im Guardian ist sehr schön geschrieben und der zitierte Satz bringt es für mich auf den Punkt: die Paralympics sind eigentlich die Ultra-Olympics, die Über-Olympiade. Ich bezweifele übrigens, daß Berlin das so schön hingekriegt hätte wie London. Nicht daß wir hier blöder oder unfreundlicher wären, ganz und gar nicht. Aber wir sind es hierzulande schlicht zu wenig gewöhnt, mit Behinderten im Alltag zusammenzukommen. London ist in dieser Hinsicht vorbildlich, wenn natürlich auch nicht perfekt.

Ich glaube wirklich, es läuft nur über den Kommerz. Die Paralympics 2012 haben bewiesen, daß sich ein Massenpublikum für diese Spiele begeistern lässt. Also ist der Weg frei für Sponsoren, sich auch einmal außerhalb diesen unsäglichen „Aktion Sorgenkind Mensch“ Dunstkreises zu bewegen. Das hoffe ich jedenfalls.

  • Update
    „Den Rest des Donnerstags saß ich auf dem Sofa und dachte: fertig. Zu mehr war mein Hirn nicht mehr in der Lage. Ich habe eine Maschine Wäsche angestellt und gedacht: fertig. Ich habe die Wäsche aufgehängt und gedacht: jetzt hast Du frei. Dann habe ich zwei Stunden tief und fest geschlafen. Und zum hundertsten Mal in diesen sechs Wochen gedacht: verblüffend, wie sehr man von geistiger Arbeit körperlich erschöpft sein kann.“

Isabel Bogdan hat fertig. Und schreibt wunderschön darüber.

  • The story BCG offered me $16,000 not to tell – The Tech
    „Analytical skills were overrated, for the simple reason that clients usually didn’t know why they had hired us. They sent us vague requests for proposal, we returned vague case proposals, and by the time we were hired, no one was the wiser as to why exactly we were there.“

Ein ehemaliger MIT Student berichtet über seine Zeit bei der Boston Consulting Group. Aufschlussreich.

Link(s) vom 9. September 2012

  • Veröffentlicht am 9th September 2012,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 8. September 2012 und dem 9. September 2012 aufgelesen:

Michalis Pantelouris über Bettina Wulff, Ehe, Familie und Parteifreunde.

  • Apple Never Invented Anything | Monday Note
    „And yet, we can’t escape a key fact: The same chef was involved in all these creations. He didn’t write the code or design the hardware, but he was there in the kitchen — the “executive chef” in trade parlance — with a unique gift for picking ingredients and whipping up unique products.“

Schöne Analogie. Wir haben alle Zugang zu denselben Zutaten, aber es gibt nur selten wirklich begnadete Köche, die daraus ein unvergessliches, einzigartiges Gericht zubereiten.

*schneuz*

Link(s) vom 7. September 2012

  • Veröffentlicht am 7th September 2012,
  • veröffentlicht von

Zwischen dem 6. September 2012 und dem 7. September 2012 aufgelesen:

  • Jimi Hendrix Wreaks Havoc on the Lulu Show, Gets Banned From BBC | Open Culture
    „The script called for The Jimi Hendrix Experience to open with “Voodoo Child (Slight Return)” and then play their early hit “Hey Joe,” with Lulu joining Hendrix onstage at the end to sing the final bars with him before segueing into her regular show-closing number. “We cringed,” writes bassist Noel Redding in his memoir, Are You Experienced? The Inside Story of The Jimi Hendrix Experience. Redding describes the scene that he, Hendrix, and drummer Mitch Mitchell walked into that day as being “so straight it was only natural that we would try to combat that atmosphere by having a smoke in our dressing room.”“

Das dazugehörige Video lässt sich nur über VPN oder andere Tricks zur Umgehung der Zwangskasernierung seitens YouTube ansehen, aber es lohnt sich!

Ja!

  • Wieso ich kein Google Video and TV auf meinem Telefon habe – Die wunderbare Welt von Isotopp
    „Ja, lieber Kapitalismus, liebe Wirtschaft und liebe Politik. Globalisierung läuft in beide Richtungen. Und das heißt, ihr müßt endlich Eure Lizensierungsstrategien, Eure Jugendschutzgesetze, Eure Steuergesetze und was da sonst noch an Hindernissen besteht harmonisieren. Nicht irgendwann, sondern gestern. Und nicht ‘deutschlandweit’ oder ‘europaweit’, sondern ‘weltweit’. Kleiner haben wir es nicht, es heißt ja ‘Globalisierung’, nicht ‘Europäisierung’.“

So sieht’s aus. Wir dürfen unsere Jobs  in Billiglohnländer verschwinden sehen und sollen kaufen!kaufen!kaufen! aber machen uns strafbar, wenn wir unsere im Ausland gekauften CDs, DVDs oder Downloads hierzulande nutzen oder gar weiterverkaufen wollen.

  • Architecture and the Lost Art of Drawing – NYTimes.com
    „As I work with my computer-savvy students and staff today, I notice that something is lost when they draw only on the computer. It is analogous to hearing the words of a novel read aloud, when reading them on paper allows us to daydream a little, to make associations beyond the literal sentences on the page. Similarly, drawing by hand stimulates the imagination and allows us to speculate about ideas, a good sign that we’re truly alive.“

Ich denke ja am liebsten mit dem Stift in der Hand, aber  offenbar ist das aus der Mode gekommen. Schöner Artikel aus der New York Times über die Zeichnung als Kommunikationsmittel.

Link(s) vom 6. September 2012

  • Veröffentlicht am 6th September 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Daring Fireball: Homage vs. Rip-Off
    „The old joke is that homage is when you copy someone else; a rip-off is when someone else copies you. But to me, it’s about the difference between drawing inspiration to create something new, versus slavishly copying to create something derivative. That’s the difference between great artists stealing and bad artists copying.“

John Gruber nimmt schön auseinander, warum die Ähnlichkeiten zwischen Dieter Rams’ Entwürfen für Braun und Joni Ives’ Entwürfen für Apple nicht auf demselben Blatt stehen wie Samsungs Plagiate von Apples Produkten.

  • World Wide Wasteland | Zemanta BlogZemanta Blog
    „People turned to the whispernet of their time – social networks. Links were whispered. Carefully protected as the lore of a people long gone. Tiny parcels of information adapting to shifting conditions like a message in a game of telephones. When spammers caught wind of this they started shouting their own crap. For a small fee you could get content shared to a huge, huge tribe, thousands of people would see it and pass it onwards, the spammers would laud. Just like that, all useful content was screamed out of the collective mind. Only spam remained. But the spammers had another trick up their sleeves – bots started clicking on links. You have to drive those metrics, y’know! Actionable, measurable metrics! Nobody cares about the users. The users have all gone anyway. What matters is proving to your boss that X was shared a bazillion times and seen ten bazillion times.“

Warum wir uns alle wieder mehr verlinken sollten.

  • Happy 100th Birthday, Frank Thomas!
    „When asked whether Frank considers himself a romantic: “Yes, don’t you? Aren’t we all? You’d have trouble defining what a romantic is, but I think it has a lot to do , to me, living with your dreams and dreaming quite a bit about connections between things. Trees, the sky, the grasses, the birds, the animals and you being a part of the whole thing. A Realist would have trouble with some of those concepts, but if you get into an imaginary field like animation, you’d better come equipped with that kind of nonsense.”“

Andreas Deja gratuliert Frank Thomas.

  • Remembering Neil Armstrong, First Man on the Moon | Science and Space | TIME.com
    „And then, of course, the boulders appeared. All over the prime landing zone were massive rocks impossible to navigate and deadly to try even to approach. Armstrong took the stick from the harried computer, tilted the half-upright LEM into a head-forward lean and flew in the flat across the boulder field, finally touching down on a spot of soil that had been wholly unremarkable for the entire 4 billion years of the moon’s existence and would now become the most powerfully evocative patch of real estate in all of human history. There were, NASA later calculated, about 30 seconds of fuel left in the tank.“

Toller Artikel über den Mann im Mond.

  • Die berittenen Buddenbohms
    „Die Reitlehrerin sah auf die Uhr und sagte: „Der Muskelkater beginnt in einer halben Stunde. Viel Spaß, da haben Sie jetzt drei Tage etwas davon. Sehen Sie lieber zu, dass Sie es noch auf ein Sofa schaffen.““

Familie Buddenbohm war reiten. Müßte ich auch mal wieder machen. Aber der Knaller ist ja, daß man hierzulande nicht einfach so ein Pferd leihen und losreiten kann, wie in so ziemlich jedem anderen Land der Welt. Nein, hier braucht es a) einen Helm und b) einen Reiterpaß! <vordieStirnpatschGeräusch>.  Bevor man überhaupt aufs Pferd darf, muß man voltigieren lernen. Also, wie man ein Pferd an einer langen Leine im Kreis herumführen kann. – Langsam wundert micht nicht mehr, warum uns keiner für voll nimmt …

So ist es.

Link(s) vom 5. September 2012

  • Veröffentlicht am 5th September 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Wenn Frauen alleine U-Bahn fahren. Und ja, so oder ähnlich hab ich das auch schon gelegentlich erlebt, die Darstellung ist nicht übertrieben, denke ich. Die meisten Männer können oder wollen nicht verstehen, daß ihr Handeln nicht als harmloses Flirten sondern als gruselige, widerliche und oft beängstigende Anmache verstanden wird. In allererster Linie wahrscheinlich deshalb, weil es das in 99 von 100 Fällen auch ist. Es geht nicht um Sex, es geht um Macht.

  • 393 Tage
    „Vielleicht hätte ich einfach auflegen sollen, als eine Kollegin vom besagten Umzugsmenschen No.1 ein Telefonat mit den Worten “Wie flexibel sind Sie wegen des Umzugstermins?” begann.“

So Umzugsmenschen sind auch von einem anderen Planeten, oder?

Link(s) vom 3. September 2012

  • Veröffentlicht am 3rd September 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • The Samsung controversy and the murky world of tech blogging | Technology | guardian.co.uk
    „Quiqueré, who has been a “brand ambassador” for Samsung since 2010, was told she had won a competition to come at the company’s expense to the Olympics in London in August, along with a group of bloggers. She went expecting to be a guest at events, because Samsung was a major sponsor of the Olympics, for which it paid more than $100m.Instead the group found that the six-day trip involved barely any visits to events. Instead they were meant to create promotional videos and photos, and fill out daily reports on what they had done. They were also instructed to upload videos of promotional events to their personal YouTube accounts – an instruction that Quiqueré resisted strongly. She says that by the end of the five-day trip she saw two events – a table-tennis semifinal and a volleyball eliminator. “We didn’t have the chance to see the Olympic stadium or participate [in] other festive events related to the Olympics,” Quiqueré complained. “The most embarrassing thing is the surreal feeling of being trapped.”

Offenbar hat Samsungs Art, Blogger als PR-Knechte zwangszuverpflichten, Methode. Interessant ein Kommentator im Blog der Betroffenen: „The lack of communication, the over-reactions, the near-psychotic managemenet behaviour – it’s Korean through and through. This is more or less the same as what happens within Korea, except that people here kind-of expect it.“

  • If You Were the Next Steve Jobs… – Umair Haque – Harvard Business Review
    „After a few days, James, the barista, noticed that I’d come in, order a flat white, write like a man possessed for an hour or so — but never finish my coffee. He asked me why, and I replied that I espresso leaves me too wired to write, but paradoxically, I always need a little. Without missing a beat, James simply proceeded to create an entirely new drink for me, on the spot: a mini flat-white, which he half-jokingly named after me.“

Neue Zeiten erfordern neue Ideen.

 

Link(s) vom 29. August 2012

  • Veröffentlicht am 29th August 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Will the Paralympics stop you staring at me? | guardian.co.uk
    „How the Paralympics affects ordinary disabled people like me is going to be fascinating. What I hope is that disability will be normalised – that people will stop staring in the street and that we’ll all be accepted much more for who we are. The worst thing that could happen is that we’re all suddenly treated as being amazing and wonderful and brave (I obviously am, but not everyone is).“

Paul Carter über die Langzeitwirkung der Paralympics.

  • CHECK THIS OUT! Discover how Adidas does design | Creative Bloq
    „In this series of videos, designers at Adidas provide insight into how things work behiond the scenes, and even give information on how they bagged their positions at the sporting giant. The site also includes a jobs board, and this site isn’t just about presenting the company’s design credentials, it’s about attracting the best designers to Adidas.“

Für künftige Produktdesigner sicherlich sehr aufschlussreich, für Adidas eine nette Werbung. Auf jeden Fall interessant.

  • A 40-Minute Crash Course In Design Thinking
    „In one sequence, Druckrey describes designing a concert poster for the Yale Symphony Orchestra’s performance of a piece by Beethoven. Her first idea was to use the contrast of light and dark, evoking some of the turmoil of the composer’s own life. A large abstracted B, made from a page of notation from one of Beethoven’s manuscripts, dominates the piece visually. Druckrey explains that the idea for the B was there from the start. Next, she used staff lines to create a letter E in the negative space adjacent to it. But she wasn’t sure where to go after that, so she stared. It’s important, she narrates, “to give yourself time to stare at it and see what’s there, what does it want, what’s possible.”“

Wie Design entsteht. (Spoiler: erst denken, dann scribbeln, dann reinzeichnen.)

  • Why It’s Important to Sketch Before You Wireframe – UX Movement
    „Sketching sets the tone for the rest of the design process. It’s key in crafting the user experience and communicating it to others. You may think that you don’t need to sketch because you already know exactly what you want and how the interface should look. But when you actually do sketch, you’ll realize that there are more possibilities than you initially thought. And that the path that you were so set on might not work the best. Sketching allows you to entertain all the possibilities of what your interface could become. Where you go from there is completely up to you.“

Ähnlich gilt das natürlich auch für Webdesign. Ich kritzele und zeichne immer erst einmal auf Papier herum, bevor ich mich an den Rechner setze um etwas Größeres zu entwerfen. Ich brauche nicht unbedingt ein Wireframing, mir reicht meine manuelle Skizze meist aus, und da Wireframes meiner Erfahrung nach von vielen Kunden nicht verstanden werden („Hä? Kriegen wir keine Bilder auf der Seite zu sehen? Wieso sind die Buttons alle so krakelig, das machen Sie aber noch schöner, oder?“) und Zeit Geld ist, lasse ich die Wireframephase meist weg. Aber niemals die Sizzenphase, die ist essentiell.

  • Sultans of ping: microwaves in restaurants
    „It was billed as a “warm goat’s cheese tart” – an innocuous enough item on a pretty undistinguished menu. But when it eventually arrived, the goat’s cheese was molten lava and the puff pastry sinking into soggy submission. It was clear that my starter had been subjected to an intense encounter with a microwave oven, and it was so unpleasant, and boded so ill for the rest of the meal, that we cancelled our main course order, paid the bill and – there’s no other word for it – flounced. To this day, when my partner and I walk past the restaurant in question, we make a point of saying “ping!” as loudly as we can. We may forgive, but we do not forget.“

Ich habe noch nie eine Mikrowelle besessen oder benutzt, für mich ist das „Tschernobyl in der Küche“, wie Ralf König das in Beach Boys mal so wunderbar gezeichnet hat. Aber dieses „außen geschmolzene Lava, innen kalt und pappig“-Gefühl finde ich auch nicht so erstrebenswert. In Restaurants scheinen die Dinger sich einer gewissen Beliebtheit zu erfreuen; mich stört ja mehr so die Convenienceküche per se, z.B. der Plastiksalat im Block House oder die Kartoffelmehlstäbchen überall, die nicht einmal ansatzweise nach dem schmecken, was in Belgien einst unter pommes frites erfunden wurde. #seufz

Link(s) vom 28. August 2012

  • Veröffentlicht am 28th August 2012,
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Zulezt aufgelesen:

  • Ich habe nichts gegen Fremde, aber diese Fremden sind nicht von hier | Malte Welding
    „Uns ist eine Eigenschaft abhandengekommen, die man braucht, seitdem der Mensch nicht mehr mit seiner engsten Familie zusammen in einer Höhle hockt und erotische Geschichten mit Gnus in den Hauptrollen an die Wand malt. Wir wissen nicht mehr, wie man genervt ist und es dann gut sein lässt. Wir haben nicht mehr die leiseste Ahnung davon, wie man mit einem in sich aufsteigenden Gefühl von Unbehagen umgehen soll. Mit wem ich mich nicht identifizieren kann, der soll sein Leben ändern, seinen Kleidungsstil und aufhören zu rauchen.“

Malte Welding über die Sache mit dem Multi-Kulti.

  • Fakten, Fakten, Fakten … oder wie heißen diese Stimmen in meinem Kopf? « Michalis Pantelouris
    „Die Hetze des Uli Dönch ist eine rassistisch konnotierte. Das, was er schreibt, wertet ganze Völker ab, soll demütigen und verächtlich machen. Es ist auch nicht das erste Mal, er ist auf einer Art Kriegspfad, möchte den Griechen am liebsten die Souveränität entziehen, sie aus dem Euro werfen gemeinsam mit den anderen „Euro-Schwächlingen“, den “unreifen Südländern”, den „heißen Kandidaten des Griechenland-Ähnlichkeits-Wettbewerbs“. Die Menschenverachtung seiner Sprache gehört für mich zum Ekelhaftesten, das ein deutsches Mainstream-Medium zu bieten hat. Zum Glück steht es nur im Focus.“

Michalis Pantelouris seziert die Fakten, Fakten, Fakten Unterstellungen des Focus-Schreibers Uli Dönich.

  • IWDRM
    “At times like this, I wish I was but a simple peasant.”

Ein wunderbares Blog, das animierte GIFs zur Kunstform stilisiert.

Ich glaube, in Pretty Woman sah sie deutlich älter aus.

  • Wohnungssuche
    „Wenige Termine später stehen wir in einer recht hübschen, recht kleinen Wohnung. Irgendetwas fehlt. Mir ist es nicht gleich klar, ich frage meine Frau, ob sie auch so eine Verstimmung bemerke, aber meine Frau merkt seit vier Wohnungen nichts mehr. Sie ist für Krisensituationen nicht gemacht, denke ich.“

Es scheint, als sei auch der Berliner Wohnungsmarkt langsam auf Normalniveau angekommen.

  • Tony Scott’s own story was always a bit better than his movies | Tom Shone
    „The Delibes piece playing in background of Dennis Hopper’s death-by-Christopher-Walken scene in True Romance was also the music used to advertise British Airways. Scott never lost his advertising roots. He shot images designed to stoke the flame of our acquisitiveness and aspiration. He shot desire. The Hunger should have been the title of all his movies.“

Ich habe im Zuge der DVD-Katalogisierungsaktion meine Filme gezählt, bei denen die Scott Brüder jeweils Regie geführt haben. Es sind insgesamt 15 Stück, neun von Ridley und sechs von Tony. Von Tonys Filmen hat es kein einziger auf meine Liste der Filme für die Insel geschafft (soviel sei hier bereits verraten), von Ridley sind immerhin vier Stück dabei. Das sagt natürlich rein gar nichts über die Qualität von Tony Scotts Filmen aus, aber das letzte Bisschen je ne sais quois fehlt seinem Werk irgendwie.

Link(s) vom 24. August 2012

  • Veröffentlicht am 24th August 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Post von Wagner: Liebe Homo-Ehe – BILD
    „Früher wurden Homosexuelle in Deutschland zu Gefängnis verurteilt.Was für eine glorreiche Zeit für Euch. Niemand steckt Euch ins Gefängnis, Ihr liebt Eure Partner, Ihr dürft sie lieben.“

Franz-Josef Wagner fühlt sich nicht wohl beim Gedanken an die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe mit der „Papa-Mama-Baby-Ehe“, wie er es nennt.

Carolin Emcke zum selben Thema.

Ich lass’ das mal so stehen.

Link(s) vom 22. August 2012

  • Veröffentlicht am 22nd August 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Abenteuerurlaub in Oberfranken
    „Um 14.30 Uhr war ich eingecheckt im Hotel, das netterweise direkt an der Autobahnabfahrt lag, was ich von der Reservierungsbestätigung erfuhr, die ich Sichthüllenkasper brav ausgedruckt auf dem Beifahrersitz liegen hatte. Spießigkeit rules! Technik sucks!“

Frau Gröner fährt nach Bayreuth. Auch (oder vielleicht besonders) für Wagner-ganz-schlimm-finder wie mich eine super Geschichte. Air Berlin dürfte es nach dieser Nummer sehr schwer haben, der Lufthansa Konkurrenz als ernstzunehmende Alternative zu machen (als ob das jemals möglich wäre, pffft)

  • 5 Things Toddlers Can Teach You About Marketing
    „Some time back, I swapped my job as a creative director to spend a couple of years looking after the kids. To my surprise, it actually boosted my career. By freelancing in the evenings and during my children’s afternoon naps, I actually won more creative awards than in any other two-year period of my life. Kids are a tough crowd; they raised my game. Here are some of the things that mine taught me about marketing.“

Ganz, ganz großartig.

  • AxeAgeRetro – die 60er Jahre « AxeAge
    „Wir saßen unter dem Apollomond. Vater rauchte, Mutter spülte das Geschirr, wir Jungs auf der Couch. Günter Siefarth fragte seinen Kollegen Werner Büdeler, ob man in Amerika genauso gespannt auf dieses Ereignis warte, wie bei uns. Werner meldete verhaltene Spannung aus dem NASA-Kontrollzentrum und bestätigte, was wir uns alle schon längst gedacht haben: “Das Triebwerk brennt seit sieben Minuten, fünfundzwanzig Sekunden unverändert gut.” Daraufhin machte Vater die Zigarette aus, Mutter fragte aus der Küche, ob denn nichts anständiges im Fernsehen komme und mein Bruder ging in unser gemeinsames Kinderzimmer.“

Axel schreibt sehr schön über einige Kindheitserinnerungen. Ich würde gern mehr davon lesen. Ich bin jetzt, wie’s aussieht, in dem Alter in dem man seine Kindheitserinnerungen schreibt oder wenigstens gern die anderer Leute liest.

  • Sauce und Käse
    „“Esst Ihr hier auch anderen Käse?”, fragte ich ihn dann. “Ja, Old Amsterdam, das ist alter Gouda, und dann Maigouda, das ist junger Gouda. Und gebackenen Camenbert mit frittierter Petersilie.” “Hm”, sagte ich. “Ich esse auch gerne Cheddar”, versuchte es der Mann dann. “Ich liebe Dich”, sagte ich und bestellte mir noch ein Kölsch.“

*Hach* Und ich erhebe später mein Glas auf die heute frisch vermählten @FrauElise und Herrn @function!

Link(s) vom 15. August 2012

  • Veröffentlicht am 16th August 2012,
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Zwischen dem 08. August 2012 und dem 15. August 2012 aufgelesen:

  • When Obituaries Go Wrong
    „So what went wrong? Well DC’s PR people being based on the West Coast probably didn’t help, one of their main East Coast based contributors was on holiday, and it seemed that there was a perfect storm of of inexperience and an inflexibility so that Jim Lee’s tweets, for example, could not represent the company’s official line.“

Comiczeichner Joe Kubert ist gestorben und seinem Verlag fällt nichts besseres ein, als im Nachruf die Werbekeule zu schwingen.

  • Hey man, can we talk? It’s about parties.
    «The question was: Who would tell Brezhnev? Gagarin wrote a 10-page memo and gave it to his best friend in the KGB, Venyamin Russayev, but nobody dared send it up the chain of command. Everyone who saw that memo, including Russayev, was demoted, fired or sent to diplomatic Siberia. With less than a month to go before the launch, Komarov realized postponement was not an option. He met with Russayev, the now-demoted KGB agent, and said, “I’m not going to make it back from this flight.”»

Erschütternde Randnotiz aus dem Kalten Krieg.

  • holy fruit salad!: Tillen die jetzt eigentlich alle?
    „Der Zug die ganze Zeit gaffend still. Da habe ich überlegt, entschuldige ich mich jetzt stellvertretend bei dem jungen Mann für etwas, was ich nicht getan habe? Und bin dann lieber zu dem Deppen gegangen und habe ihm ziemlich laut, damit der ganze Zug es hört, ins Ohr gebrüllt, dass er ein widerliches rassistisches Arschloch sei.“

So und nicht anders. Hut ab vor Mme. Claudine.

  • Kommentar: Kein Mitleid mit Drygalla | Politik – Frankfurter Rundschau
    „Sie hat ja nichts getan, lautet eines der beliebtesten Argumente ihrer zahlreichen Verteidiger. „Alles, was für den Triumph des Bösen notwendig ist, ist dass gute Menschen nichts tun“. Das Zitat das Edmund Burke zugeschrieben wird, trifft den Kern. Als Michael Fischer Anfang des Jahres auf einer Trauerkundgebung für eines der NSU-Opfer seine Hassparolen grölte. Als er versuchte die trauernden Familienmitglieder einzuschüchtern und von der Kundgebung Videos drehte. Als er von dieser Veranstaltung als einer „Ausländerlobby“ in den Foren der Nazis schrieb – wo war Drygalla da? Saß sie in Ruhe zu Hause, bei Kaffee und Kuchen? Hatte sie wirklich keine Ahnung was der Mann mit dem sie lebt da tat? “

Ich bin da auch hin- und hergerissen. Einerseits hat Drygalla sich – soweit bekannt – nichts weiter zuschulden kommen lassen, als sich in den falschen Typen zu verlieben. Andererseits hat sie sich in jeder Hinsicht verdammt opportunistisch verhalten und seine Distanzierung von der Szene ist auch alles andere als glaubwürdig. Dieser ganze Nazischeiß wäre nicht möglich bzw. möglich gewesen, würden bzw. hätten nicht teilnahmslose Bürger aktiv weggesehen. Insofern habe ich nichts dagegen, wenn solche Duckmäuser nicht länger mein Land bei internationalen Wettkämpfen und besonders der Olympiade vertreten dürfen. Und mir wird übel bei dem Gedanken, daß sie in der Bundeswehr mit offenen Armen willkommen geheissen werden könnten. Der Bundeswehr, die ja bereits – dem Grundgesetz zum Trotz – demnächst auch gegen Demonstranten etc. im Inland eingesetzt werden soll; die Soldaten sind angeblich „heiß“ auf ihren Einsatz. (So gesehen passt das natürlich wie Faust aufs Gretchen.)

  • Für den Arsch – oder der Herr der digitalen Fliegen
    „Und beim Bau des Kölner Doms waren auch einige wichtige Menschen am Werk, die hundert Dinge gleichzeitig machen mussten. Und der würde heute garantiert nicht mehr stehen, wenn die zwischendurch angefangen hätten, ihre Zettel einzufärben und in Hierarchien an die Wand zu nageln und mit lustigen Zeichen zu versehen.“

Ein paar wahre Worte zum Theme Produktivitätssoftware bzw. -tools. Spoiler: Papier und Bleistift sind alles, was du brauchst.

Link(s) vom 8. August 2012

  • Veröffentlicht am 8th August 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Mat Honan weiß: es ist grundsätzlich seine eigene Schuld: er wurde auf ganzer Bandbreite gehackt, weil er seit Jahren dasselbe Passwort verwendete und alle seine Accounts miteinander verknüpft hatte. Dennoch dürfen sich Apple und Amazon den Schuh definitiv mit anziehen. Und wir alle überlegen noch einmal ganz kräftig, ob wir wirklich unser ganzes Leben der Cloud anvertrauen sollten. Dazu hat dann Steve Wozniak, Apple-Mitbegründer, noch ein paar erhellende Worte gefunden:

  • AFP: Apple co-founder Wozniak sees trouble in the cloud
    “I really worry about everything going to the cloud,” he said. “I think it’s going to be horrendous. I think there are going to be a lot of horrible problems in the next five years.”
    He added: “With the cloud, you don’t own anything. You already signed it away” through the legalistic terms of service with a cloud provider that computer users must agree to.

Link(s) vom 1. August 2012

  • Veröffentlicht am 2nd August 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Ausführlicher Abriss, was gutes Projektmanagement im Netz ausmacht.

Hihi!

Link(s) vom 28. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 29th Juli 2012,
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Zwischen dem 24. Juli 2012 und dem 28. Juli 2012 aufgelesen:

  • Ghettonetto – und was danach passierte
    „Der Rewe, den ich statt des Ghettonettos nun aufsuche, hat die Zeichen der Zeit ebenfalls erkannt und sich in den vergangenen Monaten kernsaniert: das Außen, das Innen, das Sortiment, die Scannerkassen und die Kittel der Angestellten. Nur die Kundschaft hat sich nicht renoviert, was den Gesamteindruck etwas trübt.“

Hihi!

Hier nimmt jemand den Bestseller der Saison auseinander. Ich hab’ „50 Shades of Grey“ nicht gelesen, aber nach den zitierten Passagen bezweifle ich ohnehin, daß ich über die ersten drei Seiten hinausgekommen wäre. Die Autorin hat ganz offensichtlich nicht Stephen Kings „On Writing“ gelesen.

  • 10 Things I Remember…About Tracing
    „If I hear another artist talk about being a purist and only drawing from the model, I’m gonna burst. That’s just part of the training. Honestly, get over it. Now, today. If your grandma’s hurt because you trace photos, tell her to get over it, too. I do whatever it takes to get the idea to the canvas because it all changes from there. If Leonardo could’ve used today’s technology, you bet your sweet maxilla he would’ve. Sorry, but there’s no “cheating” in the art field.”

So ist es. Illustratoren sind keine Künstler per se, genauso wenig wie Designer – selbst wenn manche ihrer Werke später als Kunst geadelt werden und in Museen und Ausstellungen hängen. Es heißt ja nicht umsonst ‚Gebrauchskunst’, egal ob wir Logos für ein neues Shampoo oder Konzepte für ein Fantasy-Spiel anfertigen. Wir verkaufen unsere Zeit, und viele Arbeitsschritte lassen sich abkürzen mit den Tricks des Handwerks. Mein wertvollstes Buch in dieser Hinsicht ist übrigens die „Illustrator’s Bible“. Heute teils etwas antiquiert, da aus einer Prä-digitalen Ära, aber oftmals sehr hilfreich und vor allem ergebnisorientiert aufgebaut.

  • Drawing challenges
    „”Why bother and kill yourself by trying to make those difficult head tilts look good, when you can animate the scene in a much simpler way?” This was the attitude of some animators, who indeed got their acting across without dealing with drawing challenges. The thing is that you add such a great range by having the occasional 3/4 rear view or an extreme up or down shot on your character. It gives the animation rich texture.“

Einfach ist nicht immer gut. Aber gut sieht meist sehr einfach aus.

  • Bruce Springsteen at Sixty-Two : The New Yorker
    “Remember, we didn’t go into this life because we were courageous or brilliant,” Van Zandt said. “We were the last guys standing. Anyone with a choice to do something else—be a dentist, get a real job, whatever—took it!”

Für den hardcore Fan (ahem!) nicht wirklich viel Neues. Aber ein schöner Abriss der Karriere und Beweggründe von Bruce Springsteen.

  • App Cubby Blog – The Sparrow Problem
    „After 4 years in the racket, this is my best advice for making millions in the App Store: build a game, a gimmick, or an app that has some sort of revenue outside a one-time purchase. Oh, and if it’s a game, make it “free-to-play”. You might be able to build a sustainable business selling useful apps, and carve out a decent living for yourself, but it’s almost impossible to make millions.
    Unless Google buys your company.“

Tja. Es gibt zu viele Leute da draußen, die locker-flockig 700 Euronen für den Luxus eines iPads ausgeben und denen 0.79c oder – gasp! – 4,99€ für sinnvolle, gut funktionierende und liebevoll gestaltete und programmierte Apps zuviel sind. Mögen ihnen Zwiebeln aus dem Arsch wachsen.

Link(s) vom 24. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 24th Juli 2012,
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Zwischen dem 20. Juli 2012 und dem 24. Juli 2012 aufgelesen:

  • WAZ Rechercheblog » Blog Archive » Das System Plansport: Millionen für Medaillen
    „Der DOSB bestellte nach den andauernden Anfragen des WAZ-Rechercheteams mehrere betroffene Verbände ins Innenministerium und schwor diese darauf ein, nichts nach außen dringen zu lassen. Die Verbände dürften sich nicht auseinander dividieren lassen, sagte Generalsekretär Michael Vesper laut Teilnehmern der Runde, sie sollten bitte keine Infos an die Journalisten geben. Die Mauer des Schweigens sollte nicht anfangen zu bröckeln. Mehrere Verbände, darunter der DLV, wollten ihre Akten inklusive Zielvereinbarungen freigeben. Doch der DOSB legte sein Veto ein. “Hätte der DOSB klare, transparente und für alle Beteiligten nachvollziehbare Kriterien für die Zuweisung der Mittel an die Verbände, bräuchte er sich nicht vor einer Veröffentlichung zu fürchten”, sagt DLV-Generalsekretär Frank Hensel.“

Sehr ausführlicher Artikel über das zweifelhafte Gebaren der Sportverbände und der Förderungsmodalitäten „unserer“ Sportler. Offenbar herrschen da Verhältnisse, wie man sie in der DDR oder in China erwartet hätte. Nicht, daß mich das sonderlich überraschen würde, aber trotzdem schön, daß es mal jemand schreibt.

  • Cor lummy, chum, sleepy St Annes has left Peter Alliss in wonderland | Guardian
    „Despite having done the job for a hundred years, he constantly seems surprised by the appearance of a top golfer before him, “On the tee,” he will announce in silky Caledonian tones, before raising his pitch to a level only just audible to non-canines, in apparent shock and awe, “Rory McIlroy”. Who was he expecting? Kofi Annan? Tony Blackburn?“

Es gibt überhaupt nichts entspannenderes, als Sir Peter Alliss dabei zuzuhören, wie er für die BBC das älteste Golfturnier der Welt kommentiert.

  • Matt Rhodes: I think the internet broke my brain.
    „You see, when I try and fail to draw something, I don’t just freeze up. A voice inside me screams “It’s been done!”. Every time I try to sketch out an idea, I see the ghosts of a dozen other iterations of the same thing. Ten thousand dragons have fought ten thousand knights in front of ten thousand castles. Why add yet one more voice to the chittering cacophony?“

Matt Rhodes beschreibt, wie die Übersättigung durch die unendlichen visuellen Anreize im Netz ihn in seiner Kreativität hemmt und daran zweifeln lässt, ob sein Werk bzw. das, woran er gerade arbeitet, überhaupt noch eine Relevanz hat. Das kommt mir sehr bekannt vor … es ist eine Sache zu sagen „ach, es ist ja alles schon mal dagewesen“ aber eher theoretisch gesagt und nicht belegt. Und eine ganz andere, mit dem Googlen einiger Stichwörter Kaskaden von Beispielen zu finden, die ziemlich genau das Bild, das man im Kopf hatte und zu Papier bringen wollte, bereits perfekt abgebildet haben. Ich weiß nicht wie man sich davor schützen kann ohne völlig auf das Netz zu verzichten, zumindest zu Recherchezwecken.

Bitterböse und extrem unterhaltsame Vorstellung der infrage kommenden traurigen Gestalten, die mit Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zusammen ins Rennen gehen könnten.

Link(s) vom 19. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 19th Juli 2012,
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Zwischen dem 18. Juli 2012 und dem 19. Juli 2012 aufgelesen:

  • Die Komiker-Nation Deutschland debattiert Beschneidungen « Jörg Lau
    „Religiöser Analphabetismus wird mit erstaunlichem Stolz als Common Sense spazieren geführt. Irre, was man so alles an Vergleichen hört: Abtreibung, Ohrfeige, kosmetische Ohrenkorrektur… Das großmütige Angebot, man könne Beschneidung verbieten, aber straffrei lassen, wie eben die Abtreibung. Und dem Vorschlagenden fällt gar nicht mehr auf, dass damit eine Ritualhandlung aufgrund eines religiösen Gebots, die der Aufnahme eines neuen Lebens in die Gemeinschaft dient (und der Feier des Bundes mit Gott), auf die gleiche Stufe mit der Beendigung menschlichen Lebens gestellt wird. Und wie das wohl bei den Betroffenen ankommt, dass ihre Handlung mit einer Tötung verglichen wird.“

Ich bin nicht religiös, ich bin auch keine Atheistin. Vielleicht am ehesten noch Agnostikerin, aber hoffentlich mit genügend Respekt und Toleranz ausgestattet, die Gefühle religiöser Menschen nicht zu verletzen; schon gar nicht vorsätzlich.
Diese unverhohlene Aggression in der Debattenführung der Beschneidungsgegner, die in ihrer selbstgerechten Art ein prima Spiegelbild religiöser Fanatiker sind, die finde ich, gelinde gesagt, besorgniserregend.  Jörg Lau hat das schön ausgeführt.

  • Liebe Atheist_innen, wir müssen reden « Aus Liebe zur Freiheit
    „Ich glaube, die Atheist_innen leben derzeit ziemlich in einer (Berliner?) Filterbubble, was dazu führt, dass sie die gesellschaftliche Relevanz ihrer Weltanschauung grandios überschätzen. Sie versuchen, einen Machtkampf gegen die „Religiösen“ zu führen und deren Befindlichkeiten aus dem öffentlichen Raum konsequent zu verdrängen, übersehen aber, dass sie bei diesem Machtkampf aller Wahrscheinlichkeit nach unterliegen werden. Denn Recht haben nutzt überhaupt nichts, wenn die anderen – und in diesem Fall sehr viele anderen, nämlich die Mehrheit – die Sache anders sieht. Eine politische Ansicht lässt sich nicht „beweisen“, man muss dafür werben. Es gibt im Bereich des Politischen nicht „wahr“ und „falsch“, sondern nur „mehrheitsfähig“ oder „nicht mehrheitsfähig“.“

Auch Antje Schrupp hat ein paar gesetzte Worte zum Absolutheitsanspruch und der Arroganz der Atheisten geschrieben, die ich durchaus so unterschreiben würde.

  • Interview mit Gesine von Prittwitz
    „Ich hatte neulich mit einer Frau ein längeres Gespräch, die seit 30 Jahren in einem mittelständischen Verlag arbeitet. Es war Freitagnachmittag, wir haben noch telefoniert, weil ich was wollte, und der ist so richtig das Herz übergegangen und sie sagte: “Ach, früher. Ja, früher sind ja noch die Manuskripte fertig ins Haus gekommen. Und dann haben wir sie angeguckt und irgendwas entschieden. Heute ist es so, dass wir von XY – also dieses Haus gehört einem Konzern, den nenne ich jetzt mal XY – von XY kriegen wir Vorgaben, und diese Vorgaben müssen wir erfüllen. Das sind die sogenannten Programmplätze. Und es ist nicht nur die Menge der Bücher, sondern die Erscheinungsrhythmen werden ja auch immer kürzer. Wir haben mittlerweile drei Auslieferungen, nicht mehr nur Frühjahr und Herbst, es gibt auch noch die Weihnachtsauslieferung.“

Komisch, ich bin vom Literaturbetrieb relativ weit weg, wenn man jetzt mal davon absieht, daß ich seit jeher viel und eifrig Bücher lese und mein Studium mit Aushilfstätgkeiten bei Hoffmann & Campe und Merian verdient habe. Und dennoch hat sich mir das Beschriebene seit vielen Jahren genauso dargestellt. Ein langes und sehr, sehr  lesenswertes Interview von Kathrin Passig mit Gesine v. Prittwitz, die  PR für die Literaturbranche macht.

Link(s) vom 15. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 15th Juli 2012,
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Zwischen dem 14. Juli 2012 und dem 15. Juli 2012 aufgelesen:

  • Binge Viewing: TV’s Lost Weekends – WSJ.com
    „Bingeing breaks habits that have long supported the TV business, built on advertising and syndicated reruns. TV executives are torn by the development: gratified that people are gorging on their product, frustrated because it’s a TV party that all-important advertisers aren’t invited to. For middlemen like Amazon Instant Video, Hulu Plus and Netflix, it’s a godsend, boosting their quest to attract and retain subscribers. Writers and producers are just starting to confront the challenges of creating TV for an audience that may digest an entire season in one sitting.“

Das Wall Street Journal über den Trend, TV Serien nicht mehr live sondern zunehmend in Marathonsitzungen über ein Wochenende verteilt auf DVD oder über einen Streamingdienst zu sehen. – Das hängt natürlich vom Inhalt ab, aber in den letzten ca. 10 Jahren hat sich die Qualität der TV Serien besonders in den USA so unglaublich verbessert, daß TV das neue Kino ist. Bei einigen Serien wie The Wire oder den Miniserien wie Band of Brothers oder The Pacific (alle HBO) könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, eine Woche oder länger Abstand zwischen dem Ansehen von zwei Folgen zu lassen. Da sind einfach zu viele Charaktere und Momente drin, die komplett untergehen oder schlicht nicht mehr erinnerbar sind, wenn man das nicht am Stück schaut. Bei anderen ist das inhaltlich sicherlich machbar, aber man möchte gern in der Stimmung verweilen und noch etwas länger als die vorgesehene Dreiviertelstunde pro Woche die Atmosphäre geniessen, wie  z.B. bei Mad Men. Der heißeste Renner aktuell ist Breaking Bad, eine Serie, bei der demnächst die fünfte und wohl letzte Staffel beginnt und bei der sich die Fans und Kritiker überschlagen vor Lob.
Das Irre ist, daß diese veränderten Sehgewohnheiten des Publikums die Autoren vor die Herausforderung stellt, die Geschichte anders zu erzählen, bzw. die Spannungsbögen und Cliffhanger zu verlagern.

  • The Inadequacy of Berlin’s “Memorial to the Murdered Jews of Europe” : The New Yorker
    „The title doesn’t say “Holocaust” or “Shoah”; in other words, it doesn’t say anything about who did the murdering or why—there’s nothing along the lines of “by Germany under Hitler’s regime,” and the vagueness is disturbing. Of course, the information is familiar, and few visitors would be unaware of it, but the assumption of this familiarity—the failure to mention it at the country’s main memorial for the Jews killed in the Holocaust—separates the victims from their killers and leaches the moral element from the historical event, shunting it to the category of a natural catastrophe. The reduction of responsibility to an embarrassing, tacit fact that “everybody knows” is the first step on the road to forgetting.“

Der Autor beschreibt seine Eindrücke vom Holocaustmahnmal in Berlin. Bei einigen Punkten kann ich zumindest verstehen, daß man darüber debattieren kann, z.B. den hier zitierten. Aber insgesamt ist der Artikel doch sehr negativ und rachdurstig geschrieben, das zum Monument gehörende, darunterliegende Museum hat er sich offenbar geschenkt und einige Vorschläge oder Forderungen sind rundweg bizarr. Das Mahnmal ist natürlich nicht geeignet, adäquat den Leidensweg der Opfer der Shoa abzubilden, aber es regt in so vielförmiger Weise und auf so vielen verschiedenen Ebenen zum Nachdenken an – die der Autor auch teils beschreibt – daß es insofern sicherlich seinen Zweck erfüllt.

  • Springsteen and McCartney cut off by London curfew – CNN.com
    „London’s Westminster Council later confirmed that concert organizers Hard Rock Calling had cut the power, saying they “were sticking to their license for the event.” According to the Hard Rock Calling website, Springsteen had been due to finish his set at 10:15 p.m.“

Unglaublich: Springsteen und McCartney spielen in London und weil sie überziehen, dreht man ihnen den Saft ab. Was für ein Bauernkaff!

  • Evil Brain Jono’s Natural Log
    „Software companies would do well to learn this lesson: anything with the phrase “users love our product” in it isn’t a strategy, it’s wishful thinking. Your users do not “love” your software. Your users are temporarily tolerating your software because it’s the least horrible option they have — for now — to meet some need. Developers have an emotional connection to the project; users don’t.“

So ist es. Und, NEWSFLASH: dasselbe gilt übrigens auch für Werbung und Werber. Der genialste, witzigste, umwerfendste Spot, der in Cannes zu Recht mit goldenem Löwen ausgezeichnet wude, ist nichts weiter als störende Reklame, Mittel zum Zweck und extremst nervig, wenn er -zig Male pro Tag im TV, Kino oder Radio das unterbricht oder verzögert, was man eigentlich sehen oder hören will. Man toleriert es zähneknirschend, aber mehr auch nicht. Leute lieben keine Werbung. Es gibt Werbung, die sie weniger hassen als andere, aber damit hat es sich. Werber lieben Werbung.

Link(s) vom 13. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 13th Juli 2012,
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Zwischen dem 12. Juli 2012 und dem 13. Juli 2012 aufgelesen:

Was man halt so macht im Zug … z.B. twittern, wenn das Pärchen im Abteil sich gerade auseinanderdividiert, komplett mit Eifersuchtsdrama. Priceless! (via quote.fm)

  • Funny Barbie | Journelle
    „Irgendwann einmal kam ich auf die Idee, mir ein Tatoo stechen zu lassen und erzählte es begeistert meinem Bruder. Er hat sich daraufhin 15 Minuten lang derart über Tatoos lustig gemacht und sich letztlich angeboten mir mit einer Gabel ein Branding zu machen “Ist doch viel individueller”, dass ich von meinem Vorhaben Abstand nahm und nun sehr glücklich bin, kein Arschgeweih, keine Schlange am Arm oder eine Blume am Knöchel für die Ewigkeit zu haben.

Journelle über witzige und gut aussehende Frauen. (Glaube ich.)

  • Müll hat einen Namen: Nespresso « FUTTERblog
    „Sind die Jungs irre? Für 60 Euro bekomme ich wilden, handverlesen Dschungel-Kaffee mit Öko-Premium-Siegel, der so fair gehandelt wurde, dass ein äthiopischer Kaffeesammler seine Kinder in Berlin Theaterwissenschaften studieren lassen kann.“

Nett geschriebener Artikel über die Umweltsauerei von Nespresso. Ich hab’ mich damals ja mehr über deren schnöselige, dumpfbackige und komplett merkbefreite Haltung zur Kundenkarte echauffiert, aber die Verkäufer in den Tempeln scheinen nach wie vor nicht die hellsten Birnen im Leuchter zu sein.

  • stone cold stories
    „Niemand heißt mehr Amalie oder Bartholomäus. Eigentlich schade.“

Patschbella geht übern Friedhof.

  • Es lebe der Leberkäse!
    „Dem Münchner sein Fastfood ist die Leberkässemmel viel eher noch als die Weißwurst, die zwar mehr Legende und mehr Aufhebens um sich macht, aber viel aufwendiger und irgendwie kleinteiliger ist, mit ihrer Weißbier-Brezn-Zuzel-Folklore. Für die braucht man schon einen freien Vormittag im Kalender. Eine gut gepackte Leberkässemmel hingegen, die nicht zu sehr überlappt, keine zu resche Semmel als Matrix hat und nicht zu viel Senf, das ist eine stabile Geschmackseinheit, die kein Gewese um sich macht, ein aerodynamischer Designklassiker, der zur Not in die Manteltasche und ins Handschuhfach passt.“

Ernsthaft, wie kann man sowas essen!? Nur der Folklore halber?

  • Blasen im Hirn – Tee im Bauch! « FUTTERblog
    „Die Tapioka-Pearls schmecken eigentlich nach nichts. Aber das ist im Falle von Bubble Tea absolut positiv zu bewerten. Denn da gibt es noch die „Popping Bobas“. Das sind wabbelige Bällchen, gefüllt mit bonbonfarbigem Zuckerschleim. Sie flottieren in der Flüssigkeit, als hätte ein Frosch in den Becher gelaicht. Und beim Trinken? Stellen Sie sich einfach vor, wie ein riesiger Pickel auf ihrer Zunge zerplatzt!“

Mhmja, ich glaube, ich verzichte. Bin ja sowieso auch mehr so die Kaffeetrinkerin.

Link(s) vom 12. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 12th Juli 2012,
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Zwischen dem 9. Juli 2012 und dem 12. Juli 2012 aufgelesen:

  • fefe macht einen Speedtest
    „Während ich die Datei zog, sprang die Downloadrate von dem parallel dahinschnarchenden Download von 300 KB/sec auf 1,2 MB/sec hoch. Sobald der wget mit der Speedtest-URL fertig war oder ich ihn abbrach, bremste sich auch der andere Download wieder in den Keller.“

Das wäre in der Tat ein ziemlicher Hammer.

  • Olympic Queuing Rehearsals at London Stations
    „How one “simulates” queuing also puzzles me. Are there going to be staff at the station moving the normal queues around so that they form different patterns? Are we being asked to queue in an unorderly fashion to see what happens?“

Die Engländer üben schon mal Schlange stehen für die Olympiade. (Kein Witz.)

  • Die Mühlen der PR | WELTRAUMER
    „Themen, die von Hochglanz-Produkt-PR abweichen, sind nicht vorgesehen. Mehrere Hierarchien an PR-Abteilungen sorgen zuverlässig dafür, dass nur offizielle Kommunikation in eine Richtung stattfindet. Die wenigsten Anfragen schaffen den Stille-Post-Hürdenlauf von Deutschland über die Europaniederlassung in die Zentrale in den USA. Sollten sie doch da ankommen, werden Interviewanfragen gerne mal mit “Gerade haben wir keine Interviews vorgesehen, bei der nächsten Runde seid ihr dabei” beantwortet, weil ein Fünf-Monatsplan für Produkt-PR genau vorsieht, wann über welches Thema gesprochen werden soll. Solche Interviewpläne bedeuten dann, dass ein vorher instruierter Gesprächspartner mehr oder weniger motiviert an einem Tag im Hotel oder per Telefon 15 Interviews abreißt. Das Ergebnis sind dann im Anschluss eine Handvoll austauschbare, weil fast inhaltsgleiche Interviews in allen gängigen Publikationen.“

Die Grenzen zwischen PR und Journalismus sind inzwischen so verwaschen, daß man sie mit bloßem Auge nicht mehr erkennen kann. Aber klar, wir brauchen ein Leistungsschutzrecht …

  • Was soll ich nur anziehen? | Herm’s Farm
    „Wenn man sich ein wenig die Zeit dafür nimmt, sieht man, dass Armani Jeans ja tatsächlich auch ein paar schöne Sachen hat. Das Problem scheint nur zu sein, dass in den meetings bei Armani immer irgendwer zu sitzen scheint, der kurz vor Schluss noch “Aber da müssen wir noch irgendwas Kitschiges, dass keinen Sinn macht dran machen!”. Und weil die beschrieben Person scheinbar sehr viel zu sagen hat traut sich niemand, dem etwas entgegen zu setzen und schon haben wir eine gut geschnittene, schwarze Jeans mit Umgotteswillenwasistdasdennjetzt.“

Herm bringt es mal wieder auf den Punkt. Ich frag’ mich ja auch immer, wer ernsthaft mit Klamotten oder Gadgets von Armani Jeans oder auch Emporio Armani aufläuft und sich damit nicht wie der allerletzte Depp vorkommt. – Aber der Rest des Artikels ist auch klasse. :)

Link(s) vom 9. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 9th Juli 2012,
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Zwischen dem 8. Juli 2012 und dem 9. Juli 2012 aufgelesen:

Temporary Tattoos sind offenbar wieder da, wie alle schlechten Ideen aus den 90ern. Diese hier sind allerdings teilweise ziemlich witzig. Also, die Motive – temp tats ja eher nicht so.

Während des Studiums haben meine Kommilitonin und ich mal für einen „Entrepreneur“ Motive für eine Kollektion temporärer Tattoos gezeichnet. Der Mann hatte offenbar so ein get-rich-quick „Wie mache ich mich selbstständig“ Heft aus einem bekannten Fachverlag für solche Opfer Interessenten gelesen, in dem temp tats als der heisseste Scheiß seit der Erfindung des Bierdosenhalter-Bauarbeiterhelms angepriesen wurden. Ein Kapitel hiess offensichtlich: heuern Sie willige Kunststudenten an, die Ihnen für’n Appel und ’n Ei Motive wie Delphine, Schmetterlinge oder VW Käfer stricheln. – Offenbar kamen unsere Bärchenmotive gut an, aber am Ende wollte er uns noch um die zwofuffzich bescheissen, so daß wir ihm die Pest an den Hals gewünscht haben. Denke mal, das hat geholfen, denn man hat weder von ihm noch seinen temp tats je wieder gehört.

  • ALMA HAR’EL ON HER SHIA LABEOUF-STARRING SIGUR ROS FILM | Filmmaker Magazine
    „Basically they had this loop, a sound that they didn’t know what to do with. So they ended up playing it on headphones, and everyone had to leave the studio except for one person from the band at a time. So each person in the band recorded a piano line to that loop in his turn. None of them heard what the other people in the band did. Then when they finished they took out the loop. So the track is every one’s response to something we’ll never hear. I found that quite captivating. There’s like a ghost track that’s there and you never hear it, only they heard it…“

Schöne Entstehungsgeschichte zu einem schönen Video. Musikalisch nicht so mein Fall, aber hey, man kann nicht alles haben!

Normalerweise ignoriere ich ja – mit Ausnahme felix schwenzels – Geschreibsel von pseudointellektuellen, wichtigtuerischen Analphabeten Leuten, die alles klein schreiben. Aber in diesem Fall kann ich nur sagen: Genau so ist es.

Link(s) vom 6. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 6th Juli 2012,
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Link(s) vom 6. Juli 2012

Zwischen dem 5. Juli 2012 und dem 6. Juli 2012 aufgelesen:

  • An der Bushaltestelle « Draußen nur Kännchen
    “Ich mach’ ja nur noch Nachtschicht”, sagt er. “Sonst sauf’ich zu viel. Weil, watt willze sonst machen, wennde um 14 Uhr nach Hause kommst. Kannste nix anderes machen, machste Pulle Bier auf und noch eine und noch eine. Kommste nur ans Saufen. Ich bin ja alleinstehend, woll, ich hab’ keinen. Deshalb mach’ ich nur noch Nachtschicht. Dann kann ich morgens pennen, und am Nachmittach is’ nich’ mehr lang bis Nachtschicht.”

Die liebe Nessy mal wieder. #schneuz

  • Wie @derwesten mal nicht mehr mit mir sprach
    „Ist die facebook-Pinwand und der Twitter-Account zur Nachrichtenschleuder degradiert worden? Habt Ihr wirklich nicht begriffen, dass Eure einzige Rettung im Kontakt mit dem Leser und nicht in der Abschottung vor ihm liegt?“

Christian will doch nur den RSS feed für Menden abonnieren! Aber Der Westen will nicht.

Kchkchkch …

  • Das Leben mit Piemontkirsche | Dortmund Diary | DO Diary
    „Die Tür des Höllenlochs öffnet sich und meine Mom und ich werden herein gebeten. Meine Mutter vermittelt mir durch das Aufsetzen ihrer gefürchteten „Angela-Merkel-Mundwinkel“ wie sehr sie ihrem schwarzen Schaf dafür dankt, daß es sie in eine solche Situation gebracht hat. Einmal mehr kommt mir der Gedanke, ihr ein T-Shirt drucken zu lassen, auf dem steht „Was sollen denn die Nachbarn sagen?““

Wow. Es sind Geschichten wie diese, für die ich Blogs liebe.

  • Wherefore art thou, Jenny Chuasiriporn?
    “Sometimes I do wonder where my life would be now if I had won that Open… But I actually think I would be right where I am. It just might have taken me longer to get here.”

1998 hätte diese Golferin als Amateurin fast die US Women’s Open gewonnen. Danach hörte man nichts mehr von ihr. Heute ist sie Altenpflegerin.

Link(s) vom 3. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 3rd Juli 2012,
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Link(s) vom 3. Juli 2012

Zwischen dem 2. Juli 2012 und dem 3. Juli 2012 aufgelesen:

  • In der Eisenbahnstraße · einsneunsiebenzwei
    „Einige Male musste nachts der Notarzt kommen wegen Herrn M. im vierten Stock. Herr M. war mit Frau M. verheiratet und mit Frau M. hatte ich lange Jahre unangenehme Diskussionen, weil sie immer Essenreste aus dem Küchenfenster warf. Wurst, Nudeln, Käse und belegte Brote zum Beispiel. Für Benny sei das, schrie sie dann aus dem vierten Stock mit ihrer gellenden Stimme. Nur dass Benny, der inkontinente Hund von Frau B., da schon nicht mehr lebte, denn Frau B. hatte ihn einschläfern lassen müssen, so dass unter meinem Fenster eine hübsche Sammlung Lebensmittel lag.“

Faszinierend. Es gibt Menschen, die können in Altona in den Zug steigen und wissen schon am Dammtorbahnhof alles über ihren Gegenüber. Spätestens in Harburg werden die Butterbrote ausgepackt und herumgereicht. Ich hingegen könnte mit der transsibirischen Eisenbahn bis Irkutsk und zurück fahren und wüßte von meinen Mitreisenden nichts. Gar nichts. Frau Elise beschreibt wunderbar das Leben in ihrer ehemaligen Hausgemeinschaft. Ich wohne seit rund sieben Jahren in meiner jetzigen Wohnung, drei davon im Homeoffice und kenne gerade mal die Nachbarin, die sich mit mir das Stockwerk teilt und ein junges Paar aus dem ersten OG.

  • Search for Amelia Earhart’s Plane Begins
    „We will depart Honolulu on July 3rd aboard the University of Hawaii oceanographic research ship R/V Ka Imikai-O-Kanaloa. In about eight days we should get to Nikumaroro, where we will carry out a deep-water search for the wreckage,” Ric Gillespie, executive director of The International Group for Historic Aircraft Recovery (TIGHAR), told Discovery News.“

Heute, 75 Jahre nach dem Verschwinden Amelia Earharts, wird mit der Suche nach ihrem Flugzeugwrack begonnen. Es gibt tatsächlich einen Anhaltspunkt, wo es sein könnte und eine Expedition macht sich nunmehr auf den Weg.

Vor einigen Tagen hat Facebook ungefragt die Standard Mailadresse im Kontaktfeld der User mit der username@facebook.com Adresse ersetzt. Die facebook App auf dem iPhone (und ggf. auch für Android Geräte) hat ungefragt die Apple Adressbücher entsprechend aktualisiert. Damit wurden die Standardadressen der User im Smartphone Adressbuch ebenfalls mit der username@facebook.com Adresse ersetzt. Viele User haben unmittelbar nach Bekanntwerden dieser ungefragten Änderung bei Facebook Ihre eigentlichen Adressen wieder eingetragen, bekommen aber deshalb keine Mails, die an ihre facebook Adresse gerichtet werden. Was für ein verdammter Saftladen!

Link(s) vom 2. Juli 2012

  • Veröffentlicht am 2nd Juli 2012,
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Link(s) vom 2. Juli 2012

Zwischen dem 30. Juni 2012 und dem 2. Juli 2012 aufgelesen:

Der 11 Freunde Liveticker in Kombination mit der eigenen Twittertimeline war bzw. ist die beste Alternative zu „Fussballspiel live oder mit Freunden sehen“. Findet eigentlich noch jemand außer mir, daß Béla Réthy (schreibt der sich so?) künftig maximal noch für Radio Eriwan Spiele zwischen dem 1. FC Unterpfaffenhofen und Wacker Seitwärts e.V. pfeifen kommentieren dürfen sollte?

  • Freedom of Tweet: Olympics, Brands, Athletes and Raving Fans
    „If the business does not have a social mindset, they will get trapped in this endless desire to control messages – an impossibility since social media is alive. The messages, the “talk” around your product, can not be controlled any more than you can control the entire world around you.“

Die Social Media Richtlinien der Olympiadeveranstalter sind raus. Sie gleichen einem Maulkorb. Offenbar glauben die alten Herren tatsächlich, daß Social Media Kanäle ausschliesslich dazu da sind um Sponsorenhurra zu verbreiten. In Kombination mit den jüngsten Bilderfälschungen bei den EM 2012 TV-Übertragungen der UEFA (einem ähnlich restriktiven Verband ohne jeden Sportsgeist) können wir uns darauf einrichten, daß es eine seelenlose Plastikolympiade wird.

Link(s) vom 25. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 25th Juni 2012,
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Zwischen dem 21. Juni 2012 und dem 25. Juni 2012 aufgelesen:

  • Die Negerpuppe | Flitterwerk und grober Unflat.
    „Ich habe kein Sachbuch geschrieben, mein Ding ist vielleicht die Groteske, aber keineswegs die Utopie. Alles was gesagt und gedacht wird, spiegelt damalige Realitäten wider. Dem Autor die Ideologie seiner Figuren zu unterstellen ist ähnlich absurd, wie einen Schauspieler für seine Fehltritte in einer Soap zu schelten. Mehr gibt es über meine Wortwahl nicht zu sagen.“

Silenttiffy äußert sich zur Kritik an der Verwendung des Begriffs ‚Negerpuppe‘ in ihrem Buch. Und natürlich dauert es nicht lange, bis der erste Kommentar auftaucht, dessen Autor_in mit virtuell fuchtelndem Zeigefinger und natürlich konsequenter Kleinschreibung über „kritische weißseinsforschung“ und „poc“ (die Abkürzung des offenbar aktuell politisch korrekten Begriffs ‚people of color‘, bei der ich immer an Pocken denken muss) doziert und sich von silenttiffy im Buch erläuternde Fußnoten oder Kommentare zum Thema gewünscht hätte.

  • Laocoön | TechCrunch
    „Etched permanently into the body of one of the most advanced computers ever made, then, is a symbol of experimentation, tradition, and potential — being killed.“

Eine Verschwöungstheorie? Ein Hardware-Easteregg? Spannend.

So ist es.

Unsere digitalen Wände sind durchsichtig. Wer Vorhänge oder Gardinen möchte, macht sich verdächtig. Ich wette, es dauert nicht mehr lange und man bekommt Festplatten, USB Sticks und andere physische Speichermedien nur noch gegen Vorzeigen des Ausweises, wenn es denn überhaupt noch Anschlüsse und Lesemöglichkeiten für diese Hardware geben wird. Es wird sich ALLES in der Cloud abspielen, unsere Regierung und befreundete Regierungen, Auskunfteien wie die Schufa, Creditreform und andere werden selbstverständlich „zu unserem eigenen Vorteil und/ oder Schutz“ Zugriff darauf haben und wer nichts in der Cloud gespeichert hat oder verschlüsselt kommuniziert, darf sich sicher sein: er wird überwacht. Bargeld wird nur noch in geringen Stückelungen erlaubt sein und schliesslich ganz wegfallen – wer bar zahlt, ist verdächtig, nicht kontrollierbar, nicht zuordnungsbar, nicht vertrauenswürdig. Wir werden es erleben.

Link(s) vom 21. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 21st Juni 2012,
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Link(s) vom 21. Juni 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Cinephilia&Beyond • Billy Wilder, two essential documentaries
    Zwei tolle Dokus über einen meiner Lieblingsregisseure, Billy Wilder. Must-see für Filmfans!
  • Adrian Shaughnessy on Herb Lubalin’s Life and Work
    „There are a number of reasons why Herb Lubalin has been a somewhat neglected figure in comparison to, say, Paul Rand or Saul Bass, or some of his European near-contemporaries such as Wim Crouwel and Josef Müller-Brockmann. Lubalin didn’t write much, and he had a slight air of anti-intellectualism. He didn’t espouse modernism or the avant garde, favoring instead American vernacular styles, Spenserian scripts, and a sort of hybrid modernism. And there’s no getting around the fact that his work looked old-fashioned when compared to the neo-modernists or the deconstructionists of the past two or three decades. But as I hope my book makes clear, these judgments are in nearly all cases wrong, or at least partially wrong.“

Link(s) vom 19. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 19th Juni 2012,
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Link(s) vom 19. Juni 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • So What If I’m A Woman? Let Me Play The Damn Game.
    “Do you play PC games?” he asked, frowning.
    One of the publications on my media badge was listed as PC PowerPlay. It shouldn’t have been necessary for him to ask such a question, but I answered. “Yes.”
    “Well, OK.” I sensed a disbelief in the guy’s voice. “But do you play shooters?”
    I remember the silence that filled this space beyond this question. I was horrified that anyone could even ask such a thing. Here I was, sitting with my fingers spread across WASD, admiring a game world – and somehow, for some obtuse reason, being assumed to be someone who didn’t know anything about the world or how to interact with it.
    “I think I better play it for you,” he said finally, prying my hands away and turning the keyboard towards himself.
  • Die alltägliche Geringschätzung | tagesanzeiger.ch
    „Das Verhältnis zwischen Bericht erstattenden Männern und Frauen verhält sich in beiden Ländern 80 zu 20, genauso verhält es sich mit den Interviewpartnern. Zum selben Resultat kam soeben eine Untersuchung in den USA. Sie zeigt auf, dass selbst in renommierten Titeln wie der «New York Times» Männer fünfmal häufiger zu Wort kommen als Frauen – und zwar auch dann, wenn es um Themen wie Mutterschaft oder Abtreibung geht. Anders gesagt: Männer erklären die Welt. Und, noch viel folgenschwerer: Männer entscheiden darüber, was wichtig ist – und worüber in den Medien berichtet wird.“
  • Axel Scherm: Reval ohne Filter – kolumnen.de
    „Um dem Ungemach zu entgehen, das ihm bei der ersten Kur widerfahren war, nämlich dass sich wieder Heerschaaren harmonie- und therapiebedürftiger Frauen an ihn klammerten, verschwieg Lorenz dieses Mal seinen sozialpädagogischen Hintergrund und gab sich als Park- und Landschaftsgärtner, Spezialgebiet »Hecken und Büsche« aus.“

Link(s) vom 17. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 17th Juni 2012,
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Zwischen dem 15. Juni 2012 und dem 17. Juni 2012 aufgelesen:

  • Textbausteine, ungeschützt | K. [Journal]
    „2. Mache dich interessant. Folge dem Beispiel der deutschen Zeitungen und schreibe so einen Stuss wie “In einem Zeitungsartikel, der diesem Blog vorliegt…”. Wenn du schräg drauf bist, kannst du auch noch exklusiv dazuschreiben.“
  • Ihr habt gewonnen, dann verlink ich Euch halt nicht mehr : Filterblog
    „Ich werde den Stil meiner Artikel einfach anpassen und auf Links und Zitate verzichten. So, wie Google es meiner Meinung nach auch tun sollte. Mein Verzicht wird zwar natürlich niemandem weh tun – aber so gerne diese ach so sehr auf Gerechtigkeit pochenden Medien so abstruse Dinge schreiben wie „auf Twitter hieß es“ oder „laut Internetberichten“ wenn sie normalerweise konkrete Blogger zitieren und nennen müssten, so viel Freude wird es mir machen, von nun an genau so zu verfahren.“
  • Screw Upgrades: The New MacBook Pro IS the Future by Christina Warren
    „His entire business is predicated on offering how-to guides for free, alongside tool kits and after-market parts. A big part of the reason he gets so incensed about the lack of upgradability and serviceability of the MacBook Air, MacBook Pro and new iPad is that the service market for those devices is very much attached to authorized Apple repair centers. The more appliance-like and non-user fixable these devices become, the more it affects his business.“
  • Die EM im Fernsehen: Die Regie spielt falsch – FAZ
    „ARD und ZDF ist es zwar erlaubt, eigene Kameras in den Stadien einzusetzen. Die werden jedoch für die Spielberichterstattung praktisch nicht genutzt, sondern sind für die Kommentatoren da und für jene völlig sinnlosen Kurzgespräche mit erschöpften Spielern, die zutage fördern, dass sich die Sieger freuen und die Verlierer nicht. Die Impertinenz, mit der auf Athleten eingedrungen wird, um sich das Allerselbstverständlichste von ihnen noch einmal aufsagen zu lassen, als seien sie so eine Art menschliche Duftspender, streift die Würdeverletzung.“
  • How To Tell If A WordPress Theme Will Help SEO
    – Das dürfte so ziemlich mit der hilfreichste und verständlichste Artikel zum Thema SEO und (WordPress)Blogs sein, den ich kenne.
  • Journalisten im Backwahn – Coffee And TV
    „Das ganze Themenfeld “geistiges Eigentum” ist vermint mit hinkenden Vergleichen, aus dem Boden von Fässern herausgeschlagenen Kronen, verunfallten Metaphern, falschen oder wenigstens überholten Annahmen und unglücklichen Begriffen. Ja, “geistiges Eigentum” ist schon ein solcher unglücklicher Begriff, weil der Geist ja eben so erfrischend unkörperlich ist. Das überfordert viele Vorstellungskräfte, weswegen die Katholische Kirche den Heiligen Geist kurzerhand in eine Taube gepackt hat. Das ist auch nur ein Bild, liebe Journalisten (wenn auch weit weniger bescheuert als gebackene Texte): Wenn Euch eine Taube auf den Kopf kackt, ist das in den seltensten Fällen ein Zeichen Gottes.“
  • Gelesen und gemerkt am 14.6.2012 | jawl.net
    »Xxxxxx xxxx xxx xxxxxxxxx xxx Xxxxxx xxxxxx Xxxxxxxxxx xxxxxx xxx xxx, xxxxx xx xxxxxx Xxxxxxxx. Xxx xxx xxxxxxxx xxxxxxxxxxx xxxx Xxxxxxxxxxx xx, xxxxxx xxxxxxx xxxxx Xxxxxx Xxxxxxx xxxxx xxx xx xxxxxxx. Xxxxxxx xxx xxx xxxxxxxx xx, xxxxxxxxxx Xxxxxxxxxx xxxxxx – xxxxxxxxx xxxxxx Xxxxxxxxxx xxxxxxxxx Xxxxxx xxxx, xx xxx xxxx Xxxxxxx-Xxxxxxxx xxxxxxxx xxxx.«
  • Der große Unterschied zwischen Lesben und Heten
    „Der Osten Europas wird mehr und mehr für Lesben und Schwule zu einer No-Go-Area. Ein Urlaub an der polnischen und baltischen Ostseeküste, den die Liebste und ich angedacht hatten, ist inzwischen in weite Ferne gerückt. In Länder fahren, wo der CSD nur unter massivem Polizeischutz stattfinden kann? Und dieser lediglich gewährt wird, weil die Staaten entweder bereits in der EU sind oder beitreten wollen und deshalb zähneknirschend als eine der Bedingungen LGBT Rechte in Kauf nehmen? Das Risiko eingehen, irgendwo verhaftet zu werden, weil der Familienstand »verpartnert« als »Homosexuellenpropaganda« ausgelegt werden könnte? Unter Erholung stellen wir uns was anderes vor.“

Link(s) vom 11. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 11th Juni 2012,
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Link(s) vom 11. Juni 2012

Zwischen dem 7. Juni 2012 und dem 11. Juni 2012 aufgelesen:

  • Anti-Piracy Patent Stops Students From Sharing Textbooks
    „While it’s understandable that publishers want to stop piracy, preventing poor students from borrowing textbooks from a library or friend goes too far. Perhaps it’s a better idea to approach the problem from the opposite direction. Thanks to the Internet, publishers are replaceable. And since many of the textbook authors are professors who get paid by universities, it is not hard to release books in a more open system.“

Ja, wo käme man denn da hin, wenn Schüler und Studenten ihre benötigten Bücher einfach untereinander ausleihen würden, oder gar am Ende des Semesters an die jüngeren verticken?
Boah, wie widerlich.

  • Deutschland-Portugal im 11FREUNDE-Liveticker | 11 Freunde
    „Plötzlich Schockstarre, Manuel Neuer fliegt durch die Luft, und obwohl ich die Situation nicht gesehen habe und auf eine Ewigkeit auf eine Zeitlupe warten muss, die dann einen viel zu engen Bildausschnitt zeigt, lege ich mich jetzt schon fest: Postigas Mutter hat einen unehrenhaften Beruf. Dann kommt die Zeitlupe, die Superzeitlupe, die Supersuperzeitlupe, alles so langsam, dass sein Drüberhalten gar nicht mehr so schlimm aussieht. Gelb gibts trotzdem, Neuer steht wieder, und ich entschuldige mich bei der Mama.“

Die 11 Freunde sind mal wieder Weltmeister im Livetickern.

  • Another one of my rants
    „In-room movies used to be a huge cash cow for hotels. But they charge as much for one semi-recent Adam Sandler leadburger as Netflix charges a month for everything. So now we watch movies we’ve downloaded or get streaming while in the room. And the porn we can access is hard-core. No more paying good money and not getting the money shots.“

Ken Levine arbeitet sich an den exorbitanten Hotelpreisen für Selbstverständlichkeiten wie Internetzugang, Minibar oder Filmauswahl ab.

Link(s) vom 7. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 7th Juni 2012,
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Link(s) vom 7. Juni 2012

Zwischen dem 6. Juni 2012 und dem 7. Juni 2012 aufgelesen:

  • tadellos. himmelblau. » to whom it may concern.
    „wieso lasse ich mich in meinem idealismus, meinen wertvorstellungen von menschlichem zusammenleben, meiner vorstellung von hilfestellung, einsatz und engagement so unter wert verkaufen? warum klafft die lücke zwischen den entsetzten aufschreien wenn wieder irgendwo ein säugling gefunden wurde, ein kind zu tode geprügelt wurde oder ein jugendlicher ausrastet und dem wert der sozialen arbeit so sehr? versteht denn keiner den zusammenhang?“

Deutliche Fragen zu einem unbequemen Thema. Die hier geschilderte geforderte bzw. erwartete Selbstausbeutung betrifft wohl fast jeden Freiberufler und die meisten Arbeitnehmer. Aber wenn meine Kunden mich mal wieder aufs Kreuz legen wollen mit mangelhafter bis nonexistenter Zahlungsmoral, dann gehe nur ich dabei pleite. Hier ist es noch einen Zacken härter.

Pioneer Woman Ree Drummond listet ihre liebsten Sommerdesserts. Mit Rezepten. Und Fotos! Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

Die liebe Nessy schreibt über Vorfreude.

Ein herzerwärmender animierter Kurzfilm. Leute, ich wiederhole mich, ich weiss, aber: Guckt! Mehr! Zeichentrickfilme!

Link(s) vom 6. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 6th Juni 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Link(s) vom 1. Juni 2012

  • Veröffentlicht am 1st Juni 2012,
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Link(s) vom 1. Juni 2012

Zuletzt aufgelesen:

Die Sache mit den Prinzipien.

  • Das Märchen von der Heimkehr
    „Man hat Fähigkeiten und Kenntnisse erworben, die zu Hause niemand braucht. Wenn Sie, wie eine amerikanische Freundin, etwa seit Jahren für Finanzunternehmen Projekte großer Hilfsorganisationen in Schwellenländern zwischenfinanzieren, können Sie mit ihrem Expertenwissen zu Hause kein Geld verdienen und immer nur weiter von Abchasien in den Kosovo nach Armenien nach Usbekistan nach xy vagabundieren. Eine andere, hochdotierte GUS-Expertin, ist ein halbes Jahr vor mir nach München zurückgekehrt, schwanger von einem Münchner und mit Existenzängsten, denn Demokratieentwicklungsexperten werden in Bayern eher nicht gesucht.“

Die Nachtschwester schreibt übers wieder-nach-Hause-kommen und warum das ein größerer Kulturschock sein kann, als hinaus in die Welt zu ziehen.

  • Abstieg der „Hells Angels“ : Klein, aber gerne groß
    „Der Mythos der wilden Kerle verblasste. Jugendliche Rocker, die eigentlich noch Mofas fuhren, vertrieben kleine Kinder von Spielplätzen und tranken heimlich Likör, ältere Rocker spielten in verrauchten Bahnhofsgaststätten mit ihren Kumpels Billard, tranken zu viele Tequilas, hielten ihre „Bräute“ fest im Arm und ihren „Präsi“ für das Größte und weinten hemmungslos, wenn die Harley auf der langen Fahrt wieder zu viele Schrauben verloren hatte. “

Die taz über Rocker

  • Pick a Place and Leave
    „But it’s a hollow victory. We have already seen women as SCDP’s pack horses (arriving early, getting pastries, bringing in lunch), been told their employment is a “game”, seen money thrown in their faces, naming their prices … and paying. Always paying, in ways men never have to. Even now. I was stunned by this tagline in a commercial for Stella Artois, which screened during the episode: She is a thing of beauty. Woman as object. Woman as something to be consumed.“

Über die bislang brutalste Folge der aktuellen Staffel von Mad Men.

Link(s) vom 23. Mai 2012

  • Veröffentlicht am 23rd Mai 2012,
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Zwischen dem 19. Mai 2012 und dem 23. Mai 2012 aufgelesen:

  • The analog twitter wall at re:publica 2012 | precious, strategic design & visual language
    „It was also interesting to see how a quick and transient medium like Twitter feels like when manifested. Since it took about 6 hours to fill the wall, the tweets survived relatively long compared to the usual twitter walls, where they often appear only for a few seconds. The massive wall and the familiar size of DIN A4 sheets also visualized the enormous amount of data far better than an abstract digital representation could. Although these aspects were something we aimed for when developing this installation, we were still surprised about the impact it had on us. Size, in this case, really does matter.“

Ich fand die analoge Twitterwand ganz super. Das war wirklich genial, ganz im Gegensatz zu einer herkömmlichen Twitterwall, die ursprünglich ja mal eine ganz nette Idee war, wenn sie bei Talkrunden oder Vorträgen hinter den Gästen/Rednern installiert war, damit diese umgehend den Puls des Publikums fühlen konnten und Fragen zeitnah beantworten. Tatsächlich  stellte sich dann aber rasch heraus, daß sich kein Schwein um das kümmerte, was hinter ihnen an der Wand entlangflackerte, die Leute im Publikum waren einerseits genervt, weil ihre Fragen nicht beantwortet wurden und ansonsten unkonzentriert, weil sie ihre 140 Zeichen Ruhm nicht verpassen wollten und darüber verpaßten, was eigentlich gerade so erzählt wurde. Nein, eine Twitterwall ist totaler Schwachsinn, aber eine analoge Twitterwand ist Poesie in Reinkultur.

  • Pricing Books and Ebooks
    „Except for a select few products that are the same price everywhere and never go on sale (Wii, Bose, Apple, Xbox) everything has a variable price. Things are cheaper or more expensive depending on who is selling them. Things go on sale. Retailers can discount, or they can jack up the prices dependent on location (the same bottle of Budweiser can cost you 50 cents or $10 based on where you bought it.)This is how almost everything is sold. And this is how products find their natural retail prices. Supply and demand, market fluctuations, and locations all play a part.So who ends up determining the price of a product? The customer. Not so with books. With books, the publisher determines the price. Does this sound familiar for some reason? Perhaps because the DOJ is currently investigating the Big 6 for price-fixing? Why is publishing the only business so concerned with setting the retail price of its products?“

Nicht alles übertragbar auf unsere Vehältnisse hier, aber genügend „points to ponder“ bezüglich einer VÖ in Eigenregie.

  • Die Welt wird kleiner
    „Aber vielleicht ist das gar nicht wahr – vielleicht macht das Internet unsere Welt größer. Denn wo vor zweihundert Jahren die Welt an der Dorfgrenze aufhörte, wo sie vor hundert Jahren von den Rufen der Zeitungsjungen begrenzt wurde, wo wir vor zwanzig Jahren noch darauf angewiesen waren, dass die Macher der Tagesschau aus allem, was ihnen ihre Filter durchließen die richtigen 15 Minuten zusammenstellten – da können wir heute in jeden Winkel der Welt schauen. Und das ist wirklich groß.“

Hach.

 

Link(s) vom 19. Mai 2012

  • Veröffentlicht am 19th Mai 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Eine wunderbare, sehr inspirierende Rede; ein must-see für jeden Kreativen, wie ich finde.

  • lines and colors : » Daniel Xiao
    „His fantastical landscapes have a wonderful sense of scale and atmospheric perspective, the qualities of which don’t really come through in the small images I’m showing above. The visual appeal of his work is much more evident on his on site, and even more so on some larger selections you can see in this post on Concept Ships.“

Sehr schöne Konzeptzeichnungen. Davon gibt es ja so viele, aber die meisten drehen sich ausschliesslich um Raumschiffe, dystopische Szenarios mit Blade Runner Optik einerseits oder andererseits „Conan, der Barbar“ Sujets – muskelbepackte Helden mit behornten Helmen, Schwert und Lendenschurz, die, oft bei gewittrigem Himmel in einer verschneiten Einöde, eine spärlich bekleidete, rothaarige Schönheit, deren üppige Kurven die angelegten Ketten zu sprengen drohen, vor einem flammenspeienden Troll retten müssen. Das kann Xiao natürlich auch alles, aber eben auch mehr. Seine Portfolioseite finde ich sehr gelungen.

  • How Yahoo Killed Flickr and Lost the Internet
    „One of Yahoo’s goals was to move from a system of notice and takedown, to prescreening all the content members posted before it went up online. Flickr saw this as both a costly time-consuming task and one that could very well violate its members privacy, especially when talking about private photos. The Flickr team scheduled a meeting and headed down to corporate headquarters in Sunnyvale for an hour long presentation to make its case. Halfway through the meeting, the vice president who oversaw customer care for Yahoo looked at his watch, announced he had another meeting, and left. It was an open fuck you.“

Schön zusammengefasst und mit einer gesunden Portion Insiderwissen angereichert: Yahoo! hat’s auf ganzer Linie versemmelt und flickr wird sich davon selbst dann nicht mehr erholen, wenn es sich freikauft.

  • Fett wie ein Turnschuh: Ich flehe um mein Leben | ZEIT ONLINE
    „Wie alle guten Dinge im Leben ist natürlich auch Louisville irgendwann vorbei. Ich fahre zurück zum Flughafen, gehe durch die Sicherheitskontrolle und werde sofort von blauen Männern umzingelt. Ich werde in einen separaten Raum gebracht und von Sicherheitspersonal betätschelt. Sie untersuchen jedes einzelne Teil in meinem Koffer mit ihren hochentwickelten Maschinen. Ein Blauer tastet noch einmal meinen Körper ab. Die Beamten befragen mich wieder und wieder, offensichtlich halten sie meine Wenigkeit für einen Top-Terroristen. Und dann, kurz bevor die Navy Seals zu meiner Erschießung hereingebeten werden, starrt mich ein strenger Blaumann an und fragt mich mit zutiefst ernster Stimme: “Haben sie heute Hautcreme verwendet?”“

Wir sind alle total bekloppt, daß wir diesen Zirkus mit uns veranstalten lassen.

  • 70 Jahre Einsamkeit
    „Tagsüber dehnt sich das ganze Wrack in der Gluthitze aus. Dann versinkt die Sonne und in den kalten Wüstennächten, zieht sich alles wieder zusammen. Das Material ächzt und knarrt. Jeden Tag.“

Sowas finde ich ja immer total faszinierend: Flugzeugwracks aus einer anderen Zeit und in einer Landschaft, die komplett zeitlos ist.

  • Futuro – the ideal home that wasn’t
    „There it was, painstakingly restored and eye-achingly yellow, resting on its metal frame (the pod house was often helicoptered on to its legs), its hatch door with integrated staircase lowered invitingly. Entering a space that you know well as an image is usually either a shock or an anticlimax.“

Ich erinnere mich aus meiner Kindheit an solche architektonischen Bilder, die einerseits futiristisch, andererseits so total normal erschienen, da im Alltag alle Gebrauchsgegenstände den „Space Touch“ erhielten.

  • How Lousy Cockpit Design Crashed An Airbus, Killing 228 People
    „This stick is of particular note. It’s fly-by-wire technology, meaning that there’s very limited tactile feedback. If a pilot sets the plane to a 10-degree pitch, they can move the stick 10 degrees once and remove their hand from the controls entirely. Furthermore, co-pilots don’t feel any sort of feedback in their controls, meaning that as Bonin was making this momentary adjustment, the only way his colleagues could know was by looking right at his hands.“

Der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Link(s) vom 8. Mai 2012

  • Veröffentlicht am 8th Mai 2012,
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  • Paris, I Love You But You’re Bringing Me Down
    “Dude, you’re from, like, New York? So cool, man,” Claude said in English. Claude was skinny and smelled of cigarettes, with arms sunburned to the color of traffic cones. “I love New York,” he said. “Why did you leave? You know, no one goes New York to Paris.”

Was passiert, wenn ein Amerianer in Paris landet. Wunderbar!

Ein wichtiger Punkt, der – soweit ich das sehen kann – noch von keinem Piraten so recht erörtert worden ist: Wenn das bedingungslose Grundeinkommen tatsächlic kommen sollte, dann darf es nicht der Brosamen sein, der den Künstlern zum Fraß hingeworfen wird, nach dem Motto: „So, jetzt kannst du überleben, aber nun arbeitest du auch gefälligst offiziell für lau und hast keine Rechte mehr.“ Dann muss es bedingungslos sein. Und genau wie Roxanne de Bastion ist auch für mich das Recht, zu entscheiden, wer meine Arbeit wie und wo(für) verwenden darf, kein Diskussionsgegenstand.

Andreas Deja on some sketches by Milt Kahl.

Link(s) vom 29. April 2012

  • Veröffentlicht am 30th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Klouchebag Site Mocks Klout, Measures Your ‘Asshattery’
    “Klout annoys me for the same reason that search engine optimization annoys me — it’s an enormous amount of effort designed to game an arbitrary and often-changing system,” Scott says. “Imagine if all that time went into actually making interesting things or caring about the people around you.”
  • Piers Morgan Thinks Alec Baldwin’s Wine-Fueled Tweets Are “Un-Missable” | Blogs | Vanity Fair
    „So what makes for successful social-media stardom? For Morgan, it’s authenticity. And maybe a glass or two of wine. “The people that I like to follow are not the boring ones who clearly get their publicist to post their charitable works,” he says. “There’s enough of that nonsense going on. What I like are the ones who are visceral. A classic great tweeter is Alec Baldwin. Alec Baldwin late at night—he’s had a couple glasses of wine—is un-missable. Anything could happen.”“
  • The Google attack: How I attacked myself using Google Spreadsheets and I ramped up a $1000 bandwidth bill
    „To make things worse, I realized that the cost was going up hour after hour. Fifty to hundred dollars more in billing charges with each. passing. hour. I started sweating.“
  • Wird der Altruismus überleben? « Pixelökonom
    „Allerdings: Wer vertraut und kooperiert, handelt nicht selbstlos. Seine Motive sind letztlich egoistischer Natur. Denn wird sein Vertrauen nicht missbraucht, erhält er am Ende mehr zurück als er gegeben hat. Woher aber kommt der Altruismus? Warum hat die Evolution einen Charakterzug hervorgebracht, bei dem sich einer zurücknimmt, damit es anderen besser geht?”
  • Die Schufa fürs Web: Klout misst euren sozialen Wert | Basic Thinking
    „Fiorella setzte nach der Absage in Toronto übrigens alles daran, seinen Klout-Score hochzuschrauben, und erreichte schließlich eine Punktzahl von 72. Für Unternehmen, die nach Managern in seiner Position suchten, wurde er damit plötzlich zu einem ganz heißen Kandidaten. Seine 15 Jahre Berufserfahrung als Consultant bei Unternehmen wie AOL, Kraft und Ford spielten plötzlich nur noch eine untergeordnete Rolle.“
  • A Complete Guide to ‘Hipster Racism’
    Racism is like a wily little bacterium. It doesn’t just roll over and die once we swallow our antibiotics—it mutates and evolves and hides itself in plain sight, and then all of a sudden, fuck, my arm fell off. Dickhead bacteria. (Sidenote: arm for sale!)
  • Das Ohr des Automechanikers « Welt am Sonnabend
    „Jeder lebt in seiner Welt. Ich: iPad-Welt, die hier: Öl-Welt. Ich erkläre mein Problem, Schweißrand-Cap führt mich ins Büro. An der Tür steht „Büro“ und „Nur Barzahlung“, drinnen angemörftes 70er-Mobiliar, Chaos-Schreibtisch, ein Super-Sonderangebot: „Römer Kindersitz, wie neu, 120 Euro“. “

Link(s) vom 20. April 2012

  • Veröffentlicht am 20th April 2012,
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Zwischen dem 18. April 2012 und dem 20. April 2012 aufgelesen:

  • Boomers’ generation had everything it wanted – and it still does – The Globe and Mail
    „As for an inheritance, the Millennials shouldn’t count on one. Unlike our own parents, who thought it was immoral to dip into their capital, we boomers would rather spend our savings than preserve them. Whatever money we have left after travelling the world will disappear pretty fast once we check into that upscale assisted-living home, at $7,000 a month. Did I mention that we’ll live forever?”
  • paywall vs. verwässerte marke – wirres.net, fachblog für irrelevanz
    „spiegel-leser wissen mehr — diese zeiten sind längst vorbei. wenn ich mehr über die jüngere geschichte erfahren will, kaufe ich mir ganz sicher keinen spiegel, sondern die geo epoche. zu fast allen anderen themen fallen mir zig alternativen ein, kostenlos und kostenpflichtig, die ich eher lesen oder kaufen würde als den spiegel.”
  • What It Cost Eight Women Writers To Make It In New York | The Awl
    „In 1927, separated from her Mr., Dorothy Parker got her own place, a furnished small one-bedroom on E. 54th Street in midtown. Both her office and locus for nightly pre-carousing cocktails, Parker paid $75 a month rent—$981.31 in 2012 dollars. If you see a Midtown one-bedroom for less than a thousand dollars I suggest you take it.“

Link(s) vom 17. April 2012

  • Veröffentlicht am 17th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Dieser ganze Hype um Caine’s Arcade ist schon faszinierend. Inzwischen sind über 150.000 $ für den Collegefund des Lütten zusammengekommen (wenn PayPal ihm die mal hoffentlich widerstandslos auszahlt …). Die meisten sind einfach nur erstaunt und fröhlich darüber, daß der Junge nicht am Computer spielt, sondern „richtig“ kreativ ist, mit Tesafilm und pappkartons und so. (Nunja, was passiert, wenn Jungs in ihren Garagen am Computer kreativ werden, hat man ja gesehen.)

Nett. Also, ich kann’s nicht. Aber ich arbeite auch lieber an meinem Score.

Link(s) vom 14. April 2012

  • Veröffentlicht am 14th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

Das ist natürlich Käse, Mr. White. Aber ansonsten ein schön atmosphärischer Bericht über diesen merkwürdigen Typen.

  • Das Handelsblatt auf dem Weg zur Klowand
    „Man hat keine andere Meinung zu haben als das “Handelsblatt”, das steht auch mit Geheimtinte geschrieben im Impressum der Zeitung – bügeln sie nur mal drüber.“

Ich finde ja diese ganze Handelsblattnummer so unfassbar lächerlich, dämlich und unlustig, da fehlt mir das Verständnis, wie man sich mit diesen Neandertalern noch groß auseinandersetzen kann. Aber das hier ist dann doch ganz lustig.

Link(s) vom 13. April 2012

  • Veröffentlicht am 13th April 2012,
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Link(s) vom 13. April 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Deutschland, Hotelwelten, Irrwitz im Detail
    «Es fängt mit der stillen Anschuldigung an, die in den Kleiderbügeln wohnt. Die Bügel haben diese Antidiebstahlvorrichtung, sie lassen sich nur in die speziellen Bügelhalter an der Stange einhängen, statt eines normalen Hakens ist da ein Pinöppel. Der Hotelbügel ohne Haken ist der passiv-aggressivste Gegenstand des Planeten.»

Der schreibt schon verdammt gut, der Lobo.

Link(s) vom 12. April 2012

  • Veröffentlicht am 12th April 2012,
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Zwischen dem 10. April 2012 und dem 12. April 2012 aufgelesen:

So habe ich das auch immer empfunden, und ich bin eigentlich von Hause aus nicht besonders zynisch veranlagt. Ich war eine von Millionen, die die Geburt von Band Aid, Live Aid, USA for Africa am TV miterlebt und wirklich gedacht hat, da ginge was. Da ging auch was – nur grauenhaft falsch, und es geht immer weiter.

  • cronenburg: Hilfe, ich habe mein Buch verschenkt!
    «Verlage und Buchhandel werden meinen Beitrag nicht mögen. Aber vielleicht lernen sie auch etwas daraus, bevor es zu spät ist? Vielleicht pflegen sie ihre AutorInnen wieder mehr? Wir wollen ja gar nicht alles selbst machen müssen. Aber wenn wir ohnehin alles in Eigenarbeit erledigen, warum dann nicht ganz?»

Ich mach’ das jetzt mal mit den Fähnchen.

  • Die magische soziale Alchemie meiner Timeline
    «Kulturpessimisten sprechen von der „Filterblase“, wenn sie bedauern, dass nicht mehr alle Bürger preußisch pünktlich gleichzeitig um acht vor der Tagesschau sitzen, ich lieber davon, dass, wie keine Schneeflocke einer zweiten gleicht, auch jede Timeline unverwechselbar ist.»

Ja, das finde ich ja auch skurril: es ist ungeschriebenes Gesetz unserer Väter und Vorväter, daß die Tagesschau heilig ist, man da weder anrufen darf noch sich unterhalten, während Herr Köpke (bzw. seine Nachfolger) uns in 15 Minuten die Welt erklärt. Und beim Frühstück, in der U-Bahn, zum Kaffee, in der Mittagspause in die Zeitung zu schauen, das ist auch vollkommen legitim und gar nicht unhöflich gegenüber den anderen am Tisch. In manchen Familien gibt es eine richtige Hackordnung, wer die Zeitung entjungfern darf (Papa natürlich), und wirklich geschafft hat’s der Bildungsbürger, wenn sein Leserbrief abgedruckt wurde. Ich erinnere mich auch noch an extra Kinderseiten in den Zeitungen oder Zeitschriften, wo man zehn Mark für einen eingereichten und abgedruckten „Witz der Woche“ bekam. – Jetzt stelle man sich das auf Online und die Timeline übertragen vor: ich sitze mit dem Smartphone am Tisch und lese, was es für mich relevantes Neues gibt. Wenn ich meine, ich muß mich mit dem Redakteuer über seinen Beitrag unterhalten, kann ich das inzwischen in aller Regel relativ problemlos tun; per mail, an der Facebook Pinnwand oder schnell via Twitter. Ich kann seinen Videobeitrag unmittelbar kommentieren und natürlich wird der Kommentar veröffentlicht (so lange ich mich an die gängigen Regeln des höflichen Miteinander halte). Nur die zehn Mark für den Witz der Woche gibt es nicht mehr; dafür wird ungefragt der Lieblingstweet der Redaktion honorarfrei abgedruckt. Es ist alles so irre.

  • Tiger joins the Lost Boys – Sports – Salon.com
    «Of the three Lost Boys of SportsWorld – Tiger Woods, O.J. Simpson and Mike Tyson – I’ve always found Tiger the least appealing or interesting, yet the most poignant. He grew up before our eyes. At 2, he swung his cut-down club for Bob Hope on TV as his Zeus-ish Dad, Earl, beamed over him. By 5, Tiger was giving tips in Golf Digest. The real question he needed to answer, I came to think, was whether he truly loved golf or just wanted Earl to love him.»

Ich bin und war nie ein Fan von Tiger; in der Zeit, als er seinen kometenhaften Aufstieg hatte, war ich in einer längeren Pause vom Golf und hatte den Kopf mit anderen Dingen voll Die besten Golfer aus der Zeit in der ich spielte, bevor ebendiese Pause begann, hießen Faldo, Seve, Langer, Norman, Watson,  Nicklaus, Couples. – Als ich 2003 wieder einstieg, hatte Tiger diese Generation fast im Alleingang abgelöst und dominierte das Profigolf so stark, daß ich eine ganze Weile brauchte um herauszufinden, wer inzwischen eigentlich noch mitspielte. Dennoch hatte ich seine absolute Hochphase verpasst. Vielleicht erklärt das meinen Mangel an Begeisterung für sein Spiel, das natürlich phänomenal war und immer noch ist. Aber vermutlich hat es auch etwas mit seinem Verhalten auf dem Platz zu tun. Er flucht, spuckt, wirft mit den Schlägern um sich und das ist alles für mich kein Grund, ihn zu bewundern, ganz im Gegenteil, das macht ihn für mich extrem unsympathisch. Ich habe immer gesagt und glaube nach wie vor, daß er nie wieder so spielen wird wie früher, denn er hat den Kopf nicht mehr frei und seine Konkurrenz fürchtet ihn nicht mehr. Inzwischen gibt es viele neue, jüngere Spieler, die ihn in Grund und Boden spielen und außerdem trotz oder gerade wegen ihrer Einhaltung der Etikette cool sind und das finde ich super. Ich werde Tiger keine Träne nachweinen.

Link(s) vom 10. April 2012

  • Veröffentlicht am 10th April 2012,
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Link(s) vom 10. April 2012

Instagram’d in der Bahnhofsbuchhandlung HH-Altona

Zwischen dem 7. April 2012 und dem 10. April 2012 aufgelesen:

  • Every time you love a service, it gets closer to being acquired
    «Even though Systrom said in plain English that the app wouldn’t change, people aren’t listening. Why? Because Facebook’s brand identity has become totally repellant to them. “I just lost one of my favorite networks, because it was acquired by a network that I heavily dislike. It sucks,” said TNW Editor Brad McCarty. So it seems we are more upset that two brands — one that we have affection for and the other, not so much — are now essentially the same company than about losing any functionality within the app.»

Ich habe Instagram erst vor einigen Wochen zu nutzen begonnen, da es auf meinem alten iPhone nicht lauffähig war. Insofern mußte ich nur 17 Fotos retten, bevor ich sie zusammen mit meinem Account gelöscht habe. Ich finde es sehr schade um den Dienst, denn er war wirklich hübsch gemacht. Und ja, mir ist natürlich bewußt, daß jeder kostenlose Service ohne erkennbares Geschäftsmodell auf genau so etwas abzielt – die Übernahme durch einen Haifisch wie Facebook, der dann die Daten auswertet. „Wenn du nichts für die Nutzung zahlst, dann bist du das Produkt“, klar. Aber schade finden darf ich es ja trotzdem.

  • Making Fender Guitars, Then (1959) and Now (2012) | Open Culture
    «The first video above, “A Strat is Born,” takes you through the making of a contemporary Stratocaster in four timelapse minutes. The action all takes place at Fender’s factory in Corona, California. The second video below offers a vintage 1959 tour of the Fender factory in Fullerton, CA. Put the two videos side by side, and you can see how much times have … or haven’t … changed.»

Ich war ja immer eher Gibsonista als Fender-Aficionado, auch wenn ich z. Zt. nur meine olle Strat beschrammele, aber sehenswert ist das natürlich so oder so.

Link(s) vom 4. April 2012

  • Veröffentlicht am 5th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Ray Bradbury Gives 12 Pieces of Writing Advice to Young Authors (2001)
    – „Don’t start out writing novels. They take too long. Begin your writing life instead by cranking out “a hell of a lot of short stories,” as many as one per week. Take a year to do it; he claims that it simply isn’t possible to write 52 bad short stories in a row. He waited until the age of 30 to write his first novel, Fahrenheit 451. “Worth waiting for, huh?”“

In der Tat. Das gilt übrigens auch fürs Zeichnen.

  • How To Talk To Strangers   – MTT – Music Think Tank
    «Generally, if you smile at people they will smile back even if they don’t mean to. It may help to remember the last time you felt truly hospitable – to be welcoming you have to smile! People mirror attitude so like The Law of Attraction a bad mood attracts bad vibes. People are less likely to want to talk to you.»

Ein paar hilfreiche Tipps für introvertierte Menschen, die zum Netzwerken gezwungen sind (*räusper*)

  • Wenn die Geschichte Geschlechtsverkehr mit einem hat « Malte Welding
    «So ein Segen kommt nie, niemals aus dem Beharrungswillen heraus. Sondern immer bloß aus der Empathie, letztlich also aus der Vernunft.
    Denn von Fairness in einer Gesellschaft profitieren alle. Niemandem ginge es schlechter, wenn ein Musiker von seiner Arbeit ordentlich leben könnte, genausowenig wie wir darunter leiden, dass DM höhere Löhne zahlt als Schlecker.»

Malte stellt mal ein paar grundsätzliche Fragen zu „Das war halt schon immer so“.

Link(s) vom 4. April 2012

  • Veröffentlicht am 4th April 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Herr Beck kann nicht schlafen » Gelassenheit durch Kompetenz
    «Herr Beck ist Mitglied einer Partei, die in ihrer Regierungsverantwortung die “HartzIV-Gesetze” einführte und Mitglied einer Regierung (Er, stolz: “5x wiedergewählt!”) die dem im Bundesrat zustimmte (citation needed, ich bin aber zu faul zum suchen). Herr Beck kann nun nicht schlafen, weil die Schleckerianer nun ALGI beziehen und sich alleine/mit Hilfe des Arbeitsamtes, Verzeihung, der Arbeitsagenturen, neue Jobs suchen müssen.»

Ja, das fand ich ja am allerskurrilsten an dieser Aussage von Herrn Beck und seiner Spießgesellen, die die Schlecker-Mitarbeiter (Leute, die „Schlecker-Frauen“ sagen, haben auch mit „Döner-Morden“ kein Problem, oder?) vor dem Hartz IV-Schicksal bewahren wollen: Es ist das offene Eingeständnis, daß ihre menschenverachtende, als Sparpolitik verkleidete Enteignungs- und Entwürdigungspolitik, die sie mit den Grünen zusammen durchgedrückt haben, eine einzige Katastrophe ist und de facto Menschen ins Elend stürzt und quasi chancenlos zurücklässt. Der viel gescholtene Pirat Christoph Lauer bringt das in einem bemerkenswerten Beitrag in der FAZ so auf den Punkt:

„Jetzt sitzen wir mit einer Moderatorin im Studio und reden über Schlecker. Und Kurt Beck explodiert und tut so, als hätte Deutschland kein Sozialsystem, als wäre die Pleite von Schlecker das Todesurteil für 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er ignoriert dabei, welche Partei der Stigmatisierung von Arbeitslosigkeit durch die Agenda 2010 Vorschub geleistet hat. Keiner erklärt, warum eine Transfergesellschaft für 70 Millionen Euro Steuergeld besser arbeiten kann als die Bundesagentur für Arbeit. Keiner fragt Kurt Beck danach. Vor allem nicht die Moderatorin.“

(Der Artikel in der FAZ ist übrigens rundherum wunderbar und zeigt auf, warum es die Piraten braucht: Um mal wieder deutlich zu sagen, daß der Kaiser nichts an hat. Ein Job, der eigentlich Aufgabe der Medien wären, aber die sind ja inzwischen nur noch Claqueure und Hofnarren des Kaisers.)

Das ist sooo wahr.

Link(s) vom 3. April 2012

  • Veröffentlicht am 3rd April 2012,
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Zwischen dem 29. März 2012 und dem 3. April 2012 aufgelesen:

  • Mein Plattenladen heißt Herunterladen – Dietrich Brüggemann
    «Das ist so, als säße ich auf dem Beifahrersitz eines Autos, das an der Ampel losfährt, würde den Tacho beobachten und sagen: Verdammt, jetzt haben wir schon in sieben Sekunden von null auf fünfzig beschleunigt, wenn das so weitergeht, werden wir schon bald die Schallmauer durchbrechen, da sollte ich jetzt besser mal dem Fahrer laut schreiend ins Steuer greifen und den Wagen gegen die nächste Wand lenken.»

Sehr, sehr lesenswerter Beitrag zur Urheberrechtsdebatte.

  • IHK, #penispferd | pantoffelpunk
    Tja, das ist der Nachteil am professionellen Fotografendasein: Zwangsmitgliedschaft in der Kammer. Als Grafikdesignerin habe ich die Fotografen immer ein Stück weit darum beneidet, daß ihre Berufsbezeichnung geschützt ist und nicht einfach so von jedem Kamerabesitzer genutzt werden darf (anders als bei uns, wo sich jeder so nennen darf – und das auch tut – der sich die Adobe CS gekauft oder raubmordkopiert hat oder einen Bleistift in die Hand nehmen kann, ohne sich damit ins Auge zu stechen).
  • Presserecycling
    «Ich wurde neugierig und befragte das Orakel. Und siehe da: Mein déjà-vu-Erlebnis konnte ich beim Hamburger Abendblatt, ntv.de, der Märkischen Allgemeinen, Stern.de, der Augsburger Allgemeinen, der Nordwest-Zeitung, der Volksstimme und der Neuen Osnabrücker Zeitung wiederholen. Mein Elan, die Links einzuarbeiten, endete hier, sodass Focus, Frankfurter Rundschau, Saarbrücker Zeitung und N24 nur noch namentlich erwähnt bleiben.»

Auch jenseitsder üblichen Medienbeobachterblogs bleibt nicht unbemerkt, daß das, wofür die deutschen Verleger ein Leistungsschutzgeld verlangen, mit Leistung eher weniger zu tun hat als mit ungekennzeichnetem copy & paste.

  • CCC | Antwort auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchschreiber
    «Gerade Ihr als Tatort-Autoren, deren Brötchen zum großen Teil über die Rundfunkgebühren bezahlt werden, solltet wissen, wie sich eine Kulturflatrate anfühlt. Hier hungern Urheber nicht. Aber gerade diese Verwertungsgesellschaft, die Eure Tatort-Drehbücher entlohnt, ist das beste Beispiel, wie sich ein verselbständigter Wasserkopf mehr und mehr der eigentlich Euch zustehenden Anteile am ausgestrahlten Werk einverleibt. Hand hoch, wieviele von Euch sind festangestellt? Wieviele wurden in den letzten Jahren durch Vertragsveränderungen bei den Landesmedienanstalten auch noch der Zweitverwertungsrechte im Netz beraubt? Na, und wie fühlt sich der Blick in Eure Buy-Out-Verträge an, wenn Ihr ehrlich seid? Stockholmsyndrom?»

Link(s) vom 29. März 2012

  • Veröffentlicht am 29th März 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Lacher des Tages: Ein Panik-Papier der EU-Kommission …
    «Liebe Eurokraten, nicht demokratisch legitimiert? DAS IST DAS VOLK. Demokratischer legitimiert als das Volk geht nicht. Die sind der demo-Teil in demokratisch. Die sind so legitimiert, dass sie sogar andere Leute legitimieren können!»

Man könnte laut loslachen, wenn es nicht so zum Weinen wäre.

  • Hamburg, bekloppte Tarif-Perle. | pop64.de
    «Der HVV ist auch der einzige Verkehrsverbund der Welt, der unsichtbare Zonen hat. Die Zonen heißen hier Zahlgrenzen und sind in keiner einzigen Karte eingezeichnet. Die Zahlgrenzen (oder Zonengrenzen) stammen aus der Zeit der Tram (sagte jemand vom HVV) und sind für Maßgeblich für die Ticketpreise verantwortlich. Es gibt keine einzige Karte, auf der diese den Fahrpreisbestimmenden Zahlgrenzen zu sehen sind. Angeblich (Quelle: Internet) gibt es beim HVV einen mehrere Quadratmeter großen, handgeschriebener Plan für die Buszahlgrenzen an einer Wand und dieser heilige Plan ist die Grundlage für alle ZahlZonenTicketTarif-Grenzen.»

Sven hat sich mal den Spaß gemacht, die Tarifdschungel der ÖPNV-Anbieter in Hamburg und Berlin zu vergleichen. A-ben-teu-er-lich!

Link(s) vom 28. März 2012

  • Veröffentlicht am 28th März 2012,
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Zwischen dem 27. März 2012 und dem 28. März 2012 aufgelesen:

  • Rant: I Love Photography
    «Tell me that this is a shitty photo. (It is) Tell me that you could have done better. (You could have) Tell me that I didn’t need a $5000 camera to capture this. (I didn’t) Then tell me how I would feel without this photo, and tell me how photography sucks.»

Link(s) vom 27. März 2012

  • Veröffentlicht am 27th März 2012,
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Zwischen dem 25. März 2012 und dem 27. März 2012 aufgelesen:

  • Liebe Generation meiner Eltern,
    «Es gibt in unserem Land eine Generation von Menschen, die mit Krisen und Unsicherheit aufgewachsen ist, aber auch mit einer großen Freiheit, mit einer Fülle von Möglichkeiten und mit der Selbstverständlichkeit, sich immer überallhin bewegen zu können. Das ist die Generation derjenigen, die jetzt um die 30 oder etwas älter ist. So wie ich.»

Ich bin zwar deutlich älter als um die 30, aber zähle mich sehr gerne dazu, denn der Text trifft zumindest zu 90% auch bei mir zu. Die Piraten kann ich trotzdem nicht guten Gewissens und klaren Verstandes wählen, aufgrund ihrer absurden Einstellung zum Urheberrecht. Aber ich habe trotzdem sehr grosse Sympathien für die dahinterstehende Bewegung, bzw. den anderen, dahinterliegenden Gedanken, denn alle anderen Parteien bauen mit Macht an etwas noch Schlimmerem als Orwells Vision.

  • Get the balance right | Spreeblick
    „Etwas merkwürdig wird es nur, wenn die gleichen Menschen die millionenfache Neufinanzierung eines Start-ups durch Venture Capital feiern und dem jungen Unternehmen dazu gratulieren. Obwohl die Investoren nun den größeren Anteil am Unternehmen haben und auf die Inhalte der Software oder die Nutzer des Online-Dienstes pfeifen: Sie wollen nur mit möglichst hohem Gewinn aussteigen, denn niemand außer Papa investiert in ein Unternehmen (und ein solches kann auch Kunst sein), ohne die Chance, seine Investition mit Gewinn wieder zurück zu bekommen. Warum dieser Mechanismus nun im Musikbereich als verwerflich, im Technologie-Bereich hingegen als Erfolg zu bewerten ist … das muss ich vielleicht gar nicht verstehen.“

Johnny Haeusler hat ein paar kluge Worte zum Rant von Sven Regener und den Reaktionen darauf.

Link(s) vom 25. März 2012

  • Veröffentlicht am 25th März 2012,
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Zwischen dem 22. März 2012 und dem 25. März 2012 aufgelesen:

  • Die unpersönliche Nation | kritikkultur.de
    «Schauen Sie sich mal einen Tagesschau-Beitrag, eine Reportage über die Arbeitsbedingungen in der Dienstleistungsbranche oder eine Podiumsdiskussion im Wahlkampf an. Wir haben uns vom selbstverantwortlichen „Ich“ verabschiedet, sind über das konfliktfördernde „Du“ hinaus und fühlen uns nun im Ungefähren „Man“ ganz wohl. Keiner muss sich angesprochen fühlen, niemand ist es gewesen und  ändern kann man sowieso nichts.»

Wurde ja auch Zeit, daß das mal einer anspricht.

Ich habe zwar keine Ahnung, worum bzw. um wen es hier konkret geht, aber grundsätzlich trifft dieser schöne Rant den Nagel natürlich auf den Kopf: #allebekloppt.

Die Facebook Timeline der britischen Krone; einfach superschön aufbereitet. Der Buckingham Palace spielt perfekt auf der Social Media Klaviatur.

Es braucht nicht unbedingt Photoshop, um Bilder zu manipulieren.

  • How Much Code Should Web Designers Need to Know?
    «This is an interesting topic which isn’t often discussed between web designers. Getting started in Adobe Photoshop is difficult, and you feel an exhilarating rush when you complete your first web project. But what good is a website mockup if you can’t build it?»

Ich habe solide Kenntnisse in HTML/CSS, grundsätzliches Verständnis von JavaScript und beiläufiges Interesse an jQuery und Ruby. Früher habe ich ein wenig mit BASIC, Think Pascal und Think C herumgespielt, aber der Virus „Programmieren“ hat mich nie erwischt – ich möchte mich damit einfach nicht mehr befassen als nötig, ich bin Designer. Meine Stärken liegen einfach woanders, und auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Aber ich kann jedem Designer nur raten, sich die Basics anzueignen, schon der Kommunikation mit dem Coder halber.

Link(s) vom 22. März 2012

  • Veröffentlicht am 22nd März 2012,
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  • Begrudgers already lining up to take a swipe at Rory – The Irish Times
    «As one of the most recognisable sports people in the world, it’s probably no bad thing to have some muscle around, given that an inexhaustible supply of inadequates seems to be the world’s true renewable resource. And, given the choice, most of us would skip cattle-class and fly private. And if a gorgeous, athletic, financially-independent Scandinavian blonde felt we were wonderful, most of us would probably find it damn hard to disagree.»

Offenbar kommen jetzt die Neider aus ihren Löchern und stören sich daran, daß Rory McIlroy, 22jährig und einer der besten Golfer der Welt, nicht länger in Nordirland lebt sondern in den USA, wo er sein Geld verdient; daß er von Obama zum Tee geladen wird, daß er mit einer der besten, hübschesten und reichsten Profitennisspielerinnen liiert und glücklich ist und seine Million Flugkilometer im Jahr lieber im Privatflugzeug runterreisst, statt in der Viehklasse einer öffentlichen Airline. D’oh!

  • Schwuchtelwitzchen
    «Mit mehr als zwei Jahrzehnten Katzenerfahrung denke ich allerdings, Ihnen glaubhaft folgendes versichern zu können: Keine, aber auch wirklich gar keine einzige Katze auf der ganzen Welt legt sich auf die Seite, streckt keck ein Pfötchen vor und glotzt bekifft, wenn sie scheißt. Wirklich. Keine. Auch nicht, wenn es die Katze einer Werbeagentur ist.»

Was sich die pubertären, homophoben Scholz & Friends „Kreativen“ bei dieser Maredo-Nummer gedacht haben? Gar nichts. Womit auch?

Link(s) vom 20. März 2012

  • Veröffentlicht am 20th März 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Promis im Interview: Diese Stars streichen statt zu sprechen
    «Interviews mit Prominenten sind für Journalisten zum fragwürdigen Vergnügen geworden. Es ist üblich, dem Interviewpartner Wortlautinterviews und wörtliche Zitate zur Autorisierung vorzulegen. Vom Presserat gefordert oder gar gesetzlich verankert ist das Recht zur Autorisierung nicht. Aber viele Verlage verpflichten sich freiwillig dazu, um sicherzustellen, dass Fakten stimmen und inhaltlich nichts falsch wiedergegeben wird – so auch die Axel Springer AG, in der 20zwoelf erscheint. »

Ach Gottchen, jetzt, nachdem die Klatschpresse jahrzehntelang Auflage mit oft frei erfundenen Geschichten und Zitaten sowie oft am Rande der Legalität und jenseits des guten Geschmacks geknipsten oder gekauften oder gephotoshoppten Fotos die Stars in die Pfanne gehauen hat, ist das Geschrei groß, wenn diese sich dagegen vorab schützen wollen. Natürlich muß kein ernst zu nehmender Journalist eines seriösen Blatts PR-Blabla von Managern abdrucken. Andererseits gibt es natürlich keine ernst zu nehmenden Journalisten und seriöse Presse, die sich mit Promiberichterstattung abgibt.

  • Schlüssel zum Erfolg
    «Ich hab erlebt, dass ein Not-Elektriker, der zu einem Steckdosenbrand gerufen wird, erstmal ohne Werkzeug und Wechsel-Steckdose kommt und dass “muss ich wohl noch mal los” durchaus ebenfalls 2 Wochen dauern kann. Absurderweise verzichtete er dann 2 Wochen später – nachdem mich über die gesamte Zeit zwei verkohlte Drähte mit Strom drauf, aus der Wand anstarrten – beim Wechseln, auf das Abschalten der Sicherung, weil ja sonst das Licht ausgeht und er im Dunkeln nichts mehr sehen würde.»

Hach ja. Handwerk hat goldenen Boden.

  • Why the world needs introverts | The Guardian
    «You can be a shy extrovert, like Barbra Streisand, who has a larger-than-life personality and paralysing stage fright; or a non-shy introvert, like Bill Gates, who by all accounts keeps to himself but is unfazed by the opinions of others. You can also, of course, be both shy and an introvert: TS Eliot was a famously private soul who wrote in The Waste Land that he could “show you fear in a handful of dust”. Many shy people turn inward, partly as a refuge from the socialising that causes them such anxiety. And many introverts are shy, partly as a result of receiving the message that there’s something wrong with their preference for reflection, and partly because their physiologies compel them to withdraw from high-stimulation environments.»

Es scheint, als komme man langsam ganz allgemein auf den Trichter, daß die leisen, stillen, introvertierten Typen den lauten Schwatzbacken keinesfalls intellektuell unterlegen sind. Was mir, sozusagen dem poster child der Introverts, ja eine stille (haha) Genugtuung bereitet.

Link(s) vom 19. März 2012

  • Veröffentlicht am 19th März 2012,
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Zwischen dem 18. März 2012 und dem 19. März 2012 aufgelesen:

Ein sehr schöner (langer) Artikel über das Erlernen von Programmiersprachen, warum Ruby Spaß macht und wer _why war. Und für mich mal wieder der benötigte Kick in den Allerwertesten, mal wieder etwas Neues zu lernen.

  • It’s Not a Camera, It’s a Visa
    «In a country where the western guidebooks warn you not to photograph traditionally dressed Emiratis without prior permission, you tend to form preconceptions. Having befriended several students over the years here, those are pretty much gone for me. But walking into a serious and significant building like this, you are still curious what the folks are gonna be like.»

Toll.

  • Mein Internet, mein Haus
    «Dann kommt jemand, der sagt, dass man sich gefälligst ausweisen soll, wenn man im Haus rumläuft. Dann einer, der sagt, dass man dem Nachbarn nicht mehr berichten darf, was man eben in der Zeitung gelesen hat. Jedenfalls nicht kostenlos.»

Der Don fasst sehr schön (wenngleich stark vereinfacht) zusammen, wie hier die Welten unseres Kulturverständnisses aufeinanderprallen. Und irgendwie wäre es ja zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre: Die Rechteindustrie will auf Biegen und Brechen ein auf natürliche Weise nicht überlebensfähiges, de facto überholtes Geschäftskonzept mittels Schutzgeldern künstlich beatmen, so wie die Sowjetstaaten und USA im Kalten Krieg agiert haben, um dem Klassenfeind die eigene Überlegenheit zu demonstrieren: Der Gegenseite werden Dinge vorgaukelt, die es nicht gibt, die eigene Bevölkerung wird wahlweise in Not und Hunger bzw. Angst und Schrecken versetzt und alles erwirtschaftete Geld in Rüstungsmechanismen gesteckt um dann salbungsvoll von Väterchen Staat erklären zu lassen, daß halt alle Opfer bringen müssten für die große Sache. Wo gehobelt wird, da fallen halt Späne. Die Kinder werden es mal danken.
Nein. Tun sie nicht.

Link(s) vom 15. März 2012

  • Veröffentlicht am 15th März 2012,
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Zwischen dem 14. März 2012 und dem 15. März 2012 aufgelesen:

  • Überlebender: Lust am Leben | Literatur – Berliner Zeitung
    „In Buchenwald haben wir gelernt, Europäer zu werden. Und zwar mit den Deutschen. Denn wir hatten das Gefühl, dass der Nationalsozialismus nicht nur die deutsche Kultur vergewaltigt hatte, sondern die europäische. Meine Generation hat nicht viel zustande gebracht, aber das schon: Die Vereinigung Europas – und zwar nach Buchenwald.“
  • lines and colors :Chuck Jones shows how to draw Bugs Bunny and other WB characters
    «Here are a few short videos (on YouTube) in which the ever brilliant Chuck Jones shows how he draws some of his iconic characters: Bugs Bunny, Daffy Duck, Pepe le Pew, Wile E. Coyote and the Roadrunner.»
  • Gurney Journey: Men, Women, and Eyetracking
    «The eyetracking heatmap shows that both men and women spent time looking at the head, but men also looked at the crotch. This isn’t necessarily a sign of sexual attraction. They could be sizing up the competition or identifying with him.»

Schön visualisiert, was wir alle ahnten: Wir sind nicht weit weg vom Primaten …

  • Handyabzocke durch Burda Wireless GmbH | Pro2koll.
    «Moral: immer schön Rechnungen prüfen. Immer, bei allem, andauernd. Und nicht abspeisen lassen, hartnäckig bleiben. Ach und: man kann pauschal (zumindestens bei der Telekom) Buchungen von Drittanbietern sperren lassen. Zwar nicht im Nachhinein, aber dann auf alle Zeit. Auch so eine Überlegung, die ich Euch ans Herzen legen möchte.»

Das habe ich heute getan; bei T-Mobile gibt es drei Sorten von Drittanbieterdiensten, die man mit einem kostenlosen Anruf bei der Hotline (2202) sperren lassen kann, einzeln oder insgesamt. Zum einen gibt es Businessdienste, darunter fallen Wetter, Börsenkurse aber auch Ticketing Services. Diesen Teil habe ich mal offengelassen, denn ich nutze z.B. das Handyticket oder auch mal Parkgebühren per Handy zahlen, wenn ich gerade kein Kleingeld passend habe. – Dann gibt es noch Spiele und Horoskope und schliesslich als drittes das ganze Erotiktamtam. Diese beiden habe ich sperren lassen und hoffe, daß ich nun von solch üblen Machenschaften verschont bleiben werde.

  • How to Track Your Website’s Content on Pinterest
    «In order to track what is being pinned from your site, and to engage with those pins further, try funneling that Pinterest content into a handy RSS feed. For starters, see what is being pinned from your own site by using the following URL: http://pinterest.com/source/YourWebsite.com/»
  • Isolationshaft – Fuck you, I’m human.
    «Und da mich oberflächliche Informationen nicht interessieren und ich auch nicht so tun kann, als wäre es anders, schaue ich dann einfach betreten auf einen Punkt möglichst am anderen Ende des Raumes und schweige. Trompeten erklingen dabei, ein Engelschor schwebt durchs Zimmer und jubiliert “Awkward situaaaaation!”»

Ja. Kenne ich. Vielleicht nicht ganz so extrem wie die Erzählerin hier, mir sind sowohl das Seelenleben als auch der Smalltalk der meisten Menschen herzlich schnurz. Aber auch ich bin eher ein scheues Reh (wie meine Omi sagen würde), semi-autistisch mit leichtem Asperger’s  (wie einige bescheuerte Amis das inzwischen nennen) oder schlicht introvertiert, wie ich es nenne. Menschenmassen sind mir unangenehm und oberflächliches blabla nervt und hält mich von Wichtigerem ab. Zum Beispiel twittern … ja, ich bin eine Frau voller Widersprüche, deal with it.

Ich auch. Und da ich es mir weder leisten kann noch will, den nächstbeste Abmahnhaifischen ein größeres Boot zu finanzieren, nutze ich Pinterest nicht mehr. Ich könnte es natürlich exklusiv dazu nutzen, meine Zeichnungen oder Fotos zu promoten, mal sehen. Aber so blatant self-promotion hat ja auch niemand gerne … schwierig.

Link(s) vom 14. März 2012

  • Veröffentlicht am 14th März 2012,
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Link(s) vom 14. März 2012

Zuletzt aufgelesen:

  • Why I left Google
    «As it turned out, sharing was not broken. Sharing was working fine and dandy, Google just wasn’t part of it. People were sharing all around us and seemed quite happy. A user exodus from Facebook never materialized. I couldn’t even get my own teenage daughter to look at Google+ twice, “social isn’t a product,” she told me after I gave her a demo, “social is people and the people are on Facebook.” Google was the rich kid who, after having discovered he wasn’t invited to the party, built his own party in retaliation. The fact that no one came to Google’s party became the elephant in the room.»

Wow. Schon spannend zu lesen, wie ein Insider genau das beschreibt, was man als Aussenstehender so empfindet, aber natürlich nicht zweifelsfrei belegen kann. – Ein sehr ehrlicher und offener Eintrag eines frustrierten Ex-Google Mitarbeiters, der allerdings nicht erklärt, warum er nun ausgerechnet zu Microsoft gewechselt ist. Wobei die – ebenfalls nur gefühlt und nicht belegbar – ihr Image um einiges steigern konnten und vermutlich wie Phoenix aus der Asche steigen werden.

Wunderbar, einfach nur wunderbar. Ich bin ja großer Bernstein fan und über Musiktheorie kann ich auch nie genug lernen. Hier gibt’s den Meister und das Thema innig vereint. Hach!

Link(s) vom 12. März 2012

  • Veröffentlicht am 12th März 2012,
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Zwischen dem 9. März 2012 und dem 12. März 2012 aufgelesen:

  • Carolin Emcke: „Wie wir begehren“: Was sonst noch geschah, als Helmut Kohl Kanzler war – Sachbuch – FAZ
    «Sie sieht ihn an diesem Tag zum ersten Mal. Es gibt keinen Grund für diese Szene, nur eine Stimmung drohender Gewalt, Willkür und Bösartigkeit, ein „wir“ der Mehrheit der Kinder, das sagt: „Schlagt euch“, und ein „ihr“ der anderen, Daniel und Carolin, die unschlüssig voreinanderstehen. Dann ist die Pause zu Ende. Niemand hat sich geprügelt. Aber ein Muster ist sichtbar geworden: das Wechselspiel von Einschluss und Ausschluss, um Hierarchien zu schaffen, wo erst mal nur eine Gruppe von Kindern war.»

Ich habe dieses Buch am Wochenende inhaliert, erst einmal, dann zweimal. Seither überlege ich, wie und was ich dazu schreiben soll, kann, darf, denn es ist auch meine Geschichte die darin steht, jedenfalls teilweise. Ich erinnere mich an so viele der beschriebenen Szenen und bekomme noch dreissig Jahre später kaum Luft. Und ich zermartere mir den Kopf weiß jetzt wieder, wie dieser Junge wirklich hieß und aussah, mit dem die Autorin und ich damals jahrelang gemeinsam die Schulbank gedrückt haben und der in dieser Horrorklasse offenbar noch übler gemobbt wurde als ich und der sich später, knapp achtzehnjährig, das Leben nahm. Da war ich schon lange an einer anderen, besseren Schule, die mich atmen ließ, aufblühen, leben. – Das Buch kann man natürlich auch sehr gut lesen und empfehlen, ohne so persönlich und intensiv involviert zu sein. Es ist in jeder Hinsicht empfehlenswert.

  • Der 72dpi-Mythos | praegnanz.de
    «Egal, in welchem Dateiformat digitale Bilder gespeichert sind: Es gibt immer eine Pixelanzahl und eine zugewiesene Entsprechung in der physischen Welt. Aus dem Verhältnis dieser beiden Werte wird die Auflösung des Bildes berechnet. Sie hat mit derAuflösung des Monitors nicht das Geringste zu tun. Die Auflösung des Bildes ist nur ein simpler Faktor, der angibt, wie viele Zentimeter unser 200 Pixel breites Bild auf einem Blatt Papier einnehmen würde, wenn man es denn ausdruckt. Doch Screen-Designer wollen ja gar nichts drucken.»
  • Washington running scared: ‘Nobody wants another SOPA’
    «I don’t have exact figures, but it’s my guess that Apple could write a single check and buy Hollywood, or the music industry, in one stroke. And that’s just Apple.»

Link(s) vom 9. März 2012

  • Veröffentlicht am 9th März 2012,
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Link(s) vom 5. März 2012

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Zwischen dem 4. März 2012 und dem 5. März 2012 aufgelesen:

  • Meine Reise zum Taj Mahal
    «Seine Lippen hält der Bösewicht geschürzt. Das hält er durch, seitdem ich ihn das erste mal sah. Bisher kam noch kein Wort von ihm. Noch nicht mal ein “Hello Sir”, keinen Namen… nichts… Mir gehen schauerliche Geschichten von entführten Touristen durch den Kopf und ich versuche es mit einem peinlichen “Nice Weather!” und weiss in diesem Moment, dass dies die absurdeste Bemerkung “ever” war.»

Der Stilpirat ist spontan nach Indien gereist und will zum Taj Mahal. Wer Indien kennt, der weiß: No problem!

  • The Story of Animation
    «The problem was not with the studios, or the quality of work they were producing, but rather with the clients: Most of them seemed to believe that animation was a simple, uncomplicated process, and were often disappointed to learn that there were very specific stages in the animation process that required their participation (and finances). It’s almost as if they believed that creating animation was as simple as pitching an idea, and then sitting back while a couple of animators with pencil and paper goofed off, told jokes, and drank copious amounts of coffee until “wallah”! the animation was finished!»

Hübsch gemachte Animation, um prospektiven und ahnungslosen Kunden den Prozeßablauf von Animationsfilmen zu erklären. Allerdings bezweifele ich, daß der Film seinen Zweck erfüllen wird. Zum einen, weil es meiner Erfahrung nach einfach keine Kunden interessiert, wie aufwendig ein Arbeitsablauf ist (und warum er deswegen nicht für zwofuffzich zu haben sein kann). Der Kunde knurrt: Get! It! Done!, und ein kleines Bisschen kann ich ihn auch verstehen, denn wir sind alle so: Es ist uns ian aller Regel schnurz, wie etwas funktioniert. Hauptsache, es funktioniert. Und daß ein maßgeschneiderter Animationsfilm aufwendiger und teurer sein soll als ein fliegendes Logo, das der eigene Assistent täglich binnen einer Minute auf Knopfdruck in Powerpoint einbaut, das ist schwer bis gar nicht vermittelbar. Genauso, wie für mich z.B. ein Controller nur ein neudeutsches Wort für Buchhalter ist, meinetwegen noch einer mit Prokura (Herrgott, irgendwas mit Zahlen halt!), genauso ist Animation für die meisten Leute halt einfach Animation. Es bewegt sich, fertig.
Aber schöner Showcase (was wohl auch der eigentliche Zweck der Übung gewesen sein dürfte.

(Und ja, ich weiß inzwischen, daß es Unterschiede zwischen Controllern und Buchhaltern gibt. Controller werden besser bezahlt.)

  • Sophie Gustafson is starting to find her voice | GOLF.com
    «It has always been part of my backstory—in fact, my inability to communicate with the media has probably kept the golfing world from properly appreciating my 26 global victories or my three player of the year awards on the Ladies European tour. My condition got a lot of attention at the 2011 Solheim Cup when I did my first TV interview. Ever! It was my eighth Solheim; through the years I’ve watched the girls do all the interviews and have a lot of laughs in the group press conferences, and I wanted to be a part of it. But I had been turning down interview requests for so long that reporters had stopped asking me. I felt a bit overlooked. On the flight to the Solheim, I asked Val Skinner, a Golf Channel correspondent, about working together on an interview, and she loved the idea. Doing it live would have been too daunting, so we taped it early in the week. It took me more than an hour to get through a dozen or so questions—ever the perfectionist, I wanted it to be good. Even in the edited version, which ran for 31⁄2 minutes, there were times when I needed five or 10 seconds to articulate a word. Maybe it’s not a coincidence that after taping the interview, I went 4–0 and helped lead Europe to victory.»

Ich muß zu meiner Schande gestehen, ich bin nicht so wirklich mit Sophie Gustafson und ihren Erfolgen vertraut. Das ist schade, denn die Frau war bislang nicht nur sportlich äußerst erfolgreich sondern dies auch trotz ihres Handicaps der anderen Art: sie stottert.

Link(s) vom 4. März 2012

  • Veröffentlicht am 4th März 2012,
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Zwischen dem 1. März 2012 und dem 4. März 2012 aufgelesen:

  • Facebook und der Schwanzhund | futurezone.at
    «Bei Facebook scheint der Inhalt von „Inhalten“ aber niemanden zu interessieren. Es geht offenbar eher darum, sich die Teilnehmer mit möglichst geringem Arbeitsaufwand vom Leib zu halten. Sie sollen brav miteinander spielen und den Reklamerand lesen, sonst fliegen sie raus. Das ist das Gegenteil von sozial.»
  • Tom Wolfe on The Rich | Style | Vanity Fair
    «Had we but known … Had we but known … we wouldn’t have touched a dime of it. It would have been more honorable just to crash and burn and take bankruptcy like a man. For the tarantulas had arrived—only, we didn’t know that yet. The “bailout” was their Trojan horse. Fools that we were, we welcomed them!»
  • lucky strikes: Tango
    «Die Tanzfläche war gefüllt von Paaren, die offensichtlich versucht hatten, ihrer welkenden Beziehung mit einem Tangokurs wieder einen Pfiff zu geben, und entsprechend hölzern oder athletisch oder eben größtenteils verzweifelt sahen ihre Versuche auf dem Parkett auch aus.»

Link(s) vom 1. März 2012

  • Veröffentlicht am 1st März 2012,
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Zwischen dem 29. Februar 2012 und dem 1. März 2012 aufgelesen:

(via wirres.net) Darauf einen Dujardin (ja ich weiß, die Wortspielhölle wartet auf mich)!

  • Design before computers ruled the universe
    «Taking your handy jar or rubber cement that has been carefully thinned with Bestine — a chemical solvent that is hazardous to breath in an unventilated area (like an art studio) — and you would coat the board and the backs of the stats and then have a cigarette at your desk while the cement dried. Yes, you could smoke in an office and yes, Bestine was highly flammable.»

Oh Gott, ja! Was waren das für irre Zeiten! Ich bin froh, sie miterlebt haben zu dürfen und genauso froh, daß sie vorbei sind. – Hinreissend geschriebener Artikel über die Zeiten, als Grafiker noch Leim und Klebstoffe schnüffelten, dem Heisswachsfetisch frönten, Mittagspausen jenseits der nicht vorhandenen Tastaturen hatten, Feierabende feierten (weil die Headline von Typo Bach halt erst am nächsten Morgen mit Kurier kam und somit natürlich um 17 Uhr Schicht war) und geraucht wurde, während man sich durch Schwaden von Farbverdünner und Zigarettenqualm bewegte. „It was the best of times, it was the worst of times.“

  • Geschichtsstunde
    «Aber Sohn I fragt so interessiert nach, er sortiert Figuren und legt Szenen zurecht. Bilder im Kopf, die jetzt zu ihm und mir gehören, Familienmythen. Er zählt noch einmal die Orte auf: Lübeck, Travemünde, Hamburg. Soll er es doch wissen was es alles an Geschichten gab, bevor es ihn gab. Was sich alles fügte, bis zum heutigen Tag, und wer alles mitgespielt hat. Man sieht ihm förmlich an, wie angestrengt er versucht, den ganzen Ablauf meiner Erzählung zu fassen. Das muss sehr schwer sein, wenn man sich Zeit noch gar nicht recht vorstellen kann.»

Sehr, sehr anrührend. Ich habe mehr als ein Tränchen verdrückt, auch weil ich ein so inniges Verhältnis zu meiner Großmutter habe, die mir oft und gern aus ihrer Kindheit in Esseen-Rüttenscheid und von ihren 8 Geschwistern erzählt, die fast alle längst woanders sind. Ich weiß natürlich, daß sie eines, vermutlich nicht allzu fernen Tages nicht mehr hier sein wird, auch wenn sie, gerade kurz vor Weihnachten erst 99 Jahre alt geworden ist, als einzige in ihrem Pflegeheim am Stock geht statt im Rollstuhl zu fahren und zwar nicht mehr viel sieht, aber ansonsten voll und ganz da ist. Und dennoch ist es mir schier unmöglich darüber nachzudenken, ohne daß es mir die Kehle abschnürt. – Ja, Familiengeschichte ist ungeheuer wertvoll, lieber Maximillian. Deine Jungs dürfen und werden sich eines Tages sehr glücklich schätzen.

 

Link(s) vom 29. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 29th Februar 2012,
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Zwischen dem 28. Februar 2012 und dem 29. Februar 2012 aufgelesen:

  • Oscars 2012: what I learned from the Hollywood parties | Film | The Guardian
    «On the other hand, Michelle Williams’s red Louis Vuitton dress, which has not been very highly praised by the fashion cognoscenti, was lovely in person, much softer and sweeter than it seemed in photos. So the message here is, getting dressed for the Oscars is maybe a little harder than I gave it credit for.»

Mh, darüber habe ich auch noch nie nachgedacht … klar, TV MakeUp sieht im echten Leben wie etwas aus einem Boris Karloff Film aus, nur das elektronische Auge verwandelt die zentimeterdicke Schicht auf der Haut in Natürlichkeit. Warum sollte das mit Kleidern nicht ähnlich sein? Und ja, man muss ja nur mal die Fotos von Events ansehen, an denen man selbst beteiligt war. Oft denkt man „Oi, das sah an dem Abend gar nicht so grauenhaft aus wie jetzt auf dem Bild“. (Bitte nicht verwechseln mit dem Blättern in alten Fotoalben, wo man sich die Haare rauft und fragt „Was habe ich mir dabei nur gedacht?“ Das ist eine andere Baustelle.)

  • Banksy on Advertising “People are taking the piss…
    «Any advert in a public space that gives you no choice whether you see it or not is yours. It’s yours to take, re-arrange and re-use. You can do whatever you like with it. Asking for permission is like asking to keep a rock someone just threw at your head.»

Banksy sagt ein paar kluge Takte zum Thema Werbung.

  • Final Oscar thoughts
    «Don’t give out all the Oscars on TV. Sorry but no one gives a shit about make-up, costumes, and short documentaries.»

Ken Levine hat ja so Recht – im Ernst, das will doch keiner sehen, oder?

  • Meryl Streep on working women
    «It’s an ongoing struggle, women have to do it all. So the more flexible work becomes, the more engaged das become, the better!»

Meryl Streep hat ihren dritten Oscar gewonnen und wird hinter der Bühne von der Presse befragt. Sie ist noch außer Atem und sichtlich überrascht von der Frage, was denn der Trick sei, eine so gute Beziehung aufrechtzuerhalten, bei solch einem umtriebigen und geschäftigen Leben wie dem ihren.

Link(s) vom 28. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 28th Februar 2012,
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  • The alternative to your journalism CV « Adam Westbrook
    „So stop spending your time filling out your CV and asking for recommendations on your LinkedIn profile. For God’s sake get out there and do something. Create. Make a film. Start a business. Write a book. Launch a website. You don’t need anyone’s permission.“

Das gilt übrigens nicht nur für Journalisten. Ich habe längst nicht so viele Kunden wie ich gerne hätte (yes please, book me!), aber die, die ich habe, haben meine Arbeit im Netz gesehen und für interessant befunden. Oder mein Blog gelesen. Oder wir kennen uns aus Foren, in denen ihnen meine Beiträge gefallen haben. Kein Schwein interessiert sich für meinen – durchaus respektablen – Lebenslauf. Ich mich am allerwenigsten.

  • Taking my own advice
    Schöner Bericht eines US Illustratoren, wie einfach und günstig es ist, sein Werk in den USA zu registrieren und zu „copyrighten“. Jetzt müßte man nur noch rausfinden, ob das auch für nicht US-Bürger geht.

Link(s) vom 27. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 27th Februar 2012,
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Zwischen dem 23. Februar 2012 und dem 27. Februar 2012 aufgelesen:

Eine der am längsten laufenden und schönsten Anzeigenkampagenen der USA hat neue Motive am Start. Mmhmmm, ich liebe Milch, einen Liter davon am Tag wegzuschnorcheln ist nichts — aber leider wird es immer schwieriger, eine Sorte zu finden, die nicht „längerfrisch“ ist, keine geklonte Plörre, die nach totem Friseur schmeckt und die man nur erträgt, wenn man sie mit etwas mischt, das den fiesen Geschmack übertönt, wie Kakao, Ahornsirup, Ovomaltine etc.. Warum man die gute, althergebrachte zwei, maximal drei Tage haltbare Milch so zu Tode optimieren musste, ist mir ein Rätsel. Ist das wirklich so schlimm, sich täglich frische kaufen zu müssen? Insofern bezweifele ich sehr, daß die hehren Ziele der Kampagne mit dem beworbenen Produkt noch zu erreichen sind. In den USA ist das Produkt ja inzwischen mehrheitlich mit Kalzium und anderen unnötigen Zusätzen angereichert und auch in Europa ist wohl schon lange nicht mehr das drin, was man sich als Verbraucher erhofft. Klar, glückliche Milch von glücklichen Kühen für >80 Millionen täglich in ausreichenden Mengen frisch auf den Tisch zu bringen, das kann nicht funktionieren. Funktioniert ja auch nicht bei Eiern, Fisch, Fleisch, Gemüse etc. ohne hardcore horror stories (Stichwort: Foer).  — Immerhin: Susan Sarandon is as charming as ever.

Link(s) vom 23. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 23rd Februar 2012,
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Alles wird gut!

Ken Levin hat ein schlaueres Ratingsystem als das der FSK oder MPAA: Nach Dringlichkeit.

  • Pirate Bay’s Peter Sunde on the Copyright Mafia
    «Just as with any other mafia, the entertainment industry wants protection money. To avoid lawsuits the telcos would have to pay. Either by forcing them to re-sell a service the entertainment industry control (like Spotify) or by charging them a set fee for each connection per month. The record companies have previously asked for $10 per month per Internet connection. But what about other creators? They don’t really care about that question. Porn, movies, bloggers, search engines are all bigger than music on the Internet. How much should we force-pay them?»

Ex-„The Pirate Bay“-Macher Peter Sunde (jetzt flattr) hat ein paar interessante Fragen zum Thema cui bono?

Link(s) vom 22. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 22nd Februar 2012,
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Zwischen dem 21. Februar 2012 und dem 22. Februar 2012 aufgelesen:

Ist mir auch noch nie aufgefallen bislang: Das Rating für den Film «goes to eleven!». Nice one, IMDB! (via TNW)

Ich kann nur jedem dazu raten, sämtliche Benachrichtigungsoptionen abzuschalten — soll heissen, wenn er oder sie konzentriert und erfolgreich an etwas arbeiten will. Push notifications sind für uns wie der Laserpointer, der Katze oder Hund kirre macht: Wir jagen einem bunten, blinkenden Dings nach, das uns genau nirgendwo hinführt außer in den fortgeschrittenen Wahnsinn. Macht den Scheiß aus! Es erhöht die Lebensqualität um den Faktor 10 und die Produktivität um den Faktor 100!

Daß Zitate eine Meinung oder einen Sachverhalt nur stark vereinfacht oder verstümmelt widergeben können, liegt in der Natur der Sache. Einerseits ist das oft technisch bedingt: 140 Zeichen sind nicht eben viel Platz für eine fundierte Auseinandersetzung mit einem größeren Thema und erlauben halt nur soundbites. Andererseits gestattet das Zitatrecht ohnehin keine weitergehende Dokumentation, will man sich nicht der Gefahr einer Abmahnung oder Klage aussetzen. Und schliesslich ist eine starke Vereinfachung der Zusammenhänge natürlich auch ein gelerntes Mittel, den politischen Gegner in möglichst unvorteilhaftem Licht darzustellen. Die Krokodilstränen der Medien, die nun der pöhsen Netzgemeinde eine Hetzjagd auf den armen Herrn Gauck unterstellen, sind umgekehrt bekanntlich wenig zimperlich, wenn es um die eigene Auflage bzw. Quote geht. Darum hat sich publikative.org mal die Mühe gemacht und die Aussagen des nächsten Bundespräsidenten transkribiert bzw. so ungekürzt für sich stehen gelassen, wie sie gemacht wurden. Und siehe da: same difference – auch im Kontext wird überdeutlich, daß dieser Mann weder Verständnis noch Bewußtsein für die tiefe Spaltung unserer Nation, noch Empathie die Verlierer unserer Gesellschaft hat. Diese haben nach Jahrzehnten neoliberaler, menschenverachtender Politik keinerlei Achtung und Respekt mehr vor von kleingeistigen, raffgierigen Politikern und Beamten mißbrauchten Ämtern und Einrichtungen, die ihnen Würde und Lebensgrundlage Stück für Stück vernichtet haben. Ich bleibe dabei: Gauck ist nicht mein Präsident.

  • Der „böse Gauck“ und das Netz | Sprachlog
    «Aber den meisten Beteiligten an der Diskussion ging es nicht um eine Dämonisierung, sondern darum, zu zeigen, wofür Gauck nun einmal steht: Für eine Gesellschaft, in der man sich anpassen muss, oder eben herausfällt, für eine Sichtweise, nach der die Armen an ihrer Armut selbst Schuld sind und nicht auf die Gesellschaft bauen dürfen, um aus ihrer Armut herauszukommen, für Freiheitsrechte, sie nur solange gelten, wie sie nicht in Konflikt mit Sicherheitsinteressen des Staates geraten.»

Auch Anatol Stefanowitsch nimmt sehr schön auseinander, was die Gauck-Apologeten versuchen, zusammenzukleben.

  • Kleinstadt
    „Das Traurigste sind immer die Buchläden, also besuche ich beide.“

Großartiger Satz von unserem geliebten Chefmelancholiker Bosch.

Link(s) vom 21. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 21st Februar 2012,
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Zwischen dem 20. Februar 2012 und dem 21. Februar 2012 aufgelesen:

Tja.

Kaum denkt man, ‚den Feed könnteste eigentlich auch löschen, da kommt nix mehr’, da kommt’s dann:

„Das Amt als solches ist fraglos schwer beschädigt, wenn jedem Neuen gleich mal das geballte Misstrauen entgegen schlägt. Der eine wollte mit der Bundeswehr die Industrie füttern, der andere sich von der Industrie füttern lassen: Da wird man halt misstrauisch und verfällt nicht sofort in Verehrungsstarre. Man hat so seine Erfahrungen mit diesen Leuten. Und weil es auch diesmal so läuft wie immer, ist der Prozess für sich genommen kein Grund, die Haltung zu ändern. Und das ist nicht das Problem des Netzes, sondern das Problem der Schuldigen.“

Don Alphonso in Form. Wenn er gut ist, ist er ja nun mal wirklich gut.

  • In the bedroom with Bill & Hillary Clinton
    BILL: I’m sorry. I was under a lot of stress and just needed some female companionship.
    HILLARY: Excuse me? And what am I?
    BILL: Okay, that didn’t come out right. You’re a woman. A beautiful woman. A classy woman. A lady. The first lady.
    HILLARY: Fuckin’ A!
    BILL: But see, by definition, if there’s a “first” that must almost mean there’s a second and third, otherwise the term would be meaningl….
    HILLARY: Oh, don’t start that Slick Willie shit with me! You porked an intern!!

Hihihi!

Äh, genau.

Link(s) vom 20. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 20th Februar 2012,
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  • Nicht mein Präsident: Gute Gründe gegen Gauck bei Metronaut.de
    – „Wenn also am 18. März der “Bundespräsident der Nationalen Einheit” mit überwältigender Mehrheit gewählt wird, dann wird es einer sein, der vom Sozialstaat nicht viel hält, der in warmen Worten die Eigenverantwortung des Einzelnen in den Vordergrund stellt, Kritik am Kapitalismus für albern hält, HartzIV und Afghanistan-Krieg gutheißt, die Vorratsdatenspeicherung befürwortet, den Verlust der Ostgebiete wie Erika Steinbach sieht – und darüber hinaus Kommunismus und Nationalsozialismus gleichsetzt. Das ist nicht mein Präsident.”
  • Meiner auch nicht.

  • The Various Ways In Which Capitol Records Screwed Kenny Rogers…
    – Das kann man sich nicht ausdenken.

Link(s) vom 17. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 18th Februar 2012,
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Zwischen dem 16. Februar 2012 und dem 17. Februar 2012 aufgelesen:

Link(s) vom 12. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 12th Februar 2012,
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Zwischen dem 11. Februar 2012 und dem 12. Februar 2012 aufgelesen:

  • Whitney Houston uncovered | Any Major Dude With Half A Heart
    «Of course, Houston will be remembered rightly as a singer with a truly great voice, a woman of great beauty (which even in her drug phase was evident beneath the addict exterior), and as an artist who was ready to encourage young talents. She will be remembered as a diva and as a hitmaker. She will be remembered by some with emotions that are less than fond for her ubiquity in 1992/93, when her love-it-or-hate-it version of I Will Always Love You was impossible to bypass. And she will be remembered as a cautionary tale about the very real perils of drugs and marrying men who are known to be major douchebags. Eventually it will be remembered that for all her talent, voice and poise, Whitney Houston’s output didn’t quite justify the acclaim it is getting now.»

Ich konnte mit ihren Liedern nicht viel anfangen, aber natürlich waren sie auch Soundtrack meiner frühen 90er. Damals fiel es mir noch nicht so leicht wie heute, mich jeglichem Chartsgeplärre zu entziehen; ich sah noch MTV, den Sender, der damals noch fast ausschliesslich Musikvideoclips brachte und in den Agenturen in denen ich arbeitete, lief immer irgendwo ein Radio und damit natürlich auch immer irgendwo ein Whitney Houston Song.

Als große Diva kann und konnte ich sie nie ernst nehmen, genauso wenig wie Celine Dion oder Mariah Carey, dazu fehlte ihr einfach das letzte Bisschen Klasse und je-ne-sais-quoi einer Streisand oder Aretha. Aber natürlich hatte sie eine unglaubliche Stimme und die im Artikel erwähnte Version der US-amerikanischen Nationalhymne beim Superbowl 1991 (in unserem Land natürlich auf YouTube nicht verfügbar, aber hier zu sehen) dürfte in der Tat wohl nur die Allerabgehärtesten unter uns vollkommen kalt lassen. – R.I.P., Whitney Houston.

  • Sexismus im Alltag: Die schrottreife Frau ab 50 | Spiegel Online
    – «Ich werde nie herausfinden, was das Wort peinlich genau meint, aber ich war erstaunt, dass Madonna erst etwas über 50 ist, ungefähr eine Altersgruppe mit George Clooney, Brad Pitt, Hape Kerkeling oder den Red Hot Chilli Peppers. Mittelalt. Weit entfernt von einem, Gott hab ihn selig, Johannes Heesters.»

Sybille Berg trifft mal wieder voll in die Zwölf.

Link(s) vom 11. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 11th Februar 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Extensive Roundup of the Best WordPress Plugins You’ll Ever Need: Year 2012 Edition
    – Da ist sicher das eine oder andere nützliche Tool dabei. Es wird dringend Zeit für den Frühjahrsputz in der Datenbank.
  • Brett Amory: Warten auf…
    – Wow. Ja, hopperesque. Aber fast noch besser.
  • BBC News – Viewpoint: V for Vendetta and the rise of Anonymous
    «Our present financial ethos no longer even resembles conventional capitalism, which at least implies a brutal Darwinian free-for-all, however one-sided and unfair. Instead, we have a situation where the banks seem to be an untouchable monarchy beyond the reach of governmental restraint, much like the profligate court of Charles I.» — Alan Moore, Schöpfer des V for Vendetta Romans, über die Popularität der Guy Fawkes Maske in unseren Tagen. Lesenswert!
  • Vincent Van Gogh’s Starry Night Interactive by Petros Vrellis #openFrameworks | CreativeApplications.Net
    – Die Zukunft der Gemäldegalerie? Fantastische, interaktive Animation mit der passenden Musik dazu. Man träumt sich weg, aber gleichzeitig macht mich das auch etwas traurig :Van Goghs Bild verfügt eigentlich über genügend Eigendynamik und braucht das alles gar nicht. Ich kann die Atmosphäre in St. Remy sehen, riechen, schmecken, fühlen — weil er sie so wunderbar eingefangen hat. Das muß mir niemand abnehmen.
  • Behind the Scenes at the Society of Illustrators | Untapped New York
    – „But it is this quiet disposition that makes illustration so fascinating and relevant. Often narrative and always representational, illustration gives us a visual lexicon that is ever-changing and true to the times. Like all art, it reflects a culture and a moment, and when paired with good design, these pieces are able to become completely integrated into our daily lives.“

Link(s) vom 10. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 10th Februar 2012,
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Link(s) vom 10. Februar 2012

Heute mal zur zum Thema Gestaltertools:

Link(s) vom 9. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 9th Februar 2012,
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Zwischen dem 8. Februar 2012 und dem 9. Februar 2012 aufgelesen:

  • Accueil – ARTE
    – Zauberhafte 404 Seite (mit Wettbewerb) von arte.tv – via @littlejamie.
  • 24 ways: Getting the Most Out of Google Analytics
    – «This isn’t going to be the complete Google Analytics Conversion University IQ course compressed into a single article, obviously. What it will be, however, is a primer on setting up and using Google Analytics in real life, and a great deal of what I’ve learned using Google Analytics nearly every working day for the past six (crikey!) years.»

Link(s) vom 8. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 8th Februar 2012,
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Zuletzt aufgelesen:

  • Is it time to leave Facebook? | The Observer
    - «Perhaps it’s because I have a strange form of phone-phobia. I hate the faux cheerfulness I have to assume when I call someone; the awkward pauses; the way you can never hang up until you’ve put the next social rendezvous firmly in the diary; the anxiety that you might be boring them. The thought of Skyping, where you can actually see someone’s face, is enough to bring me out in a rash. I prefer communicating through Facebook – I like the jokes, the bonhomie and the sense that you’re part of something (especially because, as a writer, I often work from home). And if the whole tuna-flan-feline thing gets too much, the true joy of Facebook is, of course, that you can always log out.»

Vielleicht ist genau dies das Geheimnis, warum diese ganzen sozialen Netzwerke so wunderbar funktionieren? Weil sie der große Gleichmacher sind? Extro- und Introvertierte haben dieselben Rahmenbedingungen, die exakt selben Ausgangsbedingungen, und nicht selten sind die „Schwatzbacken”, wie ich sie mal nur halb im Scherz nennen möchte, im Gegensatz zum real life im Hintertreffen, weil ihre Substanzlosigkeit hier so gnadenlos offenbar wird als das, was sie ist: hilfloses „nehmt mich wahr!”-mit-den-Armen-Gewedel, Aufmerksamkeit um ihrer Selbst Willen fordernd und im Gegenzug kaum einen Mehrwert bietend.

Aber das nur am Rande. Hauptsächlich wollen eigentlich alle weg von Facebook, und das scheint genauso einfach zu sein, wie mit dem Rauchen aufzuhören.

Ein langer, aber sehr lesenswerter Artikel über Führungsqualitäten.

Link(s) vom 7. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 7th Februar 2012,
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Zwischen dem 6. Februar 2012 und dem 7. Februar 2012 aufgelesen:

Link(s) vom 4. Februar 2012

  • Veröffentlicht am 5th Februar 2012,
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Link(s) des Tages

  • Veröffentlicht am 3rd Februar 2012,
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Zwischen dem 2. Februar 2012 und dem 3. Februar 2012 aufgelesen:

  • Der Macht Die Worte: Macht Klassik doof?
    – „Es gibt keine Lagerfeuer mehr (außer vielleicht – im weitesten Sinn – den brennenden Mülltonnen in amerikaischen Gewaltarschwackelrapvideos) und mein Sohn spielt Geige. Ziemlich gut sogar. Und immer noch besser als “Grand Theft Auto”
    oder “Halo”.
    Nein, das macht mir keine Sorgen.Gedanken mache ich mir vielmehr, weil er von Zeit zu Zeit auch noch Klassik Radio hört.“
  • Momentane Hauptbaustellen (2): Tele2
    – «Um sich über den neusten Stand der Dinge zu informieren, fährt mein Vater jetzt immer auf einen Berg hoch überm Dorf, um mich von dort aus mit einem Alice-Handy anzurufen, das wir ihm geschenkt haben. »
  • Who knew watching pencils being sharpened could be so hypnotic?
    – In der Tat.
  • Hibari
    – Ein wirklich gelungener Twitterclient für den Mac, allerdings mit 10 USD auch kein Schnäppchen. Man kann diverse Dinge filtern und ausblenden, darunter z.B das erst gestern von mir gewünschte feature, manche User eine Weile stillzulegen ohne sie gleich zu entfolgen („mute Funktion“).

Link(s) des Tages

  • Veröffentlicht am 2nd Februar 2012,
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  • 20 Free Peeling Paint Textures For Your Designs
    – Tolle Texturen abblätternder Farbe. Sowas habe ich neulich gesucht.
  • Adieu, Kindle | Telepolis
    – «Wenn ich in einer Welt, die durch Amazon mit eBooks versorgt würde, all meine Interessengebiete abdecken wollte, müsste ich mir ein halbes Dutzend Kindles unter konspirativen Adressen in allen betreffenden Läden registrieren und müsste statt Büchern meine internationale Kindle-Sammlung auf Reisen mitschleppen.»
  • David Lynch’s Surreal Commercials | Open Culture
    – «But Lynch has been leading a double life. While making uncompromisingly artistic works for the movie theaters, he has been directing commercials for television and other media on the side. Why does he do it? “Well,” Lynch told Chris Rodley in Lynch on Lynch, “they’re little bitty films, and I always learn something by doing them.”»
  • Sachen machen | Isabel Bogdan für CulturMag
    – «Drei Gliedmaßen zu koordinieren, die alle etwas anderes machen, ist gar nicht so einfach, und erschwerend kommt noch hinzu, dass die Hi-Hat, die ich mit rechts schlage, links steht. Ich muss also auch noch mit der rechten über die linke Hand hinwegreichen, und der Ton, den meine rechte Hand produziert, kommt von links. Das ist ein bisschen verwirrend und kommt mir erstmal total unpraktisch und unlogisch vor, aber ich weiß, dass das schon Generationen von Schlagzeugern so machen, und die sind ja auch alle nicht blöd. Irgendeinen Sinn wird es schon haben, ich hinterfrage das nicht weiter, sondern versuche noch mal, mich zu konzentrieren.»

Link(s) des Tages

  • Veröffentlicht am 31st Januar 2012,
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Link(s) des Tages

Zwischen dem 30. Januar 2012 und dem 31. Januar 2012 aufgelesen:

Link(s) des Tages

  • Veröffentlicht am 23rd Januar 2012,
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  • Explainer: How can the US seize a “Hong Kong site” like Megaupload?
    – Megaupload wasn’t just some Hong Kong enterprise that “happened” to be used by US residents. The site had leased more than 1,000 servers in North America alone; 525 were at Carpathia Hosting and were located in Virginia. Between 2007 and 2010, Carpathia received $13 million from Megaupload. (Cogent Communications in the US supplied a few additional US servers and bandwidth.)
    The money was mainly routed through US-based PayPal, which is how Megaupload collected subscriptions from users looking for premium accounts. This wasn’t chump change; the government claims that the Megaupload PayPal account has “received in excess of $110,000,000 from subscribers and other persons associated with Mega Conspiracy.”
    Megaupload also made money through ads, using services like Google’s AdSense (until 2007) and the AdBrite network. Both are based in the US. AdBrite alone paid at least $840,000 to Megaupload.
    Payments were made to top uploaders, including those who lived in Virginia.
    The government is following Goldsmith’s principle: the harm of copyright infringement took place in Virginia, from servers in Virginia, and the company made and sent money to people in Virginia. Why should it not be subject to federal law in Virginia?
  • Digital Gap: Der Aufwand ist zu hoch. | JAWL
    „Wo ist denn hier der Evernote-Button?”, fragte sie also, als sie beim flipboarden von Ankes Blog auf das erste merkenswerte Rezept stieß.
    „Äh, das ist ein Button, das ist kein Bookmarklet …” – „Ein was?” – „… und das gibts in Flipboard nicht.” – „Wie doof”
    *Überleg*

Link(s) des Tages

  • Veröffentlicht am 17th Januar 2012,
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