Captain Jack

Me ears are alight

Captain Jack ruft mich aufgeregt an, er hat auf YouTube ein misheard lyrics video mit Türkpop entdeckt und lacht sich schimmelig. Da kommt mir doch spontan dieser alte Klassiker wieder in den Sinn, Cannes Rolle Anno ’90.

Jetzt muss ich Captain Jack nur noch erklären, was eine Cassette ist.

Weihnachtsmann adé

„Hast du schon deinen Wunschzettel geschrieben?“ frage ich Captain Jack beim Mittagessen. Er guckt etwas betreten. „Ja, also, aber…“ stottert er los, und dann bricht es aus ihm heraus: „ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann.“

„Verstehe.“ Es hatte mich ja schon im vergangenen Jahr überrascht, daß diese Offenbarung noch nicht erfolgt war. Allerdings habe ich den Eindruck, er bedauert diesen Verlust schon ein wenig. Ich frage vorsichtig nach:

„Wie kam es denn dazu?“

„Also, ich bin selbst drauf gekommen. Ich habe mich gefragt, ob Bill Gates wohl der Weihnachtsmann sei, wo er doch der reichste Mann der Welt ist. Wie kann sonst ein Mann jedes Jahr für alle Kinder auf der Welt Geschenke kaufen? Das geht doch nicht, oder?“ Er sieht mich fragend an.

„Nun, ein Jahr lang würde Bill Gates das vielleicht sogar hinkriegen. Aber danach wäre er wahrscheinlich pleite, ja.“

Er nickt. „Ja, das wäre zuviel.“ Er stochert bedrückt in seinem Salat herum.

„Ich habe alles aufgeschrieben und bei jedem Wunsch den Namen daneben, von wem ich mir was wünsche. Aber Mama hat gesagt, das ginge so nicht und ich soll nur einfach die Liste schreiben, ohne Namen daneben.“

„Nach Prioritäten geordnet, ja. Das ist sinnvoll. In der Reihenfolge der Dringlichkeit“ füge ich hinzu, als er mich fragend ansieht.

„Genau. Weil, wenn C. [sein kleiner Bruder] das sieht, gibt das nur unnötige Fragen sonst, das hat Mama auch gesagt.“ Ich schätze mal, Mama hat ausserdem einen etwas realistischeren Überblick über die finanziellen Mittel der einzelnen Geber, von denen einigen vermutlich lange vor Bill Gates die Puste ausgehen würde.

„Schlau. Ich hoffe, C. glaubt noch an den Weihnachtsmann…?“ Er nickt und sieht aus, als werde er gleich losheulen. Zeit für ein Ablenkungsmanöver:

„Sonntag gehen wir also ins Kino?“ Es klappt, seine Miene hellt sich auf.

„Hary Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil eins, ja!“

„Ist das jetzt schon der siebte Teil?“ Herrje, wie die Zeit vergeht, mir ist, als wäre gestern erst der 1. Teil ins Kino gekommen.

„Der erste Teil vom siebten Teil, der zweite Teil, also der zweite Teil vom siebten Teil kommt dann im Sommer.“

„Aha. Na, dann werde ich mich bis Sonntag noch mal einlesen, damit ich weiß worum’s geht.“

„Soll ich’s dir erzählen? Also…“ fängt er an, aber ich kann ihn gerade noch stoppen.

„Nicht jetzt, du musst gleich los.“

„OK, ich ruf’ dich an nachher!“ Er flitzt ab, deutlich besser gelaunt.

Und ich mache jetzt meine Harry Potter Hausaufgaben.

Alternativprogramm

Captain Jack geht seit dem Sommer aufs Gymnasium. Dieses ist nur wenige Minuten von meinem Haus entfernt und so lag es nahe ihm anzubieten, die blöden Doppel-Freistunden Dienstags vor der nachmittäglichen Philosophie AG bei mir zu verbringen. Ich könnte ihn bekochen und er könnte schon mal mit den Hausaufgaben anfangen.

Er war auch sehr dafür, seine Mutter sowieso, da er ansonsten Gefahr läuft, in der schuleigenen Cafeteria mal wieder der großen Pizzaverführung anheim zu fallen. Und so kam es heute zu folgendem Dialog:

„Ich habe gar keine Hausaufgaben auf, ehrlich nicht!“

Ich hob eine Augenbraue. „Das ist aber ungewöhnlich, wie kam denn das?“

Er zuckte mit den Schultern. „Vielleicht, weil wir heute etwas länger gemacht haben. Oder sie hat es vergessen. Jedenfalls haben wir nichts auf!“

„Okay, prima. Ich koche uns jetzt was. Was hältst Du von Nudeln in Lachs-Sahnesauce?“ (Das war im Frühjahr noch sein absolutes Lieblingsessen.)

„Prima, das habe ich schon ganz lange nicht mehr gegessen!“

„Gut. Dann fange ich mal an zu kochen, und du kannst ja so lange mit der Playstation spielen, wenn du magst.“

„Echt?! Ja, äh, danke! Aber ich kann Dir auch ein paar lateinische Texte übersetzen, wenn Du magst!“

„…“

Er kramt rasch sein Lateinbuch aus dem tonnenschweren Rucksack und beginnt mir vorzulesen, während ich anfange, die Zwiebeln zu schneiden und glasig zu dünsten.

Daß das doch nie ohne Tränen abgeht, verdammt!

Trotz Star Wars, Harry Potter und Fussball:

  • Veröffentlicht am 4th Dezember 2009,
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Entchenangeln ist immer noch cool. Dosenwerfen ist für Kinder unter 10 ermäßigt. Er antwortet wahrheitsgemäß und ohne zu überlegen, allerdings sehr erstaunt auf die Frage nach seinem Geburtsdatum. Daß man sich als jünger ausgeben könnte, auch nur um ein paar Euro zu sparen, der Gedanke ist für ihn so abwegig wie für mich Geisterbahnfahren. Er ist immerhin schon Neun! Zum Achterbahnfahren hatte er wieder “gerade keine Lust”; ich allerdings auch nicht – viel zu kalt und naß. Die erste Zuckerwatte wurde staunend begutachtet, probiert und für eher enttäuschend befunden. Sein kleiner Bruder ist auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Ich überlege laut, was wir ihm wohl mitbringen könnten. Er bietet großzügig an, seinen beim Dosenwerfen gewonnenen Flieger abzutreten.
Manchmal glaube ich, Captain Jack ist das letzte echte Kind in diesen Breitengeraden.

Spongebob – Spongikus

  • Veröffentlicht am 17th November 2009,
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Sponge Bob Squarepants – Spongikus
Bild © und mit freundlicher Genehmigung von Paramount Home Entertainment

Als ich diese DVD zu Rezensionszwecken bekam, war mir klar: ich brauche Hilfe. Gemeinsam mit Captain Jack (9) und seinem kleiner Bruder (5), die heldenhaft ihre Schlafengehenszeit opferten um mir zur Seite zu stehen, schaute ich mir also die erste, titelgebende Folge dieser DVD an. Folgender Dialog entspann sich:

Ich: OK, also das spielt alles unter Wasser?
Cpt. Jack: Ja, genau! Das da ist Spongebob, ist klar, oder? Und die Krabbe ist sein Chef, voll fies!
Kl. Bruder: voll fies!
Ich: Und jetzt sperrt der die da unter Wasser in die Arena? Aber wieso schwimmen die nicht einfach oben raus?
Cpt. Jack: Maaaannn, das ist eben so! Das ist sooooo komisch, oder?
Kl. Bruder: nickt eifrig
Ich: Aha. OK, noch zwei Folgen, aber dann marsch ins Bett, hört Ihr?
Beide unisono: Oooooooch! Na gut!

Um im Unterwasserbild zu bleiben: Der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Unter diesem Aspekt kann man diese DVD, die seit dem 12. November im Handel ist (FSK 6), nur als vollen Erfolg verbuchen.

Strategiespiele

  • Veröffentlicht am 13th November 2009,
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Captain Jack brütet über seinen Mathehausaufgaben, kaut auf seinem Tintenkiller herum und überlegt, wie man aus einem Blatt DIN A 4 Papier wohl einen dreidimensionalen Kegel basteln könnte. Ich sitze daneben, trinke ein Tässchen Tee und lasse beiläufig fallen, daß ich mir vom Weihnachtsmann eine PS3 wünsche. Er läßt erschrocken den Tintenkiller fallen.

“Aber eine Wii ist viel cooler! Da gibt’s die besten Spiele für! Die Spiele für die Playstation sind blöd!”

“Was hast du denn schon auf der Playstation gespielt?” frage ich, aufrichtig interessiert. Seine Eltern und ich haben ein waches Auge über seinen Nintendo DSi und welche Spiele er sich von seinem Taschengeld kauft oder mit seinen Freunden tauscht. Noch sind das harmlose Super Mario, Pokémon, Harry Potter, Mini Ninjas oder Lego Star Wars. Aber natürlich wissen wir alle, daß manche seiner Freunde hauptsächlich deshalb neuerdings zu seinen besten Freunden zählen weil sie eine Konsole zuhause haben. Und weiß der Geier, welche Spiele ihnen dort noch so zur Verfügung stehen. Captain Jack kommt, wie alle seine Klassenkameraden, aus einem sehr behüteten Elternhaus und geht auf eine dieser Hamburger Grundschulen, die die Gegner der Schulreform meist verächtlich als “Zuckerzangenpinklerschule” bezeichnen. Aber auch dort gilt: Jungs sind und bleiben Jungs, und je verbotener die Frucht, desto süßer ihr Duft.

Er druckst herum, das Thema ist ihm sichtlich unangenem. “Äh, weiß nicht mehr, aber es war nicht so toll wie die Wii. Es gibt Laserschwerter für die Wii!”

“Aha.” Ich wende den alten Psychiatertrick an und schweige erwartungsvoll.

“Ja, also, und so andere Spiele, aber ich hab’ vergessen wie die heißen. Waren aber nicht so toll wie die Wii. Für die Wii gibt es die Rayman Raving Rabbits und Lego Star Wars!” Er killert hingebungsvoll und hochkonzentriert die Tinte von seinen Fingerspitzen. Ich beschließe, das Verhör auf ein andermal zu verschieben und weise behutsam daraufhin, daß ich mir nicht so wirklich viel aus Arcade Games mache und manchmal auch erwachsenere Spiele ganz spannend fände, Adventures zum Beispiel. Er nickt aufgeregt:

“Ja, das verstehe ich, aber es gibt auch erwachsene Spiele für Nintendo!”

“Welche denn?” frage ich neugierig.

“Ãäh, weiß nicht so genau, ich glaube, Kochrezepte oder so. Du kochst doch gern!”

Ich verbeiße mir mühsam das Lachen. “Ja, das Abenteuer Kochen ist zwar manchmal ganz spannend, aber ich dachte da mehr an Flugzeugsimulationen und Autorennen. Gran Turismo sieht sehr vielversprechend aus.”

“GTA? Boah, das ist aber ganz schön hart, oder? Also, Freddie hat das und…” er beißt sich auf die Zunge.

“Nein, nicht GTA”, erwidere ich. “Das mag ich nicht. Ich meinte Gran Turismo, ein reines Autorennspiel. Das kommt aber erst nächstes Jahr heraus.”

“Ah ja. Das kann man mit einem Lenkrad spielen, aber das gibt’s auch für die Wii, glaube ich” lenkt er die Unterhaltung in Beckenrandnähe. “Aber weißt du was? Du kannst dir die PS3 nicht vom Weihnachtsmann wünschen!”

“Warum nicht?” frage ich erstaunt.

“Na, der Weihnachtsmann macht keine Geschenke, die teurer sind als 100 Euro!”

“Oh.”

Er mißdeutet mein verdattertes Gesicht und legt mir den Arm um die Schulter. “Weißt du, du könntest ja auf den Wunschzettel dazuschreiben, daß ich auch damit spielen würde.”

“Und Dein Bruder auch. Der liebt Autos. Was für eine gute Idee!” strahle ich ihn an. Er nickt. Dann fällt ihm noch etwas ein. “Also, die Spiele dazu… die würde ich nicht auch noch aufschreiben. Das könnte ein wenig gierig aussehen, weißt du. Kannst du die dir nicht selber kaufen?” Er sieht mich prüfend an.

“Gute Idee. Das hatte ich gar nicht bedacht.”

“Und bis Weihnachten kannst du ja meinen Nintendo mitbenutzen” bietet er großzügig an.

“OK, danke. Und du kannst ja nachher noch etwas PacMan auf meinem iPhone spielen.”

“Echt? Danke!”

“Klar. Aber jetzt mal zurück zu Mathe.”

Er seufzt theatralisch und beugt sich über sein Heft. Ich gieße mir noch eine Tasse Tee ein und formuliere in Gedanken meinen Wunschzettel. Captain Jack wäre wohl erstaunt wenn er wüßte, was draufsteht.

Prähistorisches

  • Veröffentlicht am 3rd September 2009,
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Captain Jacks Interesse an Fluch der Karibik hat inzwischen merklich nachgelassen. Die Star Wars Phase ist auch schon wieder abgeebbt (dem Himmel sei Dank), aber Harry Potter steht auf der nach oben offenen “Cooooooooool!”-Skala schon seit Monaten bei mindestens sechs ‘o’. Folgender Dialog entspann sich diese Woche vor dem Zubettgehen des kleinen Zauberers:

“Wie alt warst du, als du Harry Potter und der Gefangene von Azkaban das erste Mal gelesen hast?”

“Hm… da war ich 37 oder 38, warum?”

“Soooo alt schon?”

“Nun ja, das ist relativ… ich hab’ das Buch sofort gelesen, als es erschien. Und da war ich eben so alt. Und das Buch war brandneu.”

“Wie alt war ich da?”

“So ungefähr vier oder fünf.”

“Das ist doch eeeeeewig her! Sozusagen prätorisch!”

“Du meinst ‘prähistorisch’? Ja und nein. Aber wie findest du das: Ich mußte nach jedem Band über ein Jahr warten, zwischen manchen sogar länger, bis der nächste Band erschien. Die Autorin mußte immer erst die Fortsetzung schreiben.”

“Echt? Mann, wie hast du das nur ausgehalten?”

“Du wirst es kaum glauben, aber es ist mir eigentlich kaum aufgefallen.”

“Weil du schon so alt warst?”

“Daran wird’s wohl gelegen haben. Gute Nacht!”

“Gute Nacht!”

Weißt du was, das ist nämlich so:

  • Veröffentlicht am 5th August 2009,
  • veröffentlicht von

Mit dieser Einleitung beginnt der seit genau heute fünfjährige kleine Bruder von Captain Jack des öfteren seine Sätze. Die ungeteilte Aufmerksamkeit der meist erwachsenen Umstehenden ist ihm damit meistens sicher, denn den Erklärungen dieses Dreikäsehochs zu lauschen ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Es sei denn, es ist Schlafengehenzeit – seine Kreativität läßt deutlich nach und er hält sich an die bewährten Klassiker, jedoch sein Wille nach ungeteilter Aufmerksamkeit bleibt ungebrochen (“Weißt du was, das ist nämlich so: ich habe noch Durst und muß noch ein Glas Wasser trinken!”).

Wißt Ihr was, das ist nämlich so: Ich habe vor ein paar Wochen ein tolles neues Blog entdeckt, also, es ist nicht wirklich neu, nur für mich eben, und möchte hiermit eine dringende Leseempfehlung aussprechen für Fräulein Serotonic von der absoluten Serokratie, und ganz besonders ihren gestrigen Eintrag, der mich mal wieder darauf aufmerksam gemacht hat wie toll diese ganze Bloggerei doch ist und wie besonders das sein kann, und warum ich keine Tageszeitung abonniert aber inzwischen über zweihundert Blogs im Feedreader habe.

Blöd aussehen

  • Veröffentlicht am 28th April 2009,
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Captain Jack und ich waren letztens ein bisschen zum Skateboardfahren auf der Rollschuhbahn. Er hatte großen Spaß und zeigte Talent, also gingen wir anschließend zu Subvert und ich kaufte ihm ein passendes 7″ Deck – denn meine Longboards sind natürlich viel zu groß, lang und schwer für einen Achtjährigen. Den Helm auszusuchen auf den seine Mutter und ich bestanden, stellte auch kein unüberwindliches Hindernis dar; nach etwas Herumprobieren fand er einen in seiner Größe. Ich versprach ihm, sein Board abends zusammenzuschrauben und wir würden dann am nächsten Nachmittag nach der Schule zusammen weiter fahren üben. Seinen Plan, schon am nächsten Tag mit dem Brett in die Schule zu fahren, konnten wir ihm vorerst ausreden. Widerwillig gab er zu daß es weitaus cooler ist, wenn man bei seinem ersten offiziellen Auftritt die Materie zumindest halbwegs beherrscht.

Am nächsten Tag war die Freude allerdings arg getrübt, denn zwischenzeitlich hatte er sich abends vor dem Schlafengehen seinen Helm vor dem Spiegel aufgesetzt und für uncool befunden.

“Das sieht blöd aus, den setze ich nicht auf.”

“Ohne Helm sieht’s weitaus blöder aus, nämlich wenn Du auf die Fresse knallst und Dir das Gehirn aus den Ohren läuft.”

“Egal, das sieht blöd aus.”

“Du hast doch auch beim Skifahren und beim Fahrradfahren einen Helm auf. Wo ist das Problem?”

“Es sieht blöd aus. Den setze ich nicht auf. Und gestern hatte ich doch auch keinen auf, und Du auch nicht!”

“Gestern hatte ich meinen nur vergessen. Aber ich fahre auch schon seit dreißig Jahren und habe etwas mehr übung und Koordination auf dem Ding als Du.”

“DAS SIEHT BLÖD AUS!”

Keine Arme – keine Kekse. Ich hätte nicht gedacht, daß Dir Eitelkeit vor Klugheit geht. Wenn Du den Helm nicht aufsetzt, fahre ich nicht mit Dir. ” Ich hasse diese Erpressernummer, aber ich liebe Captain Jack einfach zu sehr. Ein Dilemma, zugegeben.

Es folgte ein wirklich gelungener Wutanfall, komplett mit Gebrüll und Geheule, garniert mit Bockigkeit und gegen die Tür treten. “DANN FAHRE ICH EBEN NICHT MEHR!” OK, that’s my boy – er lässt sich nicht erpressen, gut so. Wenn auch mühsam.

Ein paar Tage später fragte er mich, welches der beste Skateboarder der Welt sei. In seiner Bravo Sport stand nämlich Tony Hawk, und natürlich weiß selbst die erwachsene, nicht skatende Welt spätestens seit Nick Hornbys Slam! daß es TH ist. Ich für meinen Teil bin ja mehr für Jay Adams, Rodney Mullen oder Adam Colton, aber wozu unnötig Verwirrung stiften? TH ist fraglos ein grandioser Skater und hat den unschätzbaren Vorteil, daß er auf seinen Fotos und in seinen Clips fast ausschließlich mit Helm und Protektoren abgelichtet wird – ein Umstand, auf den ich Captain Jack dezent aufmerksam machte und der ihn schwer zu beschäftigen schien.

Beim nächsten Treffen auf der Rollschuhbahn setzte er jedenfalls ohne weiteres Gemurre und ohne weitere Erwähnung den Helm auf. Skaten macht ihm einfach zu viel Spaß um darauf zu verzichten. über Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkprotektoren stehen wir noch in Verhandlung. Stay tuned.

Update: Inzwischen wurde der blöde Helm mit diversen coolen Aufklebern verziert und für alltagstauglich, auch auf dem Fahrrad, befunden. Geht doch.

One More Year

Captain Jack Sparrow will mit mir auf den Dom. Es regnet in Strömen, aber das ficht ihn nicht an, er möchte die Geisterbahn sehen und in dem Dingsda fahren, das sich so schnell dreht.

Wir fahren in dem Dingsda, das sich so schnell dreht und wärmen unsere Hände an Tüten mit heißem Schmalzgebäck (nicht so viel Puderzucker, bitte). Riesenrad fahren wir auch. „Guck’ mal, das Millerntor“ Wir bedauern, St. Paulis Sieg über Ingolstadt nicht gesehen zu haben und beschließen, die Fahrt mit der Achterbahn noch einmal aufs Frühjahr zu verschieben. Wir kommen am „Jura-Park“ vorbei, der vorgibt, einen echten Dinosaurier hinter den hohen Mauern zu beherbergen.

Schließlich stehen wir vor der Geisterbahn. Captain Jack zeigt aufgeregt auf einen großen Plastikbaum mit Gesicht: „Schau mal, gleich macht er die Augen auf!“ Das zieht sich jedoch ziemlich hin, der Baum scheint auf Valium. Captain Jack tritt unsicher von einem Bein aufs andere, während ich mich innerlich gegen eine Runde Geisterbahn wappne. Doch plötzlich fällt sein Blick nach rechts: „Entchenangeln! Komm’ wir gehen Entchenangeln, ja? Bitte! Entchenangeln ist soo cool!“

Ganz schön kalt und windig, mir laufen die Tränen nur so runter.

Süßes

  • Veröffentlicht am 31st Oktober 2007,
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Graf Dracula freut sich, mich zu sehen. Er rückt sich die Brille zurecht und fragt: “Sehe ich cool aus?”

“Sehr beeindruckend”, bestätige ich ihm. Zufrieden stürzt er seinen Freunden – zwei axtbewehrten Zombies – hinterher. Die klingeln schon mal dort Sturm, wo ein grinsender, mit flackernden Teelichtern beleuchteter Kürbis anzeigt, daß die Bewohner gewillt sind Süßes herauszurücken um Saurem zu entgehen.

Sein kleiner Bruder (3) trägt ein viel zu großes schwarzes Overall über seinen drei Pullis, der Strumpfhose und den Jeans, auf das ein Skelett aufgemalt ist. Die FC St. Pauli Skimütze seines großen Bruders, die mit dem obligatorischen Totenkopf vorne drauf, hat er sich tief ins Gesicht gezogen und versteckt die goldroten Locken, die normalerweise seine Wangen umrahmen. Diese sind heute vor Aufregung, Kälte und Müdigkeit rot angelaufen. In der kleinen Faust hält er einen winzigen Stoffbeutel, der schon recht gut mit Naschwerk gefüllt ist.

Graf Dracula und die Zombies kehren zurück. “Die Frau hat gesagt, wir dürfen uns soviel nehmen wie wir wollen. Ich habe zwei Teile genommen, ok?” Er schaut mich fragend an und steckt seinem kleinen Bruder ein Schokoladentoffee in den Beutel. Der lächelt glücklich. Er vergöttert den Großen.

Ich auch.

Scare Card

  • Veröffentlicht am 24th Oktober 2007,
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Nachmittags. Das Telefon klingelt. “Hallo?”

“Ich bin in der Buchhandlung. Papa hat gesagt ich darf mir ein Buch aussuchen, weil ich vergessen habe eins mitzunehmen. Ist der erste Harry Potter Band schon etwas für mich?”

Ich überlege fieberhaft. Worum ging’s da nochmal?  “Äh…”

“Und ich habe Pokernkarten!”

“Ja, ich weiß, du schenkst mir ja immer welche.”

“Nein, nicht Pokémon – Pokern! Wenn Du kommst, dann pokern wir, ja?”

Warum habe ich das Gefühl, ich sei in einem surrealen Film?
“Können wir machen… worum pokert Ihr denn?”

“Um Smarties! Warte, ich geb’ Dir mal Mama.”

Nach kurzem Überlegen stimme ich für den Kauf des Buchs. Wer alt genug ist, um Smarties zu pokern ist auch alt genug für den, dessen Name nicht genannt werden darf.
Abends klingelt das Telefon erneut. “Hallo?”

“Ich wollte Dir nur gute Nacht sagen. Und, äh, also der mit der komischen Nase, die nicht wie bei Menschen ist, also der ist ganz schön böse, oder?”

“Ist er, ja.”

“Der hat Harry Potter auch die Narbe gemacht, oder?”

“Hat er.”

“Morgen kommst du, oder?”

“Übermorgen. Noch zweimal schlafen.” Ich verkneife mir den Zusatz so wie beim Christkind.

“Gute Nacht. Bring’ Smarties mit!”

“Gute Nacht, Cincinnatti Kid.”

“Was?”

“Schlaf’ gut.”

Kraftpunkte sammeln

  • Veröffentlicht am 30th Juni 2007,
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Mein Kleiner – der größte Fluch der Karibik Fan unter der Sonne, der noch nicht Fluch der Karibik gesehen hat und das die nächsten zwei, drei Jahre auch nicht tun wird, wenn’s nach seinen Eltern und mir geht, aber seit wann geht’s nach Eltern und Patentanten? –äh, wo war ich? Ah ja. Also, mein Kleiner sammelt Pokémonkarten.

Pokémon ist ein Spiel, bei dem es offenbar hauptsächlich darum geht, möglichst viele Karten mit japanischen Zeichentrickmonsterfiguren zu sammeln. Und wenn ich meine „moeglichst viele“, dann meine ich ab-so-fuck-ing-lute-ly jede Karte unter der Sonne. Wozu? Na, damit man mehr hat als der Rest der Schulhofgang, blöde Frage. Doubletten werden ganz im Sinne des ersten merkantilen Gesetzes, nach dem jede beteiligte Partei das Feld im vollen Bewusstsein verlassen sollte den anderen gebührend übers Ohr gehauen zu haben, getauscht. Es gibt eine Menge Doubletten, denn Pokémonkarten gibt es meines Wissens nach nicht einzeln oder zum Nachbestellen (wie diese Paniniklebebildchen), sondern nur in sogenannten Decks. Ein Deck hat mindestens 60 Karten und darunter mindestens eine Glitzerkarte. Die ist mindestens so wertvoll wie eine blaue Mauritius und deren Auflagen sind streng limitiert. (Allerdings nicht ganz so limitiert wie bei o.g. Postwerzeichen, sondern schätzungsweise auf so viele Exemplare wie man drucken kann.)

Da mein Kleiner mich lieb hat (nicht ganz so doll wie seine Mama, seinen Papa, seinen kleinen Bruder und seinen Teddybären, aber ich belege in seiner Gunst einen soliden fünften Platz), schenkt er mir gelegentlich eine seiner Doubletten. Stets mit einer ausführlichen Erklärung, warum genau dieses Pokémon einfach spitze ist und was ich alles damit machen kann. Auch eine Glitzerkarte habe ich schon.

„Also: das ist Glumanda, es hat 50 Kraftpunkte und kann Kopfnuss und Schlitzen. Es hat einen Feuerschwanz! Du kannst es zum Angriff und zur Verteidigung einsetzen. Du kannst es auch mit einer Ernergiekarte kombinieren und den Gegner ausser Gefecht setzen.“

Ich überlege kurz, bei welcher Gelegenheit ich diese Karte gewinnbringend einsetzen würde. Ein, zwei Kollegen fallen mir ein, bei denen Kopfnüsse und Schlitzen durchaus angebracht wären. Von einigen Kunden ganz zu schweigen.

Er reisst mich rüde aus meinem Tagtraum. „Schau mal, das ist Flemmli, auch 50 Kraftpunkte. Das hat den hypnotischen Blick!“ Ich sehe mir die Karte an, auf der ein Wesen, das aussieht wie eine Mischung aus Goldfisch und Spatz, mich mit grossen Augen ansieht. Darunter steht „Das Verteidigende Pokémon schläft jetzt.“ Ich beschliesse umgehend, diese Karte das nächste Mal zu ziehen, wenn er auch nach zwei vorgelesenen Asterix-Baenden und einer Kissenschlacht noch nicht das Licht ausmachen will.

„Und diese hier?“ Ich zeige auf eine Karte namens Porygon. Drunter steht nur lapidar Schärfer. „Hilft die gegen schlechte Augen?“ Er überlegt kurz. Seine Brille verfügt schon morgens um zehn über mehr Fingerabdrücke als die Karteien von BKA, Verfassungsschutz, FBI und CIA zusammen. Daß er überhaupt noch etwas sieht, ist ein Wunder. „Das wäre cool, oder? Aber ich glaube nicht. Das ist bestimmt für Schwerter und so“ glaubt er.

„Da könnte was dran sein. Hat Jack Sparrow so eine Karte? Wäre doch praktisch, oder?“ Ich betrachte nachdenklich die letzte Karte auf dem Stapel, die mir die Option Blitz-Teleportation offeriert. Wenn ich sie mit einer Energiekarte kombiniere, reicht es vielleicht für eine erfolgreiche Flucht, zumindest aber ein erfolgreiches Ablenkungsmanöver:

„Wollen wir mal schauen, ob der Eismann noch auf hat?“

Can’t blame a guy for tryin’!

„Was wollen wir denn gucken heute abend? Hast du schon Shrek 3 gesehen?“

„Nein. Der läuft glaube ich noch nicht einmal im Kino.“ Und selbst wenn, Wayne?

„Aber du hast die ersten beiden Teile doch auf DVD, oder?“

„Klar.“ Dank meiner umsichtigen Kollegin nenne ich zwei noch eingeschweisste Shrek 1 & 2 DVD-Exemplare mein eigen. Bevor wir wieder eine Fluch der Karibik Diskussion haben…

„Wir könnten ja auch Fluch der Karibik gucken, oder?“

„Könnten wir. Tun wir aber nicht.“

„Hey, du hast ja Hulk! Wow!“ Stimmt; als Ang Lee Fan konnte ich nicht widerstehen, ich geb’s ja zu.

„Fuhgeddaboutit.“

„Was?“

„Was hältst Du von Bernard & Bianca?“ Den würde ich jetzt jedenfalls gern sehen.

„Och, lieber Batman. Oder Spidey, ja? Spidey ist sooooo cool!“

„Ich könnte schwoeren, wir hatten diese Unterhaltung schon einmal. Also: Shrek oder Bernard & Bianca?“

“Naaa guuut, dann Shrek. Hab’ ich dir schon meinen Spider-Man-Guertel gezeigt?“

*Seufz.*

Werbeunterbrechung

  • Veröffentlicht am 11th Mai 2007,
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Als ich klein war, gab’s im deutschen Werbefernsehen zwischen Ilja Richters Disco’73 („Licht aus – WOMM! Spot an – YEAH!“) und Onkel Otto nicht nur Tabakwerbung mit Loriot-Figuren („Drei Dinge braucht der Mann: Feuer – Pfeife – Stanwell!“) oder Tillys Tips zur Nagelpflege mit Geschirrspülmittel Palmolive, sondern auch den Hustinettenbären: Das war ein Zeichentrickbär, der nach der eingängigen Melodie von “Horch, was kommt von draussen rein” den aufmunternden Text Nehmt den Husten nicht so schwer/ jetzt kommt der Hustinettenbär! brummte. Da ich dank der schlechten Luft im Grossraum Frankfurt und meines kettenrauchenden Vaters (r.i.p.) dauerhustete wie ein Zauberbergbewohner, warf ich schon bald schachtelweise diese Bonbons ein.

Wie das so ist in Hessen (und andernorts südlich der Zivilisation Elbe): Dort gibt es eine fünfte Jahreszeit, genannt Fasching, Fasenacht oder auch Karneval (bei den Jecken im Westen). Jedes hessische Grundschulkind wurde also ermuntert, an wenigstens einem dieser Tage verkleidet in die Schule zu kommen. Geburtstagsfeiern wurden sowieso nur in maskiertem Zustand angesteuert – ein Zustand, der sich seither wenig geändert hat, auch wenn die Masken andere sind.

Kindergeburtstag in den Siebzigern hiess: die Jungs gehen als Pirat, Cowboy, Indianer oder Polizist. (Ich habe lange gebraucht um mich davon überzeugen zu lassen, dass die Village People ein doppeltes Spiel trieben…) Fuer Mädchen gab’s die Optionen Prinzessin, Squaw oder Funkenmariechen. Ich war noch nie ein typisches Mädchen und meine Mutter wollte mich nicht als Pirat gehen lassen, also schlug ich vor, als Hustinettenbär zu punkten. Mama überlegte kurz. Das Geburtstagskind kam aus einem eher spiessigen konservativen Hause. Dann nickte sie grinsend.

In den Tagen bis zu meinem grossen Auftritt übte ich, den Text fehlerfrei zu brummen. Mama schneiderte aus einem Bettlaken ein Kostüm. An den Füssen wuerde ich meine langhaarigen weissen Fellstiefel tragen, die sonst immer nur im Skiurlaub zum Einsatz kamen. (Wie ich im letzten Winter sah, sind die Dinger wohl wieder schwer angesagt.)

Aber woher eine Bärenmaske nehmen? Wir pusteten einen Luftballon auf und bestrichen ihn mit Ponal. Darum wickelten wir bunten Bast. Als Ohren, Nase und Schnauze (???) verwendeten wir mit Bast umwickelte leere Joghurtbecher. Dann wurde der Luftballon entfernt und – presto! – fertig war die Bärenmaske. Sie kratzte fürchterlich, und sehen konnte ich auch nicht sehr viel, aber es sah sehr, sehr unheimlich aus, fand ich.

Nur nicht sehr nach Hustinettenbär. Aber Mama drückte mir einen Kuss auf die Wange und eine Schachtel meiner Bonbons in die Hand, versicherte mir, dass ich super und sehr bärig aussah und klingelte für mich, da ich kaum etwas sehen konnte. Die Mutter des Geburtstagskindes öffnete die Tuer und quiekte überrascht. Ich sang fehlerfrei meinen Hustinettenbärsong. Ich war der Star der Veranstaltung. Irgendjemand machte ein Foto.

Mein Patensohn wird demnächst Sieben. Soll ich?

Alles ist gut, so lange du wild bist

Es ist Sonnabend morgen, so gegen acht Uhr. Mein Besuch vom Vorabend ist seit etwa drei Stunden weg. Das Telefon holt mich aus dem Koma. Ich will es ignorieren, aber es muss wohl dringend sein. Muss es. Wehe, wenn nicht.

Es ist superdringend. „Hallo! Willst du morgen nachmittag mit mir ins Kino, Wilde Kerle 4 gucken?“

„dsnsdnrnst.“ Das. Ist. Nicht. Dein. Ernst.

„Hallo? Bist du’s? Ich hoere die aufkeimende Panik, er könnte jemanden wildfremden ins Kino eingeladen haben.

„Ich bin’s.“ Glaube ich jedenfalls. Sicher bin ich mir da nicht.

„Du hörst dich so heiser an?“ D’oh. Ich räche mich so in zehn, fünfzehn Jahren, ich schwör’ s.

„Ich bin nicht heiser, mein Engel. Nur sehr müde.“

„Also, hast du Lust, morgen mit mir Wilde Kerle 4 zu sehen?“

„Na klar.“ Alles was du willst. Nur lass’ mich jetzt schlafen. Bitte.

„Um wieviel Uhr denn?“ Immer noch besorgt, ich klinge wohl wirklich ziemlich finster.

„Keine Ahnung wann das anfängt. Nachmittags halt.“ How the fuck shall I know?

„Ich geb’ Dir mal Mama, OK?“ Ich winke matt ab, aber höre ihn ihm Hintergrund durchs ganze Haus brüllen: „MAMAAAA! SIE HAT JA GESAGT! ERSCHRECK’ DICH NICHT, SIE KLINGT GANZ HEISER, ABER SIE IST NUR SEHR, SEHR MÜDE!“

P.S.: Ach ja, der Film. Ich hab’ schon schlechtere gesehen. Nicht viele, und mir fällt auch gerade keiner ein, aber ich bin mir da ganz sicher.

The Godmother

„Können wir einen DVD Abend machen?“

„Na klar. Was möchtest du denn sehen?“

„Fluch der Karibik, ja?“

„Keine Chance, Käpt’n. Deine Mutter bringt mich um.“

„Dann Spider-Man, ja? Guck’ mal, ich hab’ einen Spider-Man Gürtel, ganz neu, schau!”

„Spitze. Aber ich fürchte, Spider-Man steht auch auf der schwarzen Liste.”

„Batman? Bitte!“

„No way. Batman steht auf einer noch schwärzeren Liste als Spider-Man, direkt neben…“

„… King Kong, ich weiss. – Was ist das denn hier für einer? Cooles Schiff!“

„Das sinkt.“

„Und dann?“

„Nichts weiter. Es sinkt den halben Film über, dann ist Schluss.“

„Wieso sinkt es?“

„Es faehrt gegen einen Eisberg.“

„Und dann?“

„Dann sinkt es.“

„Klingt nach einem ziemlich langweiligen Film.“

„Ich kenne eine Menge Leute, die dir da zustimmen wüden. – Wie wär’s mit den Looney Tunes?”

„Au ja! Hast du Taz?“

„Klar. Und Duffy und Bugs.“

„Tweety auch?“

„Und Sylvester, ja. – Popcorn?“

„Machst du salziges bitte, ja?“

„That’s my boy!“

Schade, dass ich ihn wieder abgeben muss.

Ab durch die Hecke

Seit 09. November auf DVD

R: Tim Johnson, Karey Kirkpatrick
D: Bruce Willis, Wanda Sykes, William Shatner
Imdb Eintrag | Amazon

Ein Vertreter der primären Zielgruppe äusserte sich auf Nachfrage mir gegenüber folgendermassen zu diesem Film (mögliche Spoiler):

„…und dann sitzt der Ringelbär (Anm. d. Red.: gemeint ist der Waschbär, der die entsprechenden Ringe um die Augen hat) auf dem Baum und schläft auf seiner Golftasche, und der grosse Bär frisst ihn auf, aber nicht wirklich, das hat er nur geträumt, weil er ihm doch die Chips geklaut hatte und ein ganz schlechtes Gewissen und nur eine Woche Zeit, weisst du? Und dann legt das Eichhörnchen sie alle rein, ganz langsam, noch langsamer als in Zeitlupe, und dann sind beim Bären alle Haare ab, aber das allercoolste war das Stinktier, das konnte grünen Nebel versprühen und die Katze konnte den gar nicht riechen und war voll verknallt!“

Ohne Worte

  • Veröffentlicht am 6th November 2006,
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An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die fünf Feuerwehrmänner, die Aufnahme, die Narkoseärztin, die Chirurgin und alle beteiligten Schwestern des Kinderkrankenhauses Hamburg-Altona, die geholfen haben, einem etwas zu neugierigen Zweijährigen den Badewannenabflussring von seinem vorwitzigen kleinen Zeigefinger zu operieren.