Bücher

Golf – Die schönsten Fairways der Welt

Golf – Die schönsten Fairways der Welt

Das Verlagshaus trat mit der Bitte um die Rezension des Bildbandes „Golf – Die schönsten Fairways der Welt“ an mich heran und dem komme ich sehr gerne nach, denn es ist Winter und wer würde da nicht lieber mit einem Tässchen Tee und Shortbread auf dem Sofa liegen und sich traumhaft schöne Golfplätze ansehen anstatt in der eisigen Hütte zu stehen und mit klammen Fingern harte Rangebälle von der gefrorenen Matte zu schlagen? Genau. Noch schöner wäre natürlich eine tatsächliche Reise zu den vorgestellten Plätzen, gerade zu denen in Gegenden, wo jetzt die Sonne scheint. Aber wer das gerade nicht im Budget hat, der kann mit diesem wunderbar fotografierten Bildband die Zeit bis zum Saisonbeginn überbrücken. (mehr…)

Bücherstöckchen

Oh, es gibt ein neues Bücherstöckchen, das ich gerade bei Isabel fand. Und es hat sogar ein paar Fragen darin, die beim letzten noch nicht gefragt wurden, hurra!

Welches Buch liest Du momentan?

Ich habe gerade meine „American Classics“ Phase und bin mitten in John Steinbecks Früchte des Zorns, das übrigens so aktuell ist wie eh und je. Und parallel lese ich ein wenig in Melvilles Moby Dick, weil mir da ein paar Illustrationen vor Auge schweben, die ich dazu demnächst anfertigen werde.

Wurde Dir als Kind vorgelesen? Kannst Du Dich an eine der Geschichten erinnern?

Mir wurde ganz sicher vorgelesen, aber ich kann mich konkret an kein Buch erinnern. Da ich recht früh selbst lesen konnte und das dann auch – wie vermutlich alle Kinder, die etwas selbst erlernt haben – fortan nur noch selbst erledigen wollte, kann ich hier leider kein bestimmtes Werk nennen.

Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den / die die Du mal regelrecht verliebt warst?

Verliebt wäre zuviel gesagt, aber ich wäre gern mit Lord Peter Wimsey und Harriet Vane befreundet. Die beiden (und die ganzen anderen Figuren aus dem Wimsey-Kanon) sind mir sehr ans Herz gewachsen über die Jahrzehnte. Auch Larry McMurtry hat einige starke Figuren geschrieben, mit denen ich mich sehr gerne einmal unterhalten würde. McMurtry habe ich übrigens meinen ersten und einzigen Fanbrief geschrieben, da war ich ca. 12 oder 13 Jahre alt. Er hat mir auch sehr nett höchstselbst und handschriftlich geantwortet; den Brief habe ich neulich erst wiedergefunden. Und natürlich bewundere ich nach wie vor Tom Ripley, auch wenn ich nicht verliebt in ihn war oder bin.

In welchem Buch würdest Du gern leben wollen?

Nicht unbedingt darin leben, aber gerne eine Zeit lang besuchen würde ich die Welt des Wimsey-Kanons von Dorothy L. Sayers. Habe ich ja auch teilweise schon einmal gemacht. Und in Ripleys (bzw. Patricia Highsmiths) Europa, besonders Venedig, hätte ich gern gelebt. Andererseits ist ja gerade das Tolle an Büchern, daß sie dich zumindest für eine Weile in ihre Welt mitnehmen, wenn sie gut geschrieben sind. Man lebt also zeitweise so oder so in ihnen.

Welche drei Bücher würdest Du nicht mehr hergeben wollen?

Ich hänge an vielen meiner Bücher, es wären jedenfalls deutlich mehr als drei. Und ich merke, daß ich wirklich die Bücher brauche, also das haptische Erlebnis. Ich habe nicht direkt etwas gegen eBooks, habe ja auch einige Dutzend davon, aber ich vermag keine echte emotionale Beziehung zu den „Elektro-Werken“ aufzubauen. Sie sprechen nicht zu mir, ich sehe sie nicht, wenn ich in meine Regale schaue und keines von ihnen blinzelt mir im Vorübergehen verschwörerisch zu und fordert mich auf, in das Kaninchenloch zu stürzen und ein paar Stunden oder Tage meines Lebens darin zu verbringen und der Geschichte und ihren Figuren zu folgen. Und nun, da ich auch kein iPad mehr habe, und meine Ü40-Augen zu schlecht fürs Lesen längerer Texte auf dem iPhone geworden sind, hat sich das Thema sowieso für mich erledigt.

Ein Lieblingssatz aus einem Buch?

„Das Leben ist kein Stützgerüst für die Kunst. Es ist andersherum.“

Gelesen: Pia Ziefle, „Suna“

Nun ist Pia Ziefles Romanerstling Suna also auch als Taschenbuch herausgekommen. Das Feuilleton – also Herr Buddenbohm, Frau Bogdan und die Textzicke zum Beispiel – überschlug sich ja im vergangenen Jahr vor Begeisterung, ich setzte das Buch im Geiste auf meine kilometerlange ‚müsste ich mal lesen wenn ich Zeit hätte‘-Liste, wo es immer weiter nach unten rutschte. Als ich also neulich auf Facebook las, dass die Taschenbuchausgabe herausgekommen sei, kommentierte ich daher leichthin etwas wie „dann muss ich es wohl doch auch langsam mal lesen“. Wo gibt es denn so etwas? Es kommen jeden Monat unglaubliche Mengen neuer Bücher auf den Markt, die alle eine Halbwertszeit eines nicht homogenisierten Joghurts haben. Vielleicht nicht unbedingt inhaltlich, aber doch aus marktwirtschaftlicher Sicht. Ein Romanerstling also, der einen zweiten Frühling als Taschenbuch sieht? Ungewöhnlich. Ich kommentierte also das „muss ich jetzt auch endlich mal lesen“ mehr so als Notiz an mich selbst, aber die Autorin sprang unmittelbar darauf an und übersandte mir spontan ein Exemplar, mit einer sehr schönen Widmung und einem kompliziert aussehenden Familienstammbaum dazu.

Der geplante Strandkorbaufenthalt rückte näher und ich hielt mich artig bis zur Abfahrt ans Meer damit zurück, das Buch schon einmal anzufangen, aber im Zug siegten Ungeduld und Neugierde und ich stieg ein in die verflochtene Familiengeschichte. Der beigelegte Zettel mit dem Stammbaum half deutlich, die Knoten zu entwirren. Manchmal musste ich kurz überlegen, wer nun von den vielen Namen nochmal wer gewesen war, aber irgendwo war es ein Stück weit auch egal. Denn alle Figuren sind mit einer solchen Liebe zum Detail skizziert (und das ist kein Widerspruch), dass ich sehr gerne auf einzelne Namen geklickt hätte, um noch mehr über sie zu erfahren, ihren eigenen Pfaden zu folgen, die Geschichten hinter der Geschichte zu finden wenn die Erzählerin schon längst wieder weiter gegangen war. Eigentlich müsste das ein interaktives Buch sein.

Ich erinnerte mich plötzlich an meinen ersten und einzigen Urlaub in Titos Jugoslawien, einem zweimonatigen Segeltörn mit meiner Cousine und ihren Eltern, über die Adria. Von Opatija durch die kroatische Inselwelt mit den lustigen Namen Krk, Prvic, Rab, in Richtung Zadar, Sibenik und Split und dann rüber nach Italien und rauf nach Venedig. Ich war nur ein Kind, aber die seltsamen Schwingungen, die Kontraste zwischen der immensen Herzlichkeit und Großzügigkeit der Menschen dort, und dem unsichtbaren Schleier der Schwermut, der über der sonnenverbrannten Gegend zu liegen schien, die haben sich mir sehr im Gedächtnis festgesetzt. Ich hatte zu jener Zeit das Buch „Die Rote Zora“ gelesen, das bald darauf  zu einer TV-Serie verfilmt wurde und war fassungslos über die unglaubliche Armut, die dort zum Ausdruck kam. Als Jahrzehnte später der Bosnienkrieg über das Fernsehen in unser Wohnzimmer kam, konnte ich die Bilder aus den Nachrichten nicht mit den Bildern in meinem Kopf und dem Familienalbum überein bringen.

Es gibt Momente im Buch, bei denen ich laut auflachen musste und solche, bei denen mir ein Kloß die Kehle zuschnürte, aber gut geschriebene Familiengeschichten sind nun einmal so, selbst wenn sie nicht so exotisch und verschlungen verlaufen wie diese hier. Suna hat auch gemacht, daß ich mich hinterfrage, hat meine Arroganz, meine Vorurteile, meine stumpfe Blödheit ins Sonnenlicht gezerrt, für niemanden so gut ersichtlich wie für mich.

Ein gutes Buch macht nicht nur, dass man sich selbst hinterfragt und mehr über die Figuren wissen will. Es macht, daß man es auf einen Haps verschlingt und erst im letzten Drittel plötzlich langsamer wird, weil man nicht möchte, dass es zu Ende ist. Wenn es dann doch zu Ende ist, möchte man es wieder von vorne lesen oder, noch besser, gleich selbst sein eigenes Buch schreiben. Pia Ziefles Suna ist so ein Buch. Lesen auf eigene Gefahr.

Leseprobe beim Verlag
Pia Ziefles Website
Das Buch bei Amazon (Affiliate Link)

 

Medienkonsum, Teil 1: Bücher

Isabel, Patschbella, Excellensa, Journelle und Anne haben schon drüber gebloggt, das nehme ich mal zum Anlass, meinen Medienkonsum mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Beitrag liegt hier schon geraume Weile unter den angefangenen Blogeinträgen, jetzt muss er langsam mal raus.

Ja, Medienkonsum jetzt mal. Also, meiner. Heute: Bücher.

Puh.

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Zwischendurch: Herbstlesung

  • Veröffentlicht am 13th November 2011,
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Zwischendurch: Herbstlesung

Der goldene Herbst geht jetzt in einen knackig-kalten Winter über. Es ist wieder DOM, und endlich kann man wieder Mutzenmandeln essen und sich an der heissen Papiertüte die Finger wärmen.

Die Herbstlesung gestern im Le Kaschemme war ein schönes Highlight dieser Woche. Isabel Bogdan las ihr Wacken-Erlebnis vor, und live ist das fast noch mal so gut wie selbst gelesen, und dabei habe ich mich damals vor Lachen schon fast eingenässt. Kid37 las skurrile Vignetten und lässt mich das Thema Fliesenverlegung mit ganz neuem Blick sehen. Eine Singer-Songwriterin namens Dragana spielte ein paar ihrer Stücke. Und Maximilian Buddenbohm gab ein Häppchen aus seinem im März erscheinenden Buch „Marmelade im Zonenrandgebiet“ – eine Fortsetzung von „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ – zum Besten und wir bewunderten seine sensiblen Knie. Dazwischen traf ich gerne einmal wieder ein paar liebgewonnene Nasen aus meiner Twittertimeline, darunter z.B. Little Jamie, Binnewies, die Herzdame, Jawl (mit sehr netter Begleitung) und das Bronchitisgeröchel und die Hexenschussschmerzen hielten sich auch angenehm zurück, so daß der Abend als voller Erfolg verbucht werden kann.

Bücher. Echte, gedruckte Bücher, mit umblättern statt scrollen.

Ein wunderschöner Stop-Motion-Film über Bücher.

This Is Where We Live from 4th Estate on Vimeo.

Mein Vorsatz für ab sofort: wieder mehr gedruckte und weniger eBooks kaufen.

Leseempfehlung: „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“

Irgend eine schlaue Nase hat mal getwittert, Tweets von Sascha Lobo zu retweeten sei ungefähr so sinnvoll, wie auf Open Air Konzerten das aktuelle Wetter durchzusagen. So ähnlich geht es mir mit meiner Rezension zu dem neuen Buch von Maximilian Buddenbohm, dessen Blog Herzdamengeschichten vermutlich ungleich mehr Leser hat als meines, also what’s the point? Er macht Lesungen am laufenden Band und ist inzwischen ja schon fast ein Fernsehstar, wenn ich das so richtig mitbekommen habe. Fehlt nur noch, daß meine Mutter mich fragt ob ich diesen netten jungen Mann aus der Talkshow neulich kennen würde, weil der doch schließlich auch ins Internetz schreibt.
(Nee, Quatsch, meine Mutter ist gut vertraut mit Herrn Buddenbohms Blog und freut sich immer, wenn ich ihr daraus vorlese.) (mehr…)

„I Hate Tennis.“

Ich bin kein großer Tennisfan und habe auch die große Zeit von Boris Becker und Steffi Graf in den 80ern und 90ern nur am Rande verfolgt. In meiner Kindheit beherrschten die Schlachten zwischen Björn Borg und John McEnroe die Titelseiten der Illustrierten, und ich erinnere mich dunkel an das Bild von einem auf den Knien liegenden Borg, der sensationell das fünfte Mal hintereinander in Wimbledon gewonnen hatte. (mehr…)

Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast

  • Veröffentlicht am 3rd November 2010,
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Ich kann mich nicht daran erinnern, ein Buch schon mehr als einmal verschenkt zu haben. Ich verschenke zwar sehr viele Bücher, aber der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Ich mache mir also nur Gedanken darüber, ob ein Buch dem Beschenkten gefallen könnte und habe keinerlei missionarischen Eifer. Natürlich habe ich auf Anfrage auch jede Menge Empfehlungen zu einem bestimmten Themengebiet, Autoren oder Genre. Aber eben nur auf Anfrage, oder wenn es sich im Gespräch ergibt. (mehr…)

Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht verfilmt???

  • Veröffentlicht am 27th Oktober 2010,
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Der Hippie in der WandTony Fennelly: Der Hippie in der Wand

Dieser leider längst vergriffene Krimi war meine Eintrittskarte zum Werk dieser fabelhaften Autorin, deren weitere Werke ich anschliessend auf einen Rutsch verschlungen, bzw. angekündigte Neuerscheinungen ungeduldig rauchend und nervös auf- und ablaufend erwartet habe, um sie dem verblüfften Buchhändler am Erscheinungstag gierig aus den Händen zu reißen („Heeeh, wir öffnen erst um neun und ich habe noch nicht ausgepackt!“). (mehr…)

Buchstöckchen, Sonderausgabe IV

  • Veröffentlicht am 21st Oktober 2010,
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Loki Schmidt ist heute im Alter von 91 Jahren gestorben. Das macht mich persönlich sehr traurig, denn damit starb eine Frau, die ich sehr bewundert habe. Eine Hanseatin, Mutter, Lehrerin, Atheistin, Naturforscherin, Vorreiterin der ökologischen Bewegung. Sie war außerdem die Ehefrau des Mannes, der, wenn ich das hier mal etwas kitschig-überspitzt ausdrücken darf, das Schiff „Bundesrepublik Deutschland“ in seinen dunkelsten Stunden durch schwere See sicher auf Kiel hielt und den nicht wenige, ich eingeschlossen, für den besten Bundeskanzler in der Geschichte dieses Landes halten. (mehr…)

Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???

Und noch dazu so schlecht? Okay, die meisten mir bekannten Buchverfilmungen sind nicht wirklich zweckdienlich. Ein Medium wirklich adäquat in ein anderes zu übertragen ist nicht leicht. Aber bei diesem Buch fiel es mir besonders auf. (mehr…)

Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest

  • Veröffentlicht am 13th Oktober 2010,
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Ich habe keine eigenen Kinder, aber regelmäßige Leser wissen natürlich um meinen Augapfel Captain Jack (und seinen kleinen Bruder). Ich habe nicht oft die Gelegenheit ihm etwas vorzulesen, und meist werde ich dann gebeten, etwas aus seinem eigenen Bücherschrank zu nehmen, der natürlich die ganzen Klassiker aus meiner Zeit (Goscinny, Kästner, Lindgren, Preussler & Co.) und viele neuere gute Bücher enthält. Captain Jack ist inzwischen ja auch eher in der Jugendbuchabteilung zuhause und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis er sich an die ersten „erwachsenen“ Bücher macht. Momentan liest er lieber mir etwas vor – seine lateinischen Übersetzungen, die er für die Schule anfertigen muss. Die klingen übrigens immer sehr beruhigend und einschläfernd, wie ich finde. (mehr…)

Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt

Wenn das mal nicht die überhaupt spannendste Frage dieses ganzen Buchstöckchen-Fragespiels ist! Denn natürlich kann man sich schlecht wahrheitsgemäß selbst beschreiben. Ich erkenne mich, oder wenigstens Teile von mir in vielen verschiedenen Büchern wieder. Meiner bescheidenen Ansicht nach habe ich Charakterähnlichkeiten mit Leslie Benedict, Tom Ripley, Maggie Pollitt, Majestix dem Gallier, Harriet D. Vane, Grady Tripp, Jean Louise (Scout) Finch, Paola Brunetti, Jack Ryan und Karla Moore. Aber ich bin wahrscheinlich die Letzte, die das auch nur ansatzweise beurteilen kann.

Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast

(Falls sich jemand wundert, daß ich jetzt im Schweinsgalopp durch die Tage sause: Ich arbeite schließlich seit Mai an den 30 Tagen… vor der Adventszeit will ich damit durch sein!) (mehr…)

Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Diese Frage läßt mich natürlich zuerst einmal die Reclamsammlung durchblättern, aber die meisten Werke haben mehr als 60 Seiten. Auch die Kauderwelsch-Reihe ist gehaltvoller als man denkt und die Exemplare in meinem Regal haben alle um die 100 Seiten. EInige Comics und Graphic Novels sehen dünn aus; die Asterix-Bände haben alle knapp unter 50 Seiten. Fündig werde ich in der Abteilung Lyrik:

Nicolas Nowack, AB-SONDERL-ICH. Lieder für Linguistenkinder, erschienen in der Edition art-management Hamburg, nummerierte und handsignierte Erstauflage 2002. Die Seiten sind nicht nummeriert, aber ich habe nachgezählt: 20.

 

Das Bücherstöckchen.

Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat

Auf Platz drei liegt Thomas Pynchons Mason & Dixon mit 773 Seiten (Verlag Henry Holt, Erstauflage 1997). Platz zwei belegt Tom Clancys Executive Orders (Verlag Harper Collins, 1. Auflage der UK Ausgabe 1996) mit 874 Seiten. (mehr…)

Bücherstöckchen, Sonderausgabe III: Vor Ort

Ihr merkt, ich komme mit dem Büchersstöckchen momentan nicht so recht voran, aber da es offenbar gerade seinen zweiten Frühling hat und erneut durch die Blogosphäre wandert, nehme ich das mal zum Anlass für eine Extraausgabe:

Es gibt Bücher, deren Handlung spielt in einer einer Stadt oder Gegend, die der Autor bzw. die Autorin so plastisch und farbenfroh geschildert hat, daß man sofort hinfahren möchte. Eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist Dorothy L. Sayers und ich habe vor Jahren einmal einen sehr vergnüglichen Schottlandaufenthalt u.a. damit verbracht, die Pubs, Hotels, Bahnhöfe und natürlich den Tatort aus ihrem Buch The Five Red Herrings  (dt: Fünf Falsche Fährten) aufzusuchen. Das war nicht immer leicht, da das Buch 1931 erschien und in Schottland die Uhren zwar nicht ganz so schnell ticken wie andernorts, aber sich dennoch in der Zwischenzeit einige Veränderungen eingestellt hatten. Aber immerhin: Der Lachs sprang noch im Minnoch, der Whiskey schmeckte im Anworth Hotel und es lehnten auch überall Fahrräder an den Gartenzäunen. (mehr…)

Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Mit Remarques Im Westen Nichts Neues hatte ich so meine Schwierigkeiten; das fand und finde ich für die 8. Klasse nicht wirklich angemessen, genauso wenig wie Wolfgang Borchert oder Franz Kafka. Aber das Buch ist natürlich alles andere als blöd. (mehr…)

Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute: Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast Da mir so ziemlich jedes Buch nach Absolvierung des Fleischwolfs „Schulpflichtlektüre“ verleidet wurde, egal wie gut es ist, weigerte ich mich, mir mein Lieblingsbuch im Englischunterricht auch noch fürs Leben ruinieren zu lassen. (mehr…)

Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

Normalerweise kaufe ich mir ein Buch sofort, wenn ich es lesen will. Oft fehlt mir dann die Zeit, es sofort zu lesen, und so stapeln sich immer ein paar solcher „muss ich unbedingt sofort lesen“ Werke und werden auch nicht unbedingt frischer. Ein gutes Buch kann das jedoch ab und altert nicht. Bücher sind so viel geduldiger als ich! (mehr…)

Bücherstöckchen, Sonderausgabe II: Gedruckt oder als Pixel?

Ich bin lesesüchtig. Ich liebe Buchstaben, kann mich an Worten berauschen, kann keinen Tag verbringen ohne zu lesen, werde nervös, wenn ich kein Buch in der Tasche habe. Das war schon immer so. Wenn alle Stricke reißen, lese ich eben die Inhaltsangabe auf der Cornflakespackung, ich kann nicht anders. Ich kann Tage und Wochen zubringen, ohne einen Menschen zu sehen oder mit jemandem zu telefonieren, ohne daß es mir auch nur auffallen würde. Aber zu wissen, ich habe nichts zu lesen dabei – das treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn. Ich bin ein Lesejunkie. Die schlimmste Strafe als Kind war, wenn Mama das Leseverbot verhängte. Falls ich jemals in den Knast kommen sollte, käme ich vermutlich problemlos und auf gefühlt halber Arschbacke über ein zweifaches Lebenslänglich hinweg, so lange die Gefängnisbibliothek ergiebig genug wäre. Und ich liebe Bücher. Eines der geflügelten Worte meiner Kindheit war „Bücher sind Freunde“, zum ersten Mal von meiner Mutter vernommen, als ich als sehr kleines Kind wutentbrannt ein Buch vom Tisch fegte (vermutlich weil es zu Ende war). „Und Freunde behandelt man mit Respekt.“ Ich bin nicht auf Facebook, aber ich habe ziemlich viele Freunde. (mehr…)

Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt

  • Veröffentlicht am 13th Juli 2010,
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Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Das ist schwierig. So auf Anhieb fallen mir da eine ganze Menge ein, natürlich besonders aus der Abteilung Kinderbücher, Graphic Novels/Comics oder den Kunstbänden. Hier meine drei Lieblinge, ich mag mich nicht für einen entscheiden: (mehr…)

Das 9. Buch in deinem Regal v.r.

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Peter Biskind: Seeing Is Believing

Der Autor des Standardwerks über die Zeiten des New Hollywood, Easy Riders, Raging Bulls, und des ziemlich desillusionierenden Buchs über Aufstieg und Fall des Independantfilms, Down And Dirty Pictures, (neben dem unterhaltsamen Gossip über die Weinsteins, Tarantino und Miramax mit einer bitterbösen Abrechnung über Robert Redfords Sundance Institut) schreibt hier über das Hollywoodkino der Fünfziger. Aliens, UFOs, Monster, Atomkraftverherrlichung, Kalter Krieg – alles drin, in all seiner herrlichen Verrückheit, unfreiwilligen Komik, Paranoia und mit diesem gefährlichen, düsteren Unterton, den die Filme zu jener Zeit hatten und den man vermutlich nur feststellen kann, wen man mehrere Jahrzehnte Abstand gewonnen hat und diese Zeit vielleicht besser gar nicht aus eigener Anschauung kennt.

Das 4. Buch in deinem Regal v.l.

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.

In welchem Regal? Aber okay, das erste von links: Das wäre dann Honoré de Balzac, Oberst Chabert. Und zu diesem Buch kann ich rein gar nichts sagen, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, denn ich habe es noch nicht gelesen. Das Buch ist schweinsledergebundener Teil der im (vermutlich zweiten) Ernst Rowohlt Verlag, Berlin erschienen Gesamtausgabe, übersetzt von Ernst Weiss und gedruckt bei Poeschel & Trepte in Leipzig (der Link führt zur interessanten Unternehmensgeschichte). Eine Jahreszahl ist nicht angegeben, aber Aufmachung, Typografie und den weiteren Umständen nach erschien die Ausgabe meiner Schätzung nach in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Nun, da ich mich durch diese drei sehr interessanten Links geklickt und gearbeitet habe, werde ich das Werk noch diese Woche angehen. Mir scheint, ich habe einen Schatz gehoben.

Ein Buch aus deiner Kindheit

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit

Ich bin ja heimlich der Meinung, meine Kindheit dauert noch an. Jedenfalls lese ich immer noch gern Kinderbücher. Und ich habe auch noch eine Vielzahl davon hier im Regal stehen, sowohl alte, aus meiner eigenen Kindheit, als auch neu gekaufte und einfach hübsch aufgemachte, wie die inzwischen vergriffene ZEIT Kinder-Edition vor ein paar Jahren, und zuletzt Chris Priestley’s Onkel Montagues Schauergeschichten, über das ich hier kurz gebloggt hatte. Herrn Buddenbohms Blogeintrag ließ mich auch wieder Moby Dick herauskramen, auch wenn ich das Buch nicht unbedingt unter kindgerechter Lektüre einsortieren würde. (mehr…)

Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. OK, jeden Tag war etwas zu optimistisch, aber jetzt geht es wieder weiter. Heute mit:

Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Bill Bryson: Notes from a Small Island

Bill Bryson ist (in Maßen) immer lesenswert, aber seine Beobachtungen über das England der frühen 70er und 80er sind schlicht grandios. Er erzählt lebhaft von der Phase seines Lebens, als Rupert Murdoch die Axt an den Mitarbeiterstamm der Times legte und die eiserne Lady Margaret Thatcher der Queen zeigte, wo der Hammer hing. (mehr…)

Bücherstöckchen, Sonderausgabe

Bücherstöckchen, Sonderausgabe

Wenn es eine Zeile in einem Buch gibt die mich wirklich jedes Mal tief berührt wenn ich sie lese, dann ist das Z. 17 auf S. 3 im Reisepass der Bundesrepublik Deutschland. „Für alle Länder / For all countries / Pour tous pays“ steht da, und mit diesen dürren Worten wird dem Inhaber die Pforte zur Welt geöffnet. Das ist längst nicht selbstverständlich; es gibt eine Vielzahl von Ländern, in denen die Bürger sich nicht einmal undokumentiert im eigenen Land frei bewegen können, geschweige denn, ins Ausland reisen. Vor nicht allzu langer Zeit gehörte eine Hälfte Deutschlands zu diesen Ländern. Und nur ein paar Jahrzehnte länger ist es her, daß es für alle Deutsche galt.

Für alle Länder

Ich wette, 1945 hat niemand geglaubt, daß wir Deutschen diese Freiheit jemals wiedererlangen. Die Freiheit zu reisen, sich zu bewegen und mit anderen Menschen, Kulturen, Ländern in Kontakt zu kommen, Freundschaften im Ausland zu schließen, Geschäfte mit Menschen vom anderen Teil des Planeten zu machen – das nehmen wir heute als selbstverständlich hin, ohne darüber nachzudenken, und natürlich sollte es grundsätzlich auch so sein, für alle Menschen weltweit. Dennoch ist es bekanntlich nicht so, und ich bin jedes Mal sehr dankbar über diese Zeile, in diesem Buch das mir so viel bedeutet und das ich dieser Tage zum vierten Male verlängern lasse bzw. neu kaufe.

Mit diesem Buch in meiner Hand bin ich auch zur Botschafterin meines Landes geworden. Und selbst wenn ich mich ärgere über die lächerlichen „nicht lächeln“-Fotobestimmungen und darüber, daß mir Fingerabdrücke genommen werden wie einem Schwerverbrecher und daß da in dem Buch ein Chip ist, den ich nicht lesen kann aber der meine Daten sendet an jeden, der sich genügend dafür interessiert und ein entsprechendes Lesegerät besitzt – ich schlage Seite 3 auf und lese „Für alle Länder / For all countries / Pour tous pays“ und bekomme einen Kloß im Hals, von dieser Mischung aus Glücksgefühl und Verantwortungsbewußtsein.

Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 12 – Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast

Jeffrey Eugenides: Middlesex

Mit diesem Buch kann ich leider überhaupt nichts anfangen und habe es nach fünf Seiten und drei Anläufen weggelegt. Genau genommen kann ich mich auf Anhieb an kein einziges Buch erinnern, das mir empfohlen wurde und auch nur ansatzweise meinen Geschmack getroffen hätte. (mehr…)

Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

  • Veröffentlicht am 27th Mai 2010,
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Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Ich hasse kein Buch, aber das Feuer für einige ist erloschen und wenn ich sie heute in die Hand nehme, weiß ich wirklich nicht mehr, warum ich sie irgendwann mal so super fand. Eines davon ist (mehr…)

Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin

Ich habe nicht nur einen Lieblingsautor bzw. eine Lieblingsautorin, sondern mehrere. Aber ich lese sehr gern Raymond Chandler, z.B. (mehr…)

Das erste Buch, das du je gelesen hast

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Krakel Spektakel kauft einen BonbonTag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast

Das weiß ich leider nicht mehr. Ich habe im Alter von drei Jahren angefangen zu lesen und hatte auch schon recht früh eine eigene umfangreiche Bibliothek, aber an das allererste Buch erinnere ich mich nicht mehr. Aber die Chancen stehen nicht schlecht, daß es dieses hier war: (mehr…)

Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Das ist gar nicht so einfach, da eines auszuwählen. Da ich lese wo ich gehe und stehe und eigentlich immer ein Buch dabei habe (und sei es nur das Regelbuch auf der Golfrunde), muss ich etwas in meinem Gedächtnis kramen, welches Buch bei mir denn mit einem besonderen Ort verknüpft ist. (mehr…)

Ein Buch, das dich an jemanden erinnert

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert

Uderzo | Goscinny: Asterix der Gallier

Meine Mutter war dagegen, daß ich Comics las. Sie fand, das sei Schund und konnte die Struktur einer Seite einfach nicht auflösen – Sprechblasen verwirrten sie, Details in Zeichnungen entgingen ihr, und überhaupt waren diese Heftchen viel zu teuer im Verhältnis zu richtigen Büchern. (mehr…)

Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)

Das trifft wahrscheinlich auf die meisten Bücher zu, die mir nicht gefallen haben. Aber auch auf viele Sachbücher; die sind oft nur begrenzt haltbar und aktuell und einmal lesen reicht meistens.

Ziemlich doof fand ich: (mehr…)

Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Ich habe die meisten meiner Bücher mindestens zweimal gelesen, aber es gibt auch eine Handvoll, die ich mindestens einmal im Jahr wieder lese. Außer meinem Lieblingsbuch zum Beispiel der Wimsey-Zyklus von Dorothy L. Sayers (im Original oder gern auch in der Übersetzung von Otto Baier), aber auch Stephen Kings On Writing, Sämtliche Tim und Struppi Bände oder eben Edna Ferbers Giant: (mehr…)

Dein Hassbuch

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 4 – Dein Hassbuch

Hier muss ich passen. Es gibt natürlich Bücher, die ich nicht mag, die mir nicht gefallen haben. Aber ich kann kein Buch hassen, höchstens im Geiste dem Autoren einen Klaps auf die Finger geben, daß er so einen Mist fabriziert hat. (mehr…)

Dein Lieblingsbuch

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 3 – Dein Lieblingsbuch

Harper Lee: Wer die Nachtigall stört

Auch nach Jahrzehnten immer noch und immer und immer wieder. Meist im Original, aber gerne auch in der zauberhaften deutschen Überstetzung von Claire Malignon.Und ja, ich weiß, es ist das totale Klischee und jedermanns Lieblingsbuch, aber das interessiert mich nicht, es ist mein Buch, ganz allein meins. Und den Film werde ich mir niemals anschauen, egal wie gut er sein soll, denn dafür bedeutet mir das Buch einfach zuviel.

Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Da ich demnächst nach Südfrankreich fahre, werde ich mir wohl mal wieder Pagnol vornehmen; genauer gesagt:

Marcel Pagnol: Eine Kindheit in der Provence

Es ist das Buch über die Provence, lange bevor Peter Mayle die Bühne betrat. Die autobiografischen Geschichten des kleinen Marcel Pagnol, dessen Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts für den Sommer ein Ferienhaus in der Provence mietet, sind bezaubernd, zum lachen und hachen. (Die Verfilmungen sind übrigens auch wunderschön und absolut sehenswert.) Für das französische Original reicht es bei mir leider sprachlich nicht ganz, aber daran arbeite ich gerade.

Das Buch, das du zurzeit liest

Jeden Tag eine Frage zu einem Buch, das ist das Bücherstöckchen. Heute:

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Ich lese meist in mehreren Büchern gleichzeitig. Aktuell sind das:

Nick Hornby: A Long Way Down

Nachdem ich ja letztens so begeistert war von Hornbys „Slam“ und auch die meisten seiner früheren Werke sehr gern gelesen habe, bin ich hier noch etwas unentschlossen wie ich’s finden soll. Die Ausgangslage ist schon schräg – vier ganz unterschiedliche Leute, die in der Silvesternacht von einem Hochhausdach in den Tod springen wollen, treffen sich auf besagtem Dach und fangen an, miteinander zu reden und den Suizid noch etwas aufzuschieben – aber irgendwie flupscht das alles nicht so wie bei „Slam“. Ich bin allerdings noch nicht sehr weit gekommen, erst ca. 40 Seiten. (mehr…)

31 Tage – 31 Bücher

Stöckchen sind ja immer gern genommen, wenn man gerade nichts bloggen kann oder will, aber seine Leserschaft gern bei der Stange halten möchte und es außerdem um ein Thema geht, das einem ja doch am Herzen liegt. Da kommt dieses Bücherstöckchen gerade recht, zumal es auch in meinen Zeitplan passt – jeden Tage wird eine Frage beantwortet.

Gefunden habe ich es bei Mme Creezy, die hat es von @Writingwoman Petra Bauer und das sind die Themen/Fragen (ich habe einige etwas bearbeitet/umformuliert):

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/diener Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht verfilmt???
Tag 31 – Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast

Onkel Montagues Schauergeschichten

Onkel Montagues Schauergeschichten

Als ich vor ein paar Wochen einen fiesen Schneeanfall überbrücken mußte, flüchtete ich in meine liebste Hamburger Buchhandlung, Laatzen am Stephansplatz/Esplanade, wo Stunden zu Minuten werden und Minuten zu Sekunden. Dort stöberte ich der Reihe nach alles durch und wollte gerade sonnigen Herzens mit einem Arm voller Bücher meine Zeitmaschine wieder verlassen, als mich dieses Buch am Ärmel zupfte. Als ich mich umdrehte, lehnte es sich betont lässig zurück, gegen seine Rückenstütze in der Mitte des Präsentiertischleins gegenüber der Tür und zog die Augenbrauen hoch: (mehr…)

Tipps für Reisen nach Ost-Berlin

Beim Ausmisten meines Bücherschranks habe ich mich in alten Reiseführern festgelesen. Ein paar schöne Zitate aus dem dtv MERIAN Reiseführer Berlin (4. aktualisierte und überarbeitete Ausgabe Juni 1989) möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Reisezeit und Klima: Es scheint manchmal, als sei es in Ost-Berlin kälter als in West-Berlin, besonders auf dem riesigen Alexanderplatz oder in den großen Straßen der Neubaugebiete. Das kommt daher, daß der Wind heftiger weht, es sind keine Ecken und verwinkelten Straßen da, um ihn aufzuhalten. Wettervorhersage: Tel.: 162

Sprache: Was bei uns ein “Supermarkt” ist, nennt sich in Ost-Berlin “Kaufhalle”. Jugendliche benutzen häufig Ausdrücke wie “einwandfrei” oder “das fetzt”.

Treffpunkte: Wenn Sie Ostberliner treffen wollen, können Sie zu den Fußballspielen des FC Union gehen, dessen Fans Sie an ihrem ziemlich gammeligen Aussehen und den rot-weiß-gestreiften Hemden und Schals erkennen.

Junge Leute: In Ost-Berlin werden Sie vergeblich Folklore-Schuppen und Diskotheken suchen. In der DDR geht der Jugendliche zum “Jugendtanz”. […] Die Ausstattung der Räumlichkeiten ist weniger poppig, die Licht- und Phontechnik ist mit der westlicher Beatschupppen nicht vergleichbar.

Kinder: [Im Pionierpark Ernst Thälmann] kommen Kinder vor allem in Arbeitsgemeinschaften zusammen. Wenn sie zehn Jahre alt sind, können sie auf der Eisenbahn eine halbjährige Ausbildung zum Schrankenwärter, Streckenläufer oder Zugschaffner absolvieren.

Nachtleben: Ost-Berlin hat kein nervenzerfetzendes Nachtleben. Harten Porno, schummrige Sex-Klubs, Peep-Show und Striptease werden Sie hier vergeblich suchen.

Ich sehe meinem Besuch auf der re:publica mit banger Vorfreude entgegen.

100 Bücher

Winterzeit, Stöckchenzeit. Frau Kaltmamsell sagt, das ZDF sagt, das hier seien die 100 liebsten Bücher der Deutschen. Frau Gröner und Herr Dahlmann haben das Stöckchen aufgenommen, hier jetzt mein Senf.

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
Ich war 18 oder 19, lag eine Woche mit (bzw. ohne) frisch rausoperierte Mandeln im Krankenhausbett und konnte nur Vanilleeis und Dosenpfirsiche schlucken, ohne laut zu schreien. Genau das richtige Ambiente für Mittelerde also. Die giftgrüne Klett-Cotta Taschenbuchedition in der (einzig wahren) Carroux-Übersetzung haben mich in eine Welt entführt, die ich sonst nie entdeckt hätte. Ich mag keine Fantasyromane und hätte das Buch nie auch nur mit der Kneifzange angefasst, aber mein Herzbube hatte mir davon vorgeschwärmt und obwohl ich den dritten Band dann dank der verschwurbelten Sprache nur noch überflogen habe, war ich doch insgesamt sehr beeindruckt. Irgendwann fiel mir beim Lesen auf, daß ich Ende der 70er in einem Münchner Kino mal einen verdammt gut gemachten Zeichentrickfilm gesehen hatte, der damals seltsam unbefriedigend mitten in der Geschichte zu enden schien und der rückblickend betrachtet ganz offensichtlich eine Art Verfilmung darstellen sollte. Hm. (mehr…)

Zwei Drei Vier

“Zwei Drei Vier – Wie ich eine Familie wurde” ist das Buch von Maximilian Buddenbohm, a.k.a. Merlix. Wer regelmäßig die Herzdamengeschichten liest, wird mit dem Löwenanteil des Buchs bereits vertraut sein, aber die sorgfältige Zusammenstellung der Geschichten um den Autoren, seine Herzdame und die aus unerfindlichen Gründen durchnummerierten Söhne Römisch I und II ist mehr als gelungen und das Ganze ist auch hier wie so oft mehr als die Summe seiner Kapitel. (mehr…)

Quite how sneakers did this…

  • Veröffentlicht am 16th Juli 2009,
  • veröffentlicht von

Quite how sneakers did this just by being left on the floor overnight was a question that could not be answered – it was one of those things, like nuns and bad weather, that life threw at you periodically – but it took endless reserves of patience and scientific judgement to get them right, for no matter how painstakingly you shunted the laces around the holes, they always came out at unequal lenghts.

Bill Bryson, The Life And Times of The Thunderbolt Kid

Dieses Stöckchen ging vor ein paar Jahren schon einmal herum, ich finde meinen damaligen Eintrag gerade nicht; wahrscheinlich gehört er zu den vielen beim letzten Datenbankabsturz verlorengegangenen Blogeinträgen.
Die Regeln sind folgende: Greife Dir das nächstgelegene Buch, schlage S. 56 auf und zitiere den 5. Satz auf der Seite. Nimm nicht Dein Lieblingsbuch, sondern wirklich das, das Dir als erstes in die Hände fällt.

(Via Erik diesmal.)

Viel besser als Stöckchen

Einmal mehr eine herrliche Idee von meinem heimlichen Zwilling: Grab the books nearest to you, turn to page 18, find line 4. Write down what it says. Ich beschränke mich mal nicht auf die vierte Zeile allein, sondern zitiere den ganzen Satz, sonst ist’s irgendwie halbgar.

I was extracted, spanked, and hosed off, in that order. – Jeffrey Eugenides “Middlesex”. Ein Buch mit dem ich mich trotz mehrfacher Anlaeufe einfach nicht anfreunden kann.

I went to sleep listening to it, the same songs over and over, trying to figure out why Louis Armstrong was so moving, so funny, so good. – Sarah Vowell, „Take the Cannoli“ (Stories from the New World). Diese Autorin ist einfach umwerfend. Kaufbefehl. Für alle ihre Bücher. Und am besten als Hörbuch, obwohl ich sonst lieber selber lese, denn ihre Stimme ist der Hammer. Weswegen sie auch Violet in „The Incredibles“ sprechen durfte.

In dieser Grössenordnung, kalkulierte Tom, nahmen sich die Leute selten einen berufsmaessigen Steuerberater; andererseits verdienten sie so viel, dass man sie durchaus bezichtigen konnte, ihre Steuern falsch berechnet, sich um zwei- oder dreihundert Dollar geirrt zu haben. – Patricia Highsmith, „Der talentierte Mr. Ripley“. Ich liebe Highsmith und noch mehr ihren (Anti)Helden Tom Ripley. Die Bücher werden einmal pro Jahr verschlungen. Daran wird weder Alain Delon, noch Dennis Hopper, Matt Damon, John Malkovich oder jüngst Barry Pepper etwas ändern können.

And I called Jack Waskow, the photographer, to see if he was ready for me. – James Dickey, „Deliverance“. Was für ein Buch. Eines der wenigen, die mir gleichzeitig echte Angst einjagen und mich gleichzeitig zum schreiben inspirieren können. Der Autor spielt übrigens in der Verfilmung den Sheriff.