<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>e13.de</title>
	<atom:link href="http://e13.de/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://e13.de</link>
	<description>Dasselbe, nur anders.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jul 2010 16:43:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
	<atom:link rel='hub' href='http://e13.de/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>Kulinarische Mutproben</title>
		<link>http://e13.de/archives/1868</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1868#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 16:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Mutprobe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=1868</guid>
		<description><![CDATA[

Es gibt Dinge, die esse ich einfach nicht. Die k&#246;n [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1869" title="Schneckentweet" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Schneckentweet-450x276.png" alt="" width="450" height="276" /></p>
<p>Es gibt Dinge, die esse ich einfach nicht. Die k&#246;nnen noch so gesund sein, noch so in, noch so edel und teuer, noch so kulturell wertvoll, da schn&#252;rt es mir einfach die Kehle zu. Gekochter Karpfen, Schnecken, Austern, vietnamesische Knusperspinnen, Heuschrecken, 5-Minuten-Terrinen, Nieren, Kutteln, Hirn a.k.a. (Kalbs)bries, Zunge… you get the picture. Das geht einfach nicht. Bei Tintenfisch halte ich es mit Col. Potter: Ich esse nichts, was sich am Teller festh&#228;lt (Ankes <a href="http://www.ankegroener.de/?p=8838">Bericht</a> mitsamt Foto hat mir die Haare zu Berge stehen lassen). Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mezcal">Mezcal</a>-Raupe habe ich mit Todesverachtung hinuntergest&#252;rzt und war sehr dankbar f&#252;r den dazugeh&#246;rigen Schluck Tequila. Besagten Regenwurm habe ich im zarten Alter von etwa sieben Jahren anl&#228;&#223;lich einer Mutprobe gegessen und mich immerhin so lange nicht &#252;bergeben, bis meine Spielgef&#228;hrten au&#223;er Sichtweite waren. Der McRib fiel mir allerdings schneller wieder r&#252;ckw&#228;rts aus dem Gesicht.</p>
<p>Und Ihr so? Wo h&#246;rt’s bei Euch kulinarisch auf?</p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1868/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>B&#252;cherst&#246;ckchen, Sonderausgabe II: Gedruckt oder als Pixel?</title>
		<link>http://e13.de/archives/1859</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1859#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=1859</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin leses&#252;chtig. Ich liebe Buchstaben, kann mich a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin leses&#252;chtig. Ich liebe Buchstaben, kann mich an Worten berauschen, kann keinen Tag verbringen ohne zu lesen, werde nerv&#246;s, wenn ich kein Buch in der Tasche habe. Das war schon immer so. Wenn alle Stricke rei&#223;en, lese ich eben die Inhaltsangabe auf der Cornflakespackung, ich kann nicht anders. Ich kann Tage und Wochen zubringen, ohne einen Menschen zu sehen oder mit jemandem zu telefonieren, ohne da&#223; es mir auch nur auffallen w&#252;rde. Aber zu wissen, ich habe nichts zu lesen dabei – das treibt mir den Angstschwei&#223; auf die Stirn. Ich bin ein Lesejunkie. Die schlimmste Strafe als Kind war, wenn Mama das Leseverbot verh&#228;ngte. Falls ich jemals in den Knast kommen sollte, k&#228;me ich vermutlich problemlos und auf gef&#252;hlt halber Arschbacke &#252;ber ein zweifaches Lebensl&#228;nglich hinweg, so lange die Gef&#228;ngnisbibliothek ergiebig genug w&#228;re. Und ich liebe B&#252;cher. Eines der gefl&#252;gelten Worte meiner Kindheit war „B&#252;cher sind Freunde“, zum ersten Mal von meiner Mutter vernommen, als ich als sehr kleines Kind wutentbrannt ein Buch vom Tisch fegte (vermutlich weil es zu Ende war). „Und Freunde behandelt man mit Respekt.“ Ich bin nicht auf Facebook, aber ich habe ziemlich viele Freunde.</p>
<p>Das erste Buch, das ich auf dem Computer las, war Douglas Adams’ <em>The Hitchhikers Guide To The Galaxy</em>, ca. 1990. Es kam auf einer &#252;ber 30 DM teuren Floppy Disc. Ich hatte das Buch bis dato noch nicht gelesen und war insgesamt eher unterw&#228;ltigt, sowohl was das Leseerlebnis am Bildschirm, als auch was den Inhalt betraf. Ich konnte das Buch nicht in der Badewanne lesen, nicht im Bett, nicht im Bus, nicht am Strand, nicht in der Mittagspause. Es lag fest auf meinem Mac zuhause. ‘Was f&#252;r eine Schnapsidee’, dachte ich bei mir. Und das bei diesem Titel! Nie wieder e-Books, das war mal klar. Auch die Haptik des gedruckten Buches fehlte mir zu sehr. Ein e-Book, das war weder Fisch noch Fleisch.</p>
<p>Etwa zehn Jahre sp&#228;ter besa&#223; ich einen Palm Vx und war einer der vermutlich drei zahlenden Abonnenten von Stephen Kings <em>The Plant</em>. Ich las gerne Stephen King (kaum jemand schreibt farbenfroher &#252;ber Kindheiten), und er hatte dieses Shareware-Experiment gestartet: Er w&#252;rde in festgelegtem Rhythmus die Kapitel eines neuen Buches ver&#246;ffentlichen und zum kostenlosen Download anbieten, aber nur so lange es gen&#252;gend Leute gab, die freiwillig einen kleinen Obolus entrichteten. Nach vier oder f&#252;nf Folgen war klar: Niemand f&#252;hlte sich f&#252;rs Bezahlen zust&#228;ndig, aber Tausende hatten regelm&#228;&#223;ig die Kapitel heruntergeladen. Die Geschichte war auch wirklich gut, aber offenbar nicht soooo gut, da&#223; man daf&#252;r zwei Dollar bezahlen wollte. Das Leseerlebnis selbst war auf dem Palm nat&#252;rlich ebenfalls grottig. Der Bildschirm war winzig, die Aufl&#246;sung f&#246;rderte Kopfschmerzen, in die Badewanne habe ich mich damit auch nicht getraut (obwohl mir in den letzten 42 Jahren noch nie ein Buch ins Wasser gefallen ist!), aber wenigstens konnte man das Teil jetzt mitnehmen und unterwegs benutzen. Andererseits las ich einfach zu schnell, und die Kapitel waren zu kurz. Der Zwischenstand lautete: Gedrucktes Buch: 2, e-Books: Null. (Mit H&#246;rb&#252;chern kann ich mich einfach nicht anfreunden. Ich lese gern selbst.)</p>
<p>Auf dem iPhone lese ich seit &#252;ber zwei Jahren regelm&#228;&#223;ig meinen Feedreader leer und bl&#228;ttere in den mobilen Versionen der Websites von SpOn, FAZ, sz, FTD, Guardian, NYT u.a. Ich m&#246;chte das nicht mehr missen, immer unterwegs ein H&#228;ppchen lesen zu k&#246;nnen und gleichzeitig informiert zu sein. Obwohl die Lesebrille inzwischen nicht mehr optional ist… das iPhone ist einfach zu klein f&#252;r gesundes Lesen. Aber B&#252;cher? B&#252;cher gab es bislang nicht auf dem iPhone.</p>
<p>Jetzt habe ich ein iPad, und das kommt mit diversen M&#246;glichkeiten, richtige B&#252;cher in einem augenfreundlichen Format zu lesen. Zum einen gibt es den Apple iBook Store, mit kostenloser App. Das Leseerlebnis damit ist ziemlich gut, auch wenn es nicht an den des gedruckten Buches herankommt, aber auf jeden Fall das bislang beste, was ich an e-Readern gesehen habe. Leider gibt es kaum Titel dort drin (im US Store sind es ein paar mehr), was sich aber wahrscheinlich in absehbarer Zeit &#228;ndern wird.<br />
Dem gegen&#252;ber steht Amazons Kindle Store, mitsamt der kostenlosen App. Dort bekommt man im US Store allerdings fast jedes englischsprachige Buch. Einen deutschen Store gibt es noch nicht, soweit ich sehen konnte. Kommt sicher bald. Amazon ist bei einigen Titeln etwas teurer und das Leseerlebnis ist nicht so sch&#246;n wie mit der iBook App von Apple. Da ich jedoch in erster Linie auf den Inhalt achte, hat Amazons Angebot an e-Books bei mir noch die Nase vorn. Bei beiden gibt es &#252;brigens die Angebote des Projekts Gutenberg zum kostenlosen Download. Das sind ein paar Tausend Titel von Klassikern und obskuren Werken, f&#252;r die das Copyright abgelaufen ist und die sich nunmehr in der Public Domain befinden, wie z.B. Mark Twains Tom Sawyer und Huckleberry Finn oder die kompletten Werke von William Shakespeare. Man kann damit ausgezeichnet &#252;ber die Runden kommen und etwas f&#252;r Spa&#223; und Bildung tun, ohne ein Verm&#246;gen f&#252;r B&#252;cher loszuwerden.</p>
<p>Und sonst? Es gilt immer, die Vor- und Nachteile abzuw&#228;gen: Positiv vermerke ich, da&#223; ich nun eine ganze Bibliothek mit in den Urlaub nehmen kann, ohne mich kaputtzuschleppen. Ich erinnere mich an die hei&#223;en Tr&#228;nen vor jeder Urlaubsreise fr&#252;her, auf die ich jeweils nur ein Buch mitnehmen durfte – welches bei meinem Lesehunger und meiner Lesegschwindigkeit meist schon ausgelesen war, bevor das Flugzeug vom heimatlichen Boden abgehoben hatte. Die Entscheidungen immer! Als ob man w&#228;hlen mu&#223;te, welches seiner Kinder man am liebsten hat! Diese Zeiten sind gl&#252;cklicherweise endg&#252;ltig vorbei. Allerdings konnte mein Sitznachbar letzte Woche seine Zeitschrift noch bis zur Landung lesen, lange nachdem die „Bitte anschnallen, R&#252;ckenlehnen senkrecht stellen, Tischchen hochklappen und alle elektronischen Ger&#228;te ausschalten“-Durchsage gelaufen war. Und auch  am Strand oder in der Badewanne greife ich immer noch lieber auf das gedruckte Buch zur&#252;ck. Auch zum M&#252;cken klatschen eignet sich eine dicke Bestsellerschwarte besser, jedenfalls solange keine gerollte Zeitschrift zur Hand ist. Das iPad ist eine tolle Erg&#228;nzung, wird f&#252;r mich aber niemals ein Ersatz f&#252;r das gedruckte Buch werden.</p>
<script type="text/javascript">
var flattr_wp_ver = '0.9.11';
var flattr_uid = '3856';
var flattr_url = 'http://e13.de';
var flattr_lng = 'de_DE';
var flattr_cat = 'text';
var flattr_tag = 'blog,wordpress,rss,feed';
var flattr_btn = 'large';
var flattr_tle = 'e13.de';
var flattr_dsc = 'Dasselbe, nur anders.';
</script>
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js?v=0.2" type="text/javascript"></script> <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1859/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen</title>
		<link>http://e13.de/archives/1855</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1855#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 08:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Befindlichkeitsbloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=1855</guid>
		<description><![CDATA[

Meine Begleitung war erkrankt und ich sa&#223; auf eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1856" title="IMG_1051" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/IMG_1051.jpg" alt="Lacus Lemanus" width="480" height="360" /></p>
<p>Meine Begleitung war erkrankt und ich sa&#223; auf einer &#252;berz&#228;hligen Konzertkarte. Der Plan sah folgenderma&#223;en aus: Mit dem Auto ins Dorf zum 3 km entfernten Bahnhof fahren, es dort bis zur sp&#228;tabendlichen R&#252;ckkehr stehen zu lassen und mit dem Zug nach Montreux fahren, dort der Masse nachlaufen bis zur Konzerthalle, hoffentlich das &#252;berz&#228;hlige Ticket noch loszuwerden und abends dann alles wieder retour.</p>
<p>Der Plan scheiterte an einer unerwarteten Baustelle und dazugeh&#246;riger Stra&#223;ensperrung, die mich eine zehnmin&#252;tige Umleitung zum Bahnhof entlanglotste, durch mir unbekanntes Terrain. Ich kenne das Layout des Dorfs zwar inzwischen grob, aber nat&#252;rlich nicht die Nebenstra&#223;en und eventuelle Abk&#252;rzungen. Als ich auf dem Bahnhof auf den Parkplatz fuhr, sah in den Zug nach Montreux abfahren. Also fuhr ich in nicht besonders gesittetem Tempo zum n&#228;chsten Halt, um den Zug vielleicht dort noch zu erwischen. Die Seestra&#223;e war verstopf mit Feierabendfahrern, und ich sah zu meiner Linken den Zug gleichauf liegen. Das Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten wir uns bis Nyon, dann mu&#223;te ich mir eingestehen, da&#223; ich es nicht mehr schaffen w&#252;rde. Das Spielchen bis Lausanne zu wiederholen w&#228;re Quatsch gewesen, da ich um das noch zu schaffen auf die Autobahn h&#228;tte wechseln m&#252;ssen, was mich ebenfalls wertvolle Zeit gekostet h&#228;tte. Au&#223;erdem h&#228;tte ich in Lausanne binnen einer Minute den Bahnhof und einen passenden, legalen Parkplatz finden m&#252;ssen – eher unrealistisch. Der n&#228;chste Zug w&#228;re jedoch zu sp&#228;t gewesen um es noch rechtzeitig zu Konzertbeginn zu schaffen.<br />
Ich k&#246;nnte mich in den Allerwertesten bei&#223;en, hatte ich mich schlie&#223;lich nicht an meine &#252;bliche Maxime „wer nicht f&#252;nf Minuten vor dem vereinbarten Termin da ist, ist zu sp&#228;t“ gehalten, die mir als Kind einer Fliegerfamilie („geb. Lufthansa“) eigentlich in Fleisch und Blut &#252;bergegangen ist.</p>
<p>Na gut, dann eben n&#228;chstes Jahr.<em><br />
</em></p>
<p><em>Now playing: „You&#8217;ll know when you get there“ (Herbie Hancock)</em></p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1855/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Noch ein paar Worte zur Schulreform</title>
		<link>http://e13.de/archives/1845</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1845#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 07:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Momentaufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburgensien]]></category>
		<category><![CDATA[Schulreform]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/?p=1845</guid>
		<description><![CDATA[Das Volk hat gesprochen, die Schulreform in Hamburg ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Volk hat gesprochen, die Schulreform in Hamburg ist geplatzt. Ich f&#252;r meinen Teil bin sehr froh dar&#252;ber, aus verschiedenen Gr&#252;nden. Andere sprechen von Klassenkampf, noch wieder <a href="http://www.fixmbr.de/schulreform-in-hamburg-gescheitert/">andere</a> entbl&#246;den sich nicht zu behaupten, „der elit&#228;re Rassismus hat heute in Deutschland gesiegt” oder faseln von deutschem Blut. So viel hasserf&#252;llte Verblendung ist schwer zu ertragen, finde ich. Eine Elite ist per Definition eine kleine Minderheit. Wie eine kleine Minderheit eine deutliche Mehrheit bei einer Volksabstimmung  gewinnen kann? &#196;h, ja. Genau. Das geht nat&#252;rlich nicht, aber wozu mit Fakten verwirren? Die breite Mitte hat gegen die Schulreform gestimmt, anders w&#228;re eine Mehrheit nicht zustande gekommen.</p>
<p>Da&#223; es viele Nationen aber keine verschiedenen Rassen unter den Menschen gibt, sollte sich eigentlich inzwischen herumgesprochen haben. Aber mit Reizworten wird man wahrscheinlich seinen Frust besser los; auch ich bin nicht v&#246;llig frei davon und g&#246;nne mir gelegentlich meine polemischen f&#252;nf Minuten  im Provo-Modus (Stichwort: Primatenschultweet). Schwarz-Wei&#223;-Malerei geht ja so viel schneller und einfacher als ein differenziertes Bild in vielen Schattierungen zu zeichnen. Der Frust sitzt tief, teils sogar zurecht. </p>
<p>Allerdings auf beiden Seiten des Grabens, denn wer jetzt glaubt, die Bef&#252;rworter lie&#223;en die Champagnerkorken knallen, hat nicht richtig hingesehen. Niemand ist gl&#252;cklich mit dem Status Quo. Eine Reform des Schulsystems mu&#223; her, das ist klar. Ich bef&#252;rworte die Stadtteilschulen. Ich w&#228;re auch sehr f&#252;r das gemeinsame Lernen, allerdings bis zur 9. bzw. 10. Klasse und nicht nur bis zur siebten. Ich kann mir n&#228;mlich nicht vorstellen, da&#223; es die Sch&#252;ler weniger traumatisiert, mitten in der Pubert&#228;t, wenn sich der heranwachsende Mensch ohnehin permanent im k&#246;rperlichen und seelischen Ausnahmezustand befindet, aus ihrem Freundeskreis gerissen und sozusagen umgetopft zu werden.</p>
<p>Die Schulreform, so, wie sie zur Abstimmung stand, war nicht Fisch und nicht Fleisch. Es war ein fauler Kompromiss, bei dem niemand etwas gewonnen, der allerdings viel Geld f&#252;r Showeffekte verblasen h&#228;tte. Den Eltern die Mitbestimmung &#252;ber die Zukunft ihrer Kinder komplett zu verweigern und ausschlie&#223;lich den Lehrern an die Hand zu geben war nat&#252;rlich ein Schu&#223; in den eigenen Fu&#223;. Und es gibt keinerlei empirischen wissenschaftlichen Belege f&#252;r den Erfolg der Primarschule. Es gab und gibt vor allem keinerlei gesundes Finanzierungsmodell f&#252;r das Projekt, und das war der Hauptgrund daf&#252;r, da&#223; ich gegen diese Reform gestimmt habe. Es gab allerdings eine seitens des Senats mit 200.000 € finanzierte, nichtssagende Plakatkampagne, wobei sich offengestanden die Kampagnen aller Beteiligten v&#246;llig idiotisch fand: „Wir wollen lernen“ der Reformgegner (das gilt ja wohl f&#252;r alle) vs. „Geben wir unseren Kindern mehr mit als gute Worte &#8211; zum Beispiel guten Unterricht“ der B&#252;rgerschaft (ein Schlag ins Gesicht aller Lehrer und Schulen, die sich seit Jahren genau darum bem&#252;hen und denen meist zuerst die Mittel zusammengestrichen werden, wenn mal wieder „&#252;ber unsere Verh&#228;ltnisse“ gelebt wurde). Die LINKE schickte „ Deine Stimme f&#252;r meine Zukunft“ ins Rennen und die FDP forderte „besserer Unterricht f&#252;r alle Kinder“ – lauter austauschbare, nichtssagende Slogans. Die Plakatkampagnen waren auf allen Seiten einfach unterirdisch schlecht.</p>
<p>Dieses Projekt war nicht nur meiner Meinung nach offensichtlich integraler Bestandteil des Koalitionsvertrags zwischen Schwarz und Gr&#252;n. Die Gr&#252;nen schlucken die bittere Pille namens Kohlekraftwerk Moorburg, die Schwarzen segnen im Gegenzug das Lieblingsprojekt der Gr&#252;nen, die Schulreform ab. Die W&#228;hler beider Parteien sind nat&#252;rlich die Verlierer bei dieser Kungelei, aber hey, das ist Demokratie; trotz aller Macken immer noch das beste politische System das wir haben. Und dank des Demokratiewerkzeugs Volksabstimmung haben sich die W&#228;hler dann ja auch am Sonntag laut und deutlich ge&#228;u&#223;ert. Wie teuer dem Senat die Kinder in Hamburg sind, hat er ja gerade erst mit der saftigen Erh&#246;hung der KiTa Geb&#252;hren um 100€ demonstriert. Nicht wenige Eltern werden auch aus Unmut &#252;ber diese Erh&#246;hung gegen die Schulreform gestimmt haben.</p>
<p>Ein meiner Ansicht nach sehr trauriger Fakt ist, da&#223; viele Betroffene (ca. 15% aller Hamburger, &#252;ber 200.000 Menschen) gestern leider nicht mit abstimmen durften, weil sie keine deutsche Staatsb&#252;rgerschaft besitzen.  Nat&#252;rlich ist nicht gesagt, da&#223; das Abstimmungsergebnis sehr viel anders verlaufen w&#228;re (ich  f&#252;r meinen Teil glaube es nicht), aber ges&#252;nder w&#228;re es schon f&#252;r die Demokratie, wenn Menschen, die in unserem Land Steuern zahlen, arbeiten und wohnen und ihre Kinder auf unsere Schulen schicken auch ihre Stimme in Wahlen und Volksentscheiden abgeben d&#252;rften. Es ist n&#228;mlich auch ihr Land. Wir sind gl&#252;cklicherweise inzwischen ein Einwanderungsland, ob es den Neocons und Ewiggestrigen nun passt oder nicht.</p>
<script type="text/javascript">
var flattr_wp_ver = '0.9.11';
var flattr_uid = '3856';
var flattr_url = 'http://e13.de';
var flattr_lng = 'de_DE';
var flattr_cat = 'text';
var flattr_tag = 'blog,wordpress,rss,feed';
var flattr_btn = 'large';
var flattr_tle = 'e13.de';
var flattr_dsc = 'Dasselbe, nur anders.';
</script>
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js?v=0.2" type="text/javascript"></script> <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1845/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Keine Ahnung!</title>
		<link>http://e13.de/archives/1843</link>
		<comments>http://e13.de/archives/1843#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 08:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kiki</dc:creator>
				<category><![CDATA[Befindlichkeitsbloggen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://e13.de/archives/1843</guid>
		<description><![CDATA[

Lieber @timosen, Du hast recht. Es gibt leider viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/75020478-62C5-4F87-8A2F-F2F37E72840Eiphone_photo.jpg"><img style="margin: 5px;" src="http://e13.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/75020478-62C5-4F87-8A2F-F2F37E72840Eiphone_photo.jpg" border="0" alt="" width="480"/></a></p>
<p>Lieber @timosen, Du hast recht. Es gibt leider viel zu viele Anl&#228;sse, bei denen Spenden und Hilfe dringend n&#246;tig sind bzw. ist. Sauberes Trinkwasser f&#252;r einen Gro&#223;teil der Welt ist einer davon. Ein weiterer w&#228;re Schulbildung f&#252;r Kinder in L&#228;ndern der Dritten Welt. Unterst&#252;tzung f&#252;r Menschen, die politisch verfolgt oder aufgrund ihrer Rasse oder sexuellen Orientierung mit dem Tode bedroht werden. Erdbebenopfer in Haiti. Flutopfer in Polen. Obdachlose Drogens&#252;chtige. Abmahnopfer aus Bloggershausen. Versuchskaninchen aus Pharma- oder Kosmetiklabors. Landminenopfer. Orang-Utangs. Man kann leider kaum einen Meter gehen, ohne einen Grund zu finden, f&#252;r den sich Engagement und Spendensammeln lohnt. Amnesty, Rotes Kreuz, Sternenbr&#252;cke, Hinz und Kunst, Brot f&#252;r die Welt, Live Aid, Oxfam, Hamburg-Leuchtfeuer, Viva con Agua, SOS Kinderd&#246;rfer, WWF — die Liste ist grauenhaft lang, fast endlos.</p>
<p>Warum habe ich mich also entschlossen, <a href="http://e13.de/archives/1785">meine flattr-Einnahmen einer einzelnen Familie zu spenden</a>, der gerade das Dach &#252;ber dem Kopf abgebrannt ist und die knapp mit dem Leben davongekommen ist? Einer Familie, die ich genauso wenig pers&#246;nlich kenne wie ein Kriegswaisenkind aus Ruanda? Einer Familie aus einem erste Welt Land, mit (noch) halbwegs funktionierendem Sozialstaat, zumindest im Vergleich zu anderen L&#228;ndern? Einer Familie, bei der beide Elternteile einen Job haben und Geld verdienen, soweit ich das mitbekommen habe? Und die mir nicht einmal eine Spendenbescheinigung f&#252;rs Finanzamt ausstellen kann? Mein Steuerberater kotzt eh schon im Strahl mit diesem flattr-Kram, nun spende ich diese dubiosen Betr&#228;ge auch noch, wo nicht einmal klar ist, ob das Spenden oder Einnahmen f&#252;r mich sind? Argh!</p>
<p>Ich spende seit Beginn der 90er regelm&#228;&#223;ig f&#252;r die <a href="http://surfrider.org/">Surfrider Foundation</a> und die <a href="http://www.eff.org">Electronic Frontier Foundation</a> (EFF), bei denen ich seit damals auch jeweils Mitglied bin. Auch diese Spenden sind f&#252;r mich &#252;brigens nicht steuerlich absetzbar, da in den USA ans&#228;ssig. Sauberes Wasser, saubere Str&#228;nde und Ozeane liegen mir als Surfer am Herzen, ja. Sauberes Trinkwasser nat&#252;rlich auch, genau wie die meisten anderen der eingangs erw&#228;hnten Themen. Ich spende nicht an Vereinigungen mit gigantischem Verwaltungswasserkopf oder mit religi&#246;sem Hintergrund, egal welchem. Ich spende nicht f&#252;r Themen, die aus aktuellem Anlass gerade in aller Munde sind, warum, das habe ich <a href="http://e13.de/archives/226">hier im Blog</a> schon einmal erw&#228;hnt. Dieser Fall ist zwar aktuell, aber nicht gerade in aller Munde, jedenfalls habe ich noch keinen Tagesschau-Brennpunkt dazu gesehen, no pun intended. („Weltber&#252;hmt in Klein Bloggersdorf“ z&#228;hlt nicht.) Warum spende ich also f&#252;r diese Familie?</p>
<p>Ich habe ehrlich keine Ahnung. Ich kann nicht einmal die vielbeschworene Bloggersolidarit&#228;t ins Feld f&#252;hren, denn ich habe keines der Blogs dieser Familie je vorher gelesen. Ich lese sie auch jetzt noch nicht, da sie mich thematisch nicht so interessieren, sorry. Ich hatte einfach das Gef&#252;hl, ich mu&#223; hier etwas tun, sofort, und sei es nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Und das war und ist mir Grund genug.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, und deshalb halte ich dazu jetzt einfach die Klappe.</p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://e13.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://e13.de/archives/1843/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
