16.07.17

sous les pavés la plage

8

Das Gefühl, keine Zeit mehr zu verlieren zu haben. Mehr, viel mehr erschaffen zu müssen und dafür zuerst alles zerstören zu müssen, Platz zu schaffen für das Neue, das Eigentliche. Genervt zu sein von den völlig überhöhten eigenen Ansprüchen und sie dennoch nicht zurückschrauben können. Zu wissen, es wird niemals genug sein. Das Schwarz zeichnen zu wollen und doch immer wieder feige nach der rettenden Farbe zu greifen. Die Achterbahnfahrt der Emotionen beim Betrachten großer Werke zu erfahren, die so inspirierend und beflügelnd anzusehen sind und gleichzeitig die eigenen Grenzen so eiskalt und höhnisch aufzeigen. Zu wissen, dass die meisten Maler exakt dasselbe gedacht haben und darüber nicht selten wahnsinnig geworden sind. Das nicht tröstlich zu finden. Zu wissen, dass ich trotzdem verdammt gut bin. Auch das nicht tröstlich zu finden. Nicht mehr darüber nachdenken zu wollen, wer hier alles mitliest. Das tote Macbook als Metapher sehen. Hin- und hergerissen sein zwischen dem innigen Wunsch, alle Social Media Kanäle endgültig zu kappen und dem Bewusstsein, nicht auf sie verzichten zu können. Den Stecker nicht nur ziehen zu wollen, sondern am besten das verdammte Kabel aus der Wand reißen, den Rechner aus dem Fenster werfen, gehen, ohne sich noch einmal umzudrehen.

Vom Meer träumen.

Wissen: Ich werde längst dort sein, wenn ich endlich ankomme.

Der e13-Newsletter
Etwa vier- bis sechsmal im Jahr Neues von mir und meiner Arbeit. Außerdem interessante Links und Themen aus Illustration, Design und Kunst. Kein Spam, jemals. Versprochen.