Draußen spielen

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Tag 208 von 366 – Der Tag beginnt mit dem, was man früher™ als Dauerlauf bezeichnet hat, später als Joggen und heute Running nennt. Etwas, das mir gerade im Regen einen perversen Spaß macht. Man ist ziemlich alleine unterwegs und anschließend ist die heiße Dusche doppelt toll. Im Stadtpark waren auch nur ein paar lustlose Hunde mit ihren noch lustloseren Besitzern. Anschließend Porridge mit frischen Erdbeeren und einem Eimer Assam und dann ab an den Zeichentisch.

Gegen Mittag klarte es etwas auf, also, der Regen wurde etwas leichter, und ich fuhr zur besten Freundin von allen. Auf dem Rückweg fing es dann an zu hageln, Dank des neuen Regenponchos blieb ich halbwegs trocken. Ich war erst etwas unsicher, ob der nicht zu schwer und zu dunkel und zu sehr „Zelt“ mit entsprechendem cw-Wert sei, aber die gewachste Baumwolle, die ich ja schon an meiner normalen Regenjacke schätze, ist bei einem Fahrradponcho doppelt sinnvoll, denn sie flattert nicht herum wie die Neonplastiküten und sorgt dafür, dass man flächendeckend nass wird, sondern fällt gut herunter und bleibt auch so. Man schwitzt auch nicht so sehr wie bei den anderen. Und ja, er hat keine Neonfarbe, aber Reflektoren. Was die fahrende Schrankwand angeht … nun, wer auf einem Hollandrad unterwegs ist, dem ist das eh egal. In der Muße liegt die Kraft. Ich hoffe allerdings, dass solche Regenfahrten die Ausnahme bleiben, denn meine Waden wurden nass und sonst müsste ich mir am Ende noch ein Paar längere Gamaschen zulegen, und damit käme ich mir dann in der Stadt schon etwas waldschratig vor. Die Leute gucken eh schon kariert, weil die Kombi großer Hut, Poncho und Hollandrad doch recht auffällig ist – was mich auf dem Rad allerdings nicht weiter stört, da soll man mich ja bitte ruhig sehen, besonders die Autofahrer. Lass sie gucken.

Jetzt wird noch etwas weiter gezeichnet und am #Bärenkochbuch geschrieben und dann geht’s früh ins Bett. Alles in Allem ein unspektakulärer, erholsamer Sonntag. Schön.