Druck

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Tag 282 von 366 – Gemalt, auf den neuen Drucker gewartet und ihn bei Ankunft direkt installiert. Okay, letzteres war jetzt im Gegensatz zu früher™ keine tagesfüllende Tätigkeit, das beschränkte sich auf auspacken, einstöpseln, anschalten, in den Systemeinstellungen auf „Drucker & Scanner“ klicken und den dort bereits aufgeführten Drucker finden, auswählen und einen Testdruck absetzen. Es halt echt länger gedauert, die Verpackungsmaterialien zu trennen und den Karton zum Altpapiercontainer zu tragen. Und dann hab’ ich schon mal alle Lieferscheine für die Bärlenderbestellungen ausgedruckt und alle DHL-Versandlabel und alles sortiert ordentlich auf Stapel gelegt, damit ich loslegen kann, wenn die Lieferung von der Druckerei kommt, was hoffentlich spätestens Anfang nächster Woche der Fall sein wird, so die Göttin Corona es will (ich hab’ noch nicht das übliche Dutzend Vorwarn-Mails von UPS bekommen, das in aller Regel einen bis zwei Tage vor Ankunft der Pakete hier eintrudelt).

Das Headerfoto heute zeigt mal wieder die Bäume jenseits der Gleise und wurde aus dem Badezimmerfenster heraus aufgenommen. 🙂

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Vor meinem Fenster prügeln sich lautstark zwei Rabenkrähen im Baum (sind das Rabenkrähen? Diese schwarzen, großen, den letzten Nerv raubenden Viecher, die jeden Müllsack aufpicken und einfach nur furchtbar laut und unordentlich sind?). Das geht den ganzen, langen Tag so, von früh um acht bis abends um sieben. Wirste bekloppt von.

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Eddie van Halen ist mit nur 65 Jahren gestorben und ach Menno, dieses Jahr kann echt in die Tonne. Und nein, er war kein Gitarrenheld für mich, ich habe nie versucht, so zu spielen wie er, aber wohl kein/e GitarristIn meines Alters wird nicht mit offenem Mund seine Künste bestaunt haben. Eddie van Halen spielte die aberwitzigsten Soli, aber er war v.A. ein erstklassiger Rhythmusgitarrist und er hatte einen so relaxten Swing in seinem Spiel und in seiner Ausstrahlung, die war – im Gegensatz zum tapping – halt nicht mal eben so von den drölf Schrillionen copycats zu imitieren.

Meine drei liebsten Van Halen Songs sind Right Now, Drop Dead Legs und das neulich an dieser Stelle schon verlinkte Fire In The Hole. Lustigerweise alle drei mit verschiedenen Sängern. Die Konstante bei den Dreien ist Eddies leichtes, verspieltes, aber perfektes Spiel, im Verbund mit dem knackigen Schlagzeugsound seines Bruders Alex van Halen. Van Halen, das war immer die personifizierte Spielfreude.

Krebs ist ein Arschloch.

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Lieblinks:

How did cartoonist Scott Adams go from Dilbert to MAGA and what does the Cold War have to do with it? – Gute Frage, die der Artikel leider nicht wirklich beantwortet, oder wenn, dann mit „er war schon immer ein verlogener, opportunistischer Schwachmacht mit einem Sinn für sinnlose Pointen, die prätentiöse Wahrheiten vorspiegeln sollen“. Kurz: Der Kaiser ging schon immer nackt.

Ich hab’ The Dilbert Principle damals gelesen, aber fand es einfach völlig uninteressant, oder, treffender gesagt, es roch verlogen. Es gab sicherlich den einen oder anderen lustigen Streifen, aber ganz generell waren mir die Protagonisten unsympathisch, auch inhaltlich hatte ich keine Anknüpfungspunkte, da ich nicht in IT oder der cubicle Hölle eines US-Großraumbüros arbeitete. Vielleicht bin ich auch nur die falsche Sorte Nerd. (Andererseits kann ich mich über die deutlich schlechter gezeichneten, aber inhaltlich schwergewichtigeren Streifen von XKCD total beömmeln, selbst wenn wahrscheinlich ein gutes Drittel der Code-Referenzen inhaltlich über meinen Kopf hinwegfliegt). Der Autor gab mir jedoch nie das Gefühl, ernsthafte Probleme mit idiotischen Büroanordnungen oder bescheuerten Chefs zu haben. Da kam nie wirklich das Anarchogefühl auf, das anderen ZeichnerInnen, KünstlerInnen, AutorInnen vor und auch nach ihm vermittelt haben, ich nenne das immer „den M*A*S*H Spirit“. Unterschwellig dachte ich immer, Dilbert bzw. der Autor sei grundsätzlich ein Frank Burns, kein Hawkeye, Trapper oder auch nur Radar. Dass der Autor und Zeichner so stramm rechtsaußen läuft, das habe ich erst vor kurzer Zeit erfahren, es wundert mich allerdings auch kein Bisschen.

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Fotos von noch bewohnter, brutalistischer Sowjetarchitektur.

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The island that humans can’t conquer. Mit der schönen Beobachtung “We’re great at building wondrous things. […] We’re terrible at tearing them down and cleaning them up.” No shit, Sherlock.