Ein kleiner Rant über Digitales Malen

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Tag 183 von 366 – der erste Julitag. Gemalt, geschrieben, gefilmt. Das halbe Jahr ist um (bzw. noch nicht ganz, erst in drei Tagen, aber pi mal Daumen) und einerseits denke ich ‚erst?!‘, andererseits sind Mai und Juni nur so vorbeigerast. Das ist ganz merkwürdig, mein Zeitempfinden ist noch verbogener als in normalen Jahren schon. Wobei … was sind schon normale Jahre? Gab’s die je?

Gestern noch rasch die Spülmaschine repariert, die plötzlich blinkte und nicht mehr wollte; da fühlt man sich ja gleich wie WonderWoman, ging aber ganz einfach. Googeln und machen.

Und dann hab’ ich ein neues Video hochgeladen, ein kurzer Rant übers Digitale Malen:

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Ja, das ist ernst gemeint, total, bierernst. Natürlich.

(Nein, natürlich nicht.) Ich könnte ebenso einen Rant in die Gegenrichtung drehen, denn natürlich hat auch traditionelles Malen seine Schattenseiten und digitale Werkzeuge können einem da noch den Hintern retten … man stelle sich nur ein Szenario vor, in dem die Tusche übers Papier kippt, über die fertige Zeichnung … wenn man die nach jedem Arbeitsschritt eingescannt hat, hat man noch viele Optionen. Das gab’s früher™ nicht. Früher war also nicht alles besser sondern einfach nur früher. Ich bin sehr dankbar für die digitalen Werkzeuge und nutze sie täglich. Und mein Gemecker ist auch kein „saure Trauben“-Geläster; ich kann’s durchaus (das Bild oben habe ich z.B. komplett digital im Photoshop gemalt, nicht einmal auf Papier vorgezeichnet und eingescannt). Nichtsdestotrotz schlägt mein Herz definitiv für die traditionellen, analogen Arbeitsprozesse alter Schule, denn ein echter Pinsel, Bleistift, Marker fühlt sich einfach völlig anders an als das blöde Plastikteil mit der durch Software simulierten Werkzeugspitze.

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Lieblinks:

Diese Anekdote über Carl Reiner hat heute mein Herz erwärmt.
Ich habe Carl Reiner hauptsächlich als Saul in Erinnerung, einer der 11 Schlingel aus dem wunderbaren 2001 Remake von Ocean’s Eleven. Und dann noch in einer Nebenrolle in Dead Men Don’t Wear Plaid, dem Steve Martin Vehikel, bei dem Reiner auch Regie geführt hat. Mit seinem besten Freund Mel Brooks und seinen Werken bin ich hingegen nie so recht warm geworden. Ansonsten kenne ich Carl Reiner als Vater von Rob Reiner, der wiederum Regie bei When Harry Met Sally, Stand By Me, The Princess Bride, A Few Good Men u.v.m. führte. Ich denke, ich werde heute mal wieder den Steve Martin Klassiker in den Player werfen.

The One Route Ghost Airline Between Egypt & Israel Air Sinai.