Fotogedanken

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Tag 36 von 366 – Wettertechnisch war das heute ein traumhafter Wintertag, strahlend blauer Himmel, eiskalt, Sonne, so muss das, so gefällt mir das.

Ich schaue die SD-Karte mit den Aufnahmen aus der Schweiz durch und finde ein Foto des Mondes, das mir gefällt. Gar nicht mal, weil es so gut geworden oder so originell ist, ist es nicht, aber weil ich gerade staune, was meine kleine Feld,-Wald- und Wiesenkamera mit dem (zugegebenermaßen deutlich professionellerem, wenngleich 14 Jahre alten) Objektiv darauf so kann. Sie sieht ein bisschen lächerlich aus, die recht winzige M50 an dem dicken 70-200 ƒ4.0/L IS USM, wie eine Streichholzschachtel, auf die jemand einen Elefanten geschnallt hat, aber diese Zusammenstellung hat trotzdem ihre Vorteile. Da das Objektiv nur mit einem Adapter an die Kamera passt, und ich hier nicht den normalen Adapter, sondern einen sogenannten „Speedbooster“ nutze, der mir, etwas vereinfacht gesagt, eine Blende mehr schenkt, kann ich bis auf ƒ/2.8 runtergehen (natürlich nicht für den Nachtmond). Das ist dann schon wieder recht interessant, jedenfalls, wenn man on a budget fotografiert und filmt und nicht den Gegenwert eines Kleinwagens in Kamerahardware investieren kann oder will. Die Vignettierung ist recht stark für meinen Geschmack (s.o.), aber nichts, was man nicht irgendwie in den Griff bekäme, sei es durch Bildkomposition oder aber Photoshop bzw. Lightroom oder Premiere.

Die Lieblingskundin wohnt in der Schweiz sehr ländlich, man könnte sagen: Links ein Weinberg, rechts ein Weinberg, vorm Haus ein See, die Lichtverschmutzung ist lächerlich gering. Die Sterne stehen klar und zum Pflücken nah überm Haus. Wenn ich im Frühling wieder vor Ort bin, werde ich mich mal ein wenig mit Timelapse- und Astrofotografie beschäftigen.

Ansonsten habe ich gerade wieder Lust, digital zu malen, das kleine Wacomtablet ist wirklich klasse. Und natürlich arbeite ich weiter am #Bärenkochbuch. Die Idee fürs nächste YouTube Video steht auch schon.