Freitag

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Tag 136 von 166 – Kaum war mein gestriger Rant zum Hipsterkaffeekult online, schon veröffentlichter der New Yorker Vorzeigehipster Babish sein Rezept für passenden Kuchen zum Kaffee: Coffee Cake. Ich hab’s ja nicht so mit Süßigkeiten und Kuchen, aber der sieht wirklich lecker aus und wird hier demnächst mal gebacken.

Es mehren sich wohl die Anzeichen, dass Covid-19 nicht nur Airborne ist, sondern durch Aerosole übertragen wird. Die SZ hat mehr dazu. Fazit: Ich muss wohl doch mehr raus, an die frische Luft und in die Sonne. Hatte ich eh vor, nur könnte es gerne noch wärmer werden, die Eisheiligen sind aber gerade in full swing und ich bibbere vor mich hin.

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Ansonsten: Zeichnen, zeichnen, zeichnen.

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Lieblinks:

Im Guardian erzählen Promis von ihren eindrücklichsten Kinobesuchen. Film auf der großen Leinwand, in einem dunklen Raum – oder unter freiem Himmel – und mit vielen anderen Menschen zusammen, das ist etwas Besonderes. Erst dort entfaltet ein wahrer Film seinen Zauber (und ja, ich stehe da mehr so auf Seiten Martin Scorseses, was echte Filme angeht).

Can you imagine being on a rollercoaster ride on your own? The majority of the experience is that you are with other people and are thrilled together. That’s what makes it exciting. There is nothing better than witnessing a story with other people. It is a collective thing and a confirmative of humanity. I am just desperate that people do go back to cinemas. It’s too painful. I don’t want this to ever die – and I am definitely not alone. – Steve McQueen

Steve McQueen (nein, nicht der, der andere) bringt es auf den Punkt. Ich glaube, von allen Dingen, die ich nach Corona am meisten vermissen werde, ist das Kino das Größte. Ich gehe nicht davon aus, dass die Kinos diese Krise überleben werden. Und ich bin definitiv Teil des Problems, denn ich war in den letzten Jahren nicht mehr oft im Kino. Zu wenig interessante Filme, zu teuer, zu viel Gesocks mit Handydisplays und vor Allem: Mit diesem ekligen Taco-Käse-Rotz, der einen Kinobesuch in olfaktorischer Sicht etwa so attraktiv macht wie zwei Stunden in einer Douglas-Filiale oder auf dem Klo des Hamburger Hauptbahnhofs.
Warum sollte man sich das antun, wenn die Fernseher zuhause immer größer werden, Küche und Bad nur einen Knopfdruck auf „Pause“ entfernt liegen und Streaming immer billiger wird?

Und doch: selbst die dämlichsten Filme, die unter „reicht auch noch im Fernsehen“ oder, cineastisches Todesurteil, „reicht auch noch im Flugzeug“ fallen, gewinnen zumindest ein paar Punkte, wenn man sie auf der großen Leinwand, gemeinsam mit anderen anschaut. Ich will nicht, dass das verloren geht.

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Passend dazu: Eine schöne Website rund um Stanley Kubrick und sein Werk.