Gute Kunst machen

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Tag 51 von 366 – Ein neues Skizzenbuch für die nächsten 30 Tage Bärenabo angefangen, eines im Landscape Format, also „Breitwand“. Das Papier verhält sich völlig anders als das, welches ich für die vergangenen 30 Tage genutzt habe, die Tusche trocknet sehr viel schneller und es hat nicht so viel „Zahn“, ist glatter, wenn auch nicht wirklich HOT. Das bedeutet, ich muss mit weniger Wasser arbeiten, damit es sich nicht wellt und die granulierenden Farben, allen voran das Cerulean Chromium Blue von Daniel Smith, das ich gern für den Himmel verwende, wirken anders. Hm. Aber ich hab’ mir noch zwei bestellt (Affiliate Link; wer darüber erstmals bei Jackson’s bestellt, bekommt 10% Rabatt und ich bekomme eine kleine Provision, Eure Bestellung wird dadurch nicht teurer).

Mein Buffer an Bärenabobildern ist leer, ich male die nächste Woche vor, das passt ganz gut, da ich auch die nächste Storyline beginne. Ich glaube, es wird ziemlich lustig und die Rasselbande hat ein abenteuerliches Jahr vor sich. (Ich kann es kaum erwarten, dass Claude endlich wiederkommt, aber der Mai ist noch weit.)

Ich plane das Video für die Bewerbung des #Bärenkochbuchs, an dem ich gerade sitze. Erstmals mache ich mir eine Shot List, also eine Liste mit den geplanten Kameraeinstellungen, dazu ein kleines Storyboard im Thumbnailformat, was ich alles und wie ich mich dabei in Aktion filmen will. Auch die Musik suche ich schon einmal raus und lege eine Liste mit passenden Stücken und Stimmungen an. Letzteres geht gut im Backend des Dienstes, den ich dafür abonniert habe, Epidemic Sound (Affiliate Link). Das ist ein Service, der sehr gute und vielfältige Musik und Soundeffekte anbietet, die man dann in seinen Videos nutzen kann, ohne, dass YouTube einem da Werbung draufknallt oder man Stress mit Urheberrechtsansprüchen bekommt. Der Preis ist okay (13€/Monat), die Anwendung ist unkompliziert und das schwedische Team ist klein und supernett im Support. (Die Firma sitzt in Stockholm, das finde ich auch nett. Team Europe.)

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Die Ereignisse in Hanau sind in meine Twittertimeline geschwappt, ich weiß nichts dazu zu sagen, was andere nicht schon gesagt hätten, aber vor Allem: Was irgend etwas ändern würde, was weitere Anschläge verhindern würde, was irgend einen Rechtsextremen zum Umdenken bewegen würde, was das Geschehene ungeschehen machen würde. Ich habe keine Lösung. Ich hab’ da auch keine Energie mehr für übrig, ich muss ein #Bärenkochbuch fertigstellen.

I’m serious. Husband runs off with a politician? Make good art. Leg crushed and then eaten by mutated boa constrictor? Make good art. IRS on your trail? Make good art. Cat exploded? Make good art. Somebody on the Internet thinks what you do is stupid or evil or it’s all been done before? Make good art. […] Do what only you do best. Make good art. Make it on the bad days. Make it on the good days too.

Neil Gaiman, Commencement Speech at the University of the Arts 2012

Ob der Bär Kunst ist, gar gute, das mögen andere beurteilen. Aber er gibt mir Halt.