Nee, Moment, ich komm‘ noch mal rein.

Der gestrige Artikel „Fahrradfahrer runter vom Gehweg“ war ein Überbleibsel aus dem letzten Jahr, ein Artikel, der im Frühjahr angefangen wurde, lange herumlag, dann rasch und relativ lustlos beendet und, „weil man ja langsam mal wieder was bloggen könnte“, online gestellt wurde. Selbst die Illu dazu war auch nur meh. Alles in allem also eine fatale Verkettung von Fehlentscheidungen und ich habe den Beitrag konsequenterweise wieder offline gestellt.

Ich bitte also meine regelmäßigen LeserInnen dafür um Verzeihung, das neue Jahr im Blog mit einem negativen Rant begonnen zu haben, das war doof, nachlässig und denkfaul von mir. Ich kann es mit einer dicken Erkältung, damit einhergehendm dicken Kopf und dramatischer Bindehautentzündung erklären („Mama, guck mal, ein Vampir!“), aber das ist natürlich keine passable Entschuldigung. Ich möchte mehr positives Zeug bloggen, denn ich habe das Gefühl, das werden wir alle sehr dringend brauchen (und außerdem tut es mir gut). Ihr sollt grundsätzlich gern hier hereinschauen und Euch an den Inhalten erfreuen. Und auch, wenn es natürlich gelegentlich einen kleinen Rant geben wird – etwas Chili im Eintopf hat noch nie geschadet – so soll er unterhaltsam sein und nicht nur negativ.

Außerdem habe ich den halben Tag mit der Moderation von Kommentaren zugebracht, was sehr zeitraubend war. Normalerweise muss ich nicht viel moderieren, aber wer hier erstmals kommentiert, muss halt einmalig durch die Moderationsschleife. Und das Thema Radfahren bringt offenbar genügend Gemüter genügend in Wallung, sich zum Kommentieren bemüßigt zu fühlen. Wobei eine Unterhaltung dann meist gar nicht gewünscht wird, nur ein sich-in-die-Kommentarspalte-erbrechen. Eine Antwort wird weder erwartet noch gelesen oder gar beantwortet. Das aber wiederum hat nichts mit der Art von Kommentarkultur zu tun, die mir so vorschwebt. Ich möchte die Kommentare noch nicht grönern™, also ganz abschaffen, aber spiele immer öfter mit dem Gedanken und behalte mir das für bestimmte Themen auch vor.

Oder anders gesagt: Ich will in meinem Leuchtturm mit Tinte meine Welt ändern.