Tag 6 von 366

Liebes Tagebuch, heute habe ich den halben Tag mit dem Vergleich der Features und Preise und Rezensionen diverser Onlinekursplattformen verbracht, denn wenn ich im Sommer meinen Kurs veröffentlichen will, dann brauche ich einen entsprechenden Partner. Bislang setzen sich zwei ernsthafte Kandidaten vom Feld ab, aber preislich … puh. Das braucht wohl noch etwas mehr Recherche.

Ansonsten habe ich weiter die Gespenstergeschichte skizziert. Ich bin unsicher, ob ich die einfach so in Skizzenform raushauen oder nicht doch mal langsam auf ein gescheites Format und eine hübschere und sinnvollere Technik umsteigen sollte. Aktuell ist es ein Skizzenbuch mit nicht wirklich super Papier und Bleistift und wasserlöslichem Graphitstift, was da zum Einsatz kommt. Ich würde gern einen Comic draus machen und zwar mit Tusche und vielleicht Sepiatinte. Oder digital? Aber digital ist aktuell schwierig, denn mein Grafiktablett bräuchte einen neuen Treiber, der mit dem neuen Mac OSX Catalina klarkommt, was die Firma aber leider nicht auf die Kette kriegt, weshalb ich aktuell kein Grafiktablett habe, das befriedigend funktioniert. Ich hätte vorletztes Jahr doch ein Wacom nehmen sollen, aber den vierfachen Preis zu zahlen für etwas, das ich ohnehin nur noch selten und wenn, dann ungern nutze? Ich weiß ja nicht. Andererseits hat mein erstes Wacom Intuos fast 20 Jahre gehalten und selbst das dusselige Bamboo der ersten Generation hielt sechs oder sieben Jahre durch. Schwierig.

Außerdem will ich die Gespenstergeschichte von Instagram ins Blog holen, aber sie ist auf Englisch, wie übrigens die meisten meiner Geschichten ab nun auf Englisch sein werden, vom Bärenabo mal abgesehen – das es aber auch auf Englisch gibt. Vielleicht starte ich ein brandneues Zweitblog? Der Relaunch dieser Seite hier ist eigentlich auch wieder fällig. WordPress wird immer irrer in Umfang und Benutzerunfreundlichkeit, ich gucke mir gerade sehr genau Squarespace als Alternative an, jedenfalls für alles außer dem Artstore. Ich habe einfach ü-ber-haupt keine Lust und Energie mehr in Webdesign zu versenken, das ist ein so totes Pferd, das riecht nicht mal mehr streng, das ist quasi schon skelettiert.

Die Erkältung nervt, besonders der Husten. Ich habe seit dem 28. nicht mehr durchgeschlafen und bin extrem unleidlich, was ich immer daran sehe, dass ich auf Twitter einfach gar keinen mehr ertrage. Alles Idioten! Wenn man in Gedanken erst einmal da angekommen ist, ist man natürlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit selbst der Idiot, aber die politisch korrekten Genderspackos und andere Berufsopfer bzw. -klageweiber, die ich ansonsten gütig lächelnd geistig ausblenden oder zumindest stummschalten kann, möchte ich am liebsten mit dem Flammenwerfer entfernen und dann ist es wohl an der Zeit, dem Laden mal für eine Weile den Rücken zu kehren und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. [Hier Bild von Majestix, dem Gallierhäuptling vorstellen, der auf seinem heruntergefallenen Schild liegt, mit den Fingern trommelt und „ich bin so müde …“ seufzt.]

Das Bärenkochbuch simmert auf kleinster Flamme vor sich hin, ich bin mir immer noch unschlüssig, wie ich es illustrieren will und da ich zur Zeit erkältungsbedingt eh nix schmecken kann, ist auch die Leidenschaft für die Rezepte recht schaumgebremst. Vielleicht ziehe ich die Gespenstergeschichte doch vor und schiebe den Bären in den Herbst? Aber schaffe ich überhaupt zwei Bücher, plus Bärlender, in einem Jahr? Herrje, heute ist der 6.1. und obwohl ich gerade sehr erholsame Tage hinter mir habe, bin ich schon wieder reif für die Insel. Das geht so nicht. Das geht so ganz und gar nicht.