Tag 75 von 366 – Hyperventilieren und um Hilfe bitten.

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Tag 75 von 366 – Was für mich so schwer zu verstehen ist: Wie dumm Menschen sind. Also, nicht alle, klar, aber ich hätte vor dreißig, vierzig Jahren eigentlich eher gedacht, dass wir im Jahre 2020 im Alltag über fliegende Autos, Hoverboards oder übers Beamen reden würden und nicht erwachsenen Menschen ausführlich erklären müssten, dass sie sich a) regelmäßig die Hände waschen sollten, wie sie das b) am besten anstellen und warum es c) erforderlich ist, das zu tun – ja, immer, Kevin, auch ganz ohne Pandemie oder auch nur Epidemie. Und dass es keine „Coronaferien“ sind, sondern  … Meine Güte, was haben diese Leute eigentlich in der Schule so im Biologieunterricht gelernt? Wie man Tamagotchis füttert? Oder ist das die Generation, die nur noch vor den Teletubbies geparkt wurde? Es ist s deprimierend.

Passend dazu der Tweet:

Ich merke gerade, es schleicht sich ein gewisser, aggressiver Unterton hier ein, das will ich ja ganz und gar nicht. Aber so gänzlich kann ich es auch nicht vermeiden, denn die Lage ist gerade existenziell extrem bedrohlich: Aufträge brechen weg und werden storniert oder aber auf unbestimmte Zeit verschoben, hinzu kommt eine dicke Forderung des Finanzamts zum denkbar allerungünstigsten Zeitpunkt, es geht mir wie anderen KünstlerInnen und Selbstständigen im Kulturbetrieb auch gerade. Wir arbeiten alle ohne Netz und doppelten Boden. Wer eine Illustratorin und/oder erfahrene Grafikdesignerin sucht, sagt bitte Bescheid, ja?

Ich kann eigentlich momentan nur aufs Bärenabo setzen und meinen Artstore, um die Miete und Krankenversicherung zu sichern. (Wer mein schönes Video dazu noch nicht kennt: Ich weiß, schamlose Eigenwerbung, aber ich mag das Video wirklich sehr gerne und gucke es auch selbst ab und zu wieder an. Danach hab’ ich meist bessere Laune.)

Wer noch kein Bärenbuch haben sollte, kann hier noch eines bestellen, wer schon eines hat, möchte vielleicht noch eines verschenken? Ich habe noch ein paar Dutzend Restexemplare und wer jetzt eins kauft, bekommt eines der schönen Lesezeichen mit der Bärenbibliothek darauf und der von Mama Bär handkonfektionierten Seidentroddel dran.

Das Bärenkochbuch, eine Art Fortsetzung, ist noch in Arbeit und folgt, so schnell es geht, ich peile April/Mai an.

Ziemlich genau das habe ich heute auf Twitter mitgeteilt und dann musste ich erst mal eine Runde heulen über das tolle Feedback  und meine Tweeties sind schon ziemlich großartig.

Das Wetter war immer noch sehr schön, man will nur raus. Beim Blick aus dem Fenster in den Innenhof sehe ich allenthalben Nachbarn ihre Fenster putzen. Auch eine Art, den Zeltkoller zu besiegen, das könnte ich mir eigentlich mal für morgen vornehmen.

Video 1 meiner gestern vorsichtig angekündigten kleinen „Zeichentipps“-Serie war soweit im Kasten, als ich beim Import der Datei ins Schnittprogramm merkte: Kein Ton. Panisches Testen des Mikros, aber das funktioniert einwandfrei. Es ist doch nicht etwa die Kamera kaputt? Das fehlte noch! Nach einer geschlagenen halben Stunde hab’ ich dann den Fehler gefunden: Ich hatte nicht das verlängerte Kabel des Mikros in die Kamera gestöpselt, sondern die daneben auf dem Tisch liegenden In-Ears vom Handy. Die haben zwar auch ein kleines Mikro, zum Telefonieren, aber das hat natürlich nichts aufgenommen, was drei Meter von der Kamera entfernt saß. Am Ende hatte ich nicht mehr die Nerven für eine Wiederholung, morgen bin ich hoffentlich frischer.

Bleibt gesund, Kinnings.