Unerwünschte Kommentare sind unerwünscht.

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Tag 44 von 366. – Die Kaltmamsell bloggt nach einer Pause wieder und die Welt ist ein besserer Ort deswegen. Sie bittet mehrfach höflich darum, ihr keine ungebetenen Ratschläge zu ihren gesundheitlichen Malaisen in die Kommentare zu werfen und als das ignoriert wird, hat sie eine sehr praktikable und kreative Idee. Aber lesen Sie selbst. Und dann kommen unter diesem Beitrag beleidigte Wortmeldungen der „ich hab’s ja nur gut gemeint, meine Güte!“-Sorte und, deutlich hässlicher, des Tenors, dass man halt nicht so exhibitionistisch bloggen soll, wenn man dann anschließend keine Kommentare wünscht.  (Ja, so hab’ ich auch geguckt.)

Nur, weil jemand was ins Internet schreibt, ob nun im eigenen Blog oder auf Twitter oder wo auch immer, muss ich das nicht kommentieren. Ganz besonders nicht, wenn der- bzw. diejenige ausdrücklich darum gebeten hat, auf Kommentare dazu zu verzichten. Das ist eine Frage der elementarsten Höflichkeit. Wenn dir das zu hoch ist, wenn dich das so wütend macht, wenn du darüber schier zu platzen drohst – dann ist das dein högschdeigenes Problem. Schreibe meinetwegen selbst ein Blog, in dem du dich echauffieren kannst, wie du willst. Kotz dich in deiner WhatsApp- oder Facebookgruppe aus, wenn die anderen Mitglieder deinen Scheiß lesen wollen. Nimm einen Euro in die Hand und erzähl’s ’ner Parkuhr. Geh einfach weg.

Frau Brüllen hat ähnliche Idioten auch schon hinter sich und deshalb konsequent die Kommentarfunktion bei sich dichtgemacht. Das ist so bedauerlich, weil solch selbstgerechte Deppen mit ihren unerwünschten Kommentaren die gesellige, fröhliche Runde für alle ruiniert haben. Ähnlich wie jemand, der ins Schwimmbad pinkelt, in dem gerade alle so nett planschen – und zwar vom Beckenrand aus. Frau Brüllen bringt es auf den Punkt, wenn sie schreibt, dass sie noch nicht drüber weg ist. Für viele BloggerInnen ist der Dialog mit den Gästen eine wichtige Komponente des Bloggens, und wenn man die amputieren muss, weil sich manche halt einfach nicht benehmen können und einem dadurch der ganze Tag versaut wird, dann ist das traurig. Ja, man kann sich ein dickeres Fell zulegen, aber warum sollte man? Es ist wie zuhause bei sich im Wohnzimmer, muss man da wirklich mit Idioten rechnen, die sich über die Einrichtung, die Kindererziehung oder die Haustiere auskotzen? Nein, man schmeißt die Spacken achtkantig raus. Was im realen Wohnzimmer super klappt, ist im Blog etwas schwieriger, denn natürlich kann man einzelne Kommentatoren via IP-Adresse oder ihre Mailadresse technisch blocken, aber im Zweifel umgehen sie diese Blockade schlicht mittels VPN und neuer Mailadresse. Am Ende bleibt nur, die Kommentare ganz zuzumachen. Herzlichen Glückwunsch, Ihr WichtigtuerInnen, ich hoffe, das war’s wert.

(Warum die Kommentare bei mir geschlossen sind, hatte ich hier einmal verbloggt. Anderer Anlass, selbe Wirkung: Es schmerzt mich ebenfalls immer noch mehr als je gedacht.)

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Weiter am #Bärenkochbuch gezeichnet.

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“Sons Of Anarchy” angefangen. Ich bin ja schon langsam berüchtigt dafür, Serien erst mit jahrelanger Verspätung zu sehen, aber eine gute Serie hält sich so lange, bis ich bereit bin. Mal schauen, ob S.O.A. dazugehört; die Besetzung rechne ich jedenfalls schon mal als Plus.