Win some, lose some

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Tag 288 von 366 – Gemalt, geräumt und Platz geschaffen für die Kartons, in denen ich den Bärlender verschicken will (und auch für die Kartons, in denen der Bärlender hoffentlich diese Woche von der Druckerei geliefert wird …). Nette Kundentelefonate, und ein paar Skizzen für ein schönes Kundenprojekt gemacht.

Das Sonnenrollo fiel auseinander; diese Klemmfixdinger sind großer Mist: Die Nupsis, die das Rollo festhalten, die fallen immer raus und überhaupt habe ich das Gefühl, die gesamte Konstruktion ist mehr so fürs Fotografiertwerden statt fürs Benutzen gedacht.

Die gute Nachricht der Woche: Die taubstumme Actionkamera, die ich zum Geburtstag bekam und letzte Woche zum Hersteller eingeschickt habe, ist ein Garantiefall und wird kostenlos repariert (oder wahrscheinlich eher ausgetauscht). Okay, das war vielleicht nicht anders zu erwarten bei einem brandneuen Gerät, das out of the box keinen Mucks macht, aber meine Erwartungen an Servicedienstleistungen von Herstellern ist gleich null, insofern freue ich mich sehr. Dann hab’ ich quasi demnächst noch einmal Geburtstag. 🙂

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Ein wenig durch den Park gelaufen. Heute hatte ich wahrlich Blei in den Beinen, und die Knie wiesen dezent darauf hin, dass ich keine Zwanzig mehr bin. Oder Dreißig. Oder Vierzig. Oder Fünfz… ja. Nun.

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Der Amazon Primeday läuft volle Kanne an mir vorüber, die haben da echt NICHTS ermäßigt von dem, was ich gerne hätte – außer ein 16-35 mm Canon EF Objektiv, das aber mit „nur noch“ 800 Tacken leider außerhalb meines aktuellen Budgets für neues Spielzeug liegt, bzw. eh nur f/4 ist, und überhaupt, ich weiß nicht, ob ich nicht über kurz oder lang sowieso auf Sony umsteige. Es stimmt schon, man ist ziemlich auf ein System festgelegt, wenn man erst einmal in deren Glas investiert hat, aber andererseits darf man sich davon auch nicht fesseln lassen. Es ist nur Werkzeug, und wenn dir das Werkzeug nicht oder nur unzureichend dabei hilft, deine Ziele zu verwirklichen, dann besorge dir welches, das dich weiterbringt. Ginge es nur ums Fotografieren, dann würde ich nicht eine Sekunde über einen Wechsel nachdenken.

Aber Canon bleibt im Videobereich meiner Wahrnehmung nach einfach völlig abgeschlagen. Die R5 scheint auf den ersten Blick zwar eine gute Konkurrenz zur neuen A7sIII zu sein, und ich weiß, die technischen Spezifikationen täuschen, die Kamera ist garantiert sensationell. Aber sie hat definitiv einige gravierende Probleme im Videobereich, auf den es mir jedoch inzwischen ankommt. Und für meine EF-Objektive bräuchte ich auch für die R5 einen Adapter, denn das R-System hat einen eigenen Anschluss. Und so wird Sony halt plötzlich doch wieder interessant, zumal sie preislich ähnlich liegen. Die legendär komplizierten Menüs kann man erlernen und die Farben werden ohnehin später nachbearbeitet und korrigiert.

Nostalgie ist nett, ich hab’ ein Leben lang mit Canon (und Leica) fotografiert, genau wie meine Eltern, und ich hänge höchst irrationalerweise an der Marke und all den schönen Erinnerungen, die ich mit ihren Produkten über die Jahrzehnte produziert habe, analog wie digital. Aber Nostalgie ist ein schlechter Berater für die Zukunft. Ginge es nur um Fotos, bliebe ich wohl bei Canon, oder schielte vielleicht mal in Richtung Fuji und Hasselblad, aber ich bin zu arm für Experimente dieser finanziellen Größenordnung und mein Fokus liegt nun inzwischen auch viel mehr im Videobereich. Dort ist Sony dankbar in die Lücke gesprungen, die Canon ihnen aus Arroganz, Nachlässigkeit oder anderen Fehlentscheidungen geschaffen hat und inzwischen der Goldstandard fürs Videofilmen mit einer DSLR. Und selbst die ziemlich unterm Radar fliegende und dramatisch preisgünstigere Blackmagic Pocket Cinema wäre interessanter für mich als die R5, wobei ich da sogar meine Objektive behalten und ohne Adapter einsetzen könnte. Eine DaVinci Resolve Lizenz wäre auch gleich dabei.

Na, ein wenig kann ich ja noch drauf herumdenken, denn vor Mitte oder Ende nächsten Jahres wird das wohl so oder so nichts und bis dahin komme ich ausgezeichnet hin und wir schauen auch erst einmal, wie sich diese ganze COVID-19 Situation so entwickelt. Meine Videofilmaufträge sind auch nach wie vor on hold – leider, denn ich hätte jetzt im Herbst in der Schweiz und in Bosnien ein Sahneprojekt zu filmen gehabt. Hoffentlich klappt das nächstes Jahr.

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Lieblinks:

On the one hand, creativity has become so invested with value that it has become impossible to police its meaning and the practices that supposedly identify and encourage it. Many people and organisations utterly committed to producing original thoughts and things nevertheless despair of creativity-talk and supposed creativity-expertise. They also say that undue obsession with the idea of creativity gets in the way of real creativity, and here the joke asks: ‘What’s the opposite of creativity?’ and the response is ‘Creativity consultants.’

How did creativity become the engine of corporate growth?

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Das Album hab’ ich doch gerade erst letzte Woche vom Babysittingtaschengeld gekauft?! 40 Jahre, my arse.

Bruce Springsteen’s The River 40 Years Later