It’s #Catember!

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Wir erinnern uns: Ich habe letztens den Monat September im Rahmen des #Bingecreating zum #Catember ausgerufen. Heute geht’s los: Die Aufgabe ist an sich denkbar einfach:

1. Male jeden Tag (oder mindestens zwei Tage pro Woche) eine Katze.

2. Fotografiere sie (falls das Bild nicht digital im Photoshop ö.ä. erstellt wurde) und lade das Bild auf Twitter, Instagram oder Facebook hoch und veröffentliche es.

3. Vergiss nicht, das Schlagwort bzw. den Hashtag #catember dazuzuschreiben. Der sorgt dafür, dass man am Ende alle Teilnehmer finden kann.

4. Am Ende des Monats können wir alle bestimmt besser Katzen zeichnen als heute.

Denkbar einfach, oder?

Ja, dachte ich auch. De facto tauchen immer wieder mal Fragen auf und einige unerwartete Stolpersteine:

Zunächst ist oder war wohl vielen Leuten nicht klar, dass es nicht darum geht, ihre oder irgend eine andere Katze zu fotografieren und hochzuladen (etwas, das die meisten KatzenbesitzerInnen ohnehin regelmässig machen), und auch nicht darum, die Bilder, die man mal vor Urzeiten gemalt hat, aus der Schublade zu kramen. Es geht ums selber zeichnen oder malen, es geht darum, einen Habitus, eine Gewohnheit zu entwickeln und dabei zu entdecken, wie schnell man wie viel besser wird. Es geht darum dass Leute, die „ich kann nicht malen“ so stolz vor sich hertragen wie andere „ich kann kein Mathe“ sich die zehn Minuten am Tag dafür nehmen und nach einem Monat feststellen: Sie können es ja doch, sie sind nur ungeübt. Wer seine Katzen gern fotografiert, soll das gerne weiter tun, aber bitte ohne den Hashtag #catember dahinter, denn dann werde ich im Leben niemals die Beiträge der „echten“ TeilnehmerInnen an dem Spiel finden.

Ich habe das Thema Katzen ausgewählt, weil ich a) wie ich finde nicht gut Katzen malen kann und das ändern will und b) möglichst viele Leute motivieren möchte, mitzumachen und viele Leute im Internet eine Katze haben. Es ist ein beliebtes Motiv, das niemals langweilig wird, das man einen Monat malen kann, ohne sich zu wiederholen. (Ich habe nicht damit gerechnet, naiv wie ich als Nicht-Katzenbesitzerin bin, dass jede Katze im Internet ihren eigenen Twitteraccount hat und mich persönlich anschreibt, und sicherheitshalber noch einmal von Frauchen retweeten lässt … Selbst schuld. Twitter als Kommunikationsmedium kann ich wohl die nächsten vier Wochen vergessen. Sei’s drum.)

Es kam die Frage nach einem #Dogtober auf (und auch andere Tiere wurden genannt). Ja, ich kann mit Hunden auch mehr anfangen als mit Katzen, schon deshalb, weil ich ein Leben lang welche hatte und zu Katzen ein eher unentspanntes Verhältnis … weshalb ich Katzen vermutlich auch nicht so gut malen kann wie ich gerne möchte. Augen zu und durch.
Jeder kann den Oktober zu seinem #Dogtober erlklären, ich würde mich freuen, wenn das weiterginge, aber ich werde zeitlich nicht gross involviert sein … muss ich ja auch nicht. Der Witz ist, wie gesagt, den Hintern hochzukriegen und eine tägliche Gewohnheit zu entwickeln. Das geht in jedem Monat und mit jedem Tier oder anderen Thema.

Es kam die Frage, ob es etwas zu gewinnen gäbe. Ja: Erfahrung. Wer täglich dreissig Tage lang etwas übt, wird es am Ende besser können als vorher.

Es kam die Frage, ob ich jeden Tag das Thema vorgeben würde. Nein, kann, will und werde ich nicht. Zum einen, weil ich die Zeit nicht habe, zum anderen, weil wir hoffentlich alle erwachsen sind und uns das Thema „1 Katz am Tag“ nicht ratlos zurücklassen sollte.

Falls noch Fragen sind, gerne hier kommentieren, auf Twitter werde ich mit Sicherheit nicht alle Replies finden oder beantworten können (s.o.).

Ich hoffe, Ihr macht zahlreich mit!

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