Lieblingsblogs: Kelef

Wiener Schmäh

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Ich weiß gar nicht mehr, wann und wo ich über das Blog der „Gastgeberin“ gestolpert bin. Es ist jedenfalls schon viele Jahre her, und ich habe viele fabelhafte Wiener oder österreichische Vokabeln gelernt dabei. Ob sie über Verpackungswahnsinn und Conveniencefraß lamentiert, ihren Unmut über Fundiveganer und „zurück zur Natur“-Eleven kundtut, Leute darauf hinweist, dass Siezen noch lange nicht ausgestorben und ungefragtes Duzen eine unerträgliche Unart ist – bei der ich ja auch – jenseits von Twitter und ganz besonders im sog. Kohlenstoffleben – gerne sehr unmittelbar und sehr ausdrücklich sehr schlechte Laune bekomme, über ihre unfassbare Hausverwaltung und Spaß mit Handwerkern und Morktforschungsanrufern schreibt – man liest, lacht, kriegt Augenzucken und schlägt die Hände überm Kopf zusammen, möchte gern mal nach Wien und freut sich einfach so rundherum darüber, dass es nicht nur Bekloppte im Netz gibt, sondern eben auch Frau Kelef. Ich mag Leute mit Haltung und einem Hand zur Widerborstigkeit, ich mag Leute, die gute Geschichten erzählen, oder zumindest schlechte Geschichten gut erzählen können.

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